Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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5 wichtige Dokumente des Züchters
- Isabel Scheu
- 13.02.2026
- Welpenkauf & Züchter
Die 5 wichtigsten Dokumente, die du beim Welpenkauf mitbekommen solltest
Der große Tag ist da: Du holst deinen Welpen beim Züchter ab. Die Vorfreude ist riesig, vielleicht bist du aufgeregt und möchtest eigentlich nur noch mit deinem neuen Familienmitglied nach Hause fahren. Genau in diesem emotionalen Moment werden wichtige Unterlagen allerdings besonders leicht vergessen.
Ein verantwortungsvoller Welpenkauf sollte nicht allein auf Vertrauen und einem Handschlag beruhen. Herkunft, Identität, bisherige Gesundheitsvorsorge, Abstammung und wichtige Informationen zur bisherigen Aufzucht sollten so weit wie möglich nachvollziehbar dokumentiert sein.
Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Nicht jedes der folgenden Dokumente ist bei jedem Welpen gesetzlich vorgeschrieben. Welche Unterlagen vorhanden sein müssen oder sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, ob du einen Rassehund aus organisierter Zucht kaufst, ob der Hund aus dem Ausland stammt und welche tierärztlichen Maßnahmen bereits durchgeführt wurden.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche fünf Unterlagen beim Welpenkauf besonders wichtig sind, was darin stehen sollte, welche Angaben du überprüfen solltest und welche Dokumente allein noch keinen seriösen Züchter beweisen.
Kurze Antwort: Beim Welpenkauf solltest du insbesondere auf einen schriftlichen Kaufvertrag, nachvollziehbare Identitäts- und Impfdokumente, gegebenenfalls eine Ahnentafel, relevante Gesundheitsunterlagen sowie Informationen zu Futter, Pflege und bisherigem Tagesablauf achten. Welche Dokumente tatsächlich erforderlich sind, hängt vom individuellen Hund und seiner Herkunft ab. Besonders wichtig ist, dass Chipnummer, Geburtsdatum, Verkäufer und Gesundheitsangaben nachvollziehbar zusammenpassen.
Unterlagen beim Welpenkauf – das Wichtigste im Überblick
Kaufvertrag
Dokumentiert Käufer, Verkäufer, Hund, Kaufpreis und wesentliche Vereinbarungen.
Identität und Impfungen
Chipnummer und bisherige tierärztliche Maßnahmen sollten nachvollziehbar dokumentiert sein.
Ahnentafel
Bei entsprechender organisierter Rassehundezucht dokumentiert sie die eingetragene Abstammung.
Gesundheitsnachweise
Befunde und relevante Informationen zu Welpe und Elterntieren schaffen zusätzliche Transparenz.
Übergabeinformationen
Futter, Tagesrhythmus, Pflege und bisherige Gewohnheiten erleichtern die ersten Tage.
Alles abgleichen
Chipnummer, Geburtsdatum und Angaben zum Hund sollten in allen Dokumenten zusammenpassen.
Der Kaufvertrag dokumentiert, welchen Hund du von wem übernimmst
Ein schriftlicher Kaufvertrag gehört für mich zu den wichtigsten Unterlagen beim Welpenkauf.
Er schafft Klarheit darüber, welcher Hund verkauft wird, wer Käufer und Verkäufer sind und welche Vereinbarungen getroffen wurden. Gerade wenn später Fragen zu Herkunft, Gesundheit oder einzelnen Vertragsbedingungen entstehen, ist eine schriftliche Dokumentation wesentlich hilfreicher als eine ausschließlich mündliche Absprache.
Im Kaufvertrag sollten möglichst eindeutig stehen
- vollständige Daten von Käufer und Verkäufer
- Name beziehungsweise eindeutige Bezeichnung des Hundes
- Geburtsdatum
- Geschlecht
- Rasse beziehungsweise angegebene Herkunft
- Chipnummer, sofern bereits vorhanden
- Kaufpreis
- Übergabe- beziehungsweise Abgabedatum
- gegebenenfalls bekannte Besonderheiten oder Vereinbarungen
- Unterschriften beider Vertragsparteien
Manche Verträge enthalten außerdem Regelungen dazu, was geschehen soll, wenn der Halter den Hund später nicht mehr behalten kann. Solche Rückgabe- oder Informationsvereinbarungen können zeigen, dass ein Züchter auch nach der Abgabe Verantwortung für seine Nachzucht übernehmen möchte.
Trotzdem solltest du einen Vertrag niemals nur deshalb unterschreiben, weil er professionell aussieht. Lies ihn vor der Zahlung vollständig durch und frage nach, wenn du einzelne Klauseln nicht verstehst.
Lass dir den Kaufvertrag möglichst vor dem Abholtag zeigen
Der Abholtag ist emotional. Genau deshalb ist er nicht der beste Zeitpunkt, um zum ersten Mal mehrere Seiten Vertragsbedingungen zu lesen.
Ein transparenter Züchter sollte kein Problem damit haben, dir den vorgesehenen Vertrag bereits vorher zur Verfügung zu stellen oder ihn zumindest gemeinsam mit dir durchzugehen.
So kannst du offene Fragen klären, ohne gleichzeitig einen Welpen auf dem Arm zu haben und eigentlich nur noch nach Hause fahren zu wollen.
EU-Heimtierausweis oder Impfdokument – was dein Welpe tatsächlich braucht
Der EU-Heimtierausweis wird häufig als eine Art „Personalausweis des Hundes“ bezeichnet. Ganz korrekt ist diese Bezeichnung allerdings nicht.
Der EU-Heimtierausweis ist vor allem ein standardisiertes Dokument für die Identifikation und bestimmte tiergesundheitliche Angaben bei Reisen mit Hund, Katze oder Frettchen innerhalb Europas.
Er enthält unter anderem Angaben zum Tier, zur Kennzeichnung sowie zur Tollwutimpfung. Ein Welpe, der ausschließlich innerhalb Deutschlands vom Züchter in sein neues Zuhause zieht, benötigt jedoch nicht allein aufgrund des Kaufes zwingend einen EU-Heimtierausweis.
Trotzdem solltest du nachvollziehbare Unterlagen darüber erhalten, welche tierärztlichen Maßnahmen und Impfungen bereits erfolgt sind.
Die Chipnummer ist eine der wichtigsten Angaben zur Identität deines Hundes
Ist dein Welpe bereits mit einem Mikrochip gekennzeichnet, solltest du die Chipnummer in den Unterlagen überprüfen.
Besonders wichtig ist, dass dieselbe Nummer auch dort auftaucht, wo sie hingehört – beispielsweise im EU-Heimtierausweis, in entsprechenden Gesundheitsunterlagen oder im Kaufvertrag, sofern sie dort eingetragen wird.
Bei Unsicherheit kann die Chipnummer mit einem Lesegerät kontrolliert werden. So lässt sich überprüfen, ob die Unterlagen tatsächlich dem Hund zugeordnet werden können, der vor dir steht.
Impfungen: Prüfe nicht nur den Stempel, sondern auch die Angaben
Bei der Übergabe solltest du wissen, welche Impfungen dein Welpe bereits erhalten hat und welche weiteren Termine vorgesehen sind.
Ein sehr junger Welpe ist beim Einzug nicht automatisch „vollständig durchgeimpft“. Impfprogramme werden schrittweise aufgebaut und können weitere Termine nach der Abgabe vorsehen.
Achte bei Impfangaben insbesondere auf
- Datum der Impfung
- eingetragenen Impfstoff
- tierärztliche Dokumentation
- Zuordnung zum richtigen Hund
- eventuell bereits genannten nächsten Impftermin
Die weitere Impfplanung solltest du anschließend mit deiner eigenen Tierarztpraxis besprechen.
Für Reisen ins Ausland wird der EU-Heimtierausweis besonders wichtig
Wenn du später mit deinem Hund innerhalb der EU reisen möchtest, spielt der EU-Heimtierausweis eine zentrale Rolle.
Er dokumentiert unter anderem die Identität des Hundes und den für Reisen wichtigen Tollwutschutz. Für eine gültige Erstimpfung gegen Tollwut gelten wiederum konkrete Alters- und Wartezeitvorgaben.
Gerade bei Welpen aus dem Ausland solltest du deshalb besonders genau überprüfen, ob Alter, Chip, Impfdatum und Reisedaten plausibel zusammenpassen.
Die Ahnentafel dokumentiert die Abstammung innerhalb eines Zuchtsystems
Kaufst du einen Rassehund aus einer entsprechend organisierten Vereinszucht, kann eine Ahnentafel beziehungsweise ein Abstammungsnachweis zu den wichtigen Unterlagen gehören.
Eine Ahnentafel dokumentiert, aus welchen eingetragenen Linien ein Hund stammt. Bei Hunden aus VDH-/FCI-konformer Zucht gibt sie unter anderem nachvollziehbare Informationen über die eingetragenen Vorfahren innerhalb dieses Zuchtsystems.
Sie ist damit deutlich mehr als ein dekoratives Papier. Sie ermöglicht es, Abstammung und Zuchtbuchführung nachzuvollziehen.
Trotzdem sollte man nicht sagen: „Ohne Ahnentafel ist ein Hund kein richtiger Rassehund.“ Entscheidend ist vielmehr, dass ohne anerkannten Abstammungsnachweis die Herkunft innerhalb des entsprechenden Zuchtverbandes nicht auf dieselbe Weise dokumentiert ist.
Eine Ahnentafel ist keine Gesundheitsgarantie
Eine Ahnentafel dokumentiert Abstammung. Sie garantiert jedoch nicht automatisch, dass der einzelne Hund sein Leben lang gesund bleibt.
Deshalb solltest du sie immer gemeinsam mit Zuchtordnung, Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, Aufzuchtbedingungen und dem individuellen Wurf betrachten.
Auch Ausstellungstitel oder bekannte Namen innerhalb einer Abstammung ersetzen keine gesundheitliche Beurteilung.
Gesundheitsunterlagen des Welpen schaffen Transparenz
Auch wenn dein Welpe bei der Abholung munter und gesund wirkt, solltest du wissen, welche tierärztlichen Maßnahmen bisher durchgeführt wurden.
Je nach Aufzucht können dazu Informationen gehören über
- tierärztliche Untersuchungen
- bisherige Impfungen
- Parasitenkontrollen oder -behandlungen
- besondere gesundheitliche Auffälligkeiten
- Medikamente oder bisherige Behandlungen
- gegebenenfalls Laboruntersuchungen
Nicht jeder Welpe benötigt vor der Abgabe dieselben Untersuchungen. Entscheidend ist, dass relevante Informationen offen weitergegeben und vorhandene Unterlagen nicht zurückgehalten werden.
Gesundheitsnachweise der Elterntiere gehören ebenfalls zu deiner Prüfung
Einige der wichtigsten Gesundheitsinformationen betreffen nicht direkt den Welpen, sondern seine Eltern.
Je nach Rasse können beispielsweise Untersuchungen auf HD, ED, bestimmte Augenerkrankungen, Herzerkrankungen oder genetische Varianten relevant sein.
Diese Nachweise musst du nicht zwingend als Originaldokumente mit nach Hause bekommen. Ein verantwortungsvoller Züchter sollte dir relevante Untersuchungsergebnisse jedoch nachvollziehbar erklären und zeigen können.
Welche Untersuchungen sinnvoll sein können, behandeln wir ausführlich im Beitrag Gesunde Elterntiere – welche Nachweise du sehen solltest.
Futter- und Pflegeinformationen sind keine Pflichtdokumente – aber sehr wertvoll
Ein Futter- oder Pflegeplan ist kein amtliches Dokument. Trotzdem gehört eine gute Übergabe für mich nicht nur aus Vertrag und Impfunterlagen.
Dein Welpe verlässt mit der Abholung seine vertraute Umgebung. Je mehr du über seine bisherigen Abläufe weißt, desto leichter kannst du diese erste Übergangszeit gestalten.
Hilfreiche Informationen sind beispielsweise
- welches Futter der Welpe bisher bekommt
- wie häufig er gefüttert wird
- ungefähre Fütterungszeiten
- bekannte Verträglichkeiten oder Unverträglichkeiten
- bisherige Ruhe- und Schlafgewohnheiten
- Pflegegewohnheiten
- bekannte Erfahrungen mit Autofahren oder Box
- besondere Vorlieben oder Auffälligkeiten
Gerade beim Futter ist es häufig sinnvoll, unmittelbar nach dem Einzug nicht gleichzeitig mit allen anderen Veränderungen auch noch völlig unnötig die Ernährung umzustellen.
Ein abrupter Wechsel kann bei empfindlichen Hunden unter anderem Magen-Darm-Beschwerden begünstigen.
Welche weiteren Unterlagen beim Welpenkauf sinnvoll sein können
Je nach Hund, Zuchtverband und Herkunft können über diese fünf Bereiche hinaus weitere Unterlagen relevant sein.
Dazu können beispielsweise gehören
- Wurfabnahmeunterlagen eines Zuchtvereins
- weitere Abstammungs- oder Registrierungsunterlagen
- Laborbefunde
- tierärztliche Bescheinigungen
- Informationen zu Versicherung oder Registrierung
- Kontaktdaten des betreuenden Tierarztes
- Informationen zum Zuchtverein
Nicht jede dieser Unterlagen muss bei jedem Welpen vorhanden sein. Entscheidend ist, dass du verstehst, welche Dokumente zu deinem konkreten Hund gehören und was sie tatsächlich aussagen.
Ein Mikrochip allein bedeutet noch nicht, dass dein Hund registriert ist
Ein Punkt wird nach dem Welpenkauf häufig übersehen: Die Kennzeichnung mit einem Mikrochip und die Registrierung des Hundes in einem Haustierregister sind zwei unterschiedliche Dinge.
Ein Chip trägt lediglich eine Nummer. Damit diese Nummer im Verlustfall schnell mit deinen Kontaktdaten verknüpft werden kann, solltest du dich nach dem Einzug darum kümmern, dass die entsprechenden Daten aktuell registriert sind.
Frage den Züchter deshalb auch, ob bereits eine Registrierung vorgenommen wurde und ob beziehungsweise wie eine Umschreibung auf dich erfolgen soll.
Vergleiche die Angaben in allen Unterlagen miteinander
Dokumente sind besonders dann wertvoll, wenn die darin enthaltenen Angaben zusammenpassen.
Vergleiche vor der Abfahrt insbesondere
- Chipnummer
- Geburtsdatum
- Geschlecht
- Name beziehungsweise Kennzeichnung des Welpen
- Daten des Verkäufers
- Impfdaten
- gegebenenfalls Daten in der Ahnentafel
Widersprüche müssen nicht automatisch Betrug bedeuten – manchmal handelt es sich schlicht um einen Fehler. Sie sollten aber vor der Übergabe geklärt werden.
Diese Warnzeichen bei den Unterlagen solltest du ernst nehmen
Keine Identität des Verkäufers
Vollständige Kontaktdaten werden vermieden oder stimmen nicht mit den Vertragsangaben überein.
Chipnummern widersprechen sich
Unterschiedliche Nummern in verschiedenen Unterlagen müssen vor der Übergabe geklärt werden.
Alter und Impfungen passen nicht
Zeitliche Angaben wirken unplausibel oder können nicht nachvollziehbar erklärt werden.
Unterlagen kommen „irgendwann später“
Wichtige fehlende Dokumente sollten nicht ohne nachvollziehbaren Grund auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Fragen werden abgewehrt
Ein seriöser Züchter sollte erklären können, was die vorhandenen Dokumente bedeuten.
Papiere sollen alles beweisen
Professionelle Unterlagen ersetzen keine verantwortungsvolle Aufzucht und keine Prüfung der tatsächlichen Hunde.
Weitere Hinweise findest du im Beitrag Woran erkenne ich einen unseriösen Züchter?.
Checkliste für die Unterlagen am Abholtag
Bevor du mit deinem Welpen nach Hause fährst, prüfe
- Ist der Kaufvertrag vollständig ausgefüllt?
- Hast du eine eigene Ausfertigung erhalten?
- Ist die Chipnummer korrekt?
- Sind bisherige Impfungen beziehungsweise Gesundheitsmaßnahmen dokumentiert?
- Hast du gegebenenfalls den EU-Heimtierausweis erhalten?
- Ist die Ahnentafel beziehungsweise deren weitere Übergabe geklärt, sofern sie zur Zucht gehört?
- Hast du relevante Gesundheitsinformationen erhalten?
- Kennst du das bisherige Futter?
- Weißt du, welche nächsten Tierarzttermine anstehen?
- Hast du die Kontaktdaten des Züchters?
Gerade diese letzten zehn Minuten können später viele Fragen vermeiden.
Welpenkauf in Stuttgart: Unterlagen vor der Heimfahrt kontrollieren
Egal ob dein Züchter direkt in Stuttgart, im Remstal, im Raum Ludwigsburg, Esslingen oder deutlich weiter entfernt sitzt: Kontrolliere die Unterlagen möglichst noch vor Ort.
Besonders bei einer längeren Heimfahrt ist es unnötig kompliziert, erst zuhause festzustellen, dass eine Unterschrift fehlt, die Chipnummer nicht übereinstimmt oder ein wichtiges Dokument beim Züchter liegen geblieben ist.
Plane den Abholtag deshalb so, dass trotz aller Aufregung genügend Zeit für eine ruhige Übergabe bleibt.
Nach der Fichtlmeier-Methode: Gute Vorbereitung schafft Raum für den Hund
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei stehen Wahrnehmung, verständliche Kommunikation und Orientierung am Menschen im Mittelpunkt.
Unterlagen und Organisation wirken zunächst wie ein ganz anderes Thema. Tatsächlich helfen sie dir aber dabei, den Abholtag so vorzubereiten, dass du dich anschließend auf das konzentrieren kannst, was für deinen Welpen wirklich wichtig ist.
Wenn Vertrag, Gesundheitsinformationen, Futter und weitere Fragen bereits geklärt sind, musst du in den ersten Stunden nicht telefonieren oder fehlenden Informationen hinterherlaufen.
Du kannst deinen Welpen stattdessen beobachten, ihm Ruhe geben und damit beginnen, eure gemeinsame Kommunikation aufzubauen.
Auch hier gilt für uns: Gute Vorbereitung verhindert unnötige Unruhe und schafft einen verlässlichen Rahmen.
FAQ – häufige Fragen zu Dokumenten beim Welpenkauf
Welche Dokumente sollte ich beim Welpenkauf bekommen?
Besonders wichtig sind ein nachvollziehbarer Kaufvertrag, Unterlagen zur Identität und bisherigen Gesundheitsvorsorge, gegebenenfalls ein EU-Heimtierausweis, bei entsprechender organisierter Rassehundezucht eine Ahnentafel sowie Informationen zu Futter, Pflege und bisherigem Alltag.
Braucht jeder Welpe einen EU-Heimtierausweis?
Nein. Der EU-Heimtierausweis ist insbesondere für Reisen mit Hund innerhalb Europas relevant. Ein ausschließlich innerhalb Deutschlands übernommener Welpe benötigt nicht allein wegen des Kaufes automatisch einen solchen Pass.
Was steht im EU-Heimtierausweis?
Der Ausweis enthält unter anderem Angaben zum Tier, zur Kennzeichnung beziehungsweise Chipnummer sowie relevante tiergesundheitliche Informationen wie die Tollwutimpfung und Angaben des ausstellenden Tierarztes.
Ist ein Impfpass dasselbe wie ein EU-Heimtierausweis?
Nicht zwingend. Ein einfacher Impfnachweis dokumentiert Impfungen, während der EU-Heimtierausweis ein standardisiertes Dokument mit zusätzlichen Identitäts- und Reiseinformationen ist.
Muss ein Welpe beim Kauf bereits gechippt sein?
Ob und wann eine Kennzeichnung verpflichtend ist, hängt von der konkreten Situation und gegebenenfalls weiteren Vorschriften ab. Bei vielen verantwortungsvollen Zuchten sind Welpen bei der Abgabe bereits gekennzeichnet. Entscheidend ist, dass vorhandene Chipdaten eindeutig zum Hund passen.
Braucht ein Rassehund immer eine Ahnentafel?
Wenn du einen Hund aus einer bestimmten anerkannten Vereins- beziehungsweise Verbandszucht kaufst, gehört ein entsprechender Abstammungsnachweis üblicherweise zur Dokumentation dieser Zucht. Eine fehlende Ahnentafel bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Hund biologisch keiner bestimmten Rasse angehören kann.
Beweist eine Ahnentafel, dass ein Welpe gesund ist?
Nein. Eine Ahnentafel dokumentiert in erster Linie die Abstammung innerhalb eines Zuchtsystems. Gesundheitsuntersuchungen, Aufzuchtbedingungen und individuelle Entwicklung müssen zusätzlich betrachtet werden.
Welche Gesundheitsnachweise sollte ich vom Züchter verlangen?
Lass dir die bisherigen gesundheitlichen Maßnahmen beim Welpen sowie die für die jeweilige Rasse relevanten Untersuchungen der Elterntiere erklären. Welche Befunde sinnvoll sind, unterscheidet sich je nach Rasse und Zucht.
Muss ich die Gesundheitsnachweise der Elterntiere mit nach Hause bekommen?
Nicht zwingend. Wichtig ist, dass relevante Ergebnisse nachvollziehbar vorliegen und dir gezeigt beziehungsweise erklärt werden können. Welche Kopien oder Unterlagen tatsächlich übergeben werden, hängt vom jeweiligen Zuchtsystem ab.
Was mache ich, wenn Dokumente erst später kommen sollen?
Frage genau nach, welches Dokument fehlt, warum es noch nicht vorliegt und wann beziehungsweise auf welchem Weg du es erhältst. Vereinbarungen dazu sollten möglichst nachvollziehbar festgehalten werden.
Was sollte ich am Abholtag unbedingt vergleichen?
Besonders wichtig sind Chipnummer, Geburtsdatum, Geschlecht, Angaben zum Verkäufer und vorhandene Gesundheits- beziehungsweise Impfdaten. Widersprüche solltest du vor der Übergabe klären.
Fazit: Gute Unterlagen schaffen Transparenz – ersetzen aber nicht den genauen Blick
Beim Welpenkauf geht es nicht darum, möglichst viele Papiere in einem Ordner zu sammeln. Entscheidend ist, dass du nachvollziehen kannst, welchen Hund du von wem übernimmst, welche gesundheitlichen Informationen vorliegen und woher dein Welpe stammt.
Kaufvertrag, Identitäts- und Impfdokumente, gegebenenfalls Ahnentafel, Gesundheitsinformationen und eine gute Übergabe der bisherigen Futter- und Alltagsgewohnheiten bilden dafür eine wichtige Grundlage.
Gleichzeitig gilt: Kein Dokument ersetzt eine verantwortungsvolle Zucht. Auch die schönste Ahnentafel und ein professioneller Vertrag sagen wenig darüber aus, wie ein Welpe tatsächlich aufgewachsen ist, wenn du die Aufzuchtbedingungen nicht kennenlernen darfst.
Kontrolliere deshalb Unterlagen und Hund gemeinsam. Stimmen Chipnummer und Daten überein? Kann der Züchter Fragen beantworten? Sind Herkunft und Aufzucht nachvollziehbar? Genau dieses Gesamtbild ist entscheidend.
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Welpenkauf in Stuttgart sicher und gut vorbereitet angehen
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