Welche Wurmkur passt zum Hund

  • Isabel Scheu
  • 29.09.2025
  • Würmer

„Tablette, Paste oder Spot-On? So findest du die richtige Wurmkur für deinen Hund

Dein Hund braucht eine Wurmkur – doch das Regal in der Tierarztpraxis oder Apotheke ist voll mit Optionen: Tabletten, Pasten, Spot-Ons, Kombi-Produkte. Welche Variante ist die richtige? Was wirkt am besten, was ist am einfachsten zu verabreichen – und worauf solltest du bei empfindlichen oder älteren Hunden achten?

Die Wahl der Wurmkur hängt von mehreren Faktoren ab: dem Alter deines Hundes, seinem Gesundheitszustand, seiner Empfindlichkeit und nicht zuletzt seiner Bereitschaft zur Medikamentengabe. In diesem Beitrag bekommst du einen umfassenden Überblick über die drei häufigsten Darreichungsformen – mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen – und erfährst, wie du die beste Entscheidung für deinen Vierbeiner triffst.

1. Tabletten – der Klassiker unter den Wurmkuren

Tabletten sind die am weitesten verbreitete Form der Wurmkur. Sie enthalten meist Breitbandwirkstoffe gegen mehrere Wurmarten wie Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschen- und Bandwürmer.

Vorteile:
  • Exakte Dosierung nach Gewicht
  • Lange bewährte Wirkstoffe, zuverlässig wirksam
  • Viele Präparate auch gegen zusätzliche Parasiten (z. B. Giardien oder Flöhe)
  • Gute Verfügbarkeit und meist kostengünstig
Nachteile:
  • Einige Hunde nehmen Tabletten ungern – besonders wenn sie nicht aromatisiert sind
  • Müssen oft mit dem Futter gegeben werden
  • Bei Erbrechen kann die Wirkung beeinträchtigt sein
Geeignet für:

Erwachsene, gesunde Hunde ohne besondere Vorlieben oder Futterprobleme.

2. Paste – ideal für Welpen und kleine Hunde

Wurmpasten sind meist in Spritzen mit Skala abgefüllt und können direkt ins Maul gegeben oder ins Futter gemischt werden. Sie eignen sich besonders gut für junge Tiere.

Vorteile:
  • Sehr gut dosierbar – auch bei kleinen oder sehr leichten Hunden
  • Angenehme Konsistenz, oft aromatisiert
  • Beliebt bei Welpenzüchtern und Tierärzten für Erstbehandlungen
Nachteile:
  • Nicht jeder Hund mag den Geschmack
  • Bei unruhigen Hunden schwieriger zu verabreichen
Geeignet für:

Welpen ab der 2. Lebenswoche, kleine Rassen, empfindliche oder ältere Hunde.

3. Spot-On – einfache Anwendung, aber begrenzte Wirkung

Spot-Ons werden auf die Haut im Nacken geträufelt und über die Haut aufgenommen. Sie wirken gegen bestimmte Parasiten – teilweise auch gegen Würmer.

Vorteile:
  • Keine Tablettengabe notwendig
  • Zusätzliche Wirkung gegen Flöhe oder Milben
  • Einmalige Anwendung
Nachteile:
  • Wirken nicht gegen alle Wurmarten (z. B. oft nicht gegen Bandwürmer)
  • Problematisch in Haushalten mit Kindern
  • Wirkung kann bei Hautproblemen eingeschränkt sein

4. Welche Wurmkur passt zu meinem Hund?

  • Größe & Gewicht: Kleine Hunde profitieren oft von Pasten.
  • Alter: Welpen benötigen spezielle Präparate.
  • Empfindlichkeit: Bei Magenproblemen Rücksprache halten.
  • Lebensumfeld: Spot-Ons weniger geeignet bei Kindern.
  • Parasitenrisiko: Reisen & Jagd erhöhen das Risiko.

Fazit: Nicht jede Wurmkur passt zu jedem Hund

Die richtige Darreichungsform sollte individuell gewählt werden. Eine fachliche Beratung hilft, Nebenwirkungen zu vermeiden und den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

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