Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
Ausschlussdiät richtig gemacht
- Isabel Scheu
- 11.05.2026
- Allergie
Ausschlussdiät richtig gemacht – so klappt’s wirklich in Stuttgart
Bei Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir viele Hundehalter im Alltag mit ihrem Hund in Stuttgart, wenn Juckreiz, Ohrenentzündungen oder Verdauungsprobleme Fragen aufwerfen. Eine Ausschlussdiät kann helfen, mögliche Futterauslöser strukturiert zu erkennen – aber nur mit Geduld, Konsequenz und tierärztlicher Begleitung.
Wenn dein Hund unter anhaltendem Juckreiz, Ohrenentzündungen oder Verdauungsbeschwerden leidet, könnte eine Futtermittelallergie die Ursache sein. Doch wie findet man den genauen Auslöser? Die Antwort lautet: Ausschlussdiät. Sie ist der Goldstandard in der Allergiediagnostik – aber nur, wenn sie konsequent, geplant und mit Geduld durchgeführt wird. Viele scheitern an unklaren Regeln oder inkonsequenter Umsetzung. In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du eine Ausschlussdiät richtig durchführst – damit dein Hund endlich Klarheit (und Erleichterung) bekommt.
1. Was ist eine Ausschlussdiät überhaupt?
Bei einer Ausschlussdiät (auch Eliminationsdiät genannt) erhält dein Hund für einen festgelegten Zeitraum ausschließlich ein Futter, das er noch nie zuvor bekommen hat. Ziel ist es, mögliche Allergene komplett zu vermeiden, um zu beobachten, ob sich die Symptome verbessern.
- Dauer: Mindestens 6–8 Wochen, besser 10–12 Wochen
- Futterbasis: Entweder ein hydrolysiertes Diätfutter oder eine Kombination aus neuem Protein und Kohlenhydratquelle (z. B. Pferd + Süßkartoffel)
- Keine anderen Futtermittel: Keine Leckerlis, Zahnpflegeprodukte, Kauknochen oder Zusatzstoffe
Nur so kannst du herausfinden, ob eine Futtermittelallergie vorliegt – oder nicht.
2. Voraussetzungen für den Erfolg
Eine Ausschlussdiät funktioniert nur, wenn du dich strikt an die Vorgaben hältst. Dazu gehören:
- Tierärztliche Begleitung: Die Auswahl der richtigen Eiweiß- und Kohlenhydratquelle ist entscheidend – hier berät dich dein Tierarzt oder eine Ernährungsberatung
- Disziplin: Auch kleine Ausnahmen können den Test verfälschen – jeder „Bissen zwischendurch“ zerstört das Ergebnis
- Geduld: Viele Hunde zeigen erst nach 4–6 Wochen Besserung – das braucht Ausdauer
Wenn du dich auf diese Zeit einlässt, kann sie dir helfen, endlich die Ursache für die Beschwerden deines Hundes zu finden. Wie der Diagnoseweg insgesamt aussieht, findest du hier: Goldstandard in der Allergiediagnostik.
Gerade im Alltag mit deinem Hund in Stuttgart zeigt sich, wie wichtig dieses Thema wirklich ist.
3. So gehst du konkret vor
- Starte die Diät an einem ruhigen Tag, an dem du gut beobachten kannst
- Füttere ausschließlich das vereinbarte Diätfutter (z. B. Pferd mit Pastinake)
- Keine Leckerlis, Zahnpasta, Tabletten mit Geschmack, Reste vom Tisch etc.
- Führe ein Tagebuch: Notiere Futtermenge, Kotkonsistenz, Juckreiz, Hautbild
- Halte die Diät über mindestens 8 Wochen konsequent durch
- Zeigt dein Hund eine deutliche Besserung, erfolgt die sogenannte Provokation: Du gibst das ursprüngliche Futter wieder – kehren die Symptome zurück, ist die Diagnose gesichert
Wichtig: Führe die Provokation nur unter Anleitung deines Tierarztes durch. Warum die Rückfütterung so entscheidend ist, erklärt auch dieser Beitrag: Provokation.
4. Was du zusätzlich beachten solltest
- Wasser ist erlaubt – aber bitte kein aromatisiertes oder mit Zusätzen
- Keine Spielzeuge aus tierischen Produkten (z. B. Kauknochen, Schweineohren)
- Medikamente nur in Rücksprache mit dem Tierarzt – auch Kapselinhalt kann Allergen enthalten
- Vermeide Ablenkung durch neue Kauartikel oder Belohnungen – du kannst das Diätfutter als Leckerli nutzen
Je konsequenter du bist, desto verlässlicher ist das Ergebnis.
5. Was tun, wenn keine Besserung eintritt?
Bleiben die Symptome trotz strikter Diät bestehen, sind folgende Szenarien möglich:
- Die Allergie ist nicht futterbedingt, sondern beruht auf Umweltfaktoren (z. B. Pollen, Milben, Flohspeichel)
- Es hat sich ein Fehler eingeschlichen – z. B. versteckte Zutaten, nicht deklarierte Inhaltsstoffe
- Die gewählte Proteinquelle wurde doch schon früher gefüttert
Auch dann hilft dein Tierarzt weiter – eventuell folgt ein zweiter Diätversuch oder ein Allergietest. Eine hilfreiche Abgrenzung findest du hier: Umweltfaktoren.
Übungen / Tipps
- ✓ Führe während der Ausschlussdiät ein genaues Futter- und Symptomtagebuch
- ✓ Nutze das Diätfutter auch als Belohnung, statt zusätzliche Leckerlis zu geben
- ✓ Informiere alle Familienmitglieder, damit keine Ausnahmen passieren
- ✓ Stimme Diätstart, Dauer und Provokation immer mit deinem Tierarzt ab
Fazit
Eine Ausschlussdiät ist kein schneller Test, sondern ein sorgfältiger Weg zur Diagnose. Sie verlangt Konsequenz, Vertrauen und manchmal auch Verzicht – aber sie lohnt sich. Denn nur mit einer fundierten Diagnose kannst du deinem Hund dauerhaft helfen. Ob du auf hypoallergenes Futter umsteigst, einzelne Proteinquellen meidest oder die Ursache ganz woanders liegt – du wirst es nur wissen, wenn du diesen einen, klaren Weg gehst. Und dein Hund wird es dir danken – mit gesunder Haut, ruhiger Verdauung und einem neuen Wohlgefühl.
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