5 Mythen über Flöhe
- Isabel Scheu
- 25.01.2026
- Flöhe
5 Mythen über Flöhe beim Hund
Flöhe? Das passiert nur anderen – oder?
Wenn das Wort Flohbefall fällt, zucken viele Hundehalter innerlich zusammen. Sofort entstehen Bilder von ungepflegten Tieren, schmutzigen Wohnungen und Vernachlässigung. Doch genau hier beginnt das Problem: Rund um das Thema Flöhe kursieren viele Mythen, die falsche Sicherheit geben oder unnötige Schuldgefühle auslösen.
In diesem Beitrag räumen wir mit den fünf häufigsten Irrtümern auf – und zeigen dir, warum jeder Hund betroffen sein kann, was wirklich hilft und worauf du nicht hereinfallen solltest.
Mythos 1: Nur dreckige Hunde bekommen Flöhe
Falsch! Flöhe machen keinen Unterschied zwischen sauber und schmutzig. Ein gepflegter, regelmäßig gebürsteter Hund kann genauso betroffen sein wie ein Straßenhund. Flöhe springen auf, wenn sie die Gelegenheit dazu haben – egal, ob das Fell frisch gebadet ist oder nicht.
Besonders im Sommer reicht oft ein Spaziergang durch hohes Gras oder der Kontakt mit einem anderen Tier, um sich einen Floh einzufangen. Sauberkeit schützt nicht – nur konsequente Flohprophylaxe.
Mythos 2: Flöhe sieht man immer
Leider nein. Erwachsene Flöhe sind zwar sichtbar, aber extrem flink, lichtscheu und meist tief im Fell versteckt. Viel häufiger findest du Flohkot – kleine schwarze Krümel – oder erkennst einen Befall an Verhaltensänderungen wie Kratzen, Beißen oder Unruhe.
Ein Flohbefall kann sehr wohl vorhanden sein, auch wenn kein Floh zu entdecken ist.
Mythos 3: Flöhe leben nur auf dem Hund
Weit gefehlt! Nur etwa 5 % der Flohpopulation lebt tatsächlich auf deinem Hund. Die restlichen 95 % – also Eier, Larven und Puppen – befinden sich in der Umgebung: im Körbchen, auf dem Sofa, im Teppich oder im Auto.
Wenn du nur den Hund behandelst, aber nicht die Wohnung, wirst du die Flöhe nicht los.
Mythos 4: Eine Behandlung reicht aus
Leider nicht. Eine einzelne Behandlung tötet nur aktive Flöhe. Im Puppenstadium sind sie vor Wirkstoffen geschützt und schlüpfen oft erst Wochen später.
Deshalb sind wiederholte Behandlungen und konsequente Umgebungshygiene über 4–6 Wochen notwendig, um den Entwicklungszyklus zu durchbrechen.
Mythos 5: Flöhe sind harmlos
Gefährlicher Irrtum! Flöhe können ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen:
- Flohspeichelallergie – starker Juckreiz, Hautentzündungen, Haarausfall
- Bandwürmer – über verschluckte Flöhe übertragbar
- Anämie bei starkem Befall – besonders bei Welpen und kleinen Hunden
Flöhe sind keine „Unart“, sondern ein echtes Gesundheitsrisiko.
Fazit: Aufklärung schützt deinen Hund – und dich
Flöhe sind kein Zeichen von Vernachlässigung. Sie können jeden Hund treffen – unabhängig von Hygiene oder Haltung. Wer Mythen erkennt und Fakten kennt, kann schnell und richtig handeln und seinem Hund unnötiges Leiden ersparen.
Das könnte dich auch interessieren
Wie gefährlich sind Flöhe wirklich?
Anzeichen für Flohbefall beim Hund früh erkennen
Versteckte Flohquellen im Haushalt
Kategorien
Top Neuigkeiten
Rauchen und Hunde
Rauchen und Hunde: Wie...
Frühlingstoxine
Frühlingstoxine: Diese...