Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Stubenrein werden
- Isabel Scheu
- 02.04.2026
- Welpenerziehung & Training
Stubenrein werden beim Welpen – so klappt es entspannt und ohne Druck
Einmal kurz nicht aufgepasst – und schon ist es passiert: eine kleine Pfütze auf dem Teppich oder ein Häufchen mitten in der Wohnung. Fast alle Welpenhalter:innen kennen diese Situationen.
Besonders in den ersten Tagen nach dem Einzug fragen sich viele: Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein? Wie oft muss ein Welpe raus? Und wie lange dauert es eigentlich, bis ein Welpe zuverlässig stubenrein ist?
Die wichtigste Nachricht zuerst: Stubenreinheit ist ein Entwicklungs- und Lernprozess . Dein Welpe macht nicht absichtlich in die Wohnung und möchte dich damit weder ärgern noch deine Grenzen austesten.
Er muss zunächst körperlich dazu in der Lage sein, Blase und Darm zunehmend zu kontrollieren. Gleichzeitig muss er lernen, wo er sich lösen soll und wie er dir rechtzeitig zeigen kann, dass er nach draußen muss.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie du deinen Welpen Schritt für Schritt beim Stubenreinwerden unterstützt, wann du mit ihm nach draußen solltest, welche Signale darauf hindeuten, dass er sich lösen muss und warum Missgeschicke vollkommen normal sind.
Wie wird ein Welpe stubenrein? Ein Welpe wird stubenrein, indem er regelmäßig und besonders nach dem Schlafen, Fressen, Trinken und Spielen die Möglichkeit bekommt, sich draußen zu lösen. Feste Abläufe, aufmerksame Beobachtung und ruhige Bestätigung helfen ihm dabei zu verstehen, wo sein Löseplatz ist. Missgeschicke werden kommentarlos beseitigt. Schimpfen oder Bestrafen ist weder notwendig noch hilfreich.
Warum ist mein Welpe noch nicht stubenrein?
Dein Welpe zieht bei dir ein und muss innerhalb kürzester Zeit unglaublich viel Neues verarbeiten: neue Menschen, eine neue Umgebung, andere Geräusche, neue Gerüche und einen vollkommen veränderten Tagesablauf.
Gleichzeitig befindet sich auch sein Körper noch mitten in der Entwicklung. Die zuverlässige Kontrolle über Blase und Darm entwickelt sich erst nach und nach.
Ein junger Welpe kann deshalb nicht einfach beschließen: „Ich halte jetzt noch eine Stunde durch.“ Ist die Blase voll, muss es häufig sehr schnell gehen.
Ein Missgeschick ist deshalb kein Ungehorsam, sondern meistens eine Kombination aus körperlicher Entwicklung, fehlendem Timing und einem Menschen, der das Signal vielleicht noch nicht erkannt hat.
Wie oft muss ein Welpe raus?
Eine pauschale Zeitangabe für alle Welpen gibt es nicht. Alter, Größe, Aktivität, Trinkmenge, Fütterung und individuelle Entwicklung beeinflussen, wie häufig sich ein Welpe lösen muss.
In der ersten Zeit solltest du deshalb weniger auf die Uhr und stärker auf bestimmte Situationen achten.
- direkt nach dem Aufwachen – auch nach kurzen Nickerchen
- nach dem Fressen
- nach größerem Trinken
- nach dem Spielen und Toben
- nach aufregenden Situationen
- vor einer längeren Ruhephase
- vor dem Schlafengehen
- zusätzlich immer dann, wenn dein Welpe entsprechende Signale zeigt
Gerade bei sehr jungen Welpen können zwischen diesen Situationen zusätzliche kurze Toilettengänge notwendig sein. In der Anfangszeit gilt: Lieber rechtzeitig eine Möglichkeit zum Lösen anbieten, als darauf zu warten, dass dein Welpe es nicht mehr halten kann.
Woran erkenne ich, dass mein Welpe raus muss?
Manche Welpen melden sich erstaunlich deutlich. Andere zeigen nur sehr kleine Veränderungen, bevor sie sich lösen.
Je besser du deinen Welpen beobachtest, desto schneller wirst du seine individuellen Signale erkennen.
- plötzlich intensives Schnüffeln am Boden
- unruhiges Hin- und Herlaufen
- sich im Kreis drehen
- plötzlich ein Spiel unterbrechen
- einen bestimmten Bereich der Wohnung aufsuchen
- zur Tür laufen
- Winseln oder Unruhe zeigen
- sich plötzlich von dir entfernen
Wichtig ist: Nicht jeder Welpe läuft automatisch zur Haustür und meldet sich. Gerade am Anfang ist es deine Aufgabe, seinen Tagesablauf und seine Körpersprache aufmerksam zu beobachten.
Mehr über die kleinen Signale deines jungen Hundes erfährst du im Beitrag Körpersprache beim Welpen richtig verstehen .
So lernt dein Welpe, sich draußen zu lösen
Für die ersten Wochen kann ein möglichst vertrauter Löseplatz hilfreich sein. Dein Welpe kennt dort nach einiger Zeit die Gerüche und die Umgebung und muss nicht bei jedem Toilettengang zunächst eine völlig neue Welt erkunden.
Gehe mit ihm ruhig zu diesem Platz und gib ihm ausreichend Zeit. Gerade draußen sind Gerüche, Menschen, Hunde, Fahrzeuge und Bewegungen oft spannender als eine volle Blase.
Hat sich dein Welpe gelöst, kannst du ihn unmittelbar danach ruhig und freundlich bestätigen.
Dabei braucht es kein großes Spektakel. Eine freundliche Rückmeldung im richtigen Moment ist wesentlich verständlicher als überschwängliches Feiern.
Warum macht mein Welpe draußen nicht – und danach in die Wohnung?
Dieses Phänomen sorgt bei vielen Welpenhalter:innen für Verzweiflung: Man steht zehn oder fünfzehn Minuten draußen, der Welpe schnüffelt interessiert herum, macht aber nichts. Kaum ist man wieder in der Wohnung, entsteht die Pfütze.
Häufig ist draußen schlicht zu viel los. Dein Welpe beobachtet Menschen, riecht andere Hunde, hört Autos oder entdeckt Blätter und Grashalme. Das eigentliche Bedürfnis gerät dabei vorübergehend in den Hintergrund.
In der vertrauten Wohnung sinkt die Erregung – und plötzlich kann sich dein Welpe lösen.
Deshalb kann es helfen, Toilettengänge möglichst ruhig und reizarm zu gestalten und zunächst immer wieder denselben vertrauten Bereich aufzusuchen.
Feste Rituale helfen beim Stubenreinwerden
Welpen profitieren von wiederkehrenden Abläufen. Sie machen den Alltag vorhersehbarer und helfen deinem Hund dabei, Zusammenhänge zu erkennen.
- Nutze zunächst einen vertrauten Löseplatz: Ein bekannter Ort kann deinem Welpen helfen, schneller zur Ruhe zu kommen.
- Gehe nach typischen Schlüsselmomenten raus: Besonders Schlafen, Fressen und Spielen sind wichtige Orientierungspunkte.
- Bestätige draußen: Ruhiges Lob unmittelbar nach dem Lösen macht den Zusammenhang verständlich.
- Gestalte nächtliche Toilettengänge ruhig: Rausgehen, lösen lassen und anschließend wieder schlafen.
- Beobachte Muster: Nach einigen Tagen wirst du häufig erkennen, wann dein Welpe typischerweise muss.
Wie wird mein Welpe nachts stubenrein?
Sehr junge Welpen können nachts häufig noch nicht zuverlässig über viele Stunden einhalten. Deshalb können in der ersten Zeit nächtliche Toilettengänge notwendig sein.
Sinnvoll ist ein Schlafplatz in deiner Nähe. Dadurch bemerkst du Unruhe häufig schneller und kannst reagieren, bevor ein Missgeschick passiert.
Der nächtliche Ablauf sollte möglichst unspektakulär bleiben:
- ruhig aufstehen
- mit dem Welpen zum Löseplatz gehen
- wenig sprechen
- nicht spielen
- nach dem Lösen wieder zurück zum Schlafplatz
So lernt dein Welpe gleichzeitig: Nachts darf ich mich lösen – anschließend wird aber weitergeschlafen.
Weitere Tipps für diese erste gemeinsame Zeit findest du im Beitrag Die erste Nacht mit Welpe – so kommt ihr beide zur Ruhe .
Muss ich nachts einen Wecker stellen?
Das hängt vom individuellen Welpen ab. Einen starren Zeitplan, der für jeden jungen Hund funktioniert, gibt es nicht.
Manche Welpen melden sich zuverlässig, andere werden nur kurz unruhig und lösen sich anschließend sehr schnell.
Wenn dein Welpe regelmäßig nachts ein Missgeschick hat, kann es vorübergehend sinnvoll sein, den Toilettengang zeitlich etwas früher einzuplanen. Mit zunehmender Entwicklung können die Abstände anschließend schrittweise größer werden.
Was tun, wenn der Welpe in die Wohnung macht?
Zunächst: ruhig bleiben. Ein Missgeschick ist kein Drama und kein persönlicher Rückschlag.
Entdeckst du die Pfütze erst später, reinigst du sie einfach gründlich. Dein Welpe kann eine nachträgliche Reaktion nicht sinnvoll mit seinem vorherigen Ausscheiden verknüpfen.
Bemerkst du währenddessen, dass dein Welpe gerade beginnt sich zu lösen, kannst du ihn ruhig nach draußen bringen, sofern dies ohne Hektik möglich ist.
Anschließend solltest du überlegen: Habe ich ein Signal übersehen? War der Abstand zum letzten Toilettengang zu lang? Hat mein Welpe gerade geschlafen, gefressen oder gespielt?
So wird aus einem Missgeschick eine Information, die dir beim nächsten Mal hilft.
Wie reinige ich eine Pfütze richtig?
Stellen, an denen dein Welpe Urin abgesetzt hat, sollten gründlich gereinigt werden. Für die menschliche Nase kann ein Bereich längst sauber riechen, während dein Hund dort weiterhin Geruchsspuren wahrnimmt.
Ein für den jeweiligen Untergrund geeigneter Enzymreiniger kann helfen, organische Rückstände und Gerüche gründlich zu entfernen. Beachte dabei immer die Anwendungshinweise des Produkts und prüfe empfindliche Materialien zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Warum du deinen Welpen bei Missgeschicken nicht bestrafen solltest
Schimpfen macht deinen Welpen nicht schneller stubenrein.
Besonders problematisch wird es, wenn dein Hund deine Reaktion mit dem Ausscheiden in deiner Anwesenheit verknüpft. Dann kann er lernen, sich lieber unbeobachtet zurückzuziehen, anstatt dir zu zeigen, dass er muss.
Auch das früher verbreitete Vorgehen, einen Welpen mit der Nase in seine Hinterlassenschaften zu drücken, hat in einer verständlichen und vertrauensvollen Welpenerziehung nichts zu suchen.
Stubenreinheit entsteht durch gutes Management, passende Möglichkeiten und Lernerfahrungen – nicht durch Angst vor einer Reaktion des Menschen.
Sind Welpenunterlagen für die Stubenreinheit sinnvoll?
Welpenunterlagen können in bestimmten Situationen praktisch sein, beispielsweise wenn ein sehr junger Welpe nicht schnell genug nach draußen gebracht werden kann.
Für das eigentliche Lernziel solltest du jedoch bedenken: Wenn dein Welpe langfristig lernen soll, sich draußen zu lösen, kann eine zusätzliche erlaubte Toilette in der Wohnung die Unterscheidung zunächst schwieriger machen.
Ob eine solche Unterlage sinnvoll ist, hängt deshalb von der individuellen Wohn- und Lebenssituation ab.
Mein Welpe war schon stubenrein und macht plötzlich wieder rein – warum?
Einzelne Rückschritte bedeuten nicht, dass dein Welpe alles wieder vergessen hat.
Veränderungen im Alltag, eine neue Umgebung, Besuch, Aufregung, ungewohnte Tagesabläufe oder besonders ereignisreiche Tage können dazu führen, dass bereits gut funktionierende Routinen vorübergehend schlechter klappen.
Auch körperliche Veränderungen können eine Rolle spielen. Deshalb solltest du zunächst beobachten, ob es sich um ein einzelnes Missgeschick oder eine deutliche Veränderung handelt.
Tritt das Problem plötzlich häufig auf, obwohl dein Welpe zuvor bereits zuverlässig stubenrein war, sollte auch eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden.
Welche Rolle spielen Fütterung und Verdauung?
Auch die Verdauung beeinflusst, wann dein Welpe nach draußen muss. Regelmäßige Fütterungszeiten können dabei helfen, seinen Tagesablauf besser einschätzen zu können.
Gleichzeitig können Futterumstellungen, ungewohnte Snacks oder Verdauungsprobleme die Häufigkeit und Konsistenz des Kotabsatzes verändern.
Mehr dazu erfährst du im Ratgeber Welpenfütterung und Verdauung – was normal ist und was nicht .
Stubenreinheit mit Welpe in der Stadt – was in Stuttgart schwieriger sein kann
Wer mit seinem Welpen mitten in Stuttgart lebt, hat beim Thema Stubenreinheit teilweise andere Voraussetzungen als jemand mit direktem Zugang zum eigenen Garten.
Vielleicht musst du zunächst mehrere Stockwerke überwinden, den Aufzug nehmen, eine Haustür passieren oder erst ein Stück bis zur nächsten geeigneten Grünfläche laufen.
Gleichzeitig können Verkehr, Menschen, andere Hunde und Stadtgeräusche einen jungen Welpen draußen stark ablenken.
Plane deshalb ausreichend Zeit ein und gehe lieber etwas früher nach draußen, bevor die Blase bereits vollständig gefüllt ist. Ein möglichst ruhiger und gut erreichbarer Löseplatz kann die ersten Wochen erheblich erleichtern.
Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass sich Halter:innen große Sorgen machen, wenn ihr Welpe nach wenigen Tagen oder Wochen noch nicht zuverlässig stubenrein ist.
Häufig entsteht dabei unnötiger Druck, weil andere Hunde vermeintlich schon viel weiter sind. Doch die Entwicklung verläuft individuell.
Meist hilft es, den Blick weg von der Frage „Warum kann er das noch nicht?“ und hin zum Tagesablauf zu richten: Wann schläft der Welpe? Wann frisst und trinkt er? Wann spielt er? Welche Signale zeigt er kurz vor dem Lösen?
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart legen wir deshalb großen Wert darauf, dass Hundehalter:innen ihren Welpen beobachten, verstehen und ihm einen verlässlichen Rahmen geben, statt über Druck oder Strafe zu arbeiten.
Checkliste: So unterstützt du deinen Welpen beim Stubenreinwerden
- Nach jedem Aufwachen nach draußen gehen.
- Nach dem Fressen und größerem Trinken aufmerksam sein.
- Nach Spiel und Aufregung einen Toilettengang anbieten.
- Die Körpersprache deines Welpen beobachten.
- In der ersten Zeit einen vertrauten Löseplatz nutzen.
- Das Lösen draußen ruhig bestätigen.
- Missgeschicke kommentarlos beseitigen.
- Verunreinigte Stellen gründlich reinigen.
- Nachts möglichst schnell auf Unruhe reagieren.
- Die Abstände mit zunehmender Entwicklung langsam vergrößern.
- Bei plötzlichen deutlichen Veränderungen an medizinische Ursachen denken.
Wann sollte ich wegen Unsauberkeit mit meinem Welpen zum Tierarzt?
Nicht jedes Missgeschick ist ein Trainingsproblem. Besonders bei einer plötzlichen Veränderung sollte auch die Gesundheit berücksichtigt werden.
Eine tierärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn dein Welpe:
- ungewöhnlich häufig urinieren muss
- immer wieder nur sehr kleine Mengen Urin absetzt
- beim Wasserlassen Schmerzen oder Unwohlsein zeigt
- Blut im Urin oder Kot hat
- ungewöhnlich viel trinkt
- zusätzlich Durchfall oder Erbrechen zeigt
- plötzlich unsauber wird, obwohl er zuvor zuverlässig stubenrein war
- allgemein krank oder deutlich verändert wirkt
In diesen Situationen sollte nicht einfach das Toilettentraining intensiviert werden, sondern zunächst eine mögliche körperliche Ursache ausgeschlossen werden.
FAQ – häufige Fragen zur Stubenreinheit beim Welpen
Wie lange dauert es, bis ein Welpe stubenrein ist?
Das ist individuell. Manche Welpen machen innerhalb weniger Wochen große Fortschritte, andere benötigen mehrere Monate, bis Blasenkontrolle, Routinen und rechtzeitiges Melden zuverlässig zusammenspielen. Einzelne Missgeschicke können auch dann noch vorkommen.
Wie oft muss ein Welpe am Tag raus?
Das hängt unter anderem von Alter, Entwicklung, Aktivität, Fütterung und Trinkmenge ab. Besonders wichtig sind Toilettengänge nach dem Schlafen, Fressen, größeren Trinkmengen und Spielen sowie immer dann, wenn dein Welpe entsprechende Signale zeigt.
Wie oft muss ein Welpe nachts raus?
Sehr junge Welpen benötigen nachts häufig noch einen oder mehrere Toilettengänge. Mit zunehmender körperlicher Entwicklung werden die Abstände normalerweise länger. Entscheidend ist der individuelle Welpe und nicht eine starre Altersvorgabe.
Warum pinkelt mein Welpe nach dem Spaziergang in die Wohnung?
Draußen können Gerüche, Geräusche, Menschen und andere Hunde so spannend sein, dass dein Welpe sich nicht ausreichend auf das Lösen konzentrieren kann. In der vertrauten Wohnung entspannt er sich – und plötzlich entleert sich die Blase. Ein ruhiger, vertrauter Löseplatz kann helfen.
Was mache ich, wenn mein Welpe in die Wohnung macht?
Bleibe ruhig und reinige die Stelle gründlich. Schimpfen oder Bestrafen hilft deinem Welpen nicht, den gewünschten Löseplatz zu verstehen. Überlege stattdessen, ob du ein Signal übersehen hast oder der Abstand zum letzten Toilettengang zu lang war.
Warum macht mein Welpe plötzlich wieder in die Wohnung?
Einzelne Rückschritte können durch Aufregung, Veränderungen im Tagesablauf, neue Umgebungen oder andere Belastungen entstehen. Wird ein zuvor zuverlässig stubenreiner Welpe jedoch plötzlich dauerhaft unsauber, sollte auch eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden.
Woran erkenne ich, dass mein Welpe raus muss?
Typische Hinweise können plötzliches Schnüffeln, Unruhe, Kreislaufen, das Unterbrechen eines Spiels, der Gang zur Tür oder das Aufsuchen eines bestimmten Bereichs sein. Die individuellen Signale können von Welpe zu Welpe unterschiedlich sein.
Soll ich meinen Welpen draußen belohnen?
Eine unmittelbare ruhige Bestätigung nach dem Lösen kann deinem Welpen helfen, das gewünschte Verhalten einzuordnen. Dafür braucht es keine große Aufregung. Entscheidend ist vor allem das richtige Timing.
Sind Welpenunterlagen sinnvoll?
Sie können in bestimmten Wohnsituationen vorübergehend hilfreich sein. Soll dein Welpe langfristig ausschließlich draußen lösen, sollte jedoch bedacht werden, dass eine erlaubte Toilettenstelle innerhalb der Wohnung zunächst eine zusätzliche Regel darstellt.
Warum wird mein Welpe einfach nicht stubenrein?
Häufig liegt es nicht daran, dass ein Welpe nicht lernen möchte. Zu große Abstände zwischen den Toilettengängen, übersehene Signale, viel Aufregung oder die noch nicht ausgereifte Blasenkontrolle können den Prozess verlängern. Bei ungewöhnlich häufigem Urinieren sollte zusätzlich eine Tierarztpraxis einbezogen werden.
Fazit: Stubenreinheit braucht vor allem gutes Timing und Geduld
Dein Welpe muss nicht verstehen, dass eine Pfütze auf dem Teppich „falsch“ ist. Er muss lernen, wo er sich lösen kann und dass du ihm rechtzeitig die Möglichkeit dazu gibst.
Genau deshalb entsteht Stubenreinheit nicht durch Schimpfen, sondern durch Beobachtung, gute Routinen und viele erfolgreiche Toilettengänge draußen.
Missgeschicke gehören dazu. Sie bedeuten weder, dass dein Welpe dich nicht ernst nimmt, noch dass euer Training gescheitert ist.
Je besser du seinen Rhythmus kennenlernst, desto häufiger wirst du den richtigen Moment erwischen. Und irgendwann stellst du fest, dass du schon seit Tagen keine Pfütze mehr weggewischt hast.
Stubenreinheit ist kein Wettlauf. Sie ist ein Entwicklungsprozess, den du deinem Welpen mit Ruhe, Aufmerksamkeit und einem verlässlichen Rahmen erheblich erleichtern kannst.
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