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Fellwechsel im Frühling

  • Isabel Scheu
  • 28.03.2025
  • Frühling

Fellwechsel im Frühling beim Hund: Richtig bürsten und pflegen

Wenn im Frühling die Tage länger werden, beginnt bei vielen Hunden eine besonders haarige Zeit: der Fellwechsel im Frühling. Vor allem Hunde mit dichter Unterwolle können innerhalb weniger Wochen große Mengen an Haar verlieren. Das Winterfell wird nach und nach abgestoßen und das Haarkleid verändert sich für die wärmere Jahreszeit.

Wie intensiv dieser Fellwechsel ausfällt, unterscheidet sich von Hund zu Hund. Felltyp, Genetik, Tageslicht, Haltung, Alter und weitere individuelle Faktoren beeinflussen, wann und wie stark ein Hund haart. Manche Hunde verlieren ihr Fell deutlich saisonal, während bei anderen über weite Teile des Jahres lose Haare anfallen.

Eine passende Fellpflege kann deinen Hund während dieser Zeit sinnvoll unterstützen. Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und Unterwolle, beugt bei entsprechenden Felltypen Verfilzungen vor und bietet gleichzeitig eine gute Gelegenheit, Haut und Fell genau zu kontrollieren.

Wichtig ist jedoch, normalen Fellwechsel von auffälligem Haarausfall zu unterscheiden. Kahle Stellen, starker Juckreiz, entzündete Haut oder andere Hautprobleme gehören nicht einfach zum normalen Frühjahrsfellwechsel. In diesem Beitrag erfährst du, wie lange der Fellwechsel dauern kann, welche Bürste zu welchem Felltyp passt, wie häufig du deinen Hund bürsten solltest und wann Haarverlust tierärztlich abgeklärt werden sollte.

Felltyp beachten

Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar und Doppelfell benötigen unterschiedliche Werkzeuge und Pflegeroutinen.

Lose Haare entfernen

Besonders bei dichter Unterwolle kann regelmäßiges Ausbürsten während des Fellwechsels sinnvoll sein.

Haut kontrollieren

Nutze die Fellpflege, um Zecken, Verfilzungen, Wunden und auffällige Hautveränderungen frühzeitig zu entdecken.

Was passiert beim Fellwechsel im Frühling?

Das Haarkleid eines Hundes durchläuft natürliche Wachstums- und Ruhephasen. Bei vielen Hunden wird dieser Prozess saisonal besonders sichtbar. Im Frühjahr wird ein Teil des dichteren Winterfells abgestoßen, während sich das Haarkleid an die veränderten Umweltbedingungen anpasst.

Besonders deutlich ist dieser Prozess bei Hunden mit ausgeprägtem Doppelfell. Dieses besteht aus längerem Deckhaar und einer weicheren, dichteren Unterwolle. Während des Frühjahrsfellwechsels kann vor allem die Unterwolle in großen Mengen ausfallen.

Bei anderen Felltypen verläuft der Wechsel wesentlich weniger auffällig. Hunde mit kontinuierlich wachsendem Haar, beispielsweise viele Pudel, zeigen einen anderen Haarzyklus und verlieren deutlich weniger Fell auf klassische Weise.

Wann beginnt der Fellwechsel beim Hund im Frühling?

Es gibt keinen festen Kalendertag, an dem bei allen Hunden der Fellwechsel beginnt. Ein wichtiger Einflussfaktor ist die Veränderung der Tageslichtdauer. Auch Temperatur, Haltung und individuelle Faktoren können den Verlauf beeinflussen.

Die Wahrnehmung von Licht spielt für zahlreiche biologische Rhythmen eine Rolle. Wie Hunde ihre Umwelt visuell wahrnehmen, erklären wir ergänzend im Beitrag Warum Hunde die Welt anders sehen.

Hunde, die überwiegend in beheizten Innenräumen leben und künstlichem Licht ausgesetzt sind, können weniger klar abgegrenzte saisonale Haarwechsel zeigen. Manche haaren deshalb nahezu ganzjährig und lediglich im Frühjahr und Herbst stärker.

Wie lange dauert der Fellwechsel im Frühling?

Auch die Dauer lässt sich nicht für jeden Hund gleich angeben. Bei manchen ist der stärkste Haarverlust nach wenigen Wochen deutlich zurückgegangen, bei anderen zieht sich der Wechsel länger hin.

Felltyp, Unterwolle, Alter, Haltung und individuelle Haarzyklen spielen dabei eine Rolle. Ein Hund mit sehr dichter Unterwolle kann beispielsweise über einen längeren Zeitraum große Mengen loses Haar abgeben.

Entscheidend ist weniger eine bestimmte Anzahl an Tagen als der Verlauf: Der saisonale Haarverlust sollte sich wieder normalisieren und nicht mit kahlen Stellen, deutlichen Hautveränderungen oder anderen Krankheitssymptomen einhergehen.

Welche Hunde haaren im Frühling besonders stark?

Besonders auffällig ist der Fellwechsel häufig bei Hunden mit dichter Unterwolle. Dazu gehören beispielsweise viele Retriever, Schäferhunde, nordische Hunde, Spitze und verschiedene Mischlinge mit entsprechendem Doppelfell.

Die ursprüngliche Annahme, kurzhaarige Hunde würden grundsätzlich weniger haaren als langhaarige Hunde, stimmt nicht. Auch ein kurzhaariger Labrador kann während des Fellwechsels erhebliche Mengen Haare verlieren.

Die Länge des sichtbaren Deckhaars sagt deshalb allein wenig darüber aus, wie stark ein Hund haart. Viel wichtiger sind Fellstruktur und Haarzyklus. Auch die genetischen Eigenschaften verschiedener Hunderassen spielen dabei eine Rolle.

Warum ist regelmäßiges Bürsten beim Fellwechsel sinnvoll?

Regelmäßiges Bürsten entfernt Haare, die sich bereits gelöst haben und noch im Fell hängen. Bei Hunden mit Unterwolle kann dadurch verhindert werden, dass sich große Mengen loses Haar im Haarkleid sammeln.

Bei langem oder dichtem Fell reduziert regelmäßige Pflege außerdem das Risiko von Knoten und Verfilzungen. Gerade hinter den Ohren, unter den Achseln, an Brust und Bauch oder unter Geschirrbereichen können sich Haare schnell miteinander verbinden.

Gleichzeitig bietet jede Pflegesitzung eine Gelegenheit zur Gesundheitskontrolle. Du kannst Hautveränderungen, kleine Verletzungen oder Zecken und andere Parasiten entdecken, die unter dichtem Fell leicht übersehen werden.

Bürsten beschleunigt den biologischen Haarzyklus allerdings nicht beliebig. Es hilft vor allem dabei, bereits gelöste Haare aus dem Fell zu entfernen.

Welche Bürste ist beim Fellwechsel die richtige?

Es gibt keine Bürste, die für jeden Hund gleichermaßen geeignet ist. Die Auswahl sollte sich nach Felllänge, Dichte, Unterwolle und Haarstruktur richten.

Bei kurzem, glattem Fell können beispielsweise weiche Gummibürsten oder geeignete Pflegehandschuhe helfen, lose Haare aufzunehmen. Bei langem Fell werden häufig Bürsten und Kämme benötigt, mit denen sich das Haar bis in tiefere Schichten kontrollieren lässt.

Hunde mit dichter Unterwolle können von geeigneten Unterwollkämmen oder anderen Werkzeugen profitieren, die loses Unterhaar erreichen. Werkzeuge mit Klingen oder sehr scharfen Kanten sollten besonders vorsichtig verwendet werden, damit gesundes Deckhaar und Haut nicht unnötig belastet werden.

Auch die regelmäßige Krallenpflege gehört zu einer vollständigen Pflegeroutine und lässt sich gut mit der allgemeinen Körperkontrolle verbinden.

Wie oft sollte man einen Hund im Fellwechsel bürsten?

Eine starre Vorgabe wie „mindestens zwei- bis dreimal pro Woche“ passt nicht zu jedem Hund. Die notwendige Häufigkeit hängt stark von der Fellstruktur und davon ab, wie viel loses Haar sich gerade im Fell befindet.

Ein Hund mit massivem Unterwollwechsel kann zeitweise tägliche kurze Pflegesitzungen benötigen. Bei einem kurzhaarigen Hund kann deutlich weniger Bürsten ausreichen.

Beobachte deshalb das Fell: Bleibt nach kurzer Pflege bereits kaum loses Haar in der Bürste hängen, musst du nicht unnötig weiterarbeiten. Entfernst du dagegen regelmäßig große Mengen lockerer Unterwolle, können häufigere, aber kurze Einheiten sinnvoll sein.

Wie bürstest du deinen Hund beim Fellwechsel richtig?

Bürste systematisch und ohne unnötigen Druck. Arbeite bei den meisten Felltypen grundsätzlich entlang der natürlichen Fellstruktur und teile sehr dichtes oder langes Fell bei Bedarf vorsichtig in kleinere Bereiche.

Besonders wichtig ist, nicht immer wieder mit starkem Druck über dieselbe Hautstelle zu fahren. Auch ein gutes Pflegewerkzeug kann bei übermäßiger Anwendung Reizungen verursachen.

Beginne an Körperbereichen, an denen dein Hund Berührungen gut akzeptiert. Empfindlichere Bereiche wie Beine, Bauch oder Rute können anschließend in kurzen Einheiten gepflegt werden.

Was tun, wenn dein Hund Bürsten nicht mag?

Fellpflege sollte nicht erst dann stattfinden, wenn bereits große Verfilzungen oder massive Mengen Unterwolle vorhanden sind. Regelmäßige kurze Kontrollen lassen sich häufig wesentlich angenehmer in den Alltag integrieren.

Wenn dein Hund Bürsten unangenehm findet, solltest du nicht einfach stärker festhalten und die komplette Pflege erzwingen. Prüfe zunächst, ob das Werkzeug unangenehm zieht, ob Knoten vorhanden sind oder ob bestimmte Körperbereiche empfindlich beziehungsweise schmerzhaft sind.

Gewöhne deinen Hund schrittweise an Berührungen und Pflegeschritte. Ruhige, vorhersehbare Abläufe und kurze Einheiten sind häufig sinnvoller als seltene sehr lange Pflegesitzungen.

Verfilzungen während des Fellwechsels vermeiden

Besonders langes, feines oder dichtes Fell kann verfilzen, wenn lose Haare im Haarkleid hängen bleiben und sich miteinander verbinden.

Kontrolliere besonders:

  • hinter den Ohren
  • unter den Achseln
  • Brust und Bauch
  • Innenseiten der Beine
  • Rute und Hinterhand
  • Bereiche unter Halsband und Geschirr

Kleine Knoten lassen sich häufig vorsichtig mit den Fingern lockern und anschließend auskämmen. Sehr feste oder hautnahe Verfilzungen solltest du nicht mit Gewalt herausziehen. Bei starkem Filz kann professionelle Hilfe sinnvoll sein.

Sollte man einen Hund während des Fellwechsels baden?

Ein Bad kann lose Haare und Schmutz aus dem Fell entfernen, ist aber nicht allein deshalb notwendig, weil dein Hund gerade im Fellwechsel ist.

Wenn ein Bad sinnvoll ist, verwende ein für Hunde geeignetes mildes Shampoo und spüle es gründlich aus. Anschließend sollte das Fell vollständig trocknen – besonders bei dichter Unterwolle.

Ausführliche Informationen findest du im Beitrag zum Baden des Hundes.

Zu häufiges oder unnötiges Waschen mit ungeeigneten Produkten kann die Haut dagegen reizen. Ein Hund muss während des Fellwechsels nicht ständig gebadet werden.

Sollte ein Hund während des Fellwechsels geschoren werden?

Der Fellwechsel allein ist kein Grund, einen Hund zu scheren. Besonders bei Hunden mit Doppelfell und dichter Unterwolle ist gründliches Ausbürsten häufig die passendere Maßnahme.

Bei Felltypen mit kontinuierlich wachsendem Haar kann regelmäßiges Schneiden oder Scheren dagegen zur normalen Pflege gehören.

Entscheidend ist deshalb immer die Fellstruktur. Eine pauschale Frühlingsschur für jeden Hund ist nicht sinnvoll.

Welche Ernährung unterstützt Haut und Fell beim Fellwechsel?

Eine ausgewogene und bedarfsdeckende Ernährung liefert die Nährstoffe, die der Körper auch für Haut und Haar benötigt.

Dazu gehören unter anderem ausreichend Protein beziehungsweise essenzielle Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Hund während des Fellwechsels automatisch zusätzliches Fischöl, Biotin, Zink oder andere Nahrungsergänzungsmittel benötigt. Ein bedarfsdeckendes Alleinfuttermittel sollte die notwendigen Nährstoffe bereits enthalten.

Zusätzliche Präparate sollten deshalb nicht wahllos eingesetzt werden. Besteht tatsächlich ein Mangel oder ein besonderer medizinischer Bedarf, sollte die Ergänzung gezielt erfolgen.

Braucht dein Hund im Fellwechsel Biotin oder Zink?

Biotin und Zink spielen grundsätzlich eine Rolle für verschiedene Stoffwechselprozesse und die Gesundheit von Haut und Fell. Das bedeutet jedoch nicht, dass mehr davon automatisch zu schnellerem oder schönerem Fellwachstum führt.

Bei einem gesunden Hund mit ausgewogener Ernährung ist eine zusätzliche Gabe normalerweise nicht allein wegen des saisonalen Fellwechsels notwendig.

Werden Mineralstoffe oder Vitamine unnötig oder falsch dosiert ergänzt, kann dadurch das Gleichgewicht der Gesamtration verändert werden. Ergänzungen sollten deshalb gezielt und nicht vorsorglich nach dem Prinzip „viel hilft viel“ eingesetzt werden.

Omega-3 und Omega-6 beim Fellwechsel

Essenzielle Fettsäuren gehören zu einer ausgewogenen Ernährung und spielen auch für Haut und Fell eine Rolle. Bestimmte Omega-3-Fettsäuren können beispielsweise im Rahmen bestimmter Hauterkrankungen gezielt eingesetzt werden.

Zusätzliche Öle sind aber nicht automatisch notwendig, wenn dein Hund bereits ein bedarfsdeckendes Futter erhält. Sie liefern außerdem zusätzliche Energie und verändern die Zusammensetzung der gesamten Ration.

Wenn du Fischöl oder andere Ergänzungen dauerhaft einsetzen möchtest, sollte die Menge deshalb zur bestehenden Ernährung passen.

Warum ausreichend Wasser auch während des Fellwechsels wichtig ist

Frisches Wasser sollte deinem Hund unabhängig vom Fellwechsel jederzeit zur Verfügung stehen. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist für zahlreiche Körperfunktionen wichtig.

Der Fellwechsel selbst bedeutet allerdings nicht automatisch, dass dein Hund außergewöhnlich viel trinken muss. Mit steigenden Temperaturen und längeren Spaziergängen kann die Wasseraufnahme im Frühling jedoch zunehmen.

Auffällig starkes oder plötzlich deutlich vermindertes Trinkverhalten sollte nicht ausschließlich mit dem Fellwechsel erklärt werden und kann bei anhaltender Veränderung tierärztlich abgeklärt werden.

Ist starker Haarausfall im Frühling normal?

Bei Hunden mit ausgeprägtem saisonalem Fellwechsel können große Mengen loser Haare völlig normal sein. Gerade bei dichter Unterwolle entstehen beim Bürsten teilweise ganze Büschel.

Entscheidend ist, wie Haut und verbleibendes Fell aussehen. Gleichmäßiges Haaren ohne kahle Stellen und ohne auffällige Hautveränderungen spricht eher für einen normalen Fellwechsel.

Unregelmäßiger oder fleckiger Haarverlust, kahle Bereiche, starker Juckreiz oder entzündete Haut passen dagegen nicht zu einem unkomplizierten Fellwechsel und sollten genauer untersucht werden.

Wann ist Haarausfall beim Hund nicht mehr normal?

Haarverlust kann zahlreiche Ursachen haben. Neben Hauterkrankungen kommen beispielsweise Parasiten, Allergien, hormonelle Erkrankungen, Infektionen oder andere gesundheitliche Probleme infrage.

Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn:

  • kahle Stellen entstehen
  • das Fell deutlich dünner wird
  • dein Hund starken Juckreiz zeigt
  • die Haut gerötet oder entzündet ist
  • Krusten oder nässende Stellen auftreten
  • unangenehmer Hautgeruch entsteht
  • dein Hund gleichzeitig müde oder abgeschlagen wirkt
  • weitere Beschwerden wie Gewichtsverlust hinzukommen

In solchen Situationen solltest du nicht einfach mehr bürsten oder zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel geben, sondern nach der Ursache suchen.

Kann Juckreiz beim Fellwechsel normal sein?

Gelegentliches Kratzen bedeutet nicht automatisch, dass dein Hund krank ist. Starkes, häufiges oder anhaltendes Kratzen gehört jedoch nicht einfach zum normalen Fellwechsel.

Besonders wenn dein Hund zusätzlich an den Pfoten leckt, Hautstellen aufbeißt, Haare ausfallen oder Rötungen entstehen, sollte genauer hingeschaut werden.

Allergien, Parasiten, Hautinfektionen und andere dermatologische Erkrankungen können gerade im Frühjahr gleichzeitig mit dem Fellwechsel auftreten. Die zeitliche Überschneidung bedeutet deshalb nicht, dass der Fellwechsel selbst die Ursache ist.

Fellwechsel und Zecken: Jetzt besonders gründlich kontrollieren

Während des Bürstens kannst du deinen Hund gleichzeitig auf Zecken kontrollieren. Gerade bei dichter Unterwolle oder langem Fell werden kleine Parasiten sonst leicht übersehen.

Kontrolliere besonders Kopf, Hals, Ohren, Achseln, Bauch, Leistengegend und Bereiche zwischen den Beinen. Zecken können jedoch grundsätzlich an verschiedenen Körperstellen sitzen.

Entdeckte Zecken sollten möglichst zeitnah mit geeignetem Werkzeug entfernt werden. Der Fellwechsel selbst erhöht nicht automatisch das Zeckenrisiko, die häufigeren und längeren Frühlingsspaziergänge können jedoch zu mehr Kontakt mit geeigneten Lebensräumen führen.

Fellwechsel beim Hund in Stuttgart

Auch bei Hunden in Stuttgart wird der Fellwechsel im Frühling häufig besonders deutlich. Mit längeren Tagen und zunehmend ausgedehnten Spaziergängen durch Parks, Grünflächen und den Stuttgarter Stadtwald verbringen viele Hunde wieder mehr Zeit draußen.

Gerade bei Spaziergängen durch Wald- und Wiesengebiete sammeln sich zusätzlich kleine Pflanzenreste, Schmutz und lose Haare im Fell. Eine kurze Kontrolle nach dem Spaziergang kann deshalb sinnvoll sein.

Bei Hunden mit dichter Unterwolle lohnt es sich, die Fellpflege im Frühjahr häufiger in den Alltag einzubauen. Gleichzeitig kannst du beim Bürsten kontrollieren, ob Zecken, Hautveränderungen oder kleine Verletzungen vorhanden sind.

Wichtig bleibt auch in Stuttgart: Nicht die Außentemperatur allein entscheidet darüber, wie ein Hund gepflegt werden sollte. Felltyp, Haut und individuelle Bedürfnisse stehen im Vordergrund.

Häufige Fehler beim Bürsten während des Fellwechsels

Beim Fellwechsel gilt nicht automatisch: je mehr gebürstet wird, desto besser. Zu intensive oder ungeeignete Pflege kann Haut und Fell belasten.

Typische Fehler sind:

  • zu starken Druck mit Bürste oder Kamm auszuüben
  • immer wieder dieselbe Hautstelle intensiv zu bearbeiten
  • Werkzeuge einzusetzen, die nicht zum Felltyp passen
  • Verfilzungen gewaltsam herauszuziehen
  • den Hund bei deutlichem Unwohlsein einfach festzuhalten
  • gesundes Deckhaar unnötig mit scharfen Werkzeugen auszudünnen
  • starken Juckreiz ausschließlich mit mehr Fellpflege behandeln zu wollen
  • auffälligen Haarausfall automatisch als normalen Fellwechsel einzustufen

Eine gute Fellpflege ist gründlich, aber sanft und richtet sich nach dem individuellen Haarkleid deines Hundes.

Häufige Fragen zum Fellwechsel im Frühling beim Hund

Wann beginnt der Fellwechsel beim Hund im Frühling?

Der Beginn ist individuell und hängt unter anderem von Tageslicht, Felltyp, Haltung und weiteren Faktoren ab. Es gibt deshalb keinen festen Monat oder Tag, an dem jeder Hund mit dem Fellwechsel beginnt.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Bei manchen Hunden dauert die intensivste Phase nur einige Wochen, bei anderen länger. Felltyp, Unterwolle, Alter und individuelle Haarzyklen beeinflussen die Dauer.

Wie oft sollte ich meinen Hund im Fellwechsel bürsten?

Das richtet sich nach Felltyp und Menge der losen Haare. Bei starkem Unterwollwechsel können tägliche kurze Einheiten sinnvoll sein, bei anderen Hunden reichen größere Abstände.

Welche Bürste ist im Fellwechsel am besten?

Das hängt vom Felltyp ab. Kurzhaarige Hunde benötigen andere Werkzeuge als Hunde mit langem Fell oder dichter Unterwolle. Die Bürste sollte lose Haare entfernen, ohne Haut und gesundes Deckhaar unnötig zu belasten.

Wie entferne ich Unterwolle beim Hund richtig?

Verwende ein für Doppelfell geeignetes Pflegewerkzeug und arbeite sanft in kleinen Bereichen. Entferne nur lockere Unterwolle und vermeide starkes Ziehen oder wiederholtes Kratzen über dieselbe Hautstelle.

Ist tägliches Bürsten beim Fellwechsel schädlich?

Nicht unbedingt. Bei starkem Fellwechsel können tägliche kurze Einheiten sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass das Werkzeug zum Fell passt und Haut sowie Deckhaar nicht übermäßig bearbeitet werden.

Warum haart mein Hund im Frühling so stark?

Bei vielen Hunden wird im Frühjahr ein Teil des dichteren Winterfells abgestoßen. Besonders Hunde mit ausgeprägter Unterwolle können dabei sehr große Mengen Haare verlieren.

Ist sehr starker Fellverlust im Frühling normal?

Große Mengen loser Haare können bei manchen Felltypen normal sein. Kahle Stellen, starke Hautveränderungen oder ausgeprägter Juckreiz gehören jedoch nicht zu einem normalen unkomplizierten Fellwechsel.

Kann mein Hund während des Fellwechsels Juckreiz haben?

Gelegentliches Kratzen kann vorkommen. Starker oder anhaltender Juckreiz sollte aber nicht einfach dem Fellwechsel zugeschrieben werden, da beispielsweise Allergien, Parasiten oder Hauterkrankungen dahinterstecken können.

Sollte ich meinen Hund im Fellwechsel baden?

Ein Bad ist nicht grundsätzlich notwendig. Bei starker Verschmutzung kann ein geeignetes Hundeshampoo verwendet werden. Anschließend sollte besonders dichtes Fell vollständig trocknen.

Sollte ich meinen Hund im Fellwechsel scheren?

Bei Hunden mit Doppelfell ist Scheren allein wegen des Fellwechsels meist nicht notwendig. Bei kontinuierlich wachsendem Fell kann regelmäßiges Schneiden dagegen zur normalen Pflege gehören.

Braucht mein Hund im Fellwechsel mehr Futter?

Nicht automatisch. Die Futtermenge sollte sich am tatsächlichen Energiebedarf, Körpergewicht und Aktivitätsniveau orientieren und nicht allein am Fellwechsel.

Braucht mein Hund im Fellwechsel Biotin oder Zink?

Ein gesund ernährter Hund benötigt diese Nährstoffe normalerweise nicht automatisch zusätzlich. Nahrungsergänzungen sollten gezielt und bei tatsächlichem Bedarf eingesetzt werden.

Hilft Fischöl beim Fellwechsel?

Bestimmte Fettsäuren spielen für Haut und Fell eine Rolle. Zusätzliches Fischöl ist jedoch nicht für jeden Hund notwendig und sollte zur gesamten Futterration passen.

Wann sollte ich wegen Haarausfall zum Tierarzt?

Bei kahlen Stellen, starkem Juckreiz, entzündeter Haut, Wunden, ungewöhnlichem Geruch, deutlich verändertem Fell oder zusätzlichen Allgemeinsymptomen sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Was sollte ich beim Fellwechsel meines Hundes in Stuttgart beachten?

Auch in Stuttgart steht die zum Felltyp passende Pflege im Vordergrund. Nach Spaziergängen durch Parks, Wiesen oder den Stuttgarter Stadtwald kannst du Fell und Haut zusätzlich auf Zecken, Pflanzenreste und kleine Verletzungen kontrollieren.

Fazit: Mit der richtigen Fellpflege entspannt durch den Fellwechsel im Frühling

Der Fellwechsel im Frühling ist bei vielen Hunden ein völlig natürlicher Prozess. Wie stark er ausfällt und wie viel Pflege notwendig ist, hängt vor allem von Felltyp, Unterwolle und individuellen Faktoren ab. Besonders Hunde mit dichtem Doppelfell können während dieser Zeit große Mengen an Unterwolle verlieren.

Regelmäßiges, sanftes und zum Fell passendes Bürsten ist die wichtigste Unterstützung. Es entfernt bereits gelöste Haare, kann Verfilzungen vorbeugen und gibt dir gleichzeitig die Möglichkeit, Haut, Fell und mögliche Zecken aufmerksam zu kontrollieren.

Zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel, häufiges Baden oder eine komplette Schur sind dagegen nicht automatisch notwendig. Beobachte deinen Hund und unterscheide normalen saisonalen Haarverlust von auffälligen Veränderungen. So kommt dein Hund gepflegt und möglichst entspannt durch den Fellwechsel im Frühling.

Praktische Empfehlungen

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Gut gepflegt und entspannt durch den Frühling

Der Fellwechsel ist nur eine der Veränderungen, die der Frühling für deinen Hund mitbringt. Längere Spaziergänge, mehr Umweltreize und häufigere Begegnungen machen diese Jahreszeit besonders abwechslungsreich.

Bei Pfotenliebe Stuttgart unterstützen wir dich dabei, deinen Hund im Alltag ruhig, klar und individuell zu begleiten und gemeinsame Aktivitäten passend aufzubauen.

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