Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Welpenfütterung und Verdauung
- Isabel Scheu
- 28.04.2026
- Welpenfütterung
Welpenfütterung richtig gestalten – Futtermenge, Mahlzeiten & Durchfall beim Welpen
Kaum ist der Welpe eingezogen, tauchen rund um die Fütterung plötzlich unzählige Fragen auf: Wie oft muss mein Welpe fressen? Wie viel Futter braucht er? Soll ich das Futter vom Züchter weitergeben? Wann darf ich das Futter wechseln? Und was bedeutet es, wenn mein Welpe plötzlich weichen Kot oder Durchfall bekommt?
In unserem Welpenkurs in Stuttgart gehören genau diese Fragen zu den häufigsten Themen der ersten Wochen. Viele Hundehalter möchten direkt besonders hochwertig füttern und wechseln deshalb kurz nach dem Einzug das Futter, testen verschiedene Leckerlis oder ergänzen zusätzliche Produkte.
Doch gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, zunächst möglichst wenig gleichzeitig zu verändern. Der Umzug selbst bringt bereits neue Menschen, Gerüche, Geräusche, Abläufe und viele weitere Eindrücke mit sich. Auch die Verdauung kann auf Veränderungen reagieren.
Gleichzeitig sollte Durchfall bei einem Welpen nicht vorschnell mit Aufregung erklärt werden. Parasiten, Infektionen, ungeeignetes Futter, eine zu große Futtermenge oder andere gesundheitliche Ursachen können ebenfalls eine Rolle spielen.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Auch rund um die Fütterung bedeutet das für uns: Ruhe, klare Abläufe, verständliche Kommunikation und Orientierung statt permanenter Aufregung rund um den Futternapf. Ernährung selbst bleibt dabei natürlich ein gesundheitliches Thema und wird nicht durch eine Trainingsmethode ersetzt.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie du die Welpenfütterung sinnvoll strukturierst, welche Futtermenge und Mahlzeitenzahl eine Rolle spielen, warum ein geeignetes Welpenfutter so wichtig ist, wie du eine Futterumstellung gestaltest, welche Rolle Leckerlis spielen und wann Durchfall beim Welpen tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Kurze Antwort: Füttere deinen Welpen mit einem für Wachstum geeigneten, bedarfsgerechten Futter und verteile die Tagesration altersgerecht auf mehrere Mahlzeiten. Nach dem Einzug ist es häufig sinnvoll, zunächst beim bekannten Futter zu bleiben. Ein notwendiger Futterwechsel sollte in vielen Fällen schrittweise erfolgen. Neue Leckerlis, Kauartikel und zusätzliche Futtermittel führst du am besten nicht alle gleichzeitig ein. Frisches Wasser muss jederzeit verfügbar sein. Durchfall darf zwar im Zusammenhang mit Stress oder Futterveränderungen auftreten, kann beim Welpen aber auch andere Ursachen haben und sollte bei entsprechenden Warnzeichen tierärztlich abgeklärt werden.
Warum die richtige Ernährung beim Welpen besonders wichtig ist
Ein Welpe befindet sich im Wachstum. Sein Körper baut Knochen, Muskulatur, Organe und zahlreiche weitere Gewebe auf.
Deshalb unterscheidet sich seine Ernährung von der eines ausgewachsenen Hundes.
Ein geeignetes Welpenfutter beziehungsweise Wachstumsfutter muss nicht nur ausreichend Energie liefern, sondern auch die notwendigen Proteine, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in geeigneter Zusammensetzung bereitstellen.
Gerade bei Welpen gilt deshalb: Mehr ist nicht automatisch besser.
Sowohl eine zu geringe Versorgung als auch eine dauerhaft zu hohe Energie- oder Mineralstoffzufuhr kann problematisch sein.
Große und sehr große Welpen haben besondere Anforderungen
Besonders bei Welpen großer und sehr großer Hunderassen sollte die Wachstumsfütterung sorgfältig ausgewählt werden.
Ziel ist nicht, dass der Welpe möglichst schnell möglichst groß wird. Ein kontrolliertes Wachstum und eine passende Energie- und Mineralstoffversorgung sind wesentlich wichtiger.
Deshalb sollte ein Wachstumsfutter zur erwarteten späteren Körpergröße passen. Gerade zusätzliche Calciumpräparate sollten nicht einfach auf Verdacht zu einem bereits vollständig zusammengesetzten Welpenfutter gegeben werden.
Solltest du nach dem Einzug zunächst das Futter vom Züchter weiterfüttern?
Häufig ist das zunächst eine sinnvolle Lösung, sofern dein Welpe das bisherige Futter verträgt und es grundsätzlich für seine Wachstumsphase geeignet ist.
Dein Welpe muss nach dem Einzug bereits sehr viele Veränderungen verarbeiten. Wenn gleichzeitig Wohnung, Menschen, Wasser, Tagesablauf und Futter wechseln, lässt sich bei Verdauungsproblemen später kaum nachvollziehen, welche Veränderung eine Rolle gespielt hat.
Frage deshalb bereits vor der Abholung:
Diese Informationen sind hilfreich:
- Welches Futter bekommt der Welpe aktuell?
- Wie viel davon erhält er pro Tag?
- Wie viele Mahlzeiten bekommt er?
- Welche Leckerlis kennt er bereits?
- Hat er Kauartikel bekommen?
- Gab es bereits Verdauungsprobleme?
- Wann wurde zuletzt entwurmt beziehungsweise eine Kotuntersuchung durchgeführt?
Futterumstellung beim Welpen – langsam statt ständig wechseln
Ein plötzlicher Wechsel der gewohnten Nahrung kann bei empfindlichen Hunden Verdauungsbeschwerden begünstigen.
Wenn ein Futterwechsel notwendig ist, kann die neue Nahrung deshalb häufig schrittweise über mehrere Tage eingeführt werden.
Ein möglicher Orientierungsrahmen ist:
| Phase | Bisheriges Futter | Neues Futter |
|---|---|---|
| Beginn | größerer Anteil | kleiner Anteil |
| Übergang | schrittweise weniger | schrittweise mehr |
| Abschluss | entfällt | vollständige neue Ration |
Wie schnell ein Wechsel sinnvoll ist, hängt vom individuellen Hund, dem bisherigen und neuen Futter sowie dem Grund für den Wechsel ab. Bei medizinischen Diäten kann ein anderes Vorgehen empfohlen werden.
Warum ständiges Futterwechseln beim Welpen problematisch sein kann
Weicher Kot führt bei vielen Hundehaltern unmittelbar zu dem Gedanken: „Das Futter verträgt er nicht – wir brauchen ein anderes.“
Dann wird Sorte A durch Sorte B ersetzt, wenige Tage später folgt Sorte C und gleichzeitig werden neue Leckerlis ausprobiert.
Dadurch wird die Situation schnell unübersichtlich.
Wenn dein Welpe grundsätzlich ein geeignetes Futter bekommt und keine medizinische Notwendigkeit zum Wechsel besteht, kann etwas Stabilität bei der Fütterung deshalb sehr hilfreich sein.
Wie oft sollte ein Welpe am Tag fressen?
Junge Welpen erhalten ihre Tagesration üblicherweise auf mehrere Mahlzeiten verteilt.
Wie viele Mahlzeiten sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Alter, der Größe, dem individuellen Hund und dem verwendeten Futter ab.
Sehr junge Welpen benötigen häufig mehr Mahlzeiten, während die Anzahl im Verlauf des Wachstums schrittweise reduziert werden kann.
Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Beitrag Wie oft sollte ein Welpe fressen? .
Feste Fütterungsabläufe – Orientierung statt minutengenauer Uhrzeit
Regelmäßige Abläufe können den Alltag mit einem Welpen übersichtlicher machen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Mahlzeit jeden Tag auf die Minute genau erfolgen muss.
Sinnvoller ist ein verlässlicher Rahmen, in dem dein Welpe nach und nach erkennt, wie der Tagesablauf funktioniert.
Auch für Stubenreinheit und Ruhephasen können solche wiederkehrenden Abläufe hilfreich sein.
Fütterung nach Fichtlmeier – Ruhe und Kommunikation rund um den Napf
Auch die Fütterung ist Teil des gemeinsamen Alltags und damit eine Gelegenheit für verständliche Kommunikation.
Dabei geht es nicht darum, aus jeder Mahlzeit eine lange Gehorsamsübung zu machen.
Vielmehr kann dein Welpe lernen, dass rund um den Napf ein ruhiger und klarer Ablauf besteht.
Futter wird nicht hektisch hingestellt, während dein Hund wild hochspringt, und der Napf muss auch nicht zum permanenten Machtinstrument werden.
Nach der Fichtlmeier-Methode steht die Kommunikation im Mittelpunkt: Dein Welpe darf lernen, auf deine Körpersprache zu achten und sich auch in Erwartung einer Mahlzeit an dir zu orientieren.
Der Futternapf sollte kein täglicher Konflikt werden
Rund um Futter entstehen schnell unnötige Machtspiele.
Ein Welpe muss beispielsweise nicht ständig beim Fressen gestört werden, damit er angeblich lernt, dass Menschen jederzeit an seinen Napf dürfen.
Ebenso wenig solltest du ihm permanent Futter wegnehmen, nur um deine Position zu demonstrieren.
Ein ruhiger und verlässlicher Umgang mit Ressourcen ist eine bessere Grundlage als künstlich erzeugte Konflikte.
Leckerlis beim Welpen – weniger Sorten schaffen mehr Überblick
Gerade in den ersten Wochen bekommt ein Welpe schnell verschiedene Snacks von Familie, Freunden, Nachbarn und im Training.
Dadurch steigt nicht nur die zusätzliche Energieaufnahme – bei Verdauungsproblemen wird auch immer schwerer nachvollziehbar, welcher Bestandteil eine Rolle gespielt haben könnte.
Deshalb kann es gerade am Anfang sinnvoll sein, zunächst wenige gut bekannte Leckerlis zu verwenden.
Auch ein Teil der normalen Tagesration kann je nach Futter und Trainingssituation für einzelne Belohnungen verwendet werden.
Leckerlis gehören zur täglichen Futtermenge
Ein kleiner Trainingssnack wirkt einzeln unbedeutend. Über einen ganzen Tag können jedoch erstaunliche Mengen zusammenkommen.
Besonders kleine Welpen haben einen entsprechend kleinen Energiebedarf.
Deshalb sollten Leckerlis, Kauartikel und andere zusätzliche Lebensmittel bei der gesamten Tagesration berücksichtigt werden.
So vermeidest du, dass dein Welpe neben seiner vollständigen Hauptmahlzeit zusätzlich große Mengen Energie erhält.
Menschenessen für Welpen – nicht jede Kostprobe ist sinnvoll
Ein Stück Käse hier, etwas Wurst dort und später noch ein Rest vom Mittagessen: Schnell entsteht eine sehr abwechslungsreiche Zusatzfütterung.
Das Problem ist nicht, dass jeder einzelne geeignete menschliche Lebensmittelbestandteil automatisch gefährlich wäre.
Schwieriger sind Menge, Fettgehalt, Salz, Gewürze, ungeeignete Zutaten und die Vielzahl unterschiedlicher Komponenten.
Gerade in der Eingewöhnungsphase ist eine überschaubare Fütterung häufig einfacher.
Frisches Wasser muss deinem Welpen immer zur Verfügung stehen
Unabhängig davon, ob dein Welpe Trockenfutter, Nassfutter oder eine andere bedarfsgerechte Ration erhält: frisches Trinkwasser sollte jederzeit verfügbar sein.
Der tatsächliche Wasserbedarf hängt unter anderem von Körpergröße, Fütterungsart, Aktivität, Umgebungstemperatur und Gesundheitszustand ab.
Eine plötzlich deutlich veränderte Wasseraufnahme kann außerdem ein Grund sein, genauer hinzusehen.
Ruhe beim Fressen – Mahlzeiten müssen kein aufregendes Ereignis sein
Ein ruhiger Fütterungsplatz hilft dabei, unnötigen Trubel rund um Mahlzeiten zu vermeiden.
Dein Welpe sollte nicht ständig von Kindern, anderen Haustieren oder Besuchern am Napf gestört werden.
Auch sehr wildes Spiel direkt rund um die Mahlzeit ist nicht notwendig.
Weitere Gedanken zu Ruhe statt Stress im Welpenalltag findest du in unserem separaten Ratgeber.
Wie viel Futter braucht ein Welpe?
Dafür gibt es keine allgemeine Grammzahl.
Die passende Futtermenge hängt unter anderem ab von:
- Körpergewicht,
- Alter,
- erwarteter Endgröße,
- Wachstumsphase,
- Aktivität,
- Energiedichte des konkreten Futters,
- zusätzlichen Leckerlis und Kauartikeln.
Die Fütterungsempfehlung des Herstellers kann ein Ausgangspunkt sein, muss aber an den individuellen Welpen angepasst werden.
Gewicht und Körperkondition sollten im Wachstum regelmäßig kontrolliert werden.
Ein Welpe muss nicht möglichst „rund“ aussehen
Ein besonders kräftiger oder runder Welpe wird manchmal automatisch mit guter Versorgung gleichgesetzt.
Doch gerade im Wachstum ist eine dauerhaft überhöhte Energiezufuhr nicht sinnvoll.
Ziel sollte eine gesunde, eher schlanke Körperkondition sein und nicht möglichst schnelles Wachstum.
Durchfall beim Welpen – Stress ist nur eine mögliche Ursache
Viele Welpen haben irgendwann weichen Kot oder Durchfall.
Der Einzug, Stress, Aufregung oder ein Futterwechsel können eine Rolle spielen.
Trotzdem solltest du Durchfall nicht automatisch damit erklären.
Mögliche Ursachen können unter anderem sein:
- plötzliche Futterveränderungen,
- zu große Futter- oder Snackmengen,
- ungewohnte Lebensmittel,
- Parasiten,
- Giardien,
- bakterielle oder virale Infektionen,
- Aufnahme ungeeigneter Gegenstände oder Lebensmittel,
- andere Erkrankungen des Verdauungssystems.
Mehr zu möglichen Ursachen findest du unter Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund .
Giardien und andere Darmparasiten bei Welpen
Gerade bei jungen Hunden gehören Parasiten zu den Ursachen, die bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen berücksichtigt werden sollten.
Bei anhaltendem oder wiederkehrendem Durchfall kann deshalb eine tierärztlich veranlasste Kotuntersuchung sinnvoll sein.
Informationen zur Darmgesundheit nach einer entsprechenden Erkrankung findest du auch in unserem Beitrag zur Darmflora nach Giardien .
Wann solltest du mit Durchfall beim Welpen zum Tierarzt?
Bei einem Welpen solltest du lieber früher aufmerksam werden als bei einem ansonsten gesunden erwachsenen Hund.
Tierärztliche Rücksprache ist insbesondere wichtig bei:
- starkem oder sehr häufigem Durchfall,
- Blut im Kot,
- wiederholtem Erbrechen,
- deutlicher Mattigkeit,
- Schmerzen,
- Futterverweigerung,
- reduzierter Wasseraufnahme,
- Fieber beziehungsweise deutlich beeinträchtigtem Allgemeinzustand,
- Verdacht auf einen Fremdkörper oder Giftaufnahme,
- anhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden.
Mehr dazu findest du auch in unserem Beitrag Wann sollte mein Hund zum Tierarzt? .
Mein Welpe frisst nach dem Einzug weniger – ist das normal?
Aufregung und eine völlig neue Umgebung können den Appetit eines Welpen vorübergehend beeinflussen.
Trotzdem sollte Futterverweigerung gerade bei einem jungen Hund nicht unbegrenzt beobachtet werden.
Frisst dein Welpe deutlich schlechter und zeigt zusätzlich Durchfall, Erbrechen, starke Müdigkeit oder andere Auffälligkeiten, solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Wenn der Welpe mäkelt – nicht jedes Mal etwas Besseres in den Napf geben
Frisst ein Welpe seine Mahlzeit nicht sofort, beginnen viele Halter, das Futter aufzuwerten: etwas Käse, Brühe, Wurst, Nassfutter oder ein neuer Geschmack.
Dadurch kann schnell ein immer abwechslungsreicheres Fütterungsritual entstehen.
Bei einem ansonsten gesunden Hund lohnt es sich deshalb, zunächst ruhig zu beobachten und nicht bei jeder einzelnen Mahlzeit sofort eine neue Futtersorte anzubieten.
Bei anhaltender Appetitlosigkeit gilt selbstverständlich: medizinische Ursachen abklären.
Was du bei Durchfall beim Welpen nicht einfach auf eigene Faust tun solltest
Im Internet finden sich zahlreiche Tipps zu Fastentagen, Nahrungsergänzungen, Medikamenten und verschiedensten Hausmitteln.
Gerade bei jungen Hunden solltest du nicht wahllos verschiedene Mittel ausprobieren.
Auch längeres Fasten ist bei einem wachsenden Welpen nicht einfach mit dem Vorgehen bei einem erwachsenen Hund gleichzusetzen.
Bei relevanten Beschwerden sollte das weitere Vorgehen mit dem Tierarzt abgestimmt werden.
Welpenfutter im Training – die Tagesration im Blick behalten
Gerade in der Welpenzeit entstehen zahlreiche kleine Lernmomente. Schnell werden dabei viele Leckerlis verwendet.
Nach der Fichtlmeier-Methode soll Kommunikation jedoch nicht davon abhängen, dass dein Welpe permanent Futter vor der Nase hat.
Belohnung kann sinnvoll eingesetzt werden, aber Orientierung, Körpersprache und verständliche Kommunikation bleiben eigenständige Grundlagen.
Wenn du Futter im Training nutzt, solltest du diese Menge bei der gesamten Tagesration berücksichtigen.
Welpenfütterung in Stuttgart – wenn Eingewöhnung und Stadtalltag zusammenkommen
Ein Welpe in Stuttgart muss nach dem Einzug häufig nicht nur sein neues Zuhause kennenlernen. Straßenverkehr, fremde Menschen, Busse und Bahnen, unterschiedliche Geräusche und neue Spazierwege sorgen zusätzlich für viele Eindrücke.
Deshalb lohnt es sich, gerade bei der Fütterung zunächst möglichst viel Verlässlichkeit zu schaffen.
Nicht gleichzeitig neues Futter, fünf neue Leckerli-Sorten, mehrere große Ausflüge und zahlreiche Besucher einzuführen, macht es auch für dich leichter, Veränderungen im Verhalten oder in der Verdauung einzuordnen.
In unserem Welpenkurs Stuttgart betrachten wir deshalb immer den gesamten Alltag: Ernährung, Ruhe, Stubenreinheit, Umweltreize, Kommunikation und Orientierung hängen im täglichen Leben eng miteinander zusammen.
Welpenkurs Stuttgart – Fütterung als Teil eines ruhigen Alltags
Eine gute Welpenschule beschäftigt sich nicht nur mit Sitz, Platz oder Rückruf.
Fragen zu Fütterung, Ruhe, Stubenreinheit, Eingewöhnung und dem Umgang mit Aufregung gehören ebenfalls zu den ersten Wochen mit einem Hund.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach Anton Fichtlmeier und legen besonderen Wert auf verständliche Kommunikation, Orientierung, Ruhe und eine verlässliche Beziehung zwischen Mensch und Hund.
Die häufigsten Fütterungsfehler bei Welpen
Direkt das Futter wechseln
Nach dem Einzug wird zusätzlich zur gesamten Umgebung auch sofort die Nahrung verändert.
Zu viele Leckerlis
Zusätzliche Snacks werden nicht von der gesamten Tagesration berücksichtigt.
Zu viele Sorten gleichzeitig
Bei Verdauungsproblemen lässt sich kaum noch erkennen, was der Welpe tatsächlich verträgt.
Portionen nach Gefühl
Die Futtermenge wird nicht an Gewicht, Wachstum und Energiedichte angepasst.
Zusätze auf Verdacht
Mineralstoffe und Nahrungsergänzungen werden gegeben, obwohl das Welpenfutter bereits vollständig zusammengesetzt ist.
Durchfall nur als Stress abtun
Andere gesundheitliche Ursachen werden dadurch möglicherweise übersehen.
Checkliste: So gestaltest du die Welpenfütterung übersichtlich
Achte in den ersten Wochen auf:
- ein für Wachstum geeignetes, bedarfsgerechtes Futter,
- zunächst möglichst viel Kontinuität beim gewohnten Futter,
- altersgerecht mehrere Mahlzeiten pro Tag,
- eine passend abgewogene Tagesration,
- frisches Wasser zur freien Verfügung,
- wenige zusätzliche Leckerlis und Kauartikel,
- keine wahllosen Nahrungsergänzungen,
- einen ruhigen Fütterungsplatz,
- regelmäßige Gewichtskontrollen,
- Beobachtung von Kot und Allgemeinzustand,
- tierärztliche Abklärung bei Warnzeichen.
FAQ – häufige Fragen zur Welpenfütterung und Verdauung
Wie oft sollte ein Welpe am Tag fressen?
Junge Welpen erhalten ihre Tagesration üblicherweise auf mehrere Mahlzeiten verteilt. Wie viele Mahlzeiten konkret sinnvoll sind, hängt unter anderem von Alter, Größe und individuellem Bedarf ab. Mit zunehmendem Alter kann die Anzahl schrittweise reduziert werden.
Wie viel Futter braucht mein Welpe?
Die Menge hängt vom konkreten Futter, seiner Energiedichte, dem Alter, Körpergewicht, Wachstum und der erwarteten Endgröße ab. Herstellerangaben sind ein Ausgangspunkt, die Menge sollte aber an Körpergewicht und Körperkondition angepasst werden.
Soll ich nach dem Einzug das gleiche Futter wie beim Züchter geben?
Wenn dein Welpe das bisherige Futter gut verträgt und es für seine Wachstumsphase geeignet ist, kann es sinnvoll sein, zunächst dabei zu bleiben. So verändert sich unmittelbar nach dem Einzug nicht noch ein weiterer großer Bestandteil seines Alltags.
Wann kann ich das Welpenfutter wechseln?
Gibt es keinen dringenden Grund, muss ein Futterwechsel nicht unmittelbar nach dem Einzug erfolgen. Ein notwendiger Wechsel kann häufig schrittweise über mehrere Tage oder länger erfolgen, abhängig vom individuellen Welpen und den beteiligten Futtersorten.
Ist Durchfall nach dem Einzug beim Welpen normal?
Aufregung und Futterveränderungen können weichen Kot oder Durchfall begünstigen. Durchfall kann beim Welpen jedoch auch durch Parasiten, Infektionen, ungeeignete Nahrung oder andere Erkrankungen verursacht werden. Deshalb sollte er nicht automatisch als normale Eingewöhnungsreaktion betrachtet werden.
Wann wird Durchfall beim Welpen gefährlich?
Besonders aufmerksam solltest du bei starkem oder häufigem Durchfall, Blut, wiederholtem Erbrechen, deutlicher Müdigkeit, Schmerzen, Futter- oder Wasserverweigerung oder einem beeinträchtigten Allgemeinzustand werden. Dann sollte zeitnah tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Können Giardien Durchfall beim Welpen verursachen?
Ja. Giardien und andere Darmparasiten können bei jungen Hunden eine Ursache für Verdauungsprobleme sein. Bei wiederkehrendem Durchfall kann eine tierärztlich veranlasste Kotuntersuchung sinnvoll sein.
Darf mein Welpe Leckerlis bekommen?
Ja, allerdings sollten zusätzliche Snacks in die gesamte Tagesration eingerechnet werden. Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, wenige gut verträgliche Sorten zu verwenden, statt ständig neue Produkte einzuführen.
Braucht mein Welpe zusätzlich Calcium?
Wenn dein Welpe ein vollständig zusammengesetztes, für Wachstum geeignetes Alleinfuttermittel erhält, sollten Mineralstoffpräparate nicht einfach zusätzlich auf Verdacht gegeben werden. Besonders bei großen und sehr großen Rassen ist eine passende Calciumversorgung wichtig.
Warum frisst mein Welpe nach dem Einzug wenig?
Aufregung und die neue Umgebung können den Appetit kurzfristig beeinflussen. Hält die Futterverweigerung an oder treten zusätzlich Durchfall, Erbrechen, Müdigkeit oder andere Auffälligkeiten auf, sollte der Welpe tierärztlich untersucht werden.
Soll das Futter den ganzen Tag stehen bleiben?
Für viele Welpen sind portionierte Mahlzeiten sinnvoll, weil sich Futtermenge, Appetit und Tagesration dadurch besser beobachten lassen. Wasser sollte dagegen jederzeit verfügbar sein.
Darf ich Welpenfutter im Training verwenden?
Ja. Ein Teil der normalen Tagesration kann je nach Futter auch als Belohnung eingesetzt werden. Bei Pfotenliebe Stuttgart achten wir gleichzeitig darauf, dass Kommunikation und Orientierung nicht ausschließlich von Futterbelohnungen abhängig werden.
Was ist bei der Fütterung nach Fichtlmeier wichtig?
Die Fichtlmeier-Methode ersetzt keine ernährungswissenschaftliche Futterplanung. Im Umgang rund um die Mahlzeit stehen jedoch Ruhe, klare Abläufe, Körpersprache und Orientierung am Menschen im Vordergrund. Der Napf muss weder zum Machtkampf noch zur permanenten Bestechung werden.
Fazit: Gute Welpenfütterung bedeutet bedarfsgerechte Ernährung und einen ruhigen Alltag
Welpenfütterung ist mehr als die Frage nach Trockenfutter, Nassfutter oder einer bestimmten Marke.
Entscheidend ist zunächst, dass dein Welpe ein für Wachstum geeignetes und bedarfsgerecht zusammengesetztes Futter erhält.
Dazu kommen eine passende Futtermenge, altersgerechte Mahlzeiten, ausreichend Wasser und ein überschaubarer Umgang mit Leckerlis und zusätzlichen Futtermitteln.
Gerade nach dem Einzug kann Kontinuität hilfreich sein. Nicht jede kleine Veränderung im Kot verlangt sofort ein neues Futter.
Gleichzeitig gilt besonders beim Welpen: Durchfall nicht einfach mit Stress erklären, wenn Beschwerden anhalten, stärker werden oder der Allgemeinzustand beeinträchtigt ist.
Auch nach der Fichtlmeier-Methode steht rund um den Napf kein ständiger Trainingsdruck im Mittelpunkt. Dein Welpe darf einen ruhigen, verständlichen Ablauf erleben und sich dabei an dir orientieren.
So verbinden sich zwei Dinge, die in der Welpenzeit gleichermaßen wichtig sind: eine bedarfsgerechte Ernährung und ein Alltag, in dem Ruhe, Kommunikation und Orientierung möglich sind.
Du möchtest deinen Welpen sicher durch die ersten Wochen begleiten?
Fütterung, Ruhe, Stubenreinheit, Orientierung und die ersten Alltagssituationen gehören alle zu einem gelungenen Welpenstart.
Im Welpenkurs von Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir dich und deinen Welpen durch diese wichtige erste Entwicklungsphase.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen bei uns verständliche Kommunikation, Körpersprache, Vertrauen, Ruhe und Orientierung am Menschen im Mittelpunkt.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode
Wenn du deinen Welpen von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die Welpenzeit.
Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.