Welpensicheres Zuhause worauf achten
- Isabel Scheu
- 25.02.2026
- Vorbereitung Einzug Welpe
Welpensicheres Zuhause – worauf du achten musst
Ein Welpe zieht ein – neugierig, tapsig, voller Entdeckerdrang. Was für uns süß aussieht, kann schnell zur echten Gefahr werden. Denn aus Sicht eines Welpen ist dein Zuhause ein Abenteuerspielplatz voller Reize, Gerüche und potenzieller „Spielzeuge“. Kabel werden angeknabbert, Mülleimer geplündert, Pflanzen getestet. Genau deshalb ist es so wichtig, dein Zuhause im Vorfeld welpensicher zu gestalten. In diesem Beitrag zeigen wir dir ganz konkret, worauf du achten solltest, welche Gefahrenquellen du entschärfen musst – und wie du deinem Welpen einen sicheren, entspannten Start in sein neues Leben ermöglichst.
1. Stromkabel – unsichtbare Gefahr im Alltag
- Kabel sichern: Mit Kabelkanälen, Kabelboxen oder speziellen Schutzschläuchen aus dem Fachhandel
- Kabel möglichst hoch verlegen: Hinter Möbeln, außer Reichweite
- Besonders gefährlich: Ladekabel, Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen
Ein angeknabbertes Kabel kann für einen Welpen tödlich enden – hier zählt absolute Vorsorge. (Weitere unterschätzte Haushaltsrisiken findest du auch hier: Stromkabel – unsichtbare Gefahr im Alltag.)
2. Putzmittel, Medikamente & Chemikalien
- Alle Reinigungsmittel außer Reichweite lagern: Am besten in abschließbaren Schränken
- Keine Eimer mit Wasser stehen lassen: Gefahr durch Reinigerreste oder Ertrinken
- Medikamente nie offen liegen lassen: Auch Nahrungsergänzungsmittel, Salben, Globuli sind tabu
Was für uns Alltag ist, kann für Hunde hochgiftig sein – auch kleine Mengen können ausreichen. (Mehr dazu: Putzmittel, Medikamente & Chemikalien und im Ernstfall Erste Hilfe bei Vergiftungen.)
3. Giftige Pflanzen – Schönheit mit Risiko
Zu den häufigsten gefährlichen Zimmerpflanzen gehören:
- Ficus (Gummibaum)
- Dieffenbachie
- Efeu
- Alpenveilchen
- Weihnachtsstern
- Yucca-Palme
- Sichere Alternativen wählen: Katzengras, Grünlilie, Areca-Palme
- Pflanzenerde sichern: Viele Hunde graben – auch dort lauern Düngerreste
Im Zweifel: Pflanze lieber entfernen oder höherstellen – und später langsam an sicheres Grün gewöhnen. (Praktische Übersicht: Giftige Pflanzen.)
4. Mülleimer, Biomüll und Essensreste
- Geschlossene, kippsichere Mülleimer verwenden
- Biomüll niemals offen lagern: Schimmel, Knochen, Kaffee, Schokolade – alles potenziell tödlich
- Besonders gefährlich: Essensreste mit Zwiebeln, Knoblauch, Trauben, Rosinen oder Xylit
Viele Vergiftungen bei Hunden entstehen durch den Zugriff auf vermeintlich harmlose Küchenabfälle. (Gute Ergänzung: Welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?)
5. Kleinteile, Spielzeug und Haushaltsgegenstände
- Alles, was in ein Hundemaul passt, muss weg: Gummibänder, Lego, Batterien, Münzen, Ohrringe
- Kinderspielzeug regelmäßig einsammeln: Besonders Plüschtiere mit Knopfaugen oder Füllungen
- Socken, Unterwäsche & Co: Beliebte „Beute“ – beim Verschlucken gefährlich!
Welpen erleben die Welt mit dem Maul – prüfe regelmäßig den Boden aus ihrer Perspektive. (Zum Thema gefährliche „Kau-Ideen“: Kleinteile.)
6. Treppen, Fenster, Balkone
- Treppen sichern: Mit Welpengittern oder durch konsequente Begleitung
- Fenster & Balkonbrüstungen überprüfen: Welpen können durch kleinste Lücken schlüpfen
- Keine Möbel am Balkonrand: Klettergefahr!
Auch wenn dein Hund klein ist: Seine Neugier kennt keine Grenzen – und keine Gefahr. (Mehr zur Frage „wie viel Freiraum im Haus?“: Treppen, Fenster, Balkone.)
7. Teppiche, Vorhänge, Kabel & Co. – kreative Spielquellen entschärfen
- Teppiche rutschfest unterlegen: Für sicheren Stand beim Rennen und Toben
- Vorhänge hochbinden: Besonders in Bodennähe verlockend zum Ziehen und Zerren
- Kabel an Stehlampen sichern: Oder Lampen vorübergehend entfernen
Viele Dinge wirken harmlos – bis sie Spielzeug werden. Denke wie ein Welpe!
8. Küche, Bad und Abstellräume: Zugang begrenzen
- Türen schließen oder Gitter nutzen: Besonders bei Räumen mit erhöhtem Risiko
- WC-Deckel geschlossen halten: Trinkgefahr!
- Waschmaschine/Trockner vor Nutzung kontrollieren: Manche Welpen verstecken sich darin
Diese Räume sind wahre Fundgruben für Gefahren – besser begrenzen, als später bereuen.
Fazit: Sicherheit schafft Freiheit
Ein welpensicheres Zuhause ist kein „Kontrollkäfig“ – es ist ein liebevoll geschützter Raum für Entwicklung, Vertrauen und erste Schritte. Wer frühzeitig absichert, schafft Freiraum: zum Erkunden, Spielen und Lernen. Du gibst deinem Hund nicht weniger – sondern mehr. Mehr Möglichkeiten, mehr Sicherheit, mehr Orientierung.
Schau dir deine Wohnung durch Hundeaugen an – und gestalte einen Ort, der dich als verlässlichen Partner zeigt. (Wenn du direkt eine umsetzbare Gesamtübersicht willst: Sicherheit schafft Freiheit.)
Du möchtest ganz sichergehen, dass dein Zuhause wirklich welpensicher ist? Die individuelle Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart unterstützt dich ehrlich, empathisch und mit viel Erfahrung bei der Vorbereitung auf einen sicheren Start mit deinem Vierbeiner.
Zusätzlich empfehlen wir dir die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Website – sie gibt dir praxisnahe Tipps für Alltagssicherheit, Bindung und harmonisches Zusammenleben vom ersten Tag an.
Das könnte dich auch interessieren
Checkliste: Das brauchst du für den Start mit Welpe
Was du vor dem Welpeneinzug unbedingt wissen solltest
Giftige Zimmer- und Gartenpflanzen für Hunde
Kategorien
Top Neuigkeiten
Rauchen und Hunde
Rauchen und Hunde: Wie...
Frühlingstoxine
Frühlingstoxine: Diese...