Kind und Hund im Garten

  • Isabel Scheu
  • 05.01.2026
  • Kind und Hund

Kind & Hund im Garten – Parasiten & Wurmvorsorge nicht vergessen

Spiel, Spaß – und unsichtbare Risiken im Gras

Stell dir vor: Dein Kind lacht ausgelassen, barfuß im Garten. Der Hund springt fröhlich nebenher, schnuppert, gräbt, rollt sich im Gras. Es ist ein Bild purer Lebensfreude – und genau diese Freiheit wollen wir unseren Kindern und Tieren schenken. Doch was viele nicht wissen: Gerade der Garten, dieser scheinbar sichere Ort, kann zur Brutstätte für Parasiten werden. Was du nicht siehst, kann krank machen.

Würmer, Flöhe, Zecken und andere Parasiten lauern oft im Boden, im Gebüsch oder an der frischen Luft – und sie sind ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit von Hund und Kind. Deshalb gilt: Wer gemeinsam im Grünen leben will, muss auch gemeinsam vorsorgen. In diesem Beitrag erfährst du, warum Parasitenprävention kein Luxus, sondern Verantwortung ist – und wie du deinen Garten in eine sichere Wohlfühloase verwandelst.

Warum ist Parasiten- und Wurmvorsorge im Garten so wichtig?

Hunde bringen mit ihren Pfoten und ihrem Verhalten eine ganz eigene Dynamik in den Garten: Sie markieren, schnüffeln, wälzen sich – und mit jeder Bewegung können Eier, Larven oder Parasiten verbreitet werden. Wenn dann auch Kinder barfuß laufen, mit der Erde spielen oder sich auf den Rasen legen, entsteht ein Kreislauf, der gefährlich werden kann.

Besonders häufige Gefahren im Garten sind:

  • Rundwürmer (z. B. Toxocara canis): Hundekot enthält mikroskopisch kleine Eier, die im Boden über Monate infektiös bleiben.
  • Bandwürmer: Häufig durch verschluckte Flöhe übertragen – besonders bei engem Kontakt zwischen Hund und Kind relevant.
  • Hakenwürmer: Ihre Larven können durch die Haut eindringen – etwa bei barfüßigem Spiel im Gras.
  • Zecken: Sie lauern auf Grashalmen und übertragen Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose – für Mensch und Tier gefährlich.
  • Flöhe und Milben: Nicht nur lästig, sondern mögliche Krankheitsüberträger und Auslöser allergischer Reaktionen.

Welche Symptome deuten auf eine Infektion hin?

Oft verlaufen Infektionen mit Würmern oder Parasiten zunächst unbemerkt. Doch bei Hund oder Kind können folgende Anzeichen auftreten:

  • Unruhe, ständiges Kratzen oder Lecken
  • Juckende Hautstellen, Ausschläge, Rötungen
  • Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit
  • Blähbauch oder Gewichtsverlust trotz Fressen
  • Müdigkeit oder plötzliche Reizbarkeit

Insbesondere bei Kindern ist der Schutz wichtig: Einige Wurmarten (wie Toxocara) können beim Menschen schwere Organschäden verursachen – z. B. an Lunge, Leber oder sogar am Auge.

So schützt du deinen Hund – und damit dein Kind

1. Regelmäßige Wurmprophylaxe

Wurmkuren sollten nicht nur bei akutem Befall gegeben werden, sondern regelmäßig. Abhängig vom Lebensstil deines Hundes empfehlen Fachleute Intervallen von 1 bis 3 Monaten. Besonders wenn der Hund engen Kontakt zu Kindern hat oder freien Zugang zum Garten, ist eine häufigere Entwurmung sinnvoll.

2. Kot sofort entfernen

Jede Hinterlassenschaft kann Wurmeier enthalten – auch wenn du sie nicht siehst. Deshalb: Kot immer sofort entfernen und auf keinen Fall im Garten liegen lassen. So unterbrichst du den Kreislauf der Reinfektion.

3. Zecken- und Flohschutz ganzjährig anwenden

Auch im Winter können Flöhe im Haus überleben und Zecken bei milder Witterung aktiv sein. Deshalb sollten Spot-ons, Tabletten oder Halsbänder konsequent angewendet werden – das schützt nicht nur deinen Hund, sondern auch die Familie.

4. Fellpflege und Kontrolle nach dem Spielen

Nach jedem Gartenspiel: Hund gründlich absuchen. Besonders an Ohren, Bauch und zwischen den Zehen verstecken sich Zecken und kleine Parasiten gern. Ein sauberer Hund ist ein sicherer Begleiter für dein Kind.

Wie schützt du dein Kind im Garten?

1. Hände waschen – immer!

Nach jedem Gartenspiel sollte gründliches Händewaschen mit Seife zur Selbstverständlichkeit gehören – vor dem Essen, Trinken oder Naschen. Auch wenn’s manchmal nervt: Es schützt effektiv.

2. Schuhe und Kleidung

Barfuß laufen ist schön – aber in parasitenreichen Umgebungen nicht immer sicher. Feste Schuhe und lange Kleidung bei hohem Gras oder in schattigen Bereichen helfen, Zeckenbissen vorzubeugen.

3. Spielsand abdecken

Offene Sandkästen sind ein Magnet für Tiere – auch fremde Katzen. Decke Spielbereiche deshalb immer gut ab, wenn sie nicht benutzt werden. So bleiben sie sauber und sicher.

4. Aufklärung altersgerecht vermitteln

Erkläre deinem Kind, warum nicht jeder Kontakt erlaubt ist: Warum man nicht aus dem Napf trinkt, warum Hundekot kein „Spielzeug“ ist und warum der Hund seine Ruhe braucht, wenn er sich leckt oder kratzt.

Fazit: Ein sicherer Garten ist ein sorgsam begleiteter Garten

Dein Garten kann ein kleines Paradies für Kind und Hund sein – aber nur dann, wenn du als Erwachsener die Verantwortung für die unsichtbaren Gefahren übernimmst. Mit regelmäßiger Parasitenprophylaxe, hygienischer Aufmerksamkeit und liebevoller Aufklärung schützt du nicht nur die Gesundheit deiner Familie, sondern schaffst einen Raum, in dem Vertrauen, Nähe und Freiheit miteinander wachsen können.

Parasitenvorsorge ist kein Verzicht – sondern Fürsorge in Aktion.


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