Trockenfutter besteht aus gepressten oder extrudierten Kroketten, denen während der Herstellung fast das gesamte Wasser entzogen wurde (Wassergehalt unter 14 %). Es handelt sich um ein konzentriertes Alleinfuttermittel, das dem Hund alle Nährstoffe liefern soll, die er täglich braucht.
❗Mögliche Nachteile:
* Geringer Feuchtigkeitsgehalt → Hund muss ausreichend trinken
* Einige Sorten enthalten hohe Anteile an Getreide, Füllstoffen oder Zucker
* Weniger appetitlich für mäkelige Fresser
* Weniger natürlich als frische Fütterungsformen
📌 Wichtig ist, auf die Qualität der Inhaltsstoffe zu achten – nicht jedes Trockenfutter ist automatisch gut.
✅ Achte auf:
* Hoher Fleischanteil (mind. 50 %)
* Klar deklarierte Zutaten (z. B. „Huhn 30 %“ statt „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“)
* Kein Zucker, künstliche Aromen oder Farbstoffe
* Geringer Getreideanteil, ggf. auch getreidefrei
* Zusatz von Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen & Mineralien
Ja, unbedingt! Trockenfutter enthält nur etwa 10 % Wasser, Nassfutter dagegen rund 70–80 %. Deshalb sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.
📌 Faustregel: Bei Trockenfutter trinkt ein Hund ca. 50–70 ml Wasser pro kg Körpergewicht/Tag – je nach Aktivität und Temperatur.
✅ Lagere Trockenfutter:
* In der Originalverpackung (am besten luftdicht verschlossen)
* An einem kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung
* Nicht umfüllen in Plastikboxen ohne Originalverpackung (Schimmel- & Nährstoffverlust-Risiko)
📌 Nach Anbruch am besten innerhalb von 4–6 Wochen aufbrauchen.
Grundsätzlich ja – wenn es hochwertig und angepasst ist. Aber: Manche Hunde bevorzugen Nassfutter oder haben Verdauungsprobleme mit Trockenfutter (z. B. bei empfindlichem Magen, Zahnproblemen oder wenig Trinkverhalten).
➡️ Immer individuell schauen, was Deinem Hund gut bekommt.
💡 Kaltgepresstes Futter wird schonender verarbeitet (bei niedrigeren Temperaturen), was Nährstoffe besser erhalten kann.
📌 Ob ein Hund kaltgepresstes oder extrudiertes besser verträgt, ist individuell. Manche Hunde verdauen kaltgepresstes schwerer – ausprobieren und beobachten.
Eine Futterumstellung sollte langsam über ca. 7–10 Tage erfolgen:
1. Beginne mit 25 % neuem Futter + 75 % altem
2. Mischungsverhältnis täglich anpassen
3. Beobachte Kot, Haut, Appetit
➡️ Bei empfindlichen Hunden ggf. langsamer umstellen oder mit dem Tierarzt absprechen.
❌ Nein – aber es reinigt sie auch nicht automatisch. Zwar kauen Hunde beim Fressen von Trockenfutter mehr, doch das hat nur einen geringen Effekt auf die Zahnreinigung.
📌 Für gesunde Zähne sind regelmäßige Zahnpflege, Kauartikel und ggf. Zähneputzen entscheidender als das Futter selbst.
✅ Ja, Trockenfutter darf mit warmen Wasser oder Brühe eingeweicht werden – z. B.:
* Für Welpen, Senioren oder Hunde mit Zahnproblemen
* Bei mäkeligen Essern
* Um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen
📌 Futter nur so lange stehen lassen, dass es nicht verdirbt (v. a. im Sommer!).
Mögliche Gründe:
* Langeweile / Geschmacksveränderung
* Zahnprobleme oder Schmerzen beim Kauen
* Stress, hormonelle Schwankungen
* Verdorbenes Futter oder falsche Lagerung
* Zu viele Leckerlis / Alternativangebote
📌 Ursachen abklären – evtl. Futter wechseln, leicht anfeuchten oder hochwertigeres Produkt wählen.
✅ Ja, es gibt:
* Welpenfutter (mehr Energie, angepasstes Kalzium/Phosphor-Verhältnis)
* Adult-Futter (für erwachsene, gesunde Hunde)
* Senior-Futter (weniger Kalorien, angepasste Proteine)
* Light-Futter (für Übergewichtige)
* Diät- oder Allergikerfutter (z. B. hypoallergen, getreidefrei)
* Rassespezifisches Futter (z. B. für Schäferhunde, Labradore)
📌 Nicht jeder Hund braucht Spezialfutter – die individuellen Bedürfnisse sind entscheidend.
Theoretisch ja – aber aufwendig und fehleranfällig.
Trockenfutter wird industriell unter hohem Druck und Hitze extrudiert oder gepresst. Für die eigene Herstellung fehlen in der Regel:
* geeignete Maschinen
* ausgewogene Rezeptur mit Mikronährstoffen
* Lagermöglichkeiten & Haltbarmachung
📌 Wer selbst füttern will, sollte eher auf BARF oder Gekochtes mit Plan umsteigen.
Ja – folgende Zusatzstoffe sollten vermieden oder genau geprüft werden:
🚫 Bedenklich:
* Zucker / Melasse / Karamell
* künstliche Farb- oder Aromastoffe
* künstliche Konservierungsmittel (z. B. BHT, BHA, Ethoxyquin)
✅ Sinnvoll:
* Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Lachsöl)
* Glucosamin / Chondroitin (für Gelenke)
* Probiotika / Präbiotika (für die Verdauung)
Ja – wie jedes andere Futter auch, wenn:
* Der Hund auf eine bestimmte Proteinquelle (z. B. Rind) oder
* Auf Zusätze, Konservierungsstoffe oder Getreidearten reagiert
➡️ Dann empfiehlt sich ein hypoallergenes Trockenfutter mit einer Proteinquelle (z. B. Pferd, Insekt, Fisch) oder eine Ausschlussdiät.