Fellwechsel im Herbst
- Isabel Scheu
- 04.11.2024
- Herbst
Fellwechsel im Herbst: So unterstützt du deinen Hund in dieser wichtigen Phase
Der Herbst ist nicht nur für uns Menschen eine Zeit des Wandels – auch Hunde durchlaufen eine bedeutende Veränderung: den Fellwechsel. Während die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, bereitet sich der Körper deines Hundes darauf vor, das leichtere Sommerfell abzuwerfen und ein dichteres Winterfell zu entwickeln. Diese Phase stellt sowohl für den Hund als auch für dich als Halter eine besondere Herausforderung dar. Es erfordert Aufmerksamkeit und spezielle Pflege, um deinen Hund bestmöglich zu unterstützen.
In diesem Blogbeitrag geben wir dir wertvolle Tipps, wie du deinen Hund während des Fellwechsels optimal pflegst, welche Ernährung ihm hilft und wie du seine Gesundheit während dieser wichtigen Phase förderst.
Warum der Fellwechsel im Herbst so wichtig ist
Der Fellwechsel ist ein natürlicher Prozess, bei dem dein Hund sein Sommerfell verliert und ein dichteres Winterfell aufbaut. Dieser Wechsel wird durch die sinkenden Temperaturen und die kürzer werdenden Tage ausgelöst. Das Winterfell schützt deinen Hund in den kalten Monaten vor Nässe und Kälte – darum lohnt es sich, im Herbst besonders auf Pflege und Wohlbefinden zu achten.
Dauer des Fellwechsels
- Fellwechselzeiten: Der Fellwechsel findet zweimal im Jahr statt: im Frühjahr und Herbst. Im Herbst kann der Prozess zwischen vier und acht Wochen dauern, abhängig von der Hunderasse und den individuellen Bedürfnissen.
- Kurzhaarige vs. langhaarige Hunde: Kurzhaarige Hunde wechseln ihr Fell oft schneller als langhaarige Rassen. Letztere, wie Collies oder Golden Retriever, durchlaufen meist einen intensiveren Fellwechsel, da sie ein dichteres Winterfell entwickeln müssen.
Tägliches Bürsten: Die Grundlage für einen erfolgreichen Fellwechsel
Regelmäßiges Bürsten ist eine der besten Methoden, um deinen Hund durch den Fellwechsel zu begleiten. Es hilft, lose Haare zu entfernen und die Haut zu stimulieren, was den Prozess unterstützt. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du passende Routinen und Fehlerquellen im Beitrag regelmäßiges Bürsten.
Das richtige Werkzeug
- Kurzhaarige Hunde: Gummibürsten oder Kämme mit kurzen Borsten eignen sich gut, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung zu fördern.
- Langhaarige Hunde: Entfilzungsbürsten oder Kämme mit langen Zinken sind ideal, um das dicke Fell von Rassen mit längeren Haaren zu pflegen.
- Hunde mit Unterwolle: Spezielle Unterwollkämme (oder ähnliche Tools) helfen, die dichte Unterwolle zu lösen, ohne das Deckhaar unnötig zu strapazieren.
Wie oft solltest du deinen Hund bürsten?
- Tägliches Bürsten: Besonders während des Fellwechsels ist tägliches Bürsten zu empfehlen. Es entfernt lose Haare und kann Verfilzungen vorbeugen.
- Kurzhaarige Hunde: Auch bei Hunden mit kurzem Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, um die Haut zu pflegen und das Haar gesund zu halten.
Ernährung: Die richtige Nahrung für gesundes Fell
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wichtige Rolle beim Fellwechsel. Sie sorgt für gesundes Fellwachstum und unterstützt die Haut bei der Regeneration. Als Basis lohnt sich ein Blick in Gesunde Ernährung für den Hund – die Basics.
Essenzielle Fettsäuren
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren: Diese Fettsäuren fördern die Gesundheit der Haut und können zu glänzendem Fell beitragen. Sie können z. B. über Fischöl oder Leinsamenöl ergänzt werden – sinnvoll ist dabei auch, typische Stolperfallen zu kennen (siehe Fütterungsfehler vermeiden).
Proteinreiche Ernährung
- Hochwertige Proteine: Eine proteinreiche Ernährung unterstützt den Fellaufbau. Achte auf Hundefutter mit hochwertigem Fleisch wie Huhn, Lamm oder Fisch.
Baden während des Fellwechsels: Wann und wie oft?
Zu häufiges Baden kann die natürlichen Öle im Fell entfernen und zu trockener Haut führen. Trotzdem ist gelegentliches Baden sinnvoll – vor allem, wenn Schmutz, Matsch oder sehr viele lose Haare im Fell hängen.
Welches Shampoo ist geeignet?
- Mildes Hundeshampoo: Verwende ein pH-neutrales, feuchtigkeitsspendendes Shampoo, das die Haut deines Hundes schont.
Pflege der Haut und Pfoten während des Fellwechsels
Die Haut deines Hundes kann während des Fellwechsels empfindlicher sein. Achte daher auf eine gute Pflege, um Reizungen zu vermeiden – und vergiss die Pfoten nicht: Nässe, Matsch und kühle Böden machen sie zusätzlich anfällig. Praktische Tipps dazu findest du unter Pflege der Haut und Pfoten.
Hautpflegeprodukte
- Hautsprays: Beruhigende Hautsprays können Feuchtigkeit spenden und trockene Haut entlasten (achte auf hundegeeignete Produkte).
Fazit: So unterstützt du deinen Hund optimal durch den Fellwechsel
Der Fellwechsel im Herbst kann für Hunde eine Herausforderung sein, doch mit der richtigen Pflege und Ernährung lässt sich der Prozess gut unterstützen. Tägliches Bürsten, eine ausgewogene Ernährung und auf den Felltyp abgestimmte Pflegeprodukte sorgen dafür, dass dein Hund gesund und glücklich durch diese Phase kommt. So ist dein Hund bestens für die kalte Jahreszeit gerüstet!
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