Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Hund im Cafe
- Isabel Scheu
- 01.09.2026
- Herbst
Hund im Café: So wird der Cafébesuch für dich, deinen Hund und andere Gäste entspannt
Ein gemütlicher Cafébesuch gehört für viele Hundehalter zu einem entspannten Alltag mit Hund einfach dazu. Nach einem Spaziergang durch den Schlossgarten, den Rosensteinpark, den Rotwildpark oder andere Grünanlagen rund um Stuttgart noch einen Kaffee trinken, gemeinsam eine Pause machen und den Hund selbstverständlich dabeihaben – das klingt zunächst unkompliziert.
Für deinen Hund kann ein Café jedoch eine deutlich anspruchsvollere Umgebung sein, als es für uns Menschen den Anschein hat. Menschen bewegen sich auf engem Raum, Stühle werden verschoben, Geschirr klappert, Servicepersonal läuft immer wieder vorbei und aus verschiedenen Richtungen kommen intensive Essensgerüche. Zusätzlich können andere Hunde, Kinder oder plötzlich herunterfallende Lebensmittel für weitere Ablenkung sorgen.
Ein entspannter Hund im Café ist deshalb häufig nicht einfach nur besonders „brav“. Vielmehr hat er gelernt, dass er in dieser Situation nichts erledigen, niemanden begrüßen und nicht jeden Reiz kontrollieren muss. Genau hier spielen Ruhe, Orientierung und eine vertrauensvolle Kommunikation zwischen Mensch und Hund eine wichtige Rolle. Mehr über diesen Ansatz findest du in unserem Beitrag Bindung statt Dressur.
Gerade in einer lebendigen Stadt wie Stuttgart kann ein Cafébesuch außerdem ein wertvoller Bestandteil des Alltagstrainings sein. Wichtig ist jedoch, dass die Anforderungen zu deinem Hund passen. Ein ruhiger Platz auf einer Terrasse stellt eine völlig andere Situation dar als ein enges Café an einem stark frequentierten Samstagmittag.
Kurze Antwort: Ein entspannter Cafébesuch mit Hund gelingt am besten, wenn dein Hund solche Situationen schrittweise kennenlernen darf. Ein ruhiger Sitzplatz, ausreichend Platz, eine vertraute Decke, eine sinnvoll geführte Leine und kurze Aufenthaltszeiten erleichtern den Einstieg. Besonders wichtig ist, dass dein Hund lernt, Menschen, Essen, andere Hunde und Bewegungen wahrzunehmen, ohne auf jeden Reiz reagieren zu müssen.
Ist ein Cafébesuch überhaupt für jeden Hund geeignet?
Nicht jeder Hund empfindet einen Cafébesuch automatisch als angenehm. Manche Hunde legen sich nach wenigen Minuten unter den Tisch und schlafen. Andere beobachten jede Bewegung im Raum, reagieren auf jeden vorbeilaufenden Menschen oder können aufgrund der vielen Gerüche und Geräusche kaum abschalten.
Das ist zunächst weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, deinen eigenen Hund realistisch einzuschätzen.
Besonders für einen Hund, der Menschenmengen, enge Räume oder plötzlich auftretende Geräusche noch nicht kennt, kann ein gut besuchtes Café eine hohe Anforderung darstellen.
Auch junge Hunde benötigen keine möglichst große Menge an Umwelterfahrungen auf einmal. Altersgerechte und dosierte Erfahrungen sind wesentlich sinnvoller. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag über Spaziergänge im Welpenalter.
Ist jedes Café hundefreundlich?
Bevor du deinen Hund mitnimmst, solltest du zunächst klären, ob Hunde im jeweiligen Café erlaubt sind. Nicht jeder gastronomische Betrieb hat dieselben Regeln.
Besonders wenn du ein Café noch nicht kennst, kann eine kurze Nachfrage vorab sinnvoll sein. So vermeidest du, erst vor Ort festzustellen, dass Hunde im Innenbereich oder möglicherweise generell nicht erwünscht sind.
Auch wenn Hunde erlaubt sind, bedeutet das nicht automatisch, dass jede Sitzgelegenheit gleich gut geeignet ist. Achte deshalb zusätzlich darauf, ob ausreichend Platz für deinen Hund vorhanden ist.
Was macht einen Cafébesuch für Hunde so anspruchsvoll?
Für uns besteht ein Cafébesuch hauptsächlich aus Sitzen, Trinken, Essen und Unterhalten. Dein Hund nimmt dagegen unzählige einzelne Reize wahr.
Menschen auf engem Raum
Gäste stehen auf, laufen am Tisch vorbei oder kommen deinem Hund unbeabsichtigt sehr nahe.
Servicepersonal
Kellnerinnen und Kellner bewegen sich schnell zwischen den Tischen, tragen Tabletts und tauchen immer wieder unmittelbar neben dem Hund auf.
Intensive Essensgerüche
Kuchen, Frühstück, belegte Brötchen oder warme Speisen können besonders interessante Gerüche erzeugen.
Andere Hunde
Befindet sich ein weiterer Hund im Café, kann die geringe Distanz zusätzlich anspruchsvoll werden.
Ungewohnte Geräusche
Kaffeemaschinen, Geschirr, Türen, Stühle und Stimmen sorgen für eine ständig wechselnde Geräuschkulisse.
Wenig Bewegungsfreiheit
Unter oder neben einem Tisch steht deinem Hund deutlich weniger Raum zur Verfügung als auf einem normalen Spaziergang.
Vor dem Cafébesuch: Ein ruhiger Spaziergang kann helfen
Direkt aus dem Auto oder nach mehreren Stunden Ruhe in ein gut besuchtes Café zu gehen, ist für viele Hunde schwieriger als nach einem entspannten Spaziergang.
Gib deinem Hund vor dem Cafébesuch ausreichend Gelegenheit, sich zu lösen, seine Umgebung zu erkunden und etwas zu schnüffeln.
Gerade in Stuttgart lassen sich Cafébesuche gut mit einem Spaziergang verbinden. Schlossgarten, Rosensteinpark, Rotwildpark oder Wege rund um den Max-Eyth-See bieten beispielsweise unterschiedliche Möglichkeiten für eine Runde vor der gemeinsamen Pause.
Dabei geht es nicht darum, deinen Hund vorher vollständig auszupowern. Ein völlig übermüdeter oder übererregter Hund findet nicht automatisch besser zur Ruhe.
Weitere saisonale Hinweise für gemeinsame Ausflüge findest du in unserem Beitrag zur Herbstzeit mit Hund.
Der richtige Sitzplatz kann über Ruhe oder Unruhe entscheiden
Die Platzwahl wird bei einem Cafébesuch mit Hund häufig unterschätzt. Ein Tisch direkt neben Eingang, Toilette oder Servicestation bedeutet, dass ständig Menschen an deinem Hund vorbeigehen.
Wenn du die Wahl hast, ist ein etwas geschützter Platz häufig angenehmer. Eine Wand oder Ecke im Rücken kann dafür sorgen, dass nicht aus mehreren Richtungen gleichzeitig Menschen auftauchen.
Auch unter freiem Himmel kann die Situation einfacher sein. Auf einer großzügigen Terrasse steht häufig mehr Raum zur Verfügung als in einem kleinen Innenraum.
Warum eine vertraute Decke im Café hilfreich sein kann
Eine bekannte Decke oder Matte kann deinem Hund einen klaren Liegebereich geben. Sie schafft eine räumliche Orientierung und kann mit der Zeit zu einem vertrauten Ruheplatz werden.
Wichtig ist, die Decke nicht erst im Café einzuführen. Dein Hund sollte sie bereits aus ruhigen Situationen zu Hause oder aus anderen Alltagssituationen kennen.
Das Ziel besteht nicht darin, ihn auf der Decke festzuhalten. Vielmehr soll dieser Platz eine verständliche Möglichkeit bieten, sich zurückzunehmen und zur Ruhe zu kommen.
Ruhe im Café lässt sich trainieren
Ein Hund, der entspannt unter einem Tisch liegt, hat diese Fähigkeit nicht unbedingt von Anfang an.
Ruhe lässt sich schrittweise aufbauen. Beginne nicht unbedingt direkt mit einem vollen Café. Eine Parkbank, ein ruhiger Außenbereich oder eine wenig besuchte Terrasse können deutlich einfachere erste Trainingssituationen sein.
Erst wenn dein Hund dort zunehmend entspannen kann, kann der Schwierigkeitsgrad langsam erhöht werden.
Ruhe bedeutet nicht, dass dein Hund schlafen muss
Manche Hunde legen sich hin und schlafen tatsächlich. Andere bleiben wach und beobachten ihre Umgebung.
Entscheidend ist weniger, ob die Augen geschlossen sind, sondern wie dein Hund die Situation verarbeitet.
Ein Hund kann ruhig liegen und trotzdem aufmerksam beobachten. Solange seine Körpersprache entspannt bleibt und er nicht jede Bewegung kontrollieren muss, kann das völlig in Ordnung sein.
Die Leine im Café: Sicher, aber nicht einengend
Im Café sollte dein Hund so geführt beziehungsweise gesichert sein, dass er andere Gäste oder das Servicepersonal nicht behindert.
Gleichzeitig braucht er ausreichend Platz, um sich bequem hinlegen, drehen und seine Position verändern zu können.
Achte besonders darauf, dass die Leine nicht quer durch einen Laufweg verläuft. Auch eine Leine, die sich um Tisch- oder Stuhlbeine wickelt, kann schnell problematisch werden.
Essensgerüche und heruntergefallene Lebensmittel
Im Café gibt es für einen Hund zahlreiche verlockende Gerüche. Dazu kommt, dass immer wieder kleine Essensreste auf dem Boden landen können.
Dein Hund sollte deshalb nicht unbeaufsichtigt unter benachbarten Tischen nach Futter suchen.
Besonders wichtig ist das auch deshalb, weil du nicht weißt, was dort heruntergefallen ist. Nicht jedes Lebensmittel, das für Menschen harmlos ist, eignet sich auch für Hunde.
Füttern vom Tisch fördert häufig Erwartung
Wenn dein Hund während jedes Cafébesuchs regelmäßig etwas vom Tisch erhält, kann daraus schnell eine feste Erwartung entstehen.
Statt entspannt zu liegen, beobachtet er dann möglicherweise jede Bewegung deiner Hand, wartet auf herunterfallendes Essen oder beginnt zu betteln.
Wenn du während des Trainings Futter einsetzen möchtest, sollte es bewusst und gezielt verwendet werden – nicht als dauerhafte Beschäftigung über den gesamten Cafébesuch.
Andere Hunde im Café: Weniger Kontakt kann mehr Ruhe bedeuten
Treffen zwei Hunde in einem Café aufeinander, besteht durch den begrenzten Platz häufig weniger Möglichkeit, Abstand herzustellen.
Deshalb muss aus einer Hundebegegnung nicht automatisch ein Kontakt entstehen. Dein Hund darf einen anderen Hund wahrnehmen, ohne ihn begrüßen zu müssen.
Gerade wenn beide Hunde unter unterschiedlichen Tischen liegen, können erzwungene Begrüßungen unnötige Unruhe schaffen.
Weitere Hinweise findest du in unserem Beitrag über Hundebegegnungen im Alltag.
Kinder und fremde Gäste: Dein Hund muss nicht jeden begrüßen
Gerade ein ruhig liegender Hund zieht häufig Aufmerksamkeit auf sich. Kinder oder andere Gäste möchten ihn vielleicht streicheln.
Du entscheidest, ob das für deinen Hund in diesem Moment passend ist. Auch ein grundsätzlich freundlicher Hund muss nicht während einer Ruhephase Kontakt aufnehmen.
Wenn dein Hund Abstand braucht, darfst du das freundlich kommunizieren.
Stress beim Hund im Café frühzeitig erkennen
Nicht jeder Hund zeigt Überforderung durch Bellen oder starkes Ziehen. Häufig beginnen die Veränderungen wesentlich früher.
Mögliche Hinweise auf zunehmende Anspannung können sein:
- ständiges Aufstehen und Hinlegen
- starkes Beobachten der Umgebung
- anhaltendes Hecheln ohne körperliche Belastung
- häufiges Umherblicken
- nicht zur Ruhe kommen können
- ständiges Ziehen in eine bestimmte Richtung
- deutlich erhöhte Körperspannung
- Bellen oder Knurren
- versuchen, die Situation zu verlassen
- plötzlich kaum noch ansprechbar sein
Einzelne Verhaltensweisen müssen nicht automatisch starken Stress bedeuten. Entscheidend ist immer das Gesamtbild und die Veränderung gegenüber dem normalen Verhalten deines Hundes.
Ergänzende Informationen findest du in unserem Beitrag über Symptome, die du bei deinem Hund nicht ignorieren solltest.
Wie lange sollte ein Cafébesuch mit Hund dauern?
Die richtige Dauer hängt vom einzelnen Hund ab. Gerade am Anfang gilt: Lieber einen kurzen Aufenthalt erfolgreich beenden als zu warten, bis der Hund die Situation nicht mehr bewältigen kann.
Für den Einstieg können bereits 15 bis 30 ruhige Minuten vollkommen ausreichend sein.
Mit zunehmender Erfahrung kann die Zeit langsam erweitert werden – vorausgesetzt, dein Hund bleibt weiterhin entspannt.
Wasser für deinen Hund nicht vergessen
Besonders wenn der Cafébesuch an einen Spaziergang anschließt, sollte dein Hund Zugang zu frischem Wasser haben.
Manche Cafés stellen einen Wassernapf bereit. Darauf solltest du dich jedoch nicht verlassen. Ein kleiner faltbarer Napf kann unterwegs praktisch sein.
Cafébesuch mit Hund in Stuttgart
Stuttgart bietet durch seine Kombination aus Stadt, Parks und Grünanlagen viele Möglichkeiten, Spaziergang und Cafébesuch miteinander zu verbinden.
Gerade rund um den Schlossgarten, Rosensteinpark oder andere zentrale Grünbereiche lässt sich nach einer gemeinsamen Runde eine Pause einplanen. Auch außerhalb der Innenstadt finden sich zahlreiche Möglichkeiten, einen Stadtspaziergang mit einer Ruhephase zu verbinden.
Für das Training ist dabei nicht entscheidend, möglichst viele verschiedene Cafés zu besuchen. Ein vertrauter Ort, an dem dein Hund gute Erfahrungen sammeln kann, ist häufig wesentlich wertvoller.
So kannst du den Cafébesuch Schritt für Schritt trainieren
Ein möglicher Trainingsaufbau:
- Ruhe zunächst zu Hause auf einer bekannten Decke üben
- die Decke an einen ruhigen Ort draußen mitnehmen
- kurze Ruhephasen auf einer Parkbank ausprobieren
- eine ruhige Caféterrasse zu einer wenig besuchten Zeit wählen
- zunächst nur kurz bleiben
- einen möglichst geschützten Sitzplatz auswählen
- deinen Hund nicht permanent beschäftigen
- Entspannung und freiwilliges Ablegen zulassen
- den Schwierigkeitsgrad langsam erhöhen
- den Besuch beenden, bevor dein Hund deutlich überfordert ist
Ruhetraining bedeutet nicht Dauerbelohnung
Besonders am Anfang kann eine kleine Belohnung dabei helfen, erwünschtes Verhalten zu bestätigen.
Allerdings sollte dein Hund nicht lernen, während des gesamten Cafébesuchs permanent auf das nächste Leckerli zu warten.
Das langfristige Ziel besteht darin, dass Ruhe selbst selbstverständlich wird und dein Hund nicht dauerhaft beschäftigt werden muss.
Auch ein Abbruch des Cafébesuchs kann die richtige Entscheidung sein
Manchmal ist das Café voller als erwartet, plötzlich findet eine Veranstaltung statt oder dein Hund hat an diesem Tag schlicht weniger Belastbarkeit.
Dann ist es vollkommen in Ordnung, den Besuch zu verkürzen oder gar nicht erst hineinzugehen.
Alltagstauglichkeit bedeutet nicht, dass ein Hund jede Situation unter allen Bedingungen aushalten muss.
Diese Fehler solltest du beim Cafébesuch mit Hund vermeiden
Direkt mit einem vollen Café starten
Ein ruhiger Einstieg ermöglicht deinem Hund wesentlich bessere Lernerfahrungen als sofort maximaler Trubel.
Den Hund vorher komplett auspowern
Extreme Erschöpfung ist nicht dasselbe wie Entspannung. Ein angenehmer Spaziergang ist meist sinnvoller als intensive körperliche Belastung.
Die Platzwahl unterschätzen
Ein Tisch mitten im Laufweg kann selbst für einen erfahrenen Hund deutlich anspruchsvoller sein als ein geschützter Platz.
Jeden Hund begrüßen lassen
Hundekontakt auf engem Raum ist nicht notwendig und kann unnötige Unruhe in eine eigentlich ruhige Situation bringen.
Stresssignale zu lange ignorieren
Warte nicht erst, bis dein Hund bellt oder unbedingt flüchten möchte. Veränderungen im Verhalten können deutlich früher beginnen.
Zu lange bleiben
Ein kurzer erfolgreicher Besuch ist für das Training häufig wertvoller als ein langer Aufenthalt, der mit Überforderung endet.
FAQ – Hund im Café
Darf ich meinen Hund mit ins Café nehmen?
Das entscheidet der jeweilige gastronomische Betrieb. Informiere dich deshalb vor deinem Besuch, ob Hunde erlaubt sind und ob gegebenenfalls Unterschiede zwischen Innen- und Außenbereich bestehen.
Wie bringe ich meinem Hund bei, im Café ruhig zu bleiben?
Beginne in einfachen Situationen. Eine bekannte Decke, kurze Ruhephasen draußen und wenig besuchte Terrassen eignen sich für den Einstieg. Erst wenn dein Hund dort entspannen kann, sollte die Ablenkung langsam erhöht werden.
Warum ist mein Hund im Café so unruhig?
Cafés bieten viele Reize gleichzeitig: Menschen, Gerüche, Geräusche, andere Hunde und wenig Platz. Möglicherweise ist die Situation für deinen Hund noch zu anspruchsvoll oder der gewählte Sitzplatz zu unruhig.
Soll mein Hund im Café auf einer Decke liegen?
Eine vertraute Decke kann hilfreich sein, weil sie deinem Hund einen klaren Liegebereich bietet. Sie sollte allerdings bereits aus anderen ruhigen Situationen bekannt sein.
Wie lange kann ein Hund im Café bleiben?
Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Für unerfahrene Hunde können bereits 15 bis 30 entspannte Minuten ausreichend sein. Entscheidend ist, wie gut dein Hund die Situation bewältigen kann.
Soll ich meinen Hund im Café mit Leckerlis beschäftigen?
Kleine Belohnungen können im Training sinnvoll sein. Dein Hund sollte jedoch nicht darauf angewiesen sein, während des gesamten Aufenthalts permanent gefüttert oder beschäftigt zu werden.
Darf mein Hund andere Hunde im Café begrüßen?
Eine Begrüßung ist nicht notwendig. Gerade auf engem Raum kann es sinnvoller sein, ausreichend Abstand zu halten und beide Hunde an ihren jeweiligen Plätzen zur Ruhe kommen zu lassen.
Was mache ich, wenn mein Hund im Café bellt?
Prüfe zunächst, was die Reaktion ausgelöst hat. Zu wenig Abstand, andere Hunde, Menschen oder Überforderung können eine Rolle spielen. Vergrößere wenn möglich den Abstand oder beende den Besuch, wenn dein Hund nicht mehr zur Ruhe findet.
Muss mein Hund sich im Café von anderen Menschen streicheln lassen?
Nein. Dein Hund muss keinen Kontakt zu anderen Gästen aufnehmen. Du darfst freundlich darum bitten, ihn in Ruhe zu lassen, wenn er gerade entspannt oder keinen Kontakt möchte.
Ist eine Terrasse für den ersten Cafébesuch besser?
Für manche Hunde ja. Außenbereiche bieten häufig mehr Platz und können weniger beengt wirken. Allerdings solltest du auch dort auf Laufwege, Straßenverkehr und andere Hunde achten.
Was braucht mein Hund für einen Cafébesuch?
Eine geeignete Leine, eine vertraute Decke oder Matte und bei Bedarf Wasser beziehungsweise ein eigener Napf reichen häufig aus. Für das Training können kleine Belohnungen hilfreich sein.
Kann ein Cafébesuch gutes Alltagstraining sein?
Ja. Ein passend aufgebauter Cafébesuch kann deinem Hund helfen, Menschen, Geräusche, andere Hunde und Bewegungen wahrzunehmen und trotzdem Ruhe zu finden. Wichtig ist, die Anforderungen schrittweise zu steigern.
Fazit: Ein entspannter Hund im Café braucht vor allem Ruhe und Orientierung
Ein Cafébesuch mit Hund kann eine schöne gemeinsame Alltagssituation sein. Voraussetzung ist jedoch, dass dein Hund die Umgebung bewältigen kann und ausreichend Raum bekommt, um zur Ruhe zu kommen.
Ein passender Sitzplatz, eine vertraute Decke, ausreichend Abstand und ein schrittweiser Trainingsaufbau erleichtern den Einstieg. Dein Hund muss dabei nicht jeden Menschen begrüßen, jeden anderen Hund kennenlernen oder während des gesamten Aufenthalts beschäftigt werden.
Besonders wichtig ist, seine Körpersprache ernst zu nehmen. Zeigt dein Hund zunehmende Anspannung, darfst du den Aufenthalt verkürzen. Ein kurzer, entspannter Besuch ist wesentlich wertvoller als ein langer Aufenthalt, den dein Hund nur schwer bewältigen kann.
Gerade in Stuttgart lässt sich der Cafébesuch wunderbar mit einem Spaziergang durch Parks und Grünanlagen verbinden. So kann dein Hund zunächst seine Umgebung erkunden und anschließend lernen, gemeinsam mit dir eine Ruhephase einzulegen.
Auch ältere Hunde profitieren häufig davon, wenn gemeinsame Unternehmungen ihrem individuellen Tempo angepasst werden. Weitere Anregungen findest du in unserem Beitrag über Wohlfühlmomente für Seniorhunde.
Dein Hund findet unterwegs nur schwer zur Ruhe?
Im Café, Restaurant oder bei anderen Alltagssituationen beobachtet dein Hund ständig seine Umgebung, steht immer wieder auf oder reagiert auf jeden vorbeilaufenden Menschen und Hund?
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir daran, dass dein Hund nicht permanent kontrolliert oder beschäftigt werden muss, sondern lernen kann, sich an dir zu orientieren und auch in einer lebendigen Umgebung Ruhe zu finden. Nach der Methode von Anton Fichtlmeier stehen klare Körpersprache, Kommunikation, Vertrauen und eine verständliche gemeinsame Führung im Mittelpunkt.
Ruhe ist dabei kein zufälliger Zustand, sondern eine wichtige Fähigkeit für einen entspannten gemeinsamen Alltag.
Praktisch für kurze Trainingseinheiten
Meine Empfehlung für das Café- und Alltagstraining
Beim Aufbau eines entspannten Cafébesuchs können kleine Belohnungen punktuell hilfreich sein. Sie sollten nicht zur Dauerbeschäftigung werden, lassen sich aber gezielt einsetzen, wenn du ruhiges Verhalten oder Orientierung bestätigen möchtest.
Trainingsknöchelchen für kleine Belohnungsmomente
Kleine Trainingsleckerlis lassen sich unkompliziert mitnehmen und eignen sich für kurze Trainingseinheiten unterwegs. Im Café können sie beispielsweise gezielt verwendet werden, wenn dein Hund eine schwierige Situation gut bewältigt oder sich nach einer Ablenkung wieder an dir orientiert. Wichtig bleibt: Ruhe sollte langfristig nicht davon abhängig sein, dass permanent Futter angeboten wird.
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