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Getreidefrei

  • Isabel Scheu
  • 19.06.2026
  • Trockenfutter

Getreidefreies Hundefutter – sinnvoll, gesünder oder nur Marketing?

„Getreidefrei“, „grain-free“ oder „ohne Getreide“ gehört inzwischen zu den häufigsten Aussagen auf Hundefutter-Verpackungen. Viele Hundehalter verbinden getreidefreies Futter automatisch mit einer besonders natürlichen, gesunden oder hochwertigen Ernährung. Gleichzeitig hält sich hartnäckig die Vorstellung, Getreide sei für Hunde grundsätzlich schwer verdaulich, mache dick oder löse Allergien aus.

Doch ist getreidefreies Hundefutter wirklich besser – oder handelt es sich vor allem um Marketing? Die Antwort ist deutlich differenzierter: Viele Hunde können richtig verarbeitetes Getreide problemlos verdauen. Für einzelne Hunde kann eine getreidefreie Rezeptur dennoch sinnvoll sein – beispielsweise, wenn im Rahmen einer fachlich begleiteten Diagnostik tatsächlich eine Reaktion auf einen bestimmten Getreidebestandteil festgestellt wurde.

Wichtig ist außerdem: Getreidefrei bedeutet nicht kohlenhydratfrei. Wird Weizen, Reis, Mais oder Hafer aus einem Trockenfutter entfernt, werden diese Zutaten häufig durch Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen, Kichererbsen oder andere pflanzliche Kohlenhydratquellen ersetzt.

In unserer Hundeschule in Stuttgart werden wir regelmäßig gefragt, ob Hunde grundsätzlich getreidefrei ernährt werden sollten und ob ein Futter ohne Getreide automatisch hochwertiger ist. Gerade bei Juckreiz, Durchfall oder anderen Beschwerden wird oft vorschnell das Getreide verantwortlich gemacht, obwohl zahlreiche andere Ursachen infrage kommen.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du deshalb, was getreidefreies Hundefutter wirklich bedeutet, ob Hunde Getreide verdauen können, wann getreidefreies Futter sinnvoll sein kann, welche Rolle Allergien spielen, ob Getreide Hunde dick macht, was es mit Hülsenfrüchten und der Diskussion um dilatative Kardiomyopathie auf sich hat und woran du gutes Hundefutter unabhängig vom Begriff „getreidefrei“ erkennst.

Kurze Antwort: Getreidefreies Hundefutter ist nicht grundsätzlich besser oder gesünder als Hundefutter mit Getreide. Viele Hunde können richtig verarbeitetes Getreide gut verwerten. Eine getreidefreie Ernährung kann im Einzelfall sinnvoll sein, wenn eine bestimmte Zutat tatsächlich nicht vertragen wird. Entscheidend ist jedoch immer die gesamte Zusammensetzung des Futters – nicht das Schlagwort „getreidefrei“ auf der Verpackung.

Getreidefreies Hundefutter im Überblick

Getreidefrei

Bedeutet lediglich, dass klassische Getreidearten wie Weizen, Reis, Mais, Gerste oder Hafer nicht enthalten sind.

Nicht kohlenhydratfrei

Häufig werden Getreidebestandteile durch Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Hülsenfrüchte ersetzt.

Nicht automatisch hypoallergen

Auch getreidefreies Futter kann Zutaten enthalten, auf die ein Hund allergisch reagiert.

Nicht automatisch hochwertiger

Die Qualität eines Futters ergibt sich aus der gesamten Rezeptur und nicht allein aus dem Verzicht auf Getreide.

Individuell sinnvoll

Bei einzelnen Hunden kann eine getreidefreie Rezeptur passend sein, wenn bestimmte Zutaten gezielt vermieden werden sollen.

Gesamtfutter entscheidend

Energie, Protein, Fett, Mineralstoffe, Vitamine und weitere Nährstoffe müssen gemeinsam bedarfsgerecht zusammengesetzt sein.

Was bedeutet „getreidefrei“ beim Hundefutter?

Getreidefreies Hundefutter enthält keine klassischen Getreidearten. Dazu zählen beispielsweise Weizen, Mais, Reis, Hafer, Gerste, Roggen oder Hirse.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein getreidefreies Trockenfutter ausschließlich aus Fleisch besteht. Für die Herstellung von Trockenfutter werden häufig weiterhin stärkehaltige Zutaten benötigt. Statt Getreide können deshalb beispielsweise Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen, Kichererbsen oder Maniok verwendet werden.

Die Aussage „getreidefrei“ beschreibt deshalb zunächst nur, welche Gruppe von Zutaten nicht enthalten ist. Sie sagt noch nichts darüber aus, ob die verwendeten Alternativen besser oder schlechter für deinen Hund sind.

Welche Zutaten zählen eigentlich zu Getreide?

Bei der Beurteilung eines Futters entsteht häufig Verwirrung darüber, welche Zutaten tatsächlich zu den Getreidearten gehören.

Zu den klassischen Getreidearten gehören unter anderem

  • Weizen
  • Reis
  • Mais
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Hirse
  • Dinkel

Reis ist also ebenfalls Getreide – auch wenn er von vielen Hundehaltern intuitiv eher als separate Kohlenhydratquelle wahrgenommen wird.

Können Hunde Getreide überhaupt verdauen?

Ja. Hunde können aufbereitete Stärke und damit auch Kohlenhydrate aus geeignet verarbeitetem Getreide verwerten. Die Vorstellung, der Hund könne Getreide grundsätzlich nicht verdauen, ist deshalb zu pauschal.

Entscheidend ist unter anderem die Verarbeitung. Stärke muss für den Hund ausreichend aufgeschlossen sein, damit sie gut verdaut werden kann. Das gilt nicht nur für Getreide, sondern grundsätzlich auch für andere stärkehaltige pflanzliche Zutaten.

Ein Hund benötigt nicht zwingend Getreide in seiner Ernährung. Daraus folgt aber umgekehrt nicht, dass Getreide für ihn grundsätzlich ungeeignet wäre.

Warum ist getreidefreies Hundefutter so beliebt geworden?

Die Beliebtheit getreidefreier Futtermittel hat mehrere Ursachen. Einerseits gibt es Hunde, bei denen bestimmte Zutaten tatsächlich vermieden werden müssen. Andererseits wurden Ernährungstrends aus dem Humanbereich auf die Hundeernährung übertragen.

Begriffe wie „grain-free“ wirken außerdem auf vielen Verpackungen hochwertig und natürlich. Dadurch entstand bei zahlreichen Hundehaltern der Eindruck, getreidefrei sei grundsätzlich ein Qualitätsmerkmal.

Auch Allergien beim Hund werden häufig mit Getreide in Verbindung gebracht. Tatsächlich können jedoch zahlreiche Futterbestandteile allergische Reaktionen auslösen.

Kann ein Hund gegen Getreide allergisch sein?

Ja, grundsätzlich können Hunde auch auf Bestandteile bestimmter Getreidearten reagieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass Getreide allgemein einer der Hauptgründe für jede Futtermittelallergie ist.

Futtermittelallergien richten sich häufig gegen Proteine. Deshalb können sowohl tierische als auch pflanzliche Proteinquellen als Auslöser infrage kommen.

Zeigt dein Hund Juckreiz, Hautprobleme, Ohrenentzündungen oder Verdauungsbeschwerden, lässt sich anhand dieser Symptome allein nicht erkennen, ob tatsächlich eine bestimmte Getreideart verantwortlich ist.

Wie findest du heraus, ob dein Hund Getreide nicht verträgt?

Wenn der Verdacht auf eine Futtermittelallergie besteht, ist ein wahlloser Wechsel auf ein getreidefreies Futter diagnostisch wenig aussagekräftig.

Eine fachlich geplante Ausschlussdiät kann helfen, mögliche Futterbestandteile systematisch zu überprüfen. Dabei müssen sämtliche gefütterten Zutaten berücksichtigt werden – nicht nur Getreide.

Gerade bei länger anhaltendem Juckreiz oder wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen sollte die Vorgehensweise mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Getreidefrei oder glutenfrei – ist das dasselbe?

Nein. Auch diese Begriffe werden häufig miteinander verwechselt. Getreidefrei bedeutet, dass grundsätzlich keine Getreidearten enthalten sind. Glutenfrei bezieht sich dagegen auf bestimmte Speicherproteine bestimmter Getreidearten.

Ein Futter kann deshalb Getreide enthalten und dennoch bestimmte glutenhaltige Getreidesorten vermeiden. Umgekehrt ist ein vollständig getreidefreies Futter zwangsläufig auch ohne klassische glutenhaltige Getreidearten.

Für die meisten Hunde besteht allerdings kein grundsätzlicher Grund, Gluten allein vorsorglich aus der Ernährung zu entfernen.

Macht Getreide Hunde dick?

Getreide macht einen Hund nicht automatisch dick. Gewichtszunahme entsteht grundsätzlich dann, wenn über längere Zeit mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird.

Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob überschüssige Energie aus Getreide, anderen Kohlenhydratquellen oder Fett stammt. Besonders Fett besitzt eine hohe Energiedichte und kann die Gesamtenergie einer Ration stark beeinflussen.

Auch ein getreidefreies Trockenfutter kann sehr energiereich sein. Deshalb ist „grain-free“ kein Schutz vor Übergewicht beim Hund .

Ist getreidefreies Trockenfutter kohlenhydratarm?

Nicht automatisch. Das ist einer der häufigsten Irrtümer rund um getreidefreies Hundefutter.

Werden Reis, Mais oder Weizen entfernt, müssen bei vielen Trockenfutter-Rezepturen andere stärkehaltige Zutaten eingesetzt werden. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen oder andere Hülsenfrüchte können deshalb einen erheblichen Anteil der Rezeptur ausmachen.

„Getreidefrei“ und „kohlenhydratarm“ sind deshalb zwei völlig unterschiedliche Aussagen. Wenn dir die Kohlenhydratversorgung wichtig ist, musst du die gesamte Rezeptur betrachten.

Erbsen, Linsen und Hülsenfrüchte im getreidefreien Hundefutter

Viele getreidefreie Futtermittel verwenden Erbsen, Linsen, Kichererbsen oder andere Hülsenfrüchte als alternative Zutaten. Diese sind nicht grundsätzlich problematisch.

Trotzdem sollte auch hier nicht automatisch angenommen werden, eine Zutat sei allein deshalb hochwertiger, weil sie Getreide ersetzt. Entscheidend ist immer ihre Menge und Funktion innerhalb der gesamten Rezeptur.

Manche Hunde reagieren auf bestimmte Rezepturen mit Veränderungen der Verdauung oder Blähungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hülsenfrüchte pauschal für alle Hunde unverträglich wären.

Getreidefreies Hundefutter und DCM – was ist über den möglichen Zusammenhang bekannt?

In den vergangenen Jahren wurde intensiv untersucht, ob bestimmte Ernährungsformen mit Fällen einer dilatativen Kardiomyopathie, kurz DCM, bei Hunden zusammenhängen könnten. Aufmerksamkeit erhielten insbesondere einige getreidefreie beziehungsweise sogenannte „BEG“-Rezepturen, die unter anderem hohe Anteile bestimmter Hülsenfrüchte enthielten.

Wichtig ist die Differenzierung: Es ist nicht belegt, dass der bloße Verzicht auf Getreide allein DCM verursacht. Die wissenschaftliche Diskussion beschäftigt sich vielmehr mit komplexen Zusammenhängen zwischen Rezeptur, verwendeten Zutaten, Nährstoffverfügbarkeit, einzelnen Hunden und weiteren Faktoren.

Deshalb wäre sowohl die Aussage „getreidefreies Futter verursacht Herzkrankheiten“ als auch „die Diskussion ist vollständig widerlegt“ zu pauschal. Für Hunde ohne medizinischen Grund, Getreide zu vermeiden, besteht jedenfalls kein offensichtlicher ernährungsphysiologischer Vorteil darin, allein aufgrund eines Trends auf getreidefrei umzustellen.

Ist getreidefreies Futter besser für Hunde mit empfindlichem Magen?

Nicht grundsätzlich. Bei einem empfindlichen Verdauungstrakt ist die Verträglichkeit der gesamten Rezeptur entscheidend.

Proteinquelle, Fettgehalt, Ballaststoffe, Futtermenge und Verdaulichkeit können ebenso relevant sein wie die verwendete Kohlenhydratquelle. Ein Hund kann ein bestimmtes getreidefreies Futter sehr gut vertragen und ein anderes schlecht – genauso wie bei Futtermitteln mit Getreide.

Wiederkehrender Durchfall, Erbrechen oder andere Magen-Darm-Beschwerden sollten deshalb nicht ausschließlich über einen Futterwechsel behandelt, sondern bei Bedarf tierärztlich abgeklärt werden.

Wann kann getreidefreies Hundefutter sinnvoll sein?

Obwohl getreidefrei kein allgemeines Qualitätsmerkmal ist, gibt es Situationen, in denen eine entsprechende Rezeptur sinnvoll gewählt werden kann.

Getreidefreies Futter kann sinnvoll sein, wenn

  • eine bestimmte Getreideart nach fachlicher Abklärung tatsächlich nicht vertragen wird,
  • sie im Rahmen eines diagnostischen Fütterungskonzeptes gezielt ausgeschlossen werden soll,
  • dein Hund eine konkrete getreidefreie Rezeptur nachweislich gut verträgt,
  • die gesamte Nährstoffzusammensetzung zu deinem Hund passt,
  • du die Alternative bewusst anhand der gesamten Rezeptur auswählst und nicht nur wegen des Labels.

Wann braucht ein Hund kein getreidefreies Futter?

Wenn dein Hund sein aktuelles Futter mit Getreide problemlos verträgt, sich sein Gewicht passend entwickelt und das Futter ihn bedarfsgerecht versorgt, gibt es keinen grundsätzlichen Grund, allein wegen des Getreideanteils zu wechseln.

Auch für einen gesunden Hund ohne Allergien ist getreidefrei nicht automatisch „vorsorglich besser“. Eine unnötige Einschränkung einzelner Zutaten bietet nicht zwangsläufig einen gesundheitlichen Vorteil.

Woran erkennst du gutes getreidefreies Hundefutter?

Statt nur auf die Aufschrift „getreidefrei“ zu achten, solltest du das gesamte Futter beurteilen.

Diese Punkte sind wichtiger als das Grain-Free-Label

  • Ist das Futter als geeignetes Alleinfuttermittel ausgewiesen?
  • Passt es zur Lebensphase deines Hundes?
  • Sind die verwendeten Proteinquellen nachvollziehbar?
  • Welche Zutaten ersetzen das Getreide?
  • Wie hoch sind Energie- und Fettgehalt?
  • Passt die Fütterungsmenge zum individuellen Bedarf?
  • Wie gut verträgt dein Hund die Rezeptur?
  • Bleiben Gewicht und Körperkondition passend?
  • Gibt es überhaupt einen konkreten Grund, Getreide zu vermeiden?

Weitere wichtige Auswahlkriterien findest du im Beitrag Gutes Trockenfutter erkennen .

Getreidefrei und Monoprotein – ist das dasselbe?

Nein. Getreidefrei beschreibt den Verzicht auf Getreide. Monoprotein beschreibt dagegen die Auswahl einer einzelnen tierischen Proteinquelle beziehungsweise Tierart.

Ein Futter kann deshalb gleichzeitig getreidefrei und Monoprotein sein, nur eines der beiden Merkmale erfüllen oder keines von beiden.

Gerade bei Allergien sollte dieser Unterschied verstanden werden. Mehr dazu erfährst du im Beitrag Monoprotein im Trockenfutter .

Getreidefrei als Trockenfutter oder Nassfutter – was ist besser?

Die Frage, ob ein Futter Getreide enthält, ist unabhängig davon, ob es als Trocken- oder Nassfutter angeboten wird. Beide Fütterungsformen können grundsätzlich mit oder ohne Getreide hergestellt werden.

Ob Trocken- oder Nassfutter besser zu deinem Hund passt, hängt von anderen Faktoren wie Zusammensetzung, Flüssigkeitsaufnahme, Energiedichte, Alltag und individueller Verträglichkeit ab.

Einen ausführlichen Vergleich findest du im Beitrag Trockenfutter oder Nassfutter – was passt besser zu deinem Hund? .

Getreidefreies Hundefutter in Stuttgart – individuell statt nach Trend auswählen

Auch Hundehalter in Stuttgart und der Region Stuttgart stehen vor einer großen Auswahl an getreidefreien Trocken- und Nassfuttersorten. Im Fachhandel und online wird „grain-free“ häufig besonders prominent beworben.

Für deinen Hund ist jedoch nicht entscheidend, ob auf der Vorderseite besonders groß „getreidefrei“ steht. Ein aktiver Hund, der regelmäßig im Rotwildpark, am Bärensee, im Schurwald oder durch die Stuttgarter Weinberge unterwegs ist, benötigt vor allem eine Fütterung, die zu seinem Energiebedarf, Gewicht, Alter und Gesundheitszustand passt.

Deshalb sollte auch bei der Auswahl von Hundefutter in Stuttgart gelten: erst den individuellen Hund betrachten, dann die Rezeptur – und erst danach einzelne Marketingbegriffe.

Diese Fehler solltest du bei getreidefreiem Hundefutter vermeiden

Getreidefrei automatisch mit gesund gleichsetzen

Ein Futter ohne Getreide kann gut oder weniger gut zusammengesetzt sein. Entscheidend ist die gesamte Rezeptur.

Getreide automatisch als Füllstoff bezeichnen

Richtig eingesetzte Getreidebestandteile können Energie, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe liefern.

Bei Juckreiz sofort Getreide streichen

Juckreiz besitzt zahlreiche mögliche Ursachen. Ohne Diagnostik lässt sich nicht erkennen, welcher Futterbestandteil verantwortlich ist.

Die Ersatzkohlenhydrate ignorieren

Getreide wird häufig durch Kartoffeln oder Hülsenfrüchte ersetzt. Auch diese Zutaten müssen im Gesamtzusammenhang beurteilt werden.

Getreidefrei mit kohlenhydratarm verwechseln

Viele getreidefreie Trockenfutter enthalten weiterhin erhebliche Mengen stärkehaltiger Zutaten.

Wenn dein Hund sein Futter gut verträgt, besteht nicht automatisch ein gesundheitlicher Grund für eine getreidefreie Umstellung.

Weitere Empfehlungen rund um Hundefutter, Leckerlis und Kauartikel

Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen: Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer ausgewählten Kooperationspartner für Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel.

Weitere Informationen findest du im Bereich Hundefutter sowie unter Leckerlis & Kauartikel .

FAQ – häufige Fragen zu getreidefreiem Hundefutter

Ist getreidefreies Hundefutter besser?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind die gesamte Rezeptur, Nährstoffversorgung und individuelle Verträglichkeit des Hundes.

Ist Getreide schlecht für Hunde?

Nein. Viele Hunde können richtig verarbeitetes Getreide gut verdauen und vertragen. Problematisch kann lediglich eine individuell unverträgliche Zutat sein.

Können Hunde Getreide verdauen?

Ja. Hunde können aufgeschlossene Stärke aus Getreide und anderen pflanzlichen Kohlenhydratquellen verwerten.

Ist Reis Getreide?

Ja. Reis gehört botanisch zu den Getreidearten und ist deshalb in einem tatsächlich getreidefreien Futter nicht enthalten.

Ist getreidefreies Hundefutter kohlenhydratfrei?

Nein. Häufig werden Getreidebestandteile durch Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen oder andere stärkehaltige Zutaten ersetzt.

Macht Getreide Hunde dick?

Nicht automatisch. Übergewicht entsteht durch eine längerfristig zu hohe Energieaufnahme. Auch getreidefreies Futter kann sehr energiereich sein.

Kann ein Hund auf Getreide allergisch sein?

Ja, Reaktionen auf bestimmte Getreidebestandteile sind grundsätzlich möglich. Beschwerden wie Juckreiz oder Durchfall beweisen jedoch keine Getreideallergie.

Ist getreidefreies Futter besser für Allergiker?

Nur wenn tatsächlich eine relevante Getreidezutat vermieden werden muss. Reagiert ein Hund beispielsweise auf eine tierische Proteinquelle, hilft der bloße Verzicht auf Getreide nicht.

Ist getreidefrei dasselbe wie glutenfrei?

Nein. Glutenfrei und getreidefrei beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Ein Futter kann bestimmte Getreidearten enthalten und trotzdem ohne klassische glutenhaltige Getreidesorten formuliert sein.

Ist getreidefreies Futter gefährlich für das Herz?

Der bloße Verzicht auf Getreide ist nicht als alleinige Ursache für DCM nachgewiesen. Untersucht werden vielmehr komplexe Zusammenhänge bestimmter Rezepturen, Zutatenkombinationen, Nährstoffverfügbarkeit und individueller Faktoren.

Sind Erbsen und Linsen im Hundefutter schlecht?

Nicht grundsätzlich. Entscheidend sind Menge, Verarbeitung und die gesamte Rezeptur. Bei einzelnen Hunden können bestimmte Zusammensetzungen jedoch weniger gut verträglich sein.

Wann sollte ich meinen Hund getreidefrei füttern?

Vor allem dann, wenn es einen konkreten Grund gibt, bestimmte Getreidebestandteile zu vermeiden und die ausgewählte getreidefreie Rezeptur den Hund bedarfsgerecht versorgt.

Fazit: Getreidefreies Hundefutter kann sinnvoll sein – ist aber kein Qualitätsversprechen

Getreidefreies Hundefutter ist weder grundsätzlich besser noch grundsätzlich schlechter. Viele Hunde vertragen richtig verarbeitetes Getreide problemlos und können damit bedarfsgerecht ernährt werden.

Eine getreidefreie Rezeptur kann sinnvoll sein, wenn eine bestimmte Getreideart gezielt vermieden werden soll oder dein Hund ein entsprechendes Futter besonders gut verträgt. Sie ist jedoch kein automatisches Allergikerfutter und sagt allein nichts über die Qualität der gesamten Ernährung aus.

Besonders wichtig ist, die Alternativen zum Getreide mitzubetrachten. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen oder Linsen sind nicht automatisch hochwertiger, nur weil sie in einem „grain-free“-Produkt verwendet werden.

Auch für Hundehalter in Stuttgart gilt deshalb: Entscheide nicht allein nach dem Begriff auf der Verpackung. Ein gutes Hundefutter ist eines, das deinen Hund bedarfsgerecht versorgt, zu seiner Lebensphase passt und von ihm zuverlässig vertragen wird.

Du möchtest deinen Hund bewusst und individuell begleiten?

Nicht jeder Ernährungstrend und nicht jede allgemeine Empfehlung passt automatisch zu jedem Hund.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir jeden Hund individuell. Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen verständliche Kommunikation, Körpersprache, Vertrauen und ruhige, klare Führung im Mittelpunkt. Ziel ist eine stabile Mensch-Hund-Beziehung, in der Orientierung und Zusammenarbeit im gemeinsamen Alltag entstehen.

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GranataPet Natural Taste Trockenfutter

GranataPet Natural Taste bietet eine weitere Trockenfutter-Variante für Hunde. Auch hier solltest du die konkrete Rezeptur des gewählten Produktes prüfen und nicht allein anhand von Begriffen wie getreidefrei oder Premium entscheiden.

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