Nüsse für Hunde: Welche sind giftig, welche gefährlich und welche erlaubt?
Nüsse gelten für uns Menschen häufig als gesunder Snack. Mandeln, Walnüsse, Pistazien, Erdnüsse oder Macadamianüsse liefern Fett, Eiweiß und unterschiedliche Nährstoffe und landen deshalb ganz selbstverständlich im Müsli, Studentenfutter, Gebäck oder in einer Schale auf dem Wohnzimmertisch. Für Hunde lässt sich diese Bewertung jedoch nicht einfach übernehmen.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: Nicht jede Nuss ist für Hunde giftig. Manche Nusssorten können tatsächlich Vergiftungserscheinungen verursachen, während bei anderen vor allem der hohe Fettgehalt, eine schlechte Verträglichkeit, verdorbene beziehungsweise verschimmelte Nüsse, Salz, Gewürze oder verschluckte Schalen problematisch werden können.
Besonders bekannt sind Macadamianüsse, die bei Hunden charakteristische Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Bei Walnüssen und Pekannüssen spielt dagegen insbesondere der Zustand der Nuss eine wichtige Rolle, denn verdorbene beziehungsweise verschimmelte Nüsse können mit problematischen Schimmelpilzgiften belastet sein. Pistazien, handelsübliche Süßmandeln oder ungesalzene Erdnüsse sind dagegen nicht automatisch giftig, aufgrund ihres hohen Fettgehalts aber trotzdem keine besonders sinnvolle Grundlage für Hundesnacks.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der im Alltag leicht übersehen wird: Hunde fressen häufig nicht nur die eigentliche Nuss. Schalen, Verpackungen, Schokolade, Rosinen oder Gewürze können zusammen mit einer Nussmischung aufgenommen werden und das Risiko erheblich verändern.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, welche Nüsse Hunde nicht fressen sollten, warum Macadamianüsse besonders gefährlich sind, welche Rolle Schimmel bei Walnüssen spielt und was du tun solltest, wenn dein Hund Nüsse gefressen hat. Außerdem schauen wir uns Mandeln, Pistazien, Erdnüsse und Esskastanien genauer an und erklären, warum Studentenfutter und Nussmischungen für Hunde besonders problematisch sein können.
Nusssorte bestimmen
Nach einer unbeabsichtigten Aufnahme ist entscheidend, welche Nuss dein Hund tatsächlich gefressen hat.
Schimmel ernst nehmen
Alte, feuchte oder verschimmelte Nüsse können Schimmelpilzgifte enthalten und dadurch besonders gefährlich werden.
Mischungen genau prüfen
Studentenfutter und Nussmischungen können zusätzlich Rosinen, Schokolade, Salz, Gewürze oder andere ungeeignete Zutaten enthalten.
Sind Nüsse grundsätzlich giftig für Hunde?
Nein. Die pauschale Aussage „Nüsse sind giftig für Hunde“ ist zu ungenau. Zwischen einzelnen Nusssorten bestehen erhebliche Unterschiede.
Macadamianüsse können beim Hund beispielsweise eine echte Vergiftung verursachen. Bei anderen Nusssorten steht dagegen weniger eine spezifische Giftwirkung als vielmehr ein anderer Risikofaktor im Vordergrund.
Dazu gehören der teilweise sehr hohe Fettgehalt, eine schlechte individuelle Verträglichkeit, verschluckte Schalen, große unzerkaute Stücke oder eine mögliche Belastung mit Schimmelpilzgiften.
Deshalb sollte nach einer unbeabsichtigten Aufnahme zunächst geklärt werden: Welche Nuss war es, wie viel hat dein Hund gefressen, war sie geschält und frisch und enthielt das Produkt weitere Zutaten?
Einen Überblick über weitere giftige Lebensmittel für Hunde findest du im entsprechenden Ratgeber.
Warum können Nüsse für Hunde problematisch sein?
Nüsse sind sehr energiereiche Lebensmittel und enthalten je nach Sorte große Mengen Fett. Was für Menschen in kleinen Mengen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein kann, ist deshalb nicht automatisch ein geeigneter Snack für Hunde.
Größere Mengen fettreicher Lebensmittel können bei empfindlichen Hunden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchbeschwerden verursachen. Sehr fettreiche Mahlzeiten können außerdem bei entsprechend anfälligen Hunden gesundheitliche Probleme der Bauchspeicheldrüse begünstigen.
Hinzu kommen mechanische Risiken. Ganze Nüsse oder Nussschalen werden von manchen Hunden nahezu unzerkaut verschluckt. Je nach Größe von Hund und Nuss können dadurch Probleme im Magen-Darm-Trakt entstehen.
Bei verdorbenen Nüssen kommt ein weiterer Risikofaktor hinzu: Schimmelpilze können giftige Stoffwechselprodukte bilden. Dadurch kann aus einem vermeintlich harmlosen Fundstück im Garten oder auf dem Spazierweg ein ernsthaftes Gesundheitsproblem werden.
Macadamianüsse: besonders gefährlich für Hunde
Macadamianüsse gehören zu den Nusssorten, die Hunde grundsätzlich nicht fressen sollten.
Nach einer relevanten Aufnahme können charakteristische Vergiftungserscheinungen auftreten. Warum Hunde so empfindlich auf Macadamianüsse reagieren, ist nicht in allen Einzelheiten geklärt.
Für den Alltag ist die Konsequenz trotzdem eindeutig: Macadamianüsse sind kein geeigneter Hundesnack und sollten zuverlässig außerhalb der Reichweite deines Hundes aufbewahrt werden.
Hat dein Hund Macadamianüsse gefressen, solltest du möglichst feststellen, wie viele Nüsse fehlen, wann die Aufnahme ungefähr stattgefunden hat und wie viel dein Hund wiegt. Mit diesen Informationen kannst du einen Tierarzt kontaktieren und das individuelle Risiko einschätzen lassen.
Welche Symptome kann eine Macadamianussvergiftung verursachen?
Zu den möglichen Veränderungen gehören Schwäche, Zittern, Erbrechen und Probleme beim Laufen. Besonders auffällig kann eine Schwäche der Hintergliedmaßen sein.
Der Hund wirkt möglicherweise unsicher auf den Beinen, möchte sich weniger bewegen oder hat Schwierigkeiten beim Aufstehen. Zusätzlich können Unruhe, Bauchbeschwerden und eine erhöhte Körpertemperatur auftreten.
Nicht jeder Hund zeigt sämtliche Symptome gleichzeitig. Deshalb solltest du nicht darauf warten, bis ein vollständiges typisches Beschwerdebild erkennbar ist.
Zeigt dein Hund nach einer Macadamianussaufnahme Zittern, ausgeprägte Schwäche oder andere auffällige neurologische Veränderungen, solltest du unverzüglich tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Wann treten Symptome nach Macadamianüssen auf?
Beschwerden können innerhalb weniger Stunden nach der Aufnahme auffallen.
Dass dein Hund unmittelbar nach dem Fressen noch vollkommen normal wirkt, gibt deshalb keine sichere Entwarnung.
Warte bei einer bekannten Aufnahme nicht bewusst auf Symptome, bevor du fachlichen Rat einholst. Gerade der Zeitpunkt der Aufnahme kann für die weitere Vorgehensweise eine wichtige Rolle spielen.
Mein Hund hat Macadamianüsse gefressen – was tun?
Versuche zunächst, die Situation möglichst genau zu rekonstruieren. Wie viele Nüsse waren ursprünglich vorhanden? Wie viele fehlen? Wann konnte dein Hund Zugang dazu haben?
Prüfe außerdem, ob dein Hund reine Macadamianüsse oder ein verarbeitetes Produkt gefressen hat.
Schokolierte Macadamianüsse sind beispielsweise besonders problematisch, weil zusätzlich Schokolade aufgenommen worden sein kann.
Halte Verpackung und Zutatenliste bereit und kontaktiere anschließend deinen Tierarzt oder den tierärztlichen Notdienst.
Walnüsse: Nicht jede Walnuss ist automatisch giftig
Bei Walnüssen ist eine differenzierte Betrachtung besonders wichtig. Eine frische, geschälte Walnuss ist nicht im selben Sinn giftig wie eine Macadamianuss.
Trotzdem ist sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts kein notwendiger Bestandteil der Hundeernährung und kann bei empfindlichen Hunden beziehungsweise in größeren Mengen Verdauungsbeschwerden verursachen.
Deutlich problematischer können alte, feuchte, verdorbene oder verschimmelte Walnüsse werden.
Schimmelpilze können bestimmte Giftstoffe bilden, die unter anderem das Nervensystem beeinflussen können. Genau deshalb solltest du besonders bei herumliegenden Walnüssen im Garten oder auf Spazierwegen aufmerksam sein.
Warum verschimmelte Walnüsse gefährlich sein können
Nüsse können unter ungünstigen Lagerbedingungen verderben beziehungsweise von Schimmelpilzen befallen werden.
Bestimmte Schimmelpilze können sogenannte Mykotoxine bilden. Einige dieser Stoffe können bei Hunden neurologische Symptome auslösen.
Möglich sind beispielsweise Zittern, Koordinationsprobleme oder Krampfanfälle. Auch Erbrechen und ein deutlich beeinträchtigter Allgemeinzustand können auftreten.
Mehr über die Risiken durch Schimmel und versteckte Gefahren in der Natur findest du in den verlinkten Ratgebern.
Walnüsse im Garten: Besonders im Herbst aufmerksam sein
Steht ein Walnussbaum im eigenen Garten oder auf einer häufig genutzten Spazierstrecke, können im Herbst zahlreiche Nüsse auf dem Boden liegen.
Dort sind sie Regen, Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen ausgesetzt. Mit zunehmender Liegezeit können sie verderben oder von Schimmelpilzen befallen werden.
Gleichzeitig können ganze Walnüsse mit Schale für Hunde interessant sein. Manche Hunde zerbeißen sie, andere versuchen, die komplette Nuss zu schlucken.
Sammle heruntergefallene Walnüsse im eigenen Garten deshalb möglichst regelmäßig ein und verhindere, dass dein Hund sie unbeaufsichtigt frisst.
Mein Hund hat eine Walnuss gefressen – ist das gefährlich?
Entscheidend ist zunächst, in welchem Zustand sich die Walnuss befand und ob dein Hund die Schale mitgefressen hat.
Eine einzelne frische und geschälte Walnuss ist anders zu beurteilen als mehrere alte, feuchte oder sichtbar verdorbene Walnüsse vom Boden.
Hat dein Hund eine ganze Walnuss mit Schale verschluckt, solltest du zusätzlich das mögliche Fremdkörperrisiko berücksichtigen.
Zeigt dein Hund nach der Aufnahme Erbrechen, starke Bauchbeschwerden, Zittern, Koordinationsprobleme oder andere deutliche Auffälligkeiten, solltest du unverzüglich tierärztlichen Rat einholen.
Pekannüsse: ähnlich wie Walnüsse differenziert betrachten
Pekannüsse sind ebenfalls sehr fettreich und deshalb keine besonders sinnvolle Wahl als regelmäßiger Hundesnack.
Bei größeren Mengen können Verdauungsprobleme auftreten. Werden alte oder verdorbene Nüsse aufgenommen, muss zusätzlich eine mögliche Belastung mit Schimmel berücksichtigt werden.
Hat dein Hund Pekannüsse gefressen, solltest du deshalb nicht nur die Menge betrachten. Auch Zustand, Lagerung und möglicherweise mitgefressene Schalen sind relevant.
Bittermandeln: nicht mit normalen Süßmandeln verwechseln
Bei Mandeln ist die Unterscheidung zwischen Bittermandeln und den üblichen Süßmandeln besonders wichtig.
Bittermandeln enthalten cyanogene Verbindungen, aus denen im Körper Cyanid beziehungsweise Blausäure freigesetzt werden kann.
Dadurch können Bittermandeln für Hunde gefährlich werden und sollten keinesfalls gezielt verfüttert werden.
Besteht der Verdacht, dass dein Hund Bittermandeln aufgenommen hat, solltest du unmittelbar tierärztlichen Rat einholen.
Welche Symptome können nach Bittermandeln auftreten?
Eine schwere Cyanidvergiftung kann lebenswichtige Prozesse der Sauerstoffverwertung beeinträchtigen.
Mögliche Beschwerden sind Atemprobleme, Erbrechen, Kreislaufveränderungen, neurologische Auffälligkeiten oder Krampfanfälle.
Bei einer bekannten Aufnahme solltest du nicht auf solche Symptome warten, sondern direkt fachlichen Rat einholen.
Dürfen Hunde normale Mandeln essen?
Die im Lebensmittelhandel üblichen Süßmandeln sind nicht mit Bittermandeln gleichzusetzen.
Sie gelten nicht als klassischer Giftstoff für Hunde. Trotzdem sind sie kein besonders sinnvoller Hundesnack.
Mandeln sind fettreich und können bei empfindlichen Hunden Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ganze Mandeln werden zudem nicht von jedem Hund ausreichend gekaut.
Besonders bei kleinen Hunden oder bei größeren aufgenommenen Mengen können ganze Nüsse beziehungsweise größere Stücke zusätzliche Probleme verursachen.
Pistazien: nicht klassisch giftig, aber trotzdem problematisch
Pistazien gehören nicht zu den klassischen für Hunde giftigen Lebensmitteln.
Trotzdem solltest du sie nicht regelmäßig verfüttern. Sie sind fettreich und werden für den menschlichen Verzehr häufig geröstet und gesalzen angeboten.
Besonders problematisch können Pistazien mit Schale sein. Die harte Schale wird nicht verdaut und kann insbesondere bei kleineren Hunden oder nach Aufnahme größerer Mengen mechanische Probleme verursachen.
Außerdem können auch Pistazien bei schlechter beziehungsweise zu langer Lagerung verderben. Deshalb sollten herumliegende oder auffällig riechende Pistazien grundsätzlich nicht vom Hund aufgenommen werden.
Mein Hund hat Pistazien gefressen – was soll ich tun?
Hat dein Hund wenige ungesalzene und geschälte Pistazien gefressen und zeigt keine Beschwerden, ist die Situation anders zu beurteilen als nach einer großen Portion gesalzener Pistazien mit Schale.
Versuche deshalb festzustellen, wie viele Pistazien aufgenommen wurden und ob Schalen mitgefressen wurden.
Beobachte deinen Hund auf Erbrechen, Durchfall, Bauchbeschwerden, Appetitverlust oder ungewöhnliche Unruhe.
Bei einer großen Menge, mitgefressenen Schalen oder deutlichen Beschwerden solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Dürfen Hunde Erdnüsse essen?
Erdnüsse sind botanisch eigentlich Hülsenfrüchte und keine echten Nüsse. Für den Hundealltag werden sie trotzdem meist gemeinsam mit Nüssen betrachtet.
Naturbelassene, ungesalzene und geschälte Erdnüsse sind für einen gesunden Hund nicht grundsätzlich giftig.
Trotzdem sind auch Erdnüsse sehr energiereich und fettreich. Deshalb sollten sie, wenn überhaupt, nur in kleinen Mengen gegeben werden.
Stark gesalzene, gewürzte, mit Schokolade überzogene oder anderweitig verarbeitete Erdnüsse sind keine geeigneten Hundesnacks.
Darf mein Hund Erdnussbutter bekommen?
Erdnussbutter wird häufig als besondere Belohnung für Hunde verwendet. Dabei ist jedoch ein genauer Blick auf die Zutatenliste wichtig.
Neben Zucker, Salz oder zusätzlichen Fetten kann insbesondere der Süßstoff Xylit beziehungsweise Birkenzucker für Hunde hochgefährlich sein.
Enthält ein Produkt Xylit, gehört es keinesfalls in den Hundemagen.
Möchtest du deinem Hund gelegentlich Erdnussmus anbieten, sollte es möglichst aus wenigen geeigneten Zutaten bestehen und xylitfrei sein. Aufgrund des hohen Energiegehalts bleibt auch dann eine kleine Menge ausreichend.
Haselnüsse: dürfen Hunde sie fressen?
Haselnüsse gelten nicht als klassisch giftig für Hunde. Trotzdem sind auch sie sehr fettreich und kein notwendiger Bestandteil einer ausgewogenen Hundeernährung.
Ganze Haselnüsse können zudem nahezu unzerkaut geschluckt werden. Besonders bei kleinen Hunden kann dadurch das Risiko mechanischer Probleme steigen.
Haselnüsse mit Schale sollten nicht angeboten werden.
Auch hier gilt: Frische, geschälte Nüsse sind etwas vollkommen anderes als alte, ranzige oder verschimmelte Fundstücke.
Dürfen Hunde Cashewkerne essen?
Naturbelassene Cashewkerne sind nicht als klassischer Giftstoff für Hunde bekannt.
Wegen ihres Fett- und Energiegehalts sollten sie trotzdem nicht in größeren Mengen angeboten werden.
Gesalzene, gewürzte oder mit anderen Zutaten verarbeitete Cashews sind für den Hund noch weniger geeignet.
Wenn du deinem Hund überhaupt Nüsse als Snack geben möchtest, gibt es in der Regel einfachere und kalorienärmere Alternativen.
Dürfen Hunde Paranüsse essen?
Auch Paranüsse sind sehr fettreich und energiereich. Sie werden deshalb nicht benötigt, um einen Hund ausgewogen zu ernähren.
Eine kleine versehentlich gefressene Menge ist nicht mit einer Macadamianussvergiftung gleichzusetzen. Größere Mengen können jedoch Verdauungsprobleme verursachen.
Aufgrund ihrer Größe werden Paranüsse von manchen Hunden zudem kaum gekaut.
Als regelmäßiger Snack sind sie deshalb nicht empfehlenswert.
Dürfen Hunde Esskastanien beziehungsweise Maronen essen?
Esskastanien beziehungsweise Maronen sind nicht mit Rosskastanien gleichzusetzen.
Gegarte, ungewürzte Esskastanien gelten nicht als klassische Giftstoffe für Hunde. Trotzdem sollte auch hier nur eine kleine Menge angeboten werden, wenn dein Hund sie überhaupt verträgt.
Stark gewürzte, gezuckerte oder anderweitig verarbeitete Kastanienprodukte sind dagegen keine geeigneten Hundesnacks.
Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zu Rosskastanien, die Hunde draußen nicht aufnehmen sollten.
Warum Rosskastanien keine Esskastanien sind
Im Herbst liegen vielerorts Kastanien auf Wegen und Wiesen. Dabei handelt es sich häufig um Rosskastanien und nicht um die essbaren Maronen aus dem Lebensmittelhandel.
Rosskastanien sind keine geeigneten Lebensmittel für Hunde und können bei Aufnahme gesundheitliche Probleme verursachen.
Zusätzlich können ganze Kastanien bei Hunden als Fremdkörper problematisch werden.
Lass deinen Hund deshalb auch dann keine Kastanien vom Boden sammeln, wenn er sie zunächst nur spielerisch ins Maul nimmt.
Warum Nussschalen für Hunde gefährlich werden können
Selbst bei einer Nusssorte, die nicht klassisch giftig ist, kann die Schale ein eigenständiges Risiko darstellen.
Harte Schalen können nicht normal verdaut werden und scharfkantige Bruchstücke können den Verdauungstrakt reizen.
Größere Teile können abhängig von Größe und Anatomie des Hundes außerdem als Fremdkörper stecken bleiben.
Hat dein Hund eine größere Nussschale oder mehrere ganze Nüsse mit Schale verschluckt und zeigt anschließend wiederholtes Erbrechen, Bauchschmerzen, Futterverweigerung oder einen deutlich veränderten Allgemeinzustand, solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Warum der hohe Fettgehalt von Nüssen problematisch sein kann
Viele Nusssorten bestehen zu einem erheblichen Teil aus Fett. Dadurch liefern bereits kleine Mengen relativ viele Kalorien.
Für einen Hund, dessen Energiebedarf bereits durch ein vollständiges Futter gedeckt wird, entstehen dadurch schnell zusätzliche Kalorien, die in der Tagesration häufig gar nicht berücksichtigt werden.
Größere Mengen fettreicher Lebensmittel können außerdem Magen-Darm-Beschwerden verursachen und bei entsprechend empfindlichen Hunden Probleme der Bauchspeicheldrüse begünstigen.
Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitverlust oder ein deutlich beeinträchtigter Allgemeinzustand nach einer sehr fettreichen Mahlzeit sollten deshalb ernst genommen werden. Weitere Informationen findest du unter Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund.
Gesalzene Nüsse gehören nicht in den Hundenapf
Viele Nüsse werden für Menschen geröstet und stark gesalzen angeboten.
Solche Produkte sind als Hundesnack ungeeignet. Zusätzlich zum ohnehin hohen Fett- und Energiegehalt kommt unnötig viel Salz hinzu.
Gerade bei größeren aufgenommenen Mengen oder gesundheitlich vorbelasteten Hunden solltest du deshalb berücksichtigen, ob die Nüsse naturbelassen oder stark verarbeitet waren.
Halte nach einer unbeabsichtigten Aufnahme die Verpackung bereit, damit die genaue Zusammensetzung nachvollzogen werden kann.
Gewürzte Nüsse können zusätzliche Risiken enthalten
Chili, Knoblauch, Zwiebelpulver und verschiedene Gewürzmischungen werden häufig für geröstete Nüsse verwendet.
Dadurch entsteht ein weiteres Problem: Die eigentliche Nuss ist möglicherweise nicht der einzige relevante Bestandteil des Produktes.
Besonders Zwiebel- und Knoblauchbestandteile sollten bei einer größeren Aufnahme berücksichtigt werden.
Bei verarbeiteten Nussprodukten lohnt sich deshalb immer ein Blick auf die vollständige Zutatenliste.
Schokolierte Nüsse: zwei Gefahren gleichzeitig
Schokolierte Nüsse sind für Hunde besonders ungeeignet.
Neben der jeweiligen Nusssorte kommt hier Schokolade als möglicher Giftstoff hinzu.
Besonders bei dunkler Schokolade oder Produkten mit hohem Kakaoanteil kann die enthaltene Menge an Theobromin relevant werden.
Hat dein Hund schokolierte Macadamianüsse gefressen, solltest du deshalb unbedingt erwähnen, dass sowohl Macadamianüsse als auch Schokolade aufgenommen wurden.
Studentenfutter ist für Hunde besonders problematisch
Studentenfutter zeigt sehr gut, warum nicht nur die Bezeichnung „Nüsse“ entscheidend ist.
Viele Mischungen enthalten unterschiedliche Nüsse, Rosinen beziehungsweise andere Trockenfrüchte und teilweise zusätzliche Zutaten.
Besonders Rosinen sind für Hunde problematisch und können schwere gesundheitliche Folgen verursachen.
Hat dein Hund Studentenfutter gefressen, solltest du deshalb nicht nur fragen, welche Nusssorten enthalten waren. Die vollständige Zutatenliste ist entscheidend.
Nussmischungen mit Trockenfrüchten genau prüfen
Auch andere Nussmischungen enthalten häufig Trockenfrüchte, Schokoladenstücke oder gewürzte Bestandteile.
Eine vermeintlich kleine Portion kann deshalb mehrere unterschiedliche Risiken gleichzeitig enthalten.
Bewahre die Verpackung nach einer unbeabsichtigten Aufnahme auf und teile dem Tierarzt möglichst genau mit, um welches Produkt es sich gehandelt hat.
Schimmelpilze in Nüssen: eine unterschätzte Gefahr
Ein wichtiger Grund, warum Nüsse für Hunde problematisch werden können, ist nicht die Nuss selbst, sondern ihr Zustand.
Feuchte, falsch gelagerte oder bereits verdorbene Nüsse können von Schimmelpilzen befallen sein. Diese können unterschiedliche Mykotoxine bilden.
Manche dieser Giftstoffe können das Nervensystem beeinflussen und Zittern, Koordinationsstörungen oder Krampfanfälle hervorrufen.
Deshalb solltest du deinem Hund niemals alte, ranzige, feuchte oder sichtbar verschimmelte Nüsse geben.
Kann man Schimmel auf Nüssen immer erkennen?
Nicht zuverlässig. Deutliche Verfärbungen, ungewöhnlicher Geruch oder sichtbarer Schimmel sind klare Warnzeichen.
Eine Nuss kann jedoch bereits verdorben sein, obwohl sie von außen noch relativ unauffällig aussieht.
Gerade Nüsse, die längere Zeit feucht auf dem Boden lagen, solltest du deshalb nicht danach beurteilen, ob sie für dich noch normal aussehen.
Der sicherste Weg ist, den Hund solche Fundstücke überhaupt nicht aufnehmen zu lassen.
Welche Symptome können Schimmelpilzgifte verursachen?
Mögliche Symptome hängen vom jeweiligen Schimmelpilzgift und der aufgenommenen Menge ab.
Besonders auffällig können neurologische Veränderungen wie Muskelzittern, Koordinationsprobleme oder Krampfanfälle sein.
Zusätzlich können Erbrechen, Durchfall, Schwäche und ein deutlich beeinträchtigter Allgemeinzustand auftreten.
Zeigt dein Hund nach dem Fressen alter oder verschimmelter Nüsse solche Veränderungen, handelt es sich um eine Situation, die sofort tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Mein Hund hat Nüsse gefressen – was soll ich zuerst tun?
Entscheidend ist zunächst, möglichst genau herauszufinden, was dein Hund aufgenommen hat.
Bestimme die Nusssorte, wenn möglich. Überlege anschließend, wie viele Nüsse fehlen könnten, ob Schalen mitgefressen wurden und ob die Nüsse frisch oder möglicherweise verdorben waren.
Handelt es sich um ein verarbeitetes Produkt, solltest du zusätzlich die Zutatenliste prüfen.
Körpergewicht des Hundes und ungefährer Zeitpunkt der Aufnahme sind weitere wichtige Informationen für die tierärztliche Einschätzung.
Wann solltest du sofort einen Tierarzt kontaktieren?
Nach einer bekannten Aufnahme von Macadamianüssen, Bittermandeln oder verdorbenen beziehungsweise verschimmelten Nüssen solltest du nicht erst auf deutliche Symptome warten.
Auch eine große oder unbekannte Menge einer Nussmischung sollte fachlich eingeschätzt werden, insbesondere wenn weitere problematische Zutaten enthalten sind.
Zeigt dein Hund bereits Zittern, Krampfanfälle, starke Schwäche, wiederholtes Erbrechen, Koordinationsstörungen oder einen erheblich beeinträchtigten Allgemeinzustand, solltest du unmittelbar tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Solltest du deinen Hund nach dem Nussfressen zum Erbrechen bringen?
Nicht eigenständig.
Ob das Auslösen von Erbrechen sinnvoll und sicher ist, hängt unter anderem vom aufgenommenen Lebensmittel, vom Zeitpunkt und vom Zustand deines Hundes ab.
Hausmittel oder improvisierte Methoden können zusätzliche gesundheitliche Probleme verursachen.
Folge deshalb den konkreten Anweisungen deines Tierarztes beziehungsweise des tierärztlichen Notdienstes.
Aktivkohle bei einer Nussvergiftung?
Aktivkohle wird häufig allgemein als Mittel bei Vergiftungen genannt. Sie ist jedoch keine universelle Lösung für jede Giftaufnahme.
Ob sie in einer konkreten Situation sinnvoll ist, hängt von der aufgenommenen Substanz und weiteren Faktoren ab.
Verabreiche sie deshalb nicht automatisch zu Hause, sondern nach tierärztlicher Rücksprache.
Weitere Informationen findest du unter Erste Hilfe bei Vergiftungen beim Hund.
Wie behandelt der Tierarzt eine Nussvergiftung?
Die Behandlung richtet sich vollständig danach, welche Nuss beziehungsweise welches Produkt dein Hund aufgenommen hat und welche Beschwerden bereits bestehen.
Nach einer erst kürzlich erfolgten Aufnahme können je nach Situation Maßnahmen sinnvoll sein, um eine weitere Aufnahme problematischer Bestandteile aus dem Verdauungstrakt zu begrenzen.
Bei Erbrechen, Kreislaufproblemen oder anderen deutlichen Beschwerden kann eine unterstützende Behandlung mit Flüssigkeit notwendig sein.
Bei neurologischen Symptomen wie starkem Zittern oder Krampfanfällen können zusätzliche Medikamente und eine engmaschige Überwachung erforderlich werden.
Warum Verpackung und Zutatenliste so wichtig sind
Eine Aussage wie „Mein Hund hat ein paar Nüsse gefressen“ reicht für eine genaue Risikoeinschätzung häufig nicht aus.
Waren es Macadamianüsse, Erdnüsse oder Pistazien? Waren die Nüsse naturbelassen, gesalzen oder mit Schokolade überzogen? Enthielt die Mischung Rosinen?
All diese Informationen verändern die Situation.
Nimm die Verpackung deshalb möglichst mit zum Tierarzt oder fotografiere zumindest Vorderseite und Zutatenliste.
Was tun, wenn du die Nusssorte nicht kennst?
Gerade draußen lässt sich nicht immer erkennen, welche Nuss ein Hund aufgenommen hat.
Versuche nach Möglichkeit ein vergleichbares Exemplar zu finden oder ein Foto zu machen.
Kann die Nusssorte nicht bestimmt werden und zeigt dein Hund bereits Beschwerden, solltest du die tierärztliche Abklärung nicht verzögern.
Teile offen mit, dass die genaue Art und Menge unbekannt sind.
Welche Symptome solltest du nach dem Fressen von Nüssen beobachten?
Welche Beschwerden auftreten können, hängt stark von der Nusssorte und dem eigentlichen Problem ab.
Magen-Darm-Beschwerden können sich beispielsweise durch Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Appetitverlust zeigen.
Neurologische Symptome wie Zittern, unsicherer Gang, Koordinationsstörungen oder Krampfanfälle sind besonders ernst zu nehmen.
Auch starke Schwäche oder ein deutlich veränderter Allgemeinzustand sollten nicht lediglich zu Hause weiter beobachtet werden. Weitere Warnzeichen findest du unter Symptome beim Hund, die du nicht ignorieren solltest.
Erbrechen nach Nüssen: Wann wird es problematisch?
Einmaliges Erbrechen kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Wiederholtes Erbrechen nach der Aufnahme einer größeren Nussmenge oder einer möglicherweise giftigen Nusssorte sollte jedoch ernst genommen werden.
Besonders wichtig ist außerdem, ob dein Hund Flüssigkeit bei sich behalten kann und wie sein Allgemeinzustand wirkt.
Kommen Schwäche, Bauchschmerzen, Zittern oder andere Auffälligkeiten hinzu, solltest du nicht länger abwarten.
Bauchschmerzen nach einer großen Menge Nüsse
Der hohe Fettgehalt und eine große Futtermenge können den Verdauungstrakt belasten.
Hunde mit Bauchbeschwerden können unruhig sein, sich wiederholt hinlegen und aufstehen, Berührungen am Bauch vermeiden oder eine ungewöhnliche Körperhaltung zeigen.
Deutliche beziehungsweise anhaltende Bauchschmerzen gehören immer tierärztlich abgeklärt.
Zittern nach dem Fressen von Nüssen
Zittern ist insbesondere nach Macadamianüssen oder möglicherweise verschimmelten Nüssen ein relevantes Warnzeichen.
Es sollte nicht als normale Aufregung abgetan werden, wenn eine entsprechende Aufnahme bekannt ist.
Kommen Schwäche, Koordinationsprobleme oder Krampfanfälle hinzu, benötigt dein Hund sofort tierärztliche Hilfe.
Nüsse und Übergewicht: kleine Menge, viele Kalorien
Selbst bei nicht giftigen Nusssorten ist der hohe Energiegehalt ein Argument gegen eine regelmäßige Fütterung.
Bereits wenige Nüsse können im Verhältnis zur Körpergröße eines kleinen Hundes eine erhebliche zusätzliche Energiemenge liefern.
Werden solche Snacks zusätzlich zur normalen Futterration gegeben, kann sich die tägliche Energiezufuhr unbemerkt erhöhen.
Für Belohnungen und kleine Snacks gibt es deshalb meist besser kontrollierbare Alternativen.
Nüsse bei Hunden mit empfindlichem Magen
Hunde, die ohnehin zu Durchfall, Erbrechen oder empfindlicher Verdauung neigen, können auf fettreiche Snacks besonders sensibel reagieren.
Für solche Hunde ist es wenig sinnvoll, Nüsse nur deshalb auszuprobieren, weil einzelne Sorten nicht giftig sind.
„Nicht giftig“ bedeutet nicht automatisch „gut verträglich“ oder „ernährungsphysiologisch sinnvoll“.
Gerade bei bekannten Magen-Darm-Problemen sollte die Auswahl zusätzlicher Snacks an den individuellen Hund angepasst werden.
Nüsse bei Hunden mit besonderen Ernährungsbedürfnissen
Auch bei Übergewicht, bestimmten Erkrankungen oder einer medizinisch notwendigen Diät sollten zusätzliche Snacks nicht unabhängig von der übrigen Ernährung betrachtet werden.
Ein sehr kalorienreicher Snack kann selbst dann ungeeignet sein, wenn die betreffende Nuss grundsätzlich nicht giftig ist.
Muss dein Hund aus gesundheitlichen Gründen besonders fettarm gefüttert werden, gehören Nüsse in der Regel nicht zu den naheliegenden Ergänzungen.
Warum Nüsse keine notwendige Ergänzung der Hundeernährung sind
Ein ausgewogen ernährter Hund benötigt keine Nüsse, damit seine Ernährung vollständig ist.
Die Tatsache, dass Nüsse für Menschen wertvolle Nährstoffe liefern, bedeutet nicht, dass dein Hund dieselben Lebensmittel benötigt.
Wer seinem Hund etwas Besonderes anbieten möchte, kann auf Snacks zurückgreifen, deren Verträglichkeit und Menge deutlich einfacher einzuschätzen sind.
Grundlagen zur Fütterung findest du unter Gesunde Ernährung für den Hund – die Basics.
Nüsse sicher im Haushalt aufbewahren
Besonders Macadamianüsse, Studentenfutter und Schokoladennüsse sollten so aufbewahrt werden, dass dein Hund sie nicht selbstständig erreichen kann.
Eine offene Nussschale auf einem niedrigen Couchtisch kann auch für einen Hund interessant werden, der normalerweise nicht vom Tisch stiehlt.
Dasselbe gilt für Einkaufstaschen und offene Vorratspackungen.
Eine sichere Aufbewahrung verhindert das Problem zuverlässiger, als sich darauf zu verlassen, dass der Hund die Nüsse nicht anrührt.
Der Mülleimer als unterschätzte Gefahrenquelle
Im Müll können Nussschalen, verdorbene Nüsse, Studentenfutter, Verpackungen oder mit Schokolade überzogene Nussreste liegen.
Gleichzeitig lässt sich nach einem geplünderten Mülleimer häufig kaum noch feststellen, was und wie viel dein Hund tatsächlich gefressen hat.
Ein gut geschlossener beziehungsweise für den Hund nicht zugänglicher Mülleimer ist deshalb eine einfache und wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahme.
Weitere Gefahren findest du unter Vorsicht bei Müll und Essensresten.
Familie und Besucher über Nüsse informieren
Viele Menschen wissen zwar, dass Hunde keine Schokolade bekommen sollten, kennen aber die Problematik von Macadamianüssen oder Rosinen in Studentenfutter nicht.
Besonders bei Besuch kann deshalb unbeabsichtigt etwas vom Snackteller beim Hund landen.
Eine einfache Regel hilft: Dein Hund bekommt keine menschlichen Snacks, wenn vorher nicht geklärt wurde, ob sie geeignet sind.
Das ist unkompliziert und verhindert gleichzeitig viele andere Fütterungsfehler.
Besondere Vorsicht an Weihnachten und bei Feiern
Gerade zu Weihnachten, Geburtstagen oder anderen Feiern stehen Nüsse und Nussmischungen häufig offen herum.
Gebäck kann Mandeln, Walnüsse, Macadamianüsse, Rosinen oder Schokolade enthalten. Dadurch können mehrere problematische Zutaten gleichzeitig aufgenommen werden.
Gleichzeitig sind mehr Menschen im Haus und der normale Alltag ist weniger strukturiert.
Stelle Snackschalen deshalb nicht in Reichweite deines Hundes und informiere Gäste darüber, dass sie ihm nichts vom Tisch geben sollen.
Nüsse draußen: Im Herbst besonders aufmerksam bleiben
Im Herbst können Walnüsse, Haselnüsse und andere Früchte auf Gehwegen, in Parks oder unter Bäumen liegen.
Gerade feuchte und bereits länger am Boden liegende Nüsse solltest du nicht von deinem Hund aufnehmen lassen.
Neben Schimmel können Schalen und unbekannte Fundstücke zusätzliche Risiken darstellen.
Beobachte deshalb bereits früh, wenn dein Hund beginnt, einen Bereich besonders intensiv abzusuchen.
Nüsse beim Spaziergang mit Hund in Stuttgart
Auch auf Spaziergängen in Stuttgart können im Herbst Nüsse unter Bäumen, in Grünanlagen oder am Wegesrand liegen.
Hinzu kommen weggeworfene Nussmischungen und Essensreste rund um Sitzplätze, Mülleimer oder stark frequentierte Bereiche.
Besonders wichtig ist deshalb, nicht erst dann zu reagieren, wenn dein Hund bereits etwas im Maul hat.
Verändert er sein Tempo, richtet sich plötzlich auf einen bestimmten Punkt aus oder beginnt intensiv am Boden zu riechen, kannst du frühzeitig kommunizieren und seinen Bewegungsradius entsprechend anpassen.
Warum hektisches Wegnehmen keine ideale Dauerlösung ist
Hat dein Hund bereits etwas potenziell Gefährliches aufgenommen, kann schnelles Handeln selbstverständlich notwendig sein.
Im normalen Alltag sollte das Ziel jedoch sein, den Moment vor der Aufnahme besser wahrzunehmen.
Ein Hund zeigt häufig bereits vorher, dass sich seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Gegenstand richtet.
Je früher du diese Veränderung erkennst, desto weniger entsteht die Situation, dass du ihm ständig Fundstücke aus dem Maul nehmen musst.
Welche Snacks eignen sich besser als Nüsse?
Wenn du deinem Hund gelegentlich etwas Besonderes anbieten möchtest, brauchst du dafür keine Nüsse.
Je nach individueller Verträglichkeit können beispielsweise kleine Stücke Karotte oder Apfel ohne Kerngehäuse eine einfachere Alternative sein.
Auch solche zusätzlichen Snacks sollten allerdings zur normalen Tagesration passen.
Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder einer medizinischen Diät solltest du die Auswahl individuell abstimmen.
Häufige Fehler rund um Nüsse beim Hund
Ein häufiger Fehler besteht darin, alle Nüsse pauschal entweder als hochgiftig oder vollkommen harmlos einzustufen. Beides ist zu undifferenziert.
Ebenso problematisch ist es, nur die Nusssorte zu betrachten und Schale, Schimmel, Salz, Schokolade oder Rosinen zu übersehen.
Auch die Aussage „Er hat nur ein bisschen Studentenfutter gefressen“ reicht für eine vernünftige Einschätzung nicht aus, wenn nicht klar ist, welche Bestandteile darin enthalten waren.
Der sinnvollste Grundsatz lautet deshalb: Erst genau bestimmen, was aufgenommen wurde, dann das tatsächliche Risiko beurteilen.
Häufige Fragen zu Nüssen beim Hund
Welche Nüsse sind für Hunde giftig?
Besonders relevant sind Macadamianüsse. Bittermandeln können aufgrund cyanogener Inhaltsstoffe ebenfalls gefährlich sein. Bei anderen Nusssorten spielen häufig Fettgehalt, Schimmel, Schalen oder zusätzliche Zutaten eine größere Rolle als eine klassische Giftwirkung.
Dürfen Hunde Macadamianüsse essen?
Nein. Macadamianüsse können bei Hunden Vergiftungserscheinungen verursachen und sollten grundsätzlich nicht verfüttert werden.
Was passiert, wenn ein Hund Macadamianüsse frisst?
Möglich sind unter anderem Schwäche, Zittern, Erbrechen, erhöhte Körpertemperatur und Probleme der Hintergliedmaßen. Nach einer bekannten Aufnahme solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Darf ein Hund Walnüsse essen?
Frische, geschälte Walnüsse sind nicht mit Macadamianüssen gleichzusetzen, aber sehr fettreich. Alte oder verschimmelte Walnüsse können durch Schimmelpilzgifte gefährlich werden.
Warum sind verschimmelte Walnüsse für Hunde gefährlich?
Schimmelpilze können Mykotoxine bilden. Einige davon können unter anderem Zittern, Koordinationsstörungen oder Krampfanfälle hervorrufen.
Dürfen Hunde Pekannüsse essen?
Pekannüsse sind sehr fettreich und kein notwendiger Hundesnack. Verdorbene oder verschimmelte Exemplare können zusätzlich problematisch sein.
Dürfen Hunde Mandeln essen?
Handelsübliche Süßmandeln gelten nicht als klassisch giftig, sind aber fettreich und können Verdauungsprobleme verursachen. Bittermandeln müssen davon klar unterschieden werden.
Sind Bittermandeln für Hunde giftig?
Ja. Bittermandeln können cyanogene Verbindungen enthalten und sollten von Hunden nicht aufgenommen werden. Bei einer bekannten Aufnahme solltest du umgehend tierärztlichen Rat einholen.
Dürfen Hunde Pistazien essen?
Pistazien sind nicht klassisch giftig, aber sehr fettreich. Gesalzene Pistazien und Pistazien mit Schale sind für Hunde besonders ungeeignet.
Dürfen Hunde Erdnüsse essen?
Naturbelassene, ungesalzene und geschälte Erdnüsse sind nicht grundsätzlich giftig. Wegen ihres hohen Fett- und Energiegehalts sollten sie trotzdem nur in kleinen Mengen angeboten werden, wenn überhaupt.
Darf mein Hund Erdnussbutter bekommen?
Nur wenn die Zutaten für Hunde geeignet sind. Besonders wichtig ist, dass das Produkt kein Xylit beziehungsweise Birkenzucker enthält. Auch xylitfreie Erdnussbutter ist sehr kalorienreich.
Dürfen Hunde Haselnüsse essen?
Haselnüsse gelten nicht als klassisch giftig, sind aber fettreich. Ganze Nüsse beziehungsweise Schalen können besonders bei kleineren Hunden zusätzliche Probleme verursachen.
Dürfen Hunde Cashewkerne essen?
Naturbelassene Cashewkerne sind nicht klassisch giftig, aber sehr energiereich. Sie werden für eine ausgewogene Hundeernährung nicht benötigt.
Dürfen Hunde Maronen essen?
Gegarte, ungewürzte Esskastanien beziehungsweise Maronen sind nicht mit giftigen Rosskastanien gleichzusetzen. Wenn überhaupt, sollten sie nur in kleinen Mengen angeboten werden.
Sind Rosskastanien für Hunde gefährlich?
Ja. Rosskastanien sind keine Esskastanien und sollten von Hunden nicht gefressen werden. Ganze Kastanien können zusätzlich als Fremdkörper problematisch werden.
Dürfen Hunde gesalzene Nüsse essen?
Gesalzene Nüsse sind keine geeigneten Hundesnacks. Neben dem hohen Fettgehalt enthalten sie unnötig viel Salz und möglicherweise weitere Gewürze.
Dürfen Hunde Studentenfutter essen?
Nein. Studentenfutter kann neben verschiedenen Nüssen insbesondere Rosinen enthalten, die für Hunde gefährlich sind. Je nach Mischung können weitere problematische Zutaten hinzukommen.
Mein Hund hat eine Nuss gefressen. Muss ich sofort zum Tierarzt?
Das hängt von Nusssorte, Menge, Zustand und möglichen weiteren Zutaten ab. Macadamianüsse, Bittermandeln, verschimmelte Nüsse oder unbekannte Mischungen solltest du frühzeitig tierärztlich einschätzen lassen.
Was soll ich tun, wenn mein Hund Macadamianüsse gefressen hat?
Ermittle möglichst Menge, Zeitpunkt und Körpergewicht deines Hundes und kontaktiere einen Tierarzt beziehungsweise den tierärztlichen Notdienst.
Was soll ich tun, wenn mein Hund verschimmelte Nüsse gefressen hat?
Kontaktiere zeitnah einen Tierarzt. Bei Zittern, Koordinationsproblemen, Krampfanfällen, Erbrechen oder deutlicher Schwäche sollte dein Hund sofort untersucht werden.
Soll ich meinen Hund nach dem Fressen von Nüssen zum Erbrechen bringen?
Nicht eigenständig. Ob Erbrechen sinnvoll ist, sollte anhand der konkreten Situation tierärztlich entschieden werden.
Sind Nussschalen für Hunde gefährlich?
Sie können problematisch sein, weil sie nicht verdaut werden und je nach Größe beziehungsweise Form als Fremdkörper im Verdauungstrakt stecken bleiben können.
Können Nüsse bei Hunden Bauchschmerzen verursachen?
Ja. Besonders größere Mengen fettreicher Nüsse können bei empfindlichen Hunden Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Appetitverlust verursachen.
Warum zittert mein Hund nach dem Fressen von Nüssen?
Zittern kann unter anderem nach Macadamianüssen oder durch bestimmte Schimmelpilzgifte auftreten. Nach einer bekannten Nussaufnahme sollte dieses Symptom sofort tierärztlich abgeklärt werden.
Was sollte ich bei Nüssen auf Spaziergängen in Stuttgart beachten?
Besonders im Herbst können Nüsse unter Bäumen und in Grünanlagen liegen. Alte, feuchte oder verschimmelte Nüsse sowie ganze Nüsse mit Schale sollte dein Hund nicht aufnehmen. Achte früh auf Veränderungen seiner Aufmerksamkeit und begleite ihn entsprechend.
Fazit: Nicht jede Nuss ist giftig – aber Nüsse gehören trotzdem nur sehr überlegt zum Hund
Beim Thema Nüsse und Hund ist eine differenzierte Betrachtung wichtig. Nicht jede Nuss ist automatisch giftig. Gleichzeitig bedeutet „nicht giftig“ keineswegs, dass eine Nuss deshalb ein besonders geeigneter Hundesnack ist.
Macadamianüsse sollten Hunde grundsätzlich nicht fressen. Auch Bittermandeln sind aufgrund ihrer cyanogenen Inhaltsstoffe problematisch. Bei Walnüssen und Pekannüssen verdienen insbesondere alte, verdorbene und verschimmelte Nüsse besondere Aufmerksamkeit, weil Schimmelpilzgifte neurologische Beschwerden hervorrufen können.
Süßmandeln, Pistazien, Erdnüsse, Haselnüsse oder Cashewkerne sind dagegen nicht im selben Sinn giftig. Ihr hoher Fett- und Energiegehalt, mögliche Schalen und eine individuelle Unverträglichkeit machen sie jedoch ebenfalls nicht zu idealen Hundesnacks.
Besonders vorsichtig solltest du bei Nussmischungen und Studentenfutter sein. Rosinen, Schokolade, Xylit, Gewürze oder starkes Salzen können eine Mischung deutlich gefährlicher machen als die eigentliche Nuss.
Hat dein Hund Nüsse gefressen, kläre deshalb möglichst zuerst Nusssorte, Menge, Zustand, Schalen und weitere Zutaten. Bei Macadamianüssen, Bittermandeln, verschimmelten Nüssen, unbekannten Mischungen oder auffälligen Symptomen solltest du frühzeitig tierärztlichen Rat einholen.
Praktische Empfehlungen
Praktisches Zubehör rund um die Fütterung
Neben der Auswahl des passenden Futters spielt auch das richtige Zubehör im Fütterungsalltag eine Rolle. Ein geeigneter Napf und eine praktische Unterlage können die täglichen Mahlzeiten für dich und deinen Hund einfacher und angenehmer machen. Hier findest du einige ausgewählte Möglichkeiten.
TAUCI Futternapf für Hunde
Ein geeigneter Futternapf gehört zur Grundausstattung jedes Hundes. Dieses Modell kann eine praktische Möglichkeit für die täglichen Mahlzeiten sein. Bei der Auswahl solltest du vor allem auf eine passende Größe und eine für deinen Hund angenehme Form achten.
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HUNTER Melamin-Napf mit Edelstahleinsatz
Ein Napf mit herausnehmbarem Edelstahleinsatz ist eine weitere Möglichkeit für die tägliche Fütterung. Der Edelstahleinsatz lässt sich separat entnehmen und kann dadurch die Reinigung erleichtern. Auch hier sollte die Größe zum Hund und zu seiner Futtermenge passen.
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Silikon-Napfunterlage
Beim Fressen und Trinken landet schnell einmal etwas neben dem Napf. Eine wasserabweisende Unterlage kann dabei helfen, den Bereich rund um die Futterstelle sauber zu halten und heruntergefallenes Futter oder verschüttetes Wasser aufzufangen.
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Gefährliche Fundstücke früh erkennen
Besonders im Herbst können Nüsse, Kastanien und andere Fundstücke überall am Wegesrand liegen. Oft zeigt dein Hund bereits durch seine Körperausrichtung, sein Tempo oder intensives Riechen, dass er etwas entdeckt hat.
Bei Pfotenliebe Stuttgart unterstützen wir dich dabei, deinen Hund besser zu lesen und über klare Körpersprache und verständliche Kommunikation sicher durch solche Alltagssituationen zu begleiten.