Pfotenliebe Blog

Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

Themen im Blog

Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

BLOG DURCHSUCHEN

Wonach suchst du?

Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.

Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.

Welpenzimmer oder freier Zugang

  • Isabel Scheu
  • 27.02.2026
  • Welpe zieht ein

Welpenzimmer oder freier Zugang? So gestaltest du das Zuhause für deinen Welpen

Ein Welpe zieht ein – voller Neugier, Entdeckerlust und mit dem Bedürfnis, seine neue Umgebung erst einmal kennenzulernen. Gleichzeitig möchtest du ihm von Anfang an Sicherheit geben, Vertrauen ermöglichen und Orientierung bieten.

Eine Frage taucht bei der Vorbereitung auf den Welpeneinzug besonders häufig auf: Braucht ein Welpe zunächst ein eigenes Welpenzimmer oder sollte er sich von Anfang an frei in der Wohnung oder im Haus bewegen dürfen? Ein vollständig abgegrenzter Bereich wirkt übersichtlich und sicher. Freier Zugang scheint dagegen natürlicher und ermöglicht es dem Welpen, direkt am Familienalltag teilzunehmen.

Tatsächlich muss die Entscheidung nicht ausschließlich zwischen diesen beiden Extremen fallen. Für viele Welpen ist ein überschaubarer, sicherer Ausgangsbereich sinnvoll, von dem aus sie ihr neues Zuhause nach und nach kennenlernen können. Entscheidend ist weniger die Anzahl der verfügbaren Quadratmeter als die Frage, ob dein Welpe ausreichend Ruhe findet, sicher ist und sich an dir orientieren kann.

In diesem Ratgeber erfährst du, ob ein Welpenzimmer sinnvoll ist, wie viel Bewegungsfreiheit ein Welpe im Haus oder in der Wohnung braucht, welche Vor- und Nachteile ein begrenzter Bereich hat und wie du deinem Welpen schrittweise mehr Freiheit ermöglichen kannst.

Kurze Antwort: Ein Welpe braucht weder zwingend ein eigenes Welpenzimmer noch von Anfang an freien Zugang zur gesamten Wohnung oder zum ganzen Haus. Für viele Welpen ist ein sicherer und überschaubarer Ausgangsbereich die sinnvollste Lösung. Von dort aus kann der Bewegungsradius schrittweise erweitert werden. So bleiben Nähe und Alltagsteilnahme erhalten, während Sicherheit, Ruhe und Orientierung leichter gewährleistet werden können.

Welpenzimmer oder freier Zugang – das Wichtigste im Überblick

Überschaubar starten

Dein Welpe muss am ersten Tag nicht das gesamte Zuhause kennenlernen. Ein kleinerer, sicherer Bereich kann das Ankommen erleichtern.

Nähe statt Isolation

Ein Welpenbereich sollte deinen Hund nicht vom Familienleben ausschließen. Er darf euch sehen, hören und Teil des Alltags bleiben.

Ruheplatz klar gestalten

Ein gut gewählter Rückzugsort hilft deinem Welpen, zwischen Aktivität und Ruhe zu unterscheiden und ausreichend zu schlafen.

Gefahren begrenzen

Je kleiner der zunächst zugängliche Bereich ist, desto leichter lassen sich Kabel, Treppen, Pflanzen und andere Gefahrenquellen kontrollieren.

Freiheit langsam erweitern

Weitere Räume können nach und nach hinzukommen, wenn dein Welpe sicherer wird und du ihn im Alltag besser einschätzen kannst.

Den individuellen Welpen beobachten

Temperament, Wohnsituation und Alltag unterscheiden sich. Entscheidend ist deshalb nicht ein starres Konzept, sondern dein individueller Hund.

Was ist ein Welpenzimmer eigentlich?

Unter einem Welpenzimmer wird häufig ein abgegrenzter Raum verstanden, in dem sich der junge Hund während der ersten Zeit hauptsächlich aufhält. Dort befinden sich beispielsweise Schlafplatz, Wasser und einige wenige geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten.

Ein solches Zimmer muss jedoch nicht tatsächlich ein separates Zimmer sein. Auch ein überschaubarer Bereich im Wohnzimmer, in der Wohnküche oder in einem anderen Raum, in dem sich die Familie häufig aufhält, kann diese Funktion übernehmen.

Entscheidend ist, dass der Bereich sicher, ruhig, übersichtlich und sozial eingebunden ist. Dein Welpe soll dort nicht „weggesperrt“ werden, sondern einen verlässlichen Ausgangspunkt bekommen, von dem aus er sein neues Zuhause kennenlernen kann.

Wie du einen solchen Bereich grundsätzlich vorbereiten kannst, erfährst du auch im Beitrag zum Welpenplatz einrichten.

Welche Vorteile hat ein begrenzter Welpenbereich?

Gerade in den ersten Tagen kann ein überschaubarer Lebensbereich viele praktische Vorteile haben. Dein Welpe muss nicht gleichzeitig sämtliche Räume, Gerüche, Geräusche und Bewegungsmöglichkeiten kennenlernen.

Ein begrenzter Welpenbereich kann helfen bei

  • einem überschaubaren und ruhigen Start
  • der Kontrolle möglicher Gefahrenquellen
  • dem Aufbau eines festen Ruheplatzes
  • der Beobachtung deines Welpen
  • der Wahrnehmung von Anzeichen, dass er sich lösen muss
  • der Vermeidung von zu vielen Reizen gleichzeitig

Besonders die Sicherheit ist ein wichtiger Punkt. Ein vollständig welpensicheres Zuhause ist schwieriger herzustellen als zunächst einen überschaubaren Bereich sorgfältig vorzubereiten.

Gleichzeitig kannst du deinen Welpen in einem kleineren Bereich leichter beobachten. Das kann gerade während der ersten Tage hilfreich sein, weil du schneller bemerkst, wann er müde wird, unruhig ist oder möglicherweise nach draußen muss.

Wann kann ein separates Welpenzimmer problematisch sein?

Ein Welpenzimmer verliert seinen Vorteil, wenn Begrenzung mit sozialer Trennung verwechselt wird. Ein junger Hund, der gerade Mutter, Geschwister und seine bisherige Umgebung verlassen hat, braucht in seinem neuen Zuhause zunächst Nähe und Verlässlichkeit.

Befindet sich das Welpenzimmer weit entfernt vom Familienalltag und wird der Hund dort regelmäßig allein gelassen, kann der Raum genau das Gegenteil von Sicherheit vermitteln.

Problematisch kann ein Welpenzimmer werden, wenn

  • der Welpe dort über längere Zeit allein bleibt
  • er vom Familienalltag vollständig ausgeschlossen wird
  • Begrenzung lediglich fehlende Aufsicht ersetzen soll
  • der Bereich kaum Kontakt zu seinen Bezugspersonen ermöglicht
  • der Welpe dort offensichtlich nicht zur Ruhe findet

Das Ziel sollte deshalb nicht sein, deinen Welpen möglichst früh daran zu gewöhnen, allein in einem Zimmer zu bleiben. Ein begrenzter Bereich soll Orientierung schaffen – nicht Distanz erzwingen.

Sollte ein Welpe freien Zugang zur ganzen Wohnung haben?

Freier Zugang klingt zunächst besonders hundefreundlich: Der Welpe darf selbst entscheiden, wohin er geht, kann seine Menschen begleiten und lernt die neue Wohnung unmittelbar kennen.

Das kann in einem kleinen, ruhigen und konsequent welpensicher gestalteten Wohnbereich durchaus funktionieren. Mehr Freiheit ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit mehr Wohlbefinden.

Ein Welpe, der jederzeit durch mehrere Zimmer laufen kann, bekommt gleichzeitig deutlich mehr Möglichkeiten, Dinge zu entdecken, aufzunehmen, anzukauen oder Menschen durch die Wohnung zu folgen. Gerade ein ohnehin neugieriger oder schnell erregbarer Welpe findet dadurch möglicherweise schwerer zur Ruhe.

Auch ein frei laufender Welpe braucht deshalb einen klaren Rahmen für Ruhe und Entspannung.

Welche Vorteile kann mehr Bewegungsfreiheit haben?

Mehr Bewegungsfreiheit kann sinnvoll sein, wenn die Umgebung sicher und der Alltag ruhig genug ist. Dein Welpe kann seine Bezugspersonen begleiten und verschiedene normale Abläufe des Haushalts kennenlernen.

Mehr Bewegungsfreiheit kann ermöglichen

  • natürliche Teilnahme am Familienalltag
  • Kontakt zu den Bezugspersonen ohne räumliche Trennung
  • schrittweises Kennenlernen normaler Haushaltsgeräusche
  • selbstständiges Erkunden einer sicheren Umgebung
  • Orientierung an den Bewegungen und Abläufen der Menschen

Entscheidend ist allerdings, dass du Freiheit nicht mit permanenter Selbstständigkeit verwechselst. Ein Welpe kann noch nicht zuverlässig einschätzen, welche Dinge gefährlich sind oder wann er eigentlich eine Pause braucht.

Welche Nachteile kann zu viel Freiheit beim Welpen haben?

Je größer der frei zugängliche Bereich, desto mehr musst du absichern und im Blick behalten. Kabel, Pflanzen, Teppichkanten, Schuhe, Mülleimer, Treppen oder kleine Gegenstände können für einen neugierigen Welpen interessant werden.

Gleichzeitig kann ein sehr großer Bewegungsradius dazu führen, dass du wichtige Signale später bemerkst. Läuft dein Welpe beispielsweise unbeobachtet in ein anderes Zimmer, erkennst du möglicherweise nicht rechtzeitig, dass er sich lösen muss.

Auch beim Schlaf kann zu viel Bewegungsfreiheit ungünstig sein. Manche Welpen folgen ihren Menschen immer wieder durch die Wohnung, obwohl sie eigentlich längst müde sind. Jeder Ortswechsel wird dann zu einem neuen Anlass aufzustehen.

Mehr Freiheit sollte deshalb immer mit Beobachtung, Sicherheit und der Möglichkeit zu ausreichend Ruhe verbunden sein.

Hilft ein begrenzter Bereich bei der Stubenreinheit?

Ein überschaubarer Bereich macht einen Welpen nicht automatisch schneller stubenrein. Er kann dir aber dabei helfen, deinen Hund besser zu beobachten und erste Anzeichen rechtzeitig wahrzunehmen.

Wird dein Welpe plötzlich unruhig, schnüffelt intensiver am Boden oder entfernt sich aus einer Ruhephase, kannst du schneller reagieren, wenn er sich in deiner Nähe befindet.

Bei freiem Zugang zu mehreren Räumen kann ein Welpe dagegen leichter aus deinem Blickfeld verschwinden. Das erschwert gerade am Anfang das rechtzeitige Erkennen seiner Signale.

Begrenzung ersetzt jedoch weder häufige Lösemöglichkeiten noch aufmerksame Beobachtung. Sie ist lediglich ein Hilfsmittel für einen übersichtlicheren Alltag.

Welpenbereich und schrittweise Freiheit: Für viele Hunde die sinnvollste Kombination

In vielen Haushalten muss die Entscheidung nicht „Welpenzimmer oder komplette Freiheit“ lauten. Eine Kombination aus einem sicheren Ausgangsbereich und schrittweise wachsendem Bewegungsradius ist häufig alltagstauglicher.

Dein Welpe bekommt zunächst einen Bereich, in dem er ankommen, schlafen und den Alltag beobachten kann. Weitere Räume lernt er gemeinsam mit dir kennen. Mit zunehmender Sicherheit und Erfahrung kann sein Bewegungsradius größer werden.

So kann der Bewegungsradius wachsen

  • zunächst einen sicheren Hauptbereich anbieten
  • weitere Räume gemeinsam kennenlernen
  • beobachten, wie der Welpe mit der zusätzlichen Freiheit umgeht
  • Ruheplatz weiterhin klar beibehalten
  • bei Überforderung den Alltag wieder übersichtlicher gestalten
  • Freiheit nicht nach Kalender, sondern passend zum Welpen erweitern

Dadurch erlebt dein Welpe neue Räume nicht als plötzlich unbegrenzte Welt, sondern erweitert seinen Alltag Stück für Stück.

Welpe in der Wohnung: Wie viel Platz braucht er am Anfang?

Gerade in einer Wohnung ist ein eigenes Welpenzimmer häufig weder vorhanden noch notwendig. Ein gut gewählter Bereich im Wohnzimmer oder in einem anderen häufig genutzten Raum kann vollkommen ausreichen.

Wichtig ist, dass dein Welpe dort nicht mitten in einem permanenten Durchgangsbereich liegt. Ein Schlafplatz direkt zwischen Haustür, Küche und Wohnzimmer kann beispielsweise deutlich unruhiger sein als eine geschützte Ecke mit Blick auf den Familienalltag.

Die Größe der Wohnung sagt deshalb wenig darüber aus, wie gut ein Welpe dort zur Ruhe kommen kann. Auch auf kleiner Fläche lassen sich klare und verständliche Bereiche schaffen.

Welpe im Haus: Muss er sofort alle Räume kennenlernen?

In einem größeren Haus ist die Versuchung besonders groß, dem Welpen von Anfang an überall Zugang zu geben. Doch Küche, Wohnzimmer, Flur, Arbeitszimmer, Schlafzimmer und mehrere Etagen müssen nicht am ersten Tag vollständig erkundet werden.

Gerade Treppen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Sie können nicht nur eine Gefahrenquelle darstellen, sondern ermöglichen dem Welpen auch, sich schnell außerhalb deiner unmittelbaren Beobachtung zu bewegen.

Es spricht deshalb nichts dagegen, bestimmte Bereiche zunächst geschlossen zu halten und sie später hinzuzunehmen. Dein Welpe verliert dadurch nichts – seine Welt darf wachsen.

Warum ein fester Rückzugsort wichtiger ist als ein eigenes Welpenzimmer

Unabhängig davon, wie viel Bewegungsfreiheit dein Welpe bekommt, sollte er einen verlässlichen Ort zum Schlafen und Ausruhen kennenlernen.

Ein sicherer Rückzugsort gibt deinem Welpen einen räumlichen Bezugspunkt. Dort sollte er möglichst nicht ständig angesprochen, gestreichelt oder zum Spielen aufgefordert werden.

Besonders in Haushalten mit Kindern oder mehreren Personen ist es sinnvoll, gemeinsam festzulegen: Wenn der Welpe ruht, darf er ruhen.

Ein eigener Raum ist dafür nicht zwingend notwendig. Viel wichtiger ist, dass der gewählte Platz tatsächlich Ruhe ermöglicht und von den Menschen respektiert wird.

Klare Abläufe helfen deinem Welpen mehr als möglichst viel Freiheit

Orientierung entsteht nicht allein durch räumliche Begrenzung. Auch wiederkehrende Abläufe helfen deinem Welpen dabei, seinen neuen Alltag kennenzulernen.

Schlafen, Fressen, Lösen, gemeinsame Aktivität und Ruhe dürfen nach und nach einen verständlichen Rahmen bekommen. Dabei geht es nicht um einen minutengenauen Stundenplan, sondern um Verlässlichkeit.

Solche Strukturen und Rituale können deinem Welpen helfen, Situationen besser einzuordnen.

Ein großer Bewegungsradius ohne verständliche Abläufe schafft deshalb nicht automatisch mehr Sicherheit. Umgekehrt braucht ein Welpe auch in einem kleineren Bereich Menschen, die ihm Orientierung geben.

Welpe in Stuttgart: Warum ein ruhiger Bereich zu Hause besonders wertvoll sein kann

Ein Welpe, der in Stuttgart aufwächst, begegnet außerhalb des Zuhauses häufig bereits vielen unterschiedlichen Eindrücken. Straßenbahnen, Verkehr, Fahrräder, Menschen, andere Hunde, Treppenhäuser und Aufzüge können je nach Wohnlage zum normalen Alltag gehören.

Gerade in einer Stadtwohnung muss das Zuhause deshalb nicht ebenfalls möglichst viele Reize bieten. Ein überschaubarer und ruhiger Bereich kann einen wertvollen Gegenpol zum abwechslungsreichen Umfeld schaffen.

Auch Spaziergänge und spätere Ausflüge zum Killesberg, in den Rotwildpark, an den Bärensee oder in die Stuttgarter Weinberge müssen nicht bereits in den ersten Tagen mit möglichst vielen neuen Eindrücken kombiniert werden.

In unserer Welpenbegleitung bei Pfotenliebe Stuttgart legen wir deshalb Wert darauf, die Welt eines jungen Hundes sinnvoll wachsen zu lassen, anstatt möglichst schnell möglichst viel anzubieten.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Raum geben bedeutet nicht grenzenlose Freiheit

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, Körpersprache, verständliche Kommunikation und die freiwillige Orientierung des Hundes am Menschen.

Aus dieser Sicht ist die entscheidende Frage nicht: „Wie viele Räume darf mein Welpe betreten?“ Viel wichtiger ist: Wie erlebt er diese Freiheit und welche Orientierung bekommt er dabei von mir?

Ein Welpe muss nicht durch räumliche Kontrolle möglichst klein gehalten werden. Gleichzeitig hilft es ihm nicht zwangsläufig, wenn er von Anfang an überall selbst entscheiden und sich unbegrenzt bewegen kann.

Führung bedeutet für uns, einen verständlichen Rahmen zu schaffen. Dein Welpe darf entdecken, aber du gestaltest die Situation so, dass sie für ihn überschaubar bleibt. Du beobachtest seine Körpersprache, erkennst Müdigkeit oder Überforderung und reagierst, bevor aus zu viel Freiheit Unruhe entsteht.

So wächst der Bewegungsradius nicht deshalb, weil ein bestimmter Tag erreicht wurde, sondern weil dein Welpe zunehmend sicherer wird und ihr euch im gemeinsamen Alltag besser kennenlernt.

Diese Fehler solltest du beim Welpenbereich vermeiden

Welpenzimmer mit Isolation verwechseln

Ein eigener Bereich soll Sicherheit und Ruhe ermöglichen. Er sollte nicht dazu dienen, den Welpen über längere Zeit vom Familienleben auszuschließen.

Sofort das ganze Haus freigeben

Dein Welpe muss nicht am ersten Tag jeden Raum erkunden. Seine neue Welt darf sich langsam und gemeinsam mit dir erweitern.

Begrenzung als Ersatz für Aufsicht nutzen

Auch in einem gesicherten Bereich braucht dein Welpe Beobachtung, Kontakt und eine Bezugsperson, die seine Bedürfnisse wahrnimmt.

Keinen festen Ruheplatz anbieten

Auch bei viel Bewegungsfreiheit braucht dein Welpe einen klaren und geschützten Ort, an dem er ungestört schlafen kann.

Freiheit nach einem festen Zeitplan erweitern

Es gibt keinen Tag, an dem jeder Welpe automatisch bereit für die gesamte Wohnung ist. Beobachte deinen individuellen Hund.

Unruhe mit noch mehr Freiheit beantworten

Wenn dein Welpe rastlos durch die Wohnung läuft, braucht er nicht zwangsläufig mehr Raum. Manchmal hilft ein übersichtlicherer Alltag mit mehr Ruhe.

FAQ – häufige Fragen zu Welpenzimmer, Welpenbereich und freiem Zugang

Braucht ein Welpe ein eigenes Welpenzimmer?

Nein. Ein eigenes Zimmer ist nicht notwendig. Häufig reicht ein sicherer und überschaubarer Bereich in einem Raum, in dem sich auch die Bezugspersonen regelmäßig aufhalten. Entscheidend sind Ruhe, Sicherheit und soziale Einbindung.

Sollte ein Welpe freien Zugang zur ganzen Wohnung haben?

Das ist nicht notwendig. Gerade in der ersten Zeit kann es sinnvoll sein, den zugänglichen Bereich überschaubar zu halten und weitere Räume schrittweise hinzuzunehmen. Dadurch kannst du deinen Welpen leichter beobachten und mögliche Gefahren besser kontrollieren.

Wie viel Platz braucht ein Welpe am Anfang?

Dafür gibt es keine bestimmte Quadratmeterzahl. Ein Welpe braucht ausreichend Platz, um sich bequem zu bewegen, zu schlafen, zu trinken und am Alltag teilzunehmen. Eine sehr große frei zugängliche Fläche ist für sein Wohlbefinden nicht erforderlich.

Wo sollte der Welpenbereich eingerichtet werden?

Sinnvoll ist ein ruhiger Bereich mit Nähe zum Familienalltag. Dein Welpe sollte seine Bezugspersonen wahrnehmen können, ohne mitten in einem stark frequentierten Durchgangsbereich schlafen zu müssen.

Kann ein Welpe in einem separaten Zimmer schlafen?

Gerade unmittelbar nach dem Einzug kann eine vollständige räumliche Trennung schwierig sein. Dein Welpe hat gerade seine vertraute Umgebung verlassen und benötigt zunächst Sicherheit und Nähe. Wie der spätere Schlafplatz gestaltet wird, kann anschließend schrittweise entwickelt werden.

Hilft ein Welpenbereich bei der Stubenreinheit?

Ein kleinerer Bereich macht deinen Welpen nicht automatisch stubenrein. Er erleichtert dir jedoch häufig die Beobachtung. Dadurch kannst du Anzeichen, dass dein Welpe sich lösen muss, schneller erkennen und entsprechend reagieren.

Wann darf ein Welpe die ganze Wohnung erkunden?

Dafür gibt es keinen festen Zeitpunkt. Weitere Räume können nach und nach hinzukommen, wenn dein Welpe im neuen Zuhause sicherer wird und du ihn im Alltag besser einschätzen kannst. Entscheidend ist der individuelle Hund und nicht eine bestimmte Anzahl von Tagen.

Ist ein Laufstall für Welpen sinnvoll?

Ein ausreichend großer und sicher gestalteter Welpenauslauf kann in bestimmten Alltagssituationen eine praktische Begrenzung sein. Er sollte jedoch nicht dazu dienen, den Welpen dauerhaft aufzubewahren oder menschliche Nähe und Aufsicht zu ersetzen.

Sollte ein Welpe überall hinterherlaufen dürfen?

Dein Welpe darf Nähe suchen und sich an dir orientieren. Gleichzeitig muss er nicht jede deiner Bewegungen durch die gesamte Wohnung begleiten. Gerade wenn er eigentlich müde ist, kann ein klarer Ruhebereich helfen, nicht bei jedem Ortswechsel erneut aufzustehen.

Wie erkenne ich, dass mein Welpe zu viel Freiheit hat?

Hinweise können beispielsweise ständiges Umherlaufen, Schwierigkeiten beim Einschlafen, permanentes Hinterherlaufen oder das fortlaufende Suchen nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten sein. Solche Verhaltensweisen haben jedoch nicht nur eine mögliche Ursache. Betrachte deshalb immer den gesamten Alltag deines Welpen.

Fazit: Ein sicherer Ausgangsbereich ist oft sinnvoller als Welpenzimmer oder grenzenlose Freiheit

Bei der Frage „Welpenzimmer oder freier Zugang?“ gibt es keine Lösung, die für jeden Welpen und jeden Haushalt gleichermaßen passt. Ein separates Zimmer ist nicht notwendig – und die gesamte Wohnung muss ebenfalls nicht vom ersten Tag an frei zugänglich sein.

Für viele Welpen ist ein überschaubarer, sicherer und sozial eingebundener Ausgangsbereich ein guter Mittelweg. Dort können sie ankommen, schlafen und ihre Menschen beobachten. Weitere Räume kommen hinzu, wenn der junge Hund bereit dafür ist.

Entscheidend ist nicht, wie viel Raum dein Welpe besitzt, sondern wie verständlich du diesen Raum gestaltest. Sicherheit, Ruhe, Nähe und Orientierung sind in den ersten Wochen wichtiger als möglichst große Freiheit.

Nach der Fichtlmeier-Methode bedeutet Führung auch hier nicht permanente Kontrolle. Du gibst deinem Welpen einen verlässlichen Rahmen, beobachtest seine Körpersprache und lässt seine Welt gemeinsam mit ihm wachsen.

Du möchtest sichergehen, dass du alles vorbereitet hast und keine wichtigen Details übersiehst? Die Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart begleitet dich individuell und praxisnah auf dem Weg zu einem gelungenen Start mit deinem Welpen.

Zusätzlich findest du in der Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Website wertvolle Impulse für die ersten Wochen mit deinem Welpen – rund um Orientierung, Kommunikation, Vertrauen und einen sicheren gemeinsamen Start.

Den Welpeneinzug in Stuttgart gut vorbereiten

Du bist unsicher, wie du dein Zuhause für deinen Welpen vorbereiten und wie viel Freiheit du ihm am Anfang geben solltest?

Bei Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir dich bereits vor dem Einzug und während der ersten gemeinsamen Zeit. Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen für uns Wahrnehmung, Körpersprache, verständliche Kommunikation, Vertrauen und freiwillige Orientierung am Menschen im Mittelpunkt.

In der individuellen Kaufberatung und Welpenbegleitung können wir gemeinsam Wohnsituation, Welpenplatz, Erstausstattung, Tagesstruktur, Ruhe und die ersten Tage im neuen Zuhause betrachten. Weitere Informationen sowie die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier findest du auf unserer Website.

Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen

Meine Empfehlung für die Welpenzeit

Grunderziehung für Welpen

Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode von Anton Fichtlmeier

Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode

Wenn du deinen Welpen von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die Welpenzeit.

Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.

Welpenbuch bei Amazon ansehen →

Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Top Neuigkeiten

Hundetraining Wissen aus Stuttgart

Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.

Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.