Die erste Nacht
- Isabel Scheu
- 17.03.2026
- Die ersten Tage mit einem Welpen
Die erste Nacht mit deinem Welpen – was hilft gegen Weinen & Unruhe?
Es ist still geworden. Der aufregende erste Tag ist vorbei. Du hast deinen Welpen bei dir, er hat gefressen, ein bisschen gespielt, vielleicht auch schon geschlafen. Und jetzt soll Ruhe einkehren. Die erste Nacht beginnt. Doch anstatt selig zu schlummern, fiept dein Welpe, jault leise oder wirkt rastlos. Vielleicht dreht er sich, kratzt an der Box oder versucht, dich zu erreichen. Ein Moment, der ans Herz geht – und dich vielleicht verunsichert. Was tun? Trösten oder ignorieren? Nähe geben oder konsequent sein? In diesem Beitrag erfährst du, warum Weinen in der ersten Nacht ganz normal ist – und wie du deinem Welpen helfen kannst, ruhig und geborgen anzukommen.
Warum die erste Nacht so schwer ist
Dein Welpe hat alles verloren, was ihm bisher Sicherheit gegeben hat: die Nähe seiner Mutter, die Wärme seiner Geschwister, den vertrauten Geruch seines alten Zuhauses. Und jetzt liegt er allein an einem fremden Ort, mit neuen Gerüchen, anderen Geräuschen – und ohne zu wissen, was passiert. Kein Wunder, dass er weint. Das ist kein Protest – das ist Einsamkeit. Und ein ganz natürlicher Ausdruck seines Bedürfnisses nach Nähe, Körperkontakt und Bindung.
Warum du deinen Welpen nicht allein lassen solltest
Viele Ratgeber empfehlen, den Welpen „von Anfang an daran zu gewöhnen“, allein zu schlafen. Doch für das kleine Wesen ist das mehr als nur unangenehm – es kann echten Stress auslösen. Ein Gefühl von Verlassenheit, das sich tief einprägt. Du kannst also gar nicht „zu viel verwöhnen“ – du kannst nur beruhigen, begleiten und stärken. Genau das braucht dein Welpe jetzt.
So hilfst du deinem Welpen durch die erste Nacht
✓ Schlafplatz in deiner Nähe: Ob neben deinem Bett oder auf einer Matratze im Schlafzimmer – dein Welpe sollte dich hören, riechen und spüren können. Das gibt Geborgenheit und unterstützt eure Sicherheitsbasis.
✓ Körperkontakt zulassen: Wenn dein Welpe Nähe sucht, gib sie ihm. Lege deine Hand an seine Box oder lass ihn (wenn du magst) auf einer Decke neben dir schlafen – besonders, wenn er nach dem Abholen noch sehr orientierungslos wirkt.
✓ Beruhigende Stimme: Sprich leise mit ihm, wenn er unruhig wird. Keine Aufregung, kein Schimpfen – nur deine ruhige Präsenz. Das klappt oft besser, wenn du selbst bewusst in den „Ruhe-Modus“ kommst.
✓ Bekannter Geruch: Eine Decke mit dem Geruch der Mutter oder Wurfgeschwister wirkt oft wie Balsam für die Seele. Bitte den Züchter, dir so etwas mitzugeben – und kombiniere das mit einem klaren, ruhigen Rückzugsort.
✓ Kein „Ignorieren“ aus Prinzip: Dein Welpe ist kein Schauspieler. Wenn er weint, hat er ein echtes Bedürfnis. Geh darauf ein – liebevoll, ruhig und verlässlich. Gerade in den ersten Tagen gilt: Bindung vor Training.
Was du nicht tun solltest
Vermeide es, deinen Welpen in einen separaten Raum zu sperren, ihn schreien zu lassen oder ihn zu „trainieren“, ruhig zu bleiben. In dieser Nacht geht es nicht um Erziehung – sondern um Beziehung. Auch zu viel Aktion (Licht an, dauernd hochnehmen, ständig neue Reize) kann die Unruhe verstärken – besonders, wenn dein Welpe ohnehin schnell in Reizüberflutung kippt.
Fazit: Geborgenheit ist das beste Schlafmittel
Die erste Nacht mit deinem Welpen ist intensiv. Vielleicht schläfst du kaum. Vielleicht musst du öfter raus. Vielleicht liegst du mit ausgestrecktem Arm neben seiner Decke. Aber das ist okay. Es ist der Anfang eurer Geschichte – und du kannst sie mit Wärme und Vertrauen beginnen. Indem du da bist. Indem du auf ihn eingehst. Indem du zeigst: „Ich sehe dich. Und ich lasse dich nicht allein.“ Und du wirst sehen: Diese erste Nacht wird nicht perfekt – aber sie wird ein wichtiger Schritt in eine tiefe, sichere Bindung zwischen dir und deinem Hund.
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