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Tagesration Leckerli

  • Isabel Scheu
  • 28.08.2026
  • Leckerli

Wie viele Leckerlis am Tag sind okay? Menge, Kalorien & 10-%-Regel einfach erklärt

Ein Blickkontakt, ein gelungener Rückruf, ruhiges Warten oder einfach ein kleiner Genussmoment zwischendurch – und schon bekommt dein Hund ein Leckerli. Ein einzelner kleiner Snack wirkt zunächst unbedeutend. Über den Tag verteilt können daraus jedoch schnell viele zusätzliche Kalorien werden.

Deshalb stellen sich viele Hundehalter irgendwann die Frage: Wie viele Leckerlis darf ein Hund eigentlich am Tag bekommen? Sind fünf okay? Zehn? Zwanzig? Oder hängt die richtige Menge ganz von Größe und Gewicht des Hundes ab?

Eine feste Anzahl gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem der Energiebedarf deines Hundes, das Hauptfutter, die Größe und Zusammensetzung der Snacks sowie alles andere, was zusätzlich im Napf oder aus der Hand landet.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die tägliche Leckerli-Menge sinnvoll einschätzt, was hinter der häufig genannten 10-%-Regel für Hundeleckerlis steckt, warum 20 winzige Trainingshappen weniger sein können als ein einziger großer Snack und wie du beim Training häufig belohnen kannst, ohne die tägliche Futtermenge aus den Augen zu verlieren.

Kurze Antwort: Als praktische Orientierung wird häufig empfohlen, dass Leckerlis und andere Extras nur einen kleinen Teil der täglichen Energiezufuhr ausmachen sollten. Oft wird dafür eine Grenze von etwa 10 % der täglichen Energieaufnahme genannt. Diese 10 % sind jedoch keine Aufforderung, das gesamte Budget täglich auszuschöpfen, sondern eine Orientierung. Bei Übergewicht, Erkrankungen, speziellen Diäten oder besonderen Ernährungsanforderungen kann eine individuell andere Grenze sinnvoll sein.

Warum die tägliche Leckerli-Menge überhaupt wichtig ist

Leckerlis werden häufig gedanklich vom normalen Futter getrennt. Ernährungsphysiologisch funktioniert das jedoch nicht: Auch der kleinste Trainingshappen liefert Energie und Nährstoffe und gehört damit zur gesamten Tagesration deines Hundes.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn ausschließlich das Futter im Napf berechnet wird, während sämtliche Extras unberücksichtigt bleiben.

Dazu gehören nicht nur klassische Hundeleckerlis, sondern beispielsweise auch:

  • Trainingshappen
  • Kauartikel
  • Belohnungspasten
  • Käse oder Wurst beim Training
  • Essensreste vom Tisch
  • Snacks von Familienmitgliedern
  • Futter aus Beschäftigungsspielzeugen
  • zusätzliche Snacks unterwegs

Gerade kleine Mengen werden leicht vergessen. Über mehrere Tage und Wochen können sie jedoch relevant werden.

Wie viele Leckerlis darf ein Hund pro Tag bekommen?

Die Antwort lautet: Das lässt sich nicht sinnvoll anhand einer bestimmten Stückzahl festlegen.

Zehn Leckerlis können bei einem Produkt nur wenige Gramm wiegen, während zehn Stück eines anderen Snacks bereits eine erhebliche zusätzliche Futtermenge darstellen.

Deshalb sind Fragen wie „Darf mein Hund zehn Leckerlis am Tag bekommen?“ ohne weitere Informationen kaum zu beantworten.

Für eine sinnvolle Einschätzung spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

Körpergewicht

Ein kleiner Hund besitzt einen anderen Energiebedarf als ein großer Hund.

Aktivität

Bewegung und tatsächliche körperliche Beanspruchung beeinflussen den Energiebedarf.

Alter & Lebensphase

Wachstum, Erwachsenenalter und andere Lebensphasen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Ernährung.

Hauptfutter

Entscheidend ist, wie viel Energie dein Hund bereits über seine reguläre Futterration erhält.

Art des Leckerlis

Größe, Zusammensetzung, Feuchtigkeits- und Fettgehalt können den Energiegehalt deutlich beeinflussen.

Gesundheitszustand

Bei Übergewicht oder bestimmten Erkrankungen können besondere Anforderungen an die Fütterung bestehen.

Was bedeutet die 10-%-Regel bei Hundeleckerlis?

Eine häufig verwendete Orientierung lautet, dass Leckerlis und andere zusätzliche Snacks nicht mehr als ungefähr 10 % der täglichen Energieaufnahme ausmachen sollten.

Der Hintergrund ist wichtig: Ein vollwertiges Alleinfuttermittel ist so zusammengesetzt, dass dein Hund bei angemessener Fütterung mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Werden große Teile der täglichen Energie dagegen durch zusätzliche Snacks ersetzt, kann die ausgewogene Nährstoffversorgung beeinträchtigt werden.

Gilt die 10-%-Regel für jeden Hund?

Nein. Die Regel ist eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Fütterungsplanung.

Besonders aufmerksam solltest du mit zusätzlichen Snacks umgehen, wenn dein Hund:

  • übergewichtig ist oder abnehmen soll
  • eine medizinisch notwendige Diät erhält
  • eine Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit hat
  • an einer Erkrankung leidet, die eine angepasste Ernährung erfordert
  • eine sehr genau berechnete Ration bekommt

In solchen Fällen sollte nicht pauschal mit 10 % gerechnet werden. Die erlaubten Extras können deutlich geringer ausfallen oder müssen vollständig in einen individuellen Fütterungsplan integriert werden.

Warum pauschale Kalorientabellen nach Körpergewicht problematisch sind

Vielleicht hast du bereits Tabellen gesehen, in denen beispielsweise einem 5-kg-Hund, 10-kg-Hund oder 30-kg-Hund eine feste tägliche Kalorienmenge zugeordnet wird.

Solche Tabellen können höchstens eine sehr grobe Orientierung darstellen. Zwei Hunde mit demselben Körpergewicht können einen deutlich unterschiedlichen tatsächlichen Energiebedarf besitzen.

Einfluss haben unter anderem:

  • Alter
  • Aktivitätsniveau
  • Kastrationsstatus
  • Körperzusammensetzung
  • Haltungsbedingungen
  • Gesundheitszustand
  • individueller Stoffwechsel

Deshalb würde ich nicht allein anhand des Körpergewichts festlegen, wie viele Kalorien dein Hund täglich benötigt.

Weitere Grundlagen findest du im Beitrag über Energiebedarf und Ernährungsbedürfnisse beim Hund.

So kannst du das Leckerli-Budget deines Hundes berechnen

Wenn du den individuellen täglichen Energiebedarf beziehungsweise die tatsächlich passende Energiezufuhr deines Hundes kennst, kannst du daraus eine Orientierung für zusätzliche Snacks ableiten.

Die vereinfachte Rechnung lautet:

Bekommt ein Hund beispielsweise individuell passend 600 kcal pro Tag, wären 10 % davon rechnerisch 60 kcal.

Diese 60 kcal beziehen sich allerdings nicht nur auf klassische Leckerlis. Auch andere zusätzliche Snacks müssen mitgerechnet werden.

Frisst der Hund beispielsweise bereits einen energiereichen Kauartikel, bleibt entsprechend weniger Spielraum für zusätzliche Trainingshappen.

Beispielrechnung: So berechnest du die Anzahl der Leckerlis

Kennst du sowohl dein tägliches Snackbudget als auch den Energiegehalt des verwendeten Leckerlis, kannst du daraus eine ungefähre Stückzahl berechnen.

Beispiel:

  • individuell ermittelte tägliche Energiezufuhr: 600 kcal
  • 10 % davon: maximal etwa 60 kcal für sämtliche Extras
  • angenommenes Leckerli: 3 kcal pro Stück

Rein rechnerisch entsprächen 60 kcal in diesem Beispiel 20 dieser Leckerlis.

Hat der Hund an diesem Tag allerdings bereits andere Snacks, einen Kauartikel oder zusätzliche Lebensmittel bekommen, müssen diese ebenfalls vom verfügbaren Budget abgezogen werden.

Wo finde ich die Kalorien eines Hundeleckerlis?

Genau hier wird die Berechnung in der Praxis manchmal schwierig. Nicht auf jeder Verpackung ist der Energiegehalt direkt als kcal pro Stück angegeben.

Hilfreich sind Angaben wie:

  • kcal pro 100 g
  • kcal pro kg
  • kJ beziehungsweise MJ pro kg
  • Gewicht eines einzelnen Leckerlis

Ist beispielsweise der Energiegehalt pro 100 g angegeben und kennst du das Gewicht eines einzelnen Snacks, kannst du den ungefähren Energiegehalt pro Stück berechnen.

Fehlt die Energieangabe vollständig, kannst du beim Hersteller nachfragen. Gerade wenn dein Hund abnehmen soll oder du sehr viele Trainingsbelohnungen verwendest, ist eine genaue Angabe hilfreicher als eine Schätzung.

Warum die Anzahl der Leckerlis täuschen kann

Die Stückzahl allein sagt nahezu nichts über die tatsächliche Futtermenge aus.

Stell dir zwei Hundehalter vor:

  • Person A gibt ihrem Hund während des Trainings 30 winzige Stückchen.
  • Person B gibt ihrem Hund am Abend einen einzigen großen Snack.

Obwohl Hund A deutlich häufiger belohnt wurde, kann seine gesamte Snackmenge kleiner sein.

Deshalb ist die bessere Frage nicht:

„Wie viele Leckerlis hat mein Hund heute bekommen?“

sondern:

„Wie viel zusätzliche Nahrung und Energie hat mein Hund heute insgesamt bekommen?“

Kauartikel zählen ebenfalls zum täglichen Snackbudget

Ein häufiger Fehler ist, Trainingsleckerlis genau zu zählen, einen Kauartikel am Abend aber nicht als zusätzliche Nahrung zu betrachten.

Auch Kauartikel können eine relevante Energiemenge liefern. Wie viel, hängt von Art, Größe, Zusammensetzung und tatsächlich gefressener Menge ab.

Deshalb solltest du beispielsweise getrocknete Ohren, Kopfhaut, Pansen, Sehnen und andere essbare Kauprodukte ebenfalls berücksichtigen.

Mehr dazu erfährst du im Beitrag Kauartikel machen dick? Kaloriencheck und Aufklärung.

Leckerlis beim Hundetraining – viele Belohnungen ohne Kalorienfalle

Gerade im Hundetraining entstehen schnell viele Wiederholungen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass dein Hund große Mengen zusätzlicher Nahrung bekommen muss.

Entscheidend ist die Größe einer einzelnen Belohnung.

So kannst du die Snackmenge beim Training reduzieren:

  • sehr kleine Trainingshappen verwenden
  • größere Leckerlis in mehrere Stücke teilen
  • einen geeigneten Teil der normalen Futterration fürs Training verwenden
  • die benötigte Menge vor dem Training portionieren
  • nicht unbewusst ständig in die Leckerlitasche greifen
  • auch andere passende Formen der Bestätigung einsetzen

Welche Snacks sich dafür besonders gut eignen, erfährst du in unserem Beitrag Welche Leckerlis fürs Training am besten funktionieren.

Wie groß sollte ein Trainingsleckerli sein?

Ein Trainingsleckerli muss nicht groß sein, damit dein Hund es als Belohnung wahrnimmt. Gerade bei häufigen Wiederholungen können sehr kleine Stücke sinnvoll sein.

Die passende Größe hängt natürlich auch von der Größe des Hundes und der Beschaffenheit des Snacks ab. Wichtig ist, dass dein Hund das Stück sicher aufnehmen kann.

Der Vorteil kleiner Stücke liegt auf der Hand: Du kannst häufiger belohnen, ohne automatisch eine große zusätzliche Futtermenge zu verfüttern.

Kann ich normales Hundefutter als Leckerli verwenden?

Ja – sofern das verwendete Futter dafür praktisch geeignet ist und dein Hund es gerne annimmt.

Besonders bei Trockenfutter lässt sich ein Teil der regulären Tagesration häufig unkompliziert fürs Training verwenden. Dadurch kommen nicht automatisch zusätzliche Kalorien zur normalen Futtermenge hinzu.

Wichtig ist allerdings, die fürs Training verwendete Menge tatsächlich von der Tagesration abzuziehen beziehungsweise von Anfang an entsprechend einzuplanen.

Muss ich wegen Leckerlis das Hauptfutter reduzieren?

Werden regelmäßig relevante Mengen zusätzlicher Snacks gefüttert, müssen diese bei der gesamten Energiezufuhr berücksichtigt werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du beliebig große Mengen des vollwertigen Hauptfutters streichen und durch Leckerlis ersetzen solltest.

Das Hauptfutter liefert bei einem geeigneten Alleinfuttermittel die ausgewogene Versorgung mit essenziellen Nährstoffen. Viele Leckerlis sind dagegen Ergänzungsfuttermittel und nicht als vollständiger Ersatz für eine ausgewogene Mahlzeit gedacht.

Genau deshalb ist die Begrenzung zusätzlicher Snacks sinnvoll.

Leckerlis bei übergewichtigen Hunden

Bei Übergewicht beim Hund solltest du zusätzliche Snacks besonders konsequent erfassen.

Häufig lohnt es sich, für einige Tage wirklich alles aufzuschreiben, was dein Hund bekommt. Dazu gehören auch kleine Stückchen Käse, ein Happen vom Frühstückstisch oder Snacks, die andere Familienmitglieder geben.

Gerade bei kleinen Hunden können vermeintlich winzige Extras im Verhältnis zum gesamten Energiebedarf erheblich sein.

Für Hunde, deren Energiezufuhr besonders genau kontrolliert werden muss, können kleinere beziehungsweise gezielt ausgewählte fett- und kalorienbewusste Leckerlis hilfreich sein.

Darf mein Hund bei viel Bewegung automatisch mehr Leckerlis bekommen?

Nicht automatisch. Mehr Bewegung kann den Energieverbrauch erhöhen – wie stark, hängt jedoch von Art, Dauer und Intensität der Aktivität sowie vom individuellen Hund ab.

Ein längerer gemütlicher Spaziergang bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass anschließend eine große zusätzliche Snackportion nötig ist.

Bei regelmäßig hoher körperlicher Beanspruchung oder Hundesport sollte vielmehr die gesamte Fütterung an den tatsächlichen Energiebedarf angepasst werden, statt zusätzliche Leckerlis pauschal als Ausgleich einzusetzen.

Leckerlis bei Welpen und Junghunden

Gerade beim Training junger Hunde werden häufig viele kleine Belohnungen verwendet. Gleichzeitig befindet sich der Hund im Wachstum und benötigt eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung.

Deshalb ist es keine gute Strategie, bei Welpen einfach unbegrenzt zusätzliche Leckerlis zu geben und anschließend große Mengen des ausgewogenen Hauptfutters zu reduzieren.

Praktischer kann es sein, einen geeigneten Teil der regulären Tagesration gezielt für Übungen zu verwenden und zusätzliche Snacks bewusst klein zu halten.

Leckerlis bei Krankheit oder während einer Diät

Bei Erkrankungen gelten unter Umständen völlig andere Anforderungen. Ein Hund mit einer medizinisch notwendigen Diät sollte nicht einfach zusätzliche Snacks bekommen, nur weil diese mengenmäßig klein erscheinen.

Besonders bei Ausschlussdiäten können bereits einzelne ungeeignete Leckerlis die diagnostische Aussagekraft beeinträchtigen.

Auch bei Erkrankungen, die eine besondere Fett-, Protein-, Mineralstoff- oder Energiezufuhr erfordern, sollten Snacks zur jeweiligen Fütterungsstrategie passen.

Warnzeichen: Bekommt mein Hund zu viele Leckerlis?

Es gibt keine einzelne Reaktion, an der du sicher erkennst, dass ausschließlich die Leckerli-Menge zu hoch ist. Einige Veränderungen können jedoch Anlass sein, die gesamte Fütterung genauer anzuschauen.

  • dein Hund nimmt unerwartet an Gewicht zu
  • seine Körperkondition verändert sich
  • er lässt regelmäßig Teile seines Hauptfutters stehen
  • nach vielen Snacks treten Verdauungsprobleme auf
  • du kannst selbst kaum noch nachvollziehen, wie viele Extras er täglich bekommt
  • mehrere Personen im Haushalt geben unabhängig voneinander Snacks

Gewichtszunahme oder Verdauungsprobleme können selbstverständlich zahlreiche andere Ursachen haben. Bei anhaltenden oder auffälligen Veränderungen sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.

Der häufigste Leckerli-Fehler: Jeder gibt „nur eins“

Besonders in Haushalten mit mehreren Personen entsteht schnell ein klassisches Problem: Jeder gibt dem Hund nur ein kleines Leckerli – aber niemand weiß, wie viele es am Ende des Tages tatsächlich waren.

Eine einfache Lösung ist ein gemeinsames Tagesgefäß.

Morgens kommt die für diesen Tag eingeplante Snackmenge hinein. Jeder, der den Hund belohnen möchte, nimmt die Leckerlis ausschließlich daraus.

Ist das Gefäß leer, ist die geplante Menge verbraucht. So wird die tägliche Snackmenge sichtbar und deutlich leichter kontrollierbar.

Belohnung muss nicht immer Futter sein

Nicht jede Bestätigung muss essbar sein. Welche Belohnung für einen Hund tatsächlich wertvoll ist, hängt von Situation und individuellem Hund ab.

Mögliche Alternativen können beispielsweise sein:

  • soziale Bestätigung
  • gemeinsames Spiel
  • eine Freigabe
  • gemeinsame Aktivität
  • Zugang zu etwas, das der Hund in diesem Moment gerne tun möchte

Mehr Möglichkeiten findest du in unserem Beitrag Belohnen ohne Futter – diese Alternativen funktionieren.

Leckerlis im Training bei Pfotenliebe Stuttgart

Bei Pfotenliebe Stuttgart steht nicht die möglichst häufige Futterbelohnung im Mittelpunkt. Wir arbeiten nach der Methode von Anton Fichtlmeier mit Körpersprache, Kommunikation, Orientierung und einer klaren Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Ein Leckerli kann eine sinnvolle Form der Bestätigung sein. Es soll jedoch nicht zur Voraussetzung dafür werden, dass dein Hund dich wahrnimmt oder mit dir zusammenarbeitet.

Deshalb schauen wir im Training nicht nur darauf, was der Hund als Belohnung bekommt, sondern auch darauf, wann eine Belohnung sinnvoll ist und welche anderen Formen der Bestätigung in einer Situation möglich sind.

Praktische Checkliste: So behältst du die Leckerli-Menge im Blick

  • Leckerlis als Bestandteil der gesamten Fütterung betrachten
  • nicht nur Stückzahlen, sondern Menge und Energie berücksichtigen
  • Kauartikel und Tischreste mit einrechnen
  • Trainingsleckerlis möglichst klein portionieren
  • bei Bedarf einen Teil der regulären Futterration fürs Training nutzen
  • die Tagesmenge morgens vorportionieren
  • bei mehreren Familienmitgliedern ein gemeinsames Snackgefäß verwenden
  • Gewicht und Körperkondition regelmäßig beobachten
  • bei Übergewicht oder Erkrankungen individuell planen

FAQ – häufige Fragen zur täglichen Leckerli-Menge

Wie viele Leckerlis darf ein Hund pro Tag bekommen?

Eine feste Stückzahl gibt es nicht. Entscheidend sind der individuelle Energiebedarf des Hundes sowie Größe, Gewicht und Energiegehalt der Leckerlis. Zwanzig sehr kleine Trainingshappen können beispielsweise weniger zusätzliche Energie liefern als ein einzelner großer Snack.

Was ist die 10-%-Regel bei Hundeleckerlis?

Als allgemeine Orientierung wird häufig empfohlen, dass Leckerlis und andere Extras höchstens ungefähr 10 % der täglichen Energieaufnahme ausmachen. Die restliche Ernährung sollte überwiegend über eine ausgewogene Hauptfütterung erfolgen. Die 10 % sind dabei kein tägliches Ziel.

Zählen Kauartikel zu den Leckerlis?

Für die Energiebilanz ja. Essbare Kauartikel liefern ebenfalls Energie und sollten deshalb zusammen mit anderen Snacks und Extras berücksichtigt werden.

Muss ich Leckerlis vom Hauptfutter abziehen?

Zusätzliche Snacks müssen bei der gesamten Energiezufuhr berücksichtigt werden. Größere Mengen des ausgewogenen Hauptfutters sollten jedoch nicht beliebig durch Leckerlis ersetzt werden, da viele Snacks keine vollständige Nährstoffversorgung gewährleisten.

Kann ich Trockenfutter als Trainingsleckerli verwenden?

Ja. Wenn dein Hund sein normales Trockenfutter gerne frisst, kann ein Teil der regulären Tagesration für Training und Übungen verwendet werden. Dadurch lässt sich zusätzliche Energie leichter vermeiden.

Sind 20 Leckerlis am Tag zu viel?

Das lässt sich anhand der Zahl allein nicht beurteilen. Zwanzig winzige Trainingshappen können eine sehr kleine Gesamtmenge darstellen, während zwanzig große Snacks deutlich zu viel sein können.

Darf mein Hund jeden Tag Leckerlis bekommen?

Bei einem gesunden Hund können Leckerlis grundsätzlich regelmäßig eingesetzt werden, sofern sie gut vertragen werden und sinnvoll in die gesamte Fütterung integriert sind.

Wie viele Trainingsleckerlis sind zu viel?

Entscheidend ist auch hier nicht die Anzahl. Je kleiner die einzelnen Belohnungen sind, desto häufiger kann häufig innerhalb derselben Gesamtmenge belohnt werden. Die gesamte Tagesration sollte trotzdem im Blick bleiben.

Wie viele Leckerlis darf ein kleiner Hund bekommen?

Gerade bei kleinen Hunden sollten Snacks sehr klein portioniert werden, weil zusätzliche Energie im Verhältnis zum gesamten Bedarf schneller ins Gewicht fällt. Eine pauschale Stückzahl gibt es jedoch auch bei kleinen Hunden nicht.

Wie viele Leckerlis darf ein Hund beim Abnehmen bekommen?

Bei einer Gewichtsreduktion sollte die gesamte Energiezufuhr individuell geplant werden. Leckerlis müssen in diesen Plan eingerechnet werden und können gegebenenfalls deutlich stärker begrenzt werden als bei einem normalgewichtigen Hund.

Kann mein Hund durch zu viele Leckerlis zunehmen?

Ja. Liegt die Energieaufnahme dauerhaft über dem individuellen Energieverbrauch, kann das zu einer Gewichtszunahme beitragen. Dabei zählt die gesamte Fütterung und nicht nur die Menge der Leckerlis.

Wie kann ich beim Training häufig belohnen, ohne zu viel zu füttern?

Verwende sehr kleine beziehungsweise gut teilbare Leckerlis, plane die Trainingsmenge vorab ein und nutze gegebenenfalls einen geeigneten Teil der normalen Tagesration. Außerdem muss nicht jede Bestätigung aus Futter bestehen.

Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen

Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Diese Empfehlungen basieren auf Erfahrung und Überzeugung und sollen dich dabei unterstützen, passende Produkte für deinen Hund auszuwählen.

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Fazit: Wie viele Leckerlis am Tag sind wirklich okay?

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Es gibt keine sinnvolle pauschale Anzahl an Leckerlis pro Tag. Ob fünf, zehn oder dreißig Stück angemessen sind, hängt davon ab, wie groß die einzelnen Snacks sind, wie viel Energie sie liefern und wie sie in die gesamte Fütterung deines Hundes passen.

Als allgemeine Orientierung kann die 10-%-Regel helfen: Leckerlis, Kauartikel und andere Extras sollten bei einem gesunden Hund nur einen kleinen Anteil der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Die 10 % sind dabei eher eine Obergrenze als ein Ziel, das täglich ausgeschöpft werden muss.

Besonders praktisch fürs Training sind kleine Portionen. Ein Leckerli muss nicht groß sein, um für deinen Hund wertvoll zu sein. Wenn du häufig trainierst, kannst du größere Snacks teilen oder einen geeigneten Teil der regulären Tagesration verwenden.

Am Ende zählt deshalb nicht, wie oft deine Hand in die Leckerlitasche greift, sondern wie viel dein Hund über den gesamten Tag tatsächlich frisst.

Belohnung ja – aber nicht nur aus der Leckerlitasche

Dein Hund soll sich an dir orientieren – nicht nur an dem Futter in deiner Hand.

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier mit Körpersprache, Orientierung, Ruhe und klarer Kommunikation. Leckerlis können gezielt als Belohnung eingesetzt werden, sind aber nur eine von vielen Möglichkeiten, deinem Hund eine Rückmeldung zu geben.

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Praktische Empfehlungen

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Wenn du häufig mit Futter bestätigst, sind vor allem kleine beziehungsweise gut teilbare Leckerlis praktisch. So kannst du die einzelne Belohnung klein halten und die gesamte Tagesmenge leichter kontrollieren.

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