Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Trauben und Hund
- Isabel Scheu
- 06.07.2026
- Herbst
Trauben für Hunde: Warum Weintrauben gefährlich sein können
Weintrauben gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Spätsommer und Herbst. Sie stehen als Snack auf dem Tisch, wachsen in privaten Gärten und prägen besonders rund um Stuttgart ganze Landschaften. In den Weinbergen von Rotenberg, Uhlbach, Untertürkheim, Obertürkheim, Hedelfingen oder Richtung Remstal begegnen Hunde während der Weinlese immer wieder einzelnen Trauben und Beeren, die auf den Boden gefallen sind.
Genau darin liegt ein ernstzunehmendes Risiko: Weintrauben sind für Hunde nicht geeignet und können Vergiftungen mit schweren Nierenschäden verursachen. Das gilt nicht nur für Rosinen oder große Mengen Trauben. Auch bei vergleichsweise kleinen aufgenommenen Mengen lässt sich das Risiko für den einzelnen Hund nicht zuverlässig vorhersagen.
Besonders tückisch ist, dass eine Weintraube für einen Hund völlig unscheinbar aussieht. Sie riecht interessant, lässt sich schnell herunterschlucken und liegt während der Erntezeit teilweise direkt am Wegesrand. Hat dein Hund eine Traube gefunden, ist sie häufig verschwunden, bevor du überhaupt reagieren kannst.
Deshalb sollten Hundehalter nicht nur zu Hause darauf achten, Weintrauben und Rosinen außer Reichweite aufzubewahren. Gerade bei Herbstspaziergängen durch die Stuttgarter Weinberge lohnt sich ein besonders aufmerksamer Blick auf den Boden.
Welche weiteren saisonalen Risiken du kennen solltest, erfährst du in unserem Beitrag über die Gefahren im Herbst.
Kurze Antwort: Nein, Hunde sollten keine Weintrauben oder Rosinen fressen. Die Aufnahme kann zu Magen-Darm-Beschwerden und schweren Nierenschäden führen. Wie empfindlich ein einzelner Hund reagiert, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Hat dein Hund Weintrauben gefressen, solltest du deshalb direkt tierärztlichen Rat einholen und nicht erst auf Beschwerden warten.
Dürfen Hunde Weintrauben essen?
Nein. Weintrauben gehören nicht in den Hundenapf und sollten auch nicht als gelegentlicher Snack angeboten werden.
Anders als bei manchen Lebensmitteln, bei denen lediglich sehr große Mengen problematisch sind, ist die Situation bei Weintrauben schwieriger einzuschätzen. Der Gehalt der vermutlich verantwortlichen Stoffe kann schwanken und auch die Reaktion einzelner Hunde ist nicht vollkommen vorhersehbar.
Deshalb ist es nicht sinnvoll, selbst eine vermeintlich ungefährliche Portion auszurechnen. Die einfachste und sicherste Regel lautet: Keine Weintrauben für Hunde.
Warum sind Weintrauben für Hunde gefährlich?
Lange Zeit war nicht geklärt, welcher Bestandteil von Weintrauben und Rosinen für die Vergiftungen verantwortlich ist. Inzwischen gilt Weinsäure beziehungsweise ihre Salze als wahrscheinlicher zentraler Faktor.
Entscheidend für Hundehalter ist jedoch weniger der genaue biochemische Mechanismus als die mögliche Folge: Die Nieren können geschädigt werden und bei einer schweren Vergiftung kann sich ein akutes Nierenversagen entwickeln.
Deshalb gehört die Aufnahme von Weintrauben zu den Situationen, bei denen schnelles tierärztliches Handeln sinnvoll ist.
Warum lässt sich keine zuverlässig sichere Menge nennen?
Bei der Frage „Wie viele Weintrauben darf ein Hund essen?“ entsteht schnell der Eindruck, es müsse eine feste Grenze geben. Genau darauf solltest du dich bei Weintrauben jedoch nicht verlassen.
Größe und Zusammensetzung der Früchte können unterschiedlich sein. Hinzu kommt, dass einzelne Hunde unterschiedlich reagieren können.
Deshalb solltest du eine Aufnahme nicht allein anhand der Anzahl gefressener Trauben selbst als ungefährlich einstufen.
Rosinen sind für Hunde ebenfalls gefährlich
Rosinen sind getrocknete Weintrauben und deshalb keineswegs eine sichere Alternative. Auch sie können beim Hund schwere gesundheitliche Probleme verursachen.
Besonders problematisch ist, dass Rosinen in zahlreichen Lebensmitteln versteckt sein können.
Müsli und Studentenfutter
Rosinen werden häufig mit Nüssen und anderen Trockenfrüchten gemischt. Solche Lebensmittel solltest du so lagern, dass dein Hund sie nicht erreichen kann.
Kuchen und Gebäck
Rosinen finden sich beispielsweise in verschiedenen Kuchen, Hefeteigen, Stollen und anderem Gebäck.
Trockenfruchtmischungen
Auch kleine Snackpackungen mit Trockenfrüchten können Rosinen enthalten und sollten nicht offen in Reichweite des Hundes liegen.
Welche Symptome kann eine Weintraubenvergiftung verursachen?
Erste Beschwerden können zunächst relativ unspezifisch wirken. Gerade deshalb solltest du nach einer bekannten Aufnahme nicht darauf warten, dass sich dein Hund sichtbar schlecht fühlt.
Mögliche Symptome sind unter anderem:
- Erbrechen
- Durchfall
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- ungewöhnliche Müdigkeit
- Schwäche
- vermehrter Durst
- Veränderungen beim Wasserlassen
- deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands
Wenn dein Hund auffällige Beschwerden zeigt, findest du ergänzende Informationen in unserem Beitrag darüber, wann du mit deinem Hund zum Tierarzt solltest.
Akute Nierenschäden sind die größte Gefahr
Die eigentliche Gefahr einer schweren Weintraubenvergiftung besteht nicht nur in Erbrechen oder Durchfall. Besonders problematisch ist eine mögliche Schädigung der Nieren.
Bei einer schweren Vergiftung kann sich die Nierenfunktion zunehmend verschlechtern. Im weiteren Verlauf kann die Urinproduktion deutlich abnehmen oder vollständig zum Erliegen kommen.
Ein akutes Nierenversagen ist ein lebensbedrohlicher Zustand und muss tierärztlich behandelt werden.
Mein Hund hat eine Weintraube gefressen – was soll ich tun?
Hat dein Hund eine Weintraube oder mehrere Trauben gefressen, solltest du möglichst ruhig bleiben und gleichzeitig zügig handeln.
Kontaktiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und schildere, was passiert ist. Warte nicht darauf, ob dein Hund innerhalb der nächsten Stunden Beschwerden entwickelt.
Diese Informationen können für die Tierarztpraxis wichtig sein:
- Was genau hat dein Hund gefressen?
- Waren es frische Weintrauben oder Rosinen?
- Wie viele könnten aufgenommen worden sein?
- Wann ist die Aufnahme ungefähr passiert?
- Wie viel wiegt dein Hund?
- Gibt es bekannte Vorerkrankungen?
- Zeigt dein Hund bereits Symptome?
Weitere allgemeine Hinweise für Vergiftungssituationen findest du in unserem Beitrag über Erste Hilfe bei Vergiftungen.
Erbrechen beim Hund nicht selbst auslösen
Versuche nicht auf eigene Faust, deinen Hund mit Salz oder anderen Hausmitteln zum Erbrechen zu bringen.
Ob eine Magenentleerung sinnvoll ist und auf welche Weise sie durchgeführt werden sollte, hängt unter anderem vom Zeitpunkt der Aufnahme und dem Zustand des Hundes ab.
Diese Entscheidung gehört deshalb in tierärztliche Hände.
Wie wird eine Weintraubenvergiftung beim Tierarzt behandelt?
Die Behandlung richtet sich unter anderem danach, wie lange die Aufnahme zurückliegt, welche Menge möglicherweise gefressen wurde und wie es dem Hund aktuell geht.
Liegt die Aufnahme erst kurze Zeit zurück, kann die Tierarztpraxis Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Aufnahme der problematischen Stoffe zu begrenzen.
Darüber hinaus können Flüssigkeitstherapie und Kontrollen der Nierenwerte beziehungsweise weiterer Laborparameter notwendig werden.
Welche Maßnahmen im konkreten Fall erforderlich sind, entscheidet die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt.
Warum schnelles Handeln so wichtig ist
Der wichtigste Zeitpunkt ist nicht erst dann gekommen, wenn dein Hund Erbrechen, Schwäche oder andere Symptome zeigt.
Nach einer bekannten Aufnahme kann eine frühe tierärztliche Einschätzung entscheidend sein, weil Maßnahmen möglicherweise noch eingeleitet werden können, bevor sich schwere Folgen entwickeln.
Deshalb gilt bei Weintrauben: Lieber einmal frühzeitig in der Tierarztpraxis nachfragen als wertvolle Zeit verstreichen lassen.
Weintrauben im Herbst rund um Stuttgart
Für Hundehalter in Stuttgart bekommt das Thema eine zusätzliche lokale Bedeutung. Weinbau gehört sichtbar zur Stadt und ihrer Umgebung.
Weinberge findest du beispielsweise rund um Rotenberg, Uhlbach, Untertürkheim, Obertürkheim und Hedelfingen sowie in angrenzenden Weinregionen Richtung Remstal.
Gerade während der Weinlese können einzelne Beeren oder ganze Trauben beim Ernten und Transportieren auf den Boden fallen.
Das macht die Weinberge keineswegs zu einem Gebiet, das du mit deinem Hund meiden musst. Es bedeutet lediglich, dass du deinen Hund in dieser Jahreszeit besonders aufmerksam begleiten solltest.
Mehr allgemeine Hinweise für Spaziergänge in dieser Jahreszeit findest du in unserem Beitrag über Herbstzeit mit Hund.
Heruntergefallene Trauben sind schnell verschluckt
Das größte praktische Problem auf einem Weinbergweg ist häufig nicht eine ganze Traube, die offensichtlich mitten auf dem Weg liegt.
Einzelne Beeren sind klein und zwischen Gras, Laub oder Steinen kaum sichtbar. Dein Hund riecht oder entdeckt sie möglicherweise deutlich früher als du.
Besonders Hunde, die beim Spaziergang häufig Futter oder andere Fundstücke aufnehmen, solltest du in solchen Bereichen frühzeitig näher bei dir führen.
Bei jungen Hunden, die noch viele Dinge mit dem Maul erkunden, ist besondere Aufmerksamkeit sinnvoll. Weitere Tipps findest du in unserem Beitrag über Spaziergänge im Welpenalter.
Traubentrester und Pressrückstände ebenfalls vermeiden
Während und nach der Weinlese können neben einzelnen Trauben auch Rückstände aus der Traubenverarbeitung interessant für Hunde sein.
Dazu gehören beispielsweise ausgepresste Traubenreste. Solche Rückstände solltest du deinen Hund ebenfalls nicht fressen lassen.
Sie sind kein geeigneter Hundesnack und können je nach Zusammensetzung weiterhin Bestandteile der Trauben enthalten.
Gärende Traubenreste sind ein zusätzliches Risiko
Liegen beschädigte Früchte oder Traubenreste längere Zeit, können Gärungsprozesse einsetzen.
Dadurch entsteht neben der eigentlichen Problematik der Weintrauben ein weiteres Risiko, weil bei Gärung Alkohol entstehen kann.
Unbekannte Traubenreste am Rand von Weinbergen oder Wirtschaftswegen solltest du deinen Hund deshalb niemals aufnehmen lassen.
Traubensaft, Wein und andere Traubenprodukte
Auch andere Produkte aus Trauben sind nicht automatisch für Hunde geeignet.
Alkoholische Getränke wie Wein gehören grundsätzlich nicht in den Hundemagen. Bei anderen Produkten können zusätzlich Zucker, Alkohol oder weitere Zutaten enthalten sein.
Die einfachste Regel lautet deshalb: Traubenprodukte, die für Menschen hergestellt wurden, sollten nicht ohne konkreten Grund an Hunde verfüttert werden.
Welche Hunde sind von einer Traubenvergiftung betroffen?
Grundsätzlich sollte jeder Hund vor Weintrauben und Rosinen geschützt werden. Rasse, Körpergröße oder Alter bieten keinen verlässlichen Schutz.
Ein größerer Hund darf deshalb nicht automatisch mehr Weintrauben fressen als ein kleiner Hund.
Auch bei älteren Hunden solltest du konsequent darauf achten, dass keine Weintrauben aufgenommen werden. Allgemeine Tipps für diese Lebensphase findest du in unserem Beitrag über Wohlfühlmomente für Seniorhunde.
Warum Orientierung beim Spaziergang so wichtig ist
Gerade in den Weinbergen wirst du nicht jede einzelne Traube vor deinem Hund entdecken können. Ein kleiner grüner oder dunkler Beerenkörper kann zwischen Laub und Pflanzen schnell verschwinden.
Deshalb ist es im Alltag hilfreich, wenn dein Hund gelernt hat, sich auch bei spannenden Gerüchen und Fundstücken an dir zu orientieren.
Dabei geht es nicht darum, während des gesamten Spaziergangs permanent Verbote auszusprechen. Viel wertvoller ist eine Kommunikation, bei der dein Hund auf deine Ansprache reagieren und sich von einem interessanten Fundstück wieder lösen kann.
Mehr zu diesem Ansatz findest du in unserem Beitrag über Bindung statt Dressur.
Leine oder Schleppleine in den Weinbergen?
Gerade während der Weinlese kann es sinnvoll sein, den Bewegungsradius deines Hundes zeitweise einzuschränken.
Das gilt insbesondere dort, wo viele Trauben auf dem Boden liegen, landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind oder Erntearbeiten stattfinden.
Eine normale Führleine oder – auf geeigneten Wegen – eine Schleppleine kann dir helfen, deinen Hund rechtzeitig davon abzuhalten, Fundstücke aufzunehmen.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Leine selbst, sondern das gemeinsame Unterwegssein. Weitere Anregungen findest du in unserem Beitrag zur Leinenführung im Alltag.
Weintrauben zu Hause sicher aufbewahren
Nicht nur der Spaziergang ist relevant. Auch zu Hause können Weintrauben schnell unbeaufsichtigt erreichbar sein.
Eine Schale auf dem niedrigen Couchtisch, offene Einkaufstaschen oder heruntergefallene einzelne Beeren reichen aus, damit ein neugieriger Hund zugreift.
Bewahre Weintrauben deshalb so auf, dass dein Hund sie nicht erreichen kann, und kontrolliere nach dem Essen kurz den Boden, wenn Trauben heruntergefallen sein könnten.
Rosinen in der Weihnachtszeit nicht vergessen
Während frische Weintrauben besonders im Spätsommer und Herbst relevant sind, begleiten Rosinen viele Haushalte bis weit in die Weihnachtszeit.
Stollen, Früchtebrot, Kekse, Müsli oder andere Backwaren können Rosinen enthalten.
Besonders bei Besuch oder Familienfeiern solltest du deshalb darauf achten, dass entsprechendes Gebäck nicht unbeaufsichtigt in Reichweite deines Hundes steht.
Welche Obstsorten sind als Alternative besser geeignet?
Nur weil Weintrauben nicht für Hunde geeignet sind, muss dein Hund grundsätzlich auf Obst verzichten.
Verschiedene andere Obstsorten können in kleinen Mengen und richtig vorbereitet für viele gesunde Hunde als gelegentlicher Snack infrage kommen.
Dazu gehören beispielsweise Apfelstücke ohne Kerngehäuse oder kleine Mengen anderer geeigneter Früchte.
Trotzdem gilt auch bei verträglichem Obst: Snacks bleiben Ergänzungen und sollten eine ausgewogene Hundeernährung nicht ersetzen.
Checkliste: Weintrauben und Hund
Das solltest du dir merken:
- Hunde keine Weintrauben fressen lassen
- auch Rosinen konsequent meiden
- nach einer Aufnahme direkt tierärztlichen Rat einholen
- nicht erst auf Symptome warten
- Erbrechen nicht mit Hausmitteln auslösen
- Trauben während der Weinlese auch am Boden beachten
- Traubenreste und Trester nicht aufnehmen lassen
- Rosinen in Gebäck und Müsli berücksichtigen
- Trauben zu Hause außer Reichweite aufbewahren
- in Weinbergen einen angemessenen Bewegungsradius wählen
Diese Fehler solltest du bei Weintrauben vermeiden
Auf eine sichere Stückzahl vertrauen
Verlasse dich nicht darauf, dass wenige Trauben grundsätzlich ungefährlich seien. Nach einer Aufnahme solltest du die Situation tierärztlich beurteilen lassen.
Auf erste Symptome warten
Dass dein Hund unmittelbar nach der Aufnahme noch vollkommen normal wirkt, bedeutet nicht automatisch, dass keine Behandlung erforderlich ist.
Selbst Erbrechen auslösen
Hausmittel können zusätzliche Risiken verursachen. Kontaktiere stattdessen möglichst schnell eine Tierarztpraxis.
Rosinen vergessen
Getrocknete Weintrauben sind ebenfalls problematisch und stecken häufig in Lebensmitteln, bei denen man zunächst gar nicht an Trauben denkt.
Traubenreste im Weinberg ignorieren
Während der Weinlese können einzelne Beeren und andere Traubenreste auf Wegen liegen. Beobachte deinen Hund dort besonders aufmerksam.
FAQ – Trauben für Hunde
Dürfen Hunde Weintrauben essen?
Nein. Weintrauben können bei Hunden Vergiftungen und schwere Nierenschäden verursachen. Sie sollten deshalb grundsätzlich nicht verfüttert werden.
Ist eine einzelne Weintraube für meinen Hund gefährlich?
Das individuelle Risiko lässt sich nicht zuverlässig allein anhand einer Stückzahl beurteilen. Hat dein Hund auch nur eine kleine Menge aufgenommen, solltest du deshalb sicherheitshalber tierärztlichen Rat einholen.
Warum sind Weintrauben für Hunde giftig?
Weinsäure beziehungsweise ihre Salze gelten inzwischen als wahrscheinlicher wichtiger Faktor der Trauben- und Rosinentoxizität beim Hund. Die Vergiftung kann insbesondere die Nieren schädigen.
Was passiert, wenn mein Hund Weintrauben gefressen hat?
Es können zunächst Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen oder Schwäche auftreten. Im schweren Verlauf besteht die Gefahr einer akuten Nierenschädigung. Kontaktiere deshalb nach einer bekannten Aufnahme möglichst früh eine Tierarztpraxis.
Wann treten Symptome nach Weintrauben beim Hund auf?
Erste Magen-Darm-Beschwerden können innerhalb der ersten Stunden auftreten. Veränderungen der Nierenfunktion können sich später entwickeln. Deshalb sollte nicht auf das Auftreten von Symptomen gewartet werden.
Sind Rosinen für Hunde gefährlich?
Ja. Rosinen sind getrocknete Weintrauben und ebenfalls für Hunde problematisch. Sie sollten genauso konsequent vermieden werden wie frische Trauben.
Darf mein Hund Traubentrester fressen?
Nein. Auch Trauben- und Pressrückstände aus der Weinherstellung solltest du deinem Hund nicht zugänglich machen.
Darf mein Hund Traubensaft trinken?
Traubenprodukte sind kein geeigneter Bestandteil der Hundeernährung. Traubensaft sollte deshalb nicht als Getränk oder Snack angeboten werden.
Darf ich meinen Hund nach Weintrauben selbst zum Erbrechen bringen?
Nein. Verwende keine Hausmittel zum Auslösen von Erbrechen. Ob eine solche Maßnahme sinnvoll ist, sollte tierärztlich entschieden und fachgerecht durchgeführt werden.
Warum sind Weintrauben im Herbst in Stuttgart besonders relevant?
Stuttgart ist von zahlreichen Weinbergen umgeben. Während der Weinlese können rund um Rotenberg, Uhlbach, Untertürkheim, Obertürkheim, Hedelfingen und andere Weinlagen einzelne Trauben oder Beeren auf den Wegen liegen.
Wie verhindere ich, dass mein Hund im Weinberg Trauben frisst?
Beobachte den Boden und deinen Hund aufmerksam, halte ihn in Bereichen mit vielen Traubenresten näher bei dir und nutze bei Bedarf eine Leine oder Schleppleine. Zusätzlich ist eine gute Orientierung an dir im Alltag besonders hilfreich.
Fazit: Weintrauben gehören niemals in den Hundemagen
Weintrauben für Hunde sind kein geeigneter Snack. Die Früchte können schwere Vergiftungen verursachen und insbesondere die Nieren schädigen.
Dass dein Hund nach einer einzelnen oder wenigen Trauben zunächst völlig normal wirkt, ist kein ausreichender Grund, die Aufnahme zu ignorieren. Das individuelle Risiko lässt sich nicht zuverlässig allein anhand der Stückzahl beurteilen.
Hat dein Hund Weintrauben oder Rosinen gefressen, solltest du deshalb möglichst direkt eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren und nicht erst auf Erbrechen, Müdigkeit oder andere Beschwerden warten.
Gerade während der Weinlese rund um Stuttgart ist zusätzliche Aufmerksamkeit sinnvoll. In den Weinbergen von Rotenberg, Uhlbach, Untertürkheim, Obertürkheim, Hedelfingen und Richtung Remstal können einzelne Beeren oder Traubenreste auf den Wegen liegen.
Mit einem kontrollierten Bewegungsradius, einer guten Orientierung deines Hundes an dir und einem aufmerksamen Blick auf den Boden lassen sich viele dieser Situationen bereits verhindern.
Wenn dein Hund draußen alles vom Boden aufnehmen möchte
Trauben, Fallobst oder andere Fundstücke – dein Hund ist draußen schneller mit der Nase und dem Maul als du reagieren kannst?
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir daran, dass dein Hund seine Umwelt entdecken darf und sich trotzdem an dir orientieren kann. Dabei stehen klare Kommunikation, Vertrauen und eine verlässliche gemeinsame Führung im Alltag im Mittelpunkt – statt den gesamten Spaziergang mit Verboten verbringen zu müssen.
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