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Welpeneinzug planen

  • Isabel Scheu
  • 01.03.2026
  • Welpe zieht ein

Welpeneinzug planen: Uhrzeit, Wochentag und Tagesrhythmus richtig wählen

Der große Tag steht bevor: Dein Welpe zieht ein. Die Vorfreude ist riesig, das Körbchen steht bereit und die Leine liegt griffbereit. Doch neben Erstausstattung, Schlafplatz und einem welpensicheren Zuhause gibt es eine Frage, die häufig unterschätzt wird: Wann sollte ein Welpe am besten in sein neues Zuhause einziehen?

Uhrzeit, Wochentag und der Tagesrhythmus rund um den Einzug können beeinflussen, wie ruhig die ersten Stunden verlaufen. Für deinen Welpen verändert sich an diesem Tag nahezu seine gesamte bisherige Welt: Mutter und Wurfgeschwister bleiben zurück, vertraute Menschen und Gerüche verschwinden und plötzlich erwarten ihn ein neues Zuhause, neue Bezugspersonen und ein vollkommen anderer Alltag.

Ein später Einzug nach einem langen Arbeitstag, ein voller Terminkalender oder zahlreiche Besucher können deshalb zusätzliche Unruhe schaffen. Gerade weil ein Welpeneinzug ohnehin mit Stress und Aufregung verbunden sein kann, lohnt es sich, die Rahmenbedingungen möglichst ruhig und überschaubar zu gestalten.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Uhrzeit für den Welpeneinzug sinnvoll ist, welcher Wochentag sich eignet und wie die ersten Stunden aussehen können. Dabei geht es nicht darum, einen perfekten Stundenplan für deinen Welpen zu erstellen. Viel wichtiger sind Ruhe, Beobachtung, Verlässlichkeit und genügend Zeit, damit dein neuer Begleiter in seinem eigenen Tempo ankommen kann.

Kurze Antwort: Für viele Welpen ist eine Ankunft am späten Vormittag oder frühen Nachmittag günstig. So bleiben noch mehrere Stunden, um sich zu lösen, einen überschaubaren Bereich des neuen Zuhauses kennenzulernen, zu trinken, zu fressen und vor allem zu schlafen, bevor die erste Nacht beginnt. Wichtiger als ein bestimmter Wochentag ist ein möglichst freier Kalender. Plane nach dem Einzug keine Besuche, Ausflüge oder Trainingseinheiten ein und orientiere dich am Verhalten deines Welpen.

Welpeneinzug planen – das Wichtigste im Überblick

Genügend Zeit einplanen

Nach der Abholung sollte möglichst kein weiterer Termin warten. Halte den restlichen Tag bewusst frei.

Nicht zu spät ankommen

Eine Ankunft am späten Vormittag oder frühen Nachmittag lässt deinem Welpen Zeit, vor der ersten Nacht etwas anzukommen.

Wochentag passend wählen

Nicht Freitag oder Samstag an sich sind entscheidend, sondern ob du anschließend wirklich Zeit und Ruhe für deinen Welpen hast.

Wenig Programm

Kein Begrüßungsbesuch, kein Stadtbummel und keine erste große Erkundungstour – der Einzug selbst ist bereits ein großes Erlebnis.

Ruhe ermöglichen

Schlaf und Ruhe sind wichtiger als Beschäftigung. Dein Welpe braucht Zeit, um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Welpen beobachten

Orientiere dich nicht starr an einem Zeitplan. Beobachte, wann dein Welpe müde wird, Nähe sucht, sich lösen muss oder Abstand benötigt.

Warum der Zeitpunkt beim Welpeneinzug eine Rolle spielt

Für deinen Welpen ist der Einzug ein einschneidendes Erlebnis. Innerhalb weniger Stunden verliert er nahezu alle vertrauten Orientierungspunkte seines bisherigen Lebens. Seine Mutter, seine Wurfgeschwister, bekannte Menschen, Gerüche, Geräusche und Tagesabläufe bleiben zurück.

Gleichzeitig kommen zahlreiche neue Eindrücke hinzu: die Autofahrt, fremde Stimmen, ein anderes Zuhause, neue Geräusche und möglicherweise ein vollkommen anderes Lebensumfeld.

Du kannst deinem Welpen diese Veränderung nicht abnehmen. Du kannst aber dafür sorgen, dass nicht gleichzeitig noch unnötige Hektik entsteht.

Ein gut vorbereiteter Einzug bedeutet deshalb

  • ausreichend Zeit für die Ankunft einzuplanen
  • den restlichen Tag möglichst freizuhalten
  • unnötige zusätzliche Reize zu vermeiden
  • Ruhe und Schlaf zu ermöglichen
  • den Welpen aufmerksam zu beobachten
  • nicht sofort Erwartungen an ihn zu stellen

Ein guter Welpenstart entsteht nicht dadurch, dass der erste Tag möglichst perfekt organisiert oder mit vielen Erlebnissen gefüllt wird. Gute Vorbereitung schafft vielmehr den Raum dafür, dass du deinen Welpen wahrnehmen und ihm Orientierung geben kannst.

Welche Uhrzeit ist für den Welpeneinzug am besten?

Wenn du die Möglichkeit hast, ist eine Ankunft am späten Vormittag oder frühen Nachmittag häufig günstig. Dein Welpe hat dann noch mehrere Stunden Zeit, bevor die erste Nacht beginnt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Stunden mit Programm gefüllt werden sollen. Im Gegenteil: Dein Welpe darf sich lösen, einen kleinen Bereich seines neuen Zuhauses kennenlernen, trinken, seine gewohnte Mahlzeit bekommen und anschließend schlafen.

Wann dein Welpe tatsächlich ankommt, hängt natürlich auch davon ab, wann die Übergabe beim Züchter möglich ist und wie lange die Heimfahrt dauert. Eine mehrstündige Fahrt sollte nicht unnötig beschleunigt werden, nur damit eine bestimmte Uhrzeit eingehalten werden kann.

Wenn du Einfluss auf die Planung hast, kannst du die Abholung jedoch so organisieren, dass nach der Ankunft noch ausreichend Zeit bis zum Abend bleibt.

Warum eine sehr späte Ankunft für den Welpen ungünstig sein kann

Viele Menschen möchten ihren Welpen nach Feierabend abholen. Organisatorisch klingt das zunächst praktisch. Eine sehr späte Ankunft kann jedoch dazu führen, dass zwischen Heimfahrt und erster Nacht kaum noch Zeit bleibt.

Dein Welpe kommt dann möglicherweise bereits müde und voller neuer Eindrücke an und soll kurze Zeit später an einem vollkommen unbekannten Ort schlafen.

Bei einer sehr späten Ankunft bleibt weniger Zeit für

  • eine ruhige Ankunft im neuen Zuhause
  • Gelegenheit zum Lösen
  • eine vertraute Mahlzeit
  • das Kennenlernen des unmittelbaren Wohnbereichs
  • erste Ruhephasen vor der Nacht
  • deine Beobachtung des Welpen

Wenn möglich, plane die Ankunft deshalb nicht erst für den späten Abend. Eine frühere Ankunft gibt euch mehr Zeit, ohne dass daraus ein voller Welpentag werden muss.

Welcher Wochentag eignet sich für den Welpeneinzug?

Häufig wird empfohlen, einen Welpen am Freitag oder Samstag abzuholen. Diese Empfehlung kann sinnvoll sein – allerdings nicht deshalb, weil diese Wochentage für Hunde grundsätzlich besser wären.

Entscheidend ist vielmehr, wie dein Alltag danach aussieht. Wenn du montags frei hast und die folgenden Tage ruhig gestalten kannst, kann auch ein Montag hervorragend geeignet sein. Musst du dagegen am Samstag arbeiten und hast anschließend zahlreiche Termine, ist der Samstag nicht automatisch die bessere Wahl.

Wähle deshalb möglichst einen Tag, nach dem du ausreichend Zeit zur Verfügung hast. Gute Vorbereitung ist in dieser Phase wichtiger als ein bestimmter Kalendertag.

Ideal ist ein Zeitraum, in dem du nicht zwischen Arbeit, Einkäufen, Familienbesuchen und anderen Verpflichtungen hin- und herspringen musst.

Wie kann der Tagesrhythmus am Einzugstag aussehen?

Ein grober Ablauf kann dir Orientierung geben. Er sollte jedoch niemals zu einem starren Stundenplan werden. Dein Welpe gibt dir durch sein Verhalten wichtige Hinweise darauf, was er gerade braucht.

Ein ruhiger Einzugstag kann beispielsweise so aussehen

  • Ankunft im neuen Zuhause
  • zunächst Gelegenheit zum Lösen
  • einen kleinen und überschaubaren Wohnbereich kennenlernen
  • frisches Wasser anbieten
  • gewohnte Mahlzeit entsprechend dem bisherigen Fütterungsrhythmus
  • Ruhe und Schlaf ermöglichen
  • nach dem Aufwachen erneut Gelegenheit zum Lösen
  • weiterhin einen ruhigen Tagesablauf ohne zusätzliches Programm

Ein vorbereiteter Ruhe- und Schlafplatz für deinen Welpen kann ihm dabei einen festen Bereich im neuen Zuhause geben.

Ebenso wichtig ist, Reizüberflutung gerade am Anfang zu vermeiden. Dein Welpe muss am ersten Tag weder das gesamte Haus noch die Nachbarschaft oder möglichst viele Menschen kennenlernen.

Schlaf und Ruhe sind am Einzugstag wichtiger als Beschäftigung

Ein Welpe, der gerade in sein neues Zuhause eingezogen ist, braucht nicht möglichst viel Beschäftigung. Er hat bereits eine enorme Menge neuer Informationen zu verarbeiten.

Gerade deshalb solltest du nicht versuchen, ihn durch Spielen, Training oder ständige Ansprache „abzulenken“. Wenn dein Welpe zur Ruhe kommt, darf er schlafen.

Der Schlafbedarf eines Welpen ist deutlich höher als der eines erwachsenen Menschen. Ruhe ist deshalb kein Leerlauf, sondern ein wichtiger Bestandteil seiner Entwicklung und Verarbeitung.

Beobachte außerdem, wie dein Welpe auf Nähe reagiert. Manche Welpen suchen unmittelbar Körperkontakt, andere benötigen zunächst etwas Abstand. Beides darf sein. Du musst Nähe weder erzwingen noch deinen Welpen ständig beschäftigen.

Die ersten Tage nach dem Welpeneinzug langsam aufbauen

Nicht nur der Einzugstag selbst verdient eine ruhige Planung. Auch die folgenden Tage sollten möglichst überschaubar bleiben.

Wenn es deine berufliche und private Situation zulässt, ist es sinnvoll, dir für die erste Zeit ausreichend Freiraum zu schaffen. Die erste Zeit nach dem Welpeneinzug hilft euch dabei, euch gegenseitig kennenzulernen und erste verlässliche Abläufe entstehen zu lassen.

Für die ersten Tage bedeutet das

  • ausreichend Zeit einplanen
  • Fütterungszeiten zunächst möglichst vertraut halten
  • regelmäßig Gelegenheit zum Lösen geben
  • viele Ruhe- und Schlafphasen ermöglichen
  • neue Umweltreize schrittweise kennenlernen
  • Besuche und größere Unternehmungen zunächst reduzieren
  • den Welpen aufmerksam beobachten

Auch bei der Stubenreinheit helfen dir Aufmerksamkeit und ein verlässlicher Ablauf. Gerade nach Schlafen, Fressen und Aktivität solltest du deinem Welpen rechtzeitig Gelegenheit geben, sich zu lösen.

Warum dein Welpe am ersten Tag kein Trainingsprogramm braucht

Sitz, Platz, Rückruf, Leinenführigkeit oder andere Übungen haben am Einzugstag keine Priorität. Dein Welpe muss nicht direkt beweisen, was er bereits kann, und du musst nicht sofort mit einem Trainingsplan beginnen.

Viel wichtiger ist zunächst, deinen Welpen kennenzulernen. Wie bewegt er sich in einer neuen Situation? Was verunsichert ihn? Wann wird er müde? Wie reagiert er auf deine Körpersprache? Sucht er Kontakt oder braucht er Abstand?

Diese Beobachtungen geben dir wesentlich mehr Informationen über deinen neuen Begleiter als eine erste Trainingseinheit.

Orientierung entsteht nicht dadurch, dass dein Welpe vom ersten Tag an möglichst viele Kommandos ausführt. Sie entwickelt sich aus verständlicher Kommunikation, Verlässlichkeit und der Erfahrung, dass du Situationen wahrnimmst und sinnvoll führst.

Welpeneinzug in Stuttgart: Warum weniger am Anfang oft mehr ist

Wenn dein Welpe nach Stuttgart zieht, kann sich sein neues Lebensumfeld deutlich von seinem bisherigen Zuhause unterscheiden. Vielleicht ist er beim Züchter eher ländlich aufgewachsen und erlebt nun Straßenbahnen, dichten Straßenverkehr, Mehrfamilienhäuser, Aufzüge, Fahrräder, viele Menschen und zahlreiche Hundebegegnungen.

Diese Umwelt gehört künftig zu seinem Alltag – sie muss aber nicht am ersten Tag vollständig erkundet werden. Gerade in einer Stadt wie Stuttgart ist es sinnvoll, neue Eindrücke schrittweise aufzubauen.

Nach der Ankunft reicht zunächst ein ruhiger und möglichst sicherer Bereich zum Lösen in der Nähe des Zuhauses. Ein erster Spaziergang durch die Innenstadt, eine Fahrt mit der Straßenbahn oder ein Ausflug zu beliebten Spaziergebieten ist nicht notwendig.

Rotwildpark, Bärensee, Schurwald, Killesberg oder die Stuttgarter Weinberge können später gemeinsam entdeckt werden. Dein Welpe muss nicht möglichst schnell möglichst viel kennenlernen. Entscheidend ist, dass er neue Situationen verarbeiten kann und dabei Orientierung an dir findet.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Erst wahrnehmen, dann handeln

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt steht für uns nicht, einen Welpen möglichst schnell auf Kommandos zu konditionieren. Zunächst geht es darum, ihn wahrzunehmen, seine Körpersprache zu verstehen und eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund aufzubauen.

Gerade der Einzugstag bietet dir dafür eine besondere Gelegenheit. Statt ständig etwas mit deinem Welpen machen zu wollen, kannst du beobachten: Wie erkundet er eine neue Umgebung? Wann sucht er deine Nähe? Wann zieht er sich zurück? Wie reagiert er auf Geräusche? Wann braucht er Ruhe?

Erst kommunizieren – dann konditionieren. Dieser Grundgedanke bedeutet für den Welpeneinzug: Dein Hund muss am ersten Tag nichts leisten. Du darfst ihm stattdessen durch Ruhe, Klarheit und Verlässlichkeit zeigen, dass du Situationen wahrnimmst und ihm Orientierung geben kannst.

Vertrauen entsteht nicht durch einen möglichst vollgepackten ersten Tag. Es entwickelt sich in vielen kleinen gemeinsamen Situationen, in denen dein Welpe erlebt, dass Kommunikation verständlich ist und du verlässlich handelst.

Diese Fehler solltest du beim Welpeneinzug vermeiden

Zu spät am Abend ankommen

Wenn es organisatorisch vermeidbar ist, sollte zwischen Ankunft und erster Nacht noch ausreichend Zeit für eine ruhige Eingewöhnung bleiben.

Den Wochentag überbewerten

Freitag oder Samstag sind nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass du anschließend wirklich Zeit für deinen Welpen hast.

Direkt Besuch einladen

Familie und Freunde können deinen Welpen später kennenlernen. Am ersten Tag sind zusätzliche Menschen meist nicht notwendig.

Das ganze Zuhause sofort zeigen

Dein Welpe muss nicht jedes Zimmer unmittelbar erkunden. Ein überschaubarer Bereich erleichtert zunächst die Orientierung.

Zu viel beschäftigen

Spielen, Training und ständige Ansprache können zusätzliche Reize schaffen. Wenn dein Welpe müde ist, braucht er vor allem Ruhe.

Direkt mit Kommandos beginnen

Dein Welpe muss am ersten Tag keine Signale lernen. Beobachtung, Kommunikation und Orientierung haben zunächst Vorrang.

Einen starren Tagesplan verfolgen

Ein grober Ablauf kann helfen, sollte aber immer an deinen individuellen Welpen und seine aktuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Zu schnell zu viel zeigen

Sozialisation bedeutet nicht, möglichst viele Reize in möglichst kurzer Zeit abzuhaken. Neue Erfahrungen dürfen schrittweise entstehen.

FAQ – häufige Fragen: Welpeneinzug richtig planen

Wann ist die beste Uhrzeit, um einen Welpen abzuholen?

Wenn es sich organisieren lässt, ist eine Abholung beziehungsweise Ankunft am späten Vormittag oder frühen Nachmittag häufig günstig. So bleiben vor der ersten Nacht noch einige Stunden für eine ruhige Ankunft, Gelegenheit zum Lösen, Fressen und Schlafen.

Warum sollte ein Welpe möglichst nicht erst spät abends einziehen?

Bei einer sehr späten Ankunft bleibt nur wenig Zeit zwischen Heimfahrt und erster Nacht. Wenn es möglich ist, kann eine frühere Ankunft deinem Welpen mehr Zeit geben, einen kleinen Bereich seines neuen Zuhauses kennenzulernen und erste Ruhephasen zu erleben.

Welcher Wochentag ist für den Welpeneinzug am besten?

Einen grundsätzlich besten Wochentag gibt es nicht. Geeignet ist ein Tag, nach dem du ausreichend Zeit hast und möglichst wenige Verpflichtungen bestehen. Für viele Menschen bietet sich deshalb ein Freitag oder Samstag an, bei einem anderen Arbeitsrhythmus kann jedoch auch ein anderer Tag besser passen.

Sollte ich für den Welpeneinzug Urlaub nehmen?

Wenn es möglich ist, kann freie oder deutlich reduzierte Zeit in den ersten Tagen sehr hilfreich sein. Wichtig ist jedoch nicht, deinen Welpen rund um die Uhr zu beschäftigen, sondern genügend Raum für Beobachtung, Ruhe, Schlaf und einen schrittweisen Aufbau des neuen Alltags zu haben.

Was sollte ich direkt nach der Ankunft mit meinem Welpen machen?

Gib deinem Welpen zunächst Gelegenheit, sich an einem ruhigen und sicheren Ort zu lösen. Anschließend darf er einen überschaubaren Bereich des neuen Zuhauses kennenlernen. Wasser, die gewohnte Fütterung und vor allem ausreichend Ruhe gehören zu den wichtigsten Dingen der ersten Stunden.

Sollte der Welpe am ersten Tag das ganze Haus kennenlernen?

Nein. Es ist nicht notwendig, deinem Welpen unmittelbar alle Räume zu zeigen. Ein zunächst überschaubarer Bereich kann ihm die Orientierung erleichtern. Weitere Bereiche können später schrittweise hinzukommen.

Darf am ersten Tag Besuch kommen?

Wenn es nicht notwendig ist, solltest du Besuch zunächst vermeiden. Dein Welpe erlebt bereits genügend neue Menschen, Gerüche und Eindrücke. Familie und Freunde können ihn kennenlernen, wenn er etwas mehr im neuen Zuhause angekommen ist.

Sollte ich am ersten Tag mit meinem Welpen spazieren gehen?

Ein großer Spaziergang ist nicht notwendig. Dein Welpe braucht zunächst vor allem Möglichkeiten, sich zu lösen. Das unmittelbare Umfeld kann später Schritt für Schritt kennengelernt werden.

Sollte ich am ersten Tag schon mit dem Welpentraining beginnen?

Ein klassisches Trainingsprogramm ist am Einzugstag nicht notwendig. Nach der Fichtlmeier-Methode steht zunächst im Mittelpunkt, den Welpen wahrzunehmen, seine Körpersprache kennenzulernen und durch verständliche Kommunikation und Verlässlichkeit Orientierung zu schaffen.

Wie viel sollte ein Welpe am ersten Tag schlafen?

Welpen haben einen hohen Schlaf- und Ruhebedarf. Statt eine bestimmte Anzahl an Schlafstunden am Einzugstag erzwingen zu wollen, solltest du deinem Welpen immer wieder die Möglichkeit geben, ungestört zur Ruhe zu kommen und die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten.

Wie lange braucht ein Welpe, um sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen?

Dafür gibt es keine feste Zeitspanne. Manche Welpen wirken schnell neugierig und offen, andere benötigen deutlich mehr Zeit. Auch ein zunächst selbstsicher wirkender Welpe verarbeitet weiterhin viele Veränderungen. Orientiere dich deshalb am individuellen Verhalten deines Hundes.

Fazit: Beim Welpeneinzug sind Ruhe und Zeit wichtiger als der perfekte Stundenplan

Der Einzug deines Welpen ist ein großer Schritt – für ihn ebenso wie für dich. Eine gute Planung kann dafür sorgen, dass dieser Tag nicht zusätzlich durch Zeitdruck, Termine und unnötige Reize belastet wird.

Wenn möglich, plane die Ankunft so, dass vor der ersten Nacht noch einige ruhige Stunden bleiben. Wähle einen Tag, an dem du anschließend ausreichend Zeit hast, und halte deinen Kalender möglichst frei. Ob dieser Tag Freitag, Samstag oder Montag heißt, ist dabei zweitrangig.

Noch wichtiger ist, was du aus den ersten Stunden machst: wenig Programm, ausreichend Schlaf, ein überschaubares Umfeld und die Bereitschaft, deinen Welpen aufmerksam zu beobachten.

Nach der Fichtlmeier-Methode beginnt euer gemeinsamer Weg nicht mit möglichst vielen Kommandos. Er beginnt damit, dass ihr euch gegenseitig kennenlernt und eine verständliche Kommunikation entsteht. Dein Welpe darf ankommen – und du darfst lernen, ihn zu lesen.

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