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BARF und Innereien
- Isabel Scheu
- 28.07.2026
- BARF
Innereien beim BARF – wichtig, aber oft unterschätzt
Wenn du an BARF denkst, liegt der Fokus oft auf Muskelfleisch – das leckere Steak, Huhn oder Rindfleisch im Napf. Doch ein entscheidender Bestandteil wird häufig übersehen: die Innereien. Leber, Herz, Niere und andere Innereien sind kleine Nährstoffbomben, die essenziell für die Gesundheit deines Hundes sind. Wer sie unterschätzt, riskiert Mangelerscheinungen, selbst wenn der Rest der Ernährung ausgewogen erscheint. In diesem ausführlichen Beitrag erklären wir, warum Innereien so wichtig sind, welche Vorteile sie bieten, welche Mengen ideal sind und wie du sie sicher in die BARF-Mahlzeiten integrierst.
1. Was sind Innereien und welche Rolle spielen sie?
Innereien sind die essbaren Organe von Tieren, die zusammen mit Muskelfleisch, Knochen und Gemüse einen vollständigen BARF-Teller bilden. Sie liefern:
- Vitamine: Besonders Leber enthält viel Vitamin A, B-Vitamine und Folsäure
- Mineralstoffe: Eisen, Kupfer, Zink und Selen für Blutbildung, Immunsystem und Stoffwechsel
- Proteine: Herz, Niere und Milz sind reich an leicht verdaulichen Proteinen
- Fette: Innereien enthalten wertvolle Fette, die Energie und essenzielle Fettsäuren liefern
Die Kombination aus Muskelfleisch und Innereien sorgt für eine optimale Nährstoffbalance.
2. Leber – der Nährstoffbooster
Leber ist die wohl bekannteste Innerei und besonders reich an:
- Vitamin A – wichtig für Sehvermögen, Haut, Immunsystem
- Eisen – für Blutbildung und Energieversorgung
- B-Vitamine – unterstützen Stoffwechsel, Nerven- und Herzfunktion
Die Dosierung ist entscheidend: 5–10 % der Tagesration reicht aus. Zu viel Leber kann zu Vitamin-A-Überdosierung führen, die Knochen, Haut und Organe schädigen kann.
3. Herz, Niere und Milz – oft unterschätzt
Andere Innereien sind genauso wichtig:
- Herz: Proteinreich, reich an Taurin, unterstützt Herzgesundheit
- Niere: Mineralstoffquelle und Proteinlieferant
- Milz: Vitamin- und Eisenquelle, unterstützt Immunsystem
Herz gilt als „muskuläre Innerei“, weil es fest und proteinreich ist, Niere liefert Spurenelemente, die Muskelfleisch allein nicht abdeckt. Durch Mischung verschiedener Innereien wird Nährstoffvielfalt gewährleistet.
4. Dosierungsempfehlungen für einen ausgewogenen BARF-Teller
Innereien machen idealerweise 10–15 % der Gesamtfuttermenge aus. Beispiel für einen 15 kg Hund mit Tagesration 375 g:
- Leber 5–10 % → 19–37 g
- Herz/Niere/Milz 5–10 % → 19–37 g
- Kombination sorgt für Nährstoffbalance und verhindert Überdosierung einzelner Vitamine oder Mineralstoffe
Wichtig: Abwechslung zwischen den Innereien erhöht die Nährstoffvielfalt und reduziert Risiken.
5. Vorteile von Innereien
- Optimale Nährstoffversorgung für Fell, Haut, Immunsystem und Organe
- Förderung der Verdauung durch natürliche Enzyme
- Erhöhte Akzeptanz: Viele Hunde lieben den intensiven Geschmack von Innereien
- Unterstützung bei speziellen Bedürfnissen: Allergiker, Senioren oder sportliche Hunde profitieren von gezielter Innereienzufuhr
6. Risiken und Vorsichtsmaßnahmen
Innereien sind wichtig, können aber auch Risiken bergen:
- Zu viel Leber → Vitamin-A-Überdosierung, Knochenprobleme, Hautveränderungen
- Falsche Lagerung → Keime, Bakterien, Verderb
- Rohes Fleisch und Innereien nur aus kontrollierter Quelle verwenden
- Bei empfindlichen Hunden langsam einführen, um Verdauung nicht zu belasten
7. Praktische Tipps für die BARF-Mahlzeit
- Innereien abwechslungsreich füttern: Leber, Herz, Niere, Milz wechseln
- Tagesration auf mehrere Mahlzeiten aufteilen
- Nur frische, gekühlte oder gefrorene Innereien verwenden
- Mit Muskelfleisch, Knochen und Gemüse kombinieren, um Nährstoffbilanz sicherzustellen
- Bei Unsicherheit Tierarzt oder Ernährungsberater einbeziehen
Fazit: Innereien sind unverzichtbar beim BARF
Innereien sind ein essenzieller Bestandteil jeder BARF-Mahlzeit. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Fette, die Muskelfleisch allein nicht decken kann. Leber, Herz, Niere und Milz sorgen für gesunde Haut, glänzendes Fell, ein starkes Immunsystem und optimale Organfunktion. Wichtig ist die richtige Dosierung, Abwechslung und Hygiene. Wer Innereien bewusst und ausgewogen in die BARF-Mahlzeiten integriert, kann die Ernährung seines Hundes deutlich verbessern und ihm langfristig Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude schenken.
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