Warum Impfen
- Isabel Scheu
- 22.08.2024
- Gesundheit
Warum Impfungen bei Welpen und Hunden so wichtig sind
In den ersten Lebenswochen erhalten Welpen über die Muttermilch schützende Antikörper von ihrer Mutter. Dieser sogenannte passive Nestschutz bietet einen begrenzten Schutz vor Infektionskrankheiten. Doch nach einigen Wochen nimmt dieser Schutz ab – es entsteht eine sogenannte Immunitätslücke. Um diese Phase zu überbrücken und eine aktive Immunität aufzubauen, sind Impfungen für Welpen unverzichtbar.
Grundlegende Impfungen für Welpen
Impfstoffe werden in zwei Kategorien unterteilt: Core-Impfstoffe (Pflichtimpfungen für alle Hunde) und Non-Core-Impfstoffe (optional, je nach Lebensstil und Risiko). Grundlagen zu Aufbau und Nutzen findest du auch im Beitrag Impfungen beim Hund.
Core-Impfstoffe (Grundimmunisierung)
Diese Impfungen sind für alle Welpen und erwachsenen Hunde empfohlen – unabhängig von Lebensort oder Haltung:
- Staupe (Canine Distemper): Eine hochansteckende Virusinfektion, die das Atem-, Magen-Darm- und Nervensystem betrifft.
- Parvovirose (Canine Parvovirus): Führt zu schwerem Durchfall, Erbrechen und starker Dehydratation – besonders gefährlich für junge Hunde.
- Hepatitis (Canines Adenovirus Typ 1): Entzündung der Leber, kann auch Nieren und Augen befallen.
- Tollwut: Tödliche Viruserkrankung, auch für den Menschen gefährlich. Die Impfung ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben.
Non-Core-Impfstoffe (Optionale Schutzimpfungen)
Diese Impfstoffe sind sinnvoll, wenn bestimmte Risiken vorliegen:
- Leptospirose: Bakterielle Erkrankung, übertragbar durch Wasser oder Wildtiere.
- Bordetella bronchiseptica (Zwingerhusten): Besonders wichtig bei Gruppenhaltung, Hundeschulen oder Hundepensionen.
- Lyme-Borreliose: Wird durch Zecken übertragen – Impfung empfohlen in ausgewiesenen Risikogebieten.
- Canine Influenza: Sinnvoll bei regionalen Ausbrüchen oder bei Reisen in betroffene Regionen.
Impfplan für Welpen (Beispiel)
Der folgende Impfplan dient als allgemeiner Leitfaden. Die genaue Planung erfolgt individuell durch den Tierarzt. Eine detaillierte Übersicht findest du auch im Beitrag Impfplan für Welpen.
- 8 Wochen: Erste Impfung (DHPPI: Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Parainfluenza). Optional: Leptospirose, Bordetella.
- 12 Wochen: Zweite Impfung (DHPPI). Erste Tollwut-Impfung. Optional: Lyme-Borreliose, Canine Influenza.
- 16 Wochen: Dritte DHPPI-Impfung (Abschluss der Grundimmunisierung). Zweite Tollwut-Impfung.
- 6 Monate (optional): Auffrischung einzelner Non-Core-Impfstoffe.
- 15 Monate: Erste reguläre Auffrischimpfung (DHPPI, Tollwut, ggf. Non-Core).
Vorsichtsmaßnahmen rund ums Impfen
Individueller Impfplan
Besprich mit deinem Tierarzt den idealen Impfzeitpunkt basierend auf Lebensstil, Umgebung und individuellen Risiken. Nicht jeder Hund benötigt jede Impfung im gleichen Rhythmus.
Reaktionen auf Impfungen
Leichte Impfreaktionen wie Müdigkeit oder eine kleine Schwellung an der Einstichstelle sind normal. Bei stärkeren Symptomen oder anhaltenden Beschwerden solltest du die Warnsignale ernst nehmen und tierärztlichen Rat einholen.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
Plane regelmäßige Tierarzttermine, um die Gesundheit deines Hundes zu überwachen und notwendige Auffrischimpfungen nicht zu verpassen.
Kontakt mit anderen Hunden
Vermeide engen Kontakt zu fremden Hunden oder großen Gruppen, bis die Grundimmunisierung abgeschlossen ist. So reduzierst du das Risiko gefährlicher Infektionskrankheiten in der sensiblen Welpenphase.
Fazit
Ein vollständiger Impfplan ist eine lebensrettende Vorsorgemaßnahme für deinen Welpen. Er schützt vor schweren Erkrankungen wie Staupe, Parvovirose oder Tollwut und trägt zur Gesundheit der gesamten Hundepopulation bei. Durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Tierarzt, rechtzeitige Auffrischungen und Aufmerksamkeit im Alltag schaffst du die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Hundeleben.
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Grundlegende Impfungen für Welpen
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Core-Impfstoffe (Grundimmunisierung)
Diese Impfungen sind für alle Welpen und erwachsenen Hunde empfohlen – unabhängig von Lebensort oder Haltung:
- Staupe (Canine Distemper): Eine hochansteckende Virusinfektion, die das Atem-, Magen-Darm- und Nervensystem betrifft.
- Parvovirose (Canine Parvovirus): Führt zu schwerem Durchfall, Erbrechen und starker Dehydratation – besonders gefährlich für junge Hunde.
- Hepatitis (Canines Adenovirus Typ 1): Entzündung der Leber, kann auch Nieren und Augen befallen.
- Tollwut: Tödliche Viruserkrankung, auch für den Menschen gefährlich. Die Impfung ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben.
Non-Core-Impfstoffe (Optionale Schutzimpfungen)
Diese Impfstoffe sind sinnvoll, wenn bestimmte Risiken vorliegen:
- Leptospirose: Bakterielle Erkrankung, übertragbar durch Wasser oder Wildtiere.
- Bordetella bronchiseptica (Zwingerhusten): Besonders wichtig bei Gruppenhaltung, Hundeschulen oder Hundepensionen.
- Lyme-Borreliose: Wird durch Zecken übertragen – Impfung empfohlen in ausgewiesenen Risikogebieten.
- Canine Influenza: Sinnvoll bei regionalen Ausbrüchen oder bei Reisen in betroffene Regionen.
Impfplan für Welpen (Beispiel)
Der folgende Impfplan dient als allgemeiner Leitfaden. Die genaue Planung erfolgt individuell durch den Tierarzt. Eine detaillierte Übersicht findest du auch im Beitrag Impfplan für Welpen.
- 8 Wochen: Erste Impfung (DHPPI: Staupe, Parvovirose, Hepatitis, Parainfluenza). Optional: Leptospirose, Bordetella.
- 12 Wochen: Zweite Impfung (DHPPI). Erste Tollwut-Impfung. Optional: Lyme-Borreliose, Canine Influenza.
- 16 Wochen: Dritte DHPPI-Impfung (Abschluss der Grundimmunisierung). Zweite Tollwut-Impfung.
- 6 Monate (optional): Auffrischung einzelner Non-Core-Impfstoffe.
- 15 Monate: Erste reguläre Auffrischimpfung (DHPPI, Tollwut, ggf. Non-Core).
Vorsichtsmaßnahmen rund ums Impfen
Individueller Impfplan
Besprich mit deinem Tierarzt den idealen Impfzeitpunkt basierend auf Lebensstil, Umgebung und individuellen Risiken. Nicht jeder Hund benötigt jede Impfung im gleichen Rhythmus.
Reaktionen auf Impfungen
Leichte Impfreaktionen wie Müdigkeit oder eine kleine Schwellung an der Einstichstelle sind normal. Bei stärkeren Symptomen oder anhaltenden Beschwerden solltest du die Warnsignale ernst nehmen und tierärztlichen Rat einholen.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
Plane regelmäßige Tierarzttermine, um die Gesundheit deines Hundes zu überwachen und notwendige Auffrischimpfungen nicht zu verpassen.
Kontakt mit anderen Hunden
Vermeide engen Kontakt zu fremden Hunden oder großen Gruppen, bis die Grundimmunisierung abgeschlossen ist. So reduzierst du das Risiko gefährlicher Infektionskrankheiten in der sensiblen Welpenphase.
Fazit
Ein vollständiger Impfplan ist eine lebensrettende Vorsorgemaßnahme für deinen Welpen. Er schützt vor schweren Erkrankungen wie Staupe, Parvovirose oder Tollwut und trägt zur Gesundheit der gesamten Hundepopulation bei. Durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Tierarzt, rechtzeitige Auffrischungen und Aufmerksamkeit im Alltag schaffst du die besten Voraussetzungen für ein langes, gesundes Hundeleben.
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