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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Welpenverhalten

  • Isabel Scheu
  • 25.04.2026
  • Welpenalltag & Entwicklung

Der Welpe testet mich – oder ist es seine Entwicklung?

Dein Welpe beißt plötzlich in die Leine, springt an dir hoch, reagiert nicht mehr wie gestern, schnappt nach Händen, dreht auf oder scheint ganz bewusst das Gegenteil von dem zu machen, was du möchtest? Schnell fällt dann ein Satz wie: „Der testet dich gerade!“

Gerade in der Welpenzeit kann dieser Eindruck entstehen. Dein Hund entwickelt sich rasant, entdeckt seine Umwelt, wird selbstständiger und probiert Verhalten aus. Gleichzeitig sind Konzentration, Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und die Fähigkeit, sich in aufregenden Situationen wieder zu regulieren, noch längst nicht ausgereift.

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen: Testet dein Welpe wirklich Grenzen – oder zeigt er schlicht, was er in diesem Moment bereits kann, noch nicht kann oder gerade braucht?

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei geht es nicht darum, Verhalten vorschnell als Ungehorsam, Dominanz oder Machtkampf zu bewerten. Entscheidend sind vielmehr Körpersprache, Kommunikation, Orientierung, klare Grenzen und eine verständliche Führung durch den Menschen.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum dein Welpe manchmal scheinbar nicht mehr hört, was hinter Leinenbeißen, Anspringen und wildem Verhalten stecken kann, welche Rolle Entwicklung und Überforderung spielen und warum Verständnis nicht bedeutet, deinem Welpen keine Grenzen zu setzen.

Kurze Antwort: Wenn dein Welpe scheinbar „testet“, steckt dahinter häufig kein bewusster Machtkampf. Junge Hunde probieren Verhalten aus, sammeln Erfahrungen, reagieren auf Reize und können ihre Impulse noch nicht zuverlässig kontrollieren. Gleichzeitig lernen sie selbstverständlich, welche Konsequenzen ihr Verhalten im Alltag hat. Deshalb braucht dein Welpe weder völlige Grenzenlosigkeit noch unnötige Härte, sondern klare, ruhige und verständliche Führung.

Testet mich mein Welpe wirklich?

Der Satz „Mein Welpe testet mich“ beschreibt zunächst einmal die Wahrnehmung des Menschen. Dein Hund macht etwas, das du nicht möchtest, obwohl du vielleicht dachtest, dass er es bereits verstanden hätte.

Daraus sollte jedoch nicht automatisch die Vorstellung entstehen, dein Welpe plane bewusst, dich zu provozieren, deine Autorität infrage zu stellen oder einen Machtkampf mit dir zu beginnen.

Welpen lernen vielmehr ständig: Was funktioniert? Welche Reaktion folgt auf mein Verhalten? Was bedeutet die Körpersprache meines Menschen? Wo bekomme ich Orientierung? Welche Grenzen gelten?

In diesem Sinne sammelt dein Welpe natürlich Erfahrungen mit Grenzen. Das ist jedoch etwas anderes als die Vorstellung, er würde strategisch versuchen, die Führung zu übernehmen.

Entwicklung statt Machtkampf – was im Welpen gerade passiert

In den ersten Lebensmonaten verändert sich dein Hund beinahe täglich. Körper, Gehirn, Wahrnehmung, Bewegungskoordination und soziale Fähigkeiten entwickeln sich weiter.

Gleichzeitig sammelt dein Welpe ständig neue Erfahrungen. Dadurch kann Verhalten, das gestern bereits zuverlässig erschien, heute plötzlich wieder schwierig werden.

Auch spätere Reifungs- und Pubertätsphasen können dazu führen, dass bekannte Verhaltensweisen vorübergehend weniger stabil erscheinen.

Das bedeutet nicht, dass dein bisheriger Aufbau wertlos geworden ist. Entwicklung verläuft nicht geradlinig.

Warum ist mein Welpe plötzlich so anders?

Wenn dein Welpe plötzlich wilder, unkonzentrierter oder scheinbar „ungehorsamer“ wird, lohnt sich zuerst ein Blick auf die gesamte Situation.

Übermüdung

Müde Welpen werden nicht automatisch ruhig. Manche drehen auf, beißen, springen und können kaum noch angemessen reagieren.

Zu viele Reize

Ein Tag voller neuer Eindrücke kann dazu führen, dass dein Welpe kaum noch aufnahmefähig ist.

Frustration

Dein Welpe bekommt etwas nicht, muss warten oder kann ein Ziel nicht erreichen. Der Umgang damit muss sich erst entwickeln.

Aufregung

Andere Hunde, Menschen, Futter, Spiel oder Bewegung können die Erregung deutlich erhöhen.

Unsicherheit

Hinter hektischem oder auffälligem Verhalten kann auch Unsicherheit stecken.

Lernerfahrung

Verhalten, das für deinen Welpen erfolgreich war, wird möglicherweise erneut ausprobiert.

Mehr Selbstständigkeit beim Welpen ist nicht automatisch Ungehorsam

Dein Welpe entdeckt zunehmend, dass er eigene Entscheidungen treffen kann. Er untersucht Gerüche, entfernt sich vielleicht etwas weiter, interessiert sich stärker für seine Umwelt und reagiert nicht mehr ausschließlich auf dich.

Diese zunehmende Selbstständigkeit gehört zur Entwicklung. Gleichzeitig ist genau jetzt die Orientierung am Menschen besonders wichtig.

Orientierung bedeutet nach Fichtlmeier jedoch nicht, dass dein Hund dich permanent anschauen oder ausschließlich auf Kommandos warten soll. Vielmehr soll er lernen, dich in seine Entscheidungen einzubeziehen.

Braucht ein Welpe Grenzen?

Ja. Ein Welpe braucht Grenzen.

Grenzen widersprechen einer vertrauensvollen Beziehung nicht. Im Gegenteil: Verständliche Grenzen können Orientierung und Sicherheit schaffen.

Entscheidend ist, dass Grenzen nicht aus Willkür entstehen und dein Welpe verstehen kann, was du von ihm möchtest.

Nach Fichtlmeier steht deshalb die Kommunikation vor der Konditionierung. Dein Hund soll nicht ausschließlich über Belohnungen dazu gebracht werden, gewünschtes Verhalten zu zeigen. Ebenso wenig geht es darum, unerwünschtes Verhalten mit Härte zu unterdrücken.

Dein Welpe darf lernen: Das ist möglich. Das ist nicht möglich. Hier gebe ich dir Orientierung. Und hier übernehme ich als Mensch Verantwortung.

Welpen führen nach Fichtlmeier – Klarheit statt Machtkampf

Führung wird häufig mit Kontrolle verwechselt. In der Fichtlmeier-Methode bedeutet Führung jedoch, für den Hund verständlich zu sein.

Körpersprache, Raum, Bewegung, Stimmung und eine klare Kommunikation spielen dabei eine wichtige Rolle.

Dein Welpe soll erleben, dass du Situationen einschätzt, Entscheidungen triffst und Grenzen setzt, ohne ständig laut, hektisch oder körperlich grob werden zu müssen.

Gute Führung schafft Orientierung – sie muss keinen Machtkampf gewinnen.

Darf ich meinen Welpen korrigieren?

Diese Frage lässt sich nicht sinnvoll beantworten, ohne zu klären, was mit „Korrektur“ gemeint ist.

Natürlich darfst du deinem Welpen mitteilen, wenn ein Verhalten nicht erwünscht ist. Ein Hund braucht verständliche Rückmeldung.

Entscheidend sind Timing, Intensität, Verständlichkeit und die anschließende Orientierung.

Ein Abbruch sollte nicht dazu dienen, Frust am Hund auszulassen. Dein Welpe soll erkennen können, welches Verhalten gerade nicht möglich ist und anschließend wieder Orientierung bei dir finden.

Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen verständlicher Kommunikation und bloßer Bestrafung.

Warum beißt mein Welpe plötzlich in die Leine?

Leinenbeißen wird besonders schnell als „Testen“ interpretiert. Dabei kann es ganz unterschiedliche Ursachen haben.

  • Der Welpe ist übermüdet.
  • Die Situation ist zu aufregend.
  • Er erlebt Frustration.
  • Die Leine selbst ist zum spannenden Gegenstand geworden.
  • Er hat gelernt, dass Leinenbeißen eine Reaktion seines Menschen auslöst.
  • Er befindet sich in einer Phase mit ausgeprägtem Kau- und Beißbedürfnis.

Deshalb reicht es nicht, nur das Symptom zu betrachten. Frage dich: Was ist unmittelbar vorher passiert?

Mehr über dieses typische Verhalten findest du auch im Beitrag Kauen, Beißen und Toben beim Welpen .

Warum springt mein Welpe mich ständig an?

Auch Anspringen bedeutet nicht automatisch, dass dein Welpe dich respektlos behandelt.

Aufregung, Kontaktaufnahme, Erwartung, Frustration oder bereits gemachte Lernerfahrungen können eine Rolle spielen.

Trotzdem musst du Anspringen nicht einfach akzeptieren. Du darfst deinem Hund ruhig und verständlich vermitteln, welchen Umgang du möchtest.

Wichtig ist dabei, nicht erst dann über Grenzen nachzudenken, wenn du bereits genervt bist. Klare Kommunikation beginnt früh.

Warum hört mein Welpe plötzlich nicht mehr?

„Zu Hause kann er es doch!“ gehört zu den häufigsten Sätzen im Hundetraining.

Ein Verhalten, das dein Welpe in einer ruhigen Umgebung zeigen kann, steht ihm unter stärkerer Ablenkung nicht automatisch genauso zuverlässig zur Verfügung.

Draußen kommen Gerüche, Menschen, andere Hunde, Bewegungsreize und Geräusche hinzu.

Wenn dein Welpe in diesem Moment nicht reagiert, bedeutet das deshalb nicht automatisch: „Er weiß genau, was ich will, aber entscheidet sich bewusst gegen mich.“

Frage dich stattdessen, ob deine Kommunikation in dieser Situation für deinen Welpen überhaupt noch verständlich und relevant ist.

Frustrationstoleranz – wenn dein Welpe nicht bekommt, was er möchte

Welpen müssen erst lernen, dass Wünsche nicht immer sofort erfüllt werden.

Das betrifft Futter, Spiel, Aufmerksamkeit, Hundekontakte, Bewegungsfreiheit und viele andere Alltagssituationen.

Eine noch geringe Frustrationstoleranz kann sich beispielsweise durch Fiepen, Drängeln, Bellen, Springen oder hektisches Verhalten zeigen.

Auch hier gilt: Dein Welpe braucht nicht sofort die Erfüllung jedes Wunsches. Gleichzeitig sollte Frustration nicht künstlich immer weiter gesteigert werden.

„Ungehorsam“ oder Überforderung – wie erkennst du den Unterschied?

Ein überforderter Welpe kann Verhalten zeigen, das schnell wie Ungehorsam aussieht.

Typische Hinweise können sein:

  • starkes Hochdrehen,
  • hektisches Beißen,
  • kaum noch vorhandene Orientierung,
  • Fiepen oder starke Unruhe,
  • scheinbar wahlloses Verhalten,
  • Schwierigkeiten, anschließend zur Ruhe zu kommen.

Gerade nach vielen Eindrücken lohnt es sich deshalb, auch an Reizüberflutung und Überforderung zu denken.

Braucht mein Welpe gerade Verständnis oder eine Grenze?

Diese beiden Dinge schließen sich nicht aus.

Du kannst verstehen, warum dein Welpe etwas tut, und ihm trotzdem mitteilen, dass dieses Verhalten nicht möglich ist.

Ein müder Welpe, der in deine Kleidung beißt, braucht möglicherweise Ruhe. Trotzdem musst du dich nicht beißen lassen.

Ein aufgeregter Welpe, der zu einem anderen Hund ziehen möchte, darf frustriert sein. Trotzdem muss nicht jeder Hundekontakt stattfinden.

Verständnis erklärt das Verhalten. Führung beantwortet es.

Bindung bedeutet nicht, dass dein Welpe immer alles darf

Bindungsorientiertes Arbeiten wird manchmal damit verwechselt, einem Hund möglichst wenig Grenzen zu setzen.

Eine tragfähige Beziehung entsteht jedoch nicht durch Grenzenlosigkeit. Sie entsteht unter anderem durch Verlässlichkeit, Verständlichkeit, gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Vertrauen.

Mehr dazu findest du auch unter Bindung statt Dressur .

Dein Welpe darf erleben: Mein Mensch versteht mich – und mein Mensch übernimmt Verantwortung.

Warum Sicherheit und Orientierung so wichtig sind

Gerade in unsicheren Entwicklungsphasen braucht dein Welpe einen Menschen, dessen Verhalten für ihn nachvollziehbar ist.

Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass niemals etwas begrenzt wird. Sie entsteht auch dadurch, dass Situationen vorhersehbar werden.

Wiederkehrende Abläufe, klare Kommunikation und deine verlässliche Reaktion helfen deinem Welpen, sich zu orientieren.

Mehr dazu findest du im Beitrag Sicherheit schenken .

Welpenentwicklung in Stuttgart – wenn viele Umweltreize zusammenkommen

Ein Welpe in Stuttgart muss täglich eine Vielzahl unterschiedlicher Eindrücke verarbeiten.

Straßenverkehr, Fahrräder, Menschen, andere Hunde, Straßenbahnen, Baustellen, Geräusche und wechselnde Umgebungen können einen jungen Hund stark fordern.

Deshalb kann ein Welpe, der zu Hause bereits sehr aufmerksam und orientiert wirkt, draußen plötzlich völlig anders erscheinen.

Im Welpentraining Stuttgart betrachten wir deshalb nicht nur das einzelne Verhalten. Wir schauen auch darauf, in welcher Situation es auftritt, wie hoch die Erregung des Hundes ist und welche Kommunikation zwischen Mensch und Welpe stattfindet.

Welpenkurs Stuttgart – Verhalten verstehen und richtig beantworten

Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart geht es nicht darum, möglichst schnell eine lange Liste an Kommandos abzuarbeiten.

Ein wichtiger Bestandteil ist, dass du lernst, deinen Welpen zu lesen: seine Körpersprache, seine Stimmung, seine Unsicherheit, seine Erregung und seine Möglichkeiten in der jeweiligen Situation.

Gleichzeitig braucht dein Welpe dich als Menschen, der Orientierung gibt und verständliche Entscheidungen trifft.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart steht deshalb eine klare, feine und alltagstaugliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt.

Die häufigsten Fehler, wenn der Welpe scheinbar „testet“

Alles als Dominanz interpretieren

Hinter Verhalten können Entwicklung, Aufregung, Unsicherheit, Frustration oder Lernerfahrungen stehen.

Keine Grenzen mehr setzen

Verständnis bedeutet nicht, dass dein Welpe jedes Verhalten ausleben muss.

Zu spät reagieren

Wird erst reagiert, wenn Mensch und Hund bereits hochgefahren sind, wird verständliche Kommunikation schwieriger.

Zu viel reden

Permanente Kommandos und Wiederholungen können die eigentliche Kommunikation verwässern.

Überforderung übersehen

Ein übermüdeter oder überreizter Welpe kann Anforderungen häufig nicht mehr gut bewältigen.

Inkonsistente Regeln

Was heute erlaubt, morgen verboten und übermorgen wieder lustig ist, kann für einen jungen Hund schwer verständlich sein.

Checkliste: Was tun, wenn dein Welpe plötzlich schwierig wirkt?

Bevor du denkst „Er testet mich“, frage dich:

  • Ist mein Welpe müde?
  • Hat er heute bereits viele Eindrücke erlebt?
  • Ist die Situation für ihn zu schwierig?
  • Ist er gerade sehr aufgeregt?
  • Versteht er überhaupt, was ich von ihm möchte?
  • War meine Kommunikation klar?
  • Habe ich eine Grenze bisher verständlich vermittelt?
  • Hat sich unerwünschtes Verhalten für ihn bereits gelohnt?
  • Braucht er gerade mehr Orientierung?
  • Braucht er eine Pause?
  • Oder braucht er tatsächlich eine klare Grenze?

FAQ – häufige Fragen zum „Testen“ und zur Welpenentwicklung

Testen Welpen ihre Besitzer?

Welpen probieren Verhalten aus und lernen aus dessen Konsequenzen. Das sollte jedoch nicht automatisch als strategischer Machtkampf verstanden werden. Häufig spielen Entwicklung, Bedürfnisse, Emotionen, Erregung, Umweltreize und bisherige Lernerfahrungen eine wesentlich größere Rolle.

Warum hört mein Welpe plötzlich nicht mehr?

Ablenkung, Müdigkeit, Aufregung, Überforderung oder eine Entwicklungsphase können dazu führen, dass dein Welpe bekannte Dinge vorübergehend weniger zuverlässig zeigt. Prüfe deshalb immer die gesamte Situation.

Ist mein Welpe dominant?

Einzelne Verhaltensweisen wie Anspringen, Leinenbeißen, Drängeln oder fehlende Reaktion auf ein Signal sollten nicht pauschal als Dominanz interpretiert werden. Entscheidend sind Kontext, Motivation, Emotion und die Beziehung zwischen den beteiligten Hunden oder Menschen.

Braucht ein Welpe klare Grenzen?

Ja. Verständliche Grenzen gehören zu einer sicheren Orientierung. Entscheidend ist, dass sie klar, angemessen und für deinen Welpen nachvollziehbar vermittelt werden. Grenzen und eine vertrauensvolle Beziehung schließen sich nicht aus.

Darf ich meinen Welpen korrigieren?

Dein Welpe braucht Rückmeldung darüber, welches Verhalten möglich ist und welches nicht. Eine verständliche Begrenzung ist jedoch etwas anderes als Einschüchterung oder unangemessene Strafe. Timing, Intensität und anschließende Orientierung sind entscheidend.

Warum beißt mein Welpe in die Leine?

Leinenbeißen kann unter anderem mit Übermüdung, hoher Erregung, Frustration, Spielverhalten, Kauverhalten oder bereits entstandenen Lernerfahrungen zusammenhängen. Deshalb sollte immer betrachtet werden, was unmittelbar vor dem Verhalten passiert.

Warum springt mein Welpe mich an?

Anspringen kann beispielsweise Kontaktaufnahme, Aufregung, Erwartung oder Frustration ausdrücken. Auch wenn die Ursache nachvollziehbar ist, darfst du deinem Welpen verständlich zeigen, welchen Umgang du möchtest.

Warum dreht mein Welpe abends plötzlich durch?

Gerade am Ende eines ereignisreichen Tages können Übermüdung und viele unverarbeitete Eindrücke zu wildem Verhalten führen. Mehr Beschäftigung ist dann nicht automatisch hilfreich. Häufig braucht der Welpe Unterstützung beim Übergang in die Ruhe.

Wann wird mein Welpe ruhiger?

Selbstregulation, Frustrationstoleranz, Konzentration und Orientierung entwickeln sich schrittweise. Wann ein Hund deutlich ruhiger wird, hängt unter anderem von seiner individuellen Entwicklung, seinem Temperament, seinen Erfahrungen und seinem Alltag ab.

Wie führe ich meinen Welpen nach Fichtlmeier?

Bei der Fichtlmeier-Methode stehen verständliche Kommunikation, Körpersprache, Orientierung, Vertrauen und klare Führung im Mittelpunkt. Dein Welpe soll lernen, dich wahrzunehmen und deine Kommunikation zu verstehen, statt ausschließlich über Kommandos oder Belohnungen gesteuert zu werden.

Was mache ich, wenn mein Welpe immer wieder dieselbe Grenze überschreitet?

Prüfe zunächst, ob deine Grenze für deinen Welpen verständlich und konsequent ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob das unerwünschte Verhalten für ihn weiterhin erfolgreich ist. Wiederholung, klare Kommunikation und eine passende Gestaltung der Situation helfen dem jungen Hund beim Lernen.

Fazit: Dein Welpe ist nicht gegen dich – aber er braucht deine Führung

Wenn dein Welpe plötzlich anders reagiert, in die Leine beißt, hochspringt, scheinbar nicht mehr hört oder immer wieder dieselbe Grenze überschreitet, steckt dahinter nicht automatisch ein Machtkampf.

Dein Hund befindet sich mitten in seiner Entwicklung. Er sammelt Erfahrungen, probiert Verhalten aus, verarbeitet Reize und muss viele Fähigkeiten erst entwickeln.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass du jedes Verhalten hinnehmen musst.

Gerade jetzt braucht dein Welpe einen Menschen, der genau hinschaut, seine Körpersprache wahrnimmt, Überforderung erkennt und gleichzeitig klare Entscheidungen trifft.

Nach Fichtlmeier geht es deshalb weder um „Der Hund darf alles“ noch um „Der Hund muss sich unterordnen“.

Im Mittelpunkt steht eine Beziehung, in der Kommunikation verständlich ist und Führung Orientierung schafft.

Dein Welpe muss nicht gegen dich kämpfen, wenn er gelernt hat, sich an dir zu orientieren.

Du möchtest das Verhalten deines Welpen besser verstehen?

Gerade in den ersten Monaten entstehen viele Fragen: Ist das noch normales Welpenverhalten? Braucht mein Hund eine Pause? Muss ich eine Grenze setzen? Oder versteht mein Welpe meine Kommunikation noch nicht?

Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, die Körpersprache deines Welpen besser einzuschätzen, ihm Orientierung zu geben und Grenzen verständlich zu kommunizieren.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart arbeiten wir mit feiner Kommunikation, klarer Führung und dem Aufbau einer vertrauensvollen Mensch-Hund-Beziehung.

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