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Badezeit - Hund baden

  • Isabel Scheu
  • 30.09.2024
  • Pflege

Hund baden: Wie oft ist es sinnvoll, welches Shampoo ist geeignet und wie gelingt das Baden stressarm?

Schlammige Wege, nasses Herbstwetter, ein Bad im See, ein ausgiebiges Wälzen in unangenehm riechenden Hinterlassenschaften oder einfach ein Fell, das nach einigen Wochen deutlich schmutziger geworden ist: Früher oder später stellt sich fast jeder Hundehalter die Frage, ob der Hund gebadet werden sollte. Gleichzeitig hält sich hartnäckig die Sorge, häufiges Waschen könne Haut und Fell grundsätzlich schädigen.

Die richtige Antwort liegt – wie so häufig bei der Hundepflege – nicht in einer festen Regel für alle Hunde. Manche Hunde müssen nur sehr selten vollständig gebadet werden, während andere aufgrund ihres Felltyps, ihrer Lebensweise oder einer tierärztlich begleiteten Hautbehandlung regelmäßiger gewaschen werden. Entscheidend ist nicht, möglichst selten oder möglichst häufig zu baden, sondern nur so oft wie nötig und mit Produkten, die zur Haut des Hundes passen.

Auch die Vorstellung, jeder kurzhaarige Hund müsse beispielsweise nur alle drei Monate und jeder langhaarige Hund einmal im Monat gebadet werden, greift zu kurz. Ein kurzhaariger Hund, der sich in Aas gewälzt hat, benötigt möglicherweise sofort ein Bad. Ein langhaariger Hund, dessen Fell sauber und gepflegt ist, muss dagegen nicht allein wegen eines Kalenders in die Badewanne. Fellstruktur, Unterwolle, Hautzustand, Verschmutzung und individuelle Verträglichkeit sind wesentlich aussagekräftiger als starre Zeitabstände.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das verwendete Shampoo. Produkte für Menschen sind nicht automatisch für die Hundehaut geeignet. Auch Naturkosmetik oder Babyshampoo ist nicht deshalb die bessere Wahl, weil es besonders mild klingt. Ein Hundeshampoo sollte ausdrücklich für Hunde vorgesehen sein und zu Haut, Fell und gegebenenfalls bestehenden dermatologischen Problemen passen.

Ebenso wichtig wie Shampoo und Wassertemperatur ist die Art, wie du deinen Hund durch die Situation führst. Ein Hund, der die Dusche oder Badewanne unangenehm findet, profitiert nicht davon, einfach festgehalten und möglichst schnell gewaschen zu werden. Sicherheit entsteht durch verständliche Abläufe, eine rutschfeste Unterlage, ruhige Körpersprache, klare Orientierung und eine schrittweise Gewöhnung. Gerade bei jungen oder unsicheren Hunden lohnt es sich, Pflegehandlungen frühzeitig selbstverständlich in den Alltag einzubauen.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wann du deinen Hund wirklich baden solltest, wie häufig Baden sinnvoll sein kann, welches Hundeshampoo geeignet ist, wie du Fell und Haut vorbereitest, wie das Baden Schritt für Schritt funktioniert, was du beim Trocknen beachten solltest und welche Fehler du vermeiden kannst. Außerdem geht es um Welpen, Senioren, langhaarige und kurzhaarige Hunde, Hunde mit Unterwolle, Hautproblemen und typische Situationen nach Spaziergängen in Stuttgart.

Nach Bedarf baden

Nicht der Kalender entscheidet, sondern Verschmutzung, Felltyp, Hautzustand und individuelle Bedürfnisse deines Hundes.

Hundeshampoo verwenden

Nutze ein ausdrücklich für Hunde geeignetes Produkt und bei Hauterkrankungen nur die tierärztlich empfohlene Pflege.

Gründlich trocknen

Besonders dichtes Fell und Unterwolle sollten nach dem Baden nicht über längere Zeit feucht bleiben.

Warum werden Hunde überhaupt gebadet?

Ein gesunder Hund muss nicht regelmäßig gewaschen werden, nur damit sein Fell menschlichen Vorstellungen von Sauberkeit entspricht. Hunde besitzen eine funktionierende Haut- und Fellbarriere, und kleinere Verschmutzungen verschwinden häufig durch Trocknen, Bürsten oder einfach im normalen Alltag wieder.

Ein vollständiges Bad wird vor allem dann sinnvoll, wenn Schmutz nicht mehr durch Bürsten oder punktuelles Abspülen entfernt werden kann. Das kann nach einem Spaziergang durch tiefen Schlamm, nach Kontakt mit klebrigen beziehungsweise unangenehm riechenden Substanzen oder nach dem Wälzen in Kot oder Aas der Fall sein.

Auch medizinische Gründe können regelmäßiges Baden notwendig machen. Bei bestimmten Hauterkrankungen kommen spezielle Shampoos zum Einsatz, die beispielsweise reinigende, antimikrobielle oder andere dermatologische Eigenschaften besitzen. Häufigkeit, Einwirkzeit und Anwendung sollten dann jedoch nicht selbst festgelegt, sondern nach tierärztlicher Empfehlung durchgeführt werden.

Baden ist dagegen keine zuverlässige allgemeine Vorbeugung gegen Parasiten. Flöhe und Zecken werden nicht dadurch verhindert, dass ein Hund regelmäßig mit normalem Shampoo gewaschen wird. Wenn du dich mit Parasiten beschäftigst, findest du weitere Informationen im Beitrag über Flöhe beim Hund.

Wann sollte ein Hund gebadet werden?

Ein Bad ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine tatsächliche Notwendigkeit besteht. Dabei solltest du zwischen normalem Alltagsschmutz und Verunreinigungen unterscheiden, die du vollständig entfernen möchtest.

Nach einem matschigen Spaziergang reicht es häufig aus, Pfoten, Bauch und Beine mit klarem lauwarmem Wasser abzuspülen. Dafür muss nicht jedes Mal der gesamte Hund shampooniert werden. Bei einem Hund mit dichtem oder langem Fell kann anschließend gründliches Abtrocknen und späteres Bürsten genügen.

Anders sieht es aus, wenn dein Hund sich in Aas, Kot oder anderen stark riechenden beziehungsweise potenziell problematischen Stoffen gewälzt hat. Dann kann ein vollständiges Bad mit geeignetem Hundeshampoo sinnvoll sein.

Auch Salz, bestimmte Verschmutzungen oder Stoffe, die Haut und Fell reizen könnten, sollten nicht unnötig lange im Fell verbleiben. Wenn dein Hund mit einer möglicherweise giftigen oder ätzenden Substanz in Kontakt gekommen ist, solltest du jedoch nicht einfach irgendein Shampoo verwenden, sondern zunächst fachlich klären, wie die betreffende Substanz entfernt werden sollte.

Bei einem gesunden Hund ist dagegen ein leichter typischer Eigengeruch kein Grund, ständig zu baden. Wenn dein Hund plötzlich deutlich anders oder ungewöhnlich stark riecht, obwohl sein Fell sauber ist, sollte auch an Haut-, Ohren- oder andere gesundheitliche Probleme gedacht werden.

Wie oft darf man einen Hund baden?

Eine feste Zahl wie „einmal im Monat“ oder „höchstens viermal im Jahr“ lässt sich nicht sinnvoll auf alle Hunde übertragen. Moderne, gut formulierte Hundeshampoos ermöglichen grundsätzlich eine schonende Reinigung, trotzdem sollte ein gesunder Hund nicht ohne Anlass ständig vollständig gewaschen werden.

Die notwendige Häufigkeit hängt von mehreren Faktoren ab: Felltyp, Hautzustand, Lebensweise, Aktivität, Verschmutzungsgrad, vorhandene Hauterkrankungen und das verwendete Produkt spielen eine Rolle.

Ein kurzhaariger Wohnungshund, der selten stark verschmutzt ist, kann möglicherweise über sehr lange Zeit ohne vollständiges Shampoo-Bad auskommen. Ein langhaariger Hund, der regelmäßig durch Schlamm und nasse Vegetation läuft, benötigt möglicherweise häufiger Pflege. Ein Hund mit einer dermatologischen Erkrankung kann nach tierärztlichem Plan sogar mehrmals in kurzen Abständen gebadet werden.

Die sinnvollere Regel lautet deshalb: so selten wie möglich, aber so häufig wie notwendig. Gleichzeitig sollte „selten“ nicht bedeuten, dass ein stark verschmutzter Hund aus Angst vor Hautproblemen wochenlang nicht gewaschen wird.

Schädigt häufiges Baden die Haut des Hundes?

Zu häufiges Baden mit ungeeigneten oder stark entfettenden Produkten kann die Hautbarriere beeinträchtigen und trockene beziehungsweise gereizte Haut begünstigen. Daraus entstand die bekannte Empfehlung, Hunde möglichst selten zu waschen.

Entscheidend ist jedoch nicht ausschließlich die Anzahl der Bäder. Auch Produktwahl, Konzentration, Einwirkzeit, Wassertemperatur und gründliches Ausspülen beeinflussen, wie Haut und Fell auf das Baden reagieren.

Ein hautverträgliches Hundeshampoo, das korrekt angewendet wird, ist nicht mit aggressiver menschlicher Seife oder einem stark entfettenden Reinigungsmittel vergleichbar.

Wenn dein Hund nach dem Baden regelmäßig verstärkt kratzt, Schuppen entwickelt, gerötete Haut bekommt oder auffällig riecht, solltest du nicht einfach ein anderes Duftshampoo ausprobieren. Dann lohnt sich eine genauere Untersuchung des Hautzustandes.

Mehr zu möglichen Ursachen findest du im Beitrag über Hautprobleme beim Hund.

Welches Shampoo ist für Hunde geeignet?

Für ein normales Pflegebad solltest du ein Shampoo verwenden, das ausdrücklich für Hunde entwickelt wurde. Hundehaut unterscheidet sich von menschlicher Haut, und ein Produkt, das für Menschen angenehm oder besonders mild ist, muss deshalb nicht automatisch für den Hund geeignet sein.

Bei einem Hund mit gesunder Haut kann ein mildes Hundeshampoo ausreichend sein. Bei empfindlicher Haut sollte ein möglichst reizarmes Produkt gewählt werden. Stark parfümierte Produkte sind nicht notwendig, denn dein Hund muss nach dem Baden nicht wie ein Kosmetikprodukt riechen.

Bei bekannten Hauterkrankungen gelten andere Regeln. Ein medizinisches Shampoo enthält möglicherweise gezielt Wirkstoffe, deren Konzentration und Einwirkzeit für die Behandlung relevant sind. Ein solches Produkt sollte nicht allein aufgrund einer Internetempfehlung ausgewählt werden.

Auch die Bezeichnung „Naturprodukt“ ist keine Garantie dafür, dass ein Shampoo besonders hautverträglich ist. Pflanzliche Inhaltsstoffe können ebenfalls irritieren oder bei empfindlichen Hunden Probleme verursachen. Entscheidend ist die Eignung des konkreten Produkts.

Warum solltest du kein Menschenshampoo für deinen Hund verwenden?

Menschenshampoo wurde für menschliche Haut und Haare entwickelt. Die Hautbedingungen des Hundes unterscheiden sich davon. Deshalb können Tenside, Duftstoffe und andere Bestandteile eines Produkts für Menschen bei einem Hund ungeeignet sein.

Auch Babyshampoo ist nicht automatisch eine gute Alternative. „Mild für Babys“ bedeutet lediglich, dass das Produkt auf menschliche Haut abgestimmt wurde – nicht auf Hundehaut.

Wenn du deinen Hund nur mit klarem Wasser von leichtem Schmutz befreien kannst, benötigst du überhaupt kein Shampoo. Wenn eine richtige Reinigung notwendig ist, solltest du dagegen ein geeignetes Hundeprodukt verwenden.

Welches Shampoo eignet sich für einen Hund mit empfindlicher Haut?

Ein empfindlicher Hund benötigt nicht automatisch ein medizinisches Shampoo. Wichtig ist zunächst zu unterscheiden, ob die Haut lediglich schnell trocken oder sensibel reagiert oder ob tatsächlich eine dermatologische Erkrankung vorliegt.

Bei sensibler Haut können milde, für Hunde entwickelte Produkte mit möglichst wenigen unnötigen Duft- und Reizstoffen sinnvoll sein. Ein Begriff wie „hypoallergen“ sollte dabei nicht als Garantie verstanden werden, dass keinerlei Reaktion möglich ist.

Zeigt dein Hund bereits Juckreiz, Rötungen, wiederkehrende Hautentzündungen oder Haarausfall, sollte zuerst geklärt werden, weshalb diese Veränderungen auftreten. Auch Allergien beim Hund können Hautsymptome verursachen, sind jedoch nur eine von mehreren möglichen Ursachen.

Medizinisches Hundeshampoo: Wann ist es sinnvoll?

Medizinische Shampoos werden bei bestimmten Hauterkrankungen gezielt eingesetzt. Je nach Ursache können unterschiedliche Wirkstoffe erforderlich sein. Deshalb ist nicht jedes medizinische Shampoo für jede Art von Hautproblem geeignet.

Auch die Anwendung unterscheidet sich teilweise deutlich von einem normalen Pflegebad. Manche Produkte müssen für eine bestimmte Zeit auf der Haut verbleiben, bevor sie ausgespült werden. Andere werden in einem festgelegten Rhythmus eingesetzt.

Hier solltest du dich genau an die tierärztliche Empfehlung beziehungsweise Produktanweisung halten. Ein medizinisches Shampoo wirkt nicht besser, wenn du mehr davon verwendest oder es deutlich länger einwirken lässt.

Hund nur mit Wasser abspülen: Oft reicht das vollkommen aus

Nach einem normalen Spaziergang durch Regen oder Matsch benötigt dein Hund häufig überhaupt kein Shampoo. Wenn lediglich Pfoten, Beine oder der Bauch verschmutzt sind, kann klares lauwarmes Wasser völlig ausreichend sein.

Das ist besonders praktisch für Hunde, die im Alltag häufig schmutzig werden. Statt jedes Mal den gesamten Hund einzuschäumen, entfernst du lediglich den tatsächlichen Schmutz.

Anschließend solltest du die nassen Bereiche sorgfältig trocknen. Gerade bei Hunden mit dichter Unterwolle kann Feuchtigkeit länger im Fell bleiben, als die Oberfläche vermuten lässt.

Vor dem Baden: Fell erst kontrollieren und gegebenenfalls bürsten

Besonders bei längerem oder dichterem Fell ist eine kurze Vorbereitung sinnvoll. Kontrolliere das Fell auf Knoten, Verfilzungen, Pflanzenteile und andere Fremdkörper.

Verfilzungen können sich durch Wasser teilweise noch stärker zusammenziehen und anschließend schwieriger zu lösen sein. Größere Knoten sollten deshalb möglichst vor dem Baden vorsichtig bearbeitet werden.

Bei Hunden mit Unterwolle kann das Ausbürsten loser Haare außerdem dazu beitragen, dass Wasser und Shampoo später besser bis in die notwendigen Bereiche gelangen und das Fell anschließend leichter trocknet.

Wie viel Bürsten sinnvoll ist, hängt stark vom Felltyp ab. Mehr dazu erfährst du im Beitrag über die Fellpflege beim Hund.

So bereitest du Dusche oder Badewanne für deinen Hund vor

Viele Hunde finden nicht das Wasser selbst unangenehm, sondern die gesamte Situation: glatter Boden, Geräusche, enger Raum, eine plötzlich bewegte Brause und ein Mensch, der sich über sie beugt. Eine gute Vorbereitung kann deshalb wesentlich mehr bewirken als möglichst viele Leckerlis.

Der Untergrund sollte rutschfest sein. Eine Gummi- oder Badematte gibt deinem Hund sicheren Halt und verhindert, dass seine Pfoten beim kleinsten Gewichtswechsel wegrutschen.

Lege Shampoo, Handtücher und gegebenenfalls einen Hundebademantel bereits vorher bereit. So musst du deinen nassen Hund später nicht allein in der Dusche stehen lassen, während du erst nach Zubehör suchst.

Stelle das Wasser zunächst auf eine angenehme lauwarme Temperatur ein. Ein harter Wasserstrahl oder ein plötzlich laut aufgedrehter Duschkopf kann einen unsicheren Hund erschrecken.

Wenn dein Hund das Badezimmer oder die Dusche noch nicht kennt, muss die erste Begegnung damit nicht automatisch ein vollständiges Bad werden. Lass ihn den Ort zunächst kennenlernen und gib ihm durch deine ruhige Körpersprache Orientierung.

Hund an die Dusche gewöhnen: Kommunikation vor Zwang

Ein Hund, der bereits versucht zu fliehen, sich klein macht oder sichtbar unter Stress steht, lernt durch Festhalten nicht automatisch, dass Baden ungefährlich ist. Im ungünstigsten Fall wird die Situation von Mal zu Mal schwieriger.

Gewöhne deinen Hund deshalb schrittweise an die einzelnen Bestandteile der Pflege. Das kann zunächst bedeuten, ruhig in die trockene Dusche zu steigen, dort einen Moment zu stehen und wieder herauszugehen. Später kommen Geräusche, Wasser und Berührungen hinzu.

Beobachte dabei die Körpersprache deines Hundes. Wegdrehen, starkes Hecheln ohne Wärmebelastung, Erstarren, Fluchtversuche oder deutliches Vermeidungsverhalten zeigen dir, dass die Situation gerade schwierig ist.

Ziel ist nicht, jeden Widerstand sofort mit Futter zu überdecken. Dein Hund sollte verstehen können, was geschieht, und durch klare, ruhige Führung Sicherheit erfahren. Kleine Schritte sind gerade bei einem unsicheren Hund häufig nachhaltiger als ein erzwungenes komplettes Bad.

Hund richtig baden: Schritt für Schritt

Wenn alles vorbereitet ist, sollte das eigentliche Bad ruhig und effizient ablaufen. Besonders ein Hund, der Baden noch nicht selbstverständlich findet, profitiert davon, wenn du nicht unnötig lange experimentierst.

  1. Fell vorbereiten: Entferne lose Haare, stärkere Knoten und groben Schmutz vor dem Bad.
  2. Sicheren Stand schaffen: Eine rutschfeste Unterlage verhindert Unsicherheit auf glatten Flächen.
  3. Wassertemperatur kontrollieren: Verwende angenehm lauwarmes Wasser und vermeide starke Temperaturschwankungen.
  4. Fell langsam durchnässen: Beginne möglichst ruhig am Körper und arbeite dich systematisch vor.
  5. Gesicht aussparen: Richte den Wasserstrahl nicht direkt in Augen, Nase oder Ohren.
  6. Shampoo korrekt anwenden: Beachte die Herstellerangaben und verdünne das Produkt nur, wenn dies vorgesehen ist.
  7. Sanft verteilen: Arbeite das Shampoo bis an die verschmutzten beziehungsweise zu behandelnden Fellbereiche ein, ohne die Haut aggressiv zu rubbeln.
  8. Gründlich ausspülen: Entferne Shampoo vollständig, denn Rückstände können Haut und Fell irritieren.
  9. Wasser aus dem Fell ausdrücken: Drücke längeres Fell vorsichtig aus, statt es stark zu verreiben.
  10. Hund sorgfältig trocknen: Verwende saugfähige Handtücher beziehungsweise bei geeignetem Hund und Fell zusätzlich einen vorsichtig eingesetzten Föhn.

Wie lange das Baden dauert, hängt stark von Größe und Felltyp ab. Ein kleiner kurzhaariger Hund ist wesentlich schneller vollständig nass und wieder trocken als ein großer Hund mit dichter Unterwolle.

Welche Wassertemperatur ist beim Hundebaden richtig?

Das Wasser sollte angenehm lauwarm sein. Sehr heißes Wasser kann die Haut reizen und für den Hund unangenehm sein, während sehr kaltes Wasser insbesondere bei längeren Bädern und empfindlichen Hunden schnell unangenehm wird.

Prüfe die Temperatur mit deiner Hand beziehungsweise deinem Unterarm und denke daran, dass dein Hund die Situation nicht nach menschlichen Wellnessvorstellungen beurteilt. Das Ziel ist eine schonende Reinigung und kein möglichst heißes Bad.

Bei älteren, sehr kleinen oder gesundheitlich beeinträchtigten Hunden solltest du besonders darauf achten, dass sie während und nach dem Baden nicht auskühlen.

Wie wäschst du den Kopf deines Hundes?

Der Kopfbereich sollte besonders vorsichtig behandelt werden. Viele Hunde empfinden Wasser im Gesicht als unangenehm, und Shampoo gehört weder in die Augen noch in Nase oder Gehörgang.

Für leichte Verschmutzungen im Gesicht reicht häufig ein weiches feuchtes Tuch. Muss tatsächlich Shampoo verwendet werden, solltest du sehr kontrolliert arbeiten und das Produkt entsprechend seiner Anweisung anwenden.

Richte einen Duschstrahl nicht direkt auf das Gesicht. Besonders im Bereich der Ohren solltest du verhindern, dass unnötig viel Wasser in den Gehörgang gelangt.

Wasser in den Ohren beim Baden: Was solltest du beachten?

Du musst die Ohren deines Hundes nicht zwanghaft vollständig abdichten. Sinnvoll ist vielmehr, den Wasserstrahl nicht direkt in den Gehörgang zu richten und im Kopfbereich vorsichtig zu arbeiten.

Nach dem Baden kannst du die äußere Ohrmuschel und sichtbare feuchte Bereiche behutsam trocknen. Stecke keine Wattestäbchen tief in den Gehörgang.

Hunde mit wiederkehrenden Ohrproblemen sollten individuell beurteilt werden. Ständiges Kopfschütteln, Ohrgeruch, Rötung, Ausfluss oder deutliche Berührungsempfindlichkeit sind keine normalen Folgen eines Badevorgangs und sollten abgeklärt werden.

Mehr dazu findest du im Beitrag über die Ohrenpflege beim Hund.

Warum gründliches Ausspülen so wichtig ist

Ein häufiger Fehler beim Baden besteht darin, Shampoo zwar sorgfältig einzuarbeiten, beim Ausspülen aber zu schnell vorzugehen. Gerade in dichtem oder längerem Fell können Produktreste zurückbleiben.

Solche Rückstände können Haut und Fell unnötig belasten und möglicherweise Juckreiz oder Irritationen begünstigen. Spüle deshalb systematisch, bis sich das Fell frei von Shampoo anfühlt und das ablaufende Wasser klar ist.

Bei sehr dichter Unterwolle musst du das Fell gegebenenfalls mit den Fingern teilen, damit das Wasser wirklich bis zur Haut gelangt.

Bei medizinischen Shampoos ist die Anwendung besonders genau nach Vorgabe durchzuführen. Hier können sowohl Einwirkzeit als auch gründliches anschließendes Ausspülen für die Behandlung wichtig sein.

Hund nach dem Baden richtig trocknen

Nach dem Baden sollte überschüssiges Wasser zunächst vorsichtig aus dem Fell gedrückt werden. Anschließend kannst du deinen Hund mit einem saugfähigen Handtuch trocknen.

Bei langem Fell ist starkes Rubbeln nicht immer sinnvoll, weil dadurch Knoten und Verfilzungen entstehen können. Besser ist häufig ein drückendes beziehungsweise tupfendes Trocknen.

Ein Hundebademantel kann anschließend helfen, weitere Feuchtigkeit aus dem Fell aufzunehmen. Besonders bei Hunden, die viel Wasser im Fell speichern, kann das im Alltag angenehm sein.

Dichte Unterwolle sollte nicht über viele Stunden feucht bleiben. Von außen kann das Deckhaar bereits trocken aussehen, während die Unterwolle nahe der Haut noch deutlich feucht ist. Kontrolliere deshalb besonders bei dicht behaarten Hunden auch die tieferen Fellschichten.

Darf man einen Hund föhnen?

Ein Hund kann grundsätzlich geföhnt werden, wenn er den Föhn kennt und das Gerät sinnvoll eingesetzt wird. Die Luft sollte nicht zu heiß sein, und du solltest ausreichend Abstand zur Haut halten.

Besonders bei dichtem, langem Fell kann ein Föhn das vollständige Trocknen erleichtern. Allerdings empfinden manche Hunde das Geräusch und den Luftstrom als sehr unangenehm.

Ein Hund, der vor dem Föhn panisch flüchtet, sollte nicht einfach festgehalten werden. Auch hier ist eine schrittweise Gewöhnung sinnvoll. Zunächst kann das Gerät in größerer Entfernung laufen, bevor der Luftstrom später kurz und kontrolliert eingesetzt wird.

Vermeide es, heiße Luft längere Zeit auf dieselbe Hautstelle zu richten. Prüfe die Temperatur regelmäßig mit deiner eigenen Hand.

Darf ein nasser Hund direkt nach draußen?

Ob dein Hund nach dem Baden sofort nach draußen kann, hängt von Wetter, Fell, Alter und Gesundheitszustand ab. An einem warmen Sommertag ist die Situation anders als bei kaltem Wind oder winterlichen Temperaturen.

Ein Hund mit dichter nasser Unterwolle kann deutlich länger feucht bleiben. Besonders bei kleinen, älteren oder kälteempfindlichen Hunden solltest du deshalb darauf achten, dass sie ausreichend getrocknet sind, bevor sie längere Zeit draußen verbringen.

Ein kurzer notwendiger Gang zum Lösen ist natürlich etwas anderes als ein längerer Spaziergang mit vollständig nassem Fell bei kaltem Wetter.

Hund im Winter baden: Was ist anders?

Auch im Winter kann ein Bad notwendig werden. Wenn sich dein Hund beispielsweise in etwas stark Verschmutzendem gewälzt hat, musst du nicht bis zum Frühling warten.

Wichtiger wird jedoch das anschließende Trocknen. Der Hund sollte nicht mit durchnässter Unterwolle längere Zeit in die Kälte geschickt werden.

Plane ein Winterbad deshalb möglichst so, dass ausreichend Zeit zum vollständigen Trocknen bleibt. Ein warmer, zugfreier Raum, mehrere saugfähige Handtücher und bei Bedarf ein Hundebademantel können hilfreich sein.

Hund im Sommer baden: Baden ist keine Hitzeschutzmaßnahme

An heißen Tagen wirkt es naheliegend, den Hund mit sehr kaltem Wasser zu duschen. Eine plötzliche starke Abkühlung ist jedoch nicht automatisch angenehm oder sinnvoll.

Wenn du deinen Hund zur Abkühlung mit Wasser benetzen möchtest und er dies gerne akzeptiert, sollte das Wasser nicht eiskalt sein. Ein vollständiges Shampoo-Bad ist dafür ohnehin nicht erforderlich.

Bei Hitze stehen Schatten, ausreichend Wasser, reduzierte körperliche Belastung und ein sinnvoll angepasster Tagesablauf wesentlich stärker im Mittelpunkt als regelmäßiges Baden.

Wie badet man einen Welpen richtig?

Ein Welpe muss nicht vorsorglich regelmäßig gebadet werden. Ist er stark verschmutzt, kann natürlich auch ein junger Hund gewaschen werden. Besonders wichtig ist dann eine ruhige und verständliche Gestaltung der Situation.

Die ersten Pflegeerfahrungen können beeinflussen, wie selbstverständlich dein Hund später mit Dusche, Bürste, Handtuch und anderen Pflegemaßnahmen umgeht. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Bestandteile frühzeitig kennenzulernen, ohne jedes Mal ein vollständiges Bad daraus zu machen.

Ein Welpe kann beispielsweise zunächst auf einer rutschfesten Matte in der trockenen Dusche stehen, deine Berührungen kennenlernen und anschließend wieder herausgehen. Später kommt etwas Wasser an den Pfoten hinzu.

Auf diese Weise entsteht Pflege als normaler Bestandteil des gemeinsamen Alltags und nicht erst dann als Zwangssituation, wenn dein Hund völlig verschlammt ist und dringend gewaschen werden muss.

Seniorhund baden: Auf Sicherheit und Auskühlung achten

Bei älteren Hunden verändern sich möglicherweise Beweglichkeit, Gleichgewicht und Temperaturregulation. Ein glatter Wannenboden kann dadurch besonders unangenehm beziehungsweise unsicher werden.

Eine rutschfeste Unterlage ist deshalb bei Senioren besonders wichtig. Auch das Ein- und Aussteigen aus einer hohen Badewanne kann problematisch sein. Je nach Größe und körperlichem Zustand kann eine ebenerdige Dusche deutlich angenehmer sein.

Ein älterer Hund sollte anschließend gründlich getrocknet und vor Auskühlung geschützt werden. Bei bekannten Herz-, Kreislauf- oder anderen Erkrankungen sollte ein unnötig langes und stressiges Bad vermieden werden.

Kurzhaarige Hunde baden: Weniger Fell bedeutet nicht automatisch weniger Hautpflege

Kurzhaariges Fell lässt sich meist schnell durchnässen und ebenso schnell wieder trocknen. Das macht das Baden praktisch unkomplizierter.

Trotzdem besitzt auch ein kurzhaariger Hund eine empfindliche Hautbarriere. Sehr häufiges Shampoonieren ohne Notwendigkeit oder ungeeignete Produkte können daher genauso problematisch sein wie bei langhaarigen Hunden.

Ein Vorteil ist, dass sich Hautveränderungen bei kurzem Fell häufig leichter erkennen lassen. Nutze das Baden deshalb auch für einen kurzen Blick auf Haut, Achselbereiche, Bauch und Pfoten.

Langhaarige Hunde richtig baden

Bei langem Fell spielt die Vorbereitung eine größere Rolle. Knoten und Verfilzungen sollten möglichst vor dem Bad gelöst werden, weil nasses Fell schwieriger zu bearbeiten sein kann.

Auch beim Einshampoonieren musst du darauf achten, dass das Produkt tatsächlich bis an die verschmutzten Bereiche gelangt. Gleichzeitig sollte das Fell nicht unnötig stark miteinander verrieben werden.

Nach dem gründlichen Ausspülen ist sorgfältiges Trocknen besonders wichtig. Je nach Fellstruktur kann anschließend erneutes Bürsten beziehungsweise Kämmen notwendig sein.

Wie häufig ein langhaariger Hund gebadet werden sollte, hängt nicht allein von der Haarlänge ab. Pflegezustand, Haut und Lebensweise sind entscheidender.

Hunde mit Unterwolle: Warum das Trocknen besonders wichtig ist

Bei dichtem Doppelfell kann Wasser tief bis in die Unterwolle gelangen und dort lange verbleiben. Oberflächlich fühlt sich der Hund möglicherweise bereits weitgehend trocken an, während die Fellschichten nahe der Haut noch feucht sind.

Diese Feuchtigkeit sollte insbesondere bei kühler Umgebung nicht unnötig lange bestehen bleiben. Auch Hautbereiche unter sehr dichter Unterwolle lassen sich schlechter kontrollieren.

Arbeite beim Trocknen deshalb systematisch und kontrolliere verschiedene Körperregionen mit den Fingern. Ein saugfähiges Handtuch oder Hundebademantel kann zunächst viel Feuchtigkeit aufnehmen; je nach Hund kann anschließend vorsichtiges Föhnen hilfreich sein.

Sollte man einen Hund nach dem Baden bürsten?

Bei vielen Felltypen ist Bürsten nach dem vollständigen oder weitgehenden Trocknen sinnvoll. Dabei können gelöste Haare entfernt und längeres Fell wieder geordnet werden.

Wann genau gebürstet werden sollte, hängt vom Felltyp ab. Nasses Fell kann empfindlicher sein, und starkes Ziehen an Knoten ist unangenehm.

Verwende deshalb eine zum Fell passende Bürste oder einen geeigneten Kamm und arbeite vorsichtig. Regelmäßige Fellpflege zwischen den Bädern ist häufig wichtiger als besonders häufiges Waschen.

Was tun, wenn der Hund nach dem Baden stark kratzt?

Ein gelegentliches kurzes Kratzen nach einem Bad muss nicht automatisch auf ein Problem hindeuten. Wenn dein Hund sich jedoch deutlich häufiger kratzt, die Haut gerötet erscheint oder Schuppen entstehen, solltest du genauer hinsehen.

Mögliche Ursachen sind unter anderem Shampoo-Rückstände, ein ungeeignetes Produkt, bereits bestehende Hautprobleme oder eine individuelle Reaktion auf Inhaltsstoffe.

Spüle Shampoo deshalb grundsätzlich sehr gründlich aus. Treten Veränderungen wiederholt nach jedem Bad auf, solltest du das Produkt nicht einfach weiterverwenden.

Bei deutlichem oder anhaltendem Juckreiz ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll, weil Hautprobleme viele unterschiedliche Ursachen haben können.

Warum riecht mein Hund nach dem Baden noch stärker?

Der typische Geruch von nassem Hundefell kann vorübergehend deutlicher wahrnehmbar sein. Das allein ist nicht ungewöhnlich und verschwindet normalerweise mit dem Trocknen.

Ein dauerhaft sehr intensiver, ungewöhnlicher, ranziger oder süßlich auffälliger Geruch sollte jedoch nicht einfach mit immer mehr Shampoo überdeckt werden.

Hautentzündungen, Veränderungen der Hautflora, Ohrprobleme oder andere gesundheitliche Ursachen können Gerüche verursachen. Wenn dein sauberer Hund trotz vollständigem Trocknen weiterhin deutlich unangenehm riecht, lohnt sich deshalb eine genauere Untersuchung.

Hilft Baden gegen Flöhe oder Zecken?

Normales Baden ist keine verlässliche Parasitenprophylaxe. Ein einzelner Floh kann möglicherweise beim Waschen entfernt werden, doch ein Flohbefall betrifft nicht nur das Tier selbst. Entwicklungsstadien befinden sich zu einem großen Teil in der Umgebung.

Auch Zecken werden durch regelmäßiges Shampoo-Baden nicht zuverlässig verhindert. Nach Spaziergängen ist eine gezielte Kontrolle des Fells wesentlich hilfreicher.

Wenn du einen Flohbefall vermutest, findest du weitere Informationen im Beitrag über Flöhe beim Hund erkennen und behandeln.

Hund nach einem Spaziergang in Stuttgart baden: Wann reicht Abspülen?

Gerade bei Regenwetter können Spaziergänge in Stuttgart schnell in einem Hund mit matschigen Pfoten, nassem Bauch und schmutzigen Beinen enden. Dafür ist normalerweise kein komplettes Shampoo-Bad notwendig.

Bei leichtem bis mittlerem Schmutz reicht es häufig aus, die betroffenen Körperstellen mit lauwarmem Wasser abzuspülen oder nach dem Antrocknen auszubürsten. Anschließend werden Pfoten, Beine und Bauch sorgfältig getrocknet.

Ein vollständiges Bad ist eher dann sinnvoll, wenn dein Hund stark verschmutzt ist oder sich in etwas gewälzt hat, das nicht einfach mit Wasser entfernt werden kann.

Gerade in der nasskalten Jahreszeit solltest du bei Hunden mit dichtem Fell darauf achten, dass Bauch und Unterwolle nicht dauerhaft feucht bleiben.

Muss ein Hund nach dem Schwimmen gebadet werden?

Nach jedem Schwimmen ist ein Shampoo-Bad normalerweise nicht notwendig. Ob Abspülen sinnvoll ist, hängt davon ab, wo dein Hund geschwommen ist und wie Fell und Haut darauf reagieren.

Nach Kontakt mit stark verschmutztem, chlorhaltigem oder salzhaltigem Wasser kann klares Abspülen sinnvoll sein, um Rückstände aus dem Fell zu entfernen.

Anschließend solltest du deinen Hund – besonders bei kühler Witterung und dichtem Fell – gut trocknen. Kontrolliere bei Hunden mit empfindlichen Ohren außerdem, ob der Bereich nach häufigem Schwimmen auffällig wird.

Der Hund wälzt sich direkt nach dem Baden: Warum macht er das?

Viele Hunde schütteln sich nach dem Baden ausgiebig, reiben sich an Teppichen oder Möbeln und wälzen sich. Das ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass das Bad misslungen ist.

Feuchtigkeit und veränderter Fellgeruch können dieses Verhalten begünstigen. Stark parfümierte Shampoos sind aus Sicht des Hundes möglicherweise deutlich weniger angenehm, als Menschen erwarten.

Nach dem Bad sollte dein Hund deshalb Gelegenheit bekommen, sich in einem sicheren Bereich zu schütteln und zu trocknen. Wenn du verhindern möchtest, dass er sich direkt im Garten im nächsten Erdhaufen wälzt, solltest du ihn zunächst drinnen beziehungsweise kontrolliert trocknen lassen.

Hund hat Angst vorm Baden: Was hilft wirklich?

Wenn ein Hund Angst vor Dusche oder Badewanne hat, sollte zunächst herausgefunden werden, welcher Teil der Situation schwierig ist. Ist es der glatte Boden? Das Geräusch der Brause? Der enge Raum? Das Anheben in die Wanne? Das Festhalten? Oder hat der Hund möglicherweise unangenehme Erfahrungen gemacht?

Je genauer du den Auslöser erkennst, desto gezielter kannst du an der Situation arbeiten. Ein rutschfester Boden kann beispielsweise bereits einen großen Unterschied machen.

Zerlege den Ablauf in kleine Bestandteile und kommuniziere klar. Dein Hund muss nicht an einem einzigen Tag lernen, entspannt ein komplettes Bad zu akzeptieren.

Vermeide hektische Bewegungen und unnötigen körperlichen Druck. Gleichzeitig bedeutet ein ruhiger Umgang nicht, dass dein Hund sämtliche Entscheidungen während der Pflegesituation selbst treffen muss. Eine klare, verlässliche Führung kann Sicherheit geben.

Futter kann unterstützend eingesetzt werden, sollte aber nicht die einzige Strategie sein. Entscheidend ist, dass dein Hund die Situation verstehen und sich an dir orientieren kann.

Häufige Fehler beim Baden von Hunden

Viele Probleme beim Hundebaden entstehen durch kleine Details. Ein sehr glatter Boden kann dazu führen, dass der Hund bereits vor dem ersten Tropfen Wasser unter Stress steht. Zu heißes Wasser, ein harter Duschstrahl oder hektische Bewegungen machen die Situation zusätzlich unangenehm.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung ungeeigneter Pflegeprodukte. Menschenshampoo, stark parfümierte Produkte oder eigenständig ausgewählte medizinische Shampoos gehören nicht automatisch auf die Haut eines Hundes.

Auch zu viel Shampoo ist nicht besser. Verwende das Produkt entsprechend den Herstellerangaben und konzentriere dich anschließend auf besonders gründliches Ausspülen.

Bei langem Fell kann starkes Rubbeln mit dem Handtuch Verfilzungen fördern. Bei dichter Unterwolle wird dagegen häufig zu früh angenommen, der Hund sei bereits vollständig trocken.

Und schließlich sollte ein ängstlicher Hund nicht einfach durch jede Pflegemaßnahme hindurchgezwungen werden. Ein ruhiger Trainingsaufbau macht regelmäßige Pflege langfristig für beide Seiten leichter.

Wie du das Baden als normale Pflegeroutine etablierst

Pflege wird am einfachsten, wenn sie nicht erst dann beginnt, wenn etwas dringend erledigt werden muss. Bereits im Alltag kannst du deinen Hund daran gewöhnen, dass Pfoten, Beine, Bauch, Ohren und Fell kontrolliert werden.

Diese Berührungen sollten ruhig und selbstverständlich erfolgen. Beobachte deinen Hund, respektiere deutliche Stresssignale und bleibe gleichzeitig klar in deiner Kommunikation.

Das gleiche Prinzip hilft später beim Bürsten, Krallenschneiden, Abtrocknen und bei tierärztlichen Untersuchungen. Dein Hund lernt, dass Pflegehandlungen vorhersehbar sind und du ihn sicher durch die Situation führst.

Gerade bei einem Welpen lohnt sich diese Grundlage deutlich mehr als der Versuch, erst Jahre später einzelne notwendige Pflegemaßnahmen unter Zeitdruck zu trainieren.

Häufige Fragen zum Baden von Hunden

Wie oft sollte man einen Hund baden?

Es gibt keinen festen Abstand, der für jeden Hund gilt. Bade deinen Hund nach tatsächlichem Bedarf und berücksichtige Felltyp, Hautzustand, Verschmutzung und gegebenenfalls tierärztliche Empfehlungen.

Darf man einen Hund jede Woche baden?

Bei einem gesunden Hund ist ein wöchentliches Shampoo-Bad normalerweise nicht ohne Grund notwendig. Bei bestimmten Hauterkrankungen kann dagegen eine häufigere medizinische Waschbehandlung tierärztlich vorgesehen sein.

Darf ich meinen Hund nur mit Wasser waschen?

Ja. Bei Schlamm oder normalem Alltagsschmutz reicht klares lauwarmes Wasser häufig vollkommen aus. Shampoo ist nur notwendig, wenn eine gründlichere Reinigung erforderlich ist.

Kann ich normales Shampoo für meinen Hund verwenden?

Verwende besser ein ausdrücklich für Hunde entwickeltes Shampoo. Menschenshampoos sind auf menschliche Haut abgestimmt und können für Hunde ungeeignet sein.

Kann ich Babyshampoo für meinen Hund verwenden?

Babyshampoo ist trotz seiner milden Ausrichtung ein Produkt für menschliche Haut. Für deinen Hund ist ein passendes Hundeshampoo die sinnvollere Wahl.

Welche Wassertemperatur ist beim Hundebaden richtig?

Angenehm lauwarmes Wasser ist für die meisten Hunde geeignet. Vermeide sowohl sehr heißes als auch sehr kaltes Wasser.

Darf Wasser in die Ohren des Hundes kommen?

Richte den Wasserstrahl nicht direkt in den Gehörgang. Die äußere Ohrmuschel kann nach dem Baden vorsichtig getrocknet werden. Bei wiederkehrenden Ohrproblemen solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Darf ich meinen Hund nach dem Baden föhnen?

Ja, wenn dein Hund daran gewöhnt ist. Verwende eine niedrige beziehungsweise angenehme Temperatur, halte ausreichend Abstand zur Haut und richte heiße Luft nicht längere Zeit auf dieselbe Stelle.

Warum kratzt sich mein Hund nach dem Baden?

Stärkeres Kratzen kann beispielsweise durch Shampoo-Rückstände, ein ungeeignetes Produkt oder bereits bestehende Hautprobleme ausgelöst werden. Bei deutlichem oder wiederkehrendem Juckreiz sollte die Ursache abgeklärt werden.

Warum riecht mein Hund nach dem Baden noch nach Hund?

Nasses Fell kann vorübergehend einen stärkeren Eigengeruch entwickeln. Bleibt ein ungewöhnlich intensiver Geruch auch nach vollständigem Trocknen bestehen, können Haut- oder Ohrprobleme dahinterstecken.

Muss ein Hund nach jedem matschigen Spaziergang gebadet werden?

Nein. Häufig reicht es, Pfoten, Beine und Bauch mit klarem Wasser abzuspülen und den Hund anschließend gründlich abzutrocknen.

Sollte man den Hund vor oder nach dem Baden bürsten?

Bei langem oder verfilzungsanfälligem Fell ist Bürsten vor dem Bad häufig sinnvoll. Nach dem Trocknen kann eine weitere Fellpflege helfen, gelöste Haare zu entfernen und das Fell zu ordnen.

Darf man einen Welpen baden?

Ja, wenn es notwendig ist. Ein Welpe muss jedoch nicht vorsorglich häufig gebadet werden. Wichtig sind ein geeignetes Hundeshampoo, eine angenehme Temperatur und eine ruhige schrittweise Gewöhnung.

Muss ein Hund nach dem Schwimmen geduscht werden?

Nicht nach jedem Schwimmen. Nach stark verschmutztem, chlorhaltigem oder salzhaltigem Wasser kann ein Abspülen mit klarem Wasser sinnvoll sein. Ein Shampoo-Bad ist nicht automatisch erforderlich.

Hilft Hundeshampoo gegen Flöhe und Zecken?

Normales Hundeshampoo ist keine zuverlässige Parasitenprophylaxe. Bei Flohbefall oder einem erhöhten Parasitenrisiko sollte ein geeignetes Vorgehen gezielt gewählt werden.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Angst vor der Dusche hat?

Gewöhne deinen Hund schrittweise an Untergrund, Raum, Geräusche, Wasser und Berührungen. Eine rutschfeste Unterlage, ruhige Körpersprache und klare Orientierung helfen häufig mehr als Festhalten und hektisches Durchführen der gesamten Prozedur.

Fazit: Deinen Hund solltest du nach Bedarf und mit Bedacht baden

Das Baden gehört zur Hundepflege, muss aber weder nach einem starren Kalender erfolgen noch grundsätzlich möglichst vermieden werden. Ein gesunder Hund wird am sinnvollsten dann vollständig gebadet, wenn Fell und Haut tatsächlich eine gründlichere Reinigung benötigen. Für normalen Matsch an Pfoten und Bauch reicht häufig bereits klares Wasser.

Wie häufig ein Bad notwendig wird, hängt vom einzelnen Hund ab. Felllänge, Unterwolle, Hautzustand, Aktivität, Jahreszeit und Lebensweise sind wichtiger als pauschale Empfehlungen wie „einmal im Monat“ oder „höchstens viermal im Jahr“. Bei Hauterkrankungen kann wiederum ein völlig anderer Baderhythmus notwendig sein, der tierärztlich festgelegt wird.

Für ein Shampoo-Bad solltest du ein Produkt verwenden, das ausdrücklich für Hunde entwickelt wurde. Menschenshampoo und Babyshampoo sind keine ideale Alternative. Auch vermeintlich natürliche Produkte sind nicht automatisch besonders hautfreundlich. Bei empfindlicher oder erkrankter Haut sollte die Auswahl gezielt erfolgen.

Mindestens genauso wichtig ist die korrekte Anwendung. Angenehm lauwarmes Wasser, ein sicherer rutschfester Untergrund, vorsichtiges Arbeiten im Kopf- und Ohrenbereich und besonders gründliches Ausspülen machen einen großen Unterschied. Anschließend sollte dein Hund vollständig beziehungsweise seinem Fell entsprechend gründlich getrocknet werden. Bei dichter Unterwolle reicht ein oberflächlich trockenes Deckhaar nicht immer aus.

Und schließlich ist Baden nicht nur eine Frage der Fellpflege, sondern auch des Umgangs miteinander. Ein Hund, der Dusche, Berührungen und Trocknen frühzeitig in kleinen, verständlichen Schritten kennenlernt, kann solche Situationen später deutlich gelassener bewältigen. Ruhige Körpersprache, Orientierung und ein vorhersehbarer Ablauf schaffen dabei mehr Sicherheit als hektischer Zwang.

Ob dein Hund nach einem regnerischen Spaziergang durch Stuttgart lediglich kurz abgespült werden muss oder nach einem ausgiebigen Schlammbad tatsächlich Shampoo benötigt: Entscheide nach der konkreten Situation. Pflege muss nicht möglichst aufwendig sein – sie sollte zu Haut, Fell und Bedürfnissen deines Hundes passen.

Praktische Empfehlungen

Praktische Helfer für die Hundepflege

Zur regelmäßigen Hundepflege gehören je nach Hund unter anderem Fell- und Hautpflege, die Kontrolle der Krallen und das Abtrocknen nach einem Bad oder einem nassen Spaziergang. Welche Pflege dein Hund tatsächlich benötigt, hängt dabei von seinem Fell, seinen Lebensgewohnheiten und seinen individuellen Bedürfnissen ab.

PET HEAD Sensitive Soul Hundeshampoo

Ein geeignetes Hundeshampoo kann für die Fell- und Hautpflege sinnvoll sein, wenn dein Hund gebadet werden muss. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt für Hunde geeignet ist und zu den individuellen Bedürfnissen von Haut und Fell passt.

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Candure Krallenschere für Hunde

Die regelmäßige Kontrolle der Krallen gehört zur Hundepflege. Ob und wie häufig die Krallen gekürzt werden müssen, ist vom individuellen Abrieb und der jeweiligen Krallenlänge abhängig. Eine geeignete Krallenschere kann dafür als Pflegewerkzeug dienen.

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Rudelkönig Hundebademantel aus Baumwolle

Nach dem Baden oder einem nassen Spaziergang kann ein saugfähiger Hundebademantel dabei helfen, das Fell deines Hundes zu trocknen. Besonders praktisch ist er für Hunde, die viel Wasser ins Fell aufnehmen oder nach dem Spaziergang nicht lange nass bleiben sollen.

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Dein Hund findet Pflege, Berührungen oder Baden schwierig?

Pflegehandlungen gehören zum Hundealltag und lassen sich leichter bewältigen, wenn dein Hund gelernt hat, sich an dir zu orientieren und deine Körpersprache zu verstehen. Wenn Baden, Bürsten, Abtrocknen oder andere Alltagssituationen regelmäßig zu Stress führen, kann ein ruhiger und strukturierter Trainingsaufbau helfen. Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir individuell darauf, wie du deinem Hund Sicherheit und verständliche Orientierung geben kannst.

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