Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
BLOG DURCHSUCHEN
Wonach suchst du?
Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.
Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.
Biliiges Hundefutter
- Isabel Scheu
- 02.06.2026
- Ernährung
Billiges Hundefutter – warum günstig nicht automatisch schlecht und teuer nicht automatisch gut ist
Ein großer Futtersack zum kleinen Preis klingt zunächst verlockend: Der Hund wird satt, das Futter passt ins Budget und auf der Verpackung stehen vielleicht sogar Begriffe wie „mit Fleisch“, „ausgewogen“ oder „mit wertvollen Vitaminen“. Aber kann günstiges Hundefutter wirklich genauso gut sein wie ein deutlich teureres Produkt?
Gleichzeitig hält sich hartnäckig die Vorstellung, billiges Hundefutter sei grundsätzlich minderwertig und teures Hundefutter automatisch hochwertig. Ganz so einfach ist es nicht.
In unserer Hundeschule in Stuttgart werden wir regelmäßig gefragt, woran man gutes Hundefutter erkennt und ob sich ein höherer Preis tatsächlich lohnt. Gerade bei Verdauungsproblemen, Übergewicht, Hautproblemen oder vermuteten Futtermittelunverträglichkeiten beginnen viele Hundehalter, die bisherige Fütterung genauer zu hinterfragen.
Der Preis allein beantwortet diese Fragen jedoch nicht. Entscheidend sind unter anderem Nährstoffversorgung, Energiedichte, Verdaulichkeit, Zusammensetzung, Fütterungsmenge, individuelle Verträglichkeit und der tatsächliche Bedarf deines Hundes.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, woran du gutes Hundefutter erkennst, welche Inhaltsstoffe wirklich wichtig sind, was Begriffe wie Rohprotein, Rohasche und tierische Nebenerzeugnisse bedeuten, warum der Kilopreis beim Vergleich täuschen kann und wie du günstiges und teures Hundefutter sinnvoll miteinander vergleichst.
Kurze Antwort: Billiges Hundefutter ist nicht automatisch schlecht und teures Hundefutter nicht automatisch gut. Vergleiche deshalb nicht nur den Preis pro Kilogramm. Prüfe, ob es sich um ein geeignetes Alleinfuttermittel handelt, lies Zusammensetzung und analytische Bestandteile, berücksichtige Energiedichte und Tagesration und beobachte, wie dein Hund das Futter verträgt.
Ist billiges Hundefutter automatisch schlecht?
Nein. Ein niedriger Preis bedeutet nicht automatisch, dass ein Hundefutter schlecht oder minderwertig ist. Umgekehrt garantiert ein hoher Preis keine besonders gute Rezeptur.
Der Verkaufspreis eines Futters entsteht aus vielen Faktoren: Rohstoffen, Herstellung, Verpackung, Transport, Vertrieb, Marketing, Unternehmensstruktur und Verkaufsweg.
Deshalb solltest du die Qualität eines Hundefutters niemals ausschließlich am Preisschild festmachen.
Die bessere Frage lautet: Was bekommt mein Hund für diesen Preis – und passt dieses Futter tatsächlich zu seinem Bedarf?
Ist teures Hundefutter automatisch hochwertiger?
Auch diese Annahme ist zu einfach. Ein hoher Verkaufspreis kann beispielsweise mit hochwertigen Rohstoffen zusammenhängen – muss es aber nicht.
Verpackung, Markenpositionierung, Werbung, Vertrieb und besondere Produktkonzepte können ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf den Preis haben.
Deshalb solltest du auch bei einem hochpreisigen Hundefutter die Deklaration lesen und prüfen, ob das Produkt zum individuellen Hund passt.
Was bedeutet Qualität bei Hundefutter überhaupt?
Beim Begriff „hochwertiges Hundefutter“ denken viele Hundehalter zunächst an besonders viel Fleisch, eine kurze Zutatenliste oder eine offene Deklaration. Diese Punkte können interessant sein, reichen für eine vollständige Beurteilung jedoch nicht aus.
Ein gutes Futter muss vor allem zum Bedarf des jeweiligen Hundes passen und ihn angemessen mit Energie und essenziellen Nährstoffen versorgen.
Dazu gehören unter anderem Proteine beziehungsweise Aminosäuren, Fette und essenzielle Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
Mehr über die grundlegenden Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung erfährst du in unserem Beitrag über gesunde Hundeernährung .
Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel – ein wichtiger Unterschied
Ein Punkt wird beim Vergleich von Hundefutter häufig übersehen: Ist das Produkt überhaupt als Alleinfuttermittel gekennzeichnet?
Ein Alleinfuttermittel ist dafür vorgesehen, bei bestimmungsgemäßer Fütterung die tägliche Ration abzudecken. Ein Ergänzungsfuttermittel ist dagegen zur Ergänzung der Ernährung gedacht und nicht automatisch als alleinige langfristige Hauptnahrung geeignet.
Gerade bei Produkten, die besonders natürlich oder fleischreich wirken, lohnt sich deshalb ein Blick auf diese Angabe.
Hundefutter vergleichen: Die Deklaration richtig lesen
Wenn du günstiges und teures Hundefutter vergleichen möchtest, solltest du die Deklaration des Hundefutters genauer betrachten.
Auf dem Etikett findest du unter anderem Angaben zur Zusammensetzung, zu den analytischen Bestandteilen, zu Zusatzstoffen und zur Fütterungsempfehlung.
Dabei gilt: Kein einzelner Wert entscheidet darüber, ob ein Futter hochwertig oder minderwertig ist.
Was sagt die Zutatenliste über die Futterqualität aus?
Die Zusammensetzung zeigt, welche Futtermittel beziehungsweise Ausgangserzeugnisse verwendet wurden. Die Bestandteile werden grundsätzlich in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgeführt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die erste Zutat automatisch die ernährungsphysiologisch wichtigste ist. Wasserreiche Zutaten können aufgrund ihres Frischgewichts weit vorne in der Liste stehen.
Deshalb solltest du immer die gesamte Zusammensetzung betrachten und nicht nur die ersten ein oder zwei Zutaten.
Ist viel Fleisch im Hundefutter automatisch besser?
Ein hoher Fleischanteil wird häufig als eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale für Hundefutter beworben. Doch auch hier gilt: Mehr ist nicht automatisch besser.
Entscheidend ist nicht nur, wie viel tierisches Material enthalten ist, sondern welche Nährstoffe die gesamte Ration liefert und ob sie zum individuellen Bedarf des Hundes passt.
Ein möglichst hoher Prozentwert auf der Verpackung sollte deshalb niemals das einzige Kaufkriterium sein.
Sind tierische Nebenerzeugnisse ein Zeichen für billiges Hundefutter?
Nein. Der Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ wird häufig automatisch mit minderwertigem Futter verbunden. Das ist fachlich zu pauschal.
Tierische Nebenerzeugnisse können unterschiedliche Bestandteile umfassen. Darunter können sich auch ernährungsphysiologisch wertvolle Organe wie beispielsweise Leber oder Herz befinden.
Für Hundehalter ist deshalb vor allem interessant, wie konkret die verwendeten tierischen Bestandteile beschrieben werden. Ein Sammelbegriff liefert weniger Detailinformationen, ist aber allein noch kein Beweis für schlechte Futterqualität.
Ist Getreide ein billiger Füllstoff im Hundefutter?
Auch Getreide wird häufig pauschal als minderwertiger Füllstoff bezeichnet. Diese Aussage greift zu kurz.
Geeignete und entsprechend verarbeitete Kohlenhydratquellen können von vielen Hunden verwertet werden. Ob Getreide für einen bestimmten Hund geeignet ist, hängt unter anderem von der individuellen Verträglichkeit und der gesamten Rationszusammensetzung ab.
Getreidefrei bedeutet deshalb nicht automatisch hochwertiger. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber Getreide im Hundefutter – sinnvoll oder problematisch? .
Zusatzstoffe im Hundefutter – schlecht oder notwendig?
Der Begriff „Zusatzstoffe“ klingt für viele Hundehalter zunächst negativ. Dabei umfasst er sehr unterschiedliche Stoffgruppen.
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe können beispielsweise Vitamine und Spurenelemente umfassen, die zur bedarfsgerechten Versorgung beitragen.
Deshalb ist ein Futter mit Zusatzstoffen nicht automatisch schlechter als eines, das mit „ohne künstliche Zusätze“ beworben wird.
Auch hier lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche Stoffe eingesetzt werden und welche Funktion sie erfüllen.
Zucker im Hundefutter – worauf solltest du achten?
Zugesetzter Zucker ist für eine bedarfsgerechte Hundeernährung grundsätzlich nicht erforderlich.
Gleichzeitig sollte zwischen zugesetztem Zucker und natürlicherweise vorkommenden Kohlenhydraten beziehungsweise Zuckern unterschieden werden.
Ein Blick auf die Zusammensetzung hilft dir, die verwendeten Zutaten besser einzuordnen.
Rohprotein, Rohfett und Rohasche – sagen hohe Werte etwas über Qualität aus?
Die analytischen Bestandteile sind wichtige Informationen auf dem Futteretikett. Dazu gehören unter anderem Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche.
Sie sollten jedoch nicht isoliert als Qualitätsnoten verstanden werden.
Rohprotein
Zeigt den analytisch bestimmten Proteingehalt, aber nicht automatisch Proteinqualität oder Verdaulichkeit.
Rohfett
Fett liefert viel Energie. Der passende Gehalt hängt unter anderem vom Energiebedarf des Hundes ab.
Rohfaser
Beschreibt einen analytisch bestimmten Anteil bestimmter pflanzlicher Faserbestandteile.
Rohasche
Bezeichnet den anorganischen Rückstand nach der Analyse und bedeutet nicht, dass dem Futter Asche zugesetzt wurde.
Verdaulichkeit – ein wichtiger Faktor, den du auf der Verpackung kaum siehst
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Beurteilung eines Futters ist die Verdaulichkeit beziehungsweise Verwertbarkeit seiner Nährstoffe.
Zwei Futtermittel können ähnliche analytische Werte besitzen und vom Organismus trotzdem unterschiedlich verwertet werden.
Genau deshalb lässt sich die tatsächliche Qualität eines Futters nicht allein anhand einer Zutatenliste oder eines einzelnen Prozentwertes beurteilen.
Bedeutet wenig Kot automatisch hochwertiges Hundefutter?
Häufig hört man: „Je weniger Kot der Hund absetzt, desto hochwertiger ist das Futter.“ Auch diese Aussage ist zu pauschal.
Kotmenge und Kotbeschaffenheit werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, beispielsweise von Futtermenge, Feuchtigkeit, Verdaulichkeit, Faseranteil und individueller Verdauung.
Sehr große Kotmengen können ein Grund sein, die Fütterung genauer zu betrachten. Sie sind aber allein kein zuverlässiger Qualitätstest.
Warum der Kilopreis beim Hundefutter täuschen kann
Beim Einkauf vergleichen viele Hundehalter zuerst den Preis pro Kilogramm. Für die tatsächlichen Fütterungskosten ist dieser Wert jedoch nur begrenzt hilfreich.
Ein Futter für 4 Euro pro Kilogramm kann beispielsweise eine andere Energiedichte und Fütterungsmenge besitzen als ein Futter für 8 Euro pro Kilogramm.
Wenn dein Hund vom günstigeren Futter deutlich mehr Gramm pro Tag benötigt, kann sich der Preisunterschied im Alltag erheblich verkleinern.
Die bessere Rechnung: Was kostet das Hundefutter pro Tag?
Statt nur den Kilopreis zu vergleichen, kannst du die tatsächlichen Fütterungskosten pro Tag berechnen.
Dafür brauchst du lediglich den Kilopreis und die tägliche Futtermenge deines Hundes.
Beispiel: Kostet ein Futter 6 Euro pro Kilogramm und dein Hund benötigt davon 250 Gramm täglich, liegen die reinen Futterkosten bei etwa 1,50 Euro pro Tag.
Ein Futter für 9 Euro pro Kilogramm, von dem dein Hund nur 170 Gramm benötigt, kostet rund 1,53 Euro täglich.
Der Kilopreis unterscheidet sich deutlich – die tatsächlichen Tageskosten dagegen kaum.
Fütterungsmenge und Energiedichte richtig vergleichen
Die benötigte Futtermenge hängt nicht allein von der vermeintlichen „Qualität“ eines Produktes ab, sondern vor allem von dessen Energiegehalt und dem individuellen Energiebedarf deines Hundes.
Deshalb ist die pauschale Aussage „von hochwertigem Futter braucht der Hund immer weniger“ ebenfalls nicht zuverlässig.
Wie viel dein Hund tatsächlich benötigt, hängt unter anderem von Körpergewicht, Aktivität, Alter, Körperkondition und Energiedichte des Futters ab.
Günstiges und teures Hundefutter richtig vergleichen
| Kriterium | Darauf solltest du achten |
|---|---|
| Preis | Nicht allein als Qualitätsmerkmal verwenden |
| Futterart | Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel prüfen |
| Zusammensetzung | Gesamte Zutatenliste betrachten, nicht nur die erste Zutat |
| Analytische Bestandteile | Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche im Zusammenhang bewerten |
| Energie | Energiedichte und tatsächlichen Bedarf berücksichtigen |
| Fütterungsmenge | Tagesration statt nur Kilopreis vergleichen |
| Verträglichkeit | Kot, Gewicht, Haut, Fell und Allgemeinzustand beobachten |
| Tageskosten | Preis pro tatsächlicher Tagesration berechnen |
Woran erkennst du, ob dein Hund sein Futter gut verträgt?
Neben dem Etikett solltest du immer deinen Hund beobachten. Denn selbst ein ernährungsphysiologisch sinnvoll zusammengesetztes Futter muss zum individuellen Tier passen.
Hinweise auf eine gute individuelle Verträglichkeit können unter anderem sein:
- stabiles, angemessenes Körpergewicht
- normale Kotkonsistenz und unauffällige Verdauung
- gesunde Haut und ein rassetypisch gepflegtes Fell
- normales Fressverhalten
- alters- und typgerechte Aktivität
- keine wiederkehrenden Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit der Fütterung
Wiederkehrender Durchfall, Erbrechen oder andere Magen-Darm-Beschwerden sollten dagegen nicht einfach dauerhaft auf „schlechtes Futter“ geschoben, sondern medizinisch abgeklärt werden.
Hautprobleme und stumpfes Fell – liegt es immer am Hundefutter?
Nein. Haut und Fell können zwar auf eine unzureichende oder ungeeignete Nährstoffversorgung reagieren, Veränderungen haben aber zahlreiche mögliche Ursachen.
Dazu gehören beispielsweise Parasiten, Allergien, hormonelle Erkrankungen, Hauterkrankungen und andere gesundheitliche Probleme.
Wiederkehrende Hautprobleme beim Hund sollten deshalb fachlich abgeklärt werden, statt allein die Futtersorte verantwortlich zu machen.
Macht billiges Hundefutter schneller dick?
Auch das lässt sich nicht pauschal sagen. Übergewicht entsteht langfristig vor allem dann, wenn der Hund mehr Energie aufnimmt als er verbraucht.
Dabei spielen Futtermenge, Energiedichte, Leckerlis, Kauartikel, Aktivität und individuelle Faktoren zusammen.
Deshalb kann ein Hund sowohl mit einem günstigen als auch mit einem sehr teuren Futter zunehmen, wenn die gesamte Energiezufuhr zu hoch ist.
Führt billiges Hundefutter automatisch zu höheren Tierarztkosten?
Genau diese Aussage steckt häufig hinter dem Satz „Billiges Futter wird am Ende teuer.“ Als allgemeine Regel lässt sie sich jedoch nicht aufstellen.
Eine langfristig nicht bedarfsgerechte Ernährung kann gesundheitliche Folgen haben. Daraus folgt aber nicht, dass ein günstiges Alleinfuttermittel automatisch krank macht oder ein teures Futter Krankheiten verhindert.
Für die Gesundheit deines Hundes ist deshalb nicht entscheidend, möglichst viel Geld für Futter auszugeben, sondern ein geeignetes Futter in einer passenden Menge zu wählen.
Premium, natürlich und Superfood – lass dich nicht vom Marketing täuschen
Ein hoher Preis wird häufig durch eine besonders hochwertige Produktaufmachung unterstützt: Fleischstücke auf der Verpackung, Kräuter, Beeren, Gemüse und Begriffe wie „Premium“, „natürlich“, „ursprünglich“ oder „Superfood“.
Solche Aussagen können interessant klingen, ersetzen aber keine Beurteilung der tatsächlichen Zusammensetzung und Nährstoffversorgung.
Deshalb gilt beim Hundefutter: Schau nicht nur auf die Vorderseite der Verpackung – lies auch die Angaben auf der Rückseite.
Checkliste: Woran erkenne ich gutes Hundefutter?
Diese Punkte helfen dir beim Vergleich:
- Ist das Produkt als geeignetes Alleinfuttermittel gekennzeichnet?
- Passt es zur Lebensphase und Situation deines Hundes?
- Welche Zutaten werden in der Zusammensetzung genannt?
- Wie sind die analytischen Bestandteile angegeben?
- Welche Zusatzstoffe sind enthalten?
- Wie hoch ist der Energiegehalt, sofern angegeben?
- Wie viel Futter benötigt dein Hund tatsächlich pro Tag?
- Wie hoch sind die tatsächlichen Tageskosten?
- Bleibt das Körpergewicht deines Hundes stabil?
- Wie verträgt dein Hund das Futter?
- Passt die Ration zu Aktivität und individuellem Bedarf?
Hundefutter auswählen – Erfahrungen aus unserer Hundeschule in Stuttgart
Auch bei uns in der Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir immer wieder, wie stark sich Hundehalter beim Thema Futter am Preis, am Fleischanteil oder an einzelnen Werbeaussagen orientieren.
Dabei kann der tatsächliche Bedarf sehr unterschiedlich sein. Ein aktiver Hund, der regelmäßig längere Spaziergänge im Rotwildpark, im Schurwald oder rund um den Bärensee begleitet, kann einen anderen Energiebedarf haben als ein weniger aktiver Hund mit kürzeren Alltagsrunden in Stuttgart.
Deshalb sollte die Frage nicht lauten: „Welches ist das teuerste oder billigste Futter?“
Viel sinnvoller ist: „Welches Futter passt zu meinem Hund, seinem Bedarf und unserem Alltag?“
FAQ – häufige Fragen zu billigem und hochwertigem Hundefutter
Ist billiges Hundefutter automatisch schlecht?
Nein. Der Preis allein sagt nicht zuverlässig aus, ob ein Futter bedarfsgerecht oder für deinen Hund geeignet ist. Auch günstige Futtermittel müssen anhand ihrer Zusammensetzung, Nährstoffversorgung und individuellen Eignung beurteilt werden.
Ist teures Hundefutter automatisch besser?
Nein. Auch bei teurem Hundefutter solltest du Deklaration, Nährstoffversorgung, Energiegehalt und Eignung für deinen Hund prüfen. Ein hoher Verkaufspreis ist kein Qualitätssiegel.
Woran erkenne ich hochwertiges Hundefutter?
Nicht an einem einzigen Merkmal. Wichtig sind unter anderem die Eignung als vollständige Ration, eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung, die Zusammensetzung, Energiedichte, Verdaulichkeit und individuelle Verträglichkeit.
Sind tierische Nebenerzeugnisse im Hundefutter schlecht?
Nein. Der Begriff umfasst unterschiedliche tierische Bestandteile. Darunter können auch ernährungsphysiologisch wertvolle Organe wie Leber oder Herz sein.
Ist viel Fleisch im Hundefutter automatisch besser?
Nein. Ein hoher Fleischanteil allein sagt nicht, ob die gesamte Ration ausgewogen und für deinen Hund geeignet ist. Die komplette Nährstoffversorgung ist entscheidend.
Ist getreidefreies Hundefutter hochwertiger?
Nicht automatisch. Viele Hunde können geeignete Getreidebestandteile gut verwerten. Getreidefreiheit ist deshalb kein allgemeines Qualitätsmerkmal.
Wie viel sollte gutes Hundefutter kosten?
Es gibt keinen festen Kilopreis, ab dem ein Hundefutter automatisch gut ist. Sinnvoller ist es, Zusammensetzung, Bedarfsgerechtigkeit, Fütterungsmenge und tatsächliche Tageskosten gemeinsam zu betrachten.
Wie vergleiche ich die Kosten verschiedener Hundefutter?
Vergleiche nicht nur den Kilopreis. Berechne zusätzlich, wie viel Gramm dein Hund täglich benötigt und welche Kosten dadurch pro Tag beziehungsweise Monat entstehen.
Kann billiges Hundefutter krank machen?
Ein niedriger Preis allein macht ein Futter nicht krankmachend. Eine langfristig nicht bedarfsgerechte oder für den individuellen Hund ungeeignete Ernährung kann jedoch gesundheitliche Probleme begünstigen – unabhängig davon, wie teuer das Produkt war.
Ist eine offene Deklaration automatisch ein Zeichen für gutes Hundefutter?
Eine detaillierte Deklaration erleichtert es, die verwendeten Bestandteile nachzuvollziehen. Sie beweist allein jedoch nicht, dass ein Futter ernährungsphysiologisch hochwertiger oder für deinen Hund besser geeignet ist.
Fazit: Beim Hundefutter zählt nicht billig oder teuer – sondern passend
Die Aussage „Billiges Hundefutter wird später teuer“ klingt einprägsam, ist als allgemeine Regel aber zu pauschal.
Ein günstiges Futter ist nicht automatisch minderwertig. Ein teures Produkt ist nicht automatisch hochwertig. Viel Fleisch ist nicht automatisch besser. Getreide ist nicht automatisch schlecht. Tierische Nebenerzeugnisse sind nicht automatisch minderwertig. Und eine besonders detaillierte Deklaration allein garantiert noch keine bedarfsgerechte Ernährung.
Entscheidend ist das Gesamtbild: Passt das Futter zum Hund? Deckt es seinen Bedarf? Wie hoch ist die Energiedichte? Wie viel benötigt er tatsächlich? Wie verträgt er die Ration? Und wie hoch sind die realen Kosten pro Tag?
Auch in unserer Hundeschule in Stuttgart zeigt sich immer wieder, dass eine bewusste Auseinandersetzung mit Futteretiketten und Fütterungsmengen hilfreicher ist als die Orientierung an Preis oder Werbeversprechen.
Deshalb gilt: Kaufe Hundefutter nicht möglichst billig – aber auch nicht möglichst teuer. Wähle es möglichst passend für deinen Hund.
Du möchtest deinen Hund gesund und aktiv durch den Alltag begleiten?
Eine passende Ernährung, ein gesundes Körpergewicht und ein gut strukturierter Alltag bilden wichtige Grundlagen für das Wohlbefinden deines Hundes.
Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir jeden Hund individuell. Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen verständliche Kommunikation, Körpersprache, Vertrauen und ruhige, klare Führung im Mittelpunkt.
Praktische Empfehlungen
Praktisches Zubehör rund um die Fütterung
Neben der Auswahl des passenden Futters spielt auch das richtige Zubehör im Fütterungsalltag eine Rolle. Ein geeigneter Napf und eine praktische Unterlage können die täglichen Mahlzeiten für dich und deinen Hund einfacher und angenehmer machen. Hier findest du einige ausgewählte Möglichkeiten.
TAUCI Futternapf für Hunde
Ein geeigneter Futternapf gehört zur Grundausstattung jedes Hundes. Dieses Modell kann eine praktische Möglichkeit für die täglichen Mahlzeiten sein. Bei der Auswahl solltest du vor allem auf eine passende Größe und eine für deinen Hund angenehme Form achten.
TAUCI Futternapf bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
HUNTER Melamin-Napf mit Edelstahleinsatz
Ein Napf mit herausnehmbarem Edelstahleinsatz ist eine weitere Möglichkeit für die tägliche Fütterung. Der Edelstahleinsatz lässt sich separat entnehmen und kann dadurch die Reinigung erleichtern. Auch hier sollte die Größe zum Hund und zu seiner Futtermenge passen.
HUNTER Melamin-Napf bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Silikon-Napfunterlage
Beim Fressen und Trinken landet schnell einmal etwas neben dem Napf. Eine wasserabweisende Unterlage kann dabei helfen, den Bereich rund um die Futterstelle sauber zu halten und heruntergefallenes Futter oder verschüttetes Wasser aufzufangen.
Silikon-Napfunterlage bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Kategorien
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.