Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
Was gehört nicht ins BARF Menü
- Isabel Scheu
- 27.07.2026
- BARF
Was gehört NICHT ins BARF-Menü? – No-Gos bei rohem Futter
Du bist begeistert von der Idee, deinen Hund mit BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) zu ernähren, fragst dich aber: „Gibt es Dinge, die ich unbedingt vermeiden sollte?“ Die Antwort ist eindeutig: Ja! Nicht alle Lebensmittel, die für Menschen unbedenklich sind, eignen sich auch für Hunde. Falsche Zutaten können Verdauungsprobleme, Vergiftungen, Übergewicht oder gesundheitliche Schäden verursachen. In diesem ausführlichen Beitrag erfährst du, welche Lebensmittel, Zusätze und Praktiken du bei BARF unbedingt vermeiden solltest, warum sie gefährlich sind und wie du sicherstellst, dass dein Hund gesund und artgerecht gefüttert wird.
1. Gewürze, Salz und Zucker – Finger weg!
Viele Halter sind versucht, das Fleisch oder Gemüse für besseren Geschmack zu würzen. Das ist bei BARF ein großes No-Go:
- Salz: Überlastet Nieren, kann Bluthochdruck verursachen
- Zucker: Fördert Übergewicht, Karies und Stoffwechselprobleme
- Gewürze: Knoblauch, Zwiebeln, Chili, Paprika, Muskatnuss – können giftig sein oder die Verdauung stark reizen
BARF lebt von natürlichen Zutaten und frischem Fleisch – zusätzliche Würze ist nicht nötig.
2. Gekochte Knochen – gefährlich!
Rohknochen sind ein fester Bestandteil von BARF, doch gekochte Knochen sind tabu:
- Kochen verändert die Struktur – Knochen splittern leicht
- Splittern können Mund, Speiseröhre oder Darm verletzen
- Gefahr von Verstopfungen oder inneren Verletzungen
Nur rohe, zerkleinerte oder pürierte Knochen sind für Hunde geeignet.
3. Bestimmtes Obst und Gemüse
Nicht alles, was gesund für Menschen ist, eignet sich für Hunde:
- Avocado: Enthält Persin – kann Herz- oder Verdauungsprobleme verursachen
- Trauben & Rosinen: Können Nierenversagen auslösen
- Zwiebeln, Knoblauch, Lauch: Schädigen rote Blutkörperchen, führen zu Anämie
- Rohe Kartoffeln oder grüne Tomaten: Solanin ist giftig für Hunde
- Steinobst mit Kernen (Pfirsich, Kirsche, Pflaume): Kerne enthalten Blausäure – hochgiftig
Obst und Gemüse sollten gut ausgewählt, püriert oder fein geschnitten und in kleinen Mengen gefüttert werden.
4. Milchprodukte und Fertigprodukte
Viele Hunde vertragen Milchprodukte schlecht, besonders in großen Mengen:
- Laktosehaltige Produkte wie Milch oder Sahne können Durchfall verursachen
- Käse oder Joghurt nur in kleinen Mengen, laktosefrei bevorzugen
- Keine Fertigprodukte aus Supermarkt oder Mensa – enthalten oft Zucker, Salz, Gewürze oder Konservierungsstoffe
5. Rohes Schweinefleisch und minderwertiges Fleisch
Einige Fleischsorten bergen besondere Risiken:
- Rohes Schweinefleisch kann Trichinen oder andere Krankheitserreger enthalten
- Fleisch von unkontrollierten Quellen kann Parasiten oder Bakterien enthalten
- Fleischreste, Wurst oder Pökelfleisch enthalten Salz, Gewürze und Konservierungsstoffe
Nur frisches, kontrolliertes Muskelfleisch aus vertrauenswürdiger Quelle verwenden.
6. No-Gos bei Zusätzen und Supplementen
Auch bei Ergänzungen gilt Vorsicht:
- Keine menschlichen Vitamine oder Mineralien ohne Absprache – Überdosierung möglich
- Kräuter oder Superfoods nur nach Fachberatung
- Knochenmehl, Öle oder probiotische Zusätze gezielt und korrekt dosieren
7. Praktische Tipps, um Fehler zu vermeiden
- Immer Zutatenliste überprüfen – keine menschlichen Snacks oder Reste füttern
- Rohes Fleisch, Innereien und Knochen nur aus kontrollierter Quelle
- Frisches Obst und Gemüse vorher recherchieren oder nach Tierarztempfehlung geben
- Futterhygiene beachten – saubere Arbeitsfläche, Kühlung, kurze Lagerzeiten
- Bei Unsicherheit Tierarzt oder BARF-Berater hinzuziehen
Fazit: BARF – bewusst füttern, No-Gos vermeiden
BARF ist eine gesunde, artgerechte Ernährung, doch nicht alles, was wir essen, ist für Hunde geeignet. Gewürze, Zucker, gekochte Knochen, bestimmte Obst- und Gemüsesorten, rohe Schweineprodukte, minderwertiges Fleisch und ungeeignete Zusätze gehören nicht auf den BARF-Teller. Wer diese No-Gos kennt und vermeidet, Hygiene und Frische beachtet, sorgt dafür, dass sein Hund gesund, vital und sicher ernährt wird. Mit sorgfältiger Planung kann BARF zu einer optimalen, artgerechten Ernährung werden.
Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen:
Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Diese Empfehlungen basieren auf Erfahrung und Überzeugung und sollen dich dabei unterstützen, von Anfang an die richtigen Entscheidungen für deinen Hund zu treffen.
👉 Hundefutter
👉 Leckerlis & Kauartikel
Das könnte dich auch interessieren
BARF-Ernährung für Hunde – Grundlagen, Chancen & Risiken
Knochen als Gefahr: Was Hunde wirklich kauen dürfen
Kategorien
Top Neuigkeiten
Hitzschlag beim Hund...
Hitzschlag beim Hund:...
Hitzefalle Auto
Hund im heißen Auto in...
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.