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Mythos: Kauartikel machen dick

  • Isabel Scheu
  • 23.08.2026
  • Kauartikel

Kauartikel machen dick? Kalorien, Portionsgrößen & gesunder Kauspaß beim Hund

Dein Hund bekommt regelmäßig einen Kauartikel – vielleicht einen Ochsenziemer, ein Schweineohr, Rinderkopfhaut oder einen anderen Kausnack. Irgendwann fällt dir auf: Die Taille deines Hundes ist weniger deutlich zu erkennen, die Rippen lassen sich schlechter ertasten oder das Gewicht steigt langsam an. Dann stellt sich schnell die Frage: Machen Kauartikel Hunde dick?

Die kurze Antwort lautet: Kauartikel machen nicht automatisch dick – aber ihre Kalorien können erheblich zur täglichen Energieaufnahme beitragen. Besonders problematisch wird es, wenn Kauartikel zusätzlich zur normalen Futterration gegeben und bei der Tagesmenge überhaupt nicht berücksichtigt werden.

Dabei werden Kausnacks häufig anders wahrgenommen als klassische Leckerlis . Weil der Hund länger daran kaut und der Snack oft naturbelassen aussieht, entsteht schnell der Eindruck, er sei eher Beschäftigung als Futter. Doch sobald dein Hund den Kauartikel frisst, liefert er Energie und gehört zur gesamten Tagesration.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie viele Kalorien Kauartikel haben können, welche Kausnacks besonders energiereich sein können, wie du Kauartikel richtig in die Fütterung einrechnest und welche Möglichkeiten es für übergewichtige Hunde gibt. Außerdem zeigen wir dir, warum nicht allein der Fettgehalt entscheidet und wie du Kauspaß und Gewichtskontrolle sinnvoll miteinander verbinden kannst.

Kurze Antwort: Ja, Kauartikel können zur Gewichtszunahme beitragen, wenn ihre Energie zusätzlich zur regulären Futterration aufgenommen wird. Besonders getrocknete tierische Produkte können durch den Wasserentzug eine hohe Energiedichte besitzen. Entscheidend ist deshalb nicht nur, welchen Kauartikel dein Hund bekommt, sondern auch wie groß das Stück ist, wie häufig du es gibst und wie die übrige Tagesration aussieht.

Warum Kauartikel bei der Kalorienbilanz oft vergessen werden

Ein Kauartikel beschäftigt deinen Hund häufig deutlich länger als ein kleines Trainingsleckerli. Genau deshalb wird er im Alltag leicht als Beschäftigungsangebot und weniger als Nahrung wahrgenommen.

Ernährungsphysiologisch bleibt ein essbarer Kauartikel jedoch Futter. Wenn dein Hund ihn vollständig oder teilweise frisst, nimmt er darüber Energie, Eiweiß, Fett und weitere Nährstoffe auf.

Typische zusätzliche Kalorienquellen im Hundealltag sind:

  • Ochsenziemer
  • Rinderkopfhaut
  • Schweineohren
  • Kaninchenohren
  • getrockneter Pansen
  • Dörrfleisch
  • Fischhaut
  • gefüllte Kauknochen
  • Trainingsleckerlis
  • Snacks vom Tisch

Werden all diese Extras zusätzlich zum unveränderten Hauptfutter gegeben, kann sich über Tage und Wochen ein deutlicher Energieüberschuss entwickeln.

Machen Kauartikel wirklich dick?

Kein einzelner Kauartikel macht einen Hund automatisch übergewichtig. Körpergewicht entsteht langfristig aus dem Verhältnis zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch.

Nimmt dein Hund über einen längeren Zeitraum mehr Energie auf, als sein Körper benötigt, kann das Körpergewicht steigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die zusätzlichen Kalorien aus Hauptfutter, Leckerlis, Kauartikeln oder Essensresten stammen.

Gerade kleine Extras werden dabei häufig unterschätzt. Ein Kauartikel kann je nach Größe deutlich mehr wiegen als mehrere kleine Trainingsbelohnungen zusammen.

Warum getrocknete Kauartikel besonders energiereich sein können

Viele klassische Kauartikel werden durch Trocknung haltbar gemacht. Dabei wird ein großer Teil des enthaltenen Wassers entfernt.

Dadurch wird das Produkt leichter und kompakter – die enthaltene Energie verschwindet jedoch nicht einfach. Bezogen auf 100 Gramm kann ein getrocknetes Produkt deshalb eine deutlich höhere Energiedichte besitzen als derselbe Rohstoff mit hohem Wasseranteil.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder getrocknete Kauartikel automatisch eine „Kalorienbombe“ ist. Entscheidend bleiben:

  • der verwendete Rohstoff
  • der natürliche Fettgehalt
  • die Größe des Stückes
  • der Trocknungsgrad
  • eventuelle zusätzliche Beschichtungen oder Füllungen
  • die tatsächlich gefressene Menge

Welche Kauartikel haben besonders viele Kalorien?

Eine zuverlässige Rangliste lässt sich ohne die konkreten Herstellerangaben nicht erstellen. Dennoch gibt es einige Eigenschaften, bei denen du besonders genau auf die Energiedichte schauen solltest.

Fettreiche Rohstoffe

Je höher der Fettanteil eines Kauartikels ist, desto höher kann auch seine Energiedichte sein.

Große Kauartikel

Auch ein moderater Energiegehalt pro Gramm kann bei einem sehr großen Stück zu einer erheblichen Gesamtmenge führen.

Gefüllte Produkte

Zusätzliche Füllungen, Fette oder geschmacksgebende Bestandteile können die Energiedichte erhöhen.

Stark getrocknete Snacks

Durch den geringen Wasseranteil kann die Energie pro Gramm stärker konzentriert sein.

Schweineohren – sind sie eine Kalorienbombe?

Schweineohren werden häufig als besonders kalorienreicher Kauartikel bezeichnet. Tatsächlich können sie durch ihren Fettanteil eine relevante Energiemenge liefern.

Die Aussage „ein Schweineohr hat immer 500 kcal“ wäre jedoch falsch. Schweineohren unterscheiden sich erheblich in Größe, Gewicht, Fettanteil und Verarbeitung.

Deshalb ist für die Kalorienberechnung nicht nur die Bezeichnung „Schweineohr“ entscheidend, sondern das konkrete Produkt und die tatsächlich gefütterte Menge.

Ist Rinderkopfhaut kalorienarm?

Auch diese Aussage lässt sich nicht pauschal treffen. Rinderkopfhaut kann im Vergleich zu manchen fettreicheren Kauartikeln einen anderen Nährstoffaufbau besitzen, ist aber deshalb nicht automatisch „kalorienfrei“ oder für jeden übergewichtigen Hund beliebig geeignet.

Besonders dicke oder große Stücke können eine erhebliche Gesamtmenge darstellen. Wenn dein Hund eine komplette große Platte frisst, zählt auch diese vollständig zur Tagesration.

Ochsenziemer und Kalorien – häufig unterschätzt

Ochsenziemer sind bei vielen Hunden beliebt, weil sie je nach Größe und Kauverhalten eine längere Beschäftigung bieten können.

Die längere Kauzeit bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Kauartikel wenig Energie liefert. Wird der Ochsenziemer vollständig gefressen, zählt die gesamte aufgenommene Menge zur Fütterung.

Besonders bei kleinen Hunden kann deshalb schon ein relativ kleiner Kauartikel im Verhältnis zum täglichen Energiebedarf eine größere Rolle spielen als bei einem deutlich schwereren Hund.

Welche Kauartikel sind kalorienarm?

Statt pauschal nach einem bestimmten Kauartikel zu suchen, solltest du mehrere Faktoren vergleichen.

Achte insbesondere auf:

  • Energiegehalt laut Hersteller
  • Fettgehalt
  • Gewicht des einzelnen Kauartikels
  • Portionsgröße für deinen Hund
  • eventuelle Füllungen oder Beschichtungen
  • wie viel davon dein Hund tatsächlich frisst

Ein kleineres Stück eines energiereicheren Kauartikels kann unter Umständen weniger Gesamtkalorien liefern als eine sehr große Portion eines vermeintlich „leichten“ Produktes.

Deshalb ist die Portionsgröße mindestens genauso wichtig wie die Sorte.

Die 10-%-Regel für Leckerlis und Kauartikel

Als allgemeine Orientierung wird empfohlen, dass Leckerlis, Snacks und andere Extras nur einen kleinen Teil der täglichen Energieaufnahme ausmachen. Häufig wird dafür eine Grenze von ungefähr 10 % der täglichen Kalorien verwendet.

Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag exakt 10 % ausschöpfen musst. Vielmehr hilft die Regel dabei, Extras nicht unbemerkt zu einem großen Teil der täglichen Ernährung werden zu lassen.

Zu den Extras zählen nicht nur klassische Trainingsleckerlis, sondern beispielsweise auch:

  • Kauartikel
  • Kausnacks
  • Essensreste
  • kleine Snacks zwischendurch
  • Belohnungen aus der Tube

Einen ausführlichen Überblick findest du auch in unserem Beitrag Wie viele Leckerlis pro Tag sind okay? .

Wie berechne ich die Kalorien eines Kauartikels?

Ideal ist es, wenn der Hersteller den Energiegehalt des Produktes angibt. Häufig findest du die Angabe in Kilokalorien pro Kilogramm oder pro 100 Gramm.

Dann kannst du den tatsächlichen Kauartikel wiegen und die Energiemenge näherungsweise berechnen.

Ein einfaches Beispiel:

Enthält ein Produkt laut Hersteller 350 kcal pro 100 g und dein Kauartikel wiegt 20 g, enthält dieses Stück rechnerisch ungefähr:

350 kcal ÷ 100 × 20 = 70 kcal

So kannst du unterschiedliche Produkte deutlich sinnvoller vergleichen als nur anhand von Bezeichnungen wie „fettarm“, „natürlich“ oder „leichter Kausnack“.

Was tun, wenn keine Kalorien auf der Verpackung stehen?

Gerade bei naturbelassenen Kauartikeln fehlen manchmal konkrete Energieangaben.

In diesem Fall kannst du:

  • beim Hersteller nach dem Energiegehalt fragen
  • die analytischen Bestandteile miteinander vergleichen
  • die Portionsgröße bewusst klein halten
  • Kauartikel nicht zusätzlich und unbegrenzt anbieten
  • Gewicht und Körperform deines Hundes regelmäßig kontrollieren

Bei einem Hund, der abnehmen soll oder eine medizinisch relevante Gewichtskontrolle benötigt, ist eine genauere Ernährungsplanung sinnvoll.

Kauartikel richtig in die Tagesration einrechnen

Wenn dein Hund regelmäßig Kauartikel bekommt, sollten diese nicht einfach zusätzlich zur vollständigen Hauptfuttermenge gefüttert werden.

Sinnvoll ist vielmehr:

  1. ungefähren täglichen Energiebedarf deines Hundes kennen
  2. Hauptfuttermenge entsprechend planen
  3. Kalorien von Leckerlis und Kauartikeln berücksichtigen
  4. Gewicht und Körperkondition regelmäßig kontrollieren
  5. Fütterung bei Veränderungen entsprechend anpassen

Mehr über die individuelle Futtermenge erfährst du im Beitrag Wie viel Futter braucht mein Hund? .

Kauartikel bei Übergewicht – muss mein Hund darauf verzichten?

Hat dein Hund bereits Übergewicht , bedeutet das nicht zwangsläufig, dass jede Form von Kauartikel dauerhaft tabu sein muss.

Die Auswahl und Menge sollte dann jedoch besonders bewusst erfolgen.

  • kleinere Portionen wählen
  • Energiegehalt des konkreten Produktes prüfen
  • Kauartikel in die gesamte Tagesration einrechnen
  • nicht automatisch jeden Tag einen essbaren Kauartikel anbieten
  • Gewicht und Körperkondition regelmäßig kontrollieren
  • bei notwendiger Gewichtsabnahme einen strukturierten Fütterungsplan erstellen lassen

Einfach weniger Hauptfutter geben – ist das die Lösung?

Hier solltest du insbesondere bei einem übergewichtigen Hund vorsichtig sein.

Das Hauptfutter liefert nicht nur Kalorien, sondern bei einem ausgewogenen Alleinfuttermittel auch essentielle Nährstoffe. Wird die Menge dauerhaft stark reduziert, während gleichzeitig viele nicht vollwertige Snacks gefüttert werden, kann die gesamte Nährstoffversorgung ungünstig werden.

Bei einer gezielten Gewichtsabnahme ist deshalb ein sinnvoll berechneter Fütterungsplan besser als die Strategie „einfach deutlich weniger vom normalen Futter geben“.

Kauzeit begrenzen – spart das Kalorien?

Das kann funktionieren, wenn der Kauartikel nach einer bestimmten Zeit wieder weggenommen und später erneut angeboten werden kann.

Entscheidend ist allerdings nicht die reine Kauzeit, sondern wie viel dein Hund tatsächlich gefressen hat.

Ein Hund kann innerhalb von zehn Minuten eine große Menge eines weicheren Snacks aufnehmen, während ein anderer Hund nach zwanzig Minuten kaum Material von einer zähen Rinderkopfhaut abgetragen hat.

Deshalb ist das Wiegen beziehungsweise die Portionsgröße aussagekräftiger als eine starre Regel wie „maximal 15 Minuten kauen“.

Kauartikel oder kalorienfreie Beschäftigung?

Nicht jede Beschäftigung muss essbar sein.

Gerade wenn dein Hund Gewicht reduzieren soll, kannst du unterschiedliche Formen der Beschäftigung einsetzen und essbare Kauartikel gezielter auswählen.

Je nach Hund kommen beispielsweise infrage:

  • gemeinsame Suchaufgaben
  • ruhige Nasenarbeit
  • geeignete nicht essbare Beschäftigungsgegenstände
  • gemeinsames Training
  • Ruhe- und Entspannungsphasen

Dabei gilt: Ein Hund muss nicht rund um die Uhr beschäftigt werden. Auch Ruhe gehört zu einem ausgeglichenen Hundealltag.

Kauartikel im Hundealltag in Stuttgart

Gerade nach einem ausgedehnten Spaziergang im Rotwildpark, im Kräherwald, am Bärensee oder einer Trainingseinheit in Stuttgart möchten viele Hundehalter ihrem Hund zu Hause noch etwas „Gutes“ geben.

Genau hier summieren sich zusätzliche Kalorien leicht: Trainingsleckerlis unterwegs, ein kleiner Snack nach dem Spaziergang und anschließend noch ein größerer Kauartikel zur Beschäftigung.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir deshalb immer den gesamten Alltag des Hundes. Bewegung, Training, Ruhe, Beschäftigung und Fütterung gehören zusammen. Ein Kauartikel kann eine schöne Ergänzung sein – er muss aber nicht nach jedem Spaziergang oder jeder Trainingseinheit dazugehören.

Wie erkenne ich Übergewicht bei meinem Hund?

Die Zahl auf der Waage allein reicht nicht immer aus. Auch Körperform und Körperkondition sind wichtig.

Als Orientierung solltest du unter anderem darauf achten:

  • Sind die Rippen mit leichter Berührung noch gut ertastbar?
  • Ist von oben eine Taille erkennbar?
  • Ist die Bauchlinie von der Seite leicht aufgezogen?
  • Hat sich das Körpergewicht in den vergangenen Monaten verändert?

Wenn du unsicher bist oder dein Hund deutlich zugenommen hat, kann eine tierärztliche Beurteilung der Körperkondition sinnvoll sein.

FAQ – häufige Fragen zu Kauartikeln und Kalorien

Machen Kauartikel Hunde dick?

Kauartikel können zur Gewichtszunahme beitragen, wenn sie zusätzliche Energie liefern und nicht in die gesamte Tagesration eingerechnet werden. Entscheidend ist langfristig die gesamte Energieaufnahme im Verhältnis zum Energiebedarf.

Wie viele Kalorien hat ein Kauartikel?

Das hängt von Rohstoff, Fettgehalt, Trocknung, Größe und Hersteller ab. Deshalb solltest du möglichst die Energieangabe des konkreten Produktes verwenden und den einzelnen Kauartikel bei Bedarf wiegen.

Welche Kauartikel haben wenig Kalorien?

Eine bestimmte Sorte ist nicht automatisch kalorienarm. Vergleiche Energiegehalt, Fettgehalt und vor allem die tatsächliche Portionsgröße. Ein kleineres Stück kann energetisch günstiger sein als ein sehr großer vermeintlich fettarmer Kauartikel.

Wie viele Kalorien hat ein Schweineohr?

Dafür gibt es keinen verlässlichen Pauschalwert pro Stück, da Schweineohren unterschiedlich groß, schwer und fettreich sind. Verwende möglichst die Herstellerangabe und das tatsächliche Gewicht des einzelnen Produktes.

Ist Rinderkopfhaut kalorienarm?

Rinderkopfhaut ist nicht automatisch kalorienarm. Entscheidend sind Zusammensetzung, Restfett, Produktgröße und die tatsächlich gefressene Menge.

Darf ein übergewichtiger Hund Kauartikel bekommen?

Das kann je nach Ernährungsplan möglich sein. Wichtig sind eine kontrollierte Portion, der Energiegehalt des Kauartikels und die Berücksichtigung aller Snacks in der gesamten Tagesration. Bei einer gezielten Gewichtsabnahme sollte die Fütterung individuell geplant werden.

Muss ich Kauartikel vom Hauptfutter abziehen?

Essbare Kauartikel gehören zur gesamten Energieaufnahme. Wie Hauptfutter und Extras sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, hängt von der individuellen Fütterung ab. Große Mengen des Hauptfutters sollten bei einer Gewichtsreduktion jedoch nicht ohne durchdachten Ernährungsplan gekürzt werden.

Wie oft darf mein Hund einen Kauartikel bekommen?

Eine allgemeingültige Häufigkeit gibt es nicht. Art, Größe und Energiegehalt des Kauartikels sowie die restliche Fütterung müssen berücksichtigt werden. Mehr dazu findest du im Beitrag „Wie oft sollte ein Hund kauen?“.

Sind natürliche Kauartikel immer gesünder?

Nein. „Natürlich“ sagt allein weder etwas über den Kaloriengehalt noch über die geeignete Portionsgröße oder Verträglichkeit aus. Auch ein naturbelassener Kauartikel kann sehr energiereich sein.

Sind Kauartikel besser als Leckerlis?

Beide erfüllen unterschiedliche Zwecke. Kleine Leckerlis eignen sich häufig besser für schnelle Trainingsbelohnungen, während Kauartikel länger beschäftigen können. Für die Gewichtskontrolle zählt bei beiden die tatsächlich aufgenommene Energiemenge.

Fazit: Kauartikel können dick machen – entscheidend ist die Gesamtmenge

Kauartikel sind nicht automatisch Dickmacher. Sie werden jedoch häufig unterschätzt, weil sie gleichzeitig als Beschäftigung wahrgenommen werden.

Sobald dein Hund einen Kauartikel frisst, gehört dessen Energie zur gesamten Tagesration. Besonders bei kleinen, wenig aktiven oder bereits übergewichtigen Hunden kann eine regelmäßig zusätzliche Portion deshalb einen deutlichen Unterschied machen.

Statt pauschal einzelne Kauartikel als „kalorienarm“ oder „Kalorienbombe“ einzustufen, solltest du Energiegehalt, Fettanteil, Gewicht des Stückes und tatsächliche Portionsgröße betrachten.

So kann dein Hund weiterhin Kauspaß genießen, ohne dass aus einer gut gemeinten Beschäftigung unbemerkt eine dauerhaft zu hohe Energiezufuhr wird.

Praktische Empfehlungen

Meine Kauartikel-Empfehlungen für deinen Hund

Auch bei naturbelassenen Kauartikeln solltest du die Portionsgröße und die gesamte Tagesration im Blick behalten. Welcher Kauartikel zu deinem Hund passt, hängt unter anderem von Größe, Kauverhalten, Verträglichkeit und individuellem Energiebedarf ab. Lass deinen Hund beim Kauen nicht unbeaufsichtigt und nimm zu kleine Reststücke rechtzeitig weg.

Getrockneter Ochsenziemer

Ochsenziemer gehören zu den klassischen Kauartikeln für Hunde und können je nach Größe und Kauverhalten eine länger anhaltende Beschäftigung bieten. Auch hier gilt: Der gesamte gefressene Kauartikel zählt zur täglichen Energieaufnahme. Wähle deshalb eine zum Hund passende Größe.

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Rinderkopfhautplatten

Rinderkopfhaut ist ein fester Kauartikel und kann Hunde je nach Stärke und individuellem Kauverhalten länger beschäftigen. Besonders bei der Gewichtskontrolle solltest du nicht nur auf die Sorte schauen, sondern auch berücksichtigen, wie groß das tatsächlich gefressene Stück ist.

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Rinderdörrfleisch

Rinderdörrfleisch eignet sich je nach Größe eher als kürzerer Kau-Snack. Gerade bei kleineren Snacks lässt sich die Portion häufig einfacher anpassen. Trotzdem gilt auch hier: Getrocknetes Fleisch besitzt einen geringen Wasseranteil und sollte bei der gesamten Tagesration berücksichtigt werden.

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