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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

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Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Welpen besuchen

  • Isabel Scheu
  • 30.04.2026
  • Welpenalltag & Entwicklung

Besuch in der Welpenzeit – so vermeidest du Stress und gibst deinem Welpen Sicherheit

„Wann dürfen wir den Kleinen endlich kennenlernen?“ Kaum ist der Welpe eingezogen, möchten Familie, Freunde und vielleicht auch die Nachbarn das neue Familienmitglied begrüßen. Die Freude ist verständlich – für deinen Welpen kann dieser Besuch jedoch eine weitere große Veränderung in einer ohnehin sehr intensiven Zeit bedeuten.

Neue Menschen bringen neue Stimmen, Gerüche, Bewegungen, Berührungen und Erwartungen mit. Gleichzeitig muss dein Welpe gerade erst verstehen, wo er jetzt lebt, wem er vertrauen kann, wo er zur Ruhe kommt und wie sein neuer Alltag funktioniert.

In unserem Welpenkurs in Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass gut gemeinter Besuch schnell zu viel werden kann. Nicht weil ein Welpe grundsätzlich keine Menschen kennenlernen sollte, sondern weil Zeitpunkt, Dauer, Intensität und Verhalten der Besucher einen großen Unterschied machen.

Gerade nach der Methode von Anton Fichtlmeier betrachten wir dabei nicht nur, wie der Welpe auf den Besuch reagiert. Entscheidend ist auch, welche Orientierung du ihm gibst. Dein Hund soll nicht jede neue Situation selbst regeln müssen. Du darfst Verantwortung übernehmen, Grenzen setzen und deinem Welpen zeigen: Ich kümmere mich darum.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wann Besuch nach dem Einzug sinnvoll sein kann, wie du erste Begegnungen ruhig gestaltest, welche Stresssignale du beachten solltest, warum Besucher deinen Welpen nicht bedrängen sollten und wie du deinem Hund auch bei Besuch Orientierung und Sicherheit gibst.

Kurze Antwort: Besuch darf einen Welpen grundsätzlich kennenlernen, sobald die Situation für ihn passend gestaltet werden kann. In den ersten Tagen ist jedoch häufig weniger mehr. Plane zunächst einzelne ruhige Personen, halte die Begegnung kurz, vermeide aufdringliches Anfassen und ermögliche deinem Welpen jederzeit Ruhe und Abstand. Entscheidend ist nicht, dass möglichst viele Menschen deinen Welpen kennenlernen, sondern dass er erlebt: Neue Menschen sind kein Grund für Unruhe – und mein Mensch gibt mir Orientierung.

Warum dein Welpe nach dem Einzug zunächst Ruhe braucht

Die ersten Tage im neuen Zuhause sind für einen Welpen bereits voller neuer Informationen.

Neue Räume, neue Menschen, unbekannte Geräusche, andere Gerüche, neue Schlafplätze, andere Tagesabläufe und die Trennung von Mutter und Geschwistern müssen verarbeitet werden.

Selbst du als neuer Mensch bist für deinen Welpen zunächst noch nicht vollständig vertraut.

In dieser Zeit sucht ein junger Hund vor allem Sicherheit, Ruhe und Orientierung.

Kommen zusätzlich jeden Tag neue Besucher, kann die Zahl der Eindrücke schnell größer werden, als dein Welpe gut verarbeiten kann.

Mehr über die Bedeutung der ersten Tage findest du auch in unserem Beitrag Die ersten 72 Stunden mit einem Welpen .

Besuch nach Fichtlmeier begleiten – dein Welpe muss die Situation nicht selbst regeln

Gerade bei Besuch zeigt sich sehr schön, was Orientierung und Führung im Alltag bedeuten.

Ein junger Hund weiß noch nicht, wie er mit einer fremden Person umgehen soll. Vielleicht läuft er begeistert hin. Vielleicht bleibt er auf Abstand. Vielleicht bellt er, springt hoch oder zieht sich zurück.

Nach der Fichtlmeier-Methode soll dein Welpe solche Situationen nicht allein entscheiden oder lösen müssen.

Du übernimmst die Verantwortung für den Besuch.

Du bestimmst, wann Kontakt entsteht, wann Abstand sinnvoll ist, ob dein Welpe Ruhe benötigt und wann die Situation beendet wird.

Dadurch kann dein Hund lernen: Fremde Menschen sind nichts, worum ich mich kümmern muss. Mein Mensch übernimmt die Situation.

Besuch muss deinen Welpen nicht sofort begrüßen

Einer der häufigsten Fehler passiert direkt an der Haustür.

Die Tür geht auf, die Besucher gehen in die Hocke, sprechen den Welpen mit hoher Stimme an, strecken beide Hände nach ihm aus und möchten ihn sofort anfassen.

Für einen jungen Hund kann das sehr viel auf einmal sein.

Viel entspannter kann es sein, wenn der Besuch zunächst einfach hereinkommt, sich ruhig verhält und den Welpen nicht sofort zum Mittelpunkt macht.

Dein Welpe darf wahrnehmen, beobachten, riechen und sich orientieren.

Kontakt muss nicht sofort entstehen, nur weil ein Besucher gekommen ist.

Muss mein Welpe selbst entscheiden, ob er Kontakt möchte?

Dein Welpe sollte selbstverständlich nicht gegen seinen Willen festgehalten oder von fremden Menschen bedrängt werden.

Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass er jede Besuchssituation vollständig selbst steuern sollte.

Auch ein sehr kontaktfreudiger Welpe muss nicht jeden Besucher anspringen, auf dessen Schoß klettern oder dauerhaft im Mittelpunkt stehen.

Du kannst Kontakt ermöglichen, ihn aber ebenso begrenzen, wenn dein Hund zunehmend aufgeregt wird.

Genau hier verbindet sich Freiwilligkeit mit Führung: Der Welpe wird nicht zum Kontakt gezwungen, aber auch nicht mit der gesamten Situation allein gelassen.

Wie viel Besuch ist für einen Welpen sinnvoll?

Dafür gibt es keine feste Personenzahl, die für jeden Hund gilt.

Für die ersten Begegnungen ist es jedoch meist einfacher, wenn nicht gleich die ganze Familie gleichzeitig kommt.

Eine einzelne ruhige Person lässt sich für einen Welpen deutlich leichter einordnen als mehrere Menschen, die gleichzeitig sprechen, sich bewegen und Kontakt aufnehmen möchten.

Deshalb gilt auch hier: Qualität der Erfahrung vor Menge der Kontakte.

Wann darf ein Welpe nach dem Einzug Besuch bekommen?

Häufig liest man, ein Welpe dürfe in den ersten sieben, zehn oder vierzehn Tagen überhaupt keinen Besuch bekommen.

Eine solche feste Regel ist zu pauschal.

Entscheidend ist, wie dein Welpe angekommen ist.

Ein ruhiger erster Besuch kann eher passend sein, wenn dein Welpe:

  • in seinem neuen Zuhause bereits etwas zur Ruhe findet,
  • frisst und schläft,
  • sich zunehmend sicher durch die Wohnung bewegt,
  • Kontakt zu dir aufnimmt,
  • nach neuen Eindrücken wieder entspannen kann.

Wirkt dein Welpe dagegen noch sehr unsicher, schläft kaum, erschrickt ständig oder kommt insgesamt schwer zur Ruhe, darf Besuch noch warten.

Wie erkennst du, dass Besuch deinem Welpen zu viel wird?

Welpen zeigen Überforderung nicht immer dadurch, dass sie sich verstecken.

Manche Hunde werden gerade bei zu vielen Reizen auffällig wild und hektisch.

Deshalb lohnt es sich, die Stressanzeichen deines Hundes genau zu beobachten.

Mögliche Zeichen für Überforderung können sein:

  • starkes Hecheln ohne körperliche Anstrengung,
  • ständiges Hin- und Herlaufen,
  • Winseln,
  • Verstecken oder Abstand suchen,
  • auffälliges Anspringen,
  • sehr heftiges Beißen in Hände oder Kleidung,
  • ständiges Hochdrehen,
  • kaum noch ansprechbar sein,
  • nicht mehr zur Ruhe kommen,
  • häufiges Gähnen oder andere Veränderungen der Körpersprache.

Ein einzelnes Verhalten beweist nicht automatisch Stress. Entscheidend ist immer das Gesamtbild und der jeweilige Kontext.

Besuch und Reizüberflutung – warum auch schöne Erlebnisse zu viel sein können

Überforderung entsteht nicht nur durch unangenehme Situationen.

Auch ein Welpe, der Besucher offensichtlich spannend findet und von einer Person zur nächsten läuft, kann anschließend Schwierigkeiten haben, wieder herunterzufahren.

Genau deshalb ist Reizüberflutung beim Welpen nicht immer sofort offensichtlich.

Ein Besuch, der währenddessen scheinbar wunderbar läuft, kann sich später durch starke Unruhe, wildes Beißen oder Schwierigkeiten beim Einschlafen bemerkbar machen.

Ein sicherer Rückzugsort bei Besuch

Dein Welpe sollte einen Ort haben, an dem Ruhe möglich ist.

Ein sicherer Rückzugsort kann besonders bei Besuch sehr hilfreich sein.

Wichtig ist, dass Besucher diesen Bereich respektieren.

Liegt dein Welpe dort, sollte nicht hinterhergegangen, über ihn gebeugt oder versucht werden, ihn wieder zum Spielen hervorzulocken.

So kann dein Hund lernen: Wenn ich Ruhe brauche, sorgt mein Mensch dafür, dass Ruhe auch möglich ist.

Ruhearbeit bei Besuch – warum die Decke später so wertvoll werden kann

Gerade Besuchssituationen zeigen, wie hilfreich eine früh aufgebaute Ruhearbeit sein kann.

Eine Decke kann für deinen Hund zu einem vertrauten Ruhebereich werden, an dem nicht permanent etwas passiert.

Dabei geht es nicht darum, deinen Welpen mit einem Kauartikel dauerhaft ruhigzustellen.

Er darf vielmehr lernen, dass Anwesenheit anderer Menschen nicht automatisch bedeutet, dass er beschäftigt werden muss.

Diese Regeln helfen Besuchern beim Kennenlernen deines Welpen

Bitte deinen Besuch:

  • ruhig hereinzukommen,
  • den Welpen zunächst nicht zu bedrängen,
  • nicht sofort nach ihm zu greifen,
  • sich nicht über ihn zu beugen,
  • ihn nicht ständig zu rufen,
  • nicht ungefragt Leckerlis zu füttern,
  • den Ruheplatz zu respektieren,
  • deine Regeln im Umgang mit dem Welpen einzuhalten.

Müssen Besucher deinen Welpen mit Leckerlis bestechen?

Nein.

Es ist nicht notwendig, dass jeder fremde Mensch deinen Welpen mit Futter begrüßt, damit er Menschen „positiv verknüpft“.

Eine ruhige, respektvolle Begegnung, in der dein Welpe nicht bedrängt wird und Orientierung bei dir findet, kann bereits eine wertvolle Erfahrung sein.

Futter kann im Training sinnvoll eingesetzt werden. Es sollte jedoch nicht zur Voraussetzung dafür werden, dass dein Hund Menschen akzeptiert oder Kontakt aufnimmt.

Besuch mit Kindern – besonders gut vorbereiten

Kinder bewegen sich häufig schneller, sprechen lauter und möchten einen Welpen verständlicherweise gern anfassen oder mit ihm spielen.

Deshalb sollten Begegnungen zwischen Welpen und Kindern besonders aufmerksam begleitet werden.

Ein Welpe ist kein Spielzeug, und ein Kind kann die Körpersprache eines Hundes noch nicht zuverlässig einschätzen.

Wichtig sind:

  • ruhige Bewegungen,
  • kein Hinterherlaufen,
  • kein Festhalten oder Hochheben,
  • kein Stören beim Schlafen,
  • kein unbeaufsichtigter Kontakt,
  • klare Regeln für beide Seiten.

Sollte der Besuch den Welpen draußen kennenlernen?

Das kann in manchen Situationen sinnvoll sein, ist aber keine allgemeine Regel.

Für manche Welpen ist eine kurze gemeinsame Begegnung draußen angenehm. Für andere bedeutet ein zusätzlicher Ortswechsel noch mehr Reize.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob der Kontakt zwingend draußen oder drinnen stattfindet, sondern wie ruhig, überschaubar und verständlich die Situation gestaltet wird.

Wenn du mit deinem Welpen vor dem Besuch eine kleine Runde gehen möchtest, findest du weitere Hinweise in unserem Beitrag zu Spaziergängen im Welpenalter .

Wie lange sollte Besuch beim Welpen bleiben?

Auch hier ist eine starre Zeitvorgabe wenig sinnvoll.

Ein ruhiger Besuch kann länger funktionieren als zehn sehr aufregende Minuten.

Entscheidend ist, wie dein Welpe mit der Situation zurechtkommt.

Besonders bei den ersten Begegnungen ist es jedoch sinnvoll, lieber etwas früher aufzuhören, als zu warten, bis dein Welpe vollständig überdreht ist.

Beende eine gute Situation, bevor sie kippt.

Nach dem Besuch braucht dein Welpe Zeit zur Verarbeitung

Ist der Besuch gegangen, muss nicht direkt der nächste Spaziergang, das nächste Spiel oder eine Trainingsrunde folgen.

Gib deinem Welpen Gelegenheit, herunterzufahren und zu schlafen.

Gerade junge Hunde profitieren davon, wenn auf aufregende Phasen bewusst ruhigere Zeiten folgen.

Mehr darüber, warum Schlaf in dieser Entwicklungsphase so wichtig ist, erfährst du in unserem Beitrag Warum Welpen so viel schlafen müssen .

Warum Besuch auch die Stubenreinheit beeinflussen kann

Gerade bei aufregenden Situationen wird leicht vergessen, dass ein Welpe sich weiterhin regelmäßig lösen muss.

Zusätzlich können Aufregung und ein veränderter Tagesablauf dazu führen, dass die typischen Signale übersehen werden.

Ein Missgeschick nach Besuch bedeutet deshalb nicht, dass dein Welpe plötzlich Rückschritte macht.

Halte auch bei Besuch den gewohnten Rhythmus rund um die Stubenreinheit möglichst im Blick.

Wenn der Welpe Besucher anspringt

Ein aufgeregter Welpe, der Menschen anspringt, wird häufig zusätzlich animiert: Der Besucher lacht, spricht mit ihm, streichelt ihn oder geht in die Hocke.

Für den Hund kann dadurch genau das Verhalten interessant werden, das später niemand mehr haben möchte.

Deshalb lohnt es sich, bereits früh klare und ruhige Abläufe zu schaffen.

Dein Welpe muss nicht jeden Besucher überschwänglich begrüßen. Auch ruhige Anwesenheit kann gelernt werden.

Wenn dein Welpe Besucher anbellt oder unsicher reagiert

Bellt ein Welpe einen Besucher an, sollte nicht automatisch daraus geschlossen werden, er müsse jetzt unbedingt näher herangeführt werden, damit er „merkt, dass nichts passiert“.

Unsicherheit benötigt zunächst Abstand, Orientierung und eine verständliche Führung.

Du kannst deinem Welpen zeigen, dass du die Situation übernimmst und er sich nicht um den Besucher kümmern muss.

Zwangskontakt kann Unsicherheit dagegen verstärken.

Welpenbesuch in Stuttgart – wenn der Alltag ohnehin viele Reize bietet

Gerade Welpen, die in Stuttgart und der Region Stuttgart aufwachsen, erleben im Alltag häufig bereits viele neue Eindrücke.

Straßenverkehr, Busse und Bahnen, Fahrräder, Menschen, Geräusche, unterschiedliche Untergründe und andere Hunde können für einen jungen Hund bereits eine Menge Verarbeitung bedeuten.

Wenn dein Welpe beispielsweise morgens eine neue Umgebung kennengelernt hat, muss am Nachmittag nicht zusätzlich die gesamte Verwandtschaft kommen.

Plane neue Erfahrungen deshalb nicht isoliert, sondern betrachte immer den gesamten Tag.

In unserem Welpenkurs in Stuttgart sprechen wir genau über solche Alltagssituationen: Wie viel ist gerade sinnvoll? Wann braucht der Welpe Unterstützung? Und wann ist weniger tatsächlich mehr?

Welpenschule Stuttgart – Besuchssituationen gehören zum Alltagstraining

Bei Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir Welpenfamilien aus Stuttgart und der umliegenden Region.

Themen wie Besuch, Klingeln, Ruhe, Orientierung und der Umgang mit neuen Menschen gehören für uns genauso zur Welpenerziehung wie Leine, Rückruf oder erste Signale.

Denn Alltagstauglichkeit entsteht nicht dadurch, dass ein Welpe möglichst viele Kommandos kennt.

Sie entsteht, wenn Mensch und Hund lernen, miteinander zu kommunizieren und auch aufregende Situationen gemeinsam zu bewältigen.

Was kannst du Besuchern vorher sagen?

Nicht jeder Mensch weiß, wie schnell ein Welpe durch gut gemeinte Aufmerksamkeit überfordert werden kann.

Deshalb darfst du die Regeln bereits vor dem Besuch erklären.

Zum Beispiel:

  • „Kommt bitte ruhig rein und lasst ihn erst einmal beobachten.“
  • „Bitte ruft ihn nicht ständig zu euch.“
  • „Wenn er auf seiner Decke liegt, lassen wir ihn schlafen.“
  • „Bitte gebt ihm nicht ungefragt Leckerlis.“
  • „Wenn er Abstand möchte, respektieren wir das.“
  • „Wir halten den Besuch heute bewusst ruhig und überschaubar.“

Du musst dich nicht dafür rechtfertigen, dass du deinen Welpen schützt.

Die häufigsten Fehler bei Besuch in der Welpenzeit

Zu viele Menschen gleichzeitig

Mehrere neue Personen auf einmal können für einen frisch eingezogenen Welpen sehr viel sein.

Der Welpe wird zum Mittelpunkt

Jeder ruft, streichelt und beschäftigt ihn gleichzeitig.

Ruheplatz wird nicht respektiert

Der Hund wird selbst beim Schlafen oder Rückzug weiter angesprochen.

Besuch dauert zu lange

Die Begegnung wird erst beendet, wenn der Welpe bereits völlig überdreht ist.

Jeder darf füttern

Fremde Menschen werden unnötig über Futter besonders interessant gemacht.

Stress wird als Freude interpretiert

Ein sehr aufgedrehter Welpe ist nicht automatisch entspannt oder glücklich.

Checkliste: Ist dein Welpe bereit für Besuch?

Frag dich vor dem Besuch:

  • Ist mein Welpe inzwischen etwas in seinem neuen Zuhause angekommen?
  • Kann er dort bereits schlafen und zur Ruhe kommen?
  • War der heutige Tag bisher eher ruhig?
  • Kommt nur eine überschaubare Anzahl an Personen?
  • Können die Besucher meine Regeln respektieren?
  • Hat mein Welpe einen ungestörten Rückzugsort?
  • Kann ich die Begegnung jederzeit beenden?
  • Bleibt anschließend ausreichend Zeit für Ruhe?

FAQ – häufige Fragen zu Besuch beim Welpen

Wann darf ein Welpe nach dem Einzug Besuch bekommen?

Dafür gibt es keine feste Anzahl an Tagen. In den ersten Tagen ist häufig ein ruhiger Alltag sinnvoll. Sobald dein Welpe zunehmend ankommt, Ruhe findet und neue Eindrücke gut verarbeiten kann, kann ein erster kurzer und ruhiger Besuch passend sein.

Sollte ein Welpe die ersten 14 Tage gar keinen Besuch bekommen?

Eine starre 14-Tage-Regel ist nicht für jeden Welpen notwendig. Entscheidend sind Persönlichkeit, bisherige Erfahrungen, Belastbarkeit und die Art des Besuchs. Ein ruhiger einzelner Besucher kann etwas völlig anderes bedeuten als eine große Familienfeier.

Wie viele Besucher sind für einen Welpen sinnvoll?

Für die ersten Kontakte sind einzelne ruhige Personen meist leichter zu verarbeiten als mehrere Menschen gleichzeitig. Eine feste Höchstzahl gibt es nicht. Beobachte deinen Hund und gestalte die Situation überschaubar.

Wie lange sollte Besuch beim Welpen bleiben?

Nicht allein die Minuten entscheiden, sondern die Intensität der Begegnung. Gerade am Anfang ist es sinnvoll, einen Besuch lieber etwas früher zu beenden, bevor dein Welpe deutlich überdreht oder erschöpft ist.

Darf Besuch meinen Welpen sofort streicheln?

Der Welpe sollte nicht bedrängt oder zum Kontakt gezwungen werden. Oft ist es angenehmer, wenn Besucher zunächst ruhig ankommen und den Hund nicht sofort anfassen. Kontakt kann anschließend in Ruhe entstehen.

Sollten Besucher meinem Welpen Leckerlis geben?

Das ist nicht notwendig. Ein Welpe muss fremde Menschen nicht über Futter kennenlernen. Eine ruhige und respektvolle Begegnung kann ebenfalls eine positive Erfahrung sein.

Was mache ich, wenn mein Welpe bei Besuch völlig aufdreht?

Reduziere die Intensität der Situation. Begrenze Kontakt, schaffe Abstand und ermögliche deinem Welpen Ruhe. Prüfe außerdem, ob der Tag insgesamt bereits sehr reizreich war.

Was mache ich, wenn mein Welpe Besucher anbellt?

Dränge ihn nicht zum Kontakt. Gib ihm Abstand und übernimm selbst die Situation. Dein Welpe soll erleben, dass er sich nicht um den Besucher kümmern muss und Orientierung bei dir finden kann.

Wie erkenne ich Stress beim Welpen während eines Besuchs?

Mögliche Anzeichen können unter anderem starkes Hecheln, Unruhe, Rückzug, Winseln, starkes Hochdrehen, vermehrtes Beißen oder Schwierigkeiten beim anschließenden Einschlafen sein. Entscheidend ist immer das Gesamtbild.

Sollte mein Welpe Besucher draußen kennenlernen?

Das kann bei manchen Welpen sinnvoll sein, ist aber keine allgemeine Regel. Entscheidend ist, welche Umgebung für deinen Hund gerade weniger belastend und leichter zu bewältigen ist.

Wie sollte Besuch nach der Fichtlmeier-Methode gestaltet werden?

Im Mittelpunkt stehen Orientierung, verständliche Kommunikation und Führung. Der Welpe muss die Situation nicht selbst regeln. Sein Mensch übernimmt Verantwortung, gestaltet Kontakt und Abstand und sorgt dafür, dass Ruhe möglich bleibt.

Darf mein Welpe bei Besuch auf seinem Ruheplatz bleiben?

Ja. Dein Welpe muss Besucher nicht permanent begrüßen oder unterhalten. Ein Ruheplatz sollte respektiert werden, damit dein Hund lernen kann, auch bei Anwesenheit anderer Menschen zu entspannen.

Wie lange dauert die Eingewöhnung eines Welpen?

Die Eingewöhnung ist individuell. Manche Welpen wirken bereits nach wenigen Tagen deutlich sicherer, andere brauchen erheblich länger. Entscheidend sind Persönlichkeit, Vorgeschichte, Umfeld und die Gestaltung des neuen Alltags.

Fazit: Besuch darf kommen – aber dein Welpe muss ihn nicht bewältigen

Neue Menschen kennenzulernen gehört zum Leben eines Welpen dazu. Doch Sozialisation bedeutet nicht, möglichst früh möglichst viele Besucher einzuladen.

Entscheidend ist, wie dein Welpe die Begegnung erlebt.

Ein ruhiger Besucher, der deinen Hund zunächst einfach wahrnimmt, kann wesentlich wertvoller sein als fünf Menschen, die ihn gleichzeitig rufen, streicheln und beschäftigen möchten.

Nach der Fichtlmeier-Methode darfst du gerade in solchen Situationen Verantwortung übernehmen. Dein Welpe muss fremde Menschen nicht selbst einordnen, begrüßen oder kontrollieren.

Du entscheidest, wie viel Kontakt sinnvoll ist, wann dein Hund Abstand braucht und wann die Situation beendet wird.

So entsteht eine wichtige Erfahrung: Mein Mensch nimmt mich wahr, schützt meinen Raum und gibt mir Orientierung.

Genau diese Sicherheit bildet eine wertvolle Grundlage für spätere Besuchssituationen und einen entspannten gemeinsamen Alltag.

Du möchtest deinen Welpen auch bei Besuch ruhig und sicher begleiten?

Besuch, Ruhe, Orientierung und Alltagssituationen gehören von Anfang an zu einer guten Welpenerziehung.

Im Welpenkurs von Pfotenliebe Stuttgart lernst du, die Körpersprache deines Welpen besser zu verstehen, ihm klare Orientierung zu geben und Alltagssituationen ruhig zu gestalten.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen bei uns Kommunikation, Vertrauen, Führung und die Beziehung zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt.

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