Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
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Was du vor Welpeneinzug wissen solltest
- Isabel Scheu
- 20.02.2026
- Welpe zieht ein
Was du vor dem Welpeneinzug unbedingt wissen solltest
Ein Welpe zieht ein – für viele Menschen geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Vorfreude ist riesig, das Zuhause wird vorbereitet und wahrscheinlich hast du schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie euer gemeinsames Leben aussehen soll. Doch zwischen Vorfreude und Realität liegen gerade in den ersten Wochen viele kleine und große Herausforderungen.
Ein Welpe ist nicht nur niedlich und verspielt. Er muss sich lösen, schläft zu ungewohnten Zeiten, nimmt Dinge ins Maul, versteht unsere Regeln noch nicht und kann neue Situationen nicht automatisch richtig einschätzen. Gleichzeitig verlässt er mit dem Einzug nahezu seine gesamte bisher vertraute Welt.
Deshalb beginnt ein guter Welpenstart nicht erst mit der ersten Trainingseinheit. Viel wichtiger sind Vorbereitung, Ruhe, Sicherheit, verständliche Kommunikation und realistische Erwartungen. Je besser du bereits vor dem Einzug weißt, was auf dich zukommt, desto weniger musst du später unter Zeitdruck improvisieren.
In diesem Ratgeber erfährst du, was du vor dem Welpeneinzug wirklich wissen solltest, welche Vorbereitungen sinnvoll sind, was dein Welpe in den ersten Tagen braucht, welche Fehler du vermeiden kannst und warum nach der Fichtlmeier-Methode zunächst Orientierung und Kommunikation vor möglichst vielen Kommandos stehen.
Kurze Antwort: Vor dem Welpeneinzug solltest du vor allem Alltag, Betreuung, Schlafplatz, Futter, Sicherheit, Transport, Tierarzt, Versicherungen und die ersten ruhigen Tage organisieren. Dein Welpe braucht nicht sofort möglichst viel Training oder Beschäftigung. Wichtiger sind ausreichend Schlaf, ein überschaubares Umfeld, verlässliche Menschen und eine klare, verständliche Kommunikation. Plane außerdem ein, dass Stubenreinheit, Alleinbleiben, Leinenführung und andere Alltagsthemen Zeit benötigen.
Welpeneinzug vorbereiten – das Wichtigste im Überblick
Zeit einplanen
Die ersten Tage sollten möglichst ruhig sein. Plane Arbeit, Termine und Betreuung bereits vor der Abholung.
Zuhause sichern
Kabel, Medikamente, Pflanzen, Treppen, Lebensmittel und verschluckbare Kleinteile sollten vor dem Einzug überprüft werden.
Ruheplatz vorbereiten
Dein Welpe braucht einen geschützten Ort zum Schlafen, an dem er nicht ständig angesprochen oder beschäftigt wird.
Erwartungen anpassen
Stubenreinheit, Leinenführung, Alleinbleiben und Impulskontrolle entstehen nicht innerhalb weniger Tage.
Weniger Programm
Besucher, Stadtbummel, Hundetreffen und Training müssen nicht sofort nach dem Einzug stattfinden.
Kommunikation zuerst
Beobachte deinen Welpen, lerne seine Körpersprache kennen und schaffe einen verständlichen gemeinsamen Alltag.
Die erste Zeit mit einem Welpen ist intensiv – plane sie bewusst
Einer der wichtigsten Punkte vor dem Welpeneinzug ist die Frage, wie dein Alltag unmittelbar nach der Abholung aussieht. Ein junger Hund kann nicht einfach in den bestehenden Tagesablauf hineingesetzt werden und vom ersten Tag an mehrere Stunden allein bleiben.
Wenn es dir möglich ist, plane rund um den Einzug freie oder zumindest deutlich reduzierte Zeit ein. Wie lange du tatsächlich zuhause sein solltest, lässt sich nicht pauschal mit zwei oder drei Wochen beantworten. Entscheidend ist vielmehr, dass du den Alltag deines Welpen schrittweise aufbauen kannst und nicht wenige Tage nach der Abholung plötzlich eine vollkommen andere Situation entsteht.
Klär vor dem Einzug möglichst
- wer sich an welchen Tagen um den Welpen kümmert
- wie berufliche Termine organisiert werden
- wer einspringen kann, wenn du krank wirst
- wie der Tagesablauf ungefähr aussehen soll
- wo der Welpe schlafen wird
- wie häufig er Gelegenheit zum Lösen bekommt
- wie ihr die ersten Nächte gestaltet
Auch der konkrete Tag der Abholung verdient Planung. Im Beitrag Welpeneinzug planen erfährst du ausführlicher, welche Uhrzeit und welcher Tagesablauf für die ersten Stunden sinnvoll sein können.
Überlege vorher, wie viel Raum dein Welpe zunächst bekommt
Ein Welpe muss nicht am ersten Tag die gesamte Wohnung oder das ganze Haus frei erkunden können. Ein überschaubarer Bereich kann gerade zu Beginn hilfreich sein, weil du deinen jungen Hund besser beobachten und Gefahren leichter kontrollieren kannst.
Gleichzeitig sollte Begrenzung nicht bedeuten, dass dein Welpe von den Menschen getrennt und allein in einem separaten Raum untergebracht wird.
Häufig funktioniert ein sicherer Bereich im Wohnraum gut, von dem aus dein Welpe den Alltag wahrnehmen kann. Weitere Räume dürfen später Schritt für Schritt hinzukommen.
Die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungen findest du im Beitrag Welpenzimmer oder freier Zugang?.
Welpenerstausstattung: Du brauchst weniger, als viele Einkaufslisten vermuten lassen
Im Fachhandel scheint es für nahezu jede Situation ein eigenes Welpenprodukt zu geben. Tatsächlich braucht dein Hund für den Anfang eine überschaubare Grundausstattung.
Zur wichtigen Grundausstattung gehören
- passende Leine
- gut sitzendes Halsband beziehungsweise Geschirr
- sichere Transportlösung
- Schlafplatz oder Hundedecke
- Futter- und Wassernapf
- bekanntes Welpenfutter
- wenige geeignete Spiel- und Kauartikel
- Kotbeutel
- grundlegende Pflegeutensilien
Qualität, Sicherheit und Passform sind wichtiger als eine möglichst lange Einkaufsliste. Dein Welpe wächst schnell und viele individuelle Vorlieben lernst du ohnehin erst nach dem Einzug kennen.
Eine ausführliche Einkaufshilfe findest du in unserer Checkliste für den Welpeneinzug.
Bereite einen sicheren Ruhe- und Rückzugsort vor
Schlaf und Ruhe gehören zu den wichtigsten Bedürfnissen eines Welpen. Deshalb sollte bereits vor der Abholung klar sein, wo dein Hund tagsüber zur Ruhe kommen und wo er nachts schlafen kann.
Der Ruheplatz sollte geschützt, aber nicht vollkommen isoliert liegen. Ein Ort mitten im Durchgang zwischen Küche, Flur und Wohnzimmer ist ebenso wenig ideal wie ein weit entferntes Zimmer, in dem dein Welpe nichts vom Familienalltag mitbekommt.
Noch wichtiger als das Hundebett selbst ist der Umgang damit: Wenn dein Welpe dort schläft oder sich zurückzieht, sollte er nicht ständig gestreichelt, geweckt oder zum Spielen aufgefordert werden.
Wie du diesen Bereich konkret gestaltest, erfährst du im Beitrag Welpenplatz richtig einrichten.
Welpe zieht ein: Erwartung und Realität liegen manchmal weit auseinander
Die Vorstellung vom Welpenleben ist häufig geprägt von gemeinsamen Spaziergängen, Kuscheln und schönen ersten Trainingserfolgen. Zur Realität gehören aber genauso Pfützen auf dem Boden, angekaute Gegenstände, schlaflose Nächte und ein Welpe, der abends plötzlich scheinbar vollkommen aufdreht.
Darauf solltest du dich einstellen
- Stubenreinheit braucht Zeit
- nachts kann dein Welpe dich zunächst mehrfach brauchen
- Welpen nehmen sehr vieles ins Maul
- Beiß- und Kauverhalten gehören zur Entwicklung
- Ruhe funktioniert nicht automatisch
- Rückschritte sind möglich
- nicht jeder Tag verläuft gleich
Genau deshalb hilft es, dich emotional nicht auf einen sofort „funktionierenden“ Hund vorzubereiten, sondern auf ein junges Lebewesen, das seine neue Welt erst kennenlernen muss.
Erziehung beginnt im Alltag – aber nicht mit möglichst vielen Kommandos
Dein Welpe lernt vom ersten Tag an. Er beobachtet deine Bewegungen, deine Reaktionen, Abläufe, Grenzen und Stimmungen. Deshalb beginnt gemeinsames Lernen tatsächlich sofort – aber nicht zwingend mit Sitz, Platz und Bleib.
Viel wichtiger ist zunächst, wie verständlich du Situationen gestaltest. Darf dein Welpe zur offenen Haustür hinausstürmen? Wie reagierst du, wenn er etwas Gefährliches aufnehmen möchte? Wie gestaltest du Fütterung, Ruhe und gemeinsame Wege?
Gute Vorbereitung bedeutet deshalb auch, dass sich alle Menschen im Haushalt vorher darüber verständigen, welche grundlegenden Regeln gelten sollen.
Klärt beispielsweise gemeinsam
- welche Räume zugänglich sind
- wie mit dem Ruheplatz umgegangen wird
- wie ihr auf Anspringen oder Beißen reagiert
- ob der Hund auf Sofa oder Bett darf
- wer welche Aufgaben übernimmt
- wie ihr gemeinsam kommunizieren möchtet
Warum wir Vorbereitung dabei wichtiger finden als ein möglichst frühes Trainingsprogramm, erfährst du ausführlicher im Beitrag Warum Vorbereitung wichtiger ist als Training.
Nach der Fichtlmeier-Methode: Erst kommunizieren – dann konditionieren
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei steht für uns nicht im Mittelpunkt, einen Welpen möglichst schnell auf zahlreiche Signale zu konditionieren.
Zunächst möchten wir verstehen: Wer ist dieser Hund? Wie nimmt er seine Umwelt wahr? Wie kommuniziert er? Wann sucht er Orientierung und wann benötigt er Ruhe?
Ein zentraler Gedanke lautet deshalb: Erst kommunizieren – dann konditionieren. Körpersprache, Wahrnehmung und Orientierung bilden die Grundlage, bevor einzelne Übungen zunehmend hinzukommen.
Das bedeutet nicht, dass dein Welpe keine Regeln bekommt. Im Gegenteil: Ein verlässlicher Rahmen kann ihm Sicherheit geben. Entscheidend ist jedoch, dass Führung nicht mit ständiger Kontrolle oder Härte verwechselt wird.
Du übernimmst Verantwortung für Situationen, gibst deinem Welpen Orientierung und hilfst ihm dabei, dich und eure gemeinsame Kommunikation zunehmend zu verstehen.
Sozialisation bedeutet nicht, möglichst viele Reize abzuhaken
Gerade beim ersten Welpen entsteht schnell der Eindruck, er müsse innerhalb weniger Wochen möglichst viele Menschen, Hunde, Orte, Verkehrsmittel und Untergründe kennenlernen.
Gute Sozialisation funktioniert jedoch nicht wie eine Checkliste. Entscheidend ist nicht nur, was dein Welpe erlebt, sondern wie er die Situation erlebt und ob er die Eindrücke verarbeiten kann.
Auch Hundekontakt ist nicht automatisch wertvoll, nur weil zwei Hunde miteinander interagieren. Wilde Welpentreffen ohne sinnvolle Begleitung können junge Hunde ebenso überfordern wie ein zu voller Umweltplan.
Im Beitrag Gute Sozialisation beim Welpen erklären wir ausführlicher, worauf es dabei ankommt.
Woran du eine passende Welpenschule erkennst
Eine gute Welpenschule kann euch von Anfang an wertvoll begleiten. Der Zeitpunkt sollte jedoch nicht ausschließlich anhand eines starren Altersplans gewählt werden.
Viel wichtiger sind Qualität, Gruppengröße, Trainingsphilosophie und die Frage, ob der individuelle Welpe in dieser Situation tatsächlich sinnvoll begleitet wird.
Eine gute Welpenschule sollte unter anderem
- nicht ausschließlich aus wildem Freispiel bestehen
- Ruhe und Orientierung berücksichtigen
- Körpersprache erklären
- individuelle Unterschiede der Hunde beachten
- kontrollierte und passende Sozialkontakte ermöglichen
- alltagsnahe Situationen einbeziehen
- Fragen der Halter ernst nehmen
Auch der Umgang mit Kindern und anderen Menschen sollte nicht zufällig entstehen. Hilfreiche Grundlagen findest du im Beitrag über kindgerechte Regeln im Umgang mit Hunden.
Tierarzt, Impfpass und Gesundheit vor dem Einzug organisieren
Suche dir möglichst schon vor der Abholung eine Tierarztpraxis, bei der du deinen Welpen betreuen lassen möchtest. So musst du bei einer plötzlichen gesundheitlichen Auffälligkeit nicht erst unter Zeitdruck nach einer Praxis suchen.
Vor dem Einzug solltest du wissen
- welche Tierarztpraxis dein Ansprechpartner ist
- welcher tierärztliche Notdienst beziehungsweise welche Tierklinik erreichbar ist
- welche Impfungen bisher erfolgt sind
- welche Parasitenbehandlungen durchgeführt wurden
- ob dein Welpe gechippt ist
- welche gesundheitlichen Unterlagen du vom Züchter erhältst
Informationen zu Heimtierausweis und wichtigen Unterlagen findest du im Beitrag Hundepass & Co..
Welche Impfungen für deinen individuellen Welpen sinnvoll und zu welchem Zeitpunkt vorgesehen sind, solltest du mit deiner Tierarztpraxis besprechen. Einen Überblick zum Thema findest du in unserem Impfplan für Welpen.
Mach dein Zuhause vor dem Einzug welpensicher
Welpen erkunden ihre Umwelt intensiv – und häufig mit dem Maul. Kabel, Zimmerpflanzen, Medikamente, Lebensmittel, Socken und kleine Gegenstände können dadurch schnell interessant werden.
Kontrolliere vor der Abholung besonders
- Stromkabel und Mehrfachsteckdosen
- Medikamente und Reinigungsmittel
- giftige Zimmerpflanzen
- Mülleimer und Essensreste
- Treppen
- Fenster und Balkon
- verschluckbare Kleinteile
- Kinderspielzeug
Die komplette Übersicht findest du in unserem Ratgeber Welpensicheres Zuhause – worauf du achten solltest.
Rechne damit, dass dein Welpe Dinge mit dem Maul erkundet
Ein Welpe, der an Teppichkanten, Schuhen oder Möbeln kaut, ist nicht automatisch „ungezogen“. Junge Hunde nutzen ihr Maul intensiv, um ihre Umwelt zu erkunden.
Gute Vorbereitung bedeutet deshalb, gefährliche oder wertvolle Gegenstände zunächst außer Reichweite zu bringen und wenige geeignete Kau- und Spielmöglichkeiten anzubieten.
Gleichzeitig solltest du nicht erwarten, dass ein Kauartikel jedes unerwünschte Verhalten verhindert. Beobachtung, Management und verständliche Kommunikation bleiben wichtig.
Stubenreinheit braucht Beobachtung und Geduld
Einer der häufigsten Stresspunkte in den ersten Wochen ist die Stubenreinheit. Dabei wird leicht vergessen, dass ein junger Hund seine körperlichen Bedürfnisse noch nicht so kontrollieren kann wie ein erwachsener Hund.
Besonders nach dem Schlafen, Fressen und aktiven Phasen solltest du aufmerksam sein und deinem Welpen Gelegenheit geben, sich zu lösen.
Ein Missgeschick im Haus ist kein absichtliches Fehlverhalten. Strafe hilft deinem Welpen deshalb nicht dabei zu verstehen, was du möchtest.
Viel hilfreicher sind gute Beobachtung, passende Möglichkeiten zum Lösen und ein ruhiger Umgang mit unvermeidbaren Missgeschicken.
Alleinbleiben beginnt nicht mit mehreren Stunden Abwesenheit
Wenn du später möchtest, dass dein Hund entspannt allein bleiben kann, solltest du dieses Thema bereits bei deiner Planung berücksichtigen. Das bedeutet jedoch nicht, deinen Welpen wenige Tage nach dem Einzug einfach mehrere Stunden allein zu lassen.
Zunächst sollte dein Welpe in seinem neuen Zuhause zur Ruhe kommen und erleben, dass der Alltag verlässlich ist. Kleine Distanzsituationen können anschließend schrittweise und passend zum individuellen Hund aufgebaut werden.
Plane deshalb schon vor dem Einzug, wer den Hund betreuen kann, wenn du kurzfristig länger außer Haus musst.
Welpe in Stuttgart: Der Stadtalltag braucht keine Eile
Wenn dein Welpe künftig in Stuttgart lebt, erwartet ihn möglicherweise ein deutlich reizreicherer Alltag als beim Züchter. Straßenbahnen, Autos, Fahrräder, Aufzüge, Treppenhäuser, Menschen und andere Hunde können je nach Wohnlage täglich dazugehören.
Gerade deshalb musst du nicht versuchen, bereits in den ersten Tagen die gesamte Stadt mit deinem Welpen kennenzulernen. Neue Situationen dürfen Schritt für Schritt entstehen.
Auch der Killesberg, der Rotwildpark, der Bärensee oder die Stuttgarter Weinberge laufen nicht weg. Dein Welpe hat ausreichend Zeit, diese Orte später gemeinsam mit dir zu entdecken.
In unserer Welpenschule in Stuttgart legen wir deshalb großen Wert darauf, Umweltreize nicht einfach abzuhaken, sondern den jungen Hund aufmerksam zu beobachten und ihm Orientierung in neuen Situationen zu geben.
Diese Fragen solltest du dir vor dem Welpeneinzug stellen
Bevor dein Welpe einzieht, solltest du beantworten können
- Wer betreut den Hund während meiner Arbeitszeit?
- Was passiert im Krankheitsfall?
- Wo schläft mein Welpe?
- Welche Regeln gelten im Haushalt?
- Wie sichere ich meinen Hund im Auto?
- Welche Tierarztpraxis betreut ihn?
- Welche Hundeschule passt zu meiner Vorstellung von Erziehung?
- Wie sieht mein Alltag mit einem erwachsenen Hund später aus?
- Kann ich die laufenden Kosten langfristig tragen?
- Bin ich bereit, meinen Alltag über viele Jahre an einen Hund anzupassen?
Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Ein Welpe bleibt nur wenige Monate ein Welpe. Deine Entscheidung betrifft viele gemeinsame Jahre.
Diese Fehler solltest du beim Welpeneinzug vermeiden
Zu viel Programm
Besuch, Ausflüge, Hundetreffen und Training müssen nicht alle in den ersten Tagen stattfinden.
Zu hohe Erwartungen
Dein Welpe kann entwicklungsbedingt viele Dinge noch nicht zuverlässig leisten.
Ruhe unterschätzen
Ein aufgedrehter Welpe braucht nicht automatisch mehr Beschäftigung. Häufig fehlt ihm schlicht Erholung.
Alle Räume sofort freigeben
Ein überschaubarer und sicherer Ausgangsbereich kann gerade anfangs deutlich praktikabler sein.
Unterschiedliche Regeln
Wenn jeder Mensch im Haushalt völlig anders mit dem Welpen umgeht, wird Kommunikation unnötig unklar.
Training vor Beziehung stellen
Eine lange Liste gelernter Kommandos ersetzt keine Orientierung und keine verständliche Kommunikation.
FAQ – häufige Fragen vor dem Welpeneinzug
Was muss ich wissen, bevor ein Welpe einzieht?
Du solltest Betreuung, Ruheplatz, Fütterung, Sicherheit, Transport, Tierarzt, Versicherungen und die ersten Tage organisiert haben. Ebenso wichtig sind realistische Erwartungen: Ein Welpe ist noch nicht stubenrein, kann nicht selbstverständlich allein bleiben und braucht viel Schlaf und Orientierung.
Wie lange sollte man nach dem Welpeneinzug zuhause bleiben?
Eine feste Anzahl an Urlaubstagen passt nicht zu jedem Welpen und jedem Alltag. Wichtig ist, dass du ausreichend Zeit für die Eingewöhnung hast und Betreuung sowie späteres Alleinbleiben schrittweise organisieren kannst. Ein abrupter Wechsel von dauernder Anwesenheit zu mehreren Stunden Abwesenheit sollte vermieden werden.
Was braucht ein Welpe am ersten Tag?
Vor allem Ruhe, Wasser, das vertraute Futter, einen sicheren Schlafplatz, regelmäßige Möglichkeiten zum Lösen und Menschen, die ihn nicht mit Erwartungen und neuen Reizen überfordern.
Sollte am ersten Tag Besuch kommen?
Nicht notwendiger Besuch kann meist warten. Dein Welpe hat bereits genügend neue Eindrücke zu verarbeiten. Familie und Freunde können ihn kennenlernen, wenn er etwas mehr im neuen Zuhause angekommen ist.
Wann beginnt die Erziehung eines Welpen?
Lernen beginnt unmittelbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass du sofort ein umfangreiches Kommandotraining starten musst. Alltag, Orientierung, Körpersprache, Ruhe und verständliche Grenzen sind bereits wichtige Bestandteile der Erziehung.
Wie viel sollte ein Welpe in den ersten Tagen erleben?
Dafür gibt es keine feste Anzahl an Unternehmungen oder Reizen. Orientiere dich am individuellen Welpen. Neue Eindrücke sollten so dosiert sein, dass dein Hund sie verarbeiten und anschließend wieder zur Ruhe kommen kann.
Wann sollte ein Welpe in die Welpenschule?
Entscheidend sind nicht nur das Alter, sondern Gesundheitsstatus, Entwicklungsstand und Qualität der Welpenschule. Eine gute Welpenschule begleitet junge Hunde frühzeitig, ohne sie durch wildes Freispiel oder zu viele Übungen zu überfordern.
Braucht ein Welpe sofort feste Regeln?
Ein verlässlicher Rahmen ist sinnvoll. Regeln sollten jedoch zum Entwicklungsstand des Welpen passen und verständlich vermittelt werden. Härte oder ständige Korrekturen sind dafür nicht notwendig.
Wie bereite ich meine Wohnung auf einen Welpen vor?
Entferne beziehungsweise sichere Kabel, Medikamente, Reinigungsmittel, giftige Pflanzen, Lebensmittel und Kleinteile. Überprüfe außerdem Treppen, Balkon, Fenster und Mülleimer und richte einen ruhigen Schlafplatz ein.
Was ist nach Fichtlmeier beim Welpen besonders wichtig?
Im Mittelpunkt stehen zunächst Wahrnehmung, Körpersprache, verständliche Kommunikation und Orientierung am Menschen. Der Grundgedanke lautet: Erst kommunizieren – dann konditionieren. Einzelne Signale können darauf später sinnvoll aufbauen.
Was ist der häufigste Fehler beim Welpeneinzug?
Häufig wird in zu kurzer Zeit zu viel erwartet: viele Besucher, zahlreiche Ausflüge, Hundekontakte, Training und gleichzeitig möglichst schnelle Stubenreinheit. Für viele Welpen ist ein ruhigerer und überschaubarerer Start deutlich sinnvoller.
Fazit: Ein guter Welpenstart beginnt lange vor dem Einzug
Ein Welpe bringt Freude, Nähe und viele besondere erste gemeinsame Momente – aber genauso Verantwortung, Veränderungen und manchmal ziemlich anstrengende Tage.
Je besser du dich darauf vorbereitest, desto weniger musst du später unter Druck reagieren. Ein sicherer Wohnbereich, ein guter Ruheplatz, klare Zuständigkeiten, realistische Erwartungen und ausreichend Zeit schaffen einen Rahmen, in dem dein Welpe in Ruhe ankommen kann.
Dabei geht es nicht darum, von Anfang an alles perfekt zu machen. Viel wichtiger ist, deinen Welpen aufmerksam wahrzunehmen und bereit zu sein, eure Planung an den individuellen Hund anzupassen.
Nach der Fichtlmeier-Methode beginnt euer gemeinsamer Weg deshalb nicht mit möglichst vielen Kommandos. Er beginnt mit Wahrnehmung, verständlicher Kommunikation, Orientierung und Vertrauen. Darauf kann später alles Weitere sinnvoll aufbauen.
Du möchtest vor dem Einzug sicher sein, dass der Hund wirklich zu deiner Lebenssituation passt und du an die wichtigen Punkte gedacht hast? Die individuelle Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart begleitet dich bereits vor dem Welpenkauf und bei der Vorbereitung auf die ersten gemeinsamen Wochen.
Zusätzlich findest du in der Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Website wertvolle Impulse für die erste gemeinsame Zeit – rund um das Wesen des Welpen, Orientierung, Kommunikation und einen vertrauensvollen Start ins gemeinsame Leben.
Welpeneinzug in Stuttgart gut vorbereiten
Du möchtest deinen Welpen nicht einfach nur „erziehen“, sondern ihn von Anfang an verstehen und sicher begleiten?
Bei Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir dich bereits vor dem Einzug und in den ersten wichtigen Wochen. Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen für uns Wahrnehmung, Körpersprache, verständliche Kommunikation, Vertrauen und freiwillige Orientierung am Menschen im Mittelpunkt.
Gemeinsam können wir Züchterwahl, Erstausstattung, Wohnsituation, Ruhe, Tagesstruktur, erste Sozialkontakte und die Grundlagen eures späteren gemeinsamen Alltags betrachten – individuell passend zu dir und deinem Welpen.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode
Wenn du deinen Welpen von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die Welpenzeit.
Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.