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Allergie feststellen

  • Isabel Scheu
  • 07.05.2026
  • Allergie

Allergie beim Hund feststellen – so läuft die Diagnose beim Tierarzt ab

Dein Hund kratzt sich ständig, leckt seine Pfoten wund, bekommt immer wieder entzündete Ohren oder leidet unter Verdauungsproblemen? Dann entsteht schnell der Verdacht auf eine Allergie beim Hund. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie lässt sich überhaupt feststellen, ob tatsächlich eine Allergie hinter den Beschwerden steckt – und worauf dein Hund reagiert?

Beschwerden wie ständiger Juckreiz , wundgeleckte Pfoten, Hautentzündungen oder wiederkehrende Verdauungsprobleme können zu einem allergischen Geschehen passen. Sie sind aber nicht spezifisch genug, um allein daraus eine Allergiediagnose abzuleiten.

Genau deshalb gibt es beim Hund nicht den einen einfachen „Allergietest“, der innerhalb weniger Minuten sämtliche Fragen beantwortet. Die Diagnose entsteht vielmehr Schritt für Schritt: aus Anamnese, körperlicher und dermatologischer Untersuchung, dem Ausschluss anderer Ursachen und – abhängig vom Verdacht – einer gezielten Ausschlussdiät oder weiterführenden Untersuchungen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, wie dein Tierarzt eine Allergie beim Hund abklärt, warum Bluttests nicht jede Allergie diagnostizieren können, welche Rolle Hauttests bei Umweltallergien spielen und warum deine Beobachtungen für eine zuverlässige Diagnose so wichtig sind.

Kurze Antwort: Eine Allergie beim Hund wird in der Regel nicht durch einen einzelnen Test festgestellt. Zunächst werden Krankengeschichte, Haut und Ohren beurteilt und andere Ursachen wie Parasiten oder Infektionen ausgeschlossen. Eine Futtermittelallergie wird am zuverlässigsten über eine konsequente Ausschlussdiät mit anschließender kontrollierter Provokation bestätigt. Bei einer vermuteten Umweltallergie sind Intrakutan- oder Bluttests vor allem dafür gedacht, relevante Umweltallergene für eine mögliche Immuntherapie auszuwählen – sie diagnostizieren die atopische Dermatitis nicht allein.

Warum Allergien beim Hund nicht mit einem einzigen Test festgestellt werden können

Genau hier liegt einer der häufigsten Irrtümer rund um das Thema Allergiediagnostik. Viele Hundehalter stellen sich einen Allergietest ähnlich wie eine Laboruntersuchung vor: Blut abnehmen, Ergebnis abwarten, Auslöser gefunden.

So funktioniert die Diagnostik beim Hund jedoch meistens nicht.

Eine Allergie wird im Zusammenhang mit den Beschwerden, der Vorgeschichte und dem Ausschluss anderer Erkrankungen beurteilt. Besonders die Diagnose einer Umweltallergie beziehungsweise atopischen Dermatitis ist eine Ausschlussdiagnose.

Das bedeutet: Andere plausible Ursachen des Juckreizes müssen zunächst untersucht und soweit möglich ausgeschlossen oder behandelt werden.

Die Anamnese – der erste wichtige Schritt der Allergiediagnostik

Bevor dein Hund aufwendig untersucht wird, beginnt eine gute Allergiediagnostik mit einem ausführlichen Gespräch.

Deine Tierärztin oder dein Tierarzt möchte möglichst genau verstehen, wie sich die Beschwerden entwickelt haben.

Typische Fragen sind beispielsweise

  • Seit wann besteht der Juckreiz?
  • Welche Körperstellen sind besonders betroffen?
  • Sind die Beschwerden saisonal oder ganzjährig?
  • Gibt es Phasen mit deutlicher Besserung?
  • Bestehen wiederkehrende Ohrenentzündungen?
  • Gibt es gleichzeitig Magen-Darm-Probleme?
  • Welche Futtermittel hat dein Hund bisher bekommen?
  • Welche Leckerlis und Kauartikel erhält er?
  • Welche Parasitenprophylaxe wird verwendet?
  • Welche Behandlungen wurden bereits ausprobiert?
  • Wie hat dein Hund auf frühere Behandlungen reagiert?

Je genauer diese Informationen sind, desto zielgerichteter kann die weitere Untersuchung geplant werden.

Ein Beobachtungs- und Symptomtagebuch ist deshalb eine sehr hilfreiche Vorbereitung auf den Termin.

Haut, Fell, Pfoten und Ohren werden genau untersucht

Nach der Anamnese folgt die körperliche beziehungsweise dermatologische Untersuchung.

Dabei geht es nicht nur darum, festzustellen, dass dein Hund juckende Haut hat. Entscheidend ist auch, wo die Veränderungen auftreten und welche Art von Hautveränderungen vorhanden ist.

Untersucht werden je nach Beschwerdebild unter anderem

  • Pfoten und Zehenzwischenräume
  • Achseln und Bauchbereich
  • Gesicht und Lefzen
  • Ohren
  • Rücken und Rutenansatz
  • gerötete oder entzündete Hautbereiche
  • kahle oder wundgeleckte Stellen
  • Schuppen, Krusten und Veränderungen des Hautgeruchs

Die Verteilung der Veränderungen liefert wichtige Hinweise, reicht aber auch hier allein nicht für die Diagnose einer Allergie aus.

Andere Ursachen für Juckreiz müssen zuerst ausgeschlossen werden

Bevor eine Allergie als Ursache angenommen wird, müssen andere Erkrankungen berücksichtigt werden.

Besonders wichtig sind Parasiten wie Flöhe oder Milben , weil sie ebenfalls starken Juckreiz und Hautentzündungen verursachen können.

Gleichzeitig können bakterielle oder durch Hefen verursachte Sekundärinfektionen den Juckreiz erheblich verstärken.

Je nach Befund können deshalb beispielsweise sinnvoll sein

  • Flohkamm-Untersuchung
  • Hautgeschabsel
  • Hautzytologie
  • Abstriche oder Klebestreifenpräparate
  • Ohrzytologie bei Ohrenproblemen
  • weitere Untersuchungen abhängig vom individuellen Befund

Welche Diagnostik tatsächlich notwendig ist, entscheidet die Tierarztpraxis anhand der Symptome deines Hundes.

Warum Haut- und Ohreninfektionen die Allergiediagnose erschweren können

Allergische Hunde entwickeln nicht selten zusätzliche Haut- oder Ohrenprobleme. Bakterien und Hefen können sich auf bereits geschädigter Haut leichter vermehren.

Dadurch kann der Juckreiz wesentlich stärker sein, als er allein durch die zugrunde liegende Allergie wäre.

Deshalb kann es notwendig sein, solche Sekundärprobleme zunächst oder parallel zu behandeln, damit anschließend besser beurteilt werden kann, wie stark die eigentliche allergische Erkrankung ausgeprägt ist.

Wie stellt der Tierarzt eine Futtermittelallergie beim Hund fest?

Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie gibt es einen besonders wichtigen Punkt: Ein normaler Bluttest oder Hauttest kann eine Futtermittelallergie nicht zuverlässig bestätigen.

Der zuverlässigste diagnostische Weg ist eine sorgfältig geplante Ausschlussdiät beziehungsweise Eliminationsdiät mit anschließender kontrollierter Provokation.

Dafür wird eine Diät ausgewählt, mit der möglichst zuverlässig beurteilt werden kann, ob Futterbestandteile an den Beschwerden beteiligt sind.

Welches Futter wird für die Ausschlussdiät verwendet?

Welche Ernährung geeignet ist, hängt von der bisherigen Futterhistorie und dem individuellen Hund ab.

Zum Einsatz kommen beispielsweise sorgfältig ausgewählte neue Proteinquellen oder bestimmte veterinärmedizinische Diätfuttermittel mit hydrolysierten Proteinen.

Mehr über diese Fütterungsform erfährst du in unserem Beitrag Hypoallergen füttern – was bedeutet das eigentlich? .

Dabei ist wichtig: Eine Proteinquelle ist nicht automatisch geeignet, nur weil sie als selten oder exotisch gilt. Entscheidend ist unter anderem, was dein Hund in seinem bisherigen Leben bereits gefressen hat.

Warum eine Ausschlussdiät nur bei absoluter Konsequenz aussagekräftig ist

Während einer diagnostischen Diät muss die vereinbarte Ernährung konsequent eingehalten werden.

Dabei zählt nicht nur das Futter im Napf.

Auch diese Dinge können eine Diät beeinflussen

  • Trainingsleckerlis
  • Kauartikel
  • Zahnpflegesnacks
  • Tischreste
  • Futter anderer Tiere
  • bestimmte Nahrungsergänzungen
  • aromatisierte Medikamente oder Präparate
  • bestimmte Produkte zum Befüllen von Beschäftigungsspielzeug

Schon kleine Abweichungen können die Beurteilung erschweren. Medikamente dürfen selbstverständlich niemals eigenmächtig abgesetzt werden – vorhandene Präparate sollten vielmehr mit der Tierarztpraxis besprochen werden.

Warum die Provokation für die Diagnose einer Futtermittelallergie so wichtig ist

Verbessert sich dein Hund unter der Ausschlussdiät deutlich, ist das ein wichtiger Hinweis. Es beweist allein jedoch noch nicht sicher, dass tatsächlich eine Futtermittelallergie vorliegt.

Deshalb gehört zur zuverlässigen Diagnostik die kontrollierte Wiedereinführung beziehungsweise Provokation.

Dabei wird unter fachlicher Anleitung überprüft, ob die Beschwerden nach erneuter Aufnahme des ursprünglichen Futters oder verdächtiger Bestandteile wieder auftreten.

Erst diese Kombination aus Besserung unter Eliminationsdiät und erneuter Verschlechterung nach kontrollierter Provokation macht den Zusammenhang wesentlich belastbarer.

Kann ein Bluttest eine Futtermittelallergie beim Hund feststellen?

Das ist eine besonders wichtige Frage, weil entsprechende Tests im Internet teilweise sehr überzeugend beworben werden.

Bluttests auf futtermittelspezifische Antikörper sowie verschiedene andere angebotene Verfahren können eine klinisch relevante Futtermittelallergie derzeit nicht zuverlässig bestätigen oder ausschließen.

Auch Haar- oder Speicheltests ersetzen keine korrekt durchgeführte diagnostische Ausschlussdiät.

Wenn dein Hund auf Futter zu reagieren scheint, ist deshalb eine strukturierte tierärztlich begleitete Diät wesentlich aussagekräftiger als ein isoliertes Testergebnis.

Wie wird eine Umweltallergie beim Hund festgestellt?

Bei Umweltallergien beziehungsweise atopischer Dermatitis funktioniert die Diagnostik anders.

Mögliche Umweltallergene sind beispielsweise Pollen , Hausstaub- beziehungsweise Vorratsmilben oder Schimmelbestandteile.

Wichtig ist jedoch: Eine atopische Dermatitis wird nicht allein dadurch diagnostiziert, dass ein Haut- oder Bluttest positiv ausfällt.

Zunächst müssen das klinische Bild passen und andere Ursachen – insbesondere Parasiten, Infektionen und relevante Futterreaktionen – entsprechend berücksichtigt werden.

Was ist ein Intrakutantest beim Hund?

Beim Intrakutantest werden kleine Mengen verschiedener Umweltallergene in beziehungsweise unter die Haut eingebracht und anschließend die Hautreaktionen beurteilt.

Dieser Test kann helfen festzustellen, auf welche Umweltallergene ein bereits passend diagnostizierter Hund sensibilisiert ist.

Besonders relevant ist das, wenn eine allergenspezifische Immuntherapie geplant werden soll.

Ein positives Testergebnis allein bedeutet jedoch nicht automatisch, dass genau dieses Allergen sämtliche Beschwerden verursacht.

Was kann ein Bluttest bei einer Umweltallergie zeigen?

Auch serologische Tests können Antikörper gegen verschiedene Umweltallergene untersuchen.

Ebenso wie der Intrakutantest werden solche Ergebnisse im Zusammenhang mit Vorgeschichte und klinischen Beschwerden interpretiert.

Der Test beantwortet also nicht schlicht die Frage: „Hat mein Hund eine Atopie?“

Vielmehr kann er nach erfolgter klinischer Diagnose dabei helfen, relevante Allergene für eine mögliche Immuntherapie auszuwählen.

Warum ein positiver Allergietest allein noch keine Diagnose ist

Ein Hund kann Kontakt zu verschiedenen Umweltstoffen gehabt haben und in einem Test Reaktionen zeigen, ohne dass jeder positive Wert automatisch klinisch relevant ist.

Deshalb müssen Testergebnisse immer mit dem tatsächlichen Krankheitsbild abgeglichen werden.

Das erklärt auch, warum eine gute Anamnese und die vorherige Ausschlussdiagnostik so entscheidend sind.

Was passiert bei Verdacht auf eine Kontaktreaktion?

Manchmal entsteht der Verdacht, dass bestimmte Materialien oder Produkte Hautprobleme beeinflussen.

Dann kann es sinnvoll sein, mögliche Kontaktfaktoren systematisch zu verändern beziehungsweise zu vermeiden und den Verlauf zu dokumentieren.

Mögliche Faktoren im Alltag sind beispielsweise

  • Waschmittel
  • Reinigungsprodukte
  • Pflegeprodukte
  • bestimmte Textilien
  • Liegeflächen
  • andere regelmäßig kontaktierte Materialien

Wichtig ist auch hier, nicht zehn Dinge gleichzeitig zu verändern. Sonst lässt sich anschließend kaum beurteilen, welche Veränderung tatsächlich einen Unterschied gemacht hat.

Warum ein Symptomtagebuch bei der Allergiediagnostik so hilfreich ist

Deine Tierärztin oder dein Tierarzt sieht deinen Hund nur zu einzelnen Terminen. Du dagegen erlebst ihn jeden Tag.

Genau deshalb sind deine Beobachtungen ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik.

Dokumentiere beispielsweise

  • Juckreiz und dessen Stärke
  • betroffene Körperstellen
  • Pfotenlecken
  • Hautveränderungen
  • Ohrenprobleme
  • Futter und Proteinquellen
  • Leckerlis und Kauartikel
  • Kotbeschaffenheit
  • Erbrechen oder andere Verdauungsprobleme
  • Jahreszeit
  • Spaziergebiete
  • Medikamente und Pflegeprodukte

Hautveränderungen kannst du zusätzlich regelmäßig fotografieren. Dadurch werden schleichende Entwicklungen wesentlich leichter sichtbar.

Allergiediagnostik beim Hund in Stuttgart – warum auch die Umgebung interessant sein kann

Gerade bei Hunden in Stuttgart und Stuttgart-Ost wechseln die Umweltbedingungen im Alltag stark. Spaziergänge führen durch Wohngebiete, Stadtparks, Wiesen, Weinberge oder Waldgebiete wie die Waldebene Ost und den Stuttgarter Stadtwald.

Bei einem Hund mit möglicher Umweltallergie kann es deshalb interessant sein, ob Beschwerden saisonal auftreten oder nach bestimmten Spaziergebieten regelmäßig stärker werden.

Solche Beobachtungen beweisen keine Pollen- oder Umweltallergie, können der behandelnden Tierarztpraxis jedoch wichtige zusätzliche Informationen liefern.

Wann kann eine tierärztliche Dermatologie sinnvoll sein?

Nicht jeder Hund mit Juckreiz muss sofort zu einem Spezialisten. Viele erste diagnostische Schritte kann deine Haustierarztpraxis durchführen.

Bei hartnäckigen, wiederkehrenden oder komplexen Hautproblemen kann eine Überweisung zu einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit besonderer dermatologischer Expertise jedoch sinnvoll sein.

Das gilt insbesondere, wenn die bisherigen Untersuchungen keine ausreichende Klarheit gebracht haben, Beschwerden trotz Behandlung wiederkehren oder eine weiterführende Allergiediagnostik beziehungsweise Immuntherapie geplant wird.

Diese Fehler können die Allergiediagnostik unnötig erschweren

  • ständig das Futter wechseln
  • mehrere neue Produkte gleichzeitig ausprobieren
  • Leckerlis bei einer Ausschlussdiät vergessen
  • einen Bluttest allein als Beweis für Futtermittelallergie betrachten
  • einen positiven Umweltallergietest ohne klinischen Zusammenhang überbewerten
  • Parasiten vorschnell ausschließen
  • Medikamente ohne Rücksprache verändern oder absetzen
  • die Provokation nach erfolgreicher Ausschlussdiät weglassen
  • Symptome nicht dokumentieren

So kannst du deinen Tierarzt bei der Allergiediagnose unterstützen

  • Führe ein Symptomtagebuch
  • Fotografiere sichtbare Hautveränderungen
  • Schreibe alle bisher gefütterten Futtersorten auf
  • Notiere auch Leckerlis und Kauartikel
  • Dokumentiere saisonale Veränderungen
  • Notiere verwendete Pflegeprodukte
  • Liste Medikamente und Parasitenprophylaxe auf
  • Halte eine geplante Ausschlussdiät konsequent ein
  • verändere Medikamente niemals eigenmächtig
  • plane Geduld ein – Allergiediagnostik ist häufig ein Prozess

FAQ – Allergie beim Hund feststellen

Wie stellt der Tierarzt eine Allergie beim Hund fest?

Die Diagnose entsteht aus Anamnese, körperlicher beziehungsweise dermatologischer Untersuchung und dem Ausschluss anderer Ursachen. Je nach Verdacht folgen beispielsweise eine Ausschlussdiät oder Untersuchungen auf relevante Umweltallergene.

Gibt es einen Bluttest, der alle Allergien beim Hund erkennt?

Nein. Es gibt keinen einzelnen Bluttest, der sämtliche Allergien zuverlässig diagnostiziert. Besonders für Futtermittelallergien sind Bluttests nicht geeignet, eine klinisch relevante Allergie sicher zu bestätigen.

Wie wird eine Futtermittelallergie beim Hund sicher festgestellt?

Der zuverlässigste Weg ist eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät mit anschließender kontrollierter Provokation. Dabei wird überprüft, ob sich die Beschwerden unter der Diät bessern und nach Wiederaufnahme des verdächtigen Futters erneut auftreten.

Kann ein Haar- oder Speicheltest eine Futterallergie erkennen?

Solche Tests können eine klinisch relevante Futtermittelallergie nicht zuverlässig bestätigen oder ausschließen und ersetzen keine diagnostische Ausschlussdiät.

Was ist ein Intrakutantest beim Hund?

Dabei werden verschiedene Umweltallergene in die Haut eingebracht und die Reaktion beurteilt. Der Test wird vor allem genutzt, um relevante Umweltallergene für eine geplante allergenspezifische Immuntherapie auszuwählen.

Diagnostiziert ein positiver Hauttest automatisch eine Umweltallergie?

Nein. Eine atopische Dermatitis wird klinisch und als Ausschlussdiagnose festgestellt. Haut- oder Bluttests gegen Umweltallergene werden anschließend vor allem genutzt, um relevante Allergene für eine mögliche Immuntherapie zu bestimmen.

Warum muss eine Ausschlussdiät so streng durchgeführt werden?

Zusätzliche Futterbestandteile aus Leckerlis, Kauartikeln oder anderen Quellen können die diagnostische Aussagekraft beeinträchtigen. Deshalb muss während des festgelegten Zeitraums möglichst genau kontrolliert werden, was der Hund aufnimmt.

Warum braucht man nach der Ausschlussdiät eine Provokation?

Eine Besserung während der Diät kann auch zufällig mit anderen Veränderungen zusammenfallen. Die kontrollierte Wiedereinführung hilft zu prüfen, ob die Beschwerden tatsächlich reproduzierbar mit dem Futter zusammenhängen.

Wann sollte ich mit meinem Hund zu einem Tierdermatologen?

Eine spezialisierte dermatologische Abklärung kann bei chronischem oder schwer behandelbarem Juckreiz, wiederkehrenden Haut- und Ohrenproblemen oder unklaren Befunden sinnvoll sein. Deine Haustierarztpraxis kann einschätzen, wann eine Überweisung hilfreich ist.

Wie lange dauert es, eine Allergie beim Hund festzustellen?

Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Da zunächst andere Erkrankungen ausgeschlossen und bei Verdacht auf Futtermittelallergie eine mehrwöchige Diät durchgeführt werden kann, braucht die Diagnostik häufig Geduld.

Fazit: Eine zuverlässige Allergiediagnose beim Hund braucht System

Eine Allergie beim Hund lässt sich selten durch einen einzigen Test feststellen. Der Weg zur Diagnose beginnt mit einer ausführlichen Krankengeschichte, einer sorgfältigen Untersuchung und dem Ausschluss anderer Ursachen für Juckreiz, Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden.

Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie ist die konsequente Ausschlussdiät mit anschließender Provokation der entscheidende diagnostische Weg. Blut-, Speichel-, Haar- oder Hauttests können eine Futterallergie nicht zuverlässig ersetzen. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Bei einer möglichen Umweltallergie ist ebenfalls wichtig zu verstehen, dass Intrakutan- und Serumtests die atopische Dermatitis nicht allein diagnostizieren. Sie werden vor allem dann eingesetzt, wenn nach klinischer Diagnose relevante Allergene für eine allergenspezifische Immuntherapie bestimmt werden sollen. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Für dich als Hundehalter bedeutet das vor allem: beobachten, dokumentieren und gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis Schritt für Schritt vorgehen. Ein gutes Symptomtagebuch, eine vollständige Futterhistorie und konsequente Mitarbeit können dabei einen großen Unterschied machen.

Je genauer die Ursache eingegrenzt wird, desto gezielter kann anschließend behandelt und gemanagt werden – ohne deinen Hund unnötig mit ständig wechselnden Futtersorten, Pflegeprodukten oder unpassenden Therapieversuchen zu belasten.

Praktische Empfehlungen

Praktische Helfer bei empfindlicher Haut

Bei empfindlicher Haut oder allergiebedingten Beschwerden kann es im Alltag hilfreich sein, auf eine möglichst schonende Pflege und einen sauberen Liegeplatz zu achten. Die folgenden Produkte können dabei eine praktische Ergänzung sein. Sie ersetzen selbstverständlich keine tierärztliche Abklärung der Ursache.

Shampoo für empfindliche Hundehaut

Ein mildes Shampoo kann bei Hunden mit empfindlicher Haut eine praktische Ergänzung der regelmäßigen Pflege sein. Besonders wichtig ist dabei, die Haut nicht unnötig zu reizen und das Produkt entsprechend den Herstellerangaben anzuwenden.

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DOUXO Pflege für empfindliche Haut

Eine gezielte Hautpflege kann bei empfindlicher oder zu Irritationen neigender Haut eine sinnvolle Ergänzung sein. Bei bestehenden Hautproblemen sollte die Auswahl eines geeigneten Pflegeprodukts möglichst auf die individuellen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt werden.

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Waschbare Hundedecke

Eine waschbare Hundedecke kann dabei helfen, den Liegeplatz deines Hundes regelmäßig zu reinigen. Gerade bei empfindlicher Haut kann eine gute Alltagshygiene sinnvoll sein. Die Decke lässt sich flexibel im Zuhause oder unterwegs einsetzen.

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Wenn gesundheitliche Beschwerden auch das Verhalten beeinflussen

Juckreiz und körperliches Unwohlsein können auch den Alltag deines Hundes verändern.

Ein Hund, der sich permanent kratzen muss, entzündete Ohren hat oder sich körperlich unwohl fühlt, kann schlechter zur Ruhe kommen, weniger belastbar sein oder empfindlicher auf Alltagssituationen reagieren. Medizinische Ursachen und Allergien gehören deshalb selbstverständlich zunächst in tierärztliche Hände.

Bei Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir dich anschließend bei den Themen rund um Training, Kommunikation und euren gemeinsamen Alltag. Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen für uns Verständnis, Orientierung und eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung im Mittelpunkt.

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