Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Welpenschlaf
- Isabel Scheu
- 15.04.2026
- Welpenalltag & Entwicklung
Warum dein Welpe so viel schläft – Schlafbedarf, Ruhephasen & Übermüdung verstehen
Dein Welpe ist gerade erst aufgewacht, hat kurz gefressen, ein wenig gespielt oder die Umgebung erkundet – und schon rollt er sich wieder zusammen und schläft. Vielleicht fragst du dich: Warum schläft mein Welpe so viel? Ist es normal, dass ein Welpe fast den ganzen Tag schläft? Und wie viel Schlaf braucht ein Welpe eigentlich?
Gerade in den ersten Lebensmonaten wechseln sich kurze aktive Phasen häufig mit langen Schlaf- und Ruhephasen ab. Das ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Dein Welpe befindet sich mitten in einer intensiven körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung.
Neue Menschen, Gerüche, Geräusche, andere Hunde, Spaziergänge und alltägliche Situationen müssen verarbeitet werden. Schlaf und ausreichende Ruhephasen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Besonders in einer lebendigen Umgebung wie Stuttgart kommen schnell viele Eindrücke zusammen. Straßenverkehr, Menschen, andere Hunde, öffentliche Verkehrsmittel oder neue Orte können für einen jungen Hund deutlich anstrengender sein, als es von außen aussieht.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie viel Schlaf ein Welpe braucht, warum Welpen so viel schlafen, woran du Übermüdung erkennen kannst und wie du deinem Welpen hilfst, im Alltag wirklich zur Ruhe zu kommen.
Warum schläft mein Welpe so viel? Welpen brauchen deutlich mehr Schlaf und Ruhe als viele erwachsene Hunde. Häufig werden ungefähr 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe innerhalb von 24 Stunden als Orientierung genannt. Der individuelle Bedarf kann jedoch abweichen. Während der Ruhe verarbeitet dein Welpe neue Eindrücke, und sein Körper sowie sein Nervensystem befinden sich weiterhin in intensiver Entwicklung.
Warum schlafen Welpen so viel?
Ein Welpe erlebt jeden Tag unzählige Dinge zum ersten Mal. Was für einen erwachsenen Hund vollkommen selbstverständlich ist, kann für einen jungen Hund eine neue Erfahrung darstellen.
Der Staubsauger läuft. Eine Straßenbahn fährt vorbei. Ein fremder Mensch kommt entgegen. Ein anderer Hund taucht auf. Der Untergrund fühlt sich anders an. Im Haus klingelt es. Selbst kleine Alltagssituationen liefern dem jungen Nervensystem zahlreiche Informationen.
Deshalb ist nicht nur die sichtbare körperliche Aktivität anstrengend. Auch das Wahrnehmen und Verarbeiten neuer Eindrücke kostet Energie.
Gleichzeitig befindet sich dein Welpe in einer wichtigen Entwicklungsphase . Körper, Gehirn und Nervensystem verändern sich schnell. Ausreichende Erholung gehört deshalb genauso zu einem gesunden Welpenalltag wie Bewegung, Lernen und soziale Erfahrungen.
Wie viel Schlaf braucht ein Welpe am Tag?
Bei Welpen werden häufig ungefähr 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe pro Tag als Orientierung genannt.
Dabei sollte jedoch nicht jede ruhige Minute mit einer Stoppuhr erfasst werden. Zur Erholung gehören neben tiefem Schlaf auch Dösen und entspannte Ruhephasen.
Manche Welpen schlafen etwas länger, andere etwas weniger. Entscheidend ist deshalb nicht ausschließlich eine bestimmte Stundenzahl, sondern auch die Frage: Kann dein Welpe tatsächlich abschalten und sich erholen?
Ein Hund, der zwar lange auf seiner Decke liegt, aber bei jedem Geräusch hochspringt und seine Umgebung permanent kontrolliert, befindet sich nicht unbedingt in derselben tiefen Erholung wie ein entspannt schlafender Welpe.
Schlafen, dösen und ruhen – nicht alles ist dasselbe
Wenn wir über den Ruhebedarf eines Welpen sprechen, geht es nicht ausschließlich um tiefen Schlaf. Auch ruhiges Liegen und Dösen gehören zu einem ausgeglichenen Tagesablauf.
Dein Welpe muss deshalb nicht permanent fest schlafen, damit eine Ruhephase sinnvoll ist. Er darf lernen, einfach einmal nichts zu tun.
Genau diese Fähigkeit fällt vielen jungen Hunden zunächst schwer. Sie möchten ihrer Bezugsperson folgen, reagieren auf jedes Geräusch oder beschäftigen sich immer wieder selbst.
Deshalb ist Ruhe lernen ein wichtiger Bestandteil des Welpenalltags.
Was passiert beim Schlafen im Körper deines Welpen?
Schlaf ist kein unproduktiver Zustand. Während dein Welpe ruht, laufen zahlreiche Prozesse weiter, die für seine Entwicklung wichtig sind.
- Erlebnisse und neue Informationen werden verarbeitet
- Gelerntes kann gefestigt werden
- der Körper kann sich regenerieren
- das Nervensystem bekommt Zeit zur Erholung
- Wachstums- und Entwicklungsprozesse laufen weiter
- körperliche Belastungen können verarbeitet werden
Gerade deshalb gehören Schlaf und Ruhe nicht in die Kategorie „Zeit, in der nichts passiert“. Sie sind ein wichtiger Teil der Entwicklung deines jungen Hundes.
Woran erkenne ich, dass mein Welpe übermüdet ist?
Das Überraschende: Ein übermüdeter Welpe legt sich nicht zwangsläufig einfach hin und schläft.
Manche Welpen werden bei Müdigkeit sogar immer unruhiger. Genau deshalb wird Übermüdung häufig mit überschüssiger Energie verwechselt.
Mögliche Anzeichen können sein:
- plötzliches hektisches Herumlaufen
- vermehrtes Beißen in Hände oder Kleidung
- Anspringen
- schlechtere Ansprechbarkeit
- ständiges Wechseln zwischen verschiedenen Beschäftigungen
- Schwierigkeiten, sich hinzulegen
- stärkere Reaktionen auf kleine Reize
- Unruhe am Abend
Diese Verhaltensweisen beweisen für sich allein allerdings keine Übermüdung. Entscheidend ist immer der gesamte Zusammenhang. Treten sie besonders nach einem ereignisreichen Tag oder einer längeren Wachphase auf, lohnt es sich jedoch, den Ruhebedarf genauer zu betrachten.
Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Welpe aufgedreht oder übermüdet?
Warum dreht mein Welpe abends plötzlich auf?
Viele Welpenhalter kennen die sogenannten „wilden fünf Minuten“: Der Hund rast plötzlich durch die Wohnung, schnappt nach Hosenbeinen, springt herum und scheint überhaupt nicht mehr zur Ruhe zu kommen.
Solche Phasen können unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal steckt schlicht Spielfreude dahinter. Häufig können aber auch viele Eindrücke, Müdigkeit oder eine hohe Erregung eine Rolle spielen.
Der erste Gedanke sollte deshalb nicht automatisch sein: „Mein Welpe braucht noch mehr Beschäftigung.“
War der Tag bereits ereignisreich, kann zusätzliche Action genau das Gegenteil dessen bewirken, was der Welpe eigentlich benötigt.
Muss ich meinen Welpen auspowern, damit er schläft?
Nein. Einen Welpen gezielt körperlich auszupowern, damit er anschließend möglichst lange schläft, halte ich nicht für einen sinnvollen Ansatz.
Mehr Aktivität bedeutet nicht automatisch mehr Entspannung. Ein sehr aufregender Spaziergang, intensives Spielen, viele Hundebegegnungen und anschließend noch Besuch zu Hause können dazu führen, dass dein Welpe zwar körperlich müde ist, innerlich aber weiterhin unter hoher Erregung steht.
Genau hier gilt: Weniger ist im Welpenalter manchmal mehr.
Zu viele Eindrücke können das Einschlafen erschweren
Welpen müssen ihre Umwelt kennenlernen. Das bedeutet aber nicht, dass sie möglichst viele Situationen in möglichst kurzer Zeit erleben müssen.
Ein Stadtbesuch, mehrere Hundekontakte, eine Autofahrt, Besuch zu Hause und anschließend noch eine Trainingseinheit können für einen jungen Hund sehr viel sein.
Manche Welpen reagieren auf eine solche Reizüberflutung nicht mit sichtbarer Erschöpfung, sondern mit immer stärkerer Unruhe.
Plane deshalb nicht nur Erlebnisse, sondern auch bewusst Zeit ein, in der dein Welpe nichts Neues verarbeiten muss.
Wie sieht ein guter Schlafplatz für einen Welpen aus?
Ein guter Ruheplatz muss nicht vollkommen abgeschottet sein. Gerade in der ersten Zeit möchten viele Welpen die Nähe ihrer Bezugsperson wahrnehmen.
Gleichzeitig sollte der Platz nicht mitten in einem dauerhaften Durchgangsbereich liegen, an dem ständig Menschen vorbeilaufen oder andere Tiere den Welpen stören.
Hilfreich sind:
- ein geschützter und gemütlicher Liegeplatz
- möglichst wenig ständiger Durchgangsverkehr
- Ruhe vor Kindern oder anderen Haustieren während des Schlafs
- eine vertraute Decke oder Unterlage
- anfangs ausreichend Nähe zur Bezugsperson
- ein Ort, an dem der Welpe wirklich ungestört schlafen darf
Sollte man einen schlafenden Welpen wecken?
Grundsätzlich sollte ein schlafender Welpe möglichst ungestört schlafen dürfen.
Gerade in Familien ist es wichtig, dass auch Kinder lernen: Der Schlafplatz des Hundes ist kein Spielplatz.
Natürlich gibt es Situationen, in denen ein Welpe geweckt werden muss. Im normalen Alltag sollte Schlaf jedoch nicht ständig für Streicheln, Spielen oder Beschäftigung unterbrochen werden.
Warum kommt mein Welpe nicht von alleine zur Ruhe?
Manche Welpen schlafen überall ein. Andere verpassen scheinbar keine Bewegung ihres Menschen und laufen ständig hinterher.
Das bedeutet nicht automatisch, dass mit dem Hund etwas nicht stimmt. Ein Welpe muss erst lernen, welche Abläufe in seinem neuen Zuhause gelten und wann keine Aktivität von ihm erwartet wird.
Wenn wir den jungen Hund dagegen jedes Mal beschäftigen, sobald er aufsteht, uns anschaut oder etwas anbietet, kann unbeabsichtigt eine Erwartung entstehen: Wach sein bedeutet Action.
Deshalb darf dein Welpe erleben, dass gemeinsames Nichtstun ebenfalls zum Alltag gehört.
Ruhe lernen – weniger machen statt ständig beschäftigen
Ruhe entsteht nicht dadurch, dass wir permanent versuchen, den Welpen aktiv „herunterzufahren“.
Häufig hilft ein klarer Rahmen: Du wirst selbst ruhig, es passiert nichts Spannendes und dein Welpe bekommt die Möglichkeit, seine Aktivität nach und nach herunterzufahren.
Genau solche Ruhephasen integrieren wir bei Pfotenliebe Stuttgart bewusst in den Alltag. Eine Decke kann dabei beispielsweise als klarer, wiederkehrender Ruheort dienen.
Entscheidend ist nicht, dass der Welpe auf Kommando möglichst schnell einschläft. Er soll lernen: Hier passiert gerade nichts – und ich darf loslassen.
Wie viel sollte ein Welpe zwischen den Schlafphasen erleben?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Minutenregel. Ein ruhiges Erkunden des Gartens belastet einen Welpen anders als eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ein Besuch in der Innenstadt oder mehrere intensive Hundebegegnungen.
Statt nach der Uhr zu entscheiden, solltest du deinen Welpen beobachten.
Wird er fahriger, reagiert stärker auf Reize, verliert zunehmend die Konzentration oder beginnt, hektisch nach Beschäftigung zu suchen, kann eine Pause sinnvoll sein.
Ein guter Welpentag besteht deshalb nicht aus einem möglichst umfangreichen Beschäftigungsprogramm, sondern aus einem sinnvollen Wechsel zwischen Erleben, Beziehung, Bewegung und Erholung.
Wie lange schläft ein Welpe nachts?
Gerade sehr junge Welpen schlafen nachts nicht zwangsläufig ohne Unterbrechung durch.
Manche müssen nachts noch einmal nach draußen, andere werden durch die ungewohnte Umgebung wach oder suchen die Nähe ihrer Bezugsperson.
Mit zunehmendem Alter und wachsender Sicherheit werden die nächtlichen Schlafphasen bei vielen Hunden länger.
Erwarte deshalb in den ersten Tagen nicht, dass dein Welpe sofort den Schlafrhythmus eines erwachsenen Hundes übernimmt.
Warum zuckt mein Welpe im Schlaf?
Vielleicht hast du beobachtet, dass dein Welpe im Schlaf mit den Pfoten zuckt, leise Geräusche macht oder die Augen unter den geschlossenen Lidern bewegt.
Solche Bewegungen können während normaler Schlafphasen auftreten und müssen nicht bedeuten, dass dein Hund schlecht schläft.
Lass ihn möglichst weiterschlafen, solange keine anderen auffälligen Symptome auftreten.
Wann ist viel Schlaf beim Welpen nicht mehr normal?
Viel Schlaf allein ist bei einem Welpen zunächst kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist, wie dein Hund während seiner Wachphasen wirkt und ob sich sein Verhalten plötzlich verändert hat.
Eine tierärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn dein Welpe zusätzlich:
- ungewöhnlich apathisch oder schwach wirkt
- nur schwer aufweckbar ist
- plötzlich deutlich mehr schläft als sonst
- nicht oder deutlich weniger frisst
- erbricht oder Durchfall hat
- Fieber oder Schmerzen zeigt
- Probleme beim Gehen oder Aufstehen hat
- auch während der Wachphasen ungewöhnlich teilnahmslos bleibt
Gerade bei sehr jungen Welpen solltest du bei deutlichen Veränderungen lieber frühzeitig eine Tierarztpraxis kontaktieren.
Ruhe lernen im Welpenkurs in Stuttgart
In unseren Welpenkursen in Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass der Schlaf- und Ruhebedarf junger Hunde unterschätzt wird.
Viele Halter:innen kommen mit der Sorge, ihr Welpe sei besonders wild, brauche mehr Beschäftigung oder müsse noch stärker ausgelastet werden. Schaut man sich den gesamten Tagesablauf an, finden sich jedoch häufig bereits sehr viele Eindrücke und nur wenige echte Ruhephasen.
Gerade in Stuttgart können schon alltägliche Situationen anspruchsvoll sein: Straßenverkehr, andere Hunde, Menschen, Stadtgeräusche, Autofahrten und neue Umgebungen.
Deshalb gehört Ruhe für uns nicht ans Ende des Trainings, wenn der Welpe bereits erschöpft ist. Sie ist von Anfang an ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Alltags.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier. Orientierung, verständliche Kommunikation, Körpersprache und ein ruhiger gemeinsamer Rahmen stehen dabei im Mittelpunkt.
Checkliste: So unterstützt du gesunden Welpenschlaf
- ausreichend Schlaf- und Ruhephasen ermöglichen
- Stundenangaben nur als Orientierung betrachten
- einen geschützten Ruheplatz anbieten
- schlafenden Welpen möglichst nicht unnötig stören
- nicht jeden Wachmoment mit Beschäftigung füllen
- neue Eindrücke bewusst dosieren
- nach aufregenden Erlebnissen Ruhe ermöglichen
- Übermüdung nicht automatisch mit Energieüberschuss verwechseln
- keine starre Aktivitäts-Minutenregel anwenden
- individuelle Körpersprache beobachten
- ruhige Tagesabläufe und wiederkehrende Strukturen schaffen
- bei auffälliger Müdigkeit gesundheitliche Ursachen abklären lassen
FAQ – häufige Fragen zum Schlaf bei Welpen
Wie viele Stunden schläft ein Welpe am Tag?
Häufig werden ungefähr 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe innerhalb von 24 Stunden als Orientierung genannt. Der tatsächliche Bedarf ist jedoch individuell und hängt unter anderem von Alter, Entwicklungsphase, Aktivität und den täglichen Eindrücken ab.
Ist es normal, dass mein Welpe den ganzen Tag schläft?
Lange Schlaf- und Ruhephasen sind im Welpenalter grundsätzlich normal. Wichtig ist, dass dein Welpe während seiner Wachphasen aufmerksam und seinem Alter entsprechend aktiv wirkt. Bei ungewöhnlicher Teilnahmslosigkeit oder weiteren Krankheitssymptomen sollte eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Warum schläft mein Welpe nach dem Spielen sofort ein?
Spielen, Erkunden und neue Eindrücke sind für einen jungen Hund anstrengend. Eine anschließende Schlafphase gibt ihm Gelegenheit, sich körperlich zu erholen und die Erlebnisse zu verarbeiten.
Warum ist mein Welpe abends so aufgedreht?
Abendliches Aufdrehen kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei vielen Welpen spielen Müdigkeit, viele Eindrücke oder eine hohe Erregung eine Rolle. Deshalb ist zusätzliche Beschäftigung nicht automatisch die richtige Lösung.
Woran erkenne ich einen übermüdeten Welpen?
Mögliche Hinweise sind zunehmende Unruhe, hektisches Verhalten, stärkeres Beißen, schlechtere Ansprechbarkeit und Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen. Diese Verhaltensweisen können jedoch auch andere Ursachen haben und sollten immer im Zusammenhang mit dem gesamten Tagesablauf betrachtet werden.
Muss ich meinen Welpen zum Schlafen zwingen?
Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Du kannst jedoch einen ruhigen Rahmen schaffen, Reize reduzieren und deinem Welpen einen geschützten Ruheplatz anbieten. Ziel ist, dass er nach und nach lernt, auch ohne ständige Beschäftigung herunterzufahren.
Sollte ich einen schlafenden Welpen wecken?
Im normalen Alltag sollte ein schlafender Welpe möglichst ungestört bleiben. Gerade Kinder sollten lernen, den Ruheplatz des Hundes zu respektieren. Natürlich kann es Situationen geben, in denen ein Wecken notwendig ist.
Warum zuckt mein Welpe im Schlaf?
Kleine Bewegungen der Pfoten, Augenbewegungen oder leise Geräusche können während normaler Schlafphasen auftreten. Solange dein Welpe ansonsten gesund wirkt, ist das meist kein Grund, ihn zu wecken.
Kann ein Welpe zu wenig schlafen?
Ja. Bekommt ein Welpe dauerhaft zu wenig Gelegenheit zur Erholung, kann sich das unter anderem in zunehmender Unruhe, Reizbarkeit oder schlechterer Konzentrationsfähigkeit zeigen. Deshalb gehören ausreichende Ruhephasen fest in den Welpenalltag.
Wann ist viel Schlaf beim Welpen ein Grund für den Tierarzt?
Wenn dein Welpe plötzlich wesentlich müder als sonst ist, schwer aufweckbar oder apathisch wirkt oder zusätzliche Beschwerden wie Futterverweigerung, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen oder Schwäche auftreten, sollte er tierärztlich untersucht werden.
Fazit: Viel Schlaf gehört zu einer gesunden Welpenentwicklung
Wenn dein Welpe einen großen Teil des Tages schläft oder döst, ist das grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Junge Hunde müssen nicht nur körperlich wachsen, sondern jeden Tag zahlreiche neue Eindrücke verarbeiten.
Entscheidend ist deshalb nicht, deinen Welpen möglichst lange wachzuhalten oder ihn ständig zu beschäftigen.
Ebenso wenig musst du jeden Tag eine bestimmte Schlafstundenzahl mit der Uhr kontrollieren.
Beobachte stattdessen deinen Hund: Kann er abschalten? Hat er ausreichend ungestörte Ruhephasen? Wirkt er nach dem Schlaf erholt? Und passt die Menge der täglichen Eindrücke zu seinem Alter und seinem individuellen Temperament?
Ein guter Welpenalltag besteht nicht aus möglichst viel Programm. Er besteht aus einem ausgewogenen Wechsel zwischen gemeinsamen Erfahrungen, Bewegung, Beziehung und Ruhe.
Dein Welpe kommt einfach nicht zur Ruhe?
Aufdrehen, Beißen, Hinterherlaufen und Schwierigkeiten beim Abschalten gehören zu den Themen, die viele Welpenhalter:innen beschäftigen. Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir deshalb nicht nur auf klassische Signale, sondern auf den gesamten Alltag deines jungen Hundes.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart begleiten wir dich dabei, deinem Welpen Orientierung, Sicherheit und einen verständlichen Rahmen zu geben.
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