Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
5 typische Fehler beim BARF
- Isabel Scheu
- 08.08.2026
- BARF
5 typische Fehler beim BARFen – und wie du sie vermeidest
BARF klingt nach einer idealen Ernährungsform für Hunde: frisch, natürlich und artgerecht. Doch viele Hundebesitzer machen unbewusst Fehler, die den gesundheitlichen Nutzen verringern oder sogar gefährlich sein können. Plötzlich ist der Hund über- oder unterversorgt, bekommt Verdauungsprobleme oder wichtige Nährstoffe fehlen. In diesem ausführlichen Beitrag zeigen wir dir die fünf häufigsten Fehler beim BARFen und geben dir praxisnahe Tipps, wie du sie sicher vermeiden kannst. So stellst du sicher, dass dein Hund von der Rohfütterung optimal profitiert.
1. Fehler: Falsche Berechnung der Tagesration
Viele Hundehalter orientieren sich nur am Gewicht des Hundes und vergessen Aktivität, Lebensphase oder Gesundheitszustand:
- Zu wenig Futter → Unterversorgung, Mangel an Proteinen, Mineralstoffen oder Energie
- Zu viel Futter → Übergewicht, Verdauungsprobleme und Stoffwechselbelastung
So vermeidest du den Fehler:
- Tagesration anhand Körpergewicht und Aktivität berechnen (Faustregel: 2–3 % des Körpergewichts für erwachsene Hunde, bis zu 4 % bei Welpen)
- Lebensphase berücksichtigen – Welpen benötigen mehr, Senioren oft weniger
- Gewicht und Körperkondition regelmäßig kontrollieren und Rationen bei Bedarf anpassen
2. Fehler: Ungleichgewicht bei Fleisch, Innereien und Knochen
Ein häufiger Anfängerfehler ist, Muskelfleisch zu überwiegen und Innereien oder Knochen zu vernachlässigen. Dies kann zu Mangelerscheinungen oder Kalzium-Phosphor-Ungleichgewicht führen:
- Zu viel Leber → Vitamin-A-Überdosierung
- Zu wenig Knochen → Kalziummangel, Zahn- und Knochengesundheit gefährdet
- Fehlende Innereien → Mangel an Vitaminen und Spurenelementen
So vermeidest du den Fehler:
- Muskelfleisch: 60–70 % der Tagesration
- Innereien: 10–15 %, Leber maximal 5–10 %
- Knochen: 10–15 % (roh und sicher) oder Knochenmehl
- Gemüse/Obst: 10 %
- Öle/Fette: 1–2 %
3. Fehler: Unsachgemäße Hygiene und Lagerung
Rohes Fleisch kann Bakterien enthalten, und falsche Lagerung führt zu gesundheitlichen Risiken:
- Keime wie Salmonellen oder E. coli
- Parasiten, insbesondere bei rohem Schweinefleisch oder Wild
- Verderbtes Fleisch → Durchfall, Erbrechen oder schwerwiegende Infektionen
So vermeidest du den Fehler:
- Frisches Fleisch, Innereien und Knochen nur gekühlt oder tiefgekühlt lagern
- Arbeitsflächen, Messer, Hände gründlich reinigen
- Futter in Portionen aufteilen, nicht über längere Zeit ungekühlt stehen lassen
- Auf Haltbarkeitsdaten achten, auch bei Tiefkühlware
Eine praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier: Hygiene und Lagerung beim BARF (Meal Prep & Einfrieren).
4. Fehler: Falsche Zutaten oder giftige Lebensmittel
Viele Hundehalter wissen nicht, dass bestimmte Lebensmittel für Hunde gefährlich sind:
- Zwiebeln, Knoblauch, Lauch – schädigen rote Blutkörperchen
- Trauben, Rosinen – können Nierenversagen auslösen
- Avocado – Persin kann Herz oder Verdauung belasten
- Rohe Kartoffeln, grüne Tomaten oder Steinobstkerne – enthalten giftige Stoffe
So vermeidest du den Fehler:
- Nur für Hunde geeignete Obst- und Gemüsesorten verwenden
- Keine Reste vom Menschen oder gewürzte Speisen füttern
- Informiere dich über No-Gos und sichere Alternativen
Hier geht’s zur Übersicht: falsche Zutaten beim BARF – die wichtigsten No-Gos.
5. Fehler: Keine Kontrolle über Fell, Gewicht und Verdauung
Ein BARF-Plan ist kein statisches Dokument. Veränderungen im Hund müssen beobachtet werden – besonders während der Futterumstellung:
- Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme → Ration anpassen
- Fellprobleme, stumpfes Fell oder Hautreizungen → Nährstoffbalance prüfen
- Verdauungsprobleme → Mengen, Zutaten oder Umstellung überdenken
So vermeidest du den Fehler:
- Regelmäßige Gewichtskontrolle
- Fell, Haut, Energielevel und Kotqualität beobachten
- Bei Problemen Tierarzt oder BARF-Berater einbeziehen
Fazit: Fehler beim BARFen vermeiden
BARF ist eine gesunde, artgerechte Ernährungsform, kann aber riskant werden, wenn die fünf häufigsten Fehler auftreten: falsche Tagesration, Ungleichgewicht bei Fleisch, Innereien und Knochen, unsachgemäße Hygiene, giftige Lebensmittel oder fehlende Kontrolle über Hundegesundheit. Mit sorgfältiger Planung, Berechnung, Auswahl geeigneter Zutaten, Hygiene und Beobachtung kannst du diese Fehler sicher vermeiden. Dein Hund profitiert von einer ausgewogenen Ernährung, glänzendem Fell, gesunder Verdauung und gesteigerter Vitalität – BARF wird so zu einer der gesündesten Fütterungsarten für Hunde.
Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen:
Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Diese Empfehlungen basieren auf Erfahrung und Überzeugung und sollen dich dabei unterstützen, von Anfang an die richtigen Entscheidungen für deinen Hund zu treffen.
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