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Staupe

  • Isabel Scheu
  • 26.08.2024
  • Impfungen beim Hund

Staupe beim Hund: Symptome, Ansteckung, Behandlung und Impfung

Die Staupe beim Hund gehört zu den ernstzunehmenden viralen Infektionskrankheiten. Verursacht wird sie durch das Canine Distemper Virus, kurz CDV. Die Erkrankung kann verschiedene Organsysteme betreffen und dadurch sehr unterschiedliche Symptome verursachen. Neben Atemwegen und Magen-Darm-Trakt kann bei schweren Verläufen auch das Nervensystem betroffen sein.

Durch konsequente Impfprogramme ist Staupe bei gut geschützten Haushunden heute deutlich seltener geworden. Vollständig verschwunden ist die Erkrankung jedoch nicht. Das Virus kommt weiterhin vor und kann neben Haushunden auch verschiedene Wildtiere infizieren. Deshalb bleibt ein zuverlässiger Impfschutz beim Hund ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge.

Besonders gefährdet sind ungeimpfte beziehungsweise unzureichend geschützte Hunde sowie junge Tiere, deren eigener Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut ist. Bei Welpen spielt zusätzlich eine Rolle, dass der über die Mutter erhaltene Antikörperschutz mit zunehmendem Alter abnimmt. Genau deshalb erfolgt die Grundimmunisierung nicht mit einer einzigen Impfung, sondern nach einem abgestimmten Impfplan.

Die Staupe ist besonders tückisch, weil erste Krankheitszeichen zunächst unspezifisch sein können. Fieber, Müdigkeit oder verminderter Appetit lassen nicht unmittelbar auf eine bestimmte Infektion schließen. Erst im weiteren Verlauf können deutlichere Beschwerden wie Nasen- und Augenausfluss, Husten, Erbrechen, Durchfall oder neurologische Auffälligkeiten hinzukommen.

Wie schwer ein Hund erkrankt, hängt unter anderem von seinem Alter, seinem Immunstatus, dem Verlauf der Infektion und davon ab, welche Organsysteme betroffen sind. Während manche Infektionen vergleichsweise mild verlaufen können, sind schwere Erkrankungen mit bleibenden neurologischen Schäden oder sogar tödlichem Ausgang möglich.

Eine spezifische antivirale Therapie, mit der das Staupevirus einfach beseitigt werden könnte, steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung konzentriert sich deshalb vor allem darauf, den Hund zu stabilisieren, Beschwerden zu behandeln und mögliche bakterielle Sekundärinfektionen zu kontrollieren.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie Staupe beim Hund übertragen wird, welche Symptome typisch sein können, wie eine Diagnose gestellt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Außerdem schauen wir darauf, warum die Impfung gegen Staupe so wichtig ist, welche Hunde besonders gefährdet sind und welche Bedeutung der Impfschutz auch für Hundehalter in Stuttgart besitzt.

Viruserkrankung

Staupe wird durch das Canine Distemper Virus verursacht und kann verschiedene Organsysteme des Hundes betreffen.

Viele mögliche Symptome

Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem können betroffen sein, weshalb das Krankheitsbild sehr unterschiedlich aussehen kann.

Impfung als wichtige Vorsorge

Eine vollständige Grundimmunisierung und passende Auffrischungen gehören zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.

Was genau ist Staupe beim Hund?

Staupe ist eine Virusinfektion, die durch das Canine Distemper Virus verursacht wird. Das Virus gehört zur Gruppe der Morbilliviren und besitzt eine besondere Bedeutung, weil es nicht nur einen einzelnen Bereich des Körpers betrifft.

Nach einer Infektion kann sich das Virus im Organismus ausbreiten und verschiedene Gewebe beziehungsweise Organsysteme beeinflussen. Deshalb gibt es nicht „das eine“ Staupesymptom.

Einige Hunde zeigen zunächst Beschwerden der Atemwege, andere entwickeln vor allem Magen-Darm-Symptome. Bei schweren Verläufen kann das Nervensystem beteiligt sein.

Gerade diese Vielgestaltigkeit macht die Erkrankung diagnostisch anspruchsvoll. Einzelne Symptome wie Husten, Fieber oder Durchfall kommen auch bei zahlreichen anderen Infektionen vor.

Wie wird Staupe beim Hund übertragen?

Das Staupevirus ist ansteckend und kann über verschiedene Körperflüssigkeiten infizierter Tiere ausgeschieden werden.

Eine wichtige Rolle spielt die Tröpfchenübertragung. Beim Husten und Niesen können virushaltige Sekrete freigesetzt werden. Auch direkter enger Kontakt mit infizierten Tieren beziehungsweise deren Ausscheidungen kann eine Infektion ermöglichen.

Speichel, Nasensekret, Urin und andere Körperflüssigkeiten können im Verlauf der Erkrankung eine Rolle bei der Weitergabe spielen.

Auch kontaminierte Gegenstände können unter bestimmten Bedingungen eine indirekte Übertragung ermöglichen. Das Virus besitzt außerhalb eines Wirtes jedoch keine unbegrenzte Widerstandsfähigkeit.

Besonders relevant ist deshalb der direkte beziehungsweise enge Kontakt mit infizierten Tieren.

Kann sich ein Hund bei Wildtieren mit Staupe anstecken?

Ja. Das Canine Distemper Virus betrifft nicht ausschließlich Haushunde. Auch verschiedene Wildtiere können infiziert werden.

Dazu gehören beispielsweise Füchse, Marder und weitere empfängliche Fleischfresser. Dadurch besitzt Staupe auch eine Bedeutung an der Schnittstelle zwischen Haushund und Wildtierbestand.

Dein Hund muss dafür nicht direkt mit einem Wildtier spielen oder kämpfen. Auch Kontakt zu infektiösen Ausscheidungen kann relevant sein.

Gerade bei Hunden, die viel in Wald- und Naturgebieten unterwegs sind, ist deshalb ein zuverlässiger Impfschutz sinnvoll.

Wie lange ist ein Hund mit Staupe ansteckend?

Ein infizierter Hund kann das Virus über einen längeren Zeitraum ausscheiden. Die genaue Dauer kann vom individuellen Krankheitsverlauf abhängen.

Deshalb sollte ein bestätigter beziehungsweise stark verdächtiger Staupefall nicht in Kontakt mit ungeimpften Hunden gebracht werden.

Auch wenn ein Hund äußerlich bereits wieder besser wirkt, bedeutet dies nicht automatisch, dass kein Infektionsrisiko mehr besteht.

Wie lange eine Isolation im konkreten Fall notwendig ist, sollte mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Wie lange dauert es nach einer Infektion bis zu ersten Symptomen?

Zwischen der Infektion und den ersten sichtbaren Krankheitszeichen vergeht eine gewisse Inkubationszeit. Der Hund wird also nicht unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Virus sichtbar krank.

Dadurch kann die ursprüngliche Infektionsquelle später schwer nachvollziehbar sein.

Wie schnell und deutlich Symptome entstehen, hängt auch von der Immunlage des Hundes und vom individuellen Verlauf ab.

Besonders bei ungeimpften beziehungsweise unvollständig geschützten jungen Hunden sollten ungewöhnliche Krankheitszeichen deshalb ernst genommen werden.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann sich ein empfänglicher Hund mit Staupe infizieren. Besonders gefährdet sind jedoch Hunde ohne ausreichenden Impfschutz.

Dazu gehören vor allem ungeimpfte Welpen, Hunde mit unvollständiger Grundimmunisierung und erwachsene Tiere, deren Impfstatus nicht ausreichend ist.

Auch gesundheitlich geschwächte beziehungsweise immungeschwächte Hunde können ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besitzen.

Welpen stellen eine besondere Gruppe dar. In den ersten Lebenswochen können mütterliche Antikörper einen gewissen Schutz bieten. Dieser Schutz nimmt jedoch mit zunehmendem Alter ab.

Deshalb wird die Grundimmunisierung beim Welpen nach einem abgestimmten Impfplan aufgebaut.

Welche Symptome verursacht Staupe beim Hund?

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, weil das Virus verschiedene Organsysteme befallen kann.

Häufig beginnt die Erkrankung mit eher allgemeinen Krankheitszeichen. Der Hund entwickelt beispielsweise Fieber, wirkt deutlich müder und zeigt weniger Appetit.

Im weiteren Verlauf können Beschwerden der Atemwege und des Verdauungstraktes hinzukommen. Bei einem schweren Verlauf können zusätzlich neurologische Symptome entstehen.

Keines dieser Symptome beweist allein eine Staupeinfektion. Gerade bei ungeimpften Hunden sollte eine entsprechende Kombination jedoch tierärztlich abgeklärt werden.

Typische Symptome der Staupe im Überblick

Betroffener Bereich Mögliche Symptome
Allgemeinzustand Fieber, Müdigkeit, Schwäche und verminderter Appetit.
Atemwege Husten sowie Nasen- und Augenausfluss.
Magen-Darm-Trakt Erbrechen, Durchfall und mögliche Folgen des Flüssigkeitsverlustes.
Nervensystem Muskelzuckungen, Krampfanfälle, Koordinationsprobleme oder andere neurologische Auffälligkeiten.
Haut und Ballen Bei bestimmten Verläufen können Verhornungen beziehungsweise Verhärtungen an Ballen oder Nasenspiegel auftreten.
Allgemeiner Verlauf Je nach Schweregrad sind unterschiedliche Kombinationen der Beschwerden möglich.

Staupe und Atemwege: Husten, Nasenausfluss und Augenveränderungen

Eine mögliche Verlaufsform betrifft besonders die Atemwege. Der Hund kann husten und Nasen- beziehungsweise Augenausfluss entwickeln.

Zu Beginn kann der Ausfluss eher klar wirken. Bei zusätzlichen bakteriellen Sekundärinfektionen kann sich das Erscheinungsbild verändern.

Auch andere Atemwegsinfektionen können sehr ähnliche Symptome verursachen. Deshalb lässt sich anhand eines hustenden Hundes allein nicht erkennen, ob Staupe vorliegt.

Besonders in Verbindung mit Fieber, deutlich reduziertem Allgemeinzustand und fehlendem Impfschutz sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Staupe und Magen-Darm-Beschwerden

Auch der Verdauungstrakt kann betroffen sein. Erbrechen und Durchfall gehören zu den möglichen Symptomen.

Gerade bei jungen Hunden kann dadurch schnell ein relevanter Flüssigkeitsverlust entstehen. Welpen besitzen deutlich weniger Reserven als große gesunde erwachsene Hunde.

Durchfall und Erbrechen sind jedoch sehr unspezifische Beschwerden. Sie können von Futterproblemen über Parasiten bis hin zu zahlreichen Infektionskrankheiten viele Ursachen besitzen.

Eine Übersicht zu anderen möglichen Ursachen findest du im Beitrag über Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund.

Neurologische Staupe: Warum sie besonders ernst ist

Besonders gefürchtet ist eine Beteiligung des Nervensystems. Neurologische Symptome können während einer akuten Erkrankung auftreten, teilweise aber auch zeitversetzt sichtbar werden.

Zu den möglichen Veränderungen gehören Muskelzuckungen, Koordinationsstörungen, Krampfanfälle oder andere Auffälligkeiten von Bewegung und Verhalten.

Solche Symptome gehören unabhängig von ihrer Ursache unverzüglich tierärztlich untersucht.

Neurologische Beschwerden können auch zahlreiche andere Ursachen haben. Informationen über einen möglichen Staupekontakt beziehungsweise einen fehlenden Impfschutz sind deshalb wichtige Bestandteile der Krankengeschichte.

Mehr zum Thema Krampfanfälle findest du unter Epilepsie beim Hund.

Was bedeutet „Hard Pad Disease“ bei Staupe?

Bei bestimmten Staupeverläufen können Veränderungen der Haut beziehungsweise eine verstärkte Verhornung an den Pfotenballen und teilweise am Nasenspiegel auftreten.

Im englischsprachigen Raum wird dieser Befund häufig als „Hard Pad Disease“ bezeichnet.

Der Befund kann ein Hinweis im Gesamtbild sein, beweist jedoch allein ebenfalls keine Staupeinfektion.

Andere Veränderungen der Pfotenballen besitzen andere Ursachen und müssen entsprechend differenziert werden.

Kann Staupe bleibende Schäden hinterlassen?

Ja. Besonders nach einer Beteiligung des Nervensystems können langfristige beziehungsweise dauerhafte neurologische Veränderungen zurückbleiben.

Dazu können beispielsweise chronische Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen oder andere neurologische Defizite gehören.

Auch Zahnschmelzveränderungen können auftreten, wenn ein Hund während einer bestimmten Entwicklungsphase erkrankt.

Wie stark mögliche Folgeschäden ausgeprägt sind, hängt vom individuellen Verlauf ab.

Genau deshalb ist die Vorbeugung durch eine sinnvolle Impfung besonders wichtig: Es geht nicht nur darum, eine akute Erkrankung zu vermeiden, sondern auch mögliche langfristige Folgen zu reduzieren.

Wie gefährlich ist Staupe für Hunde?

Staupe kann eine schwere und lebensbedrohliche Infektionskrankheit sein. Wie der Verlauf aussieht, lässt sich nicht für jeden Hund im Voraus bestimmen.

Eine besondere Gefahr entsteht dadurch, dass mehrere Organsysteme gleichzeitig betroffen sein können.

Erbrechen und Durchfall können beispielsweise zu Flüssigkeitsverlust führen, während gleichzeitig Atemwegsprobleme beziehungsweise neurologische Veränderungen auftreten.

Sehr junge, ungeimpfte und gesundheitlich geschwächte Hunde besitzen häufig weniger Reserven, um eine schwere Infektion auszugleichen.

Kann ein Hund an Staupe sterben?

Ja. Schwere Krankheitsverläufe können tödlich enden.

Das Risiko hängt vom individuellen Verlauf, dem Immunstatus des Hundes und davon ab, welche Organsysteme betroffen sind.

Besonders eine schwere neurologische Beteiligung kann die Prognose erheblich verschlechtern.

Die Tatsache, dass viele Hunde durch Impfung gut geschützt werden können, sollte deshalb nicht dazu führen, die eigentliche Erkrankung zu unterschätzen.

Wie wird Staupe beim Hund diagnostiziert?

Da die möglichen Symptome nicht spezifisch sind, benötigt die Diagnose mehrere Bausteine.

Zunächst werden Krankheitsgeschichte und Impfstatus betrachtet. Besonders wichtig ist die Frage, ob der Hund überhaupt ausreichend gegen Staupe geschützt ist.

Die klinische Untersuchung liefert weitere Hinweise. Je nach Symptomen können Blutuntersuchungen, Abstriche und spezielle Labortests notwendig werden.

Ein direkter Virusnachweis kann beispielsweise mithilfe molekularbiologischer Verfahren erfolgen.

Welche Probe geeignet ist und welche Untersuchungen notwendig sind, hängt vom Verlauf und den betroffenen Organsystemen ab.

Welche Rolle spielt die PCR bei Staupe?

Eine PCR kann eingesetzt werden, um genetisches Material des Virus nachzuweisen.

Dafür können je nach klinischer Situation unterschiedliche Probenmaterialien infrage kommen.

Wie bei vielen Infektionskrankheiten muss auch ein PCR-Ergebnis im Zusammenhang mit Vorgeschichte, Impfstatus und klinischem Befund beurteilt werden.

Die Tierarztpraxis entscheidet deshalb, ob und wann eine PCR im individuellen Fall sinnvoll ist.

Kann ein Antikörpertest Staupe nachweisen?

Antikörpertests zeigen eine Reaktion des Immunsystems auf das Virus beziehungsweise auf eine vorausgegangene Impfung.

Dadurch kann die Interpretation bei einem geimpften Hund komplex sein. Ein Antikörpernachweis bedeutet nicht automatisch, dass der Hund aktuell an Staupe erkrankt ist.

Umgekehrt können Antikörperbestimmungen in bestimmten Situationen Informationen über den vorhandenen Schutz liefern.

Welche Aussage ein konkreter Test besitzt, sollte deshalb immer tierärztlich eingeordnet werden.

Wie wird Staupe beim Hund behandelt?

Eine Therapie, die das Staupevirus mit einem einzigen spezifischen Medikament beseitigt, steht nicht zur Verfügung.

Die Behandlung richtet sich deshalb danach, welche Beschwerden der Hund zeigt und wie stark sein Allgemeinzustand beeinträchtigt ist.

Bei Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall können Infusionen notwendig werden. Atemwegsprobleme beziehungsweise zusätzliche bakterielle Infektionen benötigen je nach Befund weitere Maßnahmen.

Bei neurologischen Symptomen können Medikamente erforderlich sein, um beispielsweise Krampfanfälle zu kontrollieren.

Schwer erkrankte Hunde benötigen häufig eine intensive tierärztliche Betreuung.

Warum werden bei einer Viruserkrankung manchmal Antibiotika gegeben?

Antibiotika wirken nicht gegen das Staupevirus selbst. Staupe ist eine Virusinfektion und lässt sich deshalb nicht mit einem Antibiotikum „abtöten“.

Im Verlauf einer schweren Virusinfektion können jedoch bakterielle Sekundärinfektionen auftreten. In solchen Fällen kann ein Antibiotikum gezielt gegen diese zusätzlichen bakteriellen Erreger eingesetzt werden.

Ob dies notwendig ist, entscheidet die Tierarztpraxis anhand des individuellen Befundes.

Antibiotika sollten niemals eigenständig aus vorhandenen Beständen gegeben werden.

Kann Staupe von alleine heilen?

Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Manche Hunde können eine Infektion mithilfe ihres Immunsystems überwinden.

Darauf sollte bei einem klinisch erkrankten Hund jedoch keinesfalls vertraut werden.

Staupe kann sich schnell verschlechtern und unterschiedliche Organsysteme betreffen. Besonders neurologische Komplikationen können schwerwiegend sein.

Ein Hund mit entsprechendem Verdacht benötigt deshalb tierärztliche Untersuchung und Betreuung.

Wie lange dauert eine Staupe-Erkrankung?

Eine feste Krankheitsdauer gibt es nicht. Sie hängt vom individuellen Verlauf und davon ab, welche Organsysteme betroffen sind.

Ein milderer Verlauf kann sich anders entwickeln als eine Erkrankung mit ausgeprägten Atemwegs-, Magen-Darm- und neurologischen Symptomen.

Auch mögliche Folgeerscheinungen können länger bestehen bleiben als die akute Erkrankungsphase.

Bei neurologischen Schäden kann eine vollständige Rückkehr zum früheren Gesundheitszustand unter Umständen nicht mehr möglich sein.

Warum ist die Impfung gegen Staupe so wichtig?

Die Impfung gegen Staupe gehört zu den zentralen Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge beim Hund.

Sie reduziert das Risiko einer Erkrankung und insbesondere schwerer Verläufe deutlich.

Da Staupe auch in Wildtierpopulationen vorkommen kann, lässt sich das Virus nicht einfach durch die Vermeidung offensichtlich kranker Haushunde aus dem Lebensumfeld ausschließen.

Ein sinnvoll aufgebauter Impfschutz schützt deshalb den einzelnen Hund und trägt gleichzeitig dazu bei, die Ausbreitung der Erkrankung innerhalb empfänglicher Hundepopulationen zu begrenzen.

Wann werden Welpen gegen Staupe geimpft?

Die Impfung gegen Staupe ist Bestandteil der Grundimmunisierung im Welpenalter.

Dabei wird nicht nur eine einzelne Impfung durchgeführt. Der Impfschutz wird über mehrere Impfzeitpunkte aufgebaut.

Ein Grund dafür ist der sogenannte maternale Antikörperschutz. Welpen erhalten über die Mutter Antikörper, die in den ersten Lebenswochen einen gewissen Schutz bieten können.

Diese Antikörper nehmen jedoch nach und nach ab und können gleichzeitig die Wirkung einer zu früh gegebenen Impfung beeinflussen.

Deshalb wird nach einem abgestimmten Schema geimpft. Einen ausführlicheren Überblick findest du unter Impfplan für Welpen.

Warum reicht eine einzelne Welpenimpfung nicht aus?

Eine einzelne frühe Impfung kann nicht bei jedem Welpen zuverlässig einen vollständigen und langfristigen Schutz aufbauen.

Das hängt unter anderem mit den mütterlichen Antikörpern zusammen. Sie können noch vorhanden sein und eine Impfantwort beeinflussen.

Durch mehrere Impfzeitpunkte wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Welpe zu einem geeigneten Zeitpunkt eine wirksame Immunantwort entwickelt.

Deshalb solltest du den Impfplan nicht eigenständig abbrechen, nur weil bereits eine Impfung im Heimtierausweis eingetragen ist.

Wie oft muss Staupe beim Hund aufgefrischt werden?

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung werden Auffrischungen entsprechend den aktuellen Empfehlungen, dem verwendeten Impfstoff und der individuellen Situation des Hundes durchgeführt.

Bei vielen zugelassenen Staupeimpfstoffen sind nach vollständig abgeschlossener Grundimmunisierung längere Wiederholungsintervalle vorgesehen.

Die konkrete Entscheidung sollte jedoch nicht ausschließlich anhand einer pauschalen Internetangabe getroffen werden.

Schau gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis in den Impfpass und prüfe, welcher Impfstoff verwendet wurde und wann die nächste Auffrischung vorgesehen ist.

Kann ein geimpfter Hund trotzdem Staupe bekommen?

Keine Impfung bietet unter allen Umständen einen absoluten Schutz von 100 Prozent.

Ein korrekt aufgebauter und aktueller Impfschutz reduziert das Risiko einer klinischen Staupeerkrankung jedoch erheblich.

Wenn ein geimpfter Hund trotzdem verdächtige Symptome entwickelt, sollte die Möglichkeit einer Erkrankung deshalb nicht allein aufgrund des Impfpasses kategorisch ausgeschlossen werden.

Gleichzeitig ist die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei einem vollständig geschützten Hund deutlich anders einzuschätzen als bei einem ungeimpften Tier.

Kann der Impfschutz gegen Staupe überprüft werden?

In bestimmten Situationen können Antikörperbestimmungen genutzt werden, um Informationen über vorhandene Immunität zu erhalten.

Ob eine solche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Fragestellung ab.

Ein Antikörpertest ersetzt nicht automatisch jede zukünftige Impfentscheidung und sollte fachgerecht interpretiert werden.

Wenn du wissen möchtest, welche Impfungen dein Hund aktuell benötigt, ist der Impfpass gemeinsam mit der Tierarztpraxis die wichtigste Ausgangsbasis.

Staupe und ungeimpfte Hunde

Ein ungeimpfter Hund besitzt keinen gezielt aufgebauten Impfschutz gegen das Staupevirus.

Das bedeutet nicht, dass jeder ungeimpfte Hund zwangsläufig erkranken wird. Er ist bei einem entsprechenden Viruskontakt jedoch deutlich schlechter geschützt.

Besonders problematisch ist dies bei jungen Hunden und bei Tieren, deren Gesundheitszustand bereits beeinträchtigt ist.

Wenn der Impfstatus deines Hundes unbekannt ist – beispielsweise bei einem übernommenen Hund ohne vollständige Unterlagen – solltest du das weitere Vorgehen mit der Tierarztpraxis besprechen.

Staupe bei Hunden aus dem Auslandstierschutz

Bei einem Hund mit unbekannter beziehungsweise unvollständiger Impfgeschichte sollte der Impfstatus grundsätzlich überprüft werden.

Ein Hund aus dem Ausland ist selbstverständlich nicht automatisch mit Staupe infiziert. Herkunft und bisherige medizinische Versorgung sind jedoch wichtige Bestandteile seiner Krankengeschichte.

Zeigt ein neu übernommener Hund auffällige Atemwegs-, Magen-Darm- oder neurologische Symptome, sollte die Tierarztpraxis über Herkunft, bekannte Impfungen und bisherige Erkrankungen informiert werden.

Können Menschen Staupe bekommen?

Die klassische canine Staupe gilt nicht als Erkrankung, die sich im normalen Zusammenleben vom Hund auf den Menschen überträgt.

Für Hundehalter besteht deshalb nicht das typische Risiko, sich durch Streicheln oder Pflege eines betroffenen Hundes selbst mit Hundestaupe anzustecken.

Der Schutz anderer empfänglicher Tiere bleibt dagegen wichtig.

Kann Staupe auf andere Tiere übertragen werden?

Ja. Neben Haushunden können verschiedene andere empfängliche Tierarten infiziert werden.

Besonders Wildtiere wie Füchse, Marder beziehungsweise andere Fleischfresser können im Infektionsgeschehen eine Rolle spielen.

Genau deshalb lässt sich Staupe nicht ausschließlich dadurch kontrollieren, dass offensichtlich kranke Haushunde voneinander getrennt werden.

Der Impfschutz des eigenen Hundes bleibt ein wichtiger Bestandteil der Prävention.

Was solltest du tun, wenn du Staupe bei deinem Hund vermutest?

Kontaktiere zunächst die Tierarztpraxis und beschreibe die Symptome sowie den Impfstatus deines Hundes.

Bei Verdacht auf eine ansteckende Infektionskrankheit ist es sinnvoll, die Praxis bereits vor dem Betreten darüber zu informieren. Dadurch können gegebenenfalls organisatorische Maßnahmen getroffen werden, damit andere Tiere nicht unnötig gefährdet werden.

Vermeide bis zur Abklärung engen Kontakt mit anderen Hunden, insbesondere mit ungeimpften Welpen beziehungsweise Tieren mit unbekanntem Impfstatus.

Versuche nicht, die Erkrankung mit Hausmitteln oder vorhandenen Medikamenten selbst zu behandeln.

Muss ein Hund mit Staupe isoliert werden?

Da Staupe ansteckend ist, sollte ein erkrankter beziehungsweise stark verdächtiger Hund keinen unnötigen Kontakt zu empfänglichen anderen Hunden haben.

Wie lange entsprechende Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind, hängt vom individuellen Verlauf ab und sollte mit der behandelnden Tierarztpraxis abgesprochen werden.

Auch gemeinsam genutzte Gegenstände und Bereiche sollten hinsichtlich möglicher Kontamination berücksichtigt und entsprechend gereinigt werden.

Ist Staupe in Deutschland meldepflichtig?

Staupe gehört in Deutschland nicht zu den klassischen anzeigepflichtigen Tierseuchen, bei denen jeder Verdachts- beziehungsweise Krankheitsfall automatisch nach dem entsprechenden Tierseuchenrecht angezeigt werden muss.

Trotzdem besitzt die Erkrankung insbesondere bei gehäuftem Auftreten und im Zusammenhang mit Wildtierbeständen eine epidemiologische Bedeutung.

Für Hundehalter ist vor allem wichtig, einen erkrankten Hund tierärztlich untersuchen zu lassen und unnötige Kontakte zu anderen empfänglichen Tieren zu vermeiden.

Staupe und Impfungen beim Hund in Stuttgart

Auch für Hundehalter in Stuttgart gehört ein sinnvoller Impfschutz zur grundlegenden Gesundheitsvorsorge. Hunde kommen hier in Parks, auf Spazierwegen, in Hundeschulen und bei vielen anderen Alltagssituationen regelmäßig mit Artgenossen in Kontakt.

Dazu kommen Spaziergänge in Wald- und Naturgebieten, bei denen grundsätzlich auch Wildtierkontakte beziehungsweise Kontakt zu deren Ausscheidungen möglich sind.

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund in Stuttgart einem hohen täglichen Stauperisiko ausgesetzt ist. Eine virale Infektionskrankheit wie Staupe sollte jedoch auch nicht allein deshalb vergessen werden, weil sie dank moderner Impfprogramme deutlich seltener geworden ist.

Besonders bei einem neuen Welpen lohnt sich deshalb ein genauer Blick in den Impfpass. Welche Impfungen wurden bereits durchgeführt? Ist die Grundimmunisierung vollständig? Wann steht die nächste Impfung an?

Diese Fragen solltest du gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis klären. So lässt sich der Schutz deines Hundes individuell und nachvollziehbar planen.

Impfpass regelmäßig kontrollieren

Der Impfpass beziehungsweise EU-Heimtierausweis dokumentiert die Impfungen deines Hundes und sollte deshalb gut aufbewahrt werden.

Gerade im ersten Lebensjahr stehen mehrere wichtige Termine an. Auch später lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf eingetragene Impfungen und deren Gültigkeit.

Verlasse dich nicht ausschließlich darauf, dass du dich an den letzten Impftermin erinnerst. Im Impfpass findest du Impfstoff, Datum und weitere wichtige Angaben.

Bei Reisen mit Hund besitzt der Heimtierausweis zusätzlich eine besondere Bedeutung, da für bestimmte Länder und Grenzübertritte konkrete Impfanforderungen gelten können.

Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?

Bei Verdacht auf Staupe solltest du nicht mehrere Tage abwarten, ob die Erkrankung von allein verschwindet.

Fieber in Verbindung mit deutlich reduziertem Allgemeinzustand, Husten, Nasen- oder Augenausfluss, Erbrechen oder Durchfall sollte insbesondere bei einem ungeimpften Hund abgeklärt werden.

Neurologische Auffälligkeiten wie Muskelzuckungen, Krampfanfälle, Taumeln oder andere Koordinationsprobleme benötigen eine schnelle tierärztliche Untersuchung.

Eine allgemeine Orientierung findest du auch im Beitrag Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?.

Typische Irrtümer rund um Staupe beim Hund

Ein häufiger Irrtum lautet, Staupe gebe es aufgrund moderner Impfungen praktisch nicht mehr. Impfprogramme haben die Erkrankung stark zurückgedrängt, das Virus ist jedoch weiterhin vorhanden.

Ebenso falsch ist die Annahme, Staupe betreffe ausschließlich Welpen. Junge ungeimpfte Hunde sind besonders gefährdet, aber auch ältere ungeschützte Tiere können erkranken.

Ein weiterer Irrtum besteht darin, eine Staupeinfektion anhand eines einzelnen Symptoms erkennen zu wollen. Husten, Durchfall oder Fieber besitzen zahlreiche mögliche Ursachen.

Auch Antibiotika sind kein direktes Medikament gegen das Staupevirus. Sie können bei bakteriellen Sekundärinfektionen eine Rolle spielen, behandeln aber nicht die eigentliche Virusinfektion.

Und schließlich bedeutet eine einzelne Welpenimpfung nicht automatisch, dass die Grundimmunisierung abgeschlossen ist. Der Aufbau des Impfschutzes erfolgt nach einem mehrstufigen Schema.

Häufige Fragen zur Staupe beim Hund

Was ist Staupe beim Hund?

Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch das Canine Distemper Virus verursacht wird. Sie kann unter anderem Atemwege, Verdauungstrakt und Nervensystem betreffen.

Wie wird Staupe übertragen?

Das Virus kann insbesondere durch direkten Kontakt, Tröpfcheninfektion und virushaltige Körperflüssigkeiten beziehungsweise Ausscheidungen infizierter Tiere übertragen werden.

Welche Symptome hat ein Hund mit Staupe?

Mögliche Symptome sind Fieber, Müdigkeit, Appetitverlust, Husten, Nasen- und Augenausfluss, Erbrechen und Durchfall. Bei schweren Verläufen können neurologische Auffälligkeiten wie Muskelzuckungen oder Krampfanfälle hinzukommen.

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind ungeimpfte beziehungsweise unvollständig immunisierte Welpen und Hunde ohne ausreichenden Impfschutz. Auch gesundheitlich geschwächte Tiere können ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besitzen.

Kann ein erwachsener Hund Staupe bekommen?

Ja. Staupe betrifft nicht ausschließlich Welpen. Auch erwachsene Hunde ohne ausreichende Immunität können erkranken.

Kann ein geimpfter Hund Staupe bekommen?

Keine Impfung bietet einen absoluten Schutz von 100 Prozent. Eine vollständige und aktuelle Impfung reduziert das Erkrankungsrisiko und insbesondere schwere Krankheitsverläufe jedoch erheblich.

Wann werden Welpen gegen Staupe geimpft?

Staupe ist Bestandteil der Grundimmunisierung im Welpenalter. Dabei werden mehrere Impfzeitpunkte genutzt, weil unter anderem maternale Antikörper den Aufbau des Impfschutzes beeinflussen können. Den konkreten Impfplan solltest du mit deiner Tierarztpraxis abstimmen.

Wie oft muss Staupe aufgefrischt werden?

Die Auffrischungsintervalle richten sich nach abgeschlossener Grundimmunisierung, verwendetem Impfstoff und aktuellen tiermedizinischen Empfehlungen. Der nächste Termin sollte anhand des Impfpasses mit der Tierarztpraxis festgelegt werden.

Wie wird Staupe diagnostiziert?

Die Diagnose basiert auf Krankheitsgeschichte, Impfstatus, klinischer Untersuchung und geeigneten Laboruntersuchungen. Je nach Situation kann unter anderem eine PCR zum Virusnachweis eingesetzt werden.

Wie wird Staupe behandelt?

Eine spezifische antivirale Standardtherapie zur direkten Beseitigung des Staupevirus steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt unterstützend und richtet sich nach den Symptomen. Dazu können Infusionen, Behandlung bakterieller Sekundärinfektionen und Medikamente gegen neurologische Beschwerden gehören.

Kann Staupe von alleine heilen?

Manche Infektionen können vom Immunsystem überwunden werden. Bei einem klinisch erkrankten Hund sollte darauf jedoch keinesfalls vertraut werden, weil schwere und lebensbedrohliche Verläufe möglich sind.

Kann ein Hund an Staupe sterben?

Ja. Schwere Staupeverläufe können tödlich enden. Besonders eine Beteiligung des Nervensystems kann die Prognose erheblich verschlechtern.

Können nach Staupe bleibende Schäden zurückbleiben?

Ja. Insbesondere nach neurologischen Verläufen können dauerhafte Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen oder andere neurologische Folgen zurückbleiben. Auch Zahnschmelzveränderungen sind möglich.

Können Menschen Staupe bekommen?

Die canine Staupe gilt nicht als Erkrankung, die im normalen Zusammenleben vom Hund auf den Menschen übertragen wird.

Können Füchse Staupe übertragen?

Auch Füchse und verschiedene andere Wildtiere können mit dem Staupevirus infiziert sein. Wildtierpopulationen spielen deshalb bei der Erhaltung und Verbreitung des Virus eine Rolle.

Wie lange ist ein Hund mit Staupe ansteckend?

Infizierte Hunde können das Virus über einen längeren Zeitraum ausscheiden. Wie lange Kontakte zu anderen Hunden vermieden werden sollten, muss im konkreten Fall mit der behandelnden Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Ist Staupe in Deutschland meldepflichtig?

Staupe gehört in Deutschland nicht zu den klassischen anzeigepflichtigen Tierseuchen. Erkrankte Hunde sollten dennoch konsequent tierärztlich betreut und Kontakte zu empfänglichen Tieren vermieden werden.

Warum ist die Staupeimpfung trotz seltener Erkrankungsfälle wichtig?

Dass Staupe bei Haushunden heute deutlich seltener auftritt, ist unter anderem ein Erfolg konsequenter Impfprogramme. Das Virus selbst ist jedoch weiterhin vorhanden und kann auch in Wildtierpopulationen zirkulieren.

Ist Staupe für Hunde in Stuttgart relevant?

Auch für Hunde in Stuttgart ist ein vollständiger Impfschutz sinnvoll. Hunde begegnen Artgenossen und können bei Spaziergängen in Grün- und Waldgebieten grundsätzlich auch mit Wildtieren oder deren Ausscheidungen in Kontakt kommen.

Wann sollte ich bei Verdacht auf Staupe zum Tierarzt?

Bei Fieber, deutlicher Schwäche, Atemwegsbeschwerden, Erbrechen, Durchfall oder neurologischen Auffälligkeiten sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden. Bei Krampfanfällen, starken Koordinationsproblemen oder deutlich beeinträchtigtem Allgemeinzustand sollte dies besonders schnell erfolgen.

Fazit: Staupe ist selten geworden – aber weiterhin eine ernstzunehmende Erkrankung

Die Staupe beim Hund ist eine virale Infektionskrankheit, die unterschiedliche Organsysteme betreffen kann. Gerade deshalb lässt sich die Erkrankung nicht anhand eines einzelnen Symptoms erkennen.

Fieber und Abgeschlagenheit können zu den ersten allgemeinen Krankheitszeichen gehören. Im weiteren Verlauf können Atemwegsprobleme, Nasen- und Augenausfluss, Erbrechen, Durchfall oder neurologische Auffälligkeiten hinzukommen.

Besonders ernst ist eine Beteiligung des Nervensystems. Muskelzuckungen, Koordinationsprobleme und Krampfanfälle können auftreten und in manchen Fällen dauerhafte Schäden hinterlassen.

Eine spezifische Therapie, mit der das Virus einfach beseitigt werden kann, steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung richtet sich deshalb nach den Beschwerden und kann bei schweren Verläufen eine intensive tierärztliche Betreuung notwendig machen.

Genau deshalb besitzt die Vorbeugung eine so große Bedeutung. Die Staupeimpfung gehört zu den wichtigen Impfungen des Hundes und beginnt bereits im Rahmen der Grundimmunisierung im Welpenalter.

Eine einzige frühe Welpenimpfung reicht dabei nicht automatisch aus. Der Schutz wird über mehrere Impfzeitpunkte aufgebaut, weil unter anderem die vom Muttertier übertragenen Antikörper Einfluss auf die Immunantwort nehmen können.

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung sollte regelmäßig kontrolliert werden, wann die nächste Auffrischung vorgesehen ist. Der Impfpass liefert dafür die entscheidenden Informationen.

Auch wenn dein Hund in Stuttgart lebt und keinen regelmäßigen Kontakt zu offensichtlich kranken Hunden hat, bleibt die Impfung sinnvoll. Das Staupevirus kann auch in Wildtierpopulationen vorkommen und ist deshalb nicht ausschließlich ein Thema großer Hundegruppen oder Tierheime.

Die Tatsache, dass die Erkrankung bei gut geimpften Haushunden heute wesentlich seltener geworden ist, ist kein Argument gegen die Impfung – sondern zeigt, welchen Unterschied konsequente Vorsorge machen kann.

Wenn dein Hund einen unklaren Impfstatus besitzt, solltest du deshalb nicht raten oder einfach davon ausgehen, dass „schon alles gemacht wurde“. Lass den Impfpass von deiner Tierarztpraxis überprüfen und besprecht gemeinsam, welche Impfungen beziehungsweise Auffrischungen aktuell sinnvoll sind.

Und wenn dein Hund trotz aller Vorsorge plötzlich deutlich krank wirkt, gilt: Symptome wie Fieber, starke Schwäche, Husten, Erbrechen, Durchfall oder neurologische Auffälligkeiten gehören fachlich abgeklärt. Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter kann dein Hund behandelt und unterstützt werden.

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