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Knochenfütterung

  • Isabel Scheu
  • 30.07.2026
  • BARF

Knochenfütterung beim Hund – so machst du sie sicher

Knochen gehören für viele Hundehalter ganz selbstverständlich zur BARF-Fütterung. Gleichzeitig sorgen sie immer wieder für Unsicherheit: Welche Knochen darf ein Hund fressen? Dürfen Hunde Hühnerhälse bekommen? Sind Markknochen gefährlich? Wie viel Knochen braucht ein Hund überhaupt – und was passiert, wenn er zu viele davon frisst?

Diese Fragen sind berechtigt. Rohe fleischige Knochen können im Rahmen einer passend zusammengestellten Ration als Kalziumquelle eingesetzt werden. Gleichzeitig sind Knochen kein risikofreies Lebensmittel. Zu harte, ungeeignete oder falsch dimensionierte Knochen können unter anderem Zahnfrakturen, Verletzungen, Verschlucken oder Verdauungsprobleme verursachen.

In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, worauf es bei der Knochenfütterung beim Hund ankommt, welche Knochen problematisch sein können, warum gekochte Knochen tabu sein sollten und welche Alternativen es gibt, wenn dein Hund keine Knochen bekommen soll oder kann.

Knochenfütterung kurz erklärt: Wenn Knochen gefüttert werden, sollten sie zur Größe, Kauweise und Erfahrung des Hundes passen. Gekochte Knochen gehören nicht in den Hundenapf. Besonders harte tragende Knochen großer Tiere können die Zähne gefährden. Die benötigte Menge lässt sich außerdem nicht sinnvoll mit einer einzigen Prozentzahl für jeden Hund und jede Knochenart festlegen – entscheidend sind die konkrete Ration und der tatsächliche Mineralstoffgehalt.

Warum werden Knochen beim BARF gefüttert?

Bei der Rohfütterung werden häufig sogenannte rohe fleischige Knochen eingesetzt. Sie bestehen nicht nur aus Knochen, sondern besitzen noch einen entsprechenden Anteil an Fleisch und anderem Gewebe.

Ihre wichtigste ernährungsphysiologische Funktion innerhalb einer BARF-Ration ist die Versorgung mit Mineralstoffen – insbesondere Kalzium.

Kalzium erfüllt im Körper zahlreiche Aufgaben. Es ist unter anderem wichtig für:

  • Knochen und Zähne
  • Muskelkontraktionen
  • Nervenfunktionen
  • verschiedene Stoffwechselprozesse

Gleichzeitig spielt das Verhältnis verschiedener Mineralstoffe innerhalb der Gesamtration eine Rolle. Deshalb reicht es nicht aus, einfach gelegentlich irgendeinen Knochen zu füttern und davon auszugehen, dass die Mineralstoffversorgung damit automatisch stimmt.

Muss ein gebarfter Hund Knochen bekommen?

Nein. Ein Hund muss nicht zwingend Knochen fressen, damit eine Rohfütterung funktionieren kann.

Entscheidend ist nicht der Knochen selbst, sondern die bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung. Wenn rohe fleischige Knochen nicht geeignet sind, nicht vertragen werden oder vom Halter nicht gefüttert werden möchten, kann eine entsprechend dosierte alternative Kalziumquelle eingesetzt werden.

Das kann beispielsweise bei Hunden sinnvoll sein, die:

  • Knochen hastig abschlucken
  • sehr kräftig und unkontrolliert kauen
  • Zahnprobleme haben
  • bestimmte Knochen schlecht vertragen
  • aus gesundheitlichen Gründen eine speziell berechnete Ration benötigen

Welche Knochen dürfen Hunde fressen?

Wenn Knochen Bestandteil der Ration sein sollen, werden beim BARFen häufig rohe fleischige Knochen verwendet.

Je nach Hund und Rationsgestaltung kommen beispielsweise bestimmte:

  • Geflügelhälse
  • Geflügelkarkassen
  • fleischige Rippen
  • andere geeignete rohe fleischige Knochen

infrage.

Ob ein konkreter Knochen tatsächlich geeignet ist, hängt allerdings nicht nur von der Tierart ab. Größe und Härte des Knochens, Größe des Hundes, Gebisszustand, Kauverhalten und Erfahrung mit Knochen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Warum die Größe des Knochens zum Hund passen muss

Die häufig gehörte Regel „kleiner Hund = kleiner Knochen, großer Hund = großer Knochen“ greift zu kurz.

Ein Knochen darf beispielsweise nicht so klein sein, dass ein Hund ihn einfach vollständig herunterschlucken kann. Gleichzeitig darf er nicht so hart oder ungeeignet sein, dass beim Kauen ein erhöhtes Verletzungsrisiko entsteht.

Besonders wichtig ist deshalb das individuelle Kauverhalten.

Manche Hunde:

  • kauen langsam und gründlich
  • versuchen große Stücke schnell herunterzuschlucken
  • zerbeißen Knochen mit enormer Kraft
  • verteidigen Futter und lassen sich während des Kauens schlecht einschätzen

Die Knochenfütterung sollte deshalb immer an den individuellen Hund angepasst werden.

Gekochte Knochen für Hunde: Warum sie tabu sein sollten

Einer der wichtigsten Grundsätze lautet: Keine gekochten Knochen als Kauartikel verfüttern.

Durch Erhitzen verändern sich die Eigenschaften des Knochengewebes. Gekochte, gebratene oder anderweitig stark erhitzte Knochen können beim Zerbeißen problematische Bruchstücke und scharfkantige Fragmente bilden.

Diese können unter anderem:

  • Maul und Zahnfleisch verletzen
  • im Rachen oder in der Speiseröhre stecken bleiben
  • den Magen-Darm-Trakt verletzen
  • zu einem Fremdkörperproblem führen

Essensreste wie gegarte Hähnchenknochen, Grillknochen oder Knochen aus gekochten Fleischgerichten gehören deshalb nicht in den Hundenapf.

Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Beitrag Knochen als Gefahr beim Hund.

Warum sehr harte Knochen problematisch sein können

Nicht nur gekochte Knochen können problematisch sein. Auch besonders harte Knochen bergen Risiken.

Dazu zählen insbesondere sehr harte, tragende Knochen großer Tiere. Wenn ein Hund mit großer Kraft darauf beißt, können die Zähne stärker belastet werden als das Knochenstück.

Mögliche Folgen sind:

  • abgebrochene Zahnspitzen
  • Risse im Zahn
  • schmerzhafte Zahnfrakturen
  • Schäden, die eine tierärztliche Zahnbehandlung erforderlich machen können

Ein großer Knochen ist deshalb nicht automatisch sicherer, nur weil der Hund ihn nicht im Ganzen verschlucken kann.

Markknochen beim Hund: Besonders genau hinschauen

Markknochen werden gerne als natürliche Beschäftigung angeboten. Gerade hier lohnt sich jedoch ein kritischer Blick.

Sehr harte Markknochen können die Zähne stark belasten. Ringförmige Knochenstücke können außerdem abhängig von ihrer Größe ungünstig am Unterkiefer beziehungsweise im Maul hängen bleiben.

Ein Markknochen sollte deshalb nicht allein deshalb als ungefährlich betrachtet werden, weil er groß und massiv erscheint.

Wie viel Knochen darf ein Hund bekommen?

Gerade beim BARFen findet man häufig pauschale Empfehlungen wie „10 bis 15 Prozent Knochen“. Für eine präzise Rationsplanung ist diese Aussage allein jedoch nicht ausreichend.

Der entscheidende Grund: Nicht jeder Knochen enthält gleich viel Knochenmasse und damit gleich viel Kalzium.

Ein fleischiger Hals besitzt beispielsweise eine andere Zusammensetzung als eine Rippe oder eine andere Knochenart. Deshalb kann die benötigte Grammmenge unterschiedlich ausfallen.

Die passende Menge hängt unter anderem ab von:

  • dem Kalziumbedarf des Hundes
  • der verwendeten Knochenart
  • dem tatsächlichen Knochenanteil
  • den übrigen Bestandteilen der Ration
  • Alter und Lebensphase
  • individuellen gesundheitlichen Besonderheiten

Wie sich die gesamte Futtermenge grundsätzlich bestimmen lässt, erklären wir im Beitrag Wie viel Futter braucht mein Hund?.

Was passiert, wenn der Hund zu viele Knochen frisst?

Zu große Mengen an Knochen können zu Verdauungsproblemen führen. Ein bekanntes Problem ist sehr harter, trockener und teilweise hell beziehungsweise weißlich erscheinender Kot, der umgangssprachlich häufig als Knochenkot bezeichnet wird.

Mögliche Anzeichen einer zu hohen oder schlecht vertragenen Knochenmenge sind:

  • sehr harter Kot
  • starkes Pressen beim Kotabsatz
  • Verstopfung
  • Bauchbeschwerden
  • Unruhe beim Kotabsatz

Schwierigkeiten beim Kotabsatz sollten nicht über längere Zeit ignoriert werden. Weitere Informationen zu Verdauungsproblemen findest du in unserem Beitrag über Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund.

Knochenfütterung und Zahnpflege: Reinigen Knochen wirklich die Zähne?

Das Kauen auf geeigneten Strukturen kann mechanische Effekte auf Zahnbeläge haben. Daraus sollte allerdings nicht geschlossen werden, dass Knochen eine zuverlässige Zahnpflege ersetzen.

Auch Hunde, die regelmäßig kauen, können Zahnstein, Zahnfleischerkrankungen oder andere Zahnprobleme entwickeln.

Gleichzeitig kann gerade das Kauen auf sehr harten Knochen Zahnfrakturen verursachen. Deshalb sollte ein möglicher mechanischer Reinigungseffekt niemals der alleinige Grund sein, einem Hund besonders harte Knochen anzubieten.

Kann ein Hund an einem Knochen ersticken?

Ja. Wie bei anderen Futterstücken und Kauartikeln besteht auch bei Knochen grundsätzlich die Gefahr, dass ein Stück ungünstig verschluckt wird oder im Rachen beziehungsweise in der Speiseröhre stecken bleibt.

Das Risiko kann insbesondere steigen, wenn ein Hund:

  • sehr hastig frisst
  • große Stücke abschluckt
  • einen Knochen bekommt, dessen Größe ungünstig gewählt wurde
  • beim Fressen gestört wird und deshalb hastiger schluckt

Deshalb sollte ein Hund bei der Knochenfütterung beobachtet werden, ohne ihn dabei unnötig unter Druck zu setzen.

Hund hat einen Knochen verschluckt – wann zum Tierarzt?

Hat dein Hund einen ungeeigneten Knochen oder ein größeres Knochenstück verschluckt, hängt das weitere Vorgehen unter anderem von Größe und Art des Knochens sowie vom Zustand des Hundes ab.

Tierärztliche Hilfe ist insbesondere wichtig, wenn dein Hund beispielsweise:

  • Atemnot zeigt
  • anhaltend würgt oder hustet
  • stark speichelt
  • wiederholt erbricht
  • deutliche Schmerzen zeigt
  • einen aufgeblähten oder auffällig schmerzhaften Bauch hat
  • Blut im Erbrochenen oder Kot zeigt
  • keinen Kot mehr absetzen kann
  • auffällig apathisch oder schwach wirkt

Knochenfütterung sicher gestalten: Die wichtigsten Regeln

  • Keine gekochten Knochen als Kauartikel verfüttern.
  • Knochenart und Größe passend zum individuellen Hund auswählen.
  • Sehr harte tragende Knochen großer Tiere kritisch betrachten.
  • Das individuelle Kau- und Schluckverhalten berücksichtigen.
  • Den Hund beim Knochenfressen beobachten.
  • Den Hund beim Fressen nicht bedrängen oder unnötig stören.
  • Die Knochenmenge nicht ausschließlich anhand pauschaler Prozentangaben festlegen.
  • Bei hartem Kot oder Verstopfung die Fütterung überprüfen.
  • Rohes Fleisch und rohe Knochen hygienisch lagern und verarbeiten.
  • Bei Zahnproblemen oder Erkrankungen vorher fachlichen Rat einholen.

Hygiene bei rohen Knochen

Rohe fleischige Knochen müssen hygienisch genauso behandelt werden wie anderes rohes Fleisch.

Achte deshalb unter anderem darauf:

  • die Kühlkette einzuhalten
  • Hände nach dem Kontakt gründlich zu waschen
  • Arbeitsflächen und Utensilien sorgfältig zu reinigen
  • Kreuzkontamination mit anderen Lebensmitteln zu vermeiden
  • Futterreste nicht unnötig lange liegen zu lassen

Besonders in Haushalten mit kleinen Kindern, älteren oder immungeschwächten Menschen sollte der hygienische Umgang mit rohen tierischen Produkten besonders sorgfältig erfolgen.

Welche Alternativen gibt es zu Knochen?

Wenn dein Hund keine Knochen fressen kann oder du keine ganzen Knochen verfüttern möchtest, bedeutet das nicht, dass BARF grundsätzlich ausgeschlossen ist.

Je nach Rationsgestaltung können geeignete Kalziumquellen eingesetzt werden. Welche Menge benötigt wird, hängt vom jeweiligen Produkt, seinem Kalziumgehalt und der restlichen Ration ab.

Deshalb sollte beispielsweise Knochenmehl nicht einfach grammweise genauso dosiert werden wie rohe fleischige Knochen. Die Nährstoffkonzentration kann erheblich unterschiedlich sein.

Besonders bei einer vollständig selbst zusammengestellten BARF-Ration ist es sinnvoll, die Kalziumversorgung als Teil des gesamten Futterplans zu betrachten.

Knochenfütterung bei empfindlichen Hunden

Nicht jeder Hund verträgt Knochen gleichermaßen gut. Bei empfindlicher Verdauung, Zahnproblemen, Erkrankungen oder einer speziellen Ausschlussdiät sollte individuell entschieden werden, welche Kalziumquelle geeignet ist.

Auch bei einem Hund mit einer vermuteten Futtermittelallergie sollte nicht wahllos zwischen unterschiedlichen tierischen Knochenquellen gewechselt werden. In einer diagnostischen Ausschlussdiät kann die gezielte Auswahl der Protein- und Mineralstoffquellen besonders wichtig sein.

Typische Fehler bei der Knochenfütterung

  • Gekochte Knochen verfüttern: Essensreste mit Knochen gehören nicht in den Hundenapf.
  • Zu harte Knochen auswählen: Besonders massive Knochen können die Zähne gefährden.
  • Die Größe nur nach dem Körpergewicht auswählen: Auch das Kau- und Schluckverhalten muss berücksichtigt werden.
  • Eine starre Prozentzahl verwenden: Unterschiedliche Knochen besitzen unterschiedliche Mineralstoffgehalte.
  • Knochen als reine Beschäftigung zusätzlich zur vollständigen Ration geben: Auch zusätzliche Knochen beeinflussen die Nährstoff- und Energiezufuhr.
  • Warnzeichen ignorieren: Verstopfung, Schmerzen oder wiederholtes Erbrechen müssen ernst genommen werden.
  • Zahnprobleme unterschätzen: Ein Hund mit vorgeschädigten Zähnen benötigt besondere Vorsicht.
  • Hygiene vergessen: Rohe fleischige Knochen sind rohe tierische Lebensmittel.

Knochenfütterung in Stuttgart: Sicherheit geht vor

Auch bei Hundehaltern in Stuttgart erleben wir immer wieder Unsicherheit rund um BARF und Knochenfütterung. Gerade weil Knochen häufig als besonders „natürlich“ wahrgenommen werden, wird das tatsächliche Risiko manchmal unterschätzt.

Natürlich bedeutet bei der Hundeernährung jedoch nicht automatisch risikofrei. Ein Knochen sollte weder allein als Beschäftigung noch als vermeintliche Zahnbürste ausgewählt werden, ohne die Eigenschaften des Knochens und das individuelle Verhalten des Hundes zu berücksichtigen.

Eine gute Fütterung orientiert sich deshalb nicht an einem starren BARF-Schema, sondern daran, was für den jeweiligen Hund bedarfsgerecht, verträglich und sicher ist.

FAQ – häufige Fragen zur Knochenfütterung beim Hund

Dürfen Hunde Knochen fressen?

Geeignete rohe fleischige Knochen können Bestandteil einer passend zusammengestellten Futterration sein. Nicht jeder Knochen und nicht jeder Hund ist dafür geeignet. Knochenart, Größe, Härte, Gebiss und Kauverhalten müssen berücksichtigt werden.

Dürfen Hunde gekochte Knochen fressen?

Gekochte oder stark erhitzte Knochen sollten nicht als Kauartikel verfüttert werden. Durch die veränderten Materialeigenschaften können beim Zerbeißen problematische Bruchstücke entstehen und Verletzungen verursachen.

Welche Knochen eignen sich zum BARFen?

In BARF-Rationen werden häufig geeignete rohe fleischige Knochen eingesetzt. Welche Knochen infrage kommen, hängt vom Hund und von der gesamten Rationsplanung ab. Sehr harte tragende Knochen großer Tiere sind wegen des Risikos für die Zähne kritisch zu betrachten.

Wie viel Knochen darf mein Hund bekommen?

Eine pauschale Gramm- oder Prozentangabe ist nicht für jeden Knochen sinnvoll. Die benötigte Menge richtet sich unter anderem nach Kalziumbedarf, Knochenart, tatsächlichem Knochenanteil und den übrigen Bestandteilen der Futterration.

Was ist Knochenkot beim Hund?

Als Knochenkot wird umgangssprachlich sehr harter, trockener und teilweise hell erscheinender Kot nach einer hohen Knochenaufnahme bezeichnet. Starkes Pressen oder Schwierigkeiten beim Kotabsatz sollten ernst genommen werden.

Sind Markknochen für Hunde geeignet?

Markknochen können problematisch sein, weil sie sehr hart sein und dadurch Zahnfrakturen begünstigen können. Je nach Form und Größe können ringförmige Knochenstücke außerdem ungünstig im Bereich des Mauls beziehungsweise Unterkiefers hängen bleiben.

Können Hunde an Knochen ersticken?

Ja. Ein Knochen oder Knochenstück kann wie andere Futterbestandteile ungünstig verschluckt werden. Besonders hastige Hunde oder Hunde, die große Stücke abschlucken, müssen entsprechend vorsichtig beurteilt werden.

Muss mein Hund beim BARFen Knochen bekommen?

Nein. Entscheidend ist eine bedarfsgerechte Kalzium- und Mineralstoffversorgung. Wenn keine Knochen gefüttert werden, kann eine passend berechnete alternative Kalziumquelle verwendet werden.

Kann ich Knochenmehl statt Knochen verwenden?

Je nach Futterplan kann eine geeignete Kalziumergänzung eine Alternative sein. Sie darf jedoch nicht automatisch in derselben Grammmenge wie rohe fleischige Knochen eingesetzt werden. Entscheidend sind Mineralstoffgehalt, Dosierungsangaben und die gesamte Ration.

Sind große Knochen für große Hunde automatisch sicher?

Nein. Besonders große und sehr harte Knochen können die Zähne stark belasten. Die Größe allein entscheidet deshalb nicht darüber, ob ein Knochen sicher ist.

Was tun, wenn mein Hund einen Knochen verschluckt hat?

Das hängt von Knochenart, Größe und Zustand des Hundes ab. Bei Atemnot, starkem Würgen, wiederholtem Erbrechen, Schmerzen, Blutungen, fehlendem Kotabsatz oder verändertem Allgemeinzustand sollte umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Erbrechen sollte nicht eigenständig ausgelöst werden.

Reinigen Knochen die Zähne des Hundes?

Kauen kann mechanisch auf Zahnbeläge wirken, ersetzt aber keine zuverlässige Kontrolle der Zahngesundheit. Besonders harte Knochen können außerdem Zahnfrakturen verursachen.

Fazit: Knochenfütterung beim Hund – möglich, aber nicht ohne Risiko

Knochen können Bestandteil einer BARF-Ration sein, sind aber weder ein vollkommen risikofreier Kauartikel noch zwingend notwendig, um einen Hund roh zu ernähren.

Wenn du Knochen füttern möchtest, solltest du Knochenart, Härte, Größe und Menge ebenso berücksichtigen wie das individuelle Kauverhalten und den Zahnstatus deines Hundes. Gekochte Knochen gehören nicht als Kauartikel in den Napf und sehr harte Knochen sollten wegen möglicher Zahnschäden besonders kritisch betrachtet werden.

Gleichzeitig ist die Knochenmenge kein Wert, der sich für jeden Hund einfach mit „10 oder 15 Prozent der Tagesration“ festlegen lässt. Entscheidend ist, wie die gesamte Ration zusammengesetzt ist und wie die notwendige Mineralstoffversorgung erreicht wird.

Sichere Knochenfütterung bedeutet deshalb nicht: möglichst natürlich füttern – sondern bewusst auswählen, passend dosieren und den eigenen Hund genau beobachten.

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