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Allergie und BARF

  • Isabel Scheu
  • 16.05.2026
  • Allergie

BARF & Allergien beim Hund – Fluch oder Chance?

Dein Hund kratzt sich ständig, leckt an seinen Pfoten, bekommt immer wieder Ohrenprobleme oder leidet unter Verdauungsbeschwerden – und irgendwann steht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie im Raum. Spätestens dann beginnt für viele Hundehalter die Suche nach dem „richtigen“ Futter. Dabei fällt häufig ein Begriff: BARF.

Rohes Fleisch, wenige ausgewählte Zutaten und die Möglichkeit, genau zu bestimmen, was im Napf landet – das klingt zunächst ideal für einen allergischen Hund. Tatsächlich kann eine selbst zusammengestellte Ration einen entscheidenden Vorteil haben: Die verwendeten Zutaten lassen sich sehr genau kontrollieren. Doch daraus folgt nicht automatisch, dass BARF Allergien verhindert, behandelt oder grundsätzlich besser verträglich ist als ein geeignetes Fertigfutter oder eine gekochte Ration.

Wenn dein Hund unter einer Allergie oder dem Verdacht auf eine Futtermittelallergie leidet, ist deshalb nicht die Frage „BARF – ja oder nein?“ entscheidend. Viel wichtiger ist: Welche Bestandteile verträgt dein Hund, wie wird die Diagnose gestellt und wie lässt sich seine Ernährung langfristig bedarfsdeckend gestalten?

Bei Pfotenliebe Stuttgart begegnen uns immer wieder Hundehalter, die aufgrund von Juckreiz, Hautproblemen oder Verdauungsbeschwerden bereits mehrere Futtersorten ausprobiert haben. Gerade dann lohnt es sich, nicht einfach das nächste Ernährungskonzept zu testen, sondern strukturiert vorzugehen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, welche Chancen und Risiken BARF bei einem Hund mit Futtermittelallergie haben kann, welche Rolle es bei einer Ausschlussdiät spielen kann und warum roh nicht automatisch hypoallergen bedeutet.

Kurze Antwort: BARF kann bei einem Hund mit Futtermittelallergie eine Möglichkeit sein, weil sich Zutaten gezielt auswählen und kontrollieren lassen. BARF selbst ist jedoch weder hypoallergen noch eine Therapie gegen Allergien. Entscheidend sind die tatsächlich verwendeten Zutaten, eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät und langfristig eine bedarfsdeckende Rationsgestaltung. Gleichzeitig müssen bei Rohfütterung mögliche Nährstoffdefizite und hygienische Risiken berücksichtigt werden.

Was bedeutet BARF beim Hund eigentlich?

Unter BARF versteht man eine Form der selbst zusammengestellten Rohfütterung. Je nach Konzept besteht eine BARF-Ration beispielsweise aus Muskelfleisch, Innereien, gegebenenfalls Knochen beziehungsweise geeigneten Calciumquellen, Fett sowie pflanzlichen Komponenten und notwendigen Ergänzungen.

Der entscheidende Unterschied zu einem fertigen Alleinfuttermittel liegt darin, dass du beziehungsweise die Person, die den Futterplan erstellt, die einzelnen Bestandteile der Ration selbst auswählt.

Genau diese Kontrolle kann bei einem Hund mit vermuteter Futtermittelallergie interessant sein. Gleichzeitig bedeutet sie aber auch mehr Verantwortung: Eine langfristige selbst zusammengestellte Ration muss den individuellen Nährstoffbedarf des Hundes abdecken.

Was passiert bei einer Futtermittelallergie?

Bei einer echten Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Bestandteile der Nahrung. Häufig handelt es sich dabei um Proteine beziehungsweise Proteinbestandteile.

Wichtig ist deshalb eine klare Abgrenzung: Ein Hund reagiert nicht automatisch auf ein Futter, weil dieses „industriell verarbeitet“ ist, Getreide enthält oder nicht als hypoallergen beworben wird.

Ebenso ist BARF nicht automatisch allergenarm. Enthält die BARF-Ration beispielsweise genau die Proteinquelle, auf die dein Hund reagiert, können die Beschwerden weiterhin auftreten.

Entscheidend ist also nicht die Fütterungsform, sondern auf welche Bestandteile dein Hund tatsächlich reagiert.

Welche Chancen kann BARF bei Allergien bieten?

Der größte potenzielle Vorteil einer selbst zusammengestellten Ration ist die Kontrolle über die verwendeten Zutaten.

Statt eines Futters mit zahlreichen Komponenten kann eine Ration gezielt aus wenigen ausgewählten Zutaten zusammengestellt werden. Das kann insbesondere während einer diagnostischen Ausschlussdiät hilfreich sein.

Mögliche Vorteile einer individuell zusammengestellten Ration

  • gezielte Auswahl einzelner Proteinquellen
  • genaue Kenntnis der verwendeten Zutaten
  • Verzicht auf nicht benötigte Komponenten
  • individuelle Anpassungsmöglichkeiten
  • mögliche Verwendung einer bisher nicht gefütterten Proteinquelle
  • leichtere Kontrolle während einer strukturierten Ausschlussdiät

Das bedeutet jedoch nicht, dass BARF einer geeigneten veterinärmedizinischen Eliminationsdiät grundsätzlich überlegen ist. Beide Wege können – abhängig vom Hund und der individuellen Situation – infrage kommen.

Monoprotein bei Allergien – warum „nur eine Fleischsorte“ nicht immer reicht

Häufig wird bei allergischen Hunden zu Monoprotein beziehungsweise hypoallergener Fütterung geraten.

Die Idee dahinter ist nachvollziehbar: Je übersichtlicher die Zutaten, desto leichter lässt sich nachvollziehen, worauf ein Hund möglicherweise reagiert.

Für eine diagnostische Ausschlussdiät reicht es jedoch nicht aus, irgendeine einzelne Fleischsorte auszuwählen. Entscheidend ist unter anderem, welche Proteinquellen der Hund bisher bereits gefressen hat.

Hat dein Hund beispielsweise jahrelang Rind bekommen und reagiert möglicherweise darauf, wird eine reine Rinderration nicht dadurch geeigneter, dass sie aus nur einer Proteinquelle besteht.

Deshalb sollte die Auswahl einer geeigneten Ration auf der bisherigen Fütterungsgeschichte und der tierärztlichen Einschätzung basieren.

BARF als Ausschlussdiät – hier kann die Kontrolle über Zutaten helfen

Die Ausschlussdiät beziehungsweise Eliminationsdiät gehört zu den wichtigsten diagnostischen Verfahren bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie.

Dabei bekommt der Hund über einen festgelegten Zeitraum ausschließlich eine sorgfältig ausgewählte Diät. Je nach individuellem Fall kann dafür beispielsweise eine bisher nicht gefütterte Proteinquelle oder ein geeignetes hydrolysiertes veterinärmedizinisches Diätfutter verwendet werden.

Eine selbst zusammengestellte Ration kann dabei grundsätzlich eine Möglichkeit sein. Ihr Vorteil liegt darin, dass die verwendeten Zutaten sehr genau kontrolliert werden können.

Entscheidend ist jedoch absolute Konsequenz. Schon scheinbar nebensächliche Bestandteile können eine diagnostische Ausschlussdiät verfälschen.

Während einer Ausschlussdiät müssen auch diese Dinge berücksichtigt werden

  • Leckerlis
  • Kauartikel
  • Essensreste
  • Trainingsbelohnungen
  • Nahrungsergänzungen mit Aroma oder Proteinbestandteilen
  • bestimmte Medikamente oder Präparate mit Geschmacksstoffen
  • Futter anderer Tiere im Haushalt

Deshalb sollte eine diagnostische Ausschlussdiät nicht nach dem Prinzip „Ich probiere einmal ein anderes Fleisch“ durchgeführt werden.

Warum die Besserung allein noch keine Futtermittelallergie beweist

Ein besonders wichtiger Punkt wird bei Ausschlussdiäten häufig vergessen: Verbessern sich die Beschwerden während der neuen Ernährung, bedeutet das noch nicht automatisch, dass eine Futtermittelallergie zweifelsfrei nachgewiesen ist.

Für eine möglichst sichere Diagnose gehört grundsätzlich auch die kontrollierte erneute Gabe des ursprünglichen Futters beziehungsweise verdächtiger Bestandteile – die sogenannte Provokation – zum diagnostischen Vorgehen.

Treten die vorherigen Beschwerden nach der Provokation erneut auf und bessern sie sich nach Rückkehr zur Eliminationsdiät wieder, wird der Zusammenhang deutlich aussagekräftiger.

Wie eine solche Provokation durchgeführt wird, sollte mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Welche Risiken hat BARF bei einem allergischen Hund?

Die individuelle Zusammenstellung einer Ration bietet Freiheit – doch genau darin liegt gleichzeitig eines der größten Risiken.

Fleisch allein ist keine ausgewogene Hundeernährung. Auch eine Mischung aus Fleisch, Innereien und Gemüse deckt den Nährstoffbedarf nicht automatisch korrekt.

Fehlerhafte selbst zusammengestellte Rationen können langfristig zu einer Unter- oder Überversorgung verschiedener Nährstoffe führen.

Mehr über typische Fütterungsfehler beim Hund findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.

Bei selbst zusammengestellten Rationen müssen unter anderem berücksichtigt werden

  • Energiebedarf
  • Proteinversorgung
  • Fettversorgung
  • Calcium und Phosphor
  • Spurenelemente wie Zink und Kupfer
  • Jod
  • essenzielle Fettsäuren
  • Vitamine

Welche Ergänzungen notwendig sind, hängt von der gesamten Ration ab. Deshalb sollten Supplemente wie Seealgenmehl, Mineralmischungen oder Öle nicht pauschal nach Gefühl hinzugefügt werden.

Rohes Fleisch – Keime sind ein reales BARF-Risiko

Neben der Nährstoffversorgung gehört die Hygiene zu den wichtigsten Punkten bei der Rohfütterung.

Rohes tierisches Material kann mit krankmachenden Bakterien und anderen Erregern belastet sein. Dabei geht es nicht nur um den Hund selbst: Mikroorganismen können über Hände, Näpfe, Arbeitsflächen oder Ausscheidungen auch in die Umgebung gelangen.

Besondere Vorsicht ist deshalb in Haushalten mit kleinen Kindern, älteren Menschen, Schwangeren oder immungeschwächten Personen sinnvoll.

Bei BARF besonders wichtig

  • Kühlkette einhalten
  • rohes Fleisch getrennt von Lebensmitteln für Menschen verarbeiten
  • Hände nach der Zubereitung gründlich reinigen
  • Näpfe und Arbeitsflächen sorgfältig säubern
  • Futterreste nicht unnötig lange stehen lassen
  • Auftauwasser hygienisch entsorgen

Auch Knochen machen BARF nicht automatisch gesünder

Knochen werden in vielen BARF-Konzepten als Calciumquelle eingesetzt. Ihre Verwendung ist jedoch nicht risikofrei.

Je nach Knochenart, Größe, Härte und Fressverhalten des Hundes können beispielsweise Zahnverletzungen, Verstopfungen oder Verletzungen des Verdauungstraktes auftreten.

Calcium lässt sich deshalb auch über andere geeignete und berechenbare Quellen in eine selbst zusammengestellte Ration integrieren.

Gerade bei einer medizinisch begleiteten Ausschlussdiät sollte die Rationsgestaltung nicht unnötig kompliziert werden.

Fertig-BARF bei Allergien – genau auf die Deklaration schauen

Nicht jeder Hundehalter möchte eine BARF-Ration vollständig selbst zusammenstellen. Deshalb gibt es zahlreiche fertige Rohfuttermischungen.

Bei einem Hund mit Allergieverdacht ist hier eine möglichst transparente Deklaration besonders wichtig.

Entscheidend ist außerdem, ob es sich um ein Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel handelt. Eine fertige Fleischmischung ist nicht automatisch eine vollständig bedarfsdeckende Ration.

Für eine diagnostische Ausschlussdiät muss zudem gewährleistet sein, dass das ausgewählte Produkt zur vorgesehenen Diät passt. Bei unklarer Deklaration oder möglichen Kreuzkontaminationen kann ein anderes Ernährungskonzept geeigneter sein.

BARF oder gekochte Ration – was ist bei Allergien besser?

Für die diagnostische Kontrolle der Zutaten müssen die Bestandteile nicht zwingend roh verfüttert werden. Auch eine selbst zusammengestellte gekochte Ration kann sich für eine Ausschlussdiät eignen.

Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn rohes Fleisch aus hygienischen Gründen vermieden werden soll oder ein Hund gekochtes Futter besser verträgt.

Eine Unverträglichkeit sollte dabei von einer echten Allergie unterschieden werden . Ähnliche Symptome bedeuten nicht zwangsläufig, dass derselbe Mechanismus dahintersteckt.

Ob roh, gekocht oder ein geeignetes veterinärmedizinisches Diätfutter sinnvoller ist, sollte deshalb individuell entschieden werden.

BARF oder hydrolysiertes Diätfutter – zwei unterschiedliche Möglichkeiten

Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie kann neben einer selbst zusammengestellten Eliminationsdiät auch ein geeignetes hydrolysiertes veterinärmedizinisches Diätfutter eingesetzt werden.

Bei hydrolysierten Futtermitteln werden Proteine in kleinere Bestandteile zerlegt. Ziel ist, ihre immunologische Erkennbarkeit zu reduzieren.

Ein Vorteil eines geeigneten veterinärmedizinischen Alleinfuttermittels liegt darin, dass die langfristige Nährstoffversorgung bereits berücksichtigt ist. Bei einer selbst zusammengestellten Ration besteht dagegen eine größere Kontrolle über die einzelnen Zutaten.

Es gibt deshalb nicht die eine richtige Lösung für jeden allergischen Hund.

Welche Symptome können auf eine Futtermittelallergie hinweisen?

Nicht jeder Durchfall und nicht jedes Kratzen bedeutet automatisch Futtermittelallergie. Trotzdem gibt es Beschwerden, bei denen eine entsprechende Abklärung sinnvoll sein kann.

  • anhaltender oder wiederkehrender Juckreiz
  • Pfotenlecken und Pfotenknabbern
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • gerötete oder entzündete Haut
  • wiederkehrende Magen-Darm-Beschwerden
  • weicher Kot oder Durchfall
  • Erbrechen bei manchen betroffenen Hunden

Diese Symptome können zahlreiche andere Ursachen haben. Parasiten, Hautinfektionen, Umweltallergien und verschiedene Magen-Darm-Erkrankungen müssen deshalb ebenfalls berücksichtigt werden.

Warum ein Futter- und Symptomtagebuch so hilfreich ist

Gerade bei einem Hund mit wiederkehrenden Beschwerden geht schnell der Überblick verloren. Ein Ernährungstagebuch kann deshalb während der Diagnostik sehr hilfreich sein.

Notiere möglichst genau

  • sämtliche verwendeten Futtermittel
  • Protein- und Kohlenhydratquellen
  • Leckerlis und Kauartikel
  • Nahrungsergänzungen
  • Medikamente und Präparate
  • Juckreiz und betroffene Körperstellen
  • Ohrenprobleme
  • Hautveränderungen
  • Kotbeschaffenheit
  • Erbrechen oder andere Verdauungsbeschwerden

Dadurch lassen sich Veränderungen deutlich besser nachvollziehen und mit der behandelnden Tierarztpraxis beziehungsweise Ernährungsberatung besprechen.

BARF und Futtermittelallergien beim Hund in Stuttgart

Auch bei uns in Stuttgart und Stuttgart-Ost beschäftigen sich viele Hundehalter intensiv mit der Ernährung ihres Hundes. BARF, Monoprotein, hypoallergenes Futter und Ausschlussdiäten gehören dabei zu den Themen, die schnell für Verunsicherung sorgen können.

Besonders schwierig wird es, wenn gleichzeitig Juckreiz, Hautprobleme, wiederkehrende Ohrenentzündungen oder Verdauungsbeschwerden auftreten. Dann wird häufig ein Futter nach dem anderen ausprobiert.

Genau dieses Vorgehen kann die spätere Ursachenforschung erschweren. Sinnvoller ist es, die bisherigen Futtermittel möglichst vollständig zu dokumentieren und gemeinsam mit einer Tierarztpraxis einen strukturierten diagnostischen Weg festzulegen.

Für Hundehalter in Stuttgart bedeutet das: BARF kann eine mögliche Fütterungsform sein – aber nicht jede Haut- oder Verdauungsbeschwerde lässt sich durch eine Futterumstellung lösen.

Warum Allergien und Verdauungsprobleme auch im Hundetraining eine Rolle spielen

Ernährung und Verhalten sollten nicht völlig getrennt voneinander betrachtet werden. Ein Hund, der sich ständig kratzt, unter entzündeten Ohren leidet oder regelmäßig Bauchbeschwerden hat, fühlt sich körperlich nicht wohl.

Das kann sich unter anderem auf Ruhe, Schlaf, Konzentration und Belastbarkeit auswirken.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier deshalb immer auch das körperliche Befinden eines Hundes, wenn sich sein Verhalten plötzlich verändert.

Die Diagnose und Behandlung von Allergien sowie die Erstellung therapeutischer Futterpläne gehören dabei selbstverständlich in fachkundige tierärztliche beziehungsweise tiermedizinische Hände.

BARF bei Allergien – darauf solltest du achten

  • Futtermittelallergie zunächst tierärztlich abklären lassen
  • nicht wahllos verschiedene Proteinquellen ausprobieren
  • bisherige Fütterung möglichst vollständig dokumentieren
  • Ausschlussdiät konsequent und strukturiert durchführen
  • auch Leckerlis, Kauartikel und Ergänzungen berücksichtigen
  • langfristige selbst zusammengestellte Rationen bedarfsdeckend berechnen lassen
  • Supplemente nicht pauschal nach Gefühl dosieren
  • bei Rohfütterung konsequent auf Küchenhygiene achten
  • Beschwerden in einem Futter- und Symptomtagebuch dokumentieren
  • BARF nicht automatisch mit „hypoallergen“ gleichsetzen

FAQ – BARF und Allergien beim Hund

Ist BARF für Hunde mit Allergien besser?

Nicht grundsätzlich. Eine selbst zusammengestellte Ration ermöglicht eine sehr genaue Kontrolle der Zutaten und kann deshalb in bestimmten Fällen hilfreich sein. Entscheidend ist jedoch, welche Bestandteile der Hund tatsächlich verträgt und ob die Ration bedarfsdeckend zusammengestellt wurde.

Ist BARF automatisch hypoallergen?

Nein. Enthält die Ration eine Proteinquelle oder einen anderen Bestandteil, auf den der Hund allergisch reagiert, können auch bei BARF Beschwerden auftreten. Die Fütterungsform allein macht ein Futter nicht hypoallergen.

Kann ich mit BARF eine Ausschlussdiät machen?

Eine sorgfältig zusammengestellte selbst zubereitete Ration kann für eine Ausschlussdiät infrage kommen. Auswahl der Zutaten, Dauer, Nährstoffversorgung und spätere Provokation sollten jedoch mit der behandelnden Tierarztpraxis beziehungsweise einer qualifizierten Ernährungsberatung abgestimmt werden.

Welche Fleischsorte eignet sich bei einer Futtermittelallergie?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist unter anderem, welche Proteinquellen dein Hund bisher bereits aufgenommen hat. Eine Proteinquelle ist nicht allein deshalb geeignet, weil sie selten oder exotisch ist.

Muss eine Ausschlussdiät roh gefüttert werden?

Nein. Eine geeignete Ausschlussdiät kann je nach individuellem Fall selbst gekocht, roh zusammengestellt oder mit einem geeigneten veterinärmedizinischen Diätfutter durchgeführt werden.

Sind hydrolysierte Futtermittel besser als BARF?

Beide Ansätze haben unterschiedliche Eigenschaften. Hydrolysierte veterinärmedizinische Diätfutter können sich für eine diagnostische Eliminationsdiät eignen und sind als entsprechende Alleinfuttermittel bedarfsdeckend. Eine selbst zusammengestellte Ration ermöglicht dagegen eine gezielte Kontrolle der einzelnen Zutaten.

Kann BARF Allergien heilen?

BARF ist keine Therapie, die eine Futtermittelallergie heilt. Wird ein auslösendes Futtermittel identifiziert und anschließend konsequent vermieden, können die dadurch verursachten Beschwerden jedoch kontrolliert werden.

Welche Risiken hat BARF?

Zu den möglichen Risiken gehören eine nicht bedarfsdeckende Nährstoffversorgung, hygienische Risiken durch rohes tierisches Material sowie je nach Fütterung mögliche Probleme durch Knochen. Eine fachgerechte Rationsplanung ist deshalb besonders wichtig.

Fazit: BARF bei Allergien ist weder Fluch noch Wundermittel

BARF kann bei einem Hund mit Futtermittelallergie eine interessante Möglichkeit sein – vor allem deshalb, weil sich die verwendeten Zutaten sehr genau kontrollieren lassen.

Genau darin liegt die eigentliche Chance. Nicht das rohe Fleisch macht BARF bei Allergien besonders, sondern die Möglichkeit einer gezielten und transparenten Rationsgestaltung.

Gleichzeitig ist BARF weder automatisch hypoallergen noch automatisch gesünder. Enthält die Ration den auslösenden Bestandteil, können die allergischen Beschwerden bestehen bleiben. Ist sie langfristig nicht ausgewogen zusammengestellt, können zusätzlich ernährungsbedingte Probleme entstehen.

Besonders wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen einer diagnostischen Ausschlussdiät und der späteren dauerhaften Ernährung. Während einer zeitlich begrenzten Diagnostik steht die konsequente Kontrolle der Zutaten im Vordergrund. Langfristig muss die Ration dagegen zusätzlich den vollständigen Nährstoffbedarf deines Hundes abdecken.

Wenn bei deinem Hund der Verdacht auf eine Futtermittelallergie besteht, solltest du deshalb nicht einfach immer neue Futtersorten ausprobieren. Eine strukturierte Diagnostik, konsequente Ausschlussdiät und fachkundige Begleitung bringen dich wesentlich zuverlässiger ans Ziel.

Dein Hund kommt wegen Juckreiz oder körperlichem Unwohlsein nicht zur Ruhe?

Gesundheit und Verhalten hängen oft enger zusammen, als wir denken.

Ein Hund, der sich körperlich unwohl fühlt, kann unruhiger, reizbarer oder weniger konzentriert wirken. Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir Verhalten deshalb immer im Gesamtzusammenhang – medizinische Ursachen und Ernährungsfragen gehören selbstverständlich in die entsprechenden fachkundigen Hände.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier begleiten wir Mensch-Hund-Teams in Stuttgart individuell, alltagsnah und mit Blick auf eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Hund.

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