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Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Warum Welpe so viel schläft

  • Isabel Scheu
  • 22.03.2026
  • Welpenalltag & Entwicklung

Warum dein Welpe so viel schläft – und das gut so ist

Gerade noch war dein Welpe voller Energie, hat gespielt, geschnüffelt und neugierig seine Umgebung erkundet – und wenige Minuten später liegt er tief schlafend in seinem Körbchen. Vielleicht fragst du dich deshalb: Warum schläft mein Welpe so viel? Wie viele Stunden Schlaf sind bei einem Welpen normal? Und kann ein Welpe eigentlich auch zu viel schlafen?

Gerade in den ersten Wochen unterschätzen viele Hundehalter, wie anstrengend selbst kleine Alltagserlebnisse für einen jungen Hund sein können. Das gilt besonders für einen Welpen in Stuttgart, der schon früh mit Straßenverkehr, Menschen, Fahrrädern, öffentlichen Verkehrsmitteln, anderen Hunden und zahlreichen Geräuschen konfrontiert wird. Dein Welpe verarbeitet deutlich mehr, als du von außen erkennen kannst.

Deshalb ist Schlaf für einen Welpen keine verlorene Zeit. Im Gegenteil: Er gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für körperliches Wachstum, Lernen, Reizverarbeitung und emotionale Regulation. In diesem Beitrag erfährst du, wie viel Schlaf ein Welpe braucht, warum übermüdete Welpen häufig besonders wild wirken, wie du gesunde Ruhephasen förderst und wann ungewöhnliche Müdigkeit tierärztlich abgeklärt werden sollte.

Wichtiger Hinweis:

Ein hoher Schlaf- und Ruhebedarf ist bei Welpen normal. Veränderungen sollten jedoch immer im Zusammenhang mit dem Allgemeinzustand betrachtet werden. Ist dein Welpe ungewöhnlich schwer weckbar, wirkt er auch während seiner Wachphasen apathisch, frisst oder trinkt deutlich schlechter oder treten zusätzliche Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schmerzen oder Schwäche auf, sollte eine Tierarztpraxis hinzugezogen werden.

Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Viele Welpen verbringen insgesamt etwa 18 bis 20 Stunden des Tages mit Schlafen, Dösen und ruhigen Ruhephasen. Der genaue Bedarf ist individuell und hängt unter anderem von Alter, Rasse, Temperament und den Erlebnissen des Tages ab. Schlaf unterstützt Wachstum, Lernen und die Verarbeitung neuer Eindrücke. Ein Welpe, der ausreichend schläft, kann neue Situationen häufig deutlich besser bewältigen.

Warum schläft ein Welpe so viel?

Ein Welpe befindet sich in einer Lebensphase, in der sich Körper und Gehirn mit enormer Geschwindigkeit entwickeln. Knochen wachsen, Muskeln verändern sich, das Nervensystem reift und gleichzeitig muss dein Hund jeden Tag zahlreiche neue Informationen verarbeiten.

Dinge, die für einen erwachsenen Hund selbstverständlich sind, können für deinen Welpen noch vollkommen neu sein:

  • das Geräusch eines Staubsaugers,
  • eine fremde Person im Haus,
  • ein vorbeifahrendes Fahrrad,
  • eine neue Bodenoberfläche,
  • ein anderer Hund,
  • das Tragen eines Geschirrs,
  • eine kurze Autofahrt,
  • oder die ersten kleinen Spaziergänge.

All diese Informationen müssen eingeordnet werden. Genau dafür benötigt dein Welpe regelmäßige Phasen, in denen möglichst wenig Neues passiert.

Was passiert im Schlaf eines Welpen?

Schlaf ist kein Zustand, in dem der Körper einfach „abschaltet“. Auch während dein Welpe ruhig neben dir liegt, finden wichtige Entwicklungs- und Verarbeitungsprozesse statt.

Besonders wichtig sind unter anderem:

  • Verarbeitung neuer Eindrücke: Erfahrungen des Tages werden im Gehirn weiterverarbeitet.
  • Lernen und Gedächtnis: Neu Erlebtes kann besser eingeordnet und abgespeichert werden.
  • Körperliches Wachstum: Die Entwicklung von Knochen, Muskeln und anderen Körperstrukturen benötigt ausreichend Erholung.
  • Regeneration: Körper und Nervensystem erhalten Gelegenheit, sich von Belastungen des Tages zu erholen.
  • Emotionale Regulation: Ausreichende Ruhe kann deinem Welpen helfen, nach aufregenden Situationen wieder in einen ausgeglicheneren Zustand zu kommen.

Deshalb gehört ausreichender Schlaf genauso zur Welpenentwicklung wie Fütterung, Bewegung, Sozialkontakte und Training.

Schlaf oder Ruhe – was zählt zu den 18 bis 20 Stunden?

Die häufig genannte Angabe von etwa 18 bis 20 Stunden bedeutet nicht, dass dein Welpe jeden Tag 20 Stunden tief schlafen muss.

Dazu gehören auch ruhigere Phasen, in denen dein Hund döst, entspannt liegt oder einfach wenig Aktivität zeigt.

Entscheidend ist deshalb weniger die exakte Zahl auf der Uhr als die Frage, ob dein Welpe über den Tag verteilt ausreichend Gelegenheit bekommt, sich zurückzuziehen und zu regenerieren.

Warum übermüdete Welpen häufig besonders wild werden

Einer der größten Irrtümer in der Welpenzeit lautet: „Wenn er so wild ist, muss er noch mehr ausgelastet werden.“

Bei Welpen kann genau das Gegenteil zutreffen.

Ein müder Welpe legt sich nicht zwangsläufig selbstständig hin und schläft. Manche junge Hunde werden mit zunehmender Erschöpfung immer hektischer. Sie rennen durch die Wohnung, beißen in Hände oder Kleidung, springen herum oder scheinen plötzlich kaum noch ansprechbar zu sein.

Wenn du dieses Verhalten kennst, findest du im Beitrag Welpe aufgedreht oder übermüdet? eine ausführliche Erklärung.

Woran erkennst du einen übermüdeten Welpen?

Übermüdung kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Häufige Hinweise sind:

  • verstärktes Beißen in Hände, Hosenbeine oder Leine,
  • hektisches Rennen durch die Wohnung,
  • plötzliches Anspringen,
  • Fiepen oder Bellen,
  • schlechtere Ansprechbarkeit,
  • ständiger Wechsel des Liegeplatzes,
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen,
  • starke Reizbarkeit,
  • oder ein deutliches Aufdrehen am Abend.

Gerade das verstärkte Kauen und Beißen beim Welpen kann mit Müdigkeit und einer hohen Erregungslage zusammenhängen.

Warum wird mein Welpe abends plötzlich so wild?

Viele Welpenhalter berichten von den berühmten „wilden fünf Minuten“ am Abend. Der Welpe rast durch die Wohnung, schnappt nach allem, springt auf Möbel oder wirkt plötzlich wie ausgewechselt.

Häufig hat sich über den gesamten Tag eine hohe Erregung aufgebaut. Spaziergänge, Besucher, Geräusche, Spiel, Training und neue Eindrücke summieren sich. Gleichzeitig fehlt möglicherweise ausreichend Schlaf.

Statt deinen Welpen in diesem Zustand noch intensiver zu beschäftigen, lohnt sich deshalb zunächst die Frage:

Hat mein Welpe heute vielleicht nicht zu wenig, sondern bereits zu viel erlebt?

Schlafmangel und Reizüberflutung hängen eng zusammen

Ein Welpe kann neue Erfahrungen nur dann gut verarbeiten, wenn zwischen den einzelnen Erlebnissen ausreichend Erholung möglich ist.

Fehlen diese Pausen, können sich Eindrücke immer weiter aufsummieren. Der Hund reagiert zunehmend empfindlich, findet schlechter zur Ruhe und wirkt irgendwann dauerhaft „unter Strom“.

Deshalb gehören Schlafmanagement und das Vermeiden von Reizüberflutung beim Welpen unmittelbar zusammen.

Warum Schlaf für einen Welpen in Stuttgart besonders wichtig ist

Gerade in einer Stadt wie Stuttgart begegnen jungen Hunden bereits im normalen Alltag zahlreiche Umweltreize. Straßenverkehr, Busse, Straßenbahnen, Fahrräder, Menschen, andere Hunde und unterschiedlichste Geräusche sind vielerorts kaum vollständig vermeidbar.

Das bedeutet nicht, dass dein Welpe in einer vollkommen reizfreien Umgebung leben sollte. Er darf und soll seine Umwelt kennenlernen.

Entscheidend ist aber, dass auf neue Erfahrungen ausreichend Verarbeitung folgt.

Ein kurzer Spaziergang an einer etwas belebteren Straße kann für einen jungen Hund wesentlich anstrengender sein als eine längere, ruhige Runde auf einer bekannten Wiese.

Deshalb schauen wir im Welpentraining in Stuttgart nicht nur darauf, was ein Welpe erlebt, sondern ebenso darauf, wie gut er anschließend wieder zur Ruhe findet.

Ruhe und Orientierung nach der Fichtlmeier-Methode

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei steht die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt.

Gerade bei einem Welpen bedeutet gute Führung nicht, ihn ständig zu beschäftigen oder fortlaufend neue Übungen einzubauen. Führung bedeutet auch, Verantwortung für den Rahmen zu übernehmen.

Du entscheidest mit, wann genug erlebt wurde. Du schützt Ruhephasen, dosierst neue Situationen und hilfst deinem Welpen dabei, sich nicht selbst durch einen überfüllten Alltag regulieren zu müssen.

Wenn dein Welpe lernt, dass du Situationen überschaubar gestaltest und seine Signale wahrnimmst, kann daraus Sicherheit entstehen.

Erst kommunizieren – dann konditionieren bedeutet deshalb auch: Nicht jede Wachphase muss zu einer Trainingseinheit werden. Manchmal ist das Wertvollste, was dein Welpe lernen kann, einfach gemeinsam mit dir zur Ruhe zu kommen.

Muss ein Welpe Ruhe erst lernen?

Manche Welpen finden relativ leicht selbst in den Schlaf. Andere benötigen deutlich mehr Unterstützung dabei, Aktivität zu beenden und sich zurückzuziehen.

Ruhe entsteht jedoch nicht dadurch, dass ein aufgedrehter Welpe auf Knopfdruck still sein muss.

Viel wirksamer ist ein Alltag, der Ruhe überhaupt ermöglicht:

  • überschaubare Aktivitäten,
  • verlässliche Routinen,
  • wenige direkt aufeinanderfolgende Reize,
  • ein geeigneter Schlafplatz,
  • und Menschen, die Ruhephasen respektieren.

Mehr zum Aufbau findest du auch im Beitrag Ruhe statt Stress – wie dein Welpe entspannt aufwachsen kann.

Wie sieht ein guter Schlafplatz für einen Welpen aus?

Ein guter Ruheplatz sollte deinem Welpen ermöglichen, wirklich abzuschalten. Er muss nicht vollkommen abgeschieden liegen, sollte aber vor ständigem Durchgangsverkehr und dauernder Ansprache geschützt sein.

Wichtig ist:

  • Der Platz sollte bequem und sicher sein.
  • Dein Welpe sollte dort möglichst ungestört schlafen können.
  • Kinder und Besucher sollten den Ruhebereich respektieren.
  • Der Welpe sollte nicht ständig aus dem Schlaf heraus angefasst werden.
  • Der Platz sollte nicht ausschließlich mit Isolation oder Wegsperren verbunden sein.

Weitere Tipps findest du im Beitrag Der perfekte Rückzugsort für deinen Welpen.

Warum du einen schlafenden Welpen möglichst nicht ständig stören solltest

Ein schlafender Welpe sieht unglaublich niedlich aus – und gerade deshalb fällt es vielen schwer, ihn einfach schlafen zu lassen.

Doch jede Berührung, Ansprache oder Bewegung kann dazu führen, dass dein Hund seine Ruhephase unterbricht.

Deshalb gilt besonders in Haushalten mit Kindern oder vielen Besuchern: Der Schlafplatz des Welpen sollte respektiert werden.

Nähe ist wichtig. Sie muss aber nicht bedeuten, dass dein Welpe während jeder Ruhephase angefasst wird.

Warum Welpen tagsüber in vielen kurzen Etappen schlafen

Welpen haben häufig noch keinen Schlafrhythmus wie ein erwachsener Hund. Wach- und Schlafphasen wechseln relativ schnell.

Nach Spielen, Fressen, einer kleinen Erkundung oder einem Toilettengang kann dein Welpe bereits wieder müde sein.

Das ist vollkommen normal. Es besteht kein Grund, ihn wachzuhalten, nur weil „eigentlich noch etwas geplant war“.

Dein Welpe muss sich nicht deinem Freizeitprogramm anpassen. Besonders in den ersten Wochen sollte sich der Alltag noch stark an seinem Entwicklungsstand orientieren.

Warum schläft mein Welpe nachts noch nicht durch?

Auch wenn dein Welpe tagsüber sehr viel schläft, bedeutet das nicht automatisch, dass er von der ersten Nacht an acht Stunden durchschlafen kann.

Junge Welpen müssen nachts möglicherweise noch nach draußen, weil ihre Blasenkontrolle noch nicht vollständig entwickelt ist. Zusätzlich befindet sich dein Hund nach dem Einzug in einer vollkommen neuen Umgebung.

Fremde Geräusche, neue Gerüche und die Trennung von Mutter und Geschwistern können dazu führen, dass dein Welpe häufiger aufwacht.

Wenn dein Welpe nachts unruhig ist, findest du weitere Informationen im Beitrag Die erste Nacht mit deinem Welpen.

So hilfst du deinem Welpen, ausreichend zu schlafen

  • Schütze Ruhephasen: Ein schlafender Welpe muss nicht bespaßt oder gestreichelt werden.
  • Reduziere Reize: Nach aufregenden Erlebnissen darf der restliche Tag bewusst ruhiger ausfallen.
  • Schaffe Routinen: Wiederkehrende Abläufe helfen deinem Welpen, den Alltag besser einzuschätzen.
  • Biete Nähe an: Besonders nach dem Einzug schlafen viele Welpen leichter, wenn ihre Bezugsperson in der Nähe ist.
  • Plane nicht jede Wachphase: Dein Welpe braucht keinen durchgetakteten Beschäftigungsplan.
  • Beobachte seinen Rhythmus: Wenn dein Welpe müde wird, darf eine geplante Aktivität auch einfach ausfallen.
  • Achte auf Übermüdung: Hektisches Verhalten kann ein Hinweis darauf sein, dass dein Welpe längst eine Pause braucht.

Braucht ein wilder Welpe mehr Bewegung?

Nicht automatisch. Ein Welpe, der wild wirkt, hat nicht zwangsläufig zu wenig Bewegung.

Besonders wenn dein Hund bereits mehrere neue Eindrücke erlebt hat, kann zusätzliche Aktivität seine Erregung weiter erhöhen.

Deshalb lohnt es sich, vor zusätzlichem Spiel oder einem weiteren Spaziergang zunächst den Tagesablauf anzuschauen:

  • Wie lange war dein Welpe heute bereits wach?
  • Wie viel hat er geschlafen?
  • Gab es Besucher?
  • Hat er andere Hunde getroffen?
  • War er an einem neuen Ort?
  • Gab es Training oder einen Tierarzttermin?

Oft wird dann sichtbar, dass dein Welpe nicht unter Langeweile leidet, sondern bereits sehr viel verarbeitet.

Kann ein Welpe auch zu viel schlafen?

Ein hoher Schlafbedarf ist im Welpenalter normal. Die reine Anzahl der Schlafstunden ist deshalb nicht automatisch ein Warnsignal.

Wichtiger ist der Gesamteindruck. Ein gesunder Welpe sollte während seiner Wachphasen normalerweise Interesse an seiner Umwelt zeigen, fressen und trinken und altersgerecht aktiv sein.

Wenn dein Welpe dagegen plötzlich deutlich schläfriger als gewöhnlich wird und gleichzeitig teilnahmslos, schwach oder krank wirkt, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.

Wann solltest du wegen des Schlafverhaltens zum Tierarzt?

Ein Welpe darf viel schlafen. Bestimmte Veränderungen sollten dennoch aufmerksam beobachtet werden.

Eine tierärztliche Rücksprache ist insbesondere sinnvoll, wenn:

  • dein Welpe ungewöhnlich schwer weckbar ist,
  • er auch in Wachphasen deutlich apathisch wirkt,
  • er plötzlich wesentlich mehr schläft als sonst,
  • er Futter oder Wasser verweigert,
  • Erbrechen oder Durchfall hinzukommen,
  • er Schmerzen zeigt,
  • Fieber vermutet wird,
  • oder sich sein Allgemeinzustand deutlich verändert.

Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart

In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter zunächst überrascht sind, wie viel ihr Welpe schläft. Gleichzeitig sehen wir wesentlich häufiger ein anderes Problem: Welpen bekommen zu wenig echte Ruhe.

Viele Menschen möchten ihrem jungen Hund möglichst viel bieten. Spaziergang, Spiel, Übungen, Besuch, Hundekontakte und neue Orte füllen den Tag. Wenn der Welpe anschließend abends wild wird, entsteht schnell der Eindruck, er müsse noch stärker ausgelastet werden.

Schauen wir gemeinsam genauer hin, zeigt sich häufig, dass der junge Hund bereits sehr viele Eindrücke gesammelt hat und schlicht nicht ausreichend schlafen konnte.

Werden die Tage übersichtlicher und Schlafphasen konsequenter geschützt, beobachten viele Halter deutliche Veränderungen: Die Welpen beißen weniger hektisch, können sich besser konzentrieren und finden nach neuen Erfahrungen leichter wieder in die Ruhe.

Deshalb gehört das Thema Ruhe für uns genauso selbstverständlich zum Welpentraining wie Orientierung, Leinenführung oder Rückruf.

Checkliste: Bekommt dein Welpe genügend Schlaf und Ruhe?

  • Hat dein Welpe mehrere ungestörte Ruhephasen über den Tag verteilt?
  • Darf er schlafen, ohne ständig angesprochen oder berührt zu werden?
  • Hat er einen festen und geschützten Ruhebereich?
  • Folgen nach aufregenden Erlebnissen ruhigere Phasen?
  • Gibt es Tage ohne ständig neue Orte und Aktivitäten?
  • Wird dein Welpe am Abend besonders wild?
  • Nimmt das Beißen bei Müdigkeit zu?
  • Kann dein Welpe nach Spaziergängen wieder entspannen?
  • Respektieren Besucher und Kinder seinen Schlafplatz?
  • Planst du nicht jede Wachphase mit Spiel oder Training?
  • Beobachtest du Veränderungen im individuellen Schlafverhalten?
  • Ist dein Welpe während seiner Wachphasen aufmerksam und altersgerecht aktiv?

FAQ – häufige Fragen zum Schlaf von Welpen

Wie viele Stunden schläft ein Welpe durchschnittlich?

Viele Welpen verbringen insgesamt etwa 18 bis 20 Stunden des Tages mit Schlafen, Dösen und ruhigen Ruhephasen. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Alter, Rasse, Temperament und den Erlebnissen des Tages ab.

Ist es normal, dass mein Welpe ständig schläft?

Ja. Ein hoher Schlafbedarf ist im Welpenalter normal. Entscheidend ist, dass dein Hund während seiner Wachphasen aufmerksam, interessiert und seinem Alter entsprechend aktiv wirkt.

Warum schläft mein Welpe nach einem Spaziergang sofort?

Ein Spaziergang bedeutet für einen jungen Hund nicht nur Bewegung. Zahlreiche Gerüche, Geräusche und visuelle Eindrücke müssen verarbeitet werden. Deshalb kann bereits eine kurze Erkundung sehr ermüdend sein.

Warum wird mein Welpe abends plötzlich so wild?

Häufig steckt Übermüdung oder eine hohe Reizbelastung dahinter. Ein erschöpfter Welpe wird nicht zwangsläufig ruhig, sondern kann besonders hektisch, bissig oder schlecht ansprechbar werden.

Kann ein Welpe zu wenig schlafen?

Ja. Werden Ruhephasen ständig unterbrochen oder ist der Alltag dauerhaft sehr reizreich, kann ein Welpe zu wenig Erholung bekommen. Häufig zeigen sich dann zunehmende Unruhe, Reizbarkeit, verstärktes Beißen und Schwierigkeiten beim Abschalten.

Kann ein Welpe zu viel schlafen?

Ein hoher Schlafbedarf ist zunächst normal. Auffällig wird es eher, wenn sich das Schlafverhalten plötzlich stark verändert oder dein Welpe während seiner Wachphasen apathisch, schwach oder krank wirkt.

Muss mein Welpe feste Schlafenszeiten haben?

Exakte Uhrzeiten sind nicht zwingend notwendig. Wiederkehrende Abläufe und vorhersehbare Ruhephasen können jedoch dabei helfen, einen stabilen Tagesrhythmus aufzubauen.

Soll ich meinen Welpen zum Schlafen zwingen?

Ruhe sollte nicht über Druck oder einen Machtkampf entstehen. Sinnvoller ist es, Reize zu reduzieren, einen passenden Ruhebereich bereitzustellen und den Tagesablauf so zu gestalten, dass dein Welpe überhaupt die Möglichkeit bekommt, zur Ruhe zu finden.

Warum wacht mein Welpe nachts immer wieder auf?

Junge Welpen müssen möglicherweise noch nach draußen und haben sich nach dem Einzug noch nicht vollständig an ihre neue Umgebung gewöhnt. Mit zunehmender körperlicher Entwicklung und Sicherheit werden die Schlafphasen bei vielen Welpen länger.

Wann sollte ich wegen ungewöhnlicher Müdigkeit zum Tierarzt?

Wenn dein Welpe ungewöhnlich schwer weckbar ist, auch in Wachphasen teilnahmslos wirkt, sein Fress- oder Trinkverhalten verändert oder zusätzliche Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Schmerzen oder Schwäche auftreten, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Schlaf ist kein Stillstand – sondern Entwicklung

Wenn dein Welpe einen großen Teil des Tages verschläft, musst du ihn nicht beschäftigen, nur damit „etwas passiert“. Sein Körper und sein Gehirn leisten während dieser Zeit wichtige Entwicklungsarbeit.

Gerade in den ersten Lebensmonaten braucht dein Hund nicht nur neue Erfahrungen, sondern ebenso die Möglichkeit, diese Erfahrungen zu verarbeiten.

Besonders mit einem Welpen in Stuttgart, der bereits im normalen Alltag vielen Umweltreizen begegnet, ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktivität und Ruhe entscheidend.

Nach der Fichtlmeier-Methode bedeutet gute Führung deshalb auch, den Welpen nicht permanent zu aktivieren. Du darfst Ruhe schützen, Grenzen für Reize setzen und deinem Hund zeigen, dass bei dir nicht ständig etwas passieren muss.

Ein Welpe muss nicht möglichst viel erleben. Er braucht einen Menschen, der erkennt, wann genug erlebt wurde – und ihm anschließend die Ruhe gibt, die er für seine Entwicklung benötigt.

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