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BARF und Innereien

  • Isabel Scheu
  • 28.07.2026
  • BARF

Innereien beim BARF: Leber, Niere, Milz & Co. richtig füttern

Wenn du deinen Hund barfst, denkst du wahrscheinlich zuerst an Muskelfleisch, Knochen, Gemüse und vielleicht noch etwas Öl. Ein besonders wichtiger Bestandteil einer selbst zusammengestellten Rohfütterung wird dabei jedoch häufig unterschätzt: Innereien beim BARF.

Leber, Niere, Milz und andere nährstoffreiche Organe liefern Vitamine und Spurenelemente, die Muskelfleisch allein nicht in vergleichbarer Zusammensetzung bereitstellt. Gleichzeitig gilt gerade bei Innereien: Mehr ist nicht automatisch besser. Einige Organe enthalten sehr hohe Konzentrationen bestimmter Nährstoffe und sollten deshalb gezielt und passend zur Gesamtration eingesetzt werden.

Viele Hundehalter fragen sich deshalb: Welche Innereien braucht ein Hund beim BARFen? Wie viel Leber darf ein Hund bekommen? Ist Herz eine Innerei oder Muskelfleisch? Muss mein Hund jeden Tag Innereien fressen? Und was passiert, wenn ich zu viel Leber füttere?

In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, welche Rolle Innereien in einer BARF-Ration spielen, wie sich Leber, Niere, Milz und Herz unterscheiden, warum starre Prozentangaben nur begrenzt hilfreich sind und wie du Innereien sicher und sinnvoll in den Futterplan deines Hundes integrierst.

Innereien beim BARF kurz erklärt: Leber, Niere und Milz liefern unterschiedliche Vitamine und Spurenelemente und werden deshalb gezielt in einer Rohfutterration eingesetzt. Herz ist zwar anatomisch ein Organ, wird ernährungsphysiologisch jedoch überwiegend dem Muskelfleisch zugerechnet. Die richtige Menge lässt sich nicht sinnvoll allein über eine pauschale Prozentzahl bestimmen – entscheidend ist, welche Nährstoffe die gesamte Ration liefert.

Warum sind Innereien beim BARF so wichtig?

Muskelfleisch liefert hochwertiges Protein und – abhängig vom Fettgehalt – Energie. Für eine langfristig bedarfsgerechte Fütterung reicht Muskelfleisch allein jedoch nicht aus.

Bestimmte Innereien liefern Nährstoffe in vergleichsweise hoher Konzentration. Dazu gehören unter anderem:

  • Vitamin A
  • verschiedene B-Vitamine
  • Eisen
  • Kupfer
  • Zink
  • Selen
  • weitere Spurenelemente und Mikronährstoffe

Genau deshalb sind Innereien nicht einfach nur „Abwechslung im Napf“. Sie erfüllen innerhalb eines durchdacht zusammengestellten BARF-Tellers konkrete ernährungsphysiologische Aufgaben.

FEDIAF weist in seinen aktuellen Ernährungsrichtlinien darauf hin, dass Hunde eine ausgewogene Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen benötigen. Bei selbst zusammengestellten Rationen besteht deshalb nicht nur die Gefahr eines Mangels, sondern auch einer Überversorgung einzelner Nährstoffe. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Welche Innereien gehören beim BARF in den Napf?

Nicht jedes Organ ist ernährungsphysiologisch gleich zu bewerten. Auch wenn im Alltag oft alles unter dem Begriff „Innereien“ zusammengefasst wird, unterscheiden sich die einzelnen Organe deutlich in ihrer Nährstoffzusammensetzung.

Typische Bestandteile einer BARF-Ration können beispielsweise sein:

  • Leber
  • Niere
  • Milz
  • je nach Fütterungskonzept weitere geeignete Organe

Wichtig ist dabei weniger die möglichst große Vielfalt als die Frage, welche Nährstoffe mit welchem Organ in welcher Menge bereitgestellt werden.

Leber beim BARF – besonders nährstoffreich

Die Leber gehört zu den bekanntesten Innereien in der Hundeernährung. Sie enthält unter anderem hohe Mengen an Vitamin A sowie verschiedene B-Vitamine und Spurenelemente.

Gerade weil Leber so nährstoffreich ist, sollte sie nicht unbegrenzt gefüttert werden.

Vitamin A ist für den Hund notwendig. Eine dauerhaft sehr hohe Zufuhr kann jedoch problematisch werden. Das Merck Veterinary Manual weist darauf hin, dass eine überwiegend aus Leber bestehende Ernährung bei Hunden eine Vitamin-A-Überversorgung verursachen kann. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

Deshalb ist die richtige Schlussfolgerung nicht:

„Leber ist gesund, also sollte möglichst viel davon gefüttert werden.“

Sondern:

„Leber ist sehr nährstoffreich und sollte deshalb gezielt Bestandteil einer ausgewogenen Ration sein.“

Wie viel Leber darf ein Hund bekommen?

Häufig findest du im Internet Empfehlungen wie „fünf Prozent Leber“ oder „fünf bis zehn Prozent der Tagesration“. Solche Werte stammen aus bestimmten BARF-Konzepten und können als Orientierung innerhalb eines entsprechenden Systems dienen.

Für eine präzise Nährstoffplanung reicht die Prozentzahl allein jedoch nicht aus.

Die sinnvolle Menge hängt unter anderem davon ab:

  • wie die übrige Ration zusammengesetzt ist
  • welche weiteren Organe eingesetzt werden
  • welche Ergänzungen verwendet werden
  • welche Nährstoffe über andere Lebensmittel bereits aufgenommen werden
  • welcher individuelle Bedarf beim Hund besteht

Deshalb würde ich die Lebermenge nicht losgelöst vom gesamten Futterplan berechnen.

Ist Herz beim BARF eine Innerei?

Diese Frage sorgt besonders häufig für Verwirrung.

Anatomisch ist das Herz selbstverständlich ein Organ. Ernährungsphysiologisch besteht es jedoch überwiegend aus Muskelgewebe und wird deshalb in vielen BARF-Konzepten dem Muskelfleisch zugerechnet.

Das bedeutet:

Herz kann eine sinnvolle Fleischkomponente sein, ersetzt aber nicht einfach Leber, Niere oder Milz.

Was liefert Herz dem Hund?

Herz ist proteinreich und enthält verschiedene Nährstoffe. Aufgrund seines hohen Muskelanteils unterscheidet es sich jedoch deutlich von klassischen nährstoffreichen Organen wie Leber oder Niere.

Deshalb ist die häufig verwendete Bezeichnung „muskuläre Innerei“ zwar anschaulich, kann bei der Rationsplanung aber missverständlich sein.

Für die praktische BARF-Planung ist es meist sinnvoller, Herz als Muskelfleischkomponente zu betrachten.

Niere beim BARF – klein, aber nährstoffreich

Auch Niere wird in vielen BARF-Rationen eingesetzt. Sie liefert unter anderem verschiedene B-Vitamine und Spurenelemente.

Weil sich ihr Nährstoffprofil von Leber und Muskelfleisch unterscheidet, kann sie Teil einer abwechslungsreich geplanten Innereienkomponente sein.

Auch hier gilt jedoch: Die Aufgabe der Niere innerhalb der Ration besteht nicht darin, möglichst viel Protein zu liefern. Entscheidend ist vor allem ihr Beitrag zur Mikronährstoffversorgung.

Milz beim BARF – warum sie nicht vergessen werden sollte

Milz wird in BARF-Plänen ebenfalls häufig berücksichtigt und unterscheidet sich wiederum von Leber und Niere.

Sie kann insbesondere zur Versorgung mit bestimmten Spurenelementen beitragen.

Genau deshalb ist es sinnvoll, verschiedene Organe nicht einfach beliebig gegeneinander auszutauschen.

Ein Kilogramm Leber ist ernährungsphysiologisch nicht dasselbe wie ein Kilogramm Milz – und Herz erfüllt wiederum eine andere Funktion.

Muss man Innereien beim BARF abwechseln?

Abwechslung kann sinnvoll sein, weil unterschiedliche Organe unterschiedliche Nährstoffprofile besitzen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du jeden Tag spontan eine andere Innerei füttern musst.

Sinnvoller ist eine strukturierte Planung:

  • Welche Organe sollen eingesetzt werden?
  • Welche Gesamtmenge ist für den vorgesehenen Zeitraum geplant?
  • Wie verteilen sich die Organe auf die Woche?
  • Welche weiteren Nährstoffquellen enthält die Ration?

Dadurch wird aus „Abwechslung“ eine nachvollziehbare Fütterungsplanung.

Muss mein Hund jeden Tag Innereien bekommen?

Nein, nicht zwingend.

Je nach Fütterungskonzept kann die geplante Innereienmenge über einen geeigneten Zeitraum verteilt werden. Es ist also nicht grundsätzlich erforderlich, in jede einzelne Mahlzeit Leber, Niere und Milz zu geben.

Gerade bei Hunden, die größere Mengen Innereien auf einmal schlecht vertragen, kann eine Verteilung auf mehrere kleinere Portionen sinnvoll sein.

Wie viel Innereien braucht ein Hund beim BARF?

Auch für die gesamte Innereienmenge werden häufig Prozentwerte angegeben. Solche BARF-Schemata können eine Orientierung bieten, solange klar ist, dass sie Bestandteil eines bestimmten Fütterungskonzeptes sind.

Eine pauschale Aussage wie „Jeder Hund braucht exakt zehn oder fünfzehn Prozent Innereien“ ist für eine individuelle Rationsberechnung jedoch zu grob.

Entscheidend ist nicht nur das Gewicht der Innereien, sondern:

  • welche Organe verwendet werden
  • welche Nährstoffe sie liefern
  • wie die restliche BARF-Ration zusammengesetzt ist
  • ob weitere Ergänzungen eingesetzt werden
  • welcher Bedarf beim individuellen Hund besteht

Die Tagesration deines Hundes ist deshalb nur der erste Schritt. Danach muss betrachtet werden, wie diese Gesamtmenge ernährungsphysiologisch zusammengesetzt wird.

Innereien und Supplemente – kann man sie einfach gegeneinander austauschen?

Nicht ohne Weiteres.

Innereien liefern ein komplexes Gemisch verschiedener Nährstoffe. Ein einzelnes Supplement liefert dagegen meist einen oder wenige definierte Nährstoffe.

Deshalb sollte eine Ration nicht nach dem Motto aufgebaut werden:

„Heute fehlt Leber – dann gebe ich einfach irgendein Vitaminpulver.“

Ebenso wenig sollte zusätzlich zu einer bereits bedarfsgerecht zusammengestellten Ration wahllos eine Vielzahl von Nahrungsergänzungen gegeben werden.

Sowohl Unterversorgung als auch Überversorgung sind bei einzelnen Nährstoffen möglich. :contentReference[oaicite:3]{index=3}

Innereien roh oder gekocht füttern?

Beim klassischen BARF werden Innereien roh eingesetzt. Ob rohe Fütterung für den individuellen Hund und Haushalt geeignet ist, sollte jedoch bewusst entschieden werden.

Rohes tierisches Material kann mikrobiologisch belastet sein. Deshalb gelten für Innereien dieselben grundlegenden Hygieneregeln wie für anderes rohes Fleisch.

Eine Zubereitungsart kann außerdem die Verfügbarkeit beziehungsweise den Gehalt bestimmter Nährstoffe beeinflussen. Das sollte berücksichtigt werden, wenn eine ursprünglich roh berechnete Ration dauerhaft anders zubereitet wird. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

Hygiene bei rohen Innereien

Innereien sind leicht verderbliche tierische Lebensmittel. Entsprechend sorgfältig sollten Einkauf, Transport, Lagerung und Zubereitung erfolgen.

  • Kühlkette möglichst einhalten.
  • Rohes Fleisch und Innereien gekühlt oder tiefgekühlt lagern.
  • Arbeitsflächen nach der Verarbeitung reinigen.
  • Hände gründlich waschen.
  • Messer und Schneidebretter sorgfältig reinigen.
  • Kontakt mit verzehrfertigen Lebensmitteln vermeiden.
  • Futter nicht unnötig lange ungekühlt stehen lassen.
  • Bei gekaufter Tiefkühlware Lagerhinweise beachten.

Weitere Informationen zu möglichen Risiken bei rohen tierischen Bestandteilen findest du in unserem Beitrag über Würmer und BARF.

Innereien einfrieren – praktisch für BARF Meal Prep

Innereien lassen sich gut in eine vorbereitete Wochenration integrieren. Gerade weil häufig nur kleine Mengen einzelner Organe benötigt werden, kann portionsweises Einfrieren den Alltag erleichtern.

Praktisch ist beispielsweise:

  1. Benötigte Wochenmenge laut Futterplan bestimmen.
  2. Einzelne Organe abwiegen.
  3. Geplante Mischung herstellen.
  4. Tages- oder Wochenportionen aufteilen.
  5. Behälter beschriften.
  6. Zügig einfrieren.
  7. Benötigte Portion kontrolliert im Kühlschrank auftauen.

Mein Hund mag keine Innereien – was tun?

Nicht jeder Hund begeistert sich sofort für den intensiven Geruch und Geschmack von Leber oder Niere.

Mögliche Strategien sind:

  • zunächst kleinere Mengen unter vertrautes Futter mischen
  • Innereien fein zerkleinern oder pürieren
  • kleine Mengen auf mehrere Mahlzeiten verteilen
  • unterschiedliche geeignete Tierarten ausprobieren, sofern sie zum Futterplan passen

Wichtig ist jedoch: Wenn ein Hund eine vorgesehene Komponente dauerhaft nicht frisst, sollte nicht einfach improvisiert werden. Die Ration muss dann entsprechend angepasst werden.

Innereien und empfindliche Verdauung

Größere Mengen Innereien können bei manchen Hunden zu weicherem Kot führen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die vorgesehene Menge auf mehrere Portionen zu verteilen.

Wiederkehrender Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen sollten allerdings nicht einfach als normale Reaktion auf BARF angesehen werden.

Bestehen anhaltende Beschwerden, findest du weitere Informationen in unserem Beitrag über Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund.

Innereien bei Allergien und Ausschlussdiäten

Auch Innereien stammen aus einer tierischen Proteinquelle. Bei einem Hund mit bekannter Futtermittelunverträglichkeit oder einer diagnostischen Ausschlussdiät sollte deshalb nicht beliebig zwischen verschiedenen Tierarten gewechselt werden.

Werden beispielsweise Muskelfleisch und Innereien unterschiedlicher Tierarten kombiniert, kann das eine kontrollierte Ausschlussdiät unnötig erschweren.

In solchen Fällen ist eine gezielte Anpassung der Fütterung sinnvoll.

Typische Fehler bei Innereien im BARF

  • Herz komplett als Innerei berechnen: Ernährungsphysiologisch wird Herz überwiegend dem Muskelfleisch zugerechnet.
  • Zu viel Leber füttern: Leber ist sehr reich an Vitamin A und sollte gezielt dosiert werden.
  • Nur Leber verwenden: Verschiedene Organe besitzen unterschiedliche Nährstoffprofile.
  • Innereien komplett weglassen: Dadurch können wichtige Nährstoffquellen der geplanten Ration fehlen.
  • Starre Prozentwerte ungeprüft übernehmen: Die tatsächliche Versorgung hängt von der gesamten Ration ab.
  • Supplemente nach Gefühl ergänzen: Auch Überversorgung einzelner Nährstoffe ist möglich.
  • Zu große Mengen auf einmal füttern: Manche Hunde reagieren mit weichem Kot oder Verdauungsproblemen.
  • Hygiene vernachlässigen: Rohe Innereien sind leicht verderbliche tierische Lebensmittel.

Innereien beim BARF in Stuttgart – sinnvoll planen statt einfach mischen

Auch Hundehalter in Stuttgart und der Region Stuttgart fragen sich häufig, wie eine Rohfutterration praktisch aufgebaut werden sollte. Gerade bei Innereien ist die Versuchung groß, einfach fertige Mischungen zu kaufen und davon eine bestimmte Prozentzahl in den Napf zu geben.

Sinnvoller ist es, zunächst zu verstehen, welche Bestandteile eine Mischung enthält und welche Aufgabe sie innerhalb der gesamten Fütterung erfüllt.

Bei Pfotenliebe Stuttgart gilt auch bei der Ernährung: Nicht ein starres Schema ist entscheidend, sondern der individuelle Hund. Körpergewicht, Aktivität, Verträglichkeit, Lebenssituation und die gesamte Futterration müssen zusammenpassen.

FAQ – häufige Fragen zu Innereien beim BARF

Welche Innereien braucht ein Hund beim BARFen?

Häufig werden unter anderem Leber, Niere und Milz in BARF-Rationen eingesetzt. Welche Organe und Mengen tatsächlich sinnvoll sind, hängt von der gesamten Rationsplanung ab.

Ist Herz beim BARF Muskelfleisch oder Innerei?

Herz ist anatomisch ein Organ, wird aufgrund seines hohen Muskelanteils ernährungsphysiologisch jedoch meist dem Muskelfleisch zugerechnet. Es ersetzt Leber, Niere oder Milz deshalb nicht.

Wie viel Leber darf mein Hund bekommen?

Die passende Menge sollte Teil der gesamten Rationsplanung sein. Leber ist sehr reich an Vitamin A, weshalb eine dauerhaft übermäßige Fütterung vermieden werden sollte.

Was passiert, wenn ein Hund zu viel Leber frisst?

Eine dauerhaft sehr hohe Vitamin-A-Zufuhr kann zu einer Überversorgung führen. Deshalb sollte Leber gezielt und nicht unbegrenzt Bestandteil der Ration sein.

Muss mein Hund jeden Tag Innereien bekommen?

Nicht zwingend. Je nach Fütterungskonzept kann die geplante Menge über mehrere Mahlzeiten beziehungsweise einen geeigneten Zeitraum verteilt werden.

Kann ich nur Leber als Innerei füttern?

Das ist bei einer langfristig geplanten BARF-Ration in der Regel nicht sinnvoll. Verschiedene Organe unterscheiden sich in ihrem Nährstoffprofil und erfüllen unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Ration.

Wie viel Innereien braucht mein Hund?

BARF-Konzepte arbeiten häufig mit bestimmten Prozentwerten. Für eine genaue Rationsplanung sollte jedoch betrachtet werden, welche Organe eingesetzt werden und welche Nährstoffe die gesamte Ernährung liefert.

Kann ich Innereien für BARF einfrieren?

Ja, geeignete Innereien können portionsweise eingefroren werden. Achte auf hygienische Verarbeitung, geeignete Gefrierbehälter, Beschriftung und kontrolliertes Auftauen.

Was tun, wenn mein Hund keine Innereien mag?

Kleine Mengen können beispielsweise mit anderen Bestandteilen vermischt oder fein püriert angeboten werden. Wird eine geplante Komponente dauerhaft verweigert, sollte der Futterplan entsprechend angepasst werden.

Können Innereien beim Hund Durchfall verursachen?

Größere Mengen können bei manchen Hunden zu weicherem Kot führen. Anhaltender Durchfall oder andere Beschwerden sollten jedoch nicht einfach als normale BARF-Reaktion betrachtet werden.

Sind Innereien gesünder als Muskelfleisch?

Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Innereien sind besonders reich an bestimmten Mikronährstoffen, während Muskelfleisch unter anderem Protein und Energie liefert. Eine ausgewogene Ration nutzt die jeweiligen Eigenschaften gezielt.

Kann ich fertigen Innereienmix für BARF verwenden?

Das kann praktisch sein, sofern die Zusammensetzung transparent ist und zum Futterplan deines Hundes passt. Entscheidend ist, welche Organe in welchem Verhältnis enthalten sind.

Fazit: Innereien beim BARF gezielt statt nach Gefühl füttern

Innereien spielen in einer selbst zusammengestellten BARF-Ration eine wichtige Rolle, weil sie zahlreiche Vitamine und Spurenelemente liefern, die Muskelfleisch allein nicht in derselben Zusammensetzung bereitstellt.

Gleichzeitig solltest du Leber, Niere, Milz und Herz nicht einfach als eine einzige austauschbare Gruppe betrachten. Die einzelnen Organe unterscheiden sich deutlich in ihrer Nährstoffzusammensetzung.

Besonders wichtig ist die korrekte Einordnung von Herz: Es ist anatomisch zwar ein Organ, wird ernährungsphysiologisch jedoch überwiegend als Muskelfleisch betrachtet.

Auch bei Leber gilt: Sie ist wertvoll, gerade weil sie so nährstoffreich ist. Deshalb sollte sie gezielt und nicht unbegrenzt gefüttert werden. Eine dauerhaft sehr hohe Vitamin-A-Zufuhr kann gesundheitlich problematisch sein. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Ein guter BARF-Plan fragt deshalb nicht nur „Wie viel Innerei?“, sondern „Welche Innerei liefert welchen Nährstoff – und wie passt sie zur gesamten Ration meines Hundes?“

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