Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Welpencheck Tierarzt
- Isabel Scheu
- 12.04.2026
- Welpengesundheit & Pflege
Welpen-Check beim Tierarzt – Untersuchung, Vorsorge & richtige Vorbereitung
Der erste Tierarztbesuch mit deinem Welpen steht an – und vielleicht fragst du dich, was dort eigentlich alles untersucht wird. Wird dein Welpe direkt geimpft? Wird der Mikrochip kontrolliert? Wie sieht es mit Entwurmung, Zähnen, Herz, Gelenken und Gewicht aus? Und vor allem: Wie kannst du deinen jungen Hund so auf den Termin vorbereiten, dass die neue Situation möglichst ruhig abläuft?
Gerade in den ersten Lebensmonaten sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen wichtig. Viele Welpen wurden bereits vor der Abgabe untersucht, geimpft, entwurmt oder gekennzeichnet. Nach dem Einzug lohnt sich trotzdem ein Termin in der Tierarztpraxis, die deinen Hund künftig begleiten soll.
Dabei geht es nicht nur um Impfungen. Beim Welpen-Check kann sich die Tierärztin oder der Tierarzt einen umfassenden Eindruck vom Gesundheitszustand, Wachstum und Entwicklungsstand deines Welpen verschaffen und mit dir einen individuellen Vorsorgeplan besprechen.
Auch aus Sicht der Welpenerziehung ist dieser Termin wichtig. Untersuchungen, Berührungen, fremde Räume und unbekannte Menschen gehören zum späteren Hundeleben. Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Deshalb steht auch hier im Mittelpunkt, deinem Welpen durch ruhige Kommunikation, Orientierung und klare Begleitung Sicherheit zu vermitteln.
In diesem Ratgeber erfährst du, was beim ersten Tierarztbesuch eines Welpen untersucht wird, welche Unterlagen du mitbringen solltest, wie Impfungen, Entwurmung und Mikrochip eingeordnet werden und wie du deinen Welpen auf Untersuchungen und Körperhandling vorbereiten kannst.
Was wird beim ersten Tierarztbesuch eines Welpen gemacht? Bei einem Welpen-Check wird der junge Hund in der Regel allgemein untersucht. Dazu können Herz und Lunge, Augen und Ohren, Maul und Zähne, Haut und Fell, Bauchraum, Bewegungsapparat, Körpergewicht und äußerlich erkennbare Auffälligkeiten gehören. Zusätzlich werden vorhandene Unterlagen und der Impfstatus kontrolliert sowie Themen wie Impfungen, Entwurmung, Parasitenvorsorge, Mikrochip, Ernährung und weitere Gesundheitsvorsorge besprochen.
Wann sollte ein Welpe nach dem Einzug zum Tierarzt?
Viele Welpen wurden bereits bei der Züchterin oder beim Züchter tierärztlich untersucht. Trotzdem ist es sinnvoll, deinen Welpen nach dem Einzug zeitnah in der Tierarztpraxis vorzustellen, die ihn künftig betreuen soll.
Dabei muss nicht zwangsläufig sofort eine Behandlung notwendig sein. Ein erster Termin bietet die Möglichkeit, vorhandene Unterlagen zu prüfen, deinen Welpen kennenzulernen und offene Fragen zu klären.
Bestehen bereits Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen, Husten, ausgeprägte Müdigkeit, Schmerzen, Fieber, auffällige Atemgeräusche oder eine deutliche Futterverweigerung, sollte selbstverständlich nicht auf einen regulären Vorsorgetermin gewartet werden.
Was solltest du zum ersten Tierarztbesuch mitbringen?
Je vollständiger die bisherigen Informationen sind, desto leichter kann die Praxis beurteilen, welche Vorsorgemaßnahmen bereits erfolgt sind.
- Impfpass oder EU-Heimtierausweis
- Unterlagen der Züchterin, des Züchters oder Vorbesitzers
- Informationen über bisherige Impfungen
- Informationen über bisherige Entwurmungen
- gegebenenfalls Mikrochipnummer
- Informationen über bisheriges Futter und Fütterungsmenge
- vorhandene Labor- oder Untersuchungsergebnisse
- eine Liste mit deinen Fragen
- bei aktuellen Beschwerden gegebenenfalls Fotos, Videos oder weitere Informationen zum Verlauf
Was wird beim Welpen-Check untersucht?
Welche Untersuchungen im Einzelnen notwendig sind, entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt. Typischerweise verschafft sich die Praxis zunächst einen allgemeinen Eindruck vom Welpen und seinem Entwicklungsstand.
Allgemeinzustand
Verhalten, Körperhaltung, Ernährungszustand und Gewicht können erste Hinweise auf den Gesundheitszustand geben.
Herz und Lunge
Herz und Lunge werden abgehört. Dabei können beispielsweise auffällige Herz- oder Atemgeräusche auffallen.
Augen und Ohren
Augen und Ohren werden auf sichtbare Auffälligkeiten, Entzündungen oder ungewöhnliche Veränderungen kontrolliert.
Maul und Zähne
Die Milchzähne , Zahnstellung, Maulhöhle und Zahnfleisch können beurteilt werden.
Haut und Fell
Haut und Fell können Hinweise auf Parasiten, Hauterkrankungen oder andere gesundheitliche Auffälligkeiten geben.
Bauchraum
Der Bauch wird vorsichtig untersucht beziehungsweise abgetastet, um mögliche Auffälligkeiten zu erkennen.
Bewegungsapparat
Je nach Untersuchung werden Gangbild, Gliedmaßen, Gelenke und Beweglichkeit mitbeurteilt.
Nabel und äußere Entwicklung
Auch Nabelregion und weitere äußerlich erkennbare Entwicklungsmerkmale können kontrolliert werden.
Gewicht und Wachstum beim Welpen kontrollieren
Zum Welpen-Check gehört häufig auch die Gewichtskontrolle. Gerade während des Wachstums ist es sinnvoll, die Entwicklung regelmäßig zu beobachten.
Dabei gibt es nicht ein einziges Idealgewicht, das für alle Welpen eines bestimmten Alters gilt. Rasse, erwartete Endgröße, Geschlecht, Körperbau und individuelle Entwicklung spielen eine wichtige Rolle.
Besonders bei größeren Hunderassen ist ein kontrolliertes Wachstum wichtig. Deshalb bietet der Termin auch Gelegenheit, Futtermenge und Zusammensetzung der Ernährung mit der Tierarztpraxis zu besprechen.
Impfstatus beim Welpen kontrollieren
Beim ersten Termin sollte der vorhandene Impfpass gemeinsam überprüft werden. Welche Impfungen bereits erfolgt sind und wann weitere Impfungen anstehen, hängt vom Alter und bisherigen Impfstatus ab.
Nach der aktuellen Impfempfehlung spielen beim Hund insbesondere die Core-Impfungen gegen Staupe, Parvovirose und Leptospirose eine wichtige Rolle.
Weitere Impfungen werden anhand des individuellen Risikos, der Lebensweise und beispielsweise geplanter Reisen beurteilt.
Einen ausführlichen Überblick zu Grundimmunisierung, Impfzeitpunkten und Tollwut findest du in unserem Beitrag über Impfungen beim Hund .
Nach einer Impfung darf der restliche Tag bewusst ruhig gestaltet werden. Dein Welpe braucht nicht unmittelbar danach noch Hundekontakte, einen langen Spaziergang oder weitere große Erlebnisse. Warum Ruhe gerade in der Welpenzeit wichtig ist , erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber.
Entwurmung beim Welpen – was wird beim Tierarzt besprochen?
Würmer spielen bei Welpen eine besondere Rolle. Welpen können sich bereits vor der Geburt und später über die Muttermilch mit Spulwürmern infizieren.
Deshalb beginnt die Entwurmung nicht erst nach dem Einzug in das neue Zuhause. Nach den Empfehlungen von ESCCAP sollen Hundewelpen erstmals im Alter von etwa zwei Wochen gegen Spulwürmer behandelt werden.
Anschließend wird die Behandlung im Abstand von zwei Wochen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt. Dieses Vorgehen wird auch als 2-2-2-Schema bezeichnet.
Danach sollte die Parasitenvorsorge an das individuelle Risiko des Hundes angepasst werden. Haltung, Ernährung, Freilauf, Kontakt zu anderen Tieren und das Fressen von Beutetieren oder Kot können beispielsweise Einfluss auf das Risiko haben.
Deshalb ist die pauschale Aussage „Jeder Hund braucht immer im gleichen Abstand eine Wurmkur“ zu einfach. Tierärztliche Beratung und gegebenenfalls Kotuntersuchungen können helfen, eine passende Strategie festzulegen.
Mikrochip beim Welpen – Kennzeichnung und Registrierung
Ein Mikrochip dient der eindeutigen Identifikation deines Hundes. Dabei wird ein kleiner Transponder unter die Haut eingesetzt, dessen individuelle Nummer mit einem Lesegerät ausgelesen werden kann.
Besonders wichtig ist der Mikrochip bei grenzüberschreitenden Reisen. Für reguläre Reisen mit einem Hund innerhalb der EU muss das Tier entsprechend den geltenden Vorschriften identifiziert sein.
Soll eine Tollwutimpfung für den Reiseverkehr gültig sein, muss die Kennzeichnung grundsätzlich vor der entsprechenden Tollwutimpfung erfolgt sein.
Wichtig: Ein Mikrochip enthält nicht automatisch deine Kontaktdaten. Auf ihm ist eine Identifikationsnummer gespeichert. Damit ein entlaufener Hund leichter seinem Halter zugeordnet werden kann, sollte diese Nummer zusätzlich bei einem Haustierregister hinterlegt werden.
Warum sollte die Chipnummer beim Tierarzt kontrolliert werden?
Ist dein Welpe bereits gechippt, kann die Praxis die Nummer mit einem Lesegerät kontrollieren und mit den vorhandenen Unterlagen vergleichen.
Das ist besonders nach dem Einzug sinnvoll. So kannst du überprüfen, ob die im Impfpass oder Heimtierausweis eingetragene Nummer tatsächlich mit dem implantierten Mikrochip übereinstimmt.
Auch die Registrierung solltest du anschließend kontrollieren: Sind Name, Anschrift und Telefonnummer aktuell? Nur dann kann die Registrierung im Ernstfall ihren Zweck erfüllen.
Parasitenvorsorge beim Welpen
Neben Würmern können auch andere Parasiten beim Welpen eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Flöhe, Zecken oder je nach Situation weitere Parasiten.
Welche Vorsorge sinnvoll ist, hängt von Jahreszeit, Wohnregion, Alter, Gewicht, Lebensweise und individuellem Risiko ab.
Verwende deshalb gerade bei einem jungen Hund nicht einfach irgendein Präparat auf eigene Faust. Lass dir erklären, welche Produkte für Alter und Gewicht deines Welpen geeignet sind und in welchen Abständen sie angewendet werden.
Milchzähne und Zahnwechsel beim Welpen kontrollieren
Beim Welpen-Check lohnt sich auch ein Blick ins Maul. Zahnstellung, Milchzähne, Zahnfleisch und allgemeine Entwicklung können kontrolliert werden.
Später während des Zahnwechsels sollte außerdem beobachtet werden, ob die Milchzähne wie vorgesehen ausfallen. Bleibt ein Milchzahn erhalten, obwohl der bleibende Zahn bereits durchbricht, sollte dies tierärztlich beurteilt werden.
Mehr zu diesem Thema findest du unter Milchzähne beim Welpen .
Wie kannst du deinen Welpen auf den Tierarztbesuch vorbereiten?
Vorbereitung bedeutet nicht, jede einzelne Untersuchung zu Hause vollständig nachzustellen. Viel hilfreicher ist es, deinem Welpen einige grundlegende Berührungen und Abläufe vertraut zu machen.
- ruhige Berührungen an Kopf und Körper
- kurzes Anheben der Lefzen
- Ohren vorsichtig anschauen
- Pfoten und Beine kurz berühren
- Bauch und Brustkorb sanft anfassen
- kurzes ruhiges Stehen oder Sitzen auf einer rutschfesten Fläche
- Transportbox oder Autofahrt vorab in kleinen Schritten kennenlernen
Dabei geht es nicht darum, deinen Welpen festzuhalten, bis er „aufgibt“. Kurze und verständliche Erfahrungen sind gerade im Welpenalter sinnvoller als langes Durchhalten.
Körperhandling beim Welpen – eine wichtige Alltagsgrundlage
Tierärztliche Untersuchungen sind nur ein Grund, warum Körperhandling wichtig ist. Auch später müssen möglicherweise Zähne kontrolliert, Ohren untersucht, Pfoten versorgt oder Medikamente gegeben werden.
Deshalb lohnt es sich, solche Berührungen bereits früh in den normalen Alltag einzubauen.
Dein Welpe soll dabei lernen: Berührungen können klar, ruhig und vorhersehbar sein.
Die frühzeitige Gewöhnung an Zahnpflege ist beispielsweise ebenfalls ein sinnvoller Bestandteil dieses Körperhandlings.
Tierarztbesuch nach Fichtlmeier – Orientierung statt hektischer Ablenkung
Auch beim Tierarzt steht in unserer Arbeit nach Anton Fichtlmeier die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt.
Dein Welpe muss eine ungewohnte Untersuchung nicht toll finden. Er darf wahrnehmen, dass ihm eine Situation fremd ist. Gleichzeitig kannst du ihm zeigen, dass du ruhig bleibst, die Situation einschätzt und ihn verständlich begleitest.
Das bedeutet nicht, jeden Moment mit Futter oder Spiel abzulenken. Ebenso wenig bedeutet es, Unsicherheit zu ignorieren.
Viel wichtiger ist: Du bleibst ansprechbar, klar und ruhig. Dein Welpe erlebt dich als Orientierungspunkt und lernt, dass auch ungewohnte Situationen gemeinsam bewältigt werden können.
Wartezimmer mit Welpe – nicht jeder Hundekontakt ist notwendig
Gerade im Wartezimmer treffen häufig mehrere Hunde auf engem Raum zusammen. Für einen Welpen kann das gleichzeitig aufregend und überfordernd sein.
Dein Welpe muss dort nicht jeden Hund begrüßen. Ein Tierarztbesuch bietet bereits genügend neue Eindrücke.
Halte deshalb ausreichend Abstand und verhindere unkontrollierten Leinenkontakt. Je nach Praxis und Situation kann es sinnvoll sein, draußen oder im Auto zu warten, bis ihr aufgerufen werdet.
Achte dabei natürlich immer auf Temperatur und Sicherheit – ein Hund darf insbesondere bei Wärme niemals unbeaufsichtigt in einem sich aufheizenden Fahrzeug warten.
Auf dem Untersuchungstisch – Sicherheit geht vor
Untersuchungstische können für einen Welpen ungewohnt und rutschig wirken. Bleibe deshalb aufmerksam und verhindere, dass dein junger Hund vom Tisch springen kann.
Die Tierarztpraxis wird dir sagen, wie du während der Untersuchung unterstützen kannst. Folge diesen Anweisungen und versuche nicht, deinen Welpen gleichzeitig eigenständig in eine bestimmte Position zu bringen.
Je ruhiger und eindeutiger die Situation für alle Beteiligten ist, desto leichter kann die Untersuchung ablaufen.
Nach dem Tierarztbesuch – Ruhe statt vollem Tagesprogramm
Auch wenn beim Termin medizinisch nichts Besonderes passiert, kann dein Welpe viele neue Eindrücke verarbeitet haben: Autofahrt, Wartezimmer, fremde Gerüche, andere Tiere, Berührungen und eine unbekannte Umgebung.
Plane deshalb anschließend nicht automatisch den nächsten großen Programmpunkt.
Ein vertrauter Spazierweg, die Möglichkeit sich zu lösen und anschließend ausreichend Ruhe können vollkommen genügen.
Mehr dazu findest du unter Ruhe statt Stress beim Welpen .
Erster Tierarztbesuch mit Welpe in Stuttgart
Wenn dein Welpe in Stuttgart aufwächst, gehören Tierarztbesuche ebenso zu seinem Alltag wie Straßenverkehr, Hundebegegnungen oder verschiedene Umweltreize.
Gerade in einer Stadt kann bereits die Anfahrt zur Praxis eine Herausforderung darstellen: Autofahrt, Straßenbahn, Verkehr, Menschen und anschließend das Wartezimmer ergeben schnell viele neue Eindrücke an einem einzigen Tag.
Deshalb lohnt es sich, den Termin nicht mit weiteren großen Erlebnissen zu kombinieren. Der Tierarztbesuch darf für diesen Tag bereits eine ausreichende neue Erfahrung sein.
Im Welpentraining bei Pfotenliebe Stuttgart sprechen wir deshalb nicht nur über klassische Trainingsinhalte, sondern auch darüber, wie du Alltagssituationen sinnvoll vorbereitest, deinen Welpen beobachtest und Überforderung vermeidest.
Checkliste: Erster Tierarztbesuch mit Welpe
- Termin möglichst ohne unnötigen Zeitdruck planen
- Impfpass oder EU-Heimtierausweis mitnehmen
- Unterlagen von Züchter oder Vorbesitzer einpacken
- bisherige Impfungen und Entwurmungen kennen
- Fragen vor dem Termin notieren
- Welpen vorher ausreichend ruhen lassen
- Körperhandling bereits zu Hause kleinschrittig üben
- im Wartezimmer Abstand zu fremden Hunden halten
- auf dem Untersuchungstisch besonders auf Sicherheit achten
- nach dem Termin ausreichend Ruhe einplanen
- medizinische Empfehlungen der Tierarztpraxis dokumentieren
FAQ – häufige Fragen zum ersten Tierarztbesuch mit Welpe
Wann sollte ein Welpe nach dem Einzug zum Tierarzt?
Viele Welpen wurden bereits vor der Abgabe untersucht. Trotzdem ist es sinnvoll, den Welpen nach dem Einzug zeitnah in der künftig behandelnden Tierarztpraxis vorzustellen. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte selbstverständlich früher tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Was wird beim Welpen-Check untersucht?
Je nach individuellem Hund werden unter anderem Allgemeinzustand, Herz und Lunge, Augen, Ohren, Maul und Zähne, Haut und Fell, Bauchraum und Bewegungsapparat untersucht. Zusätzlich werden Gewicht, Entwicklung und bisherige Gesundheitsvorsorge besprochen.
Muss mein Welpe beim ersten Tierarztbesuch geimpft werden?
Nein, nicht automatisch. Ob eine Impfung an diesem Termin vorgesehen ist, richtet sich nach Alter, Gesundheitszustand, vorhandenem Impfstatus und dem individuellen Impfplan.
Wie oft muss ein Welpe entwurmt werden?
ESCCAP empfiehlt bei Hundewelpen die erste Behandlung gegen Spulwürmer im Alter von zwei Wochen. Anschließend wird sie in Zwei-Wochen-Abständen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch wiederholt. Danach richtet sich die weitere Strategie nach dem individuellen Infektionsrisiko.
Wird ein Welpe beim ersten Tierarztbesuch gechippt?
Das hängt davon ab, ob dein Welpe bereits einen Mikrochip besitzt. Viele Welpen werden bereits vor der Abgabe gekennzeichnet. Ist das noch nicht erfolgt, kannst du mit der Tierarztpraxis besprechen, wann die Kennzeichnung sinnvoll vorgenommen wird.
Muss ein Hund für Reisen in der EU gechippt sein?
Für reguläre Reisen mit einem Hund innerhalb der EU muss das Tier entsprechend den geltenden Vorschriften identifiziert sein. Für die Gültigkeit einer Tollwutimpfung im Reiseverkehr muss die Kennzeichnung grundsätzlich vor der Impfung erfolgt sein. Zusätzlich wird für Reisen ein gültiger EU-Heimtierausweis benötigt.
Was sollte ich zum ersten Tierarztbesuch mitbringen?
Wichtig sind Impfpass beziehungsweise Heimtierausweis, vorhandene Gesundheitsunterlagen, Informationen über Impfungen und Entwurmungen sowie gegebenenfalls die Mikrochipnummer. Eine vorbereitete Liste deiner Fragen kann ebenfalls hilfreich sein.
Wie kann ich meinen Welpen auf den Tierarzt vorbereiten?
Übe zu Hause kurze und ruhige Berührungen an Pfoten, Ohren, Maul und Körper. Auch Autofahren beziehungsweise eine Transportbox können vorab kleinschrittig kennengelernt werden. Vermeide es, deinen Welpen bei diesen Übungen unnötig festzuhalten oder zu überfordern.
Wie lange dauert ein Welpen-Check?
Die Dauer ist abhängig von Praxis, Untersuchungsumfang und individuellen Fragen. Plane deshalb nicht mit einer festen Minutenzahl und berücksichtige zusätzlich mögliche Wartezeit. Wichtiger als Schnelligkeit ist eine gründliche Untersuchung.
Was kostet ein Welpen-Check beim Tierarzt?
Die Kosten hängen davon ab, welche tierärztlichen Leistungen tatsächlich erbracht werden – beispielsweise allgemeine Untersuchung, Impfung, Mikrochip oder weitere Diagnostik. Wenn du vorab eine Einschätzung möchtest, kannst du direkt bei deiner Tierarztpraxis nachfragen.
Fazit: Der Welpen-Check verbindet Gesundheitsvorsorge und wichtige Alltagserfahrung
Der erste Tierarztbesuch mit deinem Welpen ist weit mehr als ein Termin für eine Impfung. Er bietet die Möglichkeit, den allgemeinen Gesundheitszustand, Wachstum und bisherigen Vorsorgestatus zu überprüfen und einen individuellen Plan für die kommenden Monate zu erstellen.
Gleichzeitig sammelt dein Welpe eine wichtige Alltagserfahrung. Fremde Menschen berühren ihn, sein Maul wird untersucht, vielleicht werden Herz und Lunge abgehört oder ein Mikrochip gelesen.
Du musst daraus kein großes Trainingsprogramm machen. Bereite einige Berührungen in Ruhe vor, vermeide unnötige Reize rund um den Termin und begleite deinen Welpen klar und selbstverständlich.
Dein Welpe soll nicht lernen, dass beim Tierarzt immer alles angenehm ist. Er soll lernen, dass er auch in ungewohnten Situationen Orientierung bei seinem Menschen finden kann.
Du möchtest deinen Welpen sicher durch die ersten Alltagssituationen begleiten?
Tierarztbesuche, Körperhandling, Autofahren und neue Umgebungen gehören genauso zur Welpenzeit wie Rückruf oder Leinenführung. Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, deinen Welpen besser zu verstehen und ihm auch in unbekannten Situationen Orientierung zu geben.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart arbeiten wir mit verständlicher Kommunikation, Körpersprache, Vertrauen und klarer Führung.
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Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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