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Welpensicheres Zuhause worauf achten

  • Isabel Scheu
  • 25.02.2026
  • Welpe zieht ein

Welpensicheres Zuhause – so machst du Wohnung und Haus sicher für deinen Welpen

Ein Welpe zieht ein – neugierig, tapsig und voller Entdeckerdrang. Was für uns oft niedlich aussieht, kann im Alltag schnell gefährlich werden. Denn aus Sicht eines jungen Hundes ist dein Zuhause eine völlig neue Welt voller Gerüche, Gegenstände, Geräusche und vermeintlicher Spielmöglichkeiten.

Stromkabel werden angeknabbert, Mülleimer untersucht, Zimmerpflanzen getestet und kleine Gegenstände blitzschnell ins Maul genommen. Genau deshalb solltest du deine Wohnung oder dein Haus möglichst schon vor dem Einzug welpensicher vorbereiten.

Ein welpensicheres Zuhause bedeutet dabei nicht, deinen Hund permanent zu kontrollieren oder jede Form von Neugier zu verhindern. Vielmehr geht es darum, vermeidbare Gefahren aus dem Weg zu räumen, einen überschaubaren Rahmen zu schaffen und deinem Welpen die Möglichkeit zu geben, seine neue Umgebung möglichst sicher kennenzulernen.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du dein Zuhause welpensicher machst, welche Gefahrenquellen besonders häufig übersehen werden, welche Zimmerpflanzen und Lebensmittel problematisch sein können, wie du Stromkabel, Treppen, Balkon und Küche sicherst und worauf du in den ersten Wochen besonders achten solltest.

Kurze Antwort: Ein welpensicheres Zuhause entsteht vor allem dadurch, dass Stromkabel, Medikamente, Reinigungsmittel, giftige Pflanzen, Lebensmittel, Kleinteile, Mülleimer, Treppen, Fenster und Balkon zuverlässig gesichert werden. Räume mit erhöhtem Risiko können zunächst begrenzt zugänglich sein. Am besten gehst du vor dem Einzug einmal auf Welpenhöhe durch Wohnung oder Haus und prüfst systematisch, was erreichbar, verschluckbar, giftig oder gefährlich sein könnte.

Welpensicheres Zuhause – das Wichtigste im Überblick

Strom und Kabel sichern

Ladekabel, Mehrfachsteckdosen und frei liegende Leitungen gehören außerhalb der Reichweite deines Welpen.

Giftstoffe wegschließen

Medikamente, Reinigungsmittel, Chemikalien und problematische Lebensmittel müssen sicher und unerreichbar aufbewahrt werden.

Kleinteile entfernen

Batterien, Münzen, Kinderspielzeug, Socken und andere verschluckbare Gegenstände sollten nicht frei herumliegen.

Treppen und Balkon kontrollieren

Absturzstellen und Bereiche, die dein Welpe unbeaufsichtigt erreichen könnte, müssen zuverlässig gesichert werden.

Gefährliche Räume begrenzen

Küche, Bad, Abstellraum oder Keller müssen nicht vom ersten Tag an frei zugänglich sein.

Auf Welpenhöhe denken

Prüfe deine Wohnung aus der Perspektive eines kleinen Hundes. Gerade bodennahe Dinge werden schnell interessant.

Warum du dein Zuhause schon vor dem Welpeneinzug sichern solltest

Welpen lernen ihre Umwelt zu einem großen Teil durch Erkunden kennen. Dabei wird geschnuppert, gekaut, geschoben, gezogen und ausprobiert. Das ist normales Verhalten – gleichzeitig können daraus im Haushalt gefährliche Situationen entstehen.

Gerade in den ersten Tagen kennst du deinen Welpen noch nicht gut genug, um zuverlässig vorherzusagen, was er besonders spannend findet. Der eine interessiert sich für Schuhe, der nächste für Kabel und ein anderer entdeckt innerhalb weniger Minuten den Mülleimer.

Gute Vorbereitung nimmt deshalb nicht jede Freiheit weg. Sie verhindert vielmehr, dass du deinen Welpen ständig unterbrechen, wegtragen oder vor gefährlichen Gegenständen zurückhalten musst.

Je besser die Umgebung vorbereitet ist, desto leichter kannst du deinen Welpen beobachten und kennenlernen, statt permanent nur Gefahren abzuwehren.

Stromkabel und Steckdosen welpensicher machen

Frei zugängliche Stromkabel gehören zu den Gefahrenquellen, die du bereits vor dem Einzug prüfen solltest. Ein dünnes Ladekabel oder eine herunterhängende Leitung kann für einen jungen Hund wie ein interessantes Kauspielzeug wirken.

So kannst du Kabel sicherer gestalten

  • Kabel möglichst hinter oder unter Möbeln verlegen
  • Kabelkanäle oder geeignete Kabelschutzlösungen verwenden
  • Ladekabel nach Gebrauch wegräumen
  • Mehrfachsteckdosen nicht frei auf dem Boden liegen lassen
  • Stehlampen und andere Geräte auf frei erreichbare Kabel prüfen
  • nicht benötigte Geräte ausstecken und Leitungen entfernen

Ein angeknabbertes Stromkabel kann zu schweren Verletzungen führen. Gerade bei Elektrizität solltest du deshalb nicht darauf setzen, dass dein Welpe schon „lernen wird“, das Kabel in Ruhe zu lassen.

Weitere unterschätzte Gefahren im Haushalt findest du auch im Beitrag über gefährliche Haushaltsreiniger.

Putzmittel, Medikamente und Chemikalien sicher aufbewahren

Reinigungsmittel, Medikamente und andere Haushaltschemikalien gehören konsequent außerhalb der Reichweite deines Welpen. Ein niedriger Schrank ist nur dann ausreichend, wenn er zuverlässig geschlossen beziehungsweise gesichert werden kann.

Besonders wichtig ist

  • Reinigungsmittel sicher und geschlossen aufzubewahren
  • Medikamente nicht auf Nachttischen oder niedrigen Ablagen liegen zu lassen
  • Waschmittel und Spülmaschinenprodukte unzugänglich zu lagern
  • Salben, Cremes und Nahrungsergänzungen wegzuräumen
  • Eimer mit Reinigungswasser nicht unbeaufsichtigt stehen zu lassen
  • verschüttete Chemikalien sofort vollständig zu beseitigen

Auch Medikamente, die für Menschen alltäglich und harmlos wirken, können für Hunde gefährlich sein. Mehr dazu findest du im Beitrag Vorsicht bei Medikamenten.

Wenn dein Hund möglicherweise etwas Giftiges aufgenommen hat, findest du ergänzende Informationen unter Erste Hilfe bei Vergiftungen beim Hund.

Giftige Zimmer- und Gartenpflanzen vor dem Einzug überprüfen

Zimmerpflanzen werden bei der Vorbereitung auf einen Welpen häufig vergessen. Für einen neugierigen jungen Hund können Blätter, Stängel, Blüten oder Pflanzenerde jedoch ausgesprochen interessant sein.

Welche Pflanzen tatsächlich problematisch sind, hängt von der jeweiligen Art ab. Deshalb solltest du jede vorhandene Zimmer- und Gartenpflanze einzeln prüfen und dich nicht allein darauf verlassen, dass eine Pflanze schon lange problemlos im Haushalt steht.

Beispiele für Pflanzen, die für Hunde problematisch sein können

  • Dieffenbachie
  • Efeu
  • Alpenveilchen
  • Weihnachtsstern
  • Ficus-Arten
  • Yucca

Auch Pflanzenerde, Dünger und Granulate sollten für deinen Welpen nicht frei zugänglich sein. Einen ausführlicheren Überblick findest du im Beitrag über giftige Zimmer- und Gartenpflanzen für Hunde.

Mülleimer, Biomüll und Essensreste für Welpen unzugänglich machen

Ein Mülleimer ist für viele Welpen eine besonders spannende Geruchsquelle. Küchenabfälle, Verpackungen und Lebensmittelreste können dabei jedoch erhebliche Risiken bergen.

Darauf solltest du achten

  • stabile und möglichst geschlossene Mülleimer verwenden
  • Biomüll nicht offen stehen lassen
  • Abfallbeutel nicht vorübergehend auf dem Boden abstellen
  • Essensreste direkt sicher entsorgen
  • Verpackungen mit Lebensmittelresten nicht frei zugänglich lassen

Besonders problematisch sind unter anderem Lebensmittel wie Schokolade, Weintrauben beziehungsweise Rosinen, Zwiebeln oder Produkte mit Xylit. Welche Lebensmittel für Hunde gefährlich sein können, erfährst du ausführlicher im Beitrag Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?.

Kleinteile und verschluckbare Gegenstände konsequent wegräumen

Welpen nehmen Gegenstände schnell ins Maul. Dabei kann alles interessant werden, was herumliegt – unabhängig davon, ob es ursprünglich als Hundespielzeug gedacht war.

Typische verschluckbare Gegenstände im Haushalt

  • Batterien
  • Münzen
  • Haargummis und Gummibänder
  • Ohrringe und Schmuck
  • kleine Kinderspielzeuge
  • Socken und Unterwäsche
  • Knöpfe und kleine Bastelmaterialien
  • Plastikteile und Verpackungen

Besonders Batterien oder scharfkantige Gegenstände können zusätzliche Risiken darstellen. Aber auch weiche Dinge wie Socken können nach dem Verschlucken zu einem Fremdkörperproblem führen.

Weitere Informationen zu problematischen Kau- und Fressgegenständen findest du beispielsweise im Beitrag über Knochen als Gefahr.

Treppen für Welpen sicher gestalten

Treppen sind gerade für einen neugierigen Welpen interessant, sollten aber nicht unbeaufsichtigt zur freien Rennstrecke werden. Neben möglichen Stürzen spielt auch die körperliche Entwicklung eine Rolle.

Je nach Wohnsituation können Treppengitter sinnvoll sein. Vor allem offene Treppen oder Bereiche, in denen ein Welpe durch Zwischenräume rutschen könnte, solltest du besonders kritisch prüfen.

Wenn dein Welpe Treppen kennenlernt, ist eine ruhige und kontrollierte Begleitung sinnvoller als hektisches Hoch- und Herunterrennen.

Fenster und Balkon welpensicher machen

Balkone, bodentiefe Fenster und offene Fenster gehören ebenfalls auf deine Sicherheitsliste. Prüfe insbesondere, ob dein Welpe durch Geländer, Zwischenräume oder andere Öffnungen passen könnte.

Beim Balkon solltest du kontrollieren

  • Abstände zwischen Geländerstäben
  • offene Bereiche am Boden
  • Möbel oder Gegenstände, die als Kletterhilfe dienen können
  • Pflanzen und Pflanzgefäße
  • lose Gegenstände und Dekoration

Auch geöffnete oder gekippte Fenster sollten nicht als selbstverständlich sicher angesehen werden. Dein Welpe sollte entsprechende Bereiche nicht unbeaufsichtigt erreichen können.

Wie viel Freiraum braucht dein Welpe im Zuhause?

Ein welpensicheres Zuhause bedeutet nicht automatisch, dass dein Welpe vom ersten Tag an Zugang zu jedem Raum haben muss. Gerade in den ersten Tagen kann ein überschaubarer Bereich den Alltag deutlich erleichtern.

Küche, Bad, Arbeitszimmer, Schlafzimmer und weitere Räume können nach und nach hinzukommen. So musst du nicht das gesamte Zuhause gleichzeitig hundertprozentig absichern und kannst beobachten, wie dein Welpe mit seinem Bewegungsradius umgeht.

Ausführlicher behandeln wir dieses Thema im Beitrag Welpenzimmer oder freier Zugang?.

Teppiche, Vorhänge und Möbel aus Welpensicht überprüfen

Nicht jeder gefährliche Gegenstand wirkt auf den ersten Blick gefährlich. Vorhänge, Teppichkanten, Tischdecken oder lose Dekoration können beispielsweise zum Ziehen und Zerren einladen.

Prüfe besonders

  • lose Teppichkanten
  • rutschende Teppiche und Läufer
  • lange Vorhänge in Bodennähe
  • herunterhängende Tischdecken
  • instabile Dekorationsgegenstände
  • Stehlampen und deren Kabel

Du musst dein Zuhause dabei nicht vollständig leer räumen. Entferne zunächst vor allem Dinge, bei denen ein realistisches Verletzungs- oder Verschluckungsrisiko besteht.

Küche welpensicher machen

Die Küche vereint besonders viele potenzielle Gefahren: Lebensmittel, Müll, Reinigungsmittel, heiße Flächen, herunterfallende Gegenstände und offene Schränke.

In der Küche solltest du besonders darauf achten

  • Lebensmittel nicht in erreichbarer Höhe liegen zu lassen
  • Mülleimer zuverlässig zu sichern
  • Reinigungsmittel unzugänglich aufzubewahren
  • scharfe Gegenstände nicht über den Rand von Arbeitsflächen ragen zu lassen
  • heiße Backofentüren und Kochbereiche zu beachten
  • offene Spülmaschinen nicht unbeaufsichtigt zugänglich zu lassen

Wenn du die Küche gerade nicht überblicken kannst, kann es einfacher sein, den Zugang vorübergehend zu begrenzen.

Bad und Abstellräume sicher gestalten

Auch im Badezimmer liegen häufig Gegenstände, die für einen Welpen interessant werden können: Medikamente, Kosmetikprodukte, Reinigungsmittel, Rasierer, Wattepads oder kleine Verpackungen.

Halte den Toilettendeckel geschlossen und achte darauf, dass dein Welpe keine Reinigungsmittel oder andere Substanzen aus offenen Gefäßen aufnehmen kann.

Waschmaschine und Trockner sollten vor dem Einschalten grundsätzlich kontrolliert werden. Türen dieser Geräte lässt du am besten geschlossen, wenn sie nicht gerade benutzt werden.

Auch Garten und Terrasse müssen welpensicher sein

Ein eigener Garten wirkt zunächst wie der perfekte sichere Bereich für einen Welpen. Auch dort können jedoch Risiken bestehen.

Im Garten solltest du kontrollieren

  • Zäune und mögliche Schlupflöcher
  • Gartentore und deren Verschlüsse
  • giftige Pflanzen
  • Dünger, Pflanzenschutz- und Schädlingsmittel
  • Werkzeuge und scharfkantige Gegenstände
  • Teiche, Pools und andere Wasserstellen
  • Grillzubehör und Essensreste

Gerade sehr kleine Welpen passen durch Öffnungen, die aus menschlicher Sicht vollkommen unproblematisch wirken.

Der beste Sicherheitscheck: Geh einmal auf Welpenhöhe

Eine der praktischsten Methoden ist erstaunlich einfach: Geh vor dem Einzug einmal durch jeden zugänglichen Raum und betrachte ihn aus der Perspektive eines kleinen Hundes.

Was liegt auf dem Boden? Welche Kabel hängen herunter? Welche Schubladen oder Schränke sind erreichbar? Wo stehen Pflanzen? Welche Gegenstände könnten vom Tisch gezogen werden?

Frage dich bei jedem Raum

  • Kann mein Welpe daran kauen?
  • Kann er es verschlucken?
  • Kann es umfallen?
  • Kann er daran hochklettern?
  • Kann er sich darin verfangen?
  • Ist der Gegenstand giftig oder scharf?
  • Kann er von hier abstürzen oder entkommen?

Dieser Perspektivwechsel findet oft Gefahren, die beim normalen Herumlaufen durch die Wohnung überhaupt nicht auffallen.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Sicherheit schafft Raum für Orientierung

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, Körpersprache, verständliche Kommunikation und freiwillige Orientierung am Menschen.

Ein welpensicheres Zuhause passt genau zu diesem Gedanken. Wenn gefährliche Situationen bereits durch gute Vorbereitung verhindert werden, musst du deinen Welpen deutlich seltener ständig korrigieren oder von Dingen wegziehen.

Dein Welpe darf seine Umgebung erkunden, während du beobachtest und den Rahmen gestaltest. Führung bedeutet dabei nicht, jede Bewegung zu kontrollieren. Sie bedeutet, Verantwortung für Situationen zu übernehmen, die dein junger Hund noch nicht selbst einschätzen kann.

Gleichzeitig ist nicht jeder interessante Gegenstand automatisch verboten. Dein Welpe darf entdecken und Erfahrungen sammeln – aber innerhalb eines Rahmens, den du so gestaltest, dass vermeidbare Gefahren möglichst gar nicht erst entstehen.

Genau dadurch kann mehr echte Freiheit entstehen: nicht durch grenzenlosen Zugang, sondern durch einen verlässlichen und verständlichen Rahmen.

Welpensicher wohnen in Stuttgart – auch in kleinen Stadtwohnungen

Gerade in Stuttgart leben viele Hundehalter mit ihrem Welpen in einer Wohnung. Begrenzter Platz ist dabei kein Nachteil, solange die vorhandene Fläche sinnvoll vorbereitet wird.

In einer Wohnung in Stuttgart-Ost, Bad Cannstatt, Degerloch oder einem anderen dicht bebauten Stadtteil spielen möglicherweise zusätzliche Faktoren eine Rolle: Treppenhäuser, Balkone, Aufzüge, offene Haustüren oder gemeinsam genutzte Flure.

Besonders Wohnungstüren solltest du im Blick behalten. Ein Welpe kann deutlich schneller im Treppenhaus stehen, als man zunächst vermutet. Auch Balkon und Fenster verdienen in Stadtwohnungen besondere Aufmerksamkeit.

Gleichzeitig muss dein Zuhause nicht zum vollständig abgeschotteten Bereich werden. Gerade weil draußen in Stuttgart viele Umweltreize warten, kann eine sichere und überschaubare Wohnung deinem Welpen einen verlässlichen Ausgangspunkt geben.

Diese Fehler solltest du beim welpensicheren Zuhause vermeiden

Nur offensichtliche Gefahren beseitigen

Gerade Kleinteile, Kabel, Medikamente und Pflanzen werden leicht übersehen. Kontrolliere jeden Raum systematisch.

Auf Erziehung statt Vorsorge setzen

Bei lebensgefährlichen Dingen wie Stromkabeln oder Giftstoffen solltest du dich nicht darauf verlassen, dass dein Welpe sie einfach in Ruhe lässt.

Die ganze Wohnung sofort freigeben

Ein kleinerer sicherer Ausgangsbereich kann in den ersten Tagen übersichtlicher sein als sofortiger Zugang zu allen Räumen.

Abfall kurzfristig auf dem Boden abstellen

Auch ein Müllbeutel, der nur wenige Minuten vor der Tür steht, kann für einen neugierigen Welpen interessant werden.

Giftige Pflanzen nur höher stellen

Prüfe, ob dein Welpe wirklich nicht an Blätter, herabfallende Pflanzenteile oder Erde gelangen kann. Im Zweifel ist ein anderer Standort sicherer.

Sicherheit einmalig abhaken

Dein Welpe wächst und wird beweglicher. Was heute unerreichbar ist, kann wenige Wochen später problemlos erreichbar sein.

FAQ – häufige Fragen zum welpensicheren Zuhause

Wie mache ich meine Wohnung welpensicher?

Räume Stromkabel, Medikamente, Reinigungsmittel, giftige Pflanzen, Lebensmittel und verschluckbare Kleinteile aus der Reichweite deines Welpen. Sichere außerdem Mülleimer, Treppen, Balkon und Fenster und kontrolliere jeden zugänglichen Raum aus Welpenhöhe.

Was muss vor dem Einzug eines Welpen unbedingt weggeräumt werden?

Besonders wichtig sind Medikamente, Chemikalien, Lebensmittel, Batterien, kleine Gegenstände, Kabel und alles, was verschluckt oder angeknabbert werden könnte. Auch Pflanzen und Mülleimer solltest du kontrollieren.

Wie sichere ich Stromkabel vor einem Welpen?

Kabel sollten möglichst hinter Möbeln, in Kabelkanälen oder mit geeigneten Schutzlösungen verlegt werden. Ladekabel und Mehrfachsteckdosen solltest du nicht frei auf dem Boden liegen lassen.

Welche Zimmerpflanzen sind für Welpen gefährlich?

Zahlreiche Zimmerpflanzen können für Hunde problematisch sein. Dazu gehören beispielsweise Dieffenbachie, Efeu, Alpenveilchen, Weihnachtsstern und verschiedene Ficus-Arten. Prüfe jede vorhandene Pflanze individuell und stelle problematische Pflanzen sicher außer Reichweite oder entferne sie.

Welche Lebensmittel dürfen Welpen auf keinen Fall fressen?

Für Hunde können unter anderem Schokolade, Weintrauben beziehungsweise Rosinen, Zwiebeln und Produkte mit Xylit gefährlich sein. Essensreste und Küchenabfälle sollten deshalb immer sicher aufbewahrt werden.

Muss ich Treppen für einen Welpen absperren?

Das hängt von der Treppe und deiner Wohnsituation ab. Besonders offene, steile oder unbeaufsichtigt zugängliche Treppen können mit einem geeigneten Gitter gesichert werden. Treppen sollten zunächst ruhig und kontrolliert kennengelernt werden.

Ist ein Balkon für einen Welpen gefährlich?

Ein Balkon kann sicher genutzt werden, wenn Geländer, Zwischenräume, Möbel, Pflanzen und mögliche Kletterhilfen sorgfältig kontrolliert wurden. Dein Welpe sollte insbesondere anfangs nicht unbeaufsichtigt Zugang haben.

Sollte ein Welpe Zugang zur ganzen Wohnung haben?

Das ist nicht notwendig. Ein sicherer und überschaubarer Ausgangsbereich kann gerade in den ersten Tagen sinnvoll sein. Weitere Räume können schrittweise hinzukommen, wenn dein Welpe im neuen Zuhause sicherer wird.

Was mache ich, wenn mein Welpe etwas Gefährliches verschluckt hat?

Bei einem möglichen Fremdkörper oder einer giftigen Substanz solltest du möglichst schnell tierärztlichen Rat einholen. Versuche nicht eigenmächtig, Erbrechen auszulösen, sofern dies nicht ausdrücklich tierärztlich angeordnet wurde.

Wie lange muss eine Wohnung welpensicher bleiben?

Dafür gibt es keinen festen Zeitpunkt. Dein Hund wird mit der Zeit zuverlässiger, gleichzeitig wächst seine Reichweite. Passe die Sicherung deshalb an seine Entwicklung an und entferne Schutzmaßnahmen erst, wenn sie tatsächlich nicht mehr benötigt werden.

Wie oft sollte ich mein Zuhause auf neue Gefahren kontrollieren?

Gerade während des Wachstums lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle. Dein Welpe wird größer, beweglicher und geschickter. Gegenstände, die anfangs unerreichbar waren, können deshalb später plötzlich interessant werden.

Fazit: Ein welpensicheres Zuhause schafft echte Freiheit

Ein welpensicheres Zuhause bedeutet nicht, deinen Hund in Watte zu packen. Es bedeutet, Verantwortung für Gefahren zu übernehmen, die ein junger Hund selbst noch nicht einschätzen kann.

Wenn Stromkabel, Giftstoffe, Lebensmittel, Kleinteile, Treppen und andere Risiken sinnvoll gesichert sind, kannst du deinem Welpen deutlich entspannter Raum zum Erkunden geben.

Schau dir dein Zuhause deshalb nicht nur aus deiner eigenen Perspektive an. Geh auf Welpenhöhe und frage dich bei jedem Raum, was erreichbar, verschluckbar, giftig oder instabil sein könnte.

Nach der Fichtlmeier-Methode bedeutet gute Führung auch, Situationen vorausschauend zu gestalten. Sicherheit schafft dadurch nicht weniger Freiheit – sondern einen Rahmen, in dem dein Welpe seine neue Welt gemeinsam mit dir kennenlernen kann.

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