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BARF Plan erstellen

  • Isabel Scheu
  • 03.08.2026
  • BARF

BARF-Plan selbst erstellen: Schritt für Schritt zur passenden Rohfütterung

Du möchtest deinen Hund mit BARF füttern und die Mahlzeiten selbst zusammenstellen? Dann stehst du wahrscheinlich schnell vor einer ganzen Reihe von Fragen: Wie erstelle ich einen BARF-Plan für meinen Hund? Wie viel BARF braucht mein Hund am Tag? Wie viel Fleisch, Innereien und Knochen gehören in die Ration? Welche Zusätze braucht ein Hund beim BARFen – und wie erkenne ich, ob mein BARF-Plan wirklich ausgewogen ist?

Genau hier wird deutlich, dass ein guter BARF-Plan mehr ist als eine einfache Prozentrechnung. Körpergewicht und Futtermenge bilden zwar eine wichtige Grundlage, eine langfristig bedarfsgerechte Rohfütterung muss aber auch Energie, Protein, Fett, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und essenzielle Fettsäuren berücksichtigen.

Deshalb solltest du einen BARF-Plan nicht einfach aus einigen pauschalen Prozentwerten zusammensetzen. Alter, Aktivität, Körperkondition, individuelle Verträglichkeit und gesundheitliche Besonderheiten deines Hundes spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ein BARF-Plan grundsätzlich aufgebaut wird, welche Bestandteile du berücksichtigen solltest, wie du die Futtermenge einschätzt und welche typischen Fehler du bei der Planung vermeiden solltest.

Kurz erklärt: Einen BARF-Plan selbst zu erstellen bedeutet nicht nur, Fleisch, Innereien, Knochen und Gemüse nach festen Prozentwerten aufzuteilen. Zuerst wird der individuelle Energie- und Futterbedarf eingeschätzt. Anschließend werden die einzelnen Komponenten so zusammengestellt, dass die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen möglichst bedarfsgerecht erfolgt. Gewicht, Körperkondition und Verträglichkeit müssen danach regelmäßig kontrolliert werden.

Was ist ein BARF-Plan überhaupt?

Ein BARF-Plan ist eine strukturierte Fütterungsplanung für die Rohfütterung deines Hundes. Er legt fest, welche Futtermittel dein Hund in welchen Mengen über einen bestimmten Zeitraum erhält.

Dabei geht es nicht darum, dass jede einzelne Mahlzeit exakt gleich zusammengesetzt sein muss. Entscheidend ist vielmehr, dass die gesamte Ration sinnvoll geplant wird und dein Hund langfristig ausreichend mit Energie und essenziellen Nährstoffen versorgt wird.

Ein BARF-Plan kann unter anderem folgende Bestandteile berücksichtigen:

  • Muskelfleisch
  • Fett
  • bestimmte Innereien
  • eine geeignete Kalziumquelle
  • Gemüse und gegebenenfalls Obst
  • geeignete Öle beziehungsweise Quellen essenzieller Fettsäuren
  • gegebenenfalls weitere Ergänzungen zur Nährstoffversorgung

Ein guter Plan beantwortet deshalb nicht nur die Frage „Wie viel BARF bekommt mein Hund?“, sondern auch „Welche Nährstoffe erhält mein Hund aus welchen Bestandteilen?“

Schritt 1: Den individuellen Bedarf deines Hundes erfassen

Bevor du Grammzahlen berechnest oder Fleisch bestellst, solltest du deinen Hund betrachten. Denn der Energie- und Nährstoffbedarf ist individuell.

Zu den wichtigen Faktoren gehören:

  • Körpergewicht: Wie viel wiegt dein Hund aktuell?
  • Körperkondition: Ist dein Hund schlank, idealgewichtig oder übergewichtig?
  • Alter: Der Bedarf verändert sich im Laufe des Lebens.
  • Aktivität: Ein sportlich geführter Hund benötigt unter Umständen deutlich mehr Energie als ein wenig aktiver Hund.
  • Haltung: Auch Bewegung, Umgebung und Alltag können den Energiebedarf beeinflussen.
  • Gesundheitszustand: Erkrankungen können eine individuell angepasste Ernährung erforderlich machen.
  • Kastrationsstatus und individueller Stoffwechsel: Auch diese Faktoren können Einfluss auf den tatsächlichen Energiebedarf haben.

Genau deshalb ist eine Prozentangabe vom Körpergewicht immer nur ein Ausgangspunkt und keine Garantie dafür, dass die berechnete Menge für deinen Hund dauerhaft richtig ist.

Schritt 2: Die tägliche Futtermenge bestimmen

In vielen BARF-Konzepten wird zunächst mit einem bestimmten Prozentsatz des Körpergewichts gearbeitet. Für erwachsene Hunde findet man häufig Richtwerte im Bereich von ungefähr zwei bis drei Prozent des Körpergewichts.

Diese Werte sind jedoch Orientierungswerte. Zwei Hunde mit jeweils 20 Kilogramm Körpergewicht können einen deutlich unterschiedlichen Energiebedarf haben.

Ein Beispiel:

Ein erwachsener Hund wiegt 15 Kilogramm. Wird zunächst mit 2,5 Prozent des Körpergewichts gerechnet, ergibt sich:

15 kg × 0,025 = 0,375 kg = 375 g Futter pro Tag.

Diese 375 Gramm sind zunächst eine rechnerische Ausgangsmenge. Anschließend muss beobachtet werden, ob der Hund damit sein Idealgewicht und eine gute Körperkondition hält.

Mehr zum Thema findest du auch in unserem Ratgeber zur Berechnung der täglichen Futtermenge.

Schritt 3: Die Bestandteile des BARF-Plans verstehen

Jetzt kommt der entscheidende Teil: Die Gesamtfuttermenge muss sinnvoll zusammengesetzt werden.

Je nach BARF-Konzept unterscheiden sich die verwendeten Prozentverteilungen. Deshalb ist es sinnvoller, die Funktion der einzelnen Komponenten zu verstehen, statt ausschließlich Zahlen aus einer Tabelle zu übernehmen.

Muskelfleisch

Muskelfleisch liefert unter anderem hochwertiges Protein, Aminosäuren und – abhängig von der Fleischsorte und dem Fettgehalt – Energie.

Zum Muskelfleisch können beispielsweise gehören:

  • Rindfleisch
  • Lamm
  • Geflügelfleisch
  • Putenfleisch
  • Wild
  • Herz

Wichtig: Herz ist anatomisch ein Organ, wird ernährungsphysiologisch aufgrund seiner Zusammensetzung jedoch dem Muskelfleisch zugerechnet. Es ersetzt deshalb nicht einfach Leber, Niere oder andere nährstoffreiche Innereien.

Fett

Fett ist ein wichtiger Energielieferant und sollte bei der Planung nicht vergessen werden. Sehr mageres Fleisch kann dazu führen, dass die Ration zwar mengenmäßig groß aussieht, aber vergleichsweise wenig Energie liefert.

Deshalb sollte bei der Auswahl des Muskelfleisches auch dessen Fettgehalt berücksichtigt werden.

Innereien

Innereien beim BARF liefern zahlreiche Vitamine und Spurenelemente und erfüllen deshalb eine andere Funktion als reines Muskelfleisch.

Häufig verwendet werden beispielsweise:

  • Leber
  • Niere
  • Milz
  • gegebenenfalls weitere geeignete Organe

Gerade Leber ist sehr nährstoffreich. Das bedeutet aber nicht, dass besonders viel davon automatisch besonders gesund ist. Auch bei nährstoffreichen Lebensmitteln kommt es auf die richtige Menge an.

Kalziumquelle beziehungsweise rohe fleischige Knochen

Eine ausreichende Kalziumversorgung ist ein zentraler Bestandteil einer selbst zusammengestellten Ration.

Je nach Fütterungskonzept kann sie beispielsweise über geeignete rohe fleischige Knochen oder eine berechnete alternative Kalziumquelle erfolgen.

Bei der Knochenfütterung kommt es nicht nur auf das Gewicht der Knochen an. Unterschiedliche Knochen können unterschiedlich viel Kalzium liefern.

Gemüse und Obst

Pflanzliche Bestandteile können unter anderem Ballaststoffe und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe liefern.

Geeignete Zutaten können beispielsweise sein:

  • Karotten
  • Zucchini
  • Kürbis
  • Brokkoli
  • Beeren
  • geeignete Obstsorten in angemessener Menge

Pflanzliche Bestandteile werden häufig fein zerkleinert oder püriert angeboten.

Öle und essenzielle Fettsäuren

Auch Öle beim BARF sollten nicht einfach nach dem Prinzip „ein Schuss über das Futter“ eingesetzt werden.

Unterschiedliche Öle besitzen unterschiedliche Fettsäureprofile. Entscheidend ist deshalb, welchen Zweck ein Öl innerhalb der Ration erfüllen soll.

Schritt 4: Nicht einfach mit starren BARF-Prozentwerten rechnen

Im Internet findest du zahlreiche BARF-Rechner und Tabellen mit festen Prozentangaben. Sie können bei der Orientierung helfen, ersetzen aber keine Betrachtung der tatsächlichen Nährstoffversorgung.

Das Problem lässt sich an einem einfachen Beispiel erklären:

Zwei BARF-Rationen können beide zu 60 Prozent aus „Muskelfleisch“ bestehen. Besteht die eine überwiegend aus sehr magerem Fleisch und die andere aus deutlich fettreicherem Fleisch, unterscheiden sich beide Rationen bereits erheblich in ihrem Energiegehalt.

Dasselbe gilt für Knochen, Innereien und andere Bestandteile.

Prozentwerte beschreiben Mengen – sie garantieren keine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung.

Schritt 5: Mineralstoffe und Spurenelemente berücksichtigen

Ein häufiger Fehler beim selbst erstellten BARF-Plan besteht darin, nur auf Protein, Fleisch und Kalzium zu achten.

Eine langfristig ausgewogene Ernährung muss jedoch deutlich mehr berücksichtigen.

Je nach Zusammensetzung der Ration müssen unter anderem berücksichtigt werden:

  • Kalzium
  • Phosphor
  • Jod
  • Zink
  • Kupfer
  • Mangan
  • Selen
  • verschiedene Vitamine
  • essenzielle Fettsäuren

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer Schüssel mit frischen Zutaten und einer tatsächlich geplanten Ration.

Schritt 6: Braucht ein BARF-Plan Supplemente?

Die Frage „Welche Zusätze braucht mein Hund beim BARFen?“ lässt sich nicht pauschal mit einer festen Einkaufsliste beantworten.

Ob und welche Ergänzungen notwendig sind, hängt davon ab, welche Nährstoffe bereits über die verwendeten Lebensmittel abgedeckt werden.

Je nach Rationsgestaltung können beispielsweise bestimmte Mineralstoff-, Spurenelement- oder Fettsäurequellen erforderlich sein.

Problematisch ist deshalb sowohl das Weglassen notwendiger Ergänzungen als auch das wahllose Hinzufügen zahlreicher Pulver und Öle.

Mehr ist bei Supplementen nicht automatisch besser.

Schritt 7: Eine Wochenration statt sieben identische Tage planen

Für viele Hundehalter ist es praktischer, nicht jede einzelne Mahlzeit isoliert zu betrachten, sondern eine strukturierte Wochenplanung zu erstellen.

Dabei legst du fest:

  • Wie hoch ist die Gesamtfuttermenge für die Woche?
  • Welche Fleischsorten werden verwendet?
  • Welche Innereien werden in welcher Menge eingeplant?
  • Wie wird die Kalziumversorgung sichergestellt?
  • Welche pflanzlichen Bestandteile werden verwendet?
  • Welche Fett- und Fettsäurequellen sind vorgesehen?
  • Welche weiteren Ergänzungen sind erforderlich?

Dadurch musst du nicht zwangsläufig jede einzelne Mahlzeit aus zahlreichen Miniportionen zusammensetzen.

Schritt 8: BARF-Mengen berechnen – ein einfaches Beispiel

Nehmen wir wieder einen erwachsenen Hund mit 15 Kilogramm Körpergewicht.

Als erste Orientierung werden 2,5 Prozent des Körpergewichts angesetzt:

15 kg × 2,5 % = 375 g Gesamtfutter pro Tag.

Auf sieben Tage gerechnet:

375 g × 7 = 2.625 g beziehungsweise 2,625 kg Gesamtfutter pro Woche.

Erst danach wird die Wochenration entsprechend dem gewählten und fachlich passenden Fütterungskonzept auf die benötigten Komponenten verteilt.

Schritt 9: BARF-Mahlzeiten sinnvoll aufteilen

Es gibt keine allgemeine Regel, nach der jeder erwachsene Hund zwingend zwei oder drei Mahlzeiten pro Tag bekommen muss.

Wie häufig du fütterst, hängt unter anderem von deinem Hund, seiner Verträglichkeit, eurem Alltag und gegebenenfalls gesundheitlichen Faktoren ab.

Viele erwachsene Hunde erhalten beispielsweise zwei Mahlzeiten täglich. Andere kommen mit einer anderen Aufteilung besser zurecht.

Wichtiger als starre Uhrzeiten ist eine Fütterungsroutine, die zu deinem Hund passt.

Schritt 10: BARF vorbereiten und portionsweise einfrieren

Sobald dein Plan steht, kannst du dir die Umsetzung mit Meal Prep deutlich erleichtern.

Statt jeden Tag Fleisch, Innereien und weitere Bestandteile neu abzuwiegen, kannst du mehrere Portionen vorbereiten und entsprechend lagern.

Praktisch ist beispielsweise:

  1. Wochenmenge berechnen.
  2. Zutaten entsprechend dem Plan abwiegen.
  3. Tages- oder Mahlzeitenportionen vorbereiten.
  4. Portionen beschriften.
  5. Geeignet einfrieren.
  6. Benötigte Portion rechtzeitig im Kühlschrank auftauen.

Ausführliche Hinweise findest du in unserem Beitrag zum Vorbereiten und Einfrieren von BARF.

Schritt 11: Hygiene bei der BARF-Zubereitung

Rohes Fleisch kann Krankheitserreger enthalten. Deshalb gehört Küchenhygiene unbedingt zu einem guten BARF-Plan.

  • Hände vor und nach der Verarbeitung gründlich waschen.
  • Arbeitsflächen nach Kontakt mit Rohfleisch reinigen.
  • Messer und Schneidebretter sorgfältig säubern.
  • Kühlkette möglichst einhalten.
  • Futter hygienisch im Kühlschrank auftauen.
  • Futternäpfe nach der Mahlzeit reinigen.
  • Rohfutter nicht unnötig lange ungekühlt stehen lassen.

Schritt 12: Den BARF-Plan regelmäßig überprüfen

Auch ein sorgfältig erstellter Plan sollte nicht für immer unverändert bleiben.

Beobachte deinen Hund regelmäßig:

  • Bleibt das Körpergewicht stabil?
  • Passt die Körperkondition?
  • Wie entwickelt sich die Verdauung?
  • Verträgt der Hund die eingesetzten Zutaten?
  • Hat sich die Aktivität verändert?
  • Gab es gesundheitliche Veränderungen?

Ein Hund, der plötzlich deutlich aktiver oder weniger aktiv wird, kann beispielsweise eine Anpassung seiner Energiezufuhr benötigen.

Glänzendes Fell und guter Kot beweisen keine perfekte Nährstoffversorgung

Ein verbreiteter Irrtum lautet: „Mein Hund sieht gut aus und sein Kot ist perfekt – also muss mein BARF-Plan stimmen.“

Fell, Verdauung, Gewicht und Verhalten liefern wichtige Hinweise auf Verträglichkeit und Allgemeinzustand. Sie zeigen aber nicht zuverlässig, ob beispielsweise Jod, Zink, Kupfer, bestimmte Vitamine oder essenzielle Fettsäuren langfristig bedarfsgerecht aufgenommen werden.

Manche Fehler in der Nährstoffversorgung können lange unauffällig bleiben.

Deshalb sollte die Beurteilung eines BARF-Plans nicht ausschließlich nach dem äußeren Eindruck des Hundes erfolgen.

Typische Fehler beim BARF-Plan selbst erstellen

Viele Fehler entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil BARF auf den ersten Blick einfacher wirkt, als eine vollständige Rationsplanung tatsächlich ist.

  • Nur mit Prozentwerten arbeiten: Mengenverhältnisse allein garantieren keine vollständige Nährstoffversorgung.
  • Herz als klassische Innerei berechnen: Herz wird ernährungsphysiologisch dem Muskelfleisch zugerechnet.
  • Zu wenig auf Fett achten: Sehr mageres Fleisch kann die Energieversorgung erschweren.
  • Kalzium nur nach Knochengewicht berechnen: Unterschiedliche Knochen besitzen unterschiedliche Mineralstoffgehalte.
  • Supplemente nach Gefühl einsetzen: Sowohl Unter- als auch Überversorgung sind möglich.
  • Jeden Zusatz als gesund betrachten: Nicht jedes Pulver oder Öl ist für jede Ration notwendig.
  • Nur das Gewicht beobachten: Auch die Körperkondition ist entscheidend.
  • Hygiene unterschätzen: Rohes Fleisch muss entsprechend sorgfältig verarbeitet werden.
  • Einen einmal erstellten Plan nie mehr überprüfen: Bedarf und Lebenssituation können sich verändern.

Wann solltest du deinen BARF-Plan überprüfen lassen?

Nicht jede selbst zusammengestellte Ration muss kompliziert sein. Es gibt aber Situationen, in denen eine professionelle Berechnung beziehungsweise Überprüfung besonders sinnvoll ist.

Dazu gehören insbesondere:

  • Wachstum
  • Trächtigkeit und Laktation
  • bekannte Erkrankungen
  • starkes Unter- oder Übergewicht
  • komplexe Ausschlussdiäten
  • wiederkehrende Probleme trotz Anpassung der Fütterung
  • Unsicherheit bezüglich der Nährstoffversorgung

Hier kann eine fachkundige Rationsberechnung wesentlich mehr Sicherheit bieten als ein allgemeiner BARF-Rechner aus dem Internet.

BARF-Plan selbst erstellen oder erstellen lassen?

Wenn du dich intensiv mit Hundeernährung beschäftigen möchtest, kann es sinnvoll sein, die Grundlagen einer Rationsplanung selbst zu verstehen.

Du lernst dadurch nicht nur, Mengen abzuwiegen, sondern auch zu beurteilen, warum bestimmte Komponenten überhaupt Bestandteil der Ration sind.

Wenn du dir bei der Berechnung unsicher bist oder dein Hund besondere Anforderungen hat, ist es jedoch sinnvoll, einen individuell berechneten Plan erstellen oder deinen eigenen Plan fachlich überprüfen zu lassen.

Ein professionell berechneter Plan und eigenes Verständnis schließen sich dabei nicht aus – im Gegenteil: Je besser du den Plan verstehst, desto sicherer kannst du ihn im Alltag umsetzen.

BARF-Plan erstellen in Stuttgart – Ernährung muss zum Alltag passen

Auch bei der Hundeernährung spielt der individuelle Alltag eine wichtige Rolle. Ein Hund, der regelmäßig lange Spaziergänge durch den Rotwildpark macht, mit seinem Menschen im Stuttgarter Wald unterwegs ist oder sportlich geführt wird, kann einen anderen Energiebedarf haben als ein Hund mit deutlich ruhigerem Tagesablauf.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir den Hund deshalb immer als Individuum. Körpergewicht allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Bewegung, Alltag, Alter, Körperkondition und individuelle Verträglichkeit gehören ebenfalls dazu.

Gerade beim BARFen sollte die Fütterung deshalb nicht einfach aus einer Tabelle übernommen werden. Sie muss zum tatsächlichen Hund passen.

BARF-Plan selbst erstellen – deine Checkliste

  • Aktuelles Körpergewicht erfassen.
  • Körperkondition beurteilen.
  • Aktivität und individuellen Energiebedarf berücksichtigen.
  • Gesamtfuttermenge als Ausgangspunkt bestimmen.
  • Muskelfleisch und Fett sinnvoll einplanen.
  • Geeignete Innereien berücksichtigen.
  • Kalziumversorgung sicherstellen.
  • Pflanzliche Bestandteile passend auswählen.
  • Essenzielle Fettsäuren berücksichtigen.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente überprüfen.
  • Notwendige Ergänzungen gezielt einsetzen.
  • Wochenration planen.
  • Portionen vorbereiten und hygienisch lagern.
  • Gewicht und Körperkondition regelmäßig kontrollieren.
  • Plan bei Veränderungen anpassen.

FAQ – häufige Fragen zum BARF-Plan für Hunde

Wie erstelle ich einen BARF-Plan für meinen Hund?

Zunächst werden Körpergewicht, Körperkondition, Aktivität und individuelle Besonderheiten erfasst. Danach wird eine geeignete Futtermenge bestimmt und die Ration aus passenden tierischen und pflanzlichen Komponenten sowie notwendigen Nährstoffquellen zusammengestellt.

Wie viel BARF braucht mein Hund am Tag?

Häufig verwendete Prozentwerte des Körpergewichts können als erste Orientierung dienen. Die tatsächlich passende Futtermenge hängt jedoch unter anderem von Energiegehalt, Aktivität, Alter, Körperkondition und individuellem Stoffwechsel ab.

Reichen 2 bis 3 Prozent des Körpergewichts beim BARFen?

Diese Werte werden häufig als Ausgangspunkt für erwachsene Hunde verwendet, sind aber keine allgemeingültige Bedarfsberechnung. Die Futtermenge muss anschließend anhand des individuellen Hundes überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Wie viel Fleisch gehört in einen BARF-Plan?

Das hängt vom verwendeten BARF-Konzept und der gesamten Rationsgestaltung ab. Ein bestimmter Fleischanteil allein sagt noch nicht aus, ob Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes vollständig gedeckt werden.

Ist Herz beim BARFen Muskelfleisch oder Innerei?

Herz ist anatomisch ein Organ, wird ernährungsphysiologisch jedoch dem Muskelfleisch zugerechnet. Es sollte deshalb nicht einfach anstelle von Leber, Niere oder anderen nährstoffreichen Innereien eingeplant werden.

Welche Innereien braucht ein Hund beim BARFen?

In BARF-Rationen werden häufig unter anderem Leber, Niere und Milz eingesetzt. Welche Mengen sinnvoll sind, hängt von der gesamten Rationsplanung und der angestrebten Nährstoffversorgung ab.

Muss mein Hund beim BARFen Knochen bekommen?

Eine ausreichende Kalziumversorgung ist notwendig, sie muss aber nicht zwangsläufig ausschließlich über ganze Knochen erfolgen. Je nach Fütterungskonzept können auch andere geeignete und entsprechend berechnete Kalziumquellen verwendet werden.

Welche Zusätze braucht mein Hund beim BARFen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Welche Ergänzungen erforderlich sind, hängt davon ab, welche Nährstoffe bereits über die eingesetzten Futtermittel geliefert werden und welche Versorgung noch sichergestellt werden muss.

Braucht BARF immer Gemüse und Obst?

Das hängt vom gewählten Fütterungskonzept ab. Pflanzliche Bestandteile können unter anderem Ballaststoffe liefern und werden in vielen BARF-Konzepten bewusst eingesetzt.

Kann ich einen BARF-Rechner aus dem Internet verwenden?

Ein BARF-Rechner kann bei der Mengenplanung helfen. Er ersetzt jedoch nicht automatisch eine vollständige Beurteilung der Energie- und Nährstoffversorgung, insbesondere wenn lediglich feste Prozentwerte berechnet werden.

Kann ich BARF für eine ganze Woche vorbereiten?

Ja, eine Wochenplanung und portionsweise Vorbereitung kann den Alltag deutlich erleichtern. Dabei solltest du auf hygienische Verarbeitung, geeignete Lagerung und eine zuverlässige Kühlkette achten.

Wann sollte ich einen BARF-Plan professionell berechnen lassen?

Besonders während des Wachstums, bei Erkrankungen, Trächtigkeit, Laktation, komplexen Ausschlussdiäten oder Unsicherheit hinsichtlich der Nährstoffversorgung ist eine individuell fachlich berechnete Ration empfehlenswert.

Fazit: Einen BARF-Plan selbst erstellen bedeutet mehr als Prozentrechnen

Einen BARF-Plan selbst zu erstellen kann dir viel Kontrolle darüber geben, was im Napf deines Hundes landet. Du kannst Zutaten gezielt auswählen, die Fütterung an deinen Alltag anpassen und dich intensiv mit den individuellen Bedürfnissen deines Hundes beschäftigen.

Gleichzeitig sollte BARF nicht auf die Formel „Fleisch + Innereien + Knochen + Gemüse = ausgewogen“ reduziert werden. Eine langfristig geeignete Ration muss Energie und essenzielle Nährstoffe in passenden Mengen liefern.

Prozentwerte und BARF-Rechner können dir dabei eine erste Orientierung geben. Sie ersetzen jedoch nicht das Verständnis dafür, welche Funktion die einzelnen Komponenten erfüllen.

Plane deshalb zuerst den Bedarf deines Hundes, lege anschließend die geeigneten Nährstoffquellen fest und kontrolliere regelmäßig Gewicht, Körperkondition und Verträglichkeit. Wenn du bei einzelnen Nährstoffen oder besonderen Anforderungen unsicher bist, solltest du deinen BARF-Plan fachlich überprüfen lassen.

So wird aus einer Schüssel mit rohen Zutaten eine durchdachte Rohfütterung, die tatsächlich zu deinem Hund passt.

Praktische Empfehlungen

Meine BARF-Empfehlungen für deinen Hund

Wer seinen Hund barfen möchte, findet mittlerweile verschiedene Fleischmischungen und Probierpakete für die Rohfütterung. Welches Produkt zu deinem Hund passt, hängt von seinem individuellen Bedarf, seiner Verträglichkeit und der Zusammenstellung der gesamten Ration ab. Die Produkte können einzelne Bestandteile deiner BARF-Planung erleichtern, ersetzen aber nicht automatisch eine bedarfsgerechte Rationsberechnung.

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Fresco Dog Probierpaket

Das Probierpaket von Fresco Dog bietet verschiedene fleischige Varianten und eignet sich zum Kennenlernen unterschiedlicher Sorten. Gerade bei neuen Produkten empfiehlt es sich, die Verträglichkeit beim eigenen Hund zu beobachten und Futterumstellungen schrittweise vorzunehmen.

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TACKENBERG Rindermix-Paket

Das Rindermix-Paket von TACKENBERG bietet verschiedene Komponenten vom Rind und kann für Hundehalter interessant sein, die Fleischprodukte für die individuelle Zusammenstellung einer BARF-Ration suchen. Welche weiteren Bestandteile benötigt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Futterplan und dem Bedarf des Hundes.

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Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen

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