Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
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Öle und BARF
- Isabel Scheu
- 29.07.2026
- BARF
Welche Öle sind beim BARF sinnvoll? Lachsöl, Leinöl & Co. richtig einsetzen
Du barfst deinen Hund und fragst dich: Welches Öl ist beim BARF sinnvoll? Braucht mein Hund überhaupt Öl im Futter? Ist Lachsöl besser als Leinöl – und wie viel Öl darf ein Hund bekommen? Gerade beim Thema BARF begegnet man zahlreichen Empfehlungen: Lachsöl, Leinöl, Hanföl, Nachtkerzenöl, Kürbiskernöl oder einfach verschiedene Öle im Wechsel. Doch nicht jedes Öl erfüllt in der Hundeernährung dieselbe Aufgabe.
Öle werden beim BARFen nicht einfach deshalb ergänzt, weil eine Rohfütterung grundsätzlich „Öl braucht“. Entscheidend ist vielmehr die Zusammensetzung der gesamten Futterration. Bestimmte Öle können gezielt Fettsäuren liefern, die über die übrigen Bestandteile der Mahlzeit nicht oder nicht in ausreichender Menge aufgenommen werden.
Besonders wichtig sind dabei die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie gehören zu den wichtigen Bausteinen einer ausgewogenen Hundeernährung und spielen unter anderem für Haut, Fell und zahlreiche Stoffwechselprozesse eine Rolle.
In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, welche Öle beim BARF sinnvoll sein können, warum Lachsöl und andere Fischöle eine andere Funktion haben als Leinöl oder Hanföl, wie du ein hochwertiges Öl erkennst und warum die richtige Dosierung nicht einfach mit einem pauschalen Teelöffel angegeben werden sollte.
Öle beim BARF kurz erklärt: Besonders interessant sind Öle, die gezielt essenzielle beziehungsweise langkettige Omega-3-Fettsäuren ergänzen. Fischöle wie Lachsöl liefern direkt EPA und DHA. Leinöl liefert dagegen hauptsächlich die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA, die der Hund erst umwandeln muss. Deshalb sind Lachsöl und Leinöl ernährungsphysiologisch nicht einfach austauschbar. Die Dosierung sollte sich am konkreten Produkt und an der gesamten Ration orientieren.
Warum werden beim BARF überhaupt Öle verwendet?
Fett ist ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung. Dabei müssen jedoch zwei Dinge voneinander unterschieden werden: Fett als Energielieferant und bestimmte Fettsäuren als Nährstoffe.
Fleisch kann bereits erhebliche Mengen Fett enthalten. Ein sehr mageres Stück Muskelfleisch unterscheidet sich dabei deutlich von fettreichem Fleisch. Deshalb bedeutet eine BARF-Ration ohne zusätzliches Öl nicht automatisch, dass sie fettarm ist.
Bestimmte Öle werden vielmehr eingesetzt, um das Fettsäuremuster einer Ration gezielt zu ergänzen.
Fette beziehungsweise Fettsäuren erfüllen im Körper zahlreiche Funktionen. Sie:
- liefern konzentrierte Energie
- sind Bestandteil von Zellmembranen
- spielen bei verschiedenen Stoffwechselprozessen eine Rolle
- sind für Haut und Fell relevant
- sind an der Bildung verschiedener Signalstoffe beteiligt
- ermöglichen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine
Welche Nährstoffe ein Hund benötigt, sollte deshalb immer im Zusammenhang mit seiner gesamten Ernährung betrachtet werden.
Omega-3 und Omega-6 beim Hund: Was ist der Unterschied?
Wer nach dem besten Öl für BARF sucht, stößt sehr schnell auf die Begriffe Omega-3 und Omega-6. Dabei handelt es sich um Gruppen mehrfach ungesättigter Fettsäuren.
Für die praktische Fütterung ist wichtig zu verstehen, dass nicht jede Omega-3-Fettsäure identisch ist.
Besonders häufig begegnen dir:
- ALA – Alpha-Linolensäure: vor allem in bestimmten pflanzlichen Ölen enthalten
- EPA – Eicosapentaensäure: vor allem in marinen Quellen enthalten
- DHA – Docosahexaensäure: ebenfalls vor allem in marinen Quellen enthalten
Genau dieser Unterschied ist wichtig, wenn du beispielsweise Lachsöl und Leinöl für deinen Hund vergleichen möchtest.
Lachsöl beim BARF – warum es so häufig empfohlen wird
Lachsöl für Hunde gehört zu den bekanntesten Ergänzungen beim BARFen. Der Grund dafür liegt vor allem in seinem Gehalt an den langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.
Diese Fettsäuren können vom Körper direkt genutzt werden und sind deshalb ernährungsphysiologisch besonders interessant.
Je nach Gesamtration kann ein geeignetes Fischöl eingesetzt werden, um die Versorgung mit EPA und DHA gezielt zu ergänzen.
Wichtig ist allerdings: Nicht jedes Produkt mit der Aufschrift „Lachsöl“ enthält dieselben Mengen EPA und DHA. Deshalb solltest du bei der Auswahl nicht nur auf die empfohlene Anzahl an Pumpstößen oder Teelöffeln schauen, sondern auch auf die Deklaration.
Leinöl beim Hund – sinnvoll oder überschätzt?
Auch Leinöl für Hunde wird beim BARFen häufig empfohlen. Leinöl besitzt einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure, kurz ALA.
ALA gehört zu den Omega-3-Fettsäuren. Sie ist jedoch nicht mit EPA und DHA gleichzusetzen.
Der Hund muss ALA im Körper zunächst in langkettigere Omega-3-Fettsäuren umwandeln. Diese Umwandlung ist begrenzt. Deshalb kann man nicht einfach davon ausgehen, dass ein Teelöffel Leinöl dieselbe Funktion erfüllt wie die entsprechende Menge eines geeigneten Fischöls.
Lachsöl oder Leinöl für den Hund – was ist besser?
Diese Frage wird häufig gesucht, lässt sich aber nicht sinnvoll mit „Lachsöl ist besser“ oder „Leinöl ist gesünder“ beantworten.
Beide Öle unterscheiden sich vor allem in der Art ihrer Omega-3-Fettsäuren:
| Öl | Wichtige Fettsäuren | Besonderheit |
|---|---|---|
| Lachsöl / Fischöl | EPA und DHA | liefert langkettige Omega-3-Fettsäuren direkt |
| Leinöl | ALA | pflanzliche Omega-3-Quelle; Umwandlung erforderlich |
Möchtest du gezielt EPA und DHA ergänzen, ist ein entsprechend deklariertes Fisch- oder Algenöl die direktere Quelle.
Algenöl beim Hund – eine Alternative zu Fischöl?
Eine weitere Möglichkeit sind bestimmte Algenöle. Sie können – abhängig vom Produkt – DHA und teilweise EPA liefern und sind deshalb insbesondere interessant, wenn keine Fischprodukte verwendet werden sollen.
Auch hier gilt: Entscheidend ist nicht allein die Bezeichnung „Algenöl“, sondern die tatsächliche Deklaration der enthaltenen Fettsäuren.
Wer ein Algenöl für den Hund auswählen möchte, sollte deshalb prüfen, wie viel EPA beziehungsweise DHA die empfohlene Tagesmenge tatsächlich liefert.
Hanföl beim BARF – wann kann es sinnvoll sein?
Hanföl enthält verschiedene mehrfach ungesättigte Fettsäuren und wird deshalb ebenfalls gerne in der Hundeernährung eingesetzt.
Es liefert unter anderem Linolsäure und Alpha-Linolensäure. Auch hier sollte jedoch berücksichtigt werden, dass pflanzliche ALA nicht mit EPA und DHA gleichgesetzt werden kann.
Hanföl kann somit Bestandteil einer abwechslungsreichen Ration sein, ersetzt aber nicht automatisch eine gezielte Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren.
Kürbiskernöl beim Hund – notwendig beim BARF?
Kürbiskernöl wird gelegentlich wegen seiner Inhaltsstoffe und seines Geschmacks angeboten. Für eine BARF-Ration ist es jedoch nicht automatisch erforderlich.
Entscheidend ist immer die Frage: Welchen konkreten Nährstoff soll dieses Öl in der Ration ergänzen?
Einfach mehrere Öle abwechselnd über das Futter zu geben, garantiert keine ausgewogene Fettsäureversorgung.
Muss man verschiedene Öle beim BARF abwechseln?
Häufig liest man den Tipp, täglich oder wöchentlich zwischen Lachsöl, Leinöl, Hanföl und anderen Ölen zu wechseln. Diese Empfehlung klingt abwechslungsreich, ist ernährungsphysiologisch aber nicht automatisch notwendig.
Sinnvoller ist die Frage:
Welche Fettsäuren fehlen oder sollen in meiner konkreten Ration ergänzt werden?
Danach kann gezielt ein passendes Öl ausgewählt werden.
Eine zufällige Rotation verschiedener Öle kann dagegen dazu führen, dass zwar viel Öl gefüttert wird, die eigentlich benötigten Fettsäuren aber trotzdem nicht passend ergänzt werden.
Wie viel Öl braucht ein Hund beim BARF?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie viel Öl pro Tag darf mein Hund bekommen?
Pauschale Angaben wie „ein Teelöffel pro 10 Kilogramm Körpergewicht“ oder „ein bis zwei Prozent der Tagesration“ sind dafür nur eingeschränkt geeignet.
Die richtige Menge hängt unter anderem ab von:
- dem verwendeten Öl
- dessen Fettsäuregehalt
- der restlichen Futterration
- Körpergewicht und Energiebedarf
- dem Ziel der Ergänzung
- möglichen Erkrankungen
Besonders bei Fischöl ist die Angabe von EPA und DHA pro Tagesportion wesentlich aussagekräftiger als die reine Menge Öl in Millilitern.
Kann man dem Hund zu viel Öl geben?
Ja. Mehr Öl bedeutet nicht automatisch mehr Gesundheit.
Öl besitzt eine hohe Energiedichte. Wird zusätzlich zur bereits bedarfsgerechten Ration dauerhaft eine größere Menge gegeben, steigt die Energieaufnahme.
Zu große Mengen können außerdem bei manchen Hunden zu Verdauungsproblemen führen.
Mögliche Hinweise darauf, dass eine Ölzugabe nicht gut vertragen wird, sind beispielsweise:
- weicher Kot
- Durchfall
- Übelkeit
- veränderte Futteraufnahme
- ungewollte Gewichtszunahme
Bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen findest du weitere Informationen in unserem Ratgeber über Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund.
Öl bei empfindlicher Verdauung und Erkrankungen
Bei bestimmten gesundheitlichen Problemen sollte eine zusätzliche Fett- oder Ölzufuhr nicht ohne Rücksprache verändert werden.
Das gilt insbesondere bei Hunden mit Erkrankungen, bei denen Fettmenge, Energiedichte oder die gesamte Rationszusammensetzung eine besondere Rolle spielen.
Bestehen chronische Erkrankungen, wiederkehrende Verdauungsbeschwerden oder andere gesundheitliche Besonderheiten, sollte die Ration deshalb individuell beurteilt werden.
Wie erkenne ich ein gutes Lachsöl oder Fischöl für Hunde?
Beim Kauf solltest du nicht ausschließlich auf Begriffe wie „Premium“, „natürlich“ oder „BARF-Öl“ achten.
Aussagekräftiger sind nachvollziehbare Angaben zum Produkt.
- EPA- und DHA-Gehalt möglichst nachvollziehbar deklariert
- klare Angaben zu den verwendeten Rohstoffen
- geeignete Verpackung zum Schutz vor Licht und Sauerstoff
- nachvollziehbare Lagerungsempfehlungen
- überschaubare Flaschengröße passend zum Verbrauch
- keine unnötigen Aromen oder fragwürdigen Zusätze
- klare Dosierungsangaben des Herstellers
Warum die richtige Lagerung von BARF-Ölen so wichtig ist
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht und Wärme. Öle können oxidieren und dadurch ranzig werden.
Deshalb solltest du:
- die Lagerungsempfehlung des Herstellers beachten
- die Flasche nach Gebrauch sofort verschließen
- Öl vor Wärme und direkter Sonneneinstrahlung schützen
- nach dem Öffnen auf die angegebene Verbrauchsfrist achten
- lieber eine passende Flaschengröße kaufen als einen sehr großen Vorrat lange geöffnet aufzubewahren
Gerade bei empfindlichen Fischölen ist eine sachgerechte Lagerung wichtiger als eine möglichst große Vorratsflasche.
Öl beim BARF richtig füttern
Öl lässt sich unkompliziert unter die fertige Mahlzeit mischen. Entscheidend ist weniger der Zeitpunkt als die passende Menge.
Wenn dein Hund bisher kein zusätzliches Öl bekommen hat oder eine empfindliche Verdauung besitzt, kann es sinnvoll sein, mit einer kleinen Menge zu beginnen und die Verträglichkeit zu beobachten.
Achte dabei unter anderem auf:
- Kotkonsistenz
- Gewichtsentwicklung
- Haut und Fell
- Appetit
- allgemeine Verträglichkeit
Auch bei der Anpassung der Fütterung sollte deshalb immer die gesamte Ration betrachtet werden.
Typische Fehler bei Ölen im BARF
- Zu viele verschiedene Öle: Abwechslung allein macht eine Ration nicht ausgewogen.
- Leinöl und Fischöl gleichsetzen: Beide liefern unterschiedliche Formen von Omega-3-Fettsäuren.
- Pauschal nach Teelöffeln dosieren: Die Zusammensetzung des Produkts wird dabei nicht berücksichtigt.
- Zu viel Öl füttern: Dadurch steigt die Energieaufnahme unnötig.
- Große Flaschen lange verwenden: Empfindliche Öle können oxidieren.
- Öl als Lösung für jedes Fellproblem betrachten: Haut- und Fellveränderungen können zahlreiche Ursachen haben.
- Nur das Öl betrachten: Entscheidend ist immer die gesamte BARF-Ration.
- Erkrankungen nicht berücksichtigen: Bei gesundheitlichen Problemen kann eine individuelle Futterplanung erforderlich sein.
Welches Öl ist das beste für meinen Hund?
Das eine „beste Öl für Hunde“ gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Aufgabe das Öl innerhalb der Futterration erfüllen soll.
Möchtest du gezielt EPA und DHA ergänzen, kommen beispielsweise entsprechend deklarierte Fisch- oder geeignete Algenöle infrage. Soll eine andere Fettsäure ergänzt werden, kann wiederum ein anderes Öl sinnvoll sein.
Deshalb lautet die sinnvollere Frage nicht:
„Welches Öl ist am gesündesten?“
sondern:
„Welche Fettsäure beziehungsweise welcher Nährstoff fehlt meiner konkreten Futterration?“
BARF und Öle in Stuttgart: Nicht nach Schema F füttern
Auch bei Hundehaltern in Stuttgart und der Region Stuttgart begegnen uns rund um die Hundeernährung immer wieder ähnliche Fragen: Welches Öl ist für meinen Hund geeignet? Braucht jeder gebarfte Hund Lachsöl? Muss ich mehrere Öle abwechseln? Und wie viel Öl gehört überhaupt in den Napf?
Gerade beim BARFen lohnt es sich, nicht einfach allgemeine Internetlisten zu übernehmen. Zwei Hunde mit demselben Körpergewicht können unterschiedliche Rationen erhalten und damit auch einen unterschiedlichen Ergänzungsbedarf haben.
Eine sinnvolle BARF-Fütterung orientiert sich deshalb immer am individuellen Hund und an der Gesamtzusammensetzung seiner Ernährung – unabhängig davon, ob du mitten in Stuttgart, in Stuttgart-Ost oder im weiteren Stuttgarter Umland wohnst.
FAQ – häufige Fragen zu Öl beim BARF
Welches Öl ist beim BARF am besten?
Das hängt davon ab, welche Fettsäuren ergänzt werden sollen. Für die direkte Versorgung mit EPA und DHA sind entsprechend deklarierte Fisch- oder Algenöle besonders interessant. Pflanzliche Öle liefern andere Fettsäuremuster.
Braucht ein Hund beim BARF immer Öl?
Nicht pauschal. Ob und welches Öl benötigt wird, hängt von der gesamten Ration und deren Fettsäureversorgung ab. Öl sollte deshalb gezielt und nicht automatisch ergänzt werden.
Ist Lachsöl gut für Hunde?
Ein geeignetes Lachsöl kann eine Quelle für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sein. Entscheidend sind Qualität, tatsächlicher EPA-/DHA-Gehalt, Lagerung und passende Dosierung.
Was ist besser für Hunde – Lachsöl oder Leinöl?
Beide Öle liefern unterschiedliche Omega-3-Fettsäuren. Lachsöl liefert EPA und DHA direkt, während Leinöl hauptsächlich ALA enthält. Deshalb sind beide Öle nicht einfach gegeneinander austauschbar.
Wie viel Lachsöl darf mein Hund bekommen?
Eine allgemeingültige Menge lässt sich nicht allein anhand des Körpergewichts nennen. Relevant sind insbesondere der EPA- und DHA-Gehalt des konkreten Produkts, die übrige Ration und das Ziel der Ergänzung.
Kann ein Hund jeden Tag Lachsöl bekommen?
Eine regelmäßige Gabe kann Bestandteil einer berechneten Futterration sein. Entscheidend ist jedoch die passende Dosierung. Mehr ist nicht automatisch besser.
Kann ich Lachsöl und Leinöl zusammen geben?
Grundsätzlich können verschiedene Fettquellen Bestandteil einer Ration sein. Ob die Kombination sinnvoll ist, hängt jedoch von der gewünschten Fettsäureversorgung ab. Eine Kombination ist nicht automatisch besser als ein gezielt ausgewähltes Öl.
Ist Hanföl für Hunde geeignet?
Hanföl kann als pflanzliche Fettquelle eingesetzt werden und enthält unter anderem Linolsäure und Alpha-Linolensäure. Es liefert jedoch nicht dieselben Mengen an EPA und DHA wie geeignete marine Öle.
Kann zu viel Öl beim Hund Durchfall verursachen?
Ja. Größere Fettmengen können bei manchen Hunden zu weichem Kot oder Durchfall führen. Außerdem erhöht zusätzliches Öl die Energiedichte der Futterration.
Muss ich die Öle beim BARF regelmäßig wechseln?
Nein. Ein regelmäßiger Wechsel ist nicht automatisch erforderlich. Sinnvoller ist es, gezielt das Öl auszuwählen, das die benötigten Fettsäuren liefert.
Wie lange ist geöffnetes Lachsöl haltbar?
Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Beachte deshalb die Lagerungs- und Verbrauchshinweise des Herstellers. Empfindliche Öle sollten vor Licht, Wärme und Sauerstoff geschützt und nach dem Öffnen innerhalb der angegebenen Frist verbraucht werden.
Hilft Öl bei stumpfem Fell beim Hund?
Eine passende Fettsäureversorgung ist für Haut und Fell wichtig. Stumpfes Fell kann jedoch zahlreiche Ursachen haben. Bestehen Veränderungen länger oder treten weitere Beschwerden auf, sollte nicht lediglich die Ölmenge erhöht, sondern die Ursache abgeklärt werden.
Fazit: Das richtige Öl beim BARF gezielt auswählen
Öle können eine wichtige Ergänzung einer BARF-Ration sein – allerdings nicht nach dem Prinzip „je mehr, desto besser“. Entscheidend ist, welche Fettsäuren dein Hund über seine gesamte Ernährung erhält und welche gezielt ergänzt werden sollen.
Lachsöl beziehungsweise andere geeignete Fischöle liefern EPA und DHA direkt. Leinöl und Hanföl liefern dagegen vor allem pflanzliche Fettsäuren wie ALA. Deshalb haben die verschiedenen Öle unterschiedliche ernährungsphysiologische Eigenschaften und sollten nicht einfach gleichgesetzt werden.
Ebenso wichtig sind Qualität und Lagerung. Gerade mehrfach ungesättigte Fettsäuren reagieren empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff. Eine kleine, passend dimensionierte Flasche kann deshalb sinnvoller sein als ein großer Vorrat, der über Monate geöffnet bleibt.
Für eine ausgewogene BARF-Fütterung zählt am Ende nicht, wie viele verschiedene Öle im Schrank stehen, sondern ob die gesamte Ration den individuellen Bedarf deines Hundes sinnvoll abdeckt.
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