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Sommer mit Hund

  • Isabel Scheu
  • 21.07.2024
  • Sommer

Sommer mit Hund: Hitzeschutz, sichere Spaziergänge und Gesundheit an heißen Tagen

Der Sommer kann für Hunde wunderschöne gemeinsame Erlebnisse bieten: frühe Spaziergänge im Grünen, Ausflüge ans Wasser, schattige Waldwege und lange Abende draußen. Gleichzeitig gehört Hitze zu den Umweltbedingungen, die Hunde deutlich schlechter ausgleichen können als Menschen. Deshalb verändert sich an warmen Tagen nicht nur die beste Uhrzeit für den Spaziergang, sondern häufig der gesamte Tagesablauf.

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur vor allem über das Hecheln und nur zu einem kleinen Teil über Schweißdrüsen an den Pfoten. Sie können deshalb nicht einfach großflächig über die Haut schwitzen wie wir Menschen. Steigen Umgebungstemperatur und körperliche Belastung gleichzeitig an, kann die Wärmeabgabe zunehmend schwieriger werden. Besonders problematisch sind hohe Temperaturen in Verbindung mit direkter Sonne, fehlender Luftbewegung, körperlicher Anstrengung und aufgeheizten Flächen.

Die größte Gefahr ist ein Hitzschlag. Er kann lebensbedrohlich werden und erfordert sofortiges Handeln. Doch auch deutlich vorher gibt es Situationen, die du vermeiden kannst: Spaziergänge auf heißem Asphalt, langes Toben in der Mittagshitze, fehlender Schatten, unzureichender Zugang zu Wasser oder das Zurücklassen eines Hundes im Auto.

Hinzu kommen typische Sommerprobleme, die mit Hitze nur indirekt zusammenhängen. Trockene Wiesen erhöhen beispielsweise das Risiko durch Grannen, während Zecken in geeigneten Lebensräumen aktiv sein können. Auch Wespen- und Bienenstiche spielen im Sommer häufiger eine Rolle.

Wie stark dein Hund unter Wärme leidet, hängt von mehreren Faktoren ab. Alter, Körpergröße, Gewicht, Felltyp, Gesundheitszustand, Aktivität und individuelle Hitzeverträglichkeit unterscheiden sich erheblich. Besonders vorsichtig solltest du bei älteren Hunden, sehr jungen Hunden, übergewichtigen Tieren, Hunden mit Herz- oder Atemwegserkrankungen sowie kurznasigen Rassen sein.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wann es für Spaziergänge zu heiß werden kann, wie du frühe Anzeichen einer Überhitzung erkennst, wie du die Flüssigkeitsversorgung deines Hundes im Sommer unterstützt, worauf du bei Asphalt, Sonne, Schwimmen und Autofahrten achten solltest und wie du den Tagesablauf bei Hitze sinnvoll anpasst. Außerdem geht es um den Sommer mit Hund in Stuttgart und typische Risiken, die im ganz normalen Alltag leicht unterschätzt werden.

Hitze früh vermeiden

Spaziergänge in kühle Tageszeiten verlegen und Belastung reduzieren, bevor dein Hund stark hechelt oder erschöpft wirkt.

Wasser anbieten

Frisches Trinkwasser sollte jederzeit verfügbar sein – unterwegs ebenso wie zu Hause und auf längeren Ausflügen.

Untergrund prüfen

Asphalt und andere versiegelte Flächen können sich in der Sonne stark aufheizen und Hundepfoten verletzen.

Warum vertragen Hunde Hitze schlechter als Menschen?

Menschen können große Mengen Wärme über das Schwitzen an nahezu der gesamten Körperoberfläche abgeben. Hunde besitzen diese Möglichkeit nur sehr eingeschränkt. Ihre wichtigste Strategie zur Wärmeabgabe ist das Hecheln. Dabei wird über die schnelle Luftbewegung und die Verdunstung von Feuchtigkeit an den Schleimhäuten Wärme abgegeben.

Je heißer und feuchter die Umgebung wird, desto schwieriger kann diese Regulation werden. Gleichzeitig produziert jede körperliche Bewegung zusätzliche Wärme. Ein Hund, der bei 28 Grad ruhig im Schatten liegt, befindet sich deshalb in einer völlig anderen Situation als derselbe Hund, der bei dieser Temperatur Ball spielt, rennt oder neben dem Fahrrad läuft.

Auch Fell und Körperbau beeinflussen die Wärmebelastung. Ein dichtes Fell besitzt zwar isolierende Eigenschaften, verhindert aber keinen Hitzschlag. Deshalb sollte die Fellpflege im Sommer zum Felltyp passen, ohne aus dem Gedanken heraus, der Hund müsse möglichst „luftig“ werden, jedes Fell radikal zu kürzen.

Weitere Informationen dazu findest du im Beitrag zur Sommerfellpflege beim Hund.

Welche Hunde sind bei Hitze besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann jeder Hund überhitzen. Manche Hunde besitzen jedoch weniger Reserven oder können Wärme schlechter abgeben. Dazu gehören häufig kurznasige Hunde, weil ihre Atemwege anatomisch verändert sind und effizientes Hecheln erschwert sein kann.

Auch ältere Hunde können empfindlicher reagieren, besonders wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegsprobleme oder eingeschränkte Beweglichkeit hinzukommen. Welpen können ihre Grenzen ebenfalls noch schlechter einschätzen und lassen sich beim Spiel leicht zu lange belasten.

Übergewicht erhöht die Wärmebelastung zusätzlich. Körperfett wirkt isolierend und körperliche Aktivität ist für einen übergewichtigen Hund häufig anstrengender. Erkrankungen von Herz, Lunge oder anderen Organen können die Belastbarkeit ebenfalls reduzieren.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen außerdem Hunde, die Medikamente erhalten oder bereits eine eingeschränkte Kondition besitzen. Bei diesen Hunden solltest du die Aktivität besonders früh anpassen und nicht erst warten, bis sichtbare Erschöpfung auftritt.

Wann ist es zu heiß für einen Spaziergang mit Hund?

Eine einzige Temperaturgrenze, ab der Spaziergänge für jeden Hund zu heiß sind, gibt es nicht. 24 Grad im Schatten auf einem luftigen Waldweg sind anders zu bewerten als 24 Grad in direkter Sonne auf aufgeheiztem Asphalt. Auch Luftfeuchtigkeit, Wind, Intensität der Bewegung und individuelle Hitzeverträglichkeit verändern die Situation.

Je wärmer es wird, desto sinnvoller ist es, längere Spaziergänge in die frühen Morgenstunden und in den späteren Abend zu verlegen. Mittags können kurze ruhige Löserunden genügen. Dein Hund muss an einem heißen Tag nicht dieselbe Strecke zurücklegen wie bei deutlich niedrigeren Temperaturen.

Achte stärker auf deinen Hund als auf eine starre Zahl. Wird sein Hecheln deutlich intensiver, sucht er Schatten, wird langsamer oder möchte sich hinlegen, ist die Belastung bereits zu hoch beziehungsweise sollte deutlich reduziert werden.

Mehr dazu findest du im Beitrag Wann ist es zu heiß für einen Spaziergang mit Hund?.

Warum frühe Morgenstunden im Sommer besonders geeignet sind

Am frühen Morgen haben sich Luft und Boden nach der Nacht meist deutlich abgekühlt. Deshalb ist diese Zeit für längere Spaziergänge häufig wesentlich angenehmer als der Nachmittag oder frühe Abend, wenn Asphalt, Hauswände und andere Flächen noch große Mengen gespeicherter Wärme abgeben.

Wenn dein Hund längere Bewegung benötigt, kann es sinnvoll sein, den Hauptspaziergang bereits am Morgen einzuplanen. Tagsüber folgen dann nur kürzere Runden im Schatten und am späteren Abend erneut eine entspannte Aktivität.

Auch für Trainingseinheiten kann der Morgen die bessere Zeit sein. Dein Hund muss sich dann nicht gleichzeitig mit hoher körperlicher Wärmebelastung und anspruchsvollen Übungen auseinandersetzen.

Das bedeutet nicht, dass dein Hund im Sommer weniger Lebensqualität hat. Der Tagesablauf wird lediglich sinnvoll an die Umweltbedingungen angepasst.

Warum Asphalt für Hundepfoten im Sommer gefährlich werden kann

Dunkler Asphalt und andere versiegelte Flächen können sich bei direkter Sonneneinstrahlung erheblich stärker erhitzen als die Luft. Dadurch kann eine Außentemperatur, die für dich zunächst noch erträglich wirkt, für die Pfoten deines Hundes bereits problematisch werden.

Die Ballen besitzen eine widerstandsfähige Hornschicht, sind aber nicht gegen extreme Hitze geschützt. Bei längerer Belastung können schmerzhafte Reizungen und Verbrennungen entstehen.

Ein Handtest kann dir eine grobe Orientierung geben: Lege deine Hand für einige Sekunden auf den Untergrund. Ist er deutlich unangenehm heiß, solltest du davon ausgehen, dass dein Hund dort ebenfalls nicht längere Zeit laufen sollte. Dieser Test ersetzt keine Temperaturmessung, hilft aber dabei, den Untergrund bewusster wahrzunehmen.

Nutze im Sommer nach Möglichkeit Schatten, Waldwege, Wiesen und andere weniger aufgeheizte Untergründe. Ausführliche Hinweise findest du im Beitrag über Pfotenverbrennungen beim Hund im Sommer.

Woran erkennst du verbrannte Hundepfoten?

Verbrannte oder stark gereizte Ballen können sehr empfindlich sein. Dein Hund kann plötzlich humpeln, einzelne Pfoten anheben oder intensiv an den Ballen lecken.

Je nach Schwere können Rötungen, Blasen, wunde Bereiche oder Veränderungen der obersten Ballenschicht sichtbar werden. Manche Hunde möchten die betroffene Pfote kaum noch belasten.

Ein Hund muss Beschwerden nicht unmittelbar während des Laufens deutlich zeigen. Symptome können auch erst später auffallen, wenn er bereits wieder zu Hause ist.

Bei Verdacht auf eine stärkere Verbrennung sollte die Pfote tierärztlich beurteilt werden. Offene oder blasige Stellen sollten nicht einfach weiter belastet werden.

Wie viel sollte ein Hund im Sommer trinken?

Der Flüssigkeitsbedarf eines Hundes lässt sich nicht sinnvoll auf eine einzige feste Menge für jeden Tag reduzieren. Körpergewicht, Umgebungstemperatur, Aktivität, Gesundheitszustand und Fütterungsart beeinflussen, wie viel Wasser tatsächlich benötigt wird.

Ein Hund, der Nassfutter erhält, nimmt bereits mit seiner Nahrung deutlich mehr Flüssigkeit auf als ein Hund mit Trockenfütterung. Ein sehr aktiver Hund benötigt bei warmer Witterung wiederum mehr Wasser als ein Hund, der den Tag überwiegend ruhig im Haus verbringt.

Wichtiger als das Erzwingen einer bestimmten Trinkmenge ist deshalb, dass frisches Wasser jederzeit frei verfügbar ist. Unterwegs solltest du bei längeren Touren Wasser mitnehmen und deinem Hund regelmäßig Trinkmöglichkeiten anbieten.

Wenn dein Hund plötzlich erheblich mehr trinkt als sonst, obwohl Wetter und Aktivität dies nicht erklären, kann auch eine Erkrankung dahinterstecken. Eine dauerhafte starke Veränderung des Trinkverhaltens sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden.

Wie kannst du die Flüssigkeitsaufnahme im Sommer unterstützen?

Viele gesunde Hunde trinken bei Hitze selbstständig mehr, wenn Wasser gut erreichbar ist. Stelle deshalb gegebenenfalls mehrere Trinkmöglichkeiten bereit, besonders wenn Haus und Garten mehrere Aufenthaltsbereiche besitzen.

Auch über Nassfutter beziehungsweise zusätzliches Wasser im Futter kann die Flüssigkeitsaufnahme erhöht werden, sofern dein Hund dies gut verträgt. Eine komplette Futterumstellung nur wegen eines warmen Tages ist allerdings normalerweise nicht notwendig.

Wasserreiche Lebensmittel können gelegentlich als Snack dienen, wenn sie für Hunde geeignet sind. Gurke oder kleine Mengen Wassermelone sind Beispiele. Solche Snacks ersetzen aber weder Wasser noch eine ausgewogene Hauptfütterung.

Wenn dein Hund generell wenig trinkt, findest du weitere Möglichkeiten im Beitrag Trinkfaule Hunde unterstützen.

Darf ein Hund im Sommer kaltes Wasser trinken?

Ein gesunder Hund darf frisches Wasser trinken. Es muss nicht bewusst warm oder zimmerwarm gehalten werden. Wichtig ist vor allem, dass es sauber und jederzeit erreichbar ist.

Sehr große Mengen eiskalten Wassers unmittelbar nach extremer Belastung sind jedoch nicht das Ziel eines sinnvollen Hitzemanagements. Viel wichtiger ist, dass dein Hund gar nicht erst so stark überhitzt und durstig wird, dass er anschließend hektisch enorme Mengen Wasser aufnimmt.

Biete deshalb bei längeren Aktivitäten regelmäßig Wasserpausen an und reduziere Belastung frühzeitig.

Hitzschlag beim Hund: Warum er lebensgefährlich ist

Bei einem Hitzschlag steigt die Körpertemperatur so stark an, dass die körpereigenen Regulationsmechanismen nicht mehr ausreichen. Dadurch können Kreislauf, Gehirn, Blutgerinnung und verschiedene Organe schwer geschädigt werden.

Ein Hitzschlag entsteht nicht ausschließlich durch einen Aufenthalt im Auto. Auch intensive körperliche Belastung bei Hitze, fehlender Schatten oder ein längerer Aufenthalt in sehr warmen und schlecht belüfteten Bereichen können gefährlich werden.

Besonders tückisch ist, dass ein Hund zunächst „nur“ sehr stark hecheln kann. Wenn Belastung und Wärme weiter bestehen, kann sich sein Zustand rasch verschlechtern.

Deshalb solltest du nicht erst auf einen Zusammenbruch warten. Frühe Warnzeichen sind wesentlich wichtiger für die Prävention.

Wie erkennst du eine beginnende Überhitzung?

Eine beginnende Überhitzung zeigt sich häufig zuerst durch deutlich verstärktes und anhaltendes Hecheln. Der Hund kann unruhig werden, ständig einen kühleren Platz suchen oder seine Aktivität reduzieren.

Auch zunehmende Erschöpfung, verlangsamte Reaktionen, vermehrtes Speicheln oder ein deutlich verändertes Verhalten können auftreten. Manche Hunde bleiben plötzlich stehen oder legen sich hin.

Spätestens jetzt solltest du die Belastung beenden und deinen Hund in eine kühlere beziehungsweise schattige Umgebung bringen.

Warte nicht darauf, dass dein Hund zusammenbricht. Gutes Hitzemanagement beginnt bereits lange vor den schweren Notfallsymptomen.

Welche Symptome sprechen für einen möglichen Hitzschlag?

Ein schwer überhitzter Hund kann sehr stark und angestrengt hecheln, deutlich schwächer werden, taumeln oder sich nicht mehr normal koordinieren können.

Auch Erbrechen, Durchfall, auffällige Schleimhäute, Teilnahmslosigkeit, Kreislaufprobleme und Bewusstseinsveränderungen können auftreten.

Bei solchen Symptomen handelt es sich nicht mehr um die Situation „dem Hund ist etwas warm“. Ein möglicher Hitzschlag ist ein akuter tiermedizinischer Notfall.

Organisiere sofort tierärztliche Hilfe und beginne gleichzeitig mit einer kontrollierten Abkühlung.

Was tun bei einem Hitzschlag beim Hund?

Bringe deinen Hund sofort aus der heißen Umgebung in den Schatten beziehungsweise einen möglichst kühlen Bereich.

Beginne vorsichtig mit kühlem – nicht eiskaltem – Wasser abzukühlen. Dabei können zunächst Pfoten und Beine und anschließend weitere Körperbereiche einbezogen werden. Eine aggressive Schockkühlung mit Eiswasser ist nicht sinnvoll.

Wenn möglich, kann zusätzliche Luftbewegung die Verdunstung unterstützen. Gleichzeitig sollte unverzüglich tierärztliche Hilfe organisiert werden.

Auch wenn dein Hund während der Abkühlung scheinbar wieder fitter wird, sollte ein echter Hitzschlag medizinisch untersucht werden. Folgeschäden können vorhanden sein, obwohl der Hund äußerlich zunächst stabiler wirkt.

Hund im Auto im Sommer: Warum auch wenige Minuten gefährlich sein können

Ein abgestelltes Auto kann sich bei Sonneneinstrahlung sehr schnell aufheizen. Ein leicht geöffnetes Fenster verhindert diese Entwicklung nicht ausreichend.

Auch ein Parkplatz im Schatten bietet keine zuverlässige Sicherheit. Sonnenstand und Außentemperatur können sich verändern, während sich der Innenraum weiter aufheizt.

Deshalb gilt: Ein Hund sollte bei warmem Wetter nicht allein in einem abgestellten Fahrzeug zurückgelassen werden.

Auch eine vermeintlich kurze Besorgung kann länger dauern als geplant. Warteschlangen, Gespräche oder unvorhergesehene Verzögerungen reichen aus, während sich das Fahrzeug weiter erwärmt.

Wenn du deinen Hund nicht mitnehmen kannst, ist es an heißen Tagen häufig sicherer, ihn in einer angenehm kühlen Umgebung zu Hause zu lassen.

Auch Wintergarten, Balkon und Terrasse können sich stark aufheizen

Nicht nur Autos werden im Sommer gefährlich warm. Verglaste Wintergärten, sonnige Balkone, Terrassen ohne Schatten und kleine schlecht belüftete Räume können sich ebenfalls stark aufheizen.

Ein Hund sollte jederzeit die Möglichkeit besitzen, einen warmen Bereich selbstständig zu verlassen und einen kühlen, schattigen Platz aufzusuchen.

Besonders bei älteren oder eingeschränkt beweglichen Hunden solltest du prüfen, ob sie diesen kühleren Platz tatsächlich problemlos erreichen können.

Achte außerdem darauf, wie sich ein Bereich im Tagesverlauf verändert. Ein morgens schattiger Balkon kann wenige Stunden später vollständig in der Sonne liegen.

Sonnenbrand beim Hund: Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Auch Hunde können Sonnenbrand bekommen. Besonders gefährdet sind Hautbereiche mit wenig oder sehr dünnem Fell sowie schwacher Pigmentierung. Dazu können Ohrspitzen, Nasenbereich, Bauch oder kahle beziehungsweise geschorene Stellen gehören.

Hunde mit hellem, dünnem Fell oder wenig pigmentierter Haut benötigen besonders viel Schutz vor intensiver direkter Sonneneinstrahlung.

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist Schatten beziehungsweise die Vermeidung langer Aufenthalte in der direkten Mittagssonne. Bei besonders empfindlichen Hautbereichen kann nach fachlicher Rücksprache ein für Tiere geeigneter Sonnenschutz sinnvoll sein.

Verwende nicht wahllos menschliche Sonnencremes, weil Inhaltsstoffe enthalten sein können, die beim Ablecken problematisch werden. Mehr zum Thema findest du im Beitrag Sonnenbrand beim Hund vermeiden.

Sommerfellpflege: Sollte man einen Hund bei Hitze scheren?

Ob ein Hund im Sommer geschoren werden sollte, hängt stark vom Felltyp ab. Pudel und andere kontinuierlich wachsende Felltypen benötigen regelmäßige Schnitte. Klassisches Doppelfell mit Deckhaar und Unterwolle sollte dagegen nicht allein aus dem Gedanken heraus radikal gekürzt werden, dass „weniger Fell automatisch kühler“ bedeutet.

Bei Hunden mit dichter Unterwolle ist es sinnvoll, gelöste Unterwolle während des Fellwechsels regelmäßig und felltypgerecht zu entfernen. Dadurch bleibt das Fell gepflegt und verklumpt nicht.

Stark verfilztes Fell sollte selbstverständlich fachgerecht behandelt werden. Eine medizinisch oder pflegerisch notwendige Schur ist etwas anderes als eine pauschale Sommerschur.

Weitere Hinweise findest du im Beitrag zur Sommerfellpflege beim Hund.

Darf ein Hund im Sommer schwimmen?

Viele Hunde lieben Wasser und Schwimmen kann an warmen Tagen eine angenehme Aktivität sein. Trotzdem ist auch hier ein bewusster Umgang wichtig.

Nicht jeder Hund kann automatisch sicher schwimmen, und auch gute Schwimmer können durch Strömungen, hohe Wellen oder Erschöpfung in Schwierigkeiten geraten.

Prüfe deshalb Einstieg und Ausstieg. Dein Hund sollte das Wasser selbstständig verlassen können. Besonders steile Ufer, glatte Betonränder oder starke Strömungen können problematisch sein.

Achte außerdem auf die Wasserqualität. Sichtbare Algenblüten, stark verschmutztes Wasser oder offizielle Warnhinweise solltest du ernst nehmen.

Nach intensivem Schwimmen sollte dein Hund Zeit zum Ausruhen bekommen. Auch Schwimmen ist körperliche Belastung und kann bei warmem Wetter anstrengend werden.

Kann ein Hund beim Schwimmen zu viel Wasser aufnehmen?

Ja. Hunde können beim Apportieren, Spielen oder wiederholten Springen ins Wasser größere Mengen Wasser schlucken. Sehr große Mengen in kurzer Zeit können gesundheitlich problematisch werden.

Deshalb sollte Wasserarbeit nicht stundenlang ohne Pausen stattfinden. Beobachte deinen Hund und unterbrich sehr intensive Spiele regelmäßig.

Auch ständiges Beißen in einen Wasserstrahl oder hektisches wiederholtes Apportieren aus dem Wasser sollte nicht unbegrenzt fortgesetzt werden.

Bei einem Aufenthalt am Meer kommt zusätzlich Salzwasser als Risiko hinzu. Hunde sollten größere Mengen Meerwasser nicht aufnehmen.

Grannen im Sommer: Warum trockene Wiesen problematisch sein können

Im Sommer trocknen viele Gräser aus. Dabei entstehen Grannen, deren kleine Widerhaken sich im Fell festsetzen und in Richtung Haut wandern können.

Besonders Ohren, Pfoten, Achseln, Augenbereich und andere Fellzonen solltest du nach Spaziergängen durch trockenes hohes Gras kontrollieren.

Plötzliches Kopfschütteln, starkes Pfotenlecken, Niesen oder eine schmerzhafte Schwellung können je nach Lage auf einen eingedrungenen Fremdkörper hinweisen.

Mehr zu diesem typischen Sommerrisiko findest du im Beitrag über die Grannengefahr beim Hund.

Zecken im Sommer: Nach Spaziergängen weiterhin kontrollieren

Zecken gehören ebenfalls zu den Parasiten, mit denen Hunde in der warmen Jahreszeit häufig in Kontakt kommen können. Besonders Wiesen, Waldränder, Unterholz, Parks und naturnahe Grünflächen bieten geeignete Lebensräume.

Kontrolliere deinen Hund nach entsprechenden Spaziergängen systematisch. Kopf, Ohren, Hals, Achseln, Bauch, Leistenbereich und Pfoten gehören zu den Stellen, an denen Zecken häufig entdeckt werden.

Ein geeigneter Zeckenschutz sollte individuell mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden. Die Fellkontrolle bleibt trotzdem sinnvoll.

Weitere Informationen findest du im Beitrag Was sind Zecken?.

Wespen und Bienen: Warum Schnappen nach Insekten gefährlich sein kann

Im Sommer begegnen Hunde häufiger Wespen, Bienen und anderen Insekten. Besonders futtermotivierte oder verspielte Hunde versuchen manchmal, nach einem fliegenden Insekt zu schnappen.

Ein Stich an der Pfote oder Schnauze ist schmerzhaft. Ein Stich im Maul- oder Rachenbereich kann durch eine entstehende Schwellung jedoch deutlich gefährlicher werden.

Bei Atemproblemen, starker Schwellung, Kreislaufveränderungen oder Verdacht auf einen Stich im Rachen solltest du unverzüglich tierärztliche Hilfe organisieren.

Mehr dazu findest du im Beitrag Wespen- und Bienenstich beim Hund.

Dürfen Hunde Eis essen?

Speiseeis für Menschen ist als Hundesnack meist nicht ideal. Es enthält häufig viel Zucker, Fett und je nach Sorte weitere ungeeignete Zutaten.

Besonders gefährlich sind Produkte mit Xylit beziehungsweise Birkenzucker, da dieser Süßstoff für Hunde giftig sein kann. Auch Schokolade und manche weiteren Zutaten gehören nicht in einen Hundesnack.

Wenn du deinem Hund eine gefrorene Erfrischung anbieten möchtest, kannst du kleine Mengen eines für ihn gut verträglichen Lebensmittels einfrieren beziehungsweise ein speziell für Hunde geeignetes Rezept verwenden.

Der Snack sollte klein bleiben und die normale Tagesration berücksichtigen. Ein gefrorener Snack schützt außerdem nicht vor Überhitzung und ersetzt weder Wasser noch Schatten.

Mehr dazu findest du im Beitrag Dürfen Hunde Eis essen?.

Muss die Ernährung im Sommer verändert werden?

Ein gesunder Hund benötigt nicht automatisch ein völlig anderes Futter, nur weil Sommer ist. Manche Hunde bewegen sich bei Hitze weniger und haben dadurch einen etwas geringeren Energiebedarf. Andere behalten ihren normalen Appetit und ihr Aktivitätsniveau weitgehend bei.

Die Futtermenge sollte deshalb am tatsächlichen Bedarf und an der Körperkondition ausgerichtet werden. Nimmt dein Hund über längere Zeit zu, obwohl er bei Hitze deutlich weniger aktiv ist, kann eine Anpassung der Gesamtenergie sinnvoll sein.

Viele Hunde fressen an sehr warmen Tagen lieber in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Das lässt sich häufig unkompliziert umsetzen.

Bei anhaltender Futterverweigerung, insbesondere in Kombination mit Schwäche, Erbrechen, Durchfall oder anderen Auffälligkeiten, solltest du jedoch nicht einfach alles auf die Hitze schieben.

Ausführlicher geht es darum im Beitrag Sommerliche Ernährung für Hunde.

Wie sieht eine gute Sommerausrüstung für unterwegs aus?

Für einen normalen Spaziergang brauchst du keine umfangreiche Spezialausrüstung. Bei längeren Touren sollte jedoch ausreichend Wasser für deinen Hund mitgenommen werden. Ein faltbarer oder leichter mobiler Napf kann praktisch sein.

Je nach Ausflug können außerdem ein Handtuch, eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung und gegebenenfalls eine Möglichkeit für Schatten sinnvoll sein.

Wesentlich wichtiger als technische Kühlprodukte ist eine sinnvolle Planung. Wenn ein Ausflug nur deshalb sicher möglich erscheint, weil dein Hund permanent mit Kühlwesten, Eis oder Wasser heruntergekühlt werden muss, ist möglicherweise bereits die Tageszeit beziehungsweise Aktivität ungeeignet.

Sind Kühlmatten für Hunde sinnvoll?

Eine Kühlmatte kann manchen Hunden einen angenehm kühleren Liegeplatz bieten. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine insgesamt passende Raumtemperatur und sollte freiwillig genutzt werden können.

Dein Hund sollte selbst entscheiden können, ob er auf der Matte oder daneben liegen möchte. Besonders bei stark kühlenden Produkten sollte nicht der gesamte Ruhebereich ausschließlich aus einer Kühlfläche bestehen.

Beschädigte Matten sollten ausgetauscht werden, damit dein Hund nicht an das Füllmaterial gelangen kann.

Eine Kühlmatte ist damit eine mögliche Ergänzung, aber kein Muss für einen sicheren Sommer.

Darf ein Hund vor einem Ventilator liegen?

Viele Hunde suchen bei Wärme selbstständig Bereiche mit Luftbewegung auf. Ein Ventilator kann deshalb angenehm sein.

Der Hund sollte den Luftstrom allerdings jederzeit verlassen können. Richte das Gerät so aus, dass dein Hund selbst entscheiden kann, wie lange er die Luftbewegung nutzen möchte.

Das Gerät muss sicher stehen und Kabel sollten insbesondere bei Hunden, die daran knabbern könnten, nicht frei erreichbar sein.

Ein Ventilator ersetzt außerdem keine sichere Raumtemperatur und reicht bei einem schweren Hitzschlag selbstverständlich nicht als alleinige Maßnahme aus.

Wie hältst du die Wohnung für deinen Hund möglichst kühl?

Lüfte möglichst während der kühleren Morgen- und Nachtstunden und reduziere direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Tageszeiten. Rollläden, Vorhänge oder andere Verschattungsmöglichkeiten können helfen, Räume weniger stark aufzuheizen.

Viele Hunde suchen von selbst kühle Fliesen, Badezimmer oder andere tiefer gelegene Bereiche auf. Gib deinem Hund Zugang zu solchen Plätzen, sofern sie sicher sind.

Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein. Bei sehr hohen Innentemperaturen kann zusätzlich ein Ventilator oder eine geeignete Klimatisierung hilfreich sein.

Beobachte besonders Dachgeschosswohnungen und stark verglaste Räume. Dort kann die Temperatur im Laufe des Tages erheblich steigen.

Wie viel Bewegung braucht ein Hund an heißen Tagen?

Ein Hund muss nicht jeden Tag dieselbe körperliche Leistung erbringen. Bei Hitze ist es sinnvoll, Belastung deutlich herunterzufahren und Aktivitäten auf kühlere Tageszeiten zu verschieben.

Kurze ruhige Spaziergänge, etwas gemeinsames Training in einer kühlen Umgebung und ausreichend Ruhe sind an einem sehr heißen Tag vollkommen in Ordnung.

Du musst fehlende Kilometer auch nicht durch pausenlose Beschäftigung in der Wohnung ersetzen. Viele Hunde profitieren davon, wenn ein heißer Tag insgesamt ruhiger gestaltet wird.

Besonders intensive Ballspiele, Fahrradtouren, Jogging und wildes Rennen gehören nicht in die größte Hitze.

Warum Ballspiele bei Hitze besonders riskant sein können

Viele Hunde stoppen eine körperliche Aktivität nicht zuverlässig selbst, wenn der Reiz des Spiels hoch ist. Beim wiederholten Ballwerfen entstehen schnelle Sprints, abrupte Wendungen und eine erhebliche Wärmeproduktion.

Ein Hund kann deshalb weiterhin begeistert wirken, obwohl sein Körper bereits stark belastet ist. Begeisterung ist kein zuverlässiger Schutz vor Überhitzung.

Gerade Hunde mit hoher Motivation sollten deshalb nicht so lange spielen, bis sie selbst abbrechen. Der Mensch muss Belastung und Pausen steuern.

Bei großer Hitze sollten solche Aktivitäten vollständig entfallen. Auch in den kühleren Tageszeiten ist ein ruhiger und sinnvoller Umgang mit körperlicher Belastung wichtiger als möglichst viele Wiederholungen.

Sommer mit Welpe: Hitze und Reize gemeinsam berücksichtigen

Welpen benötigen viele Ruhephasen und sollten unabhängig von der Jahreszeit nicht dauerhaft beschäftigt werden. Im Sommer kommt die Hitze als zusätzlicher Belastungsfaktor hinzu.

Verlege kurze Erkundungsrunden in die kühleren Tageszeiten und nutze heiße Phasen für Ruhe im Haus. Ein Welpe muss nicht bei großer Hitze Umwelttraining auf einer sonnigen Innenstadtfläche absolvieren.

Da junge Hunde ihre Belastungsgrenzen noch nicht zuverlässig einschätzen, solltest du Aktivität frühzeitig beenden und nicht darauf warten, dass der Welpe völlig erschöpft ist.

Auch Wasserspiele und sommerliche Ausflüge sollten kurz und altersgerecht bleiben. Viel Schlaf und eine ruhige Verarbeitung neuer Eindrücke bleiben wichtiger als ein besonders umfangreiches Sommerprogramm.

Sommer mit Seniorhund: Warum ältere Hunde besondere Aufmerksamkeit brauchen

Senioren können empfindlicher auf große Hitze reagieren, insbesondere wenn Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegsprobleme oder eingeschränkte Mobilität bestehen.

Ein älterer Hund bewegt sich möglicherweise langsamer und benötigt länger, um einen schattigen Platz zu erreichen. Auch der normale Spaziergang kann bei Hitze deutlich anstrengender werden als früher.

Plane deshalb kürzere Runden, ausreichend Pausen und gute Trinkmöglichkeiten. Ein weicher, kühler Ruheplatz kann ebenfalls hilfreich sein.

Plötzliche Schwäche oder deutliche Veränderungen der Belastbarkeit solltest du nicht pauschal mit dem Alter oder der Wärme erklären, sondern bei Bedarf tierärztlich abklären lassen.

Sommer mit kurznasigen Hunden

Kurznasige Hunde benötigen bei Wärme besondere Aufmerksamkeit, weil ihre anatomisch verkürzten Atemwege die Wärmeabgabe über das Hecheln erschweren können.

Bereits moderate körperliche Belastung kann bei warmem Wetter deutlich anstrengender werden. Warte deshalb nicht darauf, dass der Hund extrem hechelt, sondern reduziere Aktivität frühzeitig.

Auch hohe Luftfeuchtigkeit kann die Situation zusätzlich erschweren. Ein scheinbar nicht extrem heißer, aber schwüler Tag kann deshalb problematisch werden.

Bei auffälligen Atemgeräuschen, Atemnot oder deutlicher Belastungsintoleranz sollte eine tierärztliche Beurteilung erfolgen.

Sommer mit Hund in Stuttgart: Hitze im Stadtalltag richtig einschätzen

Im Sommer können sich versiegelte Flächen in Stuttgart stark aufheizen. Asphalt, Pflaster, Hauswände und andere Oberflächen speichern Wärme und geben sie über viele Stunden wieder ab. Deshalb kann ein Abendspaziergang in dicht bebauten Bereichen noch deutlich wärmer wirken als ein Spaziergang auf einem schattigen Waldweg.

Nutze an heißen Tagen nach Möglichkeit schattige Grünflächen und Waldwege und verlege längere Runden in die frühen Morgenstunden. Besonders mittags solltest du stark aufgeheizte Gehwege und längere Aufenthalte auf offenen Flächen vermeiden.

Auch kurze Alltagssituationen verdienen Aufmerksamkeit: Warten an einer Haltestelle ohne Schatten, Sitzen auf einer sonnigen Terrasse oder ein längeres Gespräch auf heißem Pflaster können für deinen Hund unangenehmer und belastender sein, als es für dich zunächst wirkt.

Gerade im Stuttgarter Stadtgebiet lohnt es sich deshalb, nicht nur die gemeldete Lufttemperatur zu betrachten. Versiegelung, direkte Sonneneinstrahlung und fehlende Luftbewegung können die tatsächliche Belastung deutlich erhöhen.

Wenn dein Hund bei Hitze nur noch widerwillig läuft, ständig Schatten sucht oder deutlich stärker hechelt, ist die richtige Reaktion nicht, ihn zum normalen Programm zu motivieren. Passe euren Alltag an die Bedingungen an.

Sommertraining mit Hund: Weniger Belastung kann mehr sein

Auch Hundetraining muss bei Hitze angepasst werden. Konzentration und körperliche Belastbarkeit können unter hohen Temperaturen nachlassen. Kurze ruhige Trainingseinheiten in schattigen oder kühlen Bereichen sind dann sinnvoller als lange Übungsstunden in der Sonne.

Bei Pfotenliebe Stuttgart steht im Training die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt. Gerade an heißen Tagen bedeutet gutes Training nicht, ein geplantes Pensum unbedingt durchzuziehen, sondern die körperliche Situation des Hundes wahrzunehmen.

Ruhe, Orientierung und wenige gezielte Übungen können an warmen Tagen vollkommen ausreichend sein. Nicht jede Trainingseinheit muss körperlich fordernd sein.

Auch hier gilt: Erst den Hund wahrnehmen und über klare Kommunikation führen, statt einen Trainingsplan unabhängig von Temperatur und Tagesform abzuarbeiten.

Typische Fehler im Sommer mit Hund

Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich auf die Lufttemperatur zu schauen. Die tatsächliche Wärmebelastung wird jedoch auch von Sonne, Wind, Luftfeuchtigkeit, Untergrund und Aktivität beeinflusst. Ein vermeintlich „nur warmer“ Tag kann auf schwarzem Asphalt in direkter Sonne deutlich problematischer sein.

Ebenso riskant ist es, sich darauf zu verlassen, dass der Hund schon selbst aufhören werde, wenn es ihm zu viel wird. Besonders spiel- und arbeitsfreudige Hunde können weit über einen sinnvollen Belastungspunkt hinaus aktiv bleiben.

Auch das Auto wird weiterhin unterschätzt. Ein geöffnetes Fenster oder Schatten machen einen abgestellten Wagen bei warmem Wetter nicht zuverlässig sicher.

Ein weiterer Fehler ist eine aggressive Abkühlung mit Eiswasser. Bei einem überhitzten Hund ist eine kontrollierte Abkühlung mit kühlem Wasser sinnvoller.

Auch vermeintliche Sommersnacks werden manchmal überschätzt. Eis oder Wassermelone können eine kleine Ergänzung sein, schützen einen Hund aber nicht vor einem Hitzschlag.

Und schließlich sollte ein ruhiger heißer Tag nicht als „verschwendeter Hundetag“ betrachtet werden. Weniger Aktivität ist bei großer Hitze verantwortungsvolles Hitzemanagement und kein Mangel an Beschäftigung.

Häufige Fragen zum Sommer mit Hund

Wann ist es zu heiß für einen Spaziergang mit Hund?

Eine feste Temperaturgrenze gibt es nicht. Je wärmer es wird, desto stärker solltest du direkte Sonne, Luftfeuchtigkeit, Untergrund, Aktivität und deinen individuellen Hund berücksichtigen. Längere Spaziergänge gehören an heißen Tagen möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.

Wie erkenne ich, dass meinem Hund zu warm ist?

Deutlich verstärktes Hecheln, Schatten suchen, langsameres Laufen, Unruhe oder zunehmende Erschöpfung können frühe Hinweise sein. Beende oder reduziere die Belastung möglichst, bevor schwere Symptome auftreten.

Wie erkenne ich einen Hitzschlag beim Hund?

Starkes anhaltendes Hecheln, deutliche Schwäche, Taumeln, Erbrechen, Kreislaufprobleme, auffällige Schleimhäute und Bewusstseinsveränderungen können auf einen Hitzschlag hinweisen. Er ist ein tiermedizinischer Notfall.

Was soll ich bei einem Hitzschlag tun?

Bringe deinen Hund sofort in eine kühlere Umgebung, beginne vorsichtig mit kühlem – nicht eiskaltem – Wasser abzukühlen und organisiere unverzüglich tierärztliche Hilfe. Auch nach scheinbarer Besserung sollte ein echter Hitzschlag medizinisch beurteilt werden.

Wie viel sollte mein Hund im Sommer trinken?

Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Körpergewicht, Aktivität, Temperatur, Gesundheitszustand und Fütterungsform ab. Frisches Wasser sollte jederzeit frei verfügbar sein. Eine deutliche dauerhafte Veränderung des Trinkverhaltens sollte abgeklärt werden.

Kann ein Hund einen Sonnenbrand bekommen?

Ja. Besonders wenig behaarte und wenig pigmentierte Hautstellen können betroffen sein. Intensive direkte Sonne sollte vermieden werden; bei besonderen Risiken kann ein für Tiere geeigneter Sonnenschutz sinnvoll sein.

Darf mein Hund im Sommer schwimmen?

Ja, wenn Wasserqualität, Einstieg und Strömung geeignet sind und dein Hund sicher schwimmen kann. Plane ausreichend Pausen ein und verhindere, dass er beim intensiven Wasserspiel übermäßig viel Wasser aufnimmt.

Dürfen Hunde im Sommer Eis essen?

Kleine hundegeeignete gefrorene Snacks sind möglich. Normales Speiseeis enthält häufig viel Zucker und kann ungeeignete Zutaten enthalten. Xylit beziehungsweise Birkenzucker ist für Hunde gefährlich und darf keinesfalls enthalten sein.

Dürfen Hunde Wassermelone essen?

Ja. Kleine Mengen des Fruchtfleischs können als wasserreicher Sommersnack angeboten werden. Die feste Schale und größere Kerne sollten entfernt werden. Wassermelone ersetzt kein Trinkwasser.

Muss ich das Futter meines Hundes im Sommer ändern?

Nicht automatisch. Manche Hunde benötigen bei deutlich geringerer Aktivität etwas weniger Energie. Orientiere dich an Körpergewicht, Körperkondition und tatsächlicher Aktivität und ändere nicht allein wegen der Jahreszeit die gesamte Fütterung.

Ist ein Auto mit geöffnetem Fenster für einen Hund im Sommer sicher?

Nein. Ein leicht geöffnetes Fenster verhindert nicht zuverlässig, dass sich ein abgestelltes Fahrzeug gefährlich aufheizt. Bei warmem Wetter sollte ein Hund nicht allein im Auto zurückgelassen werden.

Wie schütze ich die Pfoten meines Hundes vor heißem Asphalt?

Vermeide stark aufgeheizte Flächen und verlege Spaziergänge in kühlere Tageszeiten. Nutze nach Möglichkeit schattige oder natürliche Untergründe. Ein Handtest kann eine grobe Einschätzung liefern.

Sollte ich meinen Hund im Sommer scheren?

Das hängt vom Felltyp ab. Kontinuierlich wachsendes Fell kann regelmäßig geschnitten werden, während klassisches Doppelfell nicht allein wegen der Hitze radikal geschoren werden sollte. Bei Unsicherheit ist eine felltypgerechte Beratung sinnvoll.

Sind Kühlmatten für Hunde sinnvoll?

Sie können einen angenehm kühleren Liegeplatz bieten, sollten aber freiwillig nutzbar sein. Dein Hund sollte jederzeit auf einen normalen Liegeplatz ausweichen können.

Welche Hunde leiden besonders unter Hitze?

Besondere Vorsicht ist unter anderem bei kurznasigen, älteren, übergewichtigen und gesundheitlich beeinträchtigten Hunden sowie Welpen angebracht. Grundsätzlich kann jedoch jeder Hund überhitzen.

Wie viel Bewegung braucht mein Hund an einem heißen Tag?

An sehr heißen Tagen darf der Tagesablauf deutlich ruhiger sein. Kurze Löserunden, ein längerer Spaziergang am frühen Morgen und viel Ruhe können vollkommen ausreichend sein. Fehlende Kilometer müssen nicht durch zusätzliche Beschäftigung ersetzt werden.

Kann mein Hund auch in der Wohnung überhitzen?

Ja. Besonders Dachgeschosswohnungen, Wintergärten und schlecht belüftete Räume können sich stark erwärmen. Dein Hund sollte Zugang zu einem kühlen Bereich und jederzeit zu frischem Wasser haben.

Wann sollte ich wegen Hitze mit meinem Hund zum Tierarzt?

Bei Verdacht auf Hitzschlag, starker Schwäche, Taumeln, Bewusstseinsveränderungen, anhaltendem Erbrechen, Atemproblemen oder anderen deutlichen Auffälligkeiten solltest du unverzüglich tierärztliche Hilfe organisieren.

Worauf sollte ich im Sommer mit Hund in Stuttgart achten?

Versiegelte Flächen können sich in Stuttgart stark aufheizen. Nutze an heißen Tagen möglichst schattige Grün- und Waldwege, gehe längere Runden früh morgens oder spät abends und berücksichtige, dass auch Wartezeiten auf sonnigem Pflaster für deinen Hund belastend sein können.

Fazit: Ein sicherer Sommer mit Hund beginnt mit einem angepassten Tagesablauf

Der wichtigste Hitzeschutz für deinen Hund besteht nicht aus möglichst vielen Sommerprodukten, sondern aus einer vernünftigen Planung. Spaziergänge in kühle Tageszeiten zu verlegen, direkte Mittagssonne zu vermeiden, Wasser bereitzuhalten und körperliche Belastung frühzeitig zu reduzieren schützt deinen Hund wesentlich wirkungsvoller als der Versuch, ihn nach einer zu intensiven Aktivität wieder herunterzukühlen.

Besonders aufmerksam solltest du auf frühe Zeichen einer Überhitzung achten. Stark zunehmendes Hecheln, Schatten suchen, langsameres Laufen und Erschöpfung sind Hinweise darauf, dass die Belastung reduziert werden sollte. Ein Hitzschlag mit Taumeln, deutlicher Schwäche, Erbrechen, Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsveränderungen ist dagegen ein akuter Notfall und muss unverzüglich tierärztlich behandelt werden.

Auch heiße Untergründe gehören zu den unterschätzten Gefahren. Asphalt kann deutlich wärmer werden als die Luft und Hundeballen verletzen. Schattige und natürliche Wege sowie Spaziergänge am frühen Morgen sind im Sommer deshalb häufig die bessere Wahl.

Frisches Wasser sollte deinem Hund jederzeit zur Verfügung stehen. Wie viel er tatsächlich benötigt, hängt von Größe, Aktivität, Ernährung, Gesundheitszustand und Wetter ab. Entscheidend ist, dass er regelmäßig trinken kann und du deutliche Veränderungen seines Trinkverhaltens bemerkst.

Auch wasserreiche Snacks wie Wassermelone oder Gurke können gelegentlich angeboten werden. Sie sind jedoch lediglich eine Ergänzung und ersetzen weder Trinkwasser noch ein gutes Hitzemanagement.

Der Sommer bringt außerdem weitere Risiken mit sich. Grannen, Zecken, Wespen, intensive Sonneneinstrahlung und ungeeignete Wasserstellen gehören genauso zum sommerlichen Hundealltag wie die Hitze selbst. Regelmäßige Fell- und Pfotenkontrollen nach Spaziergängen sind deshalb eine einfache und sinnvolle Routine.

Auch beim Schwimmen gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Ein wasserbegeisterter Hund kann sich beim Spielen und Apportieren stark belasten und dabei große Mengen Wasser aufnehmen. Pausen und eine sinnvolle Begrenzung der Aktivität gehören deshalb auch am See oder Fluss dazu.

Welpen, Senioren, kurznasige Hunde, übergewichtige Tiere und gesundheitlich beeinträchtigte Hunde benötigen an heißen Tagen besonders viel Aufmerksamkeit. Belastung sollte bei ihnen früh reduziert werden und nicht erst dann, wenn deutliche Erschöpfung sichtbar wird.

Im Alltag mit Hund in Stuttgart lohnt es sich besonders, versiegelte und stark aufgeheizte Flächen zu meiden und schattige Grün- oder Waldwege zu nutzen. Auch kurze Situationen wie Warten auf einer sonnigen Fläche, ein längerer Aufenthalt an einer Haltestelle oder das Sitzen auf einer Terrasse können bei großer Hitze belastend werden.

Ein heißer Sommertag muss nicht mit möglichst viel Beschäftigung gefüllt werden. Weniger Bewegung, längere Ruhephasen und ein früher Spaziergang sind keine Einschränkung für deinen Hund, sondern eine sinnvolle Anpassung an die Umwelt.

Wenn du deinen Hund aufmerksam beobachtest, seine individuelle Hitzeverträglichkeit ernst nimmst und nicht erst reagierst, wenn er bereits erschöpft ist, könnt ihr auch warme Sommertage sicher und entspannt miteinander verbringen.

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Auch bei warmem Wetter lassen sich Training und Alltag sinnvoll gestalten, wenn Belastung, Umgebung und individuelle Bedürfnisse deines Hundes berücksichtigt werden. Bei Pfotenliebe Stuttgart unterstütze ich dich dabei, euren Alltag strukturiert, verständlich und passend zu deinem Hund zu gestalten.

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