FAQ Ein Welpe zieht ein – ruhig im neuen Zuhause ankommen
FAQ Ein Welpe zieht ein

FAQ Ein Welpe zieht ein – ruhig im neuen Zuhause ankommen

Wie sollte der erste Tag mit deinem Welpen aussehen und was braucht er jetzt wirklich? Hier findest du Antworten zu Ankommen, Schlaf, Ruhe, ersten Grenzen, Orientierung, Körpersprache und dem gemeinsamen Start im neuen Zuhause.

Ruhig ankommen
Orientierung schaffen
Welpen kennenlernen
Welpe kommt in seinem neuen Zuhause an und lernt seine Bezugsperson kennen

Bild wurde mit KI generiert.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen, wenn ein Welpe einzieht

Wenn dein Welpe einzieht, verändert sich seine gesamte bisherige Welt. Neue Menschen, Gerüche, Geräusche und Räume müssen erst verarbeitet werden. Deshalb geht es am ersten Tag nicht darum, möglichst viel zu erleben oder zu trainieren, sondern um Ruhe, Beobachtung und einen verständlichen gemeinsamen Start.

Was mache ich als Erstes, wenn mein Welpe zu Hause ankommt?

Gib deinem Welpen zunächst Gelegenheit, sich an einem ruhigen, sicheren Ort zu lösen. Danach darf er sein neues Zuhause schrittweise kennenlernen.

Du musst ihm nicht sofort jedes Zimmer zeigen oder ihn beschäftigen.

Beobachte zunächst, wie dein Welpe mit der neuen Situation umgeht. Manche Welpen erkunden sofort neugierig ihre Umgebung, andere brauchen deutlich mehr Zeit.

Wie sollte der erste Tag mit meinem Welpen aussehen?

Vor allem ruhig und überschaubar.

Die Fahrt, neue Menschen, neue Gerüche und das unbekannte Zuhause sind bereits eine enorme Veränderung.

Plane deshalb keine zusätzlichen Unternehmungen. Dein Welpe braucht am ersten Tag weder Besuch noch einen großen Spaziergang oder ein umfangreiches Trainingsprogramm.

Ankommen ist für diesen Tag vollkommen ausreichend.

Sollte ich meinem Welpen sofort die ganze Wohnung zeigen?

Nein.

Lass ihn zunächst einen überschaubaren Bereich kennenlernen.

Zu viele neue Räume und Eindrücke gleichzeitig können unnötig viel sein. Weitere Bereiche können nach und nach dazukommen.

Du musst deinen Welpen nicht durch jedes Zimmer führen. Lass ihm Zeit, seine neue Umgebung in seinem Tempo wahrzunehmen.

Wie lange braucht ein Welpe, um sich im neuen Zuhause einzugewöhnen?

Das ist individuell.

Manche Welpen wirken bereits nach kurzer Zeit erstaunlich sicher, andere brauchen Tage oder länger, um wirklich anzukommen.

Wichtig ist, ein zunächst ruhiges oder vorsichtiges Verhalten nicht vorschnell als endgültiges Wesen zu interpretieren.

Du lernst deinen Welpen erst nach und nach wirklich kennen.

Warum ist mein Welpe nach dem Einzug plötzlich so ruhig?

Der Einzug ist körperlich und mental anstrengend.

Ein ruhiger Welpe ist deshalb nicht automatisch ein grundsätzlich ruhiger Hund. Vielleicht ist er müde oder verarbeitet gerade die vielen Veränderungen.

Gib ihm Zeit und beobachte seine Entwicklung über die nächsten Tage und Wochen.

Warum ist mein Welpe nach dem Einzug so aufgedreht?

Auch starke Aktivität kann eine Reaktion auf die vielen neuen Eindrücke sein.

Ein Welpe, der herumrennt, in Kleidung beißt oder scheinbar überhaupt nicht abschalten kann, braucht deshalb nicht automatisch noch mehr Beschäftigung.

Häufig ist genau das Gegenteil sinnvoll: Reize reduzieren und Ruhe ermöglichen.

Wie viel sollte mein Welpe am ersten Tag schlafen?

Sehr viel.

Welpen haben generell ein hohes Schlaf- und Ruhebedürfnis. Nach einem so ereignisreichen Tag ist Erholung besonders wichtig.

Wecke deinen Welpen nicht ständig auf, weil jemand ihn sehen oder mit ihm spielen möchte.

Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil seiner Entwicklung und Verarbeitung.

Was mache ich, wenn mein Welpe nicht zur Ruhe kommt?

Reduziere zunächst die Umgebung und mögliche Reize.

Kein zusätzliches Spiel, keine permanente Ansprache und nicht immer neue Beschäftigung anbieten.

Bei Pfotenliebe beginnen wir früh mit einem klaren Ruheort beziehungsweise der Decke. Der Welpe darf lernen, dass nicht ständig etwas passiert und Ruhe ein normaler Bestandteil des gemeinsamen Alltags ist.

Sollte ich meinen Welpen am ersten Tag beschäftigen?

Ein wenig gemeinsame Interaktion ist selbstverständlich in Ordnung.

Du musst deinen Welpen aber nicht dauerhaft beschäftigen.

Gerade neue Hundehalter haben häufig das Gefühl, jede wache Minute müsse mit Spiel, Training oder neuen Erfahrungen gefüllt werden. Damit kann ein Welpe schnell überfordert werden.

Gemeinsam nichts zu tun gehört ebenfalls zum Lernen.

Darf am Einzugstag Besuch kommen?

Wir würden darauf verzichten.

Familie und Freunde können den Welpen später kennenlernen. Am ersten Tag sind seine neuen Bezugspersonen und sein neues Zuhause bereits genug.

Viele Besucher bedeuten zusätzliche Stimmen, Gerüche, Berührungen und Aufregung.

Der Welpe verpasst nichts, wenn er seine neue Verwandtschaft erst einige Tage später kennenlernt.

Sollte ich meinen Welpen am ersten Tag viel auf den Arm nehmen?

Nicht unnötig.

Natürlich darfst du deinen Welpen hochnehmen, wenn eine Situation es erfordert. Er muss aber nicht ständig getragen oder auf dem Schoß gehalten werden.

Gib ihm Gelegenheit, sich selbstständig in seinem sicheren Umfeld zu bewegen und dich kennenzulernen.

Nähe darf entstehen – sie muss nicht permanent hergestellt werden.

Soll ich meinen Welpen am ersten Tag schon erziehen?

Erziehung beginnt vom ersten gemeinsamen Moment an – aber nicht mit einer langen Liste von Kommandos.

Dein Welpe beobachtet, wie du dich bewegst, Räume verwaltest, auf sein Verhalten reagierst und mit ihm kommunizierst.

Genau deshalb gilt bei uns:

Erst kommunizieren – dann konditionieren.

„Sitz“, „Platz“ und viele weitere Signale haben am ersten Tag keine Priorität.

Sollte ich meinem Welpen vom ersten Tag an Grenzen setzen?

Ja.

Ein Welpe braucht nicht erst einige Wochen völlige Freiheit, bevor plötzlich Regeln eingeführt werden.

Grenzen sollten aber klar, ruhig und verständlich sein.

Wir möchten nicht permanent schimpfen oder mit vielen Worten korrigieren. Der Mensch kann sehr viel über seine Körpersprache, Position und Raumverwaltung kommunizieren.

Was bedeutet Raumverwaltung beim Welpen?

Raumverwaltung bedeutet beispielsweise, dass du entscheidest, welche Bereiche gerade zugänglich sind und wann Nähe oder Distanz sinnvoll ist.

Dabei geht es nicht darum, deinen Welpen ständig körperlich zu bedrängen.

Vielmehr lernt er, deine Position und Bewegung wahrzunehmen.

Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Fichtlmeier-orientierten Arbeit: Der Mensch kommuniziert auch über seinen Körper und den gemeinsamen Raum.

Sollte ich meinen Welpen am ersten Tag schon mit Leckerlis trainieren?

Du kannst Futter sinnvoll einsetzen, musst aber nicht sofort klassische Trainingsübungen beginnen.

Wir möchten insbesondere vermeiden, dass der Welpe von Anfang an lernt, ausschließlich einer Futterhand zu folgen.

Futter kann Kontakt und Lernen unterstützen. Es ersetzt aber nicht die Beziehung und Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Wie baue ich vom ersten Tag an Orientierung am Menschen auf?

Orientierung entsteht nicht dadurch, dass du deinen Welpen permanent mit seinem Namen rufst.

Gib ihm vielmehr Gelegenheit, dich selbst wahrzunehmen.

Bewegung, Richtungswechsel, Körpersprache und gezielte Kontaktaufnahme können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Bei Pfotenliebe nutzen wir beispielsweise das Zungenschnalzen als neutrale Kontaktaufnahme. Der Welpe lernt, auf dieses Geräusch hin kurz Kontakt zu seinem Menschen aufzunehmen.

Muss ich meinen Welpen ständig im Blick behalten?

Gerade am Anfang solltest du wissen, was dein Welpe macht – schon wegen Stubenreinheit und Sicherheit.

Das bedeutet aber nicht, dass du ihn permanent ansprechen oder kontrollieren musst.

Beobachten ist etwas anderes als ständig einzugreifen.

Für uns ist genau dieses Beobachten wichtig: Was macht mein Hund von sich aus? Wie reagiert er? Wann sucht er Kontakt? Wann braucht er Ruhe?

Was mache ich, wenn mein Welpe mir überallhin folgt?

Das ist in der neuen Situation zunächst nicht ungewöhnlich.

Du solltest daraus aber nicht automatisch ableiten, dass dein Welpe bereits eine besonders starke Bindung zu dir hat.

Er befindet sich in einer fremden Umgebung und du bist möglicherweise gerade sein wichtigster Orientierungspunkt.

Mit der Zeit darf er lernen, dass er auch zur Ruhe kommen kann, wenn du dich innerhalb des Hauses bewegst.

Was sind typische Fehler beim Einzug eines Welpen?

Häufig sehen wir, dass Menschen in den ersten Stunden bereits zu viel möchten:

  • die gesamte Wohnung sofort zeigen,
  • viele Besucher einladen,
  • den Welpen ständig beschäftigen,
  • sofort zahlreiche Kommandos trainieren,
  • jede Bewegung kommentieren,
  • permanent mit Leckerlis locken,
  • zu wenig Schlaf ermöglichen,
  • und jedes Verhalten sofort korrigieren wollen.

Der Welpe muss nicht innerhalb eines Tages lernen, wie sein gesamtes zukünftiges Leben funktioniert.

Was ist beim Einzug aus Pfotenliebe-Sicht am wichtigsten?

Wenn dein Welpe einzieht, beginnt nicht zuerst ein Trainingsprogramm.

Es beginnt eine Beziehung zwischen zwei Lebewesen, die einander noch kennenlernen müssen.

Beobachte deinen Welpen.

Wie erkundet er seine Umgebung? Wie reagiert er auf Veränderungen? Sucht er schnell Kontakt oder beobachtet er zunächst? Wie leicht findet er zur Ruhe? Wie reagiert er auf deine Bewegung und Körpersprache?

Nach Fichtlmeier möchten wir zunächst das Wesen des Hundes erfassen.

Darauf baut alles Weitere auf:

Wesen erfassen → kommunizieren → Orientierung schaffen → Beziehung entwickeln → anschließend sinnvoll konditionieren.

Dein Welpe muss am ersten Tag nicht zeigen, was er schon alles kann.

Viel wichtiger ist, dass ihr beginnt, euch gegenseitig wahrzunehmen und eine verständliche gemeinsame Kommunikation zu entwickeln.

Wenn ein Welpe einzieht, verändert sich für ihn innerhalb kürzester Zeit seine gesamte bisherige Welt. Er verlässt vertraute Menschen, Hunde, Gerüche und Abläufe und muss sich in einem neuen Zuhause orientieren. Deshalb sollten die ersten Stunden möglichst ruhig und überschaubar gestaltet werden.

Dein Welpe muss am ersten Tag weder die gesamte Wohnung erkunden noch Besuch kennenlernen oder zahlreiche Übungen absolvieren. Ein kleinerer Lebensbereich, ein fester Ruheplatz und ausreichend Schlaf helfen ihm dabei, die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten. Auch starkes Herumrennen, Beißen oder scheinbare Rastlosigkeit können ein Hinweis darauf sein, dass gerade weniger Beschäftigung und mehr Ruhe sinnvoll sind.

Gleichzeitig beginnt vom ersten gemeinsamen Moment an bereits das Zusammenleben. Grenzen, Körpersprache, Raumverwaltung und Orientierung können von Anfang an eine Rolle spielen, ohne daraus ein umfangreiches Trainingsprogramm zu machen. Der Welpe darf zunächst lernen, seinen Menschen wahrzunehmen und dessen Kommunikation zu verstehen.

Aus Pfotenliebe-Sicht geht es beim Welpeneinzug deshalb vor allem um Beobachtung, Ruhe und gegenseitiges Kennenlernen. Erst wenn du besser verstehst, welchen Hund du vor dir hast, kannst du Training und Alltag passend gestalten. So entsteht Schritt für Schritt eine Beziehung, in der dein Welpe Sicherheit findet und sich zunehmend an dir orientieren kann.

Warum für mich beim Welpeneinzug zuerst Beobachtung, Kommunikation und Orientierung zählen: Meine Trainingsphilosophie →

Gemeinsam ankommen

Am ersten Tag muss dein Welpe noch nichts beweisen

Gib deinem Welpen Zeit, sein neues Zuhause und vor allem dich kennenzulernen. Ruhe, ein klarer Rahmen und verständliche Kommunikation sind jetzt wichtiger als viele Kommandos, Besucher oder neue Erlebnisse.

Welpentraining mit Orientierung, Körpersprache und klarer Kommunikation in Stuttgart