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BARF für Anfänger

  • Isabel Scheu
  • 01.08.2026
  • BARF

BARF für Anfänger: So startest du richtig mit der Rohfütterung

Du hast schon häufiger von BARF gehört und überlegst, deinen Hund künftig roh zu füttern? Gerade am Anfang wirken Begriffe wie Muskelfleisch, Innereien, rohe fleischige Knochen, Kalziumversorgung, Supplemente und Tagesration schnell kompliziert. Doch wer die Grundlagen versteht und strukturiert vorgeht, kann sich Schritt für Schritt in das Thema einarbeiten.

BARF ist mehr als einfach nur rohes Fleisch im Napf. Eine bedarfsgerechte Rohfütterung muss verschiedene Nährstoffquellen sinnvoll miteinander kombinieren und zum individuellen Hund passen. Körpergewicht, Aktivität, Alter, Körperkondition, Verträglichkeit und mögliche gesundheitliche Besonderheiten spielen dabei eine wichtige Rolle.

In diesem ausführlichen Anfänger-Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, wie du mit BARF beginnen kannst, welche Bestandteile grundsätzlich dazugehören, wie du die Futtermenge einschätzt, was bei der Futterumstellung wichtig ist und welche typischen BARF-Anfängerfehler du vermeiden solltest.

BARF für Anfänger kurz erklärt: Bevor du deinen Hund auf Rohfütterung umstellst, solltest du zunächst seinen individuellen Bedarf einschätzen und verstehen, aus welchen Komponenten eine bedarfsgerechte BARF-Ration besteht. Entscheidend sind nicht möglichst viele verschiedene Zutaten, sondern eine nachvollziehbar geplante Nährstoffversorgung, hygienischer Umgang mit rohen Lebensmitteln und regelmäßige Kontrolle von Gewicht, Körperkondition und Verträglichkeit.

Was ist BARF überhaupt?

BARF bezeichnet ein Konzept der Rohfütterung, bei dem die Ration aus unterschiedlichen tierischen und pflanzlichen Bestandteilen zusammengestellt wird.

Typische Bestandteile können sein:

  • Muskelfleisch als Protein- und Energiequelle
  • Innereien als Lieferanten verschiedener Vitamine und Spurenelemente
  • rohe fleischige Knochen oder eine geeignete alternative Kalziumquelle
  • Fett als wichtiger Energielieferant
  • Gemüse und gegebenenfalls Obst als pflanzliche Bestandteile
  • Öle und weitere Ergänzungen, sofern sie für die jeweilige Ration erforderlich sind

Das Ziel besteht nicht darin, die Ernährung eines wildlebenden Tieres möglichst exakt nachzuahmen. Entscheidend ist vielmehr, aus geeigneten Lebensmitteln eine Ration zusammenzustellen, die den Ernährungsbedarf des Hundes möglichst zuverlässig deckt.

BARF für Anfänger: Was du vor dem Start wissen solltest

Einer der häufigsten Irrtümer beim Einstieg lautet: „Ich füttere einfach Fleisch, etwas Gemüse und ab und zu einen Knochen.“

Genau hier können langfristig Probleme entstehen. Fleisch allein liefert nicht automatisch alle Nährstoffe, die dein Hund benötigt.

Bevor du mit BARF beginnst, solltest du deshalb folgende Fragen beantworten können:

  • Wie hoch ist der ungefähre Energie- und Futterbedarf meines Hundes?
  • Welche tierischen Komponenten soll die Ration enthalten?
  • Wie wird die Kalziumversorgung sichergestellt?
  • Welche Innereien werden benötigt?
  • Woher kommen notwendige essenzielle Fettsäuren?
  • Welche Ergänzungen benötigt meine konkrete Ration?
  • Wie lagere und verarbeite ich rohes Fleisch hygienisch?
  • Wie kontrolliere ich, ob die Futtermenge langfristig zu meinem Hund passt?

Schritt 1: Den individuellen Bedarf deines Hundes einschätzen

Der erste Schritt beim BARFen ist nicht der Einkauf von Fleisch, sondern die Einschätzung deines Hundes.

Relevant sind unter anderem:

  • Körpergewicht
  • Körperkondition
  • Alter
  • Aktivitätsniveau
  • Kastrationsstatus
  • individueller Stoffwechsel
  • bestehende Erkrankungen
  • Unverträglichkeiten oder Allergien

Wie viel Futter dein Hund tatsächlich benötigt, lässt sich deshalb nicht ausschließlich anhand seines Körpergewichts bestimmen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber Wie viel Futter braucht mein Hund?.

Schritt 2: Die BARF-Tagesration bestimmen

Im Internet findest du häufig Faustformeln wie zwei oder drei Prozent des Körpergewichts. Solche Werte können eine erste Orientierung darstellen, sind aber keine Garantie für die individuell richtige Futtermenge.

Ein 15 Kilogramm schwerer Hund, der beispielsweise 2,5 Prozent seines Körpergewichts als tägliche Futtermenge erhält, käme rechnerisch auf:

15 kg × 0,025 = 0,375 kg beziehungsweise 375 g Futter pro Tag.

Ob 375 Gramm für diesen Hund tatsächlich passend sind, zeigt sich jedoch erst unter Berücksichtigung von Energiegehalt, Aktivität, Körperkondition und individueller Entwicklung.

Schritt 3: Die wichtigsten Bestandteile einer BARF-Ration verstehen

Eine BARF-Ration besteht aus mehreren Komponenten, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Muskelfleisch

Muskelfleisch liefert hochwertiges Protein, Aminosäuren und – abhängig von Fleischart und Fettgehalt – Energie.

Auch Herz wird ernährungsphysiologisch häufig dem Muskelfleisch zugerechnet, obwohl es anatomisch ein Organ ist.

Innereien

Innereien beim BARF sind wichtige Nährstofflieferanten. Leber, Niere und andere Organe unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Nährstoffzusammensetzung.

Deshalb sollte nicht einfach irgendeine beliebige Menge „Innereienmix“ gefüttert werden.

Knochen und Kalzium

Eine geeignete Kalziumquelle gehört zu einer bedarfsgerechten Ration. Häufig werden dafür rohe fleischige Knochen verwendet.

Wer keine Knochen füttern möchte oder kann, benötigt eine geeignete Alternative. Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Beitrag zur Knochenfütterung beim BARF.

Fett

Fett ist für Hunde nicht grundsätzlich etwas Negatives. Es ist ein wichtiger Energieträger und Bestandteil einer sinnvoll zusammengestellten Ernährung.

Sehr mageres Fleisch kann dazu führen, dass die Ration weniger Energie liefert als geplant.

Gemüse und Obst

Pflanzliche Komponenten können unter anderem Ballaststoffe liefern. Welche Gemüse- und Obstsorten verwendet werden und in welchem Umfang sie Bestandteil des Fütterungskonzeptes sind, hängt von der jeweiligen Rationsgestaltung ab.

Öle und Ergänzungen

Öle beim BARF werden nicht einfach hinzugegeben, weil „Öl gesund ist“. Entscheidend ist, welche Fettsäuren beziehungsweise Nährstoffe mit der konkreten Ration ergänzt werden sollen.

Auch weitere Supplemente sollten einen nachvollziehbaren Zweck erfüllen und nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ eingesetzt werden.

Wie sieht ein BARF-Teller für Anfänger aus?

Gerade Anfänger suchen häufig nach einer einfachen Prozentaufteilung für den Napf. Solche Modelle können dabei helfen, das Grundprinzip zu verstehen. Sie sollten aber nicht mit einer individuell berechneten Nährstoffversorgung verwechselt werden.

Wie die verschiedenen Komponenten grundsätzlich zusammenspielen, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag So sieht ein typischer BARF-Teller aus.

Für den Einstieg ist vor allem wichtig zu verstehen:

  • BARF besteht nicht nur aus Muskelfleisch.
  • Innereien erfüllen unterschiedliche ernährungsphysiologische Aufgaben.
  • Eine zuverlässige Kalziumversorgung muss berücksichtigt werden.
  • Der Energiegehalt der Ration muss zum Hund passen.
  • Bestimmte Nährstoffe können zusätzliche Komponenten oder Ergänzungen erforderlich machen.

Schritt 4: Geeignete BARF-Zutaten auswählen

Hast du die grundsätzliche Rationsstruktur verstanden, kannst du die einzelnen Lebensmittel auswählen.

Typische Fleischarten sind beispielsweise:

  • Rind
  • Geflügel
  • Lamm
  • Pferd
  • Kaninchen
  • bestimmte Wildarten

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Fleischsorten gleichzeitig zu füttern. Wichtiger ist, dass die gesamte Ration sinnvoll zusammengesetzt ist und dein Hund die verwendeten Zutaten verträgt.

Vorsicht bei rohem Schweinefleisch

Ein wichtiger Punkt für BARF-Anfänger ist der Umgang mit rohem Schweinefleisch beziehungsweise Fleisch von Tieren, die für das Aujeszky-Virus relevant sein können.

Gerade bei Wildschwein solltest du kein unnötiges Risiko eingehen. Informiere dich deshalb über Herkunft und sichere Verwendung des jeweiligen Fleisches, bevor es roh im Hundenapf landet.

Auch Einfrieren sollte nicht pauschal als Methode betrachtet werden, mit der sämtliche Krankheitserreger zuverlässig unschädlich gemacht werden.

Schritt 5: Den Hund auf BARF umstellen

Wie schnell ein Hund auf BARF umgestellt werden kann, ist individuell. Eine starre Regel wie „Tag 1 bis 2 genau 25 Prozent BARF, Tag 3 bis 4 genau 50 Prozent“ ist nicht für jeden Hund notwendig oder sinnvoll.

Manche Hunde vertragen einen relativ direkten Wechsel problemlos, andere reagieren auf Veränderungen empfindlicher und profitieren von einer langsameren Futterumstellung.

Beobachte während der Umstellung insbesondere:

  • Kotkonsistenz und Kotabsatz
  • Appetit
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Bauchbeschwerden
  • allgemeines Wohlbefinden

Anhaltender Durchfall, wiederholtes Erbrechen, deutliche Bauchschmerzen oder ein schlechter Allgemeinzustand sollten nicht einfach als normale „Entgiftung“ oder harmlose Umstellungsreaktion abgetan werden.

Schritt 6: Hygiene beim BARFen ernst nehmen

Rohes Fleisch kann mit Mikroorganismen belastet sein. Deshalb gehört Küchenhygiene zu den wichtigsten Grundlagen der Rohfütterung.

  • Rohes Fleisch möglichst durchgehend gekühlt lagern.
  • Hände nach der Verarbeitung gründlich waschen.
  • Messer und Schneidebretter sorgfältig reinigen.
  • Arbeitsflächen nach Kontakt mit Rohfleisch säubern.
  • Kreuzkontamination mit verzehrfertigen Lebensmitteln vermeiden.
  • Futternäpfe nach der Fütterung reinigen.
  • Futter nicht unnötig lange ungekühlt stehen lassen.

Wenn du größere Mengen vorbereiten möchtest, kannst du BARF portionsweise einfrieren. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Ratgeber zum BARF Meal Prep.

Schritt 7: Mit einem BARF-Plan arbeiten

Gerade für Anfänger ist ein nachvollziehbarer Futterplan wesentlich hilfreicher als jeden Tag spontan Zutaten zusammenzustellen.

Ein guter Plan beantwortet unter anderem:

  • Wie hoch ist die tägliche beziehungsweise wöchentliche Futtermenge?
  • Welche tierischen Bestandteile werden eingesetzt?
  • Welche Innereien und Mengen sind vorgesehen?
  • Wie wird Kalzium bereitgestellt?
  • Welche Fettquellen sind eingeplant?
  • Welche Ergänzungen werden benötigt?
  • Wie werden die Komponenten über den vorgesehenen Zeitraum verteilt?

Dadurch musst du nicht bei jeder Mahlzeit neu überlegen und kannst deinen Einkauf und die Vorbereitung wesentlich besser organisieren.

Die häufigsten BARF-Anfängerfehler

Viele Fehler entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil BARF auf den ersten Blick einfacher wirkt, als eine vollständige Rationsplanung tatsächlich ist.

  • Nur Fleisch füttern: Muskelfleisch allein ist keine vollständige BARF-Ration.
  • Prozentangaben ungeprüft übernehmen: Ein Schema aus dem Internet passt nicht automatisch zu jedem Hund.
  • Innereien beliebig dosieren: Verschiedene Organe liefern unterschiedliche Nährstoffe.
  • Kalziumversorgung vergessen: Eine geeignete Kalziumquelle muss eingeplant werden.
  • Zu wenig Energie einplanen: Sehr mageres Fleisch kann eine Ration energetisch ungünstig machen.
  • Zu viele Supplemente verwenden: Ergänzungen sollten gezielt eingesetzt werden.
  • Gekochte Knochen füttern: Knochen verändern durch Erhitzen ihre Eigenschaften und gehören nicht einfach als gekochte Essensreste in den Napf.
  • Hygiene unterschätzen: Rohes Fleisch erfordert sorgfältige Küchenhygiene.
  • Veränderungen ignorieren: Gewicht, Körperkondition und Verträglichkeit sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Weitere typische Stolperfallen findest du in unserem Beitrag Typische Fütterungsfehler beim Hund vermeiden.

Braucht BARF Abwechslung?

Abwechslung kann sinnvoll sein, aber „möglichst viele Zutaten“ ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer besseren Nährstoffversorgung.

Ein Hund muss nicht jeden Tag eine andere Fleischsorte bekommen. Viel wichtiger ist, dass die eingesetzten Komponenten zusammen den Bedarf abdecken und gut vertragen werden.

Gerade am Anfang kann eine übersichtliche Ration sogar praktischer sein. So lässt sich leichter nachvollziehen, welche Zutaten dein Hund gut verträgt.

BARF vorbereiten: Meal Prep erleichtert den Einstieg

Wenn dein Futterplan feststeht, kannst du mehrere Portionen auf einmal vorbereiten.

Das funktioniert beispielsweise so:

  1. Benötigte Wochenmenge berechnen.
  2. Zutaten entsprechend dem Futterplan einkaufen.
  3. Arbeitsplatz hygienisch vorbereiten.
  4. Komponenten abwiegen.
  5. Tagesportionen oder einzelne Mahlzeiten vorbereiten.
  6. Behälter beschriften.
  7. Portionen einfrieren.
  8. Benötigte Portion rechtzeitig im Kühlschrank auftauen.

Dadurch wird BARF auch für Anfänger deutlich übersichtlicher.

BARF-Anfänger-Checkliste: Das brauchst du für den Start

  • Einen nachvollziehbaren BARF- beziehungsweise Futterplan
  • Eine digitale Küchenwaage
  • Geeignete Lebensmittelbehälter
  • Ausreichend Gefrierplatz
  • Saubere Schneidebretter und Messer
  • Eine Einkaufsliste entsprechend dem Futterplan
  • Geeignete Fleisch- und Innereienquellen
  • Eine geplante Kalziumquelle
  • Die für die Ration tatsächlich benötigten Ergänzungen
  • Etiketten beziehungsweise eine Möglichkeit zur Beschriftung

Woran erkennst du, ob die Futtermenge zu deinem Hund passt?

Ein Futterplan sollte nicht für alle Zeiten unverändert bleiben. Hunde verändern sich und damit kann sich auch ihr Energiebedarf verändern.

Kontrolliere deshalb regelmäßig:

  • Körpergewicht
  • Körperkondition
  • Muskelzustand
  • Kotabsatz und Kotkonsistenz
  • Appetit
  • Haut und Fell
  • allgemeines Wohlbefinden

Eine Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme bedeutet allerdings nicht automatisch, dass einfach sämtliche Zutaten proportional erhöht oder reduziert werden sollten. Je nach Ration kann eine gezieltere Anpassung erforderlich sein.

Ist BARF für jeden Hund geeignet?

Nicht jeder Hund und nicht jeder Haushalt ist automatisch ein idealer Kandidat für Rohfütterung.

Bei bestimmten Erkrankungen, besonderen Lebensphasen oder speziellen hygienischen Anforderungen kann eine andere Fütterungsform sinnvoller beziehungsweise leichter sicher umzusetzen sein.

Auch für den Halter muss BARF praktikabel sein. Wenn Planung, Kühlung, hygienische Verarbeitung und regelmäßige Kontrolle dauerhaft nicht zuverlässig umgesetzt werden können, ist ein hochwertiges bedarfsdeckendes Fertigfutter keineswegs automatisch die schlechtere Entscheidung.

BARF für Anfänger in Stuttgart: Vorbereitung statt Perfektion

Auch bei uns in Stuttgart begegnen uns immer wieder Hundehalter, die sich intensiver mit der Ernährung ihres Hundes beschäftigen und BARF ausprobieren möchten. Häufig besteht am Anfang die Sorge, jeden einzelnen Bestandteil perfekt berechnen und jeden Tag frisch zubereiten zu müssen.

Viel wichtiger ist ein strukturierter Einstieg. Informiere dich zunächst über die Grundlagen, arbeite mit einem nachvollziehbaren Plan und organisiere Einkauf und Vorbereitung so, dass die Fütterung auch langfristig in deinen Alltag passt.

Denn egal ob BARF, Nassfutter oder Trockenfutter: Entscheidend ist nicht der Ernährungstrend, sondern dass dein Hund bedarfsgerecht, verträglich und zuverlässig versorgt wird.

FAQ – häufige Fragen von BARF-Anfängern

Was ist BARF für Hunde?

BARF ist ein Rohfütterungskonzept, bei dem verschiedene tierische und pflanzliche Lebensmittel zu einer Futterration zusammengestellt werden. Dazu können unter anderem Muskelfleisch, Innereien, eine Kalziumquelle, Fett, Gemüse sowie notwendige Ergänzungen gehören.

Wie fange ich mit BARF beim Hund an?

Am besten beginnst du nicht mit dem Fleischeinkauf, sondern mit einer sinnvollen Rationsplanung. Kläre zunächst Futtermenge, Rationsaufbau, Kalziumversorgung, Fettquellen und notwendige Ergänzungen. Anschließend kannst du Einkauf, Portionierung und Umstellung planen.

Wie viel BARF braucht mein Hund pro Tag?

Die passende Futtermenge hängt nicht nur vom Körpergewicht ab. Aktivität, Körperkondition, Alter, Energiegehalt der Ration und individueller Stoffwechsel beeinflussen den tatsächlichen Bedarf. Prozentangaben des Körpergewichts können lediglich eine erste Orientierung liefern.

Kann ich meinen Hund einfach mit rohem Fleisch barfen?

Nein. Reines Muskelfleisch stellt auf Dauer keine ausgewogene BARF-Ration dar. Der Hund benötigt weitere Nährstoffquellen, deren Auswahl und Menge zur gesamten Ration passen müssen.

Braucht mein Hund beim BARFen Knochen?

Eine zuverlässige Kalziumversorgung ist wichtig, sie muss jedoch nicht zwingend über ganze oder rohe fleischige Knochen erfolgen. Je nach Fütterungskonzept können geeignete Alternativen verwendet werden.

Muss ich BARF langsam umstellen?

Nicht jeder Hund benötigt dasselbe Umstellungsschema. Manche Hunde kommen mit einem schnellen Wechsel gut zurecht, andere reagieren empfindlicher. Die Umstellung sollte deshalb an den individuellen Hund angepasst werden.

Muss ich jeden Tag Innereien füttern?

Nicht zwangsläufig. Je nach Rationskonzept können Bestandteile über einen geeigneten Zeitraum verteilt werden. Entscheidend ist, dass die insgesamt vorgesehene Nährstoffversorgung stimmt.

Welche Fleischsorten eignen sich für BARF-Anfänger?

Es gibt nicht die eine vorgeschriebene Anfänger-Fleischsorte. Häufig werden gut verfügbare und vom Hund verträgliche Fleischarten gewählt. Entscheidend ist die Zusammensetzung der gesamten Ration und nicht allein die Fleischsorte.

Braucht mein Hund beim BARFen Supplemente?

Das hängt von der konkreten Rationszusammensetzung ab. Ergänzungen sollten gezielt eingesetzt werden, wenn bestimmte Nährstoffe über die verwendeten Lebensmittel nicht ausreichend bereitgestellt werden. Eine pauschale Supplement-Liste für jeden Hund ist deshalb nicht sinnvoll.

Kann ich BARF vorbereiten und einfrieren?

Ja. Viele Hundehalter bereiten Tages- oder Wochenportionen vor und frieren diese ein. Dabei sind hygienische Verarbeitung, geeignete Gefrierbehälter, Beschriftung und kontrolliertes Auftauen wichtig.

Ist BARF automatisch gesünder als Fertigfutter?

Nein. Entscheidend ist, ob eine Fütterung den Hund bedarfsgerecht mit Energie und Nährstoffen versorgt und hygienisch sicher umgesetzt wird. Eine schlecht zusammengestellte BARF-Ration ist nicht automatisch besser als ein hochwertiges bedarfsdeckendes Fertigfutter.

Was ist der häufigste Fehler beim BARFen?

Einer der grundlegenden Fehler ist, BARF mit „rohem Fleisch plus etwas Gemüse“ gleichzusetzen. Eine langfristig geeignete Rohfütterung erfordert eine geplante Versorgung mit Energie, Mineralstoffen, Vitaminen, Fettsäuren und weiteren notwendigen Nährstoffen.

Fazit: BARF für Anfänger – erst verstehen, dann füttern

Wenn du als Anfänger mit BARF starten möchtest, musst du dich nicht von Fleischsorten, Prozentangaben und Supplementen überfordern lassen. Entscheidend ist, die Rohfütterung Schritt für Schritt und strukturiert anzugehen.

Beginne mit dem individuellen Bedarf deines Hundes, beschäftige dich anschließend mit dem Aufbau einer BARF-Ration und kläre, wie Protein, Energie, Kalzium, Innereien, Fettsäuren und weitere notwendige Nährstoffe bereitgestellt werden.

Danach kannst du Einkauf, Futterumstellung, Portionierung und Meal Prep organisieren. Beobachte deinen Hund anschließend regelmäßig und passe die Fütterung an, wenn sich Gewicht, Aktivität oder andere Bedürfnisse verändern.

BARF muss nicht kompliziert sein – aber es sollte geplant sein. Genau darin liegt der wichtigste Unterschied zwischen einer zufällig zusammengestellten Rohfütterung und einer Ernährung, die langfristig zu deinem Hund passen kann.

Praktische Empfehlungen

Meine BARF-Empfehlungen für deinen Hund

Wer seinen Hund barfen möchte, findet mittlerweile verschiedene Fleischmischungen und Probierpakete für die Rohfütterung. Welches Produkt zu deinem Hund passt, hängt von seinem individuellen Bedarf, seiner Verträglichkeit und der Zusammenstellung der gesamten Ration ab. Hier findest du drei unterschiedliche Möglichkeiten.

Frostfutter Perleberg Highlight-Paket

Das Highlight-Paket von Frostfutter Perleberg bietet eine Auswahl verschiedener Produkte und kann interessant sein, wenn du unterschiedliche Varianten für die Rohfütterung deines Hundes ausprobieren möchtest. Beachte bei der Zusammenstellung der täglichen Ration immer den individuellen Nährstoffbedarf deines Hundes.

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Fresco Dog Probierpaket

Das Probierpaket von Fresco Dog bietet verschiedene fleischige Varianten und eignet sich zum Kennenlernen unterschiedlicher Sorten. Gerade bei neuen Produkten empfiehlt es sich, die Verträglichkeit beim eigenen Hund zu beobachten und Futterumstellungen schrittweise vorzunehmen.

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TACKENBERG Rindermix-Paket

Das Rindermix-Paket von TACKENBERG bietet verschiedene Komponenten vom Rind und kann für Hundehalter interessant sein, die Fleischprodukte für die individuelle Zusammenstellung einer BARF-Ration suchen. Welche weiteren Bestandteile benötigt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Futterplan und dem Bedarf des Hundes.

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Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen

Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Diese Empfehlungen basieren auf Erfahrung und Überzeugung und sollen dich dabei unterstützen, passende Entscheidungen für deinen Hund zu treffen.

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