Hund und häufige Reisen

  • Isabel Scheu
  • 04.02.2026
  • Wie finde ich den richtigen Hund für mich

Hund & häufige Reisen – passt das zusammen?

Du liebst es, unterwegs zu sein? Neue Orte entdecken, Freunde in anderen Städten besuchen, beruflich reisen oder spontan am Wochenende ans Meer fahren – ein Leben voller Mobilität und Freiheit. Doch was, wenn ein Hund Teil deines Lebens werden soll? Ist das überhaupt vereinbar? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die ausführliche Antwort findest du in diesem Artikel. Denn wer häufig reist und mit dem Gedanken spielt, einen Hund aufzunehmen, sollte einiges beachten – mit Herz, Verstand und guter Planung.

1. Was bedeutet Reisen für einen Hund?

Hunde sind Gewohnheitstiere. Sie lieben Rituale, feste Plätze, vertraute Menschen. Reisen – mit all den neuen Eindrücken, Gerüchen, Geräuschen und Abläufen – kann für viele Hunde Stress bedeuten. Doch das heißt nicht, dass es unmöglich ist. Entscheidend ist:

  • Der Charakter des Hundes: Ist er eher neugierig und gelassen – oder ängstlich und territorial?
  • Die Art der Reisen: Kurztrips mit dem Auto oder lange Flugreisen? Hotel oder Ferienwohnung?
  • Die Häufigkeit und Dauer: Gelegentliche Wochenendausflüge oder regelmäßige mehrtägige Reisen?

Einige Hunde blühen unterwegs regelrecht auf, andere sind zuhause einfach glücklicher. Die Bedürfnisse des Tieres sollten immer an erster Stelle stehen.

2. Den Hund mitnehmen – was spricht dafür, was dagegen?

Vorteile:

  • Du verbringst mehr Zeit mit deinem Hund – auch unterwegs
  • Er erlebt neue Reize und Umgebungen, was ihn geistig fordern kann
  • Gemeinsame Reisen stärken die Bindung
  • Viele Unterkünfte, Restaurants und Orte sind inzwischen hundefreundlich

Herausforderungen:

  • Lange Autofahrten oder Flüge können für Hunde sehr belastend sein
  • Jede Unterkunft ist anders – ungewohnte Situationen können Unsicherheit erzeugen
  • Manche Länder haben Einreisebestimmungen oder Quarantänepflichten
  • Nicht jeder Hund ist reisegeeignet – z. B. bei Krankheit, Alter oder Ängstlichkeit

Wenn du planst, deinen Hund regelmäßig mitzunehmen, solltest du ihn frühzeitig daran gewöhnen – mit kurzen Ausflügen, positiven Erlebnissen und viel Ruhe.

3. Alternativen: Was tun, wenn der Hund nicht mitkommen kann?

Ein reiseunfreundlicher Hund ist kein Grund, auf ein erfülltes Leben mit Hund zu verzichten. Es gibt viele liebevolle Alternativen:

  • Hundesitter: Freunde, Nachbarn oder professionelle Dienstleister, die deinen Hund zuhause betreuen
  • Hundepension: Betreute Unterbringung mit Spiel, Sozialkontakt und individueller Pflege
  • Familienbetreuung: Bei Eltern, Geschwistern oder vertrauten Personen – oft besonders stressfrei für den Hund
  • Haustauschmodelle: Menschen, die deinen Hund während deiner Abwesenheit in ihrer Familie aufnehmen

Wichtig: Auch bei Fremdbetreuung sollte dein Hund ausreichend vorbereitet werden. Eine gute Eingewöhnung, klare Abläufe und vertrauensvolle Betreuungspersonen sind das A und O.

4. Welche Hunde passen zu einem reiselustigen Leben?

Wenn du schon weißt, dass Reisen ein fester Bestandteil deines Lebens ist, solltest du bei der Auswahl deines Hundes darauf achten:

  • Ruhiges, anpassungsfähiges Wesen: Hunde, die schnell Vertrauen fassen und Reizüberflutung gut verarbeiten
  • Kompakte Größe: Kleine bis mittelgroße Hunde sind leichter zu transportieren und in Hotels willkommen
  • Reiseerfahrung oder Training: Tierschutzhunde, die bereits in Pflegestellen gelebt haben, sind oft sehr anpassungsfähig

Geeignete Rassen (je nach Charakter des Einzeltieres): Havaneser, Malteser, Cavalier King Charles Spaniel, Französische Bulldogge, Pudel (Toy/Miniatur), Whippet oder Border Terrier.

5. Tipps für entspanntes Reisen mit Hund

  • Immer an die Transportbox, Maulkorb (bei Bedarf), Leine und Reisepapiere denken
  • Den Hund langsam an neue Umgebungen gewöhnen – nicht gleich ins volle Abenteuer stürzen
  • Feste Rituale beibehalten: Futterzeiten, Ruhepausen, Lieblingsspielzeug
  • Immer an ausreichend Wasser, schattige Plätze und Pausen denken
  • Reiseapotheke und Notfallnummern (Tierarzt vor Ort) einpacken

Plane deine Reisen hundegerecht – dann wird jede Fahrt ein kleines gemeinsames Abenteuer.

Fazit: Reisen mit Hund – möglich, aber nicht für jeden

Häufige Reisen und ein Leben mit Hund können sich durchaus ergänzen – wenn du bereit bist, deinen Alltag entsprechend anzupassen, Verantwortung zu übernehmen und flexibel zu bleiben. Ob du deinen Hund mitnimmst oder ihn liebevoll betreuen lässt, hängt von seinem Wesen, deinen Möglichkeiten und der jeweiligen Reisesituation ab. Mit Herz, Planung und Empathie steht dem tierisch guten Abenteuer nichts im Weg.

Du bist unsicher, ob ein Hund zu deinem mobilen Lebensstil passt? Die erfahrene Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart hilft dir ehrlich, individuell und liebevoll bei der Entscheidung – damit Mensch und Hund wirklich zueinander passen.

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