Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Tierarztbesuch Welpe
- Isabel Scheu
- 11.04.2026
- Welpengesundheit & Pflege
Tierarztbesuch mit Welpe – so wird der erste Termin möglichst stressfrei
Der erste Tierarztbesuch mit deinem Welpen steht an – und vielleicht bist du selbst mindestens genauso aufgeregt wie dein Hund. Neue Gerüche, fremde Menschen, andere Tiere, ungewohnte Berührungen und eine völlig neue Umgebung können für einen jungen Hund eine große Herausforderung sein.
Gerade in der sensiblen Welpenzeit lohnt es sich deshalb, Tierarztbesuche nicht erst dann zum Thema zu machen, wenn bereits eine Untersuchung, Impfung oder Behandlung notwendig ist.
Du kannst deinen Welpen schon zu Hause behutsam darauf vorbereiten, dass Menschen seine Pfoten anschauen, die Ohren berühren, die Lefzen anheben oder seinen Körper untersuchen. Dabei geht es nicht darum, dass dein Welpe alles widerstandslos über sich ergehen lassen muss. Viel wichtiger ist, dass er Vertrauen entwickelt und lernt, Berührungen in kleinen Schritten auszuhalten und einzuordnen.
Gerade in Stuttgart gehören Tierarztpraxis, Autofahrt, Straßenverkehr und unterschiedliche Umweltreize schnell zum normalen Alltag eines jungen Hundes. Umso hilfreicher ist es, diese Situationen frühzeitig und ohne unnötigen Druck aufzubauen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wann ein Welpe zum ersten Mal zum Tierarzt sollte, wie du ihn auf Untersuchungen vorbereitest, was Medical Training bedeutet, wie du Stresssignale erkennst und was du während und nach dem Tierarzttermin beachten solltest.
Wie wird der erste Tierarztbesuch mit einem Welpen möglichst stressfrei? Vorbereitung beginnt bereits zu Hause: Gewöhne deinen Welpen in kurzen, ruhigen Einheiten an Berührungen an Pfoten, Ohren, Maul und Körper. Plane den Termin möglichst ohne Zeitdruck, vermeide ein überfülltes Wartezimmer, nimm eine vertraute Unterlage und geeignete Belohnungen mit und gib deinem Welpen während der Untersuchung so viel Sicherheit und Kontrolle wie möglich. Nach dem Termin sollte ausreichend Ruhe folgen.
Wann sollte ein Welpe das erste Mal zum Tierarzt?
Viele Welpen wurden bereits beim Züchter tierärztlich untersucht, gechippt oder haben erste Impfungen erhalten. Trotzdem ist es sinnvoll, den Welpen nach dem Einzug zeitnah in der eigenen Tierarztpraxis vorzustellen.
Dort können vorhandene Unterlagen kontrolliert, der allgemeine Gesundheitszustand beurteilt und Impfungen sowie weitere Vorsorgemaßnahmen individuell besprochen werden.
Mehr darüber, was bei einer solchen Untersuchung geprüft werden kann, findest du in unserem Beitrag zum Welpen-Check beim Tierarzt .
Warum frühe Erfahrungen beim Tierarzt wichtig sind
Hunde lernen aus ihren Erfahrungen. Wird eine Tierarztpraxis wiederholt mit Angst, starkem Festhalten oder unangenehmen Situationen verknüpft, kann sich die Erwartung entwickeln: „Hier passiert etwas Unangenehmes.“
Umgekehrt können ruhige, kontrollierbare und möglichst positive Erfahrungen dazu beitragen, dass ein Hund zukünftige Besuche gelassener bewältigt.
Gerade beim Welpen lohnt es sich deshalb, nicht nur den medizinischen Termin zu sehen, sondern auch die Lernerfahrung, die währenddessen entsteht.
Medical Training mit Welpen – was bedeutet das?
Unter Medical Training versteht man die gezielte Vorbereitung eines Hundes auf Untersuchungen, Pflegemaßnahmen und medizinische Situationen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Pfoten anschauen und kurz festhalten
- Ohren kontrollieren
- Lefzen anheben
- Zähne anschauen
- Bauch und Beine berühren
- Körper vorsichtig abtasten
- kurz auf einer rutschfesten Unterlage stehen
- sich von einer zweiten Person berühren lassen
Wichtig ist, dass diese Übungen nicht zu einem täglichen Festhalteprogramm werden. Beginne mit sehr kurzen Berührungen, beobachte die Körpersprache deines Welpen und beende die Übung möglichst, bevor er deutlich gestresst ist.
So gewöhnst du deinen Welpen an Berührungen
Körperhandling beginnt nicht mit einer vollständigen simulierten Tierarztuntersuchung. Kleine Schritte sind meistens sinnvoller.
- kurz eine Pfote berühren
- ruhiges Verhalten bestätigen
- Übung beenden
- später die Pfote etwas länger in der Hand halten
- erst danach weitere Körperregionen einbeziehen
- Schwierigkeit nur langsam steigern
Mehr zum allgemeinen Körperhandling und zur Welpenpflege findest du ebenfalls in unserem Blog.
Pfoten, Ohren und Maul früh kennenlernen lassen
Pfoten, Ohren und Maul gehören zu den Körperbereichen, an denen viele Hunde Berührungen zunächst ungewohnt finden.
Deshalb lohnt es sich, diese Bereiche bereits im Welpenalter behutsam einzubeziehen.
Bei der Pfotenpflege kann dein Welpe beispielsweise lernen, dass eine Pfote kurz aufgenommen wird. Beim Maulhandling kann zunächst nur die Lefze für einen Moment angehoben werden.
Diese kleinen Alltagserfahrungen können später Untersuchungen deutlich erleichtern.
Kooperation statt einfach nur Aushalten
Das Ziel von Medical Training sollte nicht sein, dass dein Welpe jede Manipulation widerstandslos hinnimmt.
Sinnvoller ist, schrittweise Kooperation aufzubauen. Der Hund darf lernen, dass Berührungen vorhersehbar sind, dass ruhiges Verhalten etwas bewirkt und dass nicht jede Untersuchung endlos weitergeht.
Gerade wenn keine akute medizinische Notwendigkeit besteht, können kleine Pausen helfen, Stress nicht unnötig zu steigern.
Kann ich mit meinem Welpen die Tierarztpraxis vorher besuchen?
Manche Tierarztpraxen ermöglichen kurze Kennenlernbesuche ohne Untersuchung oder Behandlung. Wenn deine Praxis dies anbietet, kann ein solcher Termin sinnvoll sein.
Dein Welpe kann beispielsweise kurz die Praxis betreten, ein paar angenehme Erfahrungen sammeln und anschließend wieder gehen.
Wichtig ist jedoch: Ein solcher Besuch ist nur dann hilfreich, wenn die Situation tatsächlich ruhig bleibt. Ein voller Wartebereich mit mehreren aufgeregten Hunden wäre für einen jungen Welpen möglicherweise eher zusätzliche Belastung.
Stress im Wartezimmer vermeiden
Für manche Hunde ist nicht die Untersuchung selbst, sondern bereits das Wartezimmer besonders schwierig.
Fremde Hunde, Katzen, Menschen, Gerüche und Geräusche können schnell zusammenkommen.
Wenn dein Welpe unsicher ist, kannst du bereits bei der Terminvereinbarung fragen, ob es möglich ist, möglichst direkt in ein Behandlungszimmer zu gehen oder gegebenenfalls kurz außerhalb der Praxis zu warten.
Auch ausreichend Abstand zu anderen Tieren kann helfen. Dein Welpe muss im Wartezimmer keine fremden Hunde begrüßen.
Die Vorbereitung beginnt schon auf dem Weg zur Praxis
Wenn dein Welpe bereits die Autofahrt als sehr stressig empfindet, beginnt seine Belastung lange vor der Untersuchung.
Deshalb lohnt es sich, auch Autofahren mit dem Welpen schrittweise aufzubauen.
Plane genug Zeit ein, damit die Fahrt nicht hektisch wird, und sichere deinen Welpen im Fahrzeug korrekt.
Was sollte ich zum ersten Tierarztbesuch mitnehmen?
- Impfpass beziehungsweise EU-Heimtierausweis, falls vorhanden
- Unterlagen vom Züchter oder Vorbesitzer
- Informationen über bisherige Impfungen und Entwurmung
- Liste mit eigenen Fragen
- vertraute Decke oder kleine Unterlage
- geeignete Leckerlis, sofern medizinisch erlaubt
- Leine und gut sitzendes Halsband oder Geschirr
- gegebenenfalls eine sichere Transportbox
Darf ich beim Tierarzt Leckerlis einsetzen?
Wenn dein Welpe Futter gerne annimmt und aus medizinischen Gründen nichts dagegen spricht, können kleine hochwertige Leckerbissen helfen, positive Erfahrungen mit Berührungen und Umgebung aufzubauen.
Wichtig: Frage bei Untersuchungen, bei denen dein Hund nüchtern bleiben muss, vorher in der Praxis nach.
Futter ist außerdem nicht die einzige Möglichkeit. Für manche Hunde können ruhige Ansprache, Nähe oder eine kurze Pause ebenfalls hilfreich sein.
Tierarztbesuch nach Fichtlmeier – Orientierung statt hektischer Ablenkung
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Deshalb betrachten wir auch den Tierarztbesuch nicht ausschließlich als Situation, in der der Hund möglichst dauerhaft mit Futter abgelenkt werden muss.
Futter kann sinnvoll eingesetzt werden. Gleichzeitig bleibt die Beziehung zum Menschen entscheidend.
Dein Welpe soll erleben, dass du auch in einer ungewohnten Situation ruhig, klar und verlässlich bleibst. Du beobachtest seine Körpersprache, schützt ihn vor unnötiger Überforderung und übernimmst Verantwortung, wenn eine Untersuchung notwendig ist.
Kommunikation, Orientierung und Vertrauen stehen dabei vor dem bloßen „Ablenken“ des Hundes.
Muss ich beim Tierarzt besonders ruhig sein?
Dein eigenes Verhalten beeinflusst die gesamte Situation. Hektik, angespannte Bewegungen und ständiges nervöses Einreden können zusätzlich Unruhe erzeugen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Welpe Angst bekommt, nur weil du selbst einmal nervös bist.
Wichtiger ist, dass du möglichst klar handelst, die Situation nicht dramatisierst und deinem Welpen Orientierung gibst.
Mehr dazu erfährst du unter Ruhe auf den Welpen übertragen .
Darf mein Welpe beim Tierarzt Angst haben?
Ja. Angst oder Unsicherheit sind keine Ungezogenheit und müssen nicht durch Strenge unterbunden werden.
Ein Welpe kann im Behandlungsraum frieren, ausweichen, fiepen, sich klein machen, wegschauen oder versuchen, die Situation zu verlassen.
Deine Aufgabe ist nicht, ihm dieses Gefühl zu verbieten. Viel wichtiger ist, wahrzunehmen, wie stark der Stress bereits ist, und gemeinsam mit dem Praxisteam die Untersuchung so angemessen wie möglich zu gestalten.
Stresssignale beim Welpen während des Tierarztbesuchs
Nicht jeder gestresste Hund bellt oder versucht zu fliehen. Manche Signale sind deutlich subtiler.
- starkes Hecheln ohne körperliche Belastung
- ständiges Wegschauen
- eingezogene Körperhaltung
- Zittern
- Fiepen
- ständiges Ausweichen
- Erstarren beziehungsweise Einfrieren
- keine Futterannahme trotz normalerweise hoher Motivation
- Fluchtversuche
- Knurren oder defensive Reaktionen
Ein einzelnes Signal erlaubt noch keine sichere Beurteilung. Entscheidend ist immer das Gesamtbild und der jeweilige Hund.
Was tun, wenn mein Welpe beim Tierarzt zappelt?
Zappeln bedeutet zunächst, dass dein Welpe versucht, seine Position zu verändern oder der Situation auszuweichen.
Statt automatisch immer stärker festzuhalten, sollte zunächst beurteilt werden, warum dein Welpe so reagiert.
Wenn die Untersuchung medizinisch nicht sofort fortgesetzt werden muss, kann eine kurze Pause sinnvoll sein. Manchmal hilft auch eine andere Position, eine rutschfeste Unterlage oder eine veränderte Untersuchungstechnik.
Ist eine Untersuchung oder Behandlung medizinisch notwendig, kann eine sichere Fixierung selbstverständlich erforderlich sein. Diese sollte jedoch durch das Praxisteam so stressarm und fachgerecht wie möglich erfolgen.
Warum eine rutschfeste Unterlage helfen kann
Der glatte Untersuchungstisch selbst kann für manche Hunde bereits unangenehm sein.
Wenn die Pfoten wegrutschen, fühlt sich der Hund körperlich weniger sicher. Eine rutschfeste Matte oder geeignete Unterlage kann deshalb hilfreich sein.
Frage im Zweifel die Praxis, ob dein Welpe auf einer Unterlage, am Boden oder in einer anderen passenden Position untersucht werden kann.
Was braucht mein Welpe nach dem Tierarztbesuch?
Nach einem aufregenden Termin muss nicht automatisch das nächste Abenteuer folgen.
Besonders nach einer Impfung, einer unangenehmen Untersuchung oder einem längeren Aufenthalt in der Praxis kann eine ruhige Phase sinnvoll sein.
Dein Welpe darf schlafen, sich zurückziehen und den restlichen Tag ruhig verbringen.
Eine starre Regel, dass nach jedem Tierarztbesuch grundsätzlich nichts mehr stattfinden darf, ist jedoch nicht notwendig. Orientiere dich am Zustand deines Hundes und an den Empfehlungen der Tierarztpraxis.
Ruhe nach einer Impfung
Manche Welpen sind nach einer Impfung vorübergehend müder oder ruhiger als sonst.
Plane deshalb nach einem Impftermin keinen anstrengenden Tag und beobachte deinen Hund.
Bei deutlichen oder ungewöhnlichen Reaktionen, beispielsweise Atemproblemen, starkem Erbrechen, Kreislaufproblemen oder anderen schweren Beschwerden, solltest du umgehend die Tierarztpraxis kontaktieren.
Was tun, wenn der Tierarztbesuch bereits schlecht gelaufen ist?
Ein schwieriger Termin bedeutet nicht, dass dein Welpe Tierarztbesuche für immer fürchten wird.
Wichtig ist, die nächste Situation nicht einfach identisch zu wiederholen, wenn dein Hund bereits deutliche Angst zeigt.
Sprich mit deiner Tierarztpraxis über mögliche Anpassungen. Dazu können beispielsweise ruhigere Termine, kürzere Wartezeiten, ein direkter Weg ins Behandlungszimmer oder gezieltes Training zwischen den Terminen gehören.
Bei stärkerer Angst kann auch zusätzliche tierärztliche beziehungsweise verhaltenstherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
Tierarztbesuch mit Welpe in Stuttgart – Alltag früh sinnvoll vorbereiten
Gerade Welpen in Stuttgart erleben häufig bereits auf dem Weg zur Tierarztpraxis zahlreiche Reize: Verkehr, Menschen, Fahrräder, andere Hunde und unterschiedliche Geräusche.
Deshalb sollte am Tag des Tierarzttermins nicht noch zusätzlich ein umfangreiches Stadttraining geplant werden.
Je mehr dein Welpe bereits verarbeiten muss, desto schwieriger kann es ihm fallen, im Behandlungsraum noch ansprechbar zu bleiben.
Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir solche Alltagssituationen deshalb immer im Zusammenhang: Wie viel hat der Hund bereits erlebt? Wie ist seine Körpersprache? Wo braucht er Unterstützung? Und wann ist weniger tatsächlich mehr?
Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter:innen sich vor dem ersten Tierarzttermin viele Gedanken machen.
Häufig hilft bereits, Pfoten, Ohren und Maul früh in kurzen, ruhigen Alltagssituationen einzubeziehen und nicht erst am Untersuchungstag damit zu beginnen.
Gleichzeitig ist uns wichtig: Ein Welpe muss beim Tierarzt nicht perfekt funktionieren. Er darf unsicher sein. Entscheidend ist, dass sein Mensch die Situation übernimmt, seine Körpersprache wahrnimmt und gemeinsam mit dem Praxisteam einen sinnvollen Rahmen schafft.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart stehen für uns Orientierung, Körpersprache und verständliche Kommunikation im Mittelpunkt.
Checkliste: Erster Tierarztbesuch mit Welpe
- Tierarzttermin frühzeitig und ohne Zeitdruck planen
- Handling zu Hause in kleinen Schritten üben
- Pfoten, Ohren und Maul behutsam einbeziehen
- Autofahrt beziehungsweise Transport vorher kennenlernen lassen
- Unterlagen vollständig mitnehmen
- gegebenenfalls geeignete Leckerlis einpacken
- vertraute Unterlage oder Decke mitnehmen
- Abstand zu fremden Hunden im Wartebereich halten
- Körpersprache des Welpen beobachten
- bei deutlichem Stress Pausen ansprechen
- nicht unnötig stärker festhalten
- medizinisch notwendige Maßnahmen nicht aus Angst vor Stress vermeiden
- nach dem Termin ausreichend Ruhe ermöglichen
FAQ – häufige Fragen zum Tierarztbesuch mit Welpen
Wann sollte mein Welpe das erste Mal zum Tierarzt?
Viele Welpen wurden bereits beim Züchter untersucht. Nach dem Einzug ist trotzdem eine zeitnahe Vorstellung in der eigenen Tierarztpraxis sinnvoll, damit Gesundheitszustand, vorhandene Unterlagen, Impfstatus und weitere Vorsorge individuell besprochen werden können.
Wie bereite ich meinen Welpen auf den Tierarzt vor?
Übe zu Hause kurze, ruhige Berührungen an Pfoten, Ohren, Maul und Körper. Auch Transport, rutschfeste Unterlagen und das ruhige Stehen oder Liegen können schrittweise kennengelernt werden. Die Übungen sollten kurz bleiben und nicht in deutlichen Stress führen.
Was ist Medical Training beim Welpen?
Medical Training bereitet einen Hund gezielt auf Untersuchungen und Pflegemaßnahmen vor. Dazu gehören beispielsweise das Anfassen der Pfoten, das Anschauen der Ohren, das Anheben der Lefzen oder das vorsichtige Abtasten des Körpers. Ziel ist eine schrittweise Gewöhnung und möglichst gute Kooperation.
Darf mein Welpe beim Tierarzt Angst haben?
Ja. Unsicherheit oder Angst in einer unbekannten Praxis sind keine Ungezogenheit. Beobachte die Körpersprache deines Welpen und sprich starke Stressreaktionen offen mit dem Praxisteam an.
Soll ich Leckerlis zum Tierarzt mitnehmen?
Wenn dein Welpe Futter gerne annimmt und keine medizinischen Gründe dagegensprechen, können kleine Leckerlis bei positiven Verknüpfungen helfen. Bei Untersuchungen oder Eingriffen, für die dein Hund nüchtern sein muss, solltest du vorher die Praxis fragen.
Was mache ich, wenn mein Welpe beim Tierarzt zappelt?
Zappeln kann ein Zeichen dafür sein, dass dein Welpe ausweichen möchte oder sich unsicher fühlt. Wenn medizinisch möglich, können eine kurze Pause, eine andere Position oder eine rutschfeste Unterlage helfen. Ist eine sichere Fixierung notwendig, sollte sie fachgerecht und möglichst stressarm durch das Praxisteam erfolgen.
Sollte ich meinen Welpen beim Tierarzt festhalten?
Eine Untersuchung kann natürlich erfordern, dass ein Welpe sicher gehalten wird. Starkes oder unnötiges Festhalten sollte jedoch nicht automatisch die erste Reaktion auf Unsicherheit sein. Lass dir vom Praxisteam zeigen, wie dein Hund in der jeweiligen Situation sicher und möglichst stressarm gehalten werden kann.
Wie erkenne ich Stress beim Tierarzt?
Mögliche Hinweise sind Zittern, starkes Hecheln, Fiepen, Ausweichen, Erstarren, Fluchtversuche oder eine deutlich veränderte Körpersprache. Einzelne Signale müssen immer im Zusammenhang betrachtet werden.
Was braucht mein Welpe nach dem Tierarztbesuch?
Nach einem anstrengenden oder aufregenden Termin ist eine ruhige Phase meist sinnvoll. Lass deinen Welpen schlafen und verarbeiten und orientiere dich zusätzlich an den Empfehlungen der Tierarztpraxis, insbesondere nach Impfungen oder Behandlungen.
Was tun, wenn mein Welpe schon Angst vor dem Tierarzt hat?
Wiederhole belastende Situationen nicht einfach unverändert. Sprich mit der Praxis über ruhigere Termine, kürzere Wartezeiten oder andere Untersuchungsabläufe und baue parallel kleinschrittiges Medical Training auf. Bei stärkerer Angst kann weitere professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Fazit: Ein guter Tierarztbesuch beginnt lange vor dem Behandlungstisch
Der erste Tierarztbesuch deines Welpen muss nicht perfekt sein. Er darf neugierig, vorsichtig, aufgeregt oder auch unsicher reagieren.
Entscheidend ist, dass du ihn früh auf Berührungen und Untersuchungen vorbereitest, seine Körpersprache ernst nimmst und gemeinsam mit der Tierarztpraxis einen möglichst ruhigen und sicheren Rahmen schaffst.
Dabei geht es nicht darum, dass dein Welpe alles klaglos hinnimmt. Ebenso wenig müssen medizinisch notwendige Maßnahmen vermieden werden, nur weil sie unangenehm sein könnten.
Gute Vorbereitung bedeutet: Kooperation aufbauen, unnötigen Stress vermeiden und gleichzeitig Verantwortung für die Gesundheit des Hundes übernehmen.
Je häufiger dein Welpe erlebt, dass du auch in ungewohnten Situationen ruhig, verlässlich und verständlich bleibst, desto besser kann daraus Orientierung entstehen.
Du möchtest deinen Welpen sicher auf Alltag und Tierarzt vorbereiten?
Körperhandling, Ruhe, Orientierung und der Umgang mit neuen Situationen gehören zu den wichtigen Themen der ersten Monate. Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, die Körpersprache deines Welpen besser zu verstehen und ihn verständlich durch den Alltag zu begleiten.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart legen wir besonderen Wert auf Orientierung, klare Kommunikation und einen vertrauensvollen Umgang zwischen Mensch und Hund.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
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