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Was sind Zecken

  • Isabel Scheu
  • 01.05.2025
  • Zecken

Was sind Zecken und warum sind sie für Hunde gefährlich?

Du streichelst deinen Hund nach dem Spaziergang und entdeckst plötzlich einen kleinen, dunklen Punkt im Fell – oder eine bereits festgesaugte Zecke auf der Haut. Zecken gehören zu den häufigsten Parasiten, mit denen Hunde draußen in Kontakt kommen. Sie sitzen nicht nur tief im Wald, sondern können auch auf Wiesen, an Waldrändern, in Parks, Gärten und anderen bewachsenen Bereichen vorkommen.

Zecken sind blutsaugende Parasiten und gehören nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. Für ihre Entwicklung benötigen sie Blutmahlzeiten von geeigneten Wirten – beispielsweise Wildtieren, Nagetieren, Hunden, Katzen oder Menschen.

Für deinen Hund wird eine Zecke vor allem deshalb relevant, weil sie während ihrer Blutmahlzeit bestimmte Krankheitserreger übertragen kann. Dazu gehören je nach Zeckenart und Region unter anderem Borrelien, Anaplasmen oder Babesien. Ein Zeckenstich bedeutet allerdings nicht automatisch, dass dein Hund infiziert wird oder erkrankt.

Entscheidend ist deshalb ein sachlicher Umgang mit dem Thema: Zecken regelmäßig suchen, festgesaugte Exemplare möglichst schnell entfernen, das individuelle Zeckenrisiko des Hundes berücksichtigen und gesundheitliche Veränderungen nach einem Zeckenstich ernst nehmen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, was Zecken sind, wie sie leben, wo Hunde sie aufnehmen, welche Zeckenarten in Deutschland wichtig sind, welche Krankheiten sie übertragen können und wie du deinen Hund sinnvoll vor Zecken schützt.

Spinnentiere

Zecken sind keine Insekten. Sie gehören zu den Spinnentieren und sind mit Milben verwandt.

Blutsauger

Für ihre Entwicklung benötigen Zecken Blutmahlzeiten von geeigneten tierischen oder menschlichen Wirten.

Krankheitsüberträger

Einige Zecken können beim Saugen Krankheitserreger auf Hunde übertragen. Nicht jeder Zeckenstich führt jedoch zu einer Infektion.

Zecken einfach erklärt: Was genau ist eine Zecke?

Zecken sind sogenannte Ektoparasiten. Das bedeutet, dass sie außen auf ihrem Wirt leben beziehungsweise dort ihre Blutmahlzeit aufnehmen.

Anders als Flöhe springen Zecken nicht auf ihren Wirt. Viele Zeckenarten warten in geeigneter Vegetation auf einen vorbeikommenden Wirt und gelangen beim Kontakt mit Gras, Pflanzen oder Sträuchern auf dessen Körper.

Auf dem Hund angekommen, läuft die Zecke häufig zunächst durch das Fell. Sie sucht eine geeignete Hautstelle, verankert ihren Stechapparat in der Haut und beginnt anschließend mit der Blutaufnahme.

Gerade dieser Zeitraum vor dem Festsetzen ist für Hundehalter wichtig: Noch frei im Fell laufende Zecken können beim gründlichen Absuchen teilweise entdeckt und entfernt werden, bevor sie überhaupt mit der Blutmahlzeit beginnen.

Wie sehen Zecken aus?

Das Erscheinungsbild einer Zecke hängt von ihrer Art, ihrem Entwicklungsstadium, ihrem Geschlecht und davon ab, ob sie bereits Blut aufgenommen hat.

Kleine Zeckenstadien können leicht übersehen werden. Eine vollgesogene weibliche Zecke dagegen kann deutlich größer werden und eine graue, bräunliche oder anders gefärbte Erscheinung haben.

Besonders bei langem, dichtem oder dunklem Fell solltest du dich deshalb nicht ausschließlich auf deine Augen verlassen. Fahre beim Kontrollieren langsam mit den Händen durch das Fell und achte auf kleine Unebenheiten auf der Haut.

Wie du unterschiedliche Zecken am Hund besser erkennst, findest du auch im Beitrag Zecken erkennen.

Welche Entwicklungsstadien durchläuft eine Zecke?

Zecken entwickeln sich nicht direkt vom Ei zur erwachsenen Zecke. Nach dem Schlupf durchlaufen sie mehrere Stadien und benötigen für ihre Entwicklung Blutmahlzeiten.

Entwicklungsstadium Typische Größe Was ist daran wichtig?
Larve Sehr klein, häufig nur etwa einen halben Millimeter Larven sind wegen ihrer geringen Größe besonders schwer im Fell zu entdecken und benötigen eine Blutmahlzeit für ihre weitere Entwicklung.
Nymphe Häufig ungefähr 1–2 mm Nymphen können leicht übersehen werden. Je nach Zeckenart und Erreger können auch sie Krankheitserreger übertragen.
Adulte Zecke Je nach Art mehrere Millimeter Erwachsene Zecken benötigen ebenfalls Blut. Weibliche Schildzecken können während der Blutmahlzeit deutlich an Größe zunehmen.
Vollgesogene Zecke Deutlich größer als vor der Blutmahlzeit Eine stark vollgesogene Zecke hat bereits längere Zeit Blut aufgenommen. Sie sollte trotzdem möglichst zeitnah entfernt werden.

Für deinen Hundealltag ist vor allem wichtig: Auch kleine Zeckenstadien können relevant sein. Eine Zeckenkontrolle sollte deshalb nicht nur nach großen, bereits vollgesogenen Zecken suchen.

Wie ernähren sich Zecken?

Zecken benötigen Blut, um sich weiterzuentwickeln beziehungsweise sich fortzupflanzen. Dafür suchen sie einen geeigneten Wirt.

Ist eine passende Hautstelle gefunden, verankert die Zecke ihren Mundapparat in der Haut. Während des Saugvorgangs gibt sie Speichelbestandteile in die Stichstelle ab.

Dadurch bleibt ein Zeckenstich häufig lange unbemerkt. Viele Hunde zeigen weder beim Festsetzen noch während der ersten Zeit des Saugens eine deutliche Reaktion.

Genau deshalb findest du Zecken häufig erst bei einer gezielten Kontrolle oder zufällig beim Streicheln.

Springen Zecken auf Hunde oder fallen sie von Bäumen?

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Zecken von Bäumen auf Hunde herunterfallen. Das entspricht nicht dem typischen Weg, auf dem Hunde mit Zecken in Kontakt kommen.

Viele für Hunde relevante Zecken befinden sich in bodennaher Vegetation. Beim Vorbeistreifen an Gräsern oder Pflanzen können sie auf den Hund gelangen.

Deshalb ist das Zeckenrisiko beispielsweise erhöht, wenn dein Hund:

  • durch hohes Gras läuft,
  • an Waldrändern unterwegs ist,
  • durch dicht bewachsene Bereiche streift,
  • in Gebüsch oder Unterholz läuft
  • oder viel auf naturnahen Wiesen unterwegs ist.

Zecken können aber auch in Parks oder Gärten vorkommen. Ein Waldspaziergang ist also keineswegs Voraussetzung für einen Zeckenfund.

Wo kommen Zecken besonders häufig vor?

Zecken benötigen geeignete klimatische Bedingungen und eine Umgebung, in der sie Wirte erreichen können.

Typische Bereiche sind unter anderem:

  • Wiesen mit höherer Vegetation,
  • Waldränder,
  • Waldwege mit bewachsenen Randbereichen,
  • Büsche und Sträucher,
  • feuchte und schattige Grünbereiche,
  • Parks
  • und Gärten.

Ob tatsächlich viele Zecken aktiv sind, hängt zusätzlich von Zeckenart, Jahreszeit und aktuellen Wetterbedingungen ab.

Wann sind Zecken aktiv?

Die Vorstellung einer klar begrenzten „Zeckensaison“ ist für den Hundealltag zunehmend wenig hilfreich. Zeckenaktivität hängt nicht allein vom Kalendermonat ab.

Temperatur, Feuchtigkeit, Zeckenart und regionale Wetterbedingungen spielen ebenfalls eine Rolle. Der Gemeine Holzbock kann beispielsweise auch an milden Tagen außerhalb des klassischen Frühjahrs und Sommers aktiv sein.

Deshalb sollten Hundehalter insbesondere bei mildem Wetter auch im Herbst oder Winter weiterhin mit Zecken rechnen.

Ausführlicher findest du das Thema unter Wann sind Zecken aktiv?.

Warum sind Zecken für Hunde gefährlich?

Der Zeckenstich selbst bleibt bei vielen Hunden lokal und verursacht keine größeren Probleme. Die eigentliche gesundheitliche Bedeutung entsteht dadurch, dass einzelne Zecken Krankheitserreger übertragen können.

Während des Saugvorgangs können – sofern die Zecke mit einem entsprechenden Erreger infiziert ist – Bakterien, Viren oder einzellige Parasiten auf den Hund übertragen werden.

Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion und nicht jede Infektion führt automatisch zu einer klinischen Erkrankung. Trotzdem können bestimmte Zeckenkrankheiten schwer verlaufen.

Genau deshalb sind regelmäßige Kontrolle, geeignete Prävention und schnelles Entfernen festgesaugter Zecken so wichtig.

Welche Krankheiten können Zecken auf Hunde übertragen?

Welche Zeckenkrankheiten relevant sind, hängt unter anderem von Zeckenart, Region und Reisehistorie ab.

Erkrankung Was passiert? Mögliche Hinweise beim Hund
Babesiose Babesien befallen die roten Blutkörperchen und können diese schädigen. Möglich sind unter anderem Fieber, Mattigkeit, Blutarmut, auffällige Schleimhäute oder dunkler Urin.
Borreliose Borreliose ist eine bakterielle Infektion durch Borrelien. Erkrankte Hunde können unter anderem Fieber, Gelenkbeschwerden oder wechselnde Lahmheit zeigen.
Anaplasmose Anaplasmose ist eine bakterielle Erkrankung, deren Erreger durch bestimmte Zecken übertragen werden können. Möglich sind Fieber, Mattigkeit, Lahmheit, blasse Schleimhäute oder vergrößerte Lymphknoten.
Ehrlichiose Eine bakterielle Erkrankung, die besonders im Zusammenhang mit Reisen und bestimmten Zeckenarten relevant ist. Möglich sind unter anderem Fieber, Mattigkeit und Veränderungen des Blutbildes.
FSME FSME ist eine durch Viren verursachte Erkrankung, die das Nervensystem betreffen kann. Erkrankungen sind beim Hund vergleichsweise selten, können aber neurologische Symptome verursachen.

Die Symptome können sich teilweise überschneiden und sind häufig nicht eindeutig. Ein Zeckenfund allein erlaubt deshalb keine Diagnose.

Welche Zeckenarten sind für Hunde in Deutschland wichtig?

Nicht jede Zeckenart überträgt dieselben Krankheitserreger. Für Hunde in Deutschland sind insbesondere mehrere Schildzeckenarten relevant.

Gemeiner Holzbock

Der Gemeine Holzbock – Ixodes ricinus – gehört zu den häufigsten Zeckenarten in Deutschland.

Er kann unter anderem Borrelien und Anaplasmen übertragen. In entsprechenden Gebieten spielt diese Zeckenart außerdem bei FSME eine Rolle.

Wiesenzecke

Die Wiesenzecke – Dermacentor reticulatus – ist für Hunde insbesondere deshalb relevant, weil sie Babesien übertragen kann.

Ihre Verbreitung in Deutschland hat dazu geführt, dass Babesiose längst nicht mehr ausschließlich als klassische Reisekrankheit betrachtet werden sollte.

Braune Hundezecke

Die Braune Hundezecke – Rhipicephalus sanguineus – ist vor allem in wärmeren Regionen verbreitet und deshalb besonders bei Auslandsreisen mit Hund wichtig.

Sie kann unter anderem Erreger der Ehrlichiose und weitere Krankheitserreger übertragen. Eine Besonderheit ist, dass sie sich unter geeigneten Bedingungen auch in beheizten Innenräumen halten und vermehren kann.

Wo sitzen Zecken beim Hund besonders häufig?

Grundsätzlich kann sich eine Zecke an vielen Stellen des Hundekörpers festsetzen. Manche Bereiche solltest du beim Absuchen jedoch besonders sorgfältig kontrollieren.

  • Kopf und Gesicht,
  • Bereich um die Ohren,
  • Hals,
  • Achseln,
  • Brust und Bauch,
  • Leistenbereich,
  • Beine und Pfoten
  • und die Bereiche zwischen den Zehen.

Bei langem oder dichtem Fell solltest du das Fell scheiteln und zusätzlich mit den Fingern systematisch über die Haut fahren.

Wie lange bleibt eine Zecke am Hund?

Eine Zecke kann abhängig von Art und Entwicklungsstadium mehrere Tage auf ihrem Wirt saugen. Während dieser Blutmahlzeit verändert sich insbesondere bei weiblichen Schildzecken die Körpergröße deutlich.

Du solltest deshalb niemals darauf warten, dass sich eine Zecke von allein fallen lässt. Eine entdeckte Zecke wird möglichst zeitnah entfernt.

Mehr dazu findest du im Beitrag Wie lange bleibt eine Zecke am Hund?.

Wie entfernst du eine Zecke beim Hund richtig?

Entdeckst du eine festgesaugte Zecke, solltest du sie möglichst zeitnah entfernen. Dafür eignet sich eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken.

  • Setze das geeignete Werkzeug möglichst hautnah an.
  • Entferne die Zecke kontrolliert entsprechend dem verwendeten Werkzeug.
  • Vermeide unnötiges Quetschen des Zeckenkörpers.
  • Verwende keine Hausmittel wie Öl, Klebstoff oder Alkohol, um die Zecke vor der Entfernung zu reizen.
  • Kontrolliere die Einstichstelle anschließend.

Bleibt ein kleiner Teil des Stechapparates in der Haut zurück, kann sich die Stelle lokal entzünden. Bei deutlicher Schwellung, Entzündung oder anderen Auffälligkeiten solltest du tierärztlichen Rat einholen.

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Zeckenzange für die schnelle Zeckenentfernung

Eine geeignete Zeckenzange gehört für mich während der Zeckensaison zur sinnvollen Grundausstattung. So hast du das passende Werkzeug direkt griffbereit, wenn du nach einem Spaziergang eine festgesaugte Zecke bei deinem Hund entdeckst.

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Wie kannst du deinen Hund vor Zecken schützen?

Einen hundertprozentigen Schutz vor jedem Zeckenkontakt gibt es nicht. Sinnvoll ist deshalb eine Kombination verschiedener Maßnahmen.

Hund regelmäßig absuchen

Kontrolliere deinen Hund nach Spaziergängen – insbesondere nach Aufenthalten auf Wiesen, an Waldrändern oder in dichter Vegetation.

Dabei kannst du nicht nur bereits festgesaugte Zecken finden, sondern mit etwas Glück auch Zecken entfernen, die noch durch das Fell laufen.

Individuell passenden Zeckenschutz wählen

Zur Zeckenprophylaxe stehen verschiedene Tierarzneimittel zur Verfügung, beispielsweise bestimmte Spot-ons, Halsbänder oder Tabletten.

Welches Präparat für deinen Hund geeignet ist, hängt unter anderem von Alter, Gewicht, Gesundheitszustand, Lebensweise und individuellem Zeckenrisiko ab. Die Auswahl sollte deshalb tierärztlich abgestimmt werden.

Einen ausführlicheren Überblick findest du unter Die besten Zeckenschutzmittel.

Borreliose-Impfung individuell beurteilen

Für Hunde stehen Impfstoffe gegen bestimmte Borrelien zur Verfügung. Ob eine Borreliose-Impfung für deinen Hund sinnvoll ist, sollte anhand seines individuellen Risikos mit der Tierarztpraxis besprochen werden.

Wichtig: Eine Borreliose-Impfung schützt nicht vor anderen von Zecken übertragenen Erkrankungen und ersetzt deshalb keine Zeckenprophylaxe und keine regelmäßige Kontrolle.

Warum das schnelle Entfernen einer Zecke so wichtig ist

Je länger eine Zecke auf deinem Hund saugt, desto länger besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass sie – sofern sie selbst infiziert ist – bestimmte Erreger überträgt.

Dabei gibt es keine einheitliche Zeitgrenze für sämtliche Zeckenkrankheiten. Unterschiedliche Erreger können zu unterschiedlichen Zeitpunkten übertragen werden.

Deshalb sollte eine Zecke nicht bis zum Abend oder nächsten Tag am Hund bleiben, wenn du sie bereits entdeckt hast.

Die praktische Regel lautet: gefunden – möglichst zeitnah sachgerecht entfernen.

Wann solltest du nach einem Zeckenstich zum Tierarzt?

Ein einzelner Zeckenstich macht einen Tierarztbesuch nicht automatisch notwendig. Beobachte deinen Hund und die Einstichstelle aber aufmerksam.

Tierärztlicher Rat ist insbesondere sinnvoll, wenn dein Hund:

  • Fieber entwickelt,
  • ungewöhnlich müde oder apathisch wirkt,
  • nicht fressen möchte,
  • plötzlich lahmt oder Bewegungsunlust zeigt,
  • blasse oder gelbliche Schleimhäute entwickelt,
  • dunklen oder rötlichen Urin zeigt,
  • neurologische Auffälligkeiten entwickelt
  • oder sich sein Allgemeinzustand deutlich verändert.

Auch eine stark entzündete, geschwollene oder nässende Einstichstelle sollte tierärztlich beurteilt werden.

Zecken beim Hund in Stuttgart und Baden-Württemberg

Auch in Stuttgart und Baden-Württemberg sind Zecken ein regelmäßiges Thema für Hundehalter. Parks, Wiesen, Waldgebiete und bewachsene Randbereiche bieten zahlreiche Möglichkeiten für einen Zeckenkontakt.

Besonders Hunde, die viel im Stuttgarter Stadtwald, auf Wiesen, an Waldrändern oder in naturnahen Grünflächen unterwegs sind, sollten nach dem Spaziergang kontrolliert werden.

Dasselbe gilt für Spaziergebiete rund um Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Sindelfingen und Leonberg.

In unserem Hundealltag in Stuttgart erleben wir immer wieder, dass Zecken erst beim Streicheln oder Bürsten entdeckt werden. Gerade kleine Nymphen verschwinden bei dichtem Fell schnell zwischen den Haaren.

Deshalb ist eine kurze Zeckenkontrolle nach dem Spaziergang eine einfache, aber sinnvolle Routine. Dabei geht es nicht darum, nach jedem Naturkontakt Angst vor Zecken zu haben, sondern mögliche Parasiten möglichst früh zu entdecken.

Häufige Fragen zu Zecken beim Hund

Was genau sind Zecken?

Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten aus der Klasse der Spinnentiere. Für ihre Entwicklung benötigen sie Blutmahlzeiten an geeigneten Wirten wie Wildtieren, Hunden, Katzen oder Menschen.

Sind Zecken Insekten?

Nein. Zecken gehören zu den Spinnentieren und sind mit Milben verwandt. Erwachsene Zecken besitzen vier Beinpaare.

Warum sind Zecken für Hunde gefährlich?

Einige Zecken können während ihrer Blutmahlzeit Krankheitserreger übertragen. Je nach Zeckenart und Region können beispielsweise Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose eine Rolle spielen.

Überträgt jede Zecke Krankheiten?

Nein. Nicht jede Zecke ist mit einem für Hunde relevanten Krankheitserreger infiziert und nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion oder Erkrankung.

Wo leben Zecken?

Zecken kommen unter anderem auf Wiesen, an Waldrändern, in bewachsenen Grünflächen, Parks, Sträuchern und Gärten vor. Sie sind also keineswegs ausschließlich im Wald zu finden.

Fallen Zecken von Bäumen auf Hunde?

Typischerweise nicht. Viele für Hunde relevante Zecken sitzen in bodennaher Vegetation und gelangen beim Vorbeistreifen an Gras oder Pflanzen auf ihren Wirt.

Springen Zecken auf Hunde?

Nein. Zecken springen nicht wie Flöhe. Sie gelangen meist durch direkten Kontakt mit bewachsener Vegetation auf den Hund und krabbeln anschließend durch das Fell.

Wann sind Zecken beim Hund aktiv?

Zeckenaktivität hängt von Art und Wetterbedingungen ab. Deshalb können einzelne Arten auch an milden Tagen im Herbst oder Winter aktiv sein. Zecken sind nicht ausschließlich ein Sommerthema.

Welche Zeckenarten sind für Hunde in Deutschland besonders wichtig?

Besonders relevant sind der Gemeine Holzbock und die Wiesenzecke. Im Zusammenhang mit Reisen oder eingeschleppten Zecken kann außerdem die Braune Hundezecke eine Rolle spielen.

Welche Krankheiten können Zecken auf Hunde übertragen?

Je nach Zeckenart und Region können unter anderem Borreliose, Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose und in bestimmten Gebieten FSME relevant sein.

Wo sitzen Zecken beim Hund besonders häufig?

Kontrolliere insbesondere Kopf, Ohren, Hals, Achseln, Bauch, Leistenbereich, Beine, Pfoten und Zwischenzehenbereiche. Grundsätzlich kann sich eine Zecke aber auch an anderen Körperstellen festsetzen.

Wie schnell sollte ich eine Zecke beim Hund entfernen?

Eine entdeckte festgesaugte Zecke sollte möglichst zeitnah entfernt werden. Die Übertragungszeiten verschiedener Krankheitserreger unterscheiden sich, weshalb unnötiges weiteres Saugen vermieden werden sollte.

Was darf ich bei der Zeckenentfernung nicht machen?

Die Zecke sollte vor der Entfernung nicht mit Öl, Alkohol, Klebstoff oder ähnlichen Hausmitteln behandelt werden. Verwende stattdessen ein geeignetes Werkzeug und entferne sie sachgerecht.

Schützt ein Zeckenmittel meinen Hund zu 100 Prozent?

Kein Zeckenschutz sollte als hundertprozentige Garantie betrachtet werden. Deshalb bleibt die regelmäßige Kontrolle des Hundes eine sinnvolle ergänzende Maßnahme.

Gibt es viele Zecken in Stuttgart?

Auch in Stuttgart und Baden-Württemberg kommen regelmäßig Zecken vor. Besonders nach Spaziergängen auf Wiesen, an Waldrändern, in Parks und anderen bewachsenen Bereichen sollte dein Hund kontrolliert werden.

Wann sollte ich nach einem Zeckenstich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Zeigt dein Hund anschließend Fieber, starke Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Lahmheit, auffällige Schleimhäute, dunklen Urin, neurologische Symptome oder andere deutliche Veränderungen, sollte er tierärztlich untersucht werden. Auch eine stark entzündete Einstichstelle sollte abgeklärt werden.

Fazit: Zecken beim Hund ernst nehmen, aber nicht in Panik geraten

Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die Hunde beim Aufenthalt im Freien regelmäßig aufnehmen können. Sie kommen nicht nur im Wald vor, sondern ebenso auf Wiesen, in Parks, Gärten und anderen bewachsenen Bereichen.

Die größte gesundheitliche Bedeutung besteht darin, dass einzelne Zecken Krankheitserreger übertragen können. Nicht jeder Zeckenstich führt jedoch automatisch zu einer Infektion oder Erkrankung.

Für den Hundealltag ist deshalb eine Kombination aus geeigneter Zeckenprophylaxe, regelmäßigem Absuchen und möglichst schneller Entfernung festgesaugter Zecken sinnvoll.

Achte darüber hinaus auf gesundheitliche Veränderungen nach einem Zeckenkontakt. Zeckenkrankheiten können zunächst unspezifische Beschwerden verursachen und sollten bei entsprechendem Verdacht tierärztlich abgeklärt werden.

Weitere Informationen findest du unter Wann sind Zecken aktiv?, Wie lange bleibt eine Zecke am Hund?, Zecken erkennen, Zecken richtig entfernen, Zeckenkrankheiten erkennen und Zeckenkrankheiten verhindern.

Dein Hund ist viel in Wald, Wiese und Natur unterwegs?

Gerade dann lohnt sich eine feste Routine nach dem Spaziergang: Fell kontrollieren, mögliche Zecken frühzeitig entdecken und Veränderungen am Hund aufmerksam beobachten.

In unserer Hundeschule in Stuttgart begleiten wir Hundehalter aus Stuttgart und der Region bei einem sicheren und vorausschauenden Hundealltag – von entspannten Spaziergängen bis zum bewussten Umgang mit typischen Gefahren unterwegs.

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