Was du vor Welpeneinzug wissen solltest
- Isabel Scheu
- 20.02.2026
- Vorbereitung Einzug Welpe
Was du vor dem Welpeneinzug unbedingt wissen solltest
Ein Welpe zieht ein – für viele ist das ein Lebenstraum, der in Erfüllung geht. Die Vorfreude ist groß, das Zuhause liebevoll vorbereitet, das Herz weit offen. Doch genau zwischen Freude und Erwartung lauert oft die größte Herausforderung: Realität. Denn ein Welpe ist nicht nur niedlich – er ist auch anstrengend, anspruchsvoll und braucht von Anfang an Klarheit, Sicherheit und Struktur. Wer sich gut vorbereitet, kann viele typische Anfängerfehler vermeiden und legt das Fundament für ein entspanntes, vertrauensvolles Zusammenleben. In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Punkte, die du vor dem Welpeneinzug unbedingt wissen und durchdenken solltest – ehrlich, strukturiert und mit Herz.
1. Die erste Zeit ist intensiv – und braucht Planung
- Urlaub einplanen: In den ersten 2–3 Wochen solltest du möglichst rund um die Uhr für deinen Welpen da sein – Bindung entsteht durch Präsenz.
- Tagesstruktur überlegen: Wie wird der Alltag aussehen? Wer kümmert sich wann? Was passiert bei Krankheit oder Stress?
- Alle Mitbewohner einbeziehen: Kinder, Partner, Mitbewohner – alle sollten informiert, einverstanden und vorbereitet sein.
Ein Welpe verändert deinen Alltag komplett – je besser du dich darauf einstellst, desto stressfreier gelingt der Start.
2. Ausstattung: Weniger ist oft mehr
- Grundausstattung: Hundebett, Näpfe, Leine, Geschirr/Halsband, Spielzeug, Kotbeutel, Transportbox, Futter, Pflegeprodukte
- Qualität statt Menge: Lieber wenige, gut durchdachte Dinge als viele günstige Fehlkäufe
- Rückzugsort schaffen: Ein sicherer, ruhiger Platz nur für den Hund ist essenziell
Ein strukturierter Raum gibt Sicherheit – für dich und deinen Welpen.
3. Emotionale Vorbereitung – Erwartung vs. Realität
- Welpen schlafen viel, aber nie dann, wenn du willst
- Stubenreinheit braucht Geduld – Rückschritte sind normal
- Dein Haus wird schmutziger, dein Rhythmus flexibler, dein Leben anders
Ein Welpe ist kein „funktionierendes Wesen“, sondern ein fühlendes Tier mit eigenem Tempo, Ängsten und Bedürfnissen. Bereite dich mental auf Rückschläge und Unsicherheiten vor – und auf ganz viel Liebe.
4. Erziehung beginnt am ersten Tag
- Regeln aufstellen: Was darf der Hund? Was nicht? Wer setzt welche Grenzen?
- Konsequenz statt Härte: Welpen brauchen liebevolle Klarheit, keine Strafen
- Verlässlichkeit schafft Vertrauen: Je klarer dein Verhalten, desto schneller lernt dein Hund
Vermeide ständige Kurswechsel – sie machen deinen Hund unsicher. Bleib liebevoll konsequent von Anfang an.
5. Welpenschule & Sozialkontakte
- Welpengruppe ab Woche 9–12: Suche dir eine gut geführte Hundeschule mit positiver Philosophie
- Keine wilden Hundetreffs: Nicht jeder Hundekontakt ist positiv – lieber gezielt, langsam, sicher
- Sozialisierung mit Menschen: Unbedingt vielfältige, aber kontrollierte Kontakte ermöglichen
Gute Sozialkontakte prägen das Verhalten deines Hundes langfristig – sie sollten wohlüberlegt gewählt sein.
6. Gesundheit und Tierarzt
- Tierarztwahl vor dem Einzug: Kläre, wer dein Ansprechpartner wird – idealerweise mit Erstbesuch in ruhiger Atmosphäre
- Impfplan, Entwurmung, Parasitenprophylaxe: Lass dich beraten und halte dich an Empfehlungen
- Gesundheitstagebuch anlegen: Dokumentiere Impfungen, Kotproben, Auffälligkeiten von Beginn an
Ein gut betreuter Start minimiert spätere Gesundheitsprobleme und schafft Vertrauen zum Tierarzt.
7. Sicherheit im Haushalt
- Gefahrenquellen absichern: Kabel, Putzmittel, Pflanzen, Treppen – ein Welpe erkundet alles
- Kauverhalten lenken: Gib gezielt Kauartikel, damit nichts anderes angeknabbert wird
- Rückzugszonen respektieren: Der Hund braucht auch Ruhe – besonders in einem lebhaften Haushalt
Du schaffst ein sicheres Umfeld – wie für ein Kleinkind. Vorsicht schützt.
Fazit: Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Ein Welpe bringt Freude, Chaos, Wachstum – und Verantwortung. Wer sich vor dem Einzug gut informiert, klare Strukturen schafft und offen bleibt für Lernen und Entwicklung, wird mit einer tiefen Verbindung belohnt. Denk nicht nur an den ersten Tag – denk an die vielen Jahre, die ihr miteinander verbringt. Und stell dir nicht nur die Frage, was dein Hund braucht – sondern auch, was du bereit bist zu geben.
Du willst ganz sicher gehen, dass du an alles gedacht hast? Die persönliche Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart unterstützt dich ehrlich, umfassend und empathisch bei der Vorbereitung auf deinen Hund – individuell auf deine Lebenssituation abgestimmt.
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