Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
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Macht Nassfutter Durchfall
- Isabel Scheu
- 17.07.2026
- Nassfutter
Macht Nassfutter Durchfall? Ursachen, Verträglichkeit & was du tun kannst
Du hast deinen Hund auf Nassfutter umgestellt und plötzlich ist der Kot weich oder dein Hund bekommt Durchfall ? Dann liegt der Gedanke nahe: „Mein Hund verträgt Nassfutter nicht.“ Ganz so einfach ist es jedoch nicht.
Durchfall beim Hund kann sehr viele Ursachen haben. Neben einer zu schnellen Futterumstellung kommen beispielsweise eine ungewohnte Proteinquelle, ein deutlich veränderter Fett- oder Ballaststoffgehalt, eine zu große Futtermenge, individuelle Unverträglichkeiten, verdorbenes Futter, Parasiten, Infektionen, Medikamente, Stress oder andere Erkrankungen infrage.
Nassfutter selbst verursacht deshalb nicht automatisch Durchfall. Viele Hunde vertragen ein bedarfsgerecht zusammengesetztes Nassfutter sehr gut. Entscheidend ist vielmehr, welche Rezeptur gefüttert wird, wie schnell die Umstellung erfolgt, wie groß die Portionen sind und wie der individuelle Hund auf das Futter reagiert.
In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, warum ein Hund nach Nassfutter Durchfall bekommen kann, wie du zwischen weichem Kot und echtem Durchfall unterscheidest, welche Bestandteile des Futters eine Rolle spielen können, wie du eine Futterumstellung verträglicher gestaltest und wann Durchfall tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Kurze Antwort: Nassfutter macht nicht grundsätzlich Durchfall. Tritt weicher Kot oder Durchfall nach einem Wechsel auf Nassfutter auf, können unter anderem eine zu schnelle Futterumstellung, eine ungewohnte Proteinquelle, ein anderer Fett- oder Fasergehalt, eine zu große Portion, individuelle Unverträglichkeit oder verdorbenes Futter dahinterstecken. Gleichzeitig können auch Erkrankungen, Parasiten oder Infektionen zufällig zeitgleich auftreten.
Weicher Kot oder Durchfall – wo liegt der Unterschied?
Nicht jede Veränderung der Kotkonsistenz ist automatisch Durchfall. Gerade nach einer Futterumstellung kann der Kot vorübergehend etwas weicher, voluminöser oder anders geformt sein. Das sollte trotzdem beobachtet werden, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass dein Hund das neue Futter grundsätzlich nicht verträgt.
Deutlich ungeformter, breiiger bis wässriger Kot, insbesondere wenn dein Hund wesentlich häufiger Kot absetzen muss, spricht eher für eine stärkere Verdauungsstörung.
Etwas weicher als gewohnt
Kann nach einer Futterumstellung vorübergehend auftreten. Beobachte, ob sich die Kotkonsistenz wieder normalisiert und ob dein Hund ansonsten fit bleibt.
Weich, aber noch geformt
Prüfe insbesondere Futtermenge, Umstellungsgeschwindigkeit und weitere Veränderungen innerhalb der gesamten Fütterung.
Breiig und ungeformt
Hier liegt eine deutlichere Veränderung der Verdauung vor. Ursache und Verlauf sollten genauer beobachtet werden.
Wässrig und sehr häufig
Wässriger und wiederholt auftretender Durchfall sollte nicht einfach als normale Reaktion auf eine Futterumstellung abgetan werden.
Blut oder schwarzer Kot
Blutbeimengungen oder schwarzer beziehungsweise teerartiger Kot sind Gründe für eine zeitnahe tierärztliche Abklärung.
Entscheidend ist außerdem immer der Allgemeinzustand deines Hundes. Ein einmalig weicher Kot bei einem ansonsten munteren Hund ist anders zu bewerten als wässriger Durchfall zusammen mit Erbrechen, Schmerzen oder deutlicher Schwäche.
Hund hat nach der Umstellung auf Nassfutter Durchfall – warum?
Besonders häufig treten Verdauungsveränderungen auf, wenn von einem Futter abrupt auf ein anderes gewechselt wird. Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Ratgeber zur Futterumstellung beim Hund .
Beim Wechsel von einem Futter zum nächsten verändert sich häufig nicht nur die Konsistenz. Oft ändern sich gleichzeitig mehrere Bestandteile, die für die Verdauung relevant sein können.
Bei einem Futterwechsel können sich gleichzeitig verändern
- Proteinquelle
- Fettgehalt
- Art und Menge der Ballaststoffe
- Feuchtigkeitsgehalt
- Energiedichte
- tägliche Futtermenge
- Zusammensetzung der gesamten Rezeptur
Der Verdauungstrakt erhält dadurch plötzlich eine andere Nährstoffzusammensetzung. Manche Hunde kommen damit problemlos zurecht, während empfindlichere Hunde zunächst mit verändertem Kot reagieren können.
Ist der hohe Wassergehalt von Nassfutter für Durchfall verantwortlich?
Nassfutter enthält typischerweise deutlich mehr Wasser als Trockenfutter. Mehr dazu erklären wir im Beitrag über den Feuchtigkeitsgehalt von Nassfutter .
Dieser höhere Wassergehalt bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Nassfutter den Kot deines Hundes „verwässert“ oder Durchfall verursacht. Wasser im Futter ist zunächst ein ganz normaler Bestandteil dieser Fütterungsform.
Verändert sich die Kotkonsistenz nach der Umstellung, solltest du deshalb auch die anderen Unterschiede zwischen altem und neuem Futter betrachten – insbesondere Fettgehalt, Proteinquelle, Ballaststoffe, Energiedichte und Portionsgröße.
Kann ein hoher Fettgehalt im Nassfutter Durchfall verursachen?
Der Fettgehalt kann sich zwischen verschiedenen Nassfuttersorten deutlich unterscheiden. Fett ist für Hunde ein wichtiger Nährstoff und Energielieferant und deshalb nicht grundsätzlich problematisch.
Bei manchen Hunden kann eine sehr fettreiche Rezeptur oder ein plötzlicher deutlicher Anstieg des Fettgehalts jedoch zu Verdauungsproblemen beitragen. Das kann insbesondere relevant sein, wenn gleichzeitig große Portionen gefüttert werden oder gesundheitliche Besonderheiten bestehen.
Bei wiederkehrend weichem Kot lohnt sich deshalb ein Vergleich: Wie hoch war der Fettgehalt des bisherigen Futters und wie unterscheidet sich das neue Produkt davon?
Neue Proteinquelle – kann Fleisch im Nassfutter Durchfall auslösen?
Wechselst du beispielsweise von Huhn auf Rind, Lamm, Wild oder eine andere Fleischsorte, erhält dein Hund eine neue Proteinquelle. Viele Hunde können unterschiedliche tierische Proteine problemlos verdauen.
Bei einzelnen Hunden können jedoch Unverträglichkeiten oder Allergien gegenüber bestimmten Bestandteilen bestehen. Dann kann eine übersichtlichere Rezeptur oder ein Monoprotein-Nassfutter bei einer gezielten Fütterungsstrategie hilfreich sein.
Wichtig ist dabei: Einmalig weicher Kot beweist keine Futtermittelallergie. Wiederkehrende oder anhaltende Beschwerden sollten strukturiert abgeklärt werden, statt immer neue Proteinquellen auszuprobieren.
Welche Rolle spielen Ballaststoffe bei weichem Kot?
Ballaststoffe beeinflussen Verdauung und Kotkonsistenz. Sie sind keineswegs grundsätzlich schlecht. Bestimmte Faserstoffe können einen wichtigen Beitrag zur normalen Darmfunktion leisten.
Ändert sich die Menge oder Art der Ballaststoffe jedoch plötzlich, kann sich auch der Kot verändern. Dabei kommt es auf die Art der Fasern, ihre Menge, die gesamte Rezeptur und den individuellen Hund an.
Zutaten wie Gemüse, Pflanzenfasern, Getreide oder andere Kohlenhydratquellen solltest du deshalb nicht pauschal als Ursache für Durchfall einstufen.
Kann Zucker im Nassfutter Durchfall verursachen?
Zugesetzter Zucker ist für eine bedarfsgerechte Hundeernährung in der Regel nicht notwendig. Trotzdem sollte Durchfall nicht automatisch auf eine einzelne Zuckerquelle zurückgeführt werden.
Entscheidend sind die gesamte Rezeptur und die individuelle Verträglichkeit. Mehr über Zuckerarten, Dextrose, Glukose und mögliche versteckte Zuckerquellen erfährst du im Beitrag Zucker im Nassfutter .
Verursacht minderwertiges Nassfutter häufiger Durchfall?
Die Aussage „minderwertiges Futter verursacht Durchfall“ ist zu pauschal. Auch ein teures oder hochwertig deklariertes Nassfutter kann von einem einzelnen Hund schlecht vertragen werden.
Eine transparente Deklaration erleichtert dir jedoch die Beurteilung, welche Zutaten dein Hund tatsächlich bekommt. Das kann besonders hilfreich sein, wenn du bei wiederkehrenden Beschwerden systematisch nach möglichen Auslösern suchst.
Für die Verträglichkeit können unter anderem wichtig sein
- Proteinquelle
- Fettgehalt
- Faserzusammensetzung
- Energiedichte
- Portionsgröße
- individuelle Verdauung
Zu viel Nassfutter – kann Überfütterung Durchfall auslösen?
Auch die gefütterte Menge kann eine Rolle spielen. Wird bei einer Futterumstellung die neue Portion zu großzügig bemessen, kann sich das auf die Verdauung und Kotkonsistenz auswirken.
Besonders häufig entstehen Missverständnisse beim Wechsel von Trocken- auf Nassfutter, weil beide Fütterungsarten unterschiedliche Energiedichten besitzen. Die Grammangaben lassen sich deshalb nicht einfach eins zu eins übertragen.
Mehr dazu erklären wir im Beitrag Wie viel Futter braucht mein Hund? .
Auch Leckerlis und Kauartikel können die Verdauung beeinflussen
Wenn dein Hund nach einer Futterumstellung Durchfall bekommt, wird häufig ausschließlich das neue Nassfutter betrachtet. Dabei können zusätzlich gefütterte Snacks das Bild erheblich verfälschen.
Wenn gleichzeitig neue Leckerlis, Kauartikel, Tischreste oder andere Ergänzungen eingeführt wurden, lässt sich später kaum noch eindeutig nachvollziehen, welche Veränderung die Beschwerden ausgelöst hat.
Während einer Futterumstellung kann es deshalb sinnvoll sein, die restliche Fütterung möglichst übersichtlich und konstant zu halten.
Kann verdorbenes Nassfutter Durchfall verursachen?
Verdorbenes oder falsch gelagertes Futter kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen und sollte nicht verfüttert werden.
Mögliche Warnzeichen bei Nassfutter
- auffällig veränderter oder ungewöhnlicher Geruch
- sichtbarer Schimmel
- ungewöhnliche Blasen- oder Gasbildung
- schleimige oder stark veränderte Konsistenz
- aufgeblähte oder beschädigte Verpackung
Geöffnetes Nassfutter sollte entsprechend den Herstellerangaben gekühlt und innerhalb des empfohlenen Zeitraums verbraucht werden. Wenn dir ein Produkt verdächtig vorkommt, solltest du es nicht aus Sparsamkeit trotzdem verfüttern.
Durchfall nach Nassfutter muss nicht vom Futter kommen
Nur weil Durchfall zeitlich nach einer neuen Dose oder einem Futterwechsel auftritt, bedeutet das nicht automatisch, dass das Nassfutter die Ursache ist.
Parasiten
Darmparasiten können Durchfall und Veränderungen der Kotkonsistenz verursachen und unabhängig von einem Futterwechsel auftreten.
Infektionen
Infektiöse Erkrankungen können ebenfalls zu akutem oder anhaltendem Durchfall führen.
Ungeeignetes gefressen
Aufgenommene Lebensmittel, Abfälle oder andere Dinge unterwegs können Magen und Darm reizen.
Medikamente
Auch Medikamente können die Verdauung verändern. Ein zeitlicher Zusammenhang mit einem Futterwechsel kann dadurch leicht falsch interpretiert werden.
Stress
Aufregung und Stress können sich bei manchen Hunden deutlich auf die Verdauung und Kotkonsistenz auswirken.
Erkrankungen
Unterschiedliche Erkrankungen des Verdauungstrakts oder andere gesundheitliche Probleme können ebenfalls hinter wiederkehrendem Durchfall stehen.
Deshalb solltest du bei wiederkehrenden oder ausgeprägten Beschwerden nicht endlos zwischen verschiedenen Futtersorten wechseln, ohne mögliche gesundheitliche Ursachen abklären zu lassen.
Hund hat nach Nassfutter Durchfall – was solltest du jetzt tun?
Wenn dein Hund nach Nassfutter weichen Kot oder Durchfall entwickelt, hilft es, die gesamte Situation systematisch zu betrachten, statt sofort mehrere Dinge gleichzeitig zu verändern.
Diese Punkte solltest du überprüfen
- Futterwechsel prüfen: Wurde kürzlich ein neues Futter eingeführt?
- Portionsgröße kontrollieren: Wurde möglicherweise deutlich zu viel gefüttert?
- Zutaten vergleichen: Welche Proteinquelle, Fettmenge oder Faserzusammensetzung hat sich verändert?
- Snacks berücksichtigen: Gab es neue Leckerlis, Kauartikel oder Tischreste?
- Futter kontrollieren: Sind Geruch, Optik, Lagerung und Verpackung unauffällig?
- Allgemeinzustand beobachten: Ist dein Hund munter oder zeigt er weitere Beschwerden?
Vermeide es, bei jeder weichen Kotportion sofort Futter, Snacks und Fütterungszeiten gleichzeitig zu verändern. Je mehr Faktoren gleichzeitig geändert werden, desto schwieriger wird es, die tatsächliche Ursache zu erkennen.
Wie stelle ich meinen Hund verträglich auf Nassfutter um?
Für viele Hunde kann eine schrittweise Futterumstellung sinnvoll sein.
Dabei wird das neue Futter nach und nach erhöht, während die bisherige Fütterung entsprechend reduziert wird. Wie schnell dieser Wechsel erfolgen kann, hängt vom individuellen Hund und von der bisherigen Fütterung ab.
Ein starres Schema passt deshalb nicht zu jedem Hund. Manche Hunde kommen sehr schnell mit einer neuen Rezeptur zurecht, während empfindliche Hunde mehr Zeit benötigen können.
So bleibt die Umstellung übersichtlicher
- nur ein neues Hauptfutter gleichzeitig testen
- Portionsgröße passend zum neuen Futter berechnen
- nicht gleichzeitig zahlreiche neue Snacks einführen
- Kot und Allgemeinzustand beobachten
- bei deutlichen Beschwerden nicht immer weiter experimentieren
Welches Nassfutter eignet sich bei empfindlicher Verdauung?
Es gibt kein einzelnes Nassfutter, das automatisch für jeden empfindlichen Hund geeignet ist. Was gut vertragen wird, kann sich von Hund zu Hund deutlich unterscheiden.
Hilfreich können übersichtlich deklarierte Rezepturen sein, bei denen klar erkennbar ist, welche Proteinquelle und welche weiteren Bestandteile enthalten sind.
Auch ein Monoprotein-Nassfutter kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein. „Monoprotein“ bedeutet jedoch nicht automatisch „leicht verdaulich“ oder „hypoallergen“.
Bei wiederkehrendem Durchfall sollte die Suche nach einem passenden Futter deshalb nicht die tierärztliche Abklärung möglicher Ursachen ersetzen.
Sollte ich bei Durchfall sofort wieder auf Trockenfutter wechseln?
Nicht automatisch. Wenn dein Hund nach einem Futterwechsel Durchfall bekommt, ist ein hektischer Wechsel zwischen mehreren Futtersorten häufig wenig hilfreich.
Zunächst sollte möglichst geklärt werden: Liegt es tatsächlich an der neuen Rezeptur? War die Futtermenge zu hoch? Wurde zu schnell umgestellt? Gibt es zusätzliche Symptome? Oder steckt möglicherweise eine ganz andere Ursache dahinter?
Bei ausgeprägtem, wiederkehrendem oder anhaltendem Durchfall sollte die weitere Fütterung mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.
Wann sollte Durchfall beim Hund tierärztlich abgeklärt werden?
Nicht jede einmalige Veränderung der Kotkonsistenz ist ein Notfall. Bestimmte Warnzeichen solltest du jedoch ernst nehmen und nicht ausschließlich mit weiteren Futterwechseln beantworten.
Tierärztlichen Rat solltest du insbesondere einholen bei
- sehr starkem oder anhaltendem Durchfall
- Blut im Kot
- schwarzem beziehungsweise teerartigem Kot
- wiederholtem Erbrechen
- deutlicher Schwäche oder Apathie
- starken Bauchschmerzen
- deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands
- Verdacht auf Fremdkörper oder Giftaufnahme
Auch wenn du unsicher bist oder sich der Zustand deines Hundes deutlich verschlechtert, ist eine tierärztliche Rücksprache sinnvoll. Dieser Beitrag kann eine Untersuchung und Diagnose nicht ersetzen.
Nassfutter und Durchfall bei Hunden in Stuttgart – Futterwechsel bewusst gestalten
Auch Hundehalter in Stuttgart fragen sich häufig, ob ein plötzlich auftretender weicher Kot direkt am Nassfutter liegt. Gerade wenn gleichzeitig Marke, Proteinquelle und Fütterungsmenge geändert werden, ist die Ursache jedoch oft nicht sofort erkennbar.
Bei Pfotenliebe Stuttgart ist uns deshalb wichtig, Ernährungsfragen nicht auf einzelne Aussagen wie „Nassfutter ist besser verträglich“ oder „Trockenfutter macht weniger Durchfall“ zu reduzieren.
Ob dein Hund dich durch Stuttgart-Ost, den Rotwildpark, den Schurwald oder die Stuttgarter Weinberge begleitet: Seine Futtermenge, Energieversorgung und die Zusammensetzung seiner Ernährung sollten zu seinem tatsächlichen Bedarf passen.
Besonders bei wiederkehrenden Verdauungsproblemen ist es sinnvoll, nicht ständig neue Futtersorten auszuprobieren, sondern Veränderungen möglichst systematisch zu beobachten und gesundheitliche Ursachen gegebenenfalls tierärztlich abklären zu lassen.
Diese Fehler solltest du bei Durchfall nach Nassfutter vermeiden
Nassfutter sofort als Ursache festlegen
Durchfall kann zahlreiche Ursachen haben. Prüfe deshalb nicht nur die Fütterungsart, sondern auch Veränderungen im Futter, Snacks, Gesundheitszustand und weitere mögliche Auslöser.
Mehrere Futtersorten gleichzeitig ausprobieren
Dadurch lässt sich kaum noch beurteilen, welche Rezeptur dein Hund tatsächlich verträgt und welche nicht.
Futtermenge nicht neu berechnen
Trocken- und Nassfutter besitzen unterschiedliche Energiedichten. Die bisherige Grammmenge darf deshalb nicht einfach übernommen werden.
Snacks komplett ausblenden
Auch Kauartikel, Trainingsleckerlis und Tischreste können Verdauung und Gesamtenergieaufnahme beeinflussen.
Jede Kotveränderung als Allergie deuten
Eine Futtermittelallergie lässt sich nicht allein anhand von einmalig weichem Kot oder Durchfall diagnostizieren.
Den Wassergehalt verantwortlich machen
Der hohe Feuchtigkeitsgehalt von Nassfutter erklärt Durchfall nicht automatisch. Andere Unterschiede der Rezeptur sind meist aussagekräftiger.
Warnzeichen zu lange beobachten
Bei starkem Durchfall, Blut, wiederholtem Erbrechen, deutlicher Schwäche oder Schmerzen sollte nicht nur weiter mit verschiedenen Futtersorten experimentiert werden.
Weitere Empfehlungen rund um Hundefutter, Leckerlis und Kauartikel
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FAQ – häufige Fragen zu Nassfutter und Durchfall
Kann Nassfutter Durchfall verursachen?
Ein bestimmtes Nassfutter kann bei einem einzelnen Hund Verdauungsprobleme auslösen. Nassfutter als Fütterungsform verursacht jedoch nicht grundsätzlich Durchfall. Entscheidend sind Rezeptur, Futtermenge, Umstellung und individuelle Verträglichkeit.
Warum hat mein Hund plötzlich Durchfall nach Nassfutter?
Mögliche Gründe sind eine schnelle Futterumstellung, ungewohnte Zutaten, eine zu große Portion, ein deutlich anderer Fett- oder Ballaststoffgehalt oder eine individuelle Unverträglichkeit. Auch Erkrankungen können zufällig zeitgleich auftreten.
Ist weicher Kot nach der Umstellung auf Nassfutter normal?
Eine vorübergehende Veränderung der Kotkonsistenz kann nach einer Futterumstellung vorkommen. Deutlich wässriger, sehr häufiger oder anhaltender Durchfall sollte jedoch nicht einfach als normale Anpassung abgetan werden.
Wie lange darf weicher Kot nach einer Futterumstellung dauern?
Dafür gibt es keine starre allgemeingültige Dauer. Entscheidend sind Stärke und Verlauf der Beschwerden sowie der Allgemeinzustand deines Hundes. Bleiben die Beschwerden bestehen oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Kann zu viel Nassfutter Durchfall verursachen?
Eine zu große Futtermenge kann die Verdauung belasten und zu weicherem Kot beitragen. Deshalb sollte die Portion an den Energiegehalt des jeweiligen Futters und den individuellen Bedarf deines Hundes angepasst werden.
Kann ein hoher Fettgehalt im Nassfutter Durchfall verursachen?
Manche Hunde reagieren auf sehr fettreiche Rezepturen oder einen plötzlichen Anstieg des Fettgehalts empfindlicher. Fett ist jedoch grundsätzlich ein wichtiger Nährstoff und nicht automatisch problematisch.
Ist Monoprotein-Nassfutter besser bei Durchfall?
Nicht automatisch. Eine einzelne Proteinquelle kann eine Fütterung übersichtlicher machen, löst aber nicht jede Ursache von Durchfall. Monoprotein bedeutet außerdem nicht automatisch hypoallergen oder besonders leicht verdaulich.
Sollte ich bei Durchfall sofort auf Trockenfutter wechseln?
Nein, nicht automatisch. Zunächst sollte möglichst geklärt werden, warum der Durchfall aufgetreten ist. Ein weiterer schneller Futterwechsel kann die Beurteilung zusätzlich erschweren.
Darf mein Hund bei leichtem Durchfall weiter Nassfutter bekommen?
Das hängt von Ursache, Stärke der Beschwerden und Allgemeinzustand ab. Bei wiederkehrendem, anhaltendem oder deutlichem Durchfall sollte die weitere Fütterung mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.
Kann verdorbenes Nassfutter Durchfall auslösen?
Ja. Verdorbenes oder falsch gelagertes Futter kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen und sollte nicht verfüttert werden. Auffällige Verpackungen, Schimmel oder deutliche Veränderungen von Geruch und Konsistenz sind Warnzeichen.
Welche Zutaten im Nassfutter können weichen Kot verursachen?
Das ist individuell. Proteinquelle, Fettgehalt, Faseranteil, Portionsgröße und die gesamte Rezeptur können die Kotkonsistenz beeinflussen. Einen einzelnen grundsätzlich problematischen Inhaltsstoff gibt es nicht.
Wann muss ich wegen Durchfall mit meinem Hund zum Tierarzt?
Bei starkem oder anhaltendem Durchfall, Blut im Kot, schwarzem beziehungsweise teerartigem Kot, wiederholtem Erbrechen, deutlicher Schwäche, starken Schmerzen oder einem schlechten Allgemeinzustand sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.
Fazit: Nassfutter macht nicht automatisch Durchfall
Nassfutter verursacht bei Hunden nicht grundsätzlich Durchfall. Wenn dein Hund nach einem Wechsel weichen Kot oder Durchfall bekommt, sollte deshalb immer die gesamte Situation betrachtet werden.
Wurde das Futter abrupt gewechselt? Ist die Portion zu groß? Hat sich die Proteinquelle verändert? Ist der Fett- oder Ballaststoffgehalt deutlich anders? Wurden gleichzeitig neue Snacks eingeführt? Oder kommen möglicherweise gesundheitliche Ursachen infrage?
Auch der hohe Feuchtigkeitsgehalt von Nassfutter bedeutet nicht automatisch, dass der Kot dadurch „verdünnt“ wird. Ebenso ist die pauschale Aussage, minderwertige Zutaten seien grundsätzlich für Durchfall verantwortlich, fachlich zu einfach.
Entscheidend sind individuelle Verträglichkeit, passende Futtermenge, nachvollziehbare Zusammensetzung, eine sinnvolle Futterumstellung und der Allgemeinzustand deines Hundes.
Das gilt für Hundehalter in Stuttgart genauso wie überall sonst: Bei einmalig etwas weicherem Kot und einem ansonsten fitten Hund kann die Fütterung zunächst aufmerksam beobachtet werden. Bei starkem, wiederkehrendem oder anhaltendem Durchfall, Blut im Kot, Erbrechen, Schmerzen oder einem deutlich verschlechterten Allgemeinzustand sollte die Ursache jedoch tierärztlich abgeklärt werden.
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Praktische Empfehlungen
Meine Nassfutter-Empfehlungen für deinen Hund
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